Indiana Tribüne, Volume 28, Number 219, Indianapolis, Marion County, 8 May 1905 — Page 4

Jndtana Tribune. . Mai 1905.

Zndiana Tribüne. HnaugeAeden von oh uicnbetfl 9. Indianapolis, Ind. Arry V.Xhndmm .... Prifident. Geschiiftsloealt 0, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269 kntercd at the Post Office ol Indianapolis a, second dass matter. Der Nibelung in Tanger. Wir find, schreiben die Hamb. Nachrichten", gebeten worden, nach stehende Uebersetzung eines Der Ni belung in Tanger" übttschriebenen Leitartikels in der Nummer vom 1. April des Madrider Journals El Jmparcial" abzudrucken, der sich mlt dem Besuche des Kaisers Wilhelm in Tanger beschäftigt. Wir entsprechen dieser Bitte, ohne die Irrthümer zu berichtigen, die der spanischen Zeitung untergelaufen find. Der Artikel lautet: DaS Erscheinen Wilhelm's von Deutschland an der ttüft: von Tanger bildet die neueste Ueberraschung in der internationalen Politik; sie ist eine neue Phase, und zwar allermodernften StileS der Diplomatie. Kein sandter, kein bevollmächtigter Minister, keine Note: nein, der Herrscher in höchsteigener Person, der erhabendfte Vertreter des deutschen Volkes, der Kaiser Wilhelm verläßt seinen Palast in Berlin, eilt im Sonderzug auf dem kürzesten Wege an'S Meer, schifft sich auf einem Ueberseedampfer ein und begiebt sich an die afrikanischen Geftade. Unterwegs stattet er Portugal einen diskreten Besuch ab. Da bedarf eS keiner Worte, nicht dieser langen und langweiligen Reihe von Besuchen, bei welchen sich die Vertreter der Völker mit kühlen und zusammen hangSlosen Aufmerksamkeiten gegenseitig überhäufen. Da giebt eS kein Protokoll. kein Blau-, Roth-, Grün- oder Gelbbuch, sondern nur einen Mann, welcher den Mächten den beschlossenen Vorsatz einer Intervention kundgiebt, mit welcher jene nicht gerechnet hatten. Und dieser Mann braucht nicht zu sprechen. Wir hören keine Rede, keine Kundgebung, welche fich telegraphiren läßt, wir sehen eine Statue. Germanien erhebt fich im Sande dieser ungaftlichen Meeresbucht mit dem eisernen Helm, dem strengen Antlitz, den dichten Schnurrbart emporgefträudt, mitjgoldenen Sporen und schneidigem und maritalischem Auftreten. So verwandelt fich das, was eine Vergnügungsreise zu sein scheint im Stile der Millionäre mit ihren Yachten, das, waö Paul Bourger une exploration maritime a Campagne" nannt, in etwas von so grandioser Wirkung und so vollständiger Umwülzung im Geschick des marokkanischen Reiches, wie man es vielleicht nicht begreift, wenn man von den essentiellen Wirklichkeiten der modernen Existenz absieht. So wie hinter der Unterschrift eines großen Bankiers seine goldgefüllte Kasse steht, seine begüterten Vollmachtgeber, feine Minen, in welchen Millionen TonS produzirt werden, seine Schiffe, welche alle Meere durchfurchen, seine Bahnen, welche auf den Schienen um die Wett gebend unseren Planeten mit einem eisernen Gürtel umgeben, und diese seine Unterschrift die bezwingende Garantie des Handels und der In duftrie ist, so befinden fich hinter diesem ernsten und schneidigen germanischen Standbild die siegreichen Heere von Sedan, die Kriegsschiffe des .SeptennatS", die immense deutsche Kultur, welche heutzutage die Ideen des Menschengeschlechts leitet, das industrielle Uebergewicht. welches alle Märkte deherrscht, selbst die britischen. Diese Erscheinung hat fich unter dem schreienden, aufgeregten Schwärm der Mauren gezeigt wie ein Geist in einem Zaubermörchen. Allein seine Anwesen heit geuügt. Von den Ufern Tanger's bis in die verstecktesten Winkel des Maurenlandes ist die Welle des Schreckens gedrungen und hat das internationale Leben aufgehoben. Die Palmen, welche die Residenz des Sultans umgeben, sollten ihre süßen Früchte in die Hände der außerordent lichen französischen Botschaft fallen las. sen, man glaubte in Fez und Paris den Erfolg so langer und glorreicher Feldzüge sicher zu haben, Frankreich meinte zu triumphiren, da macht im entscheidenden Moment der deutsche Kaiser diese so unwahrscheinliche Reise. Er, der eS ablehnt, Höfe zu besuchen, wo ihn zarte Anfmertsamkeit erwarten, druckt die Absätze semer Reiseftiefel in

den Sand Tanger's, nichi lange, aber lange genug, daß seine Spur für immer fich dort einprägt. Ist eS wahr, daß diese Reis? ganz der fortgesetzt bewahrten Tradition des deutschen Geistes entspricht? Man möchte sagen, daß ein einziger Wille das deutsche Volk durch so viele Menschenalter geleitet hat. Der Wagnerische CykluS, so sagte Nietzsche, ist die Anstrengung eines Willens. Ueberall, die ganze Geschichte hindurch, erscheint mit herrlichem Selbstbewußtsein diese enorme Energie, gezeugt in den dunkeln Wäldern, hocherhoben im neuen Deutschland, imponirend wie das Vertrauen deS Gläubigen, geduldig auSdauernd wie die Arbeit des Gelehrten. Diese Kraft hat den Kaiser nach Tanger geführt. Wir Spanier, die wir in der internationalen Politik nicht wissen, an wen wir unS halten sollen, müssen diesem Ereigniß zusehen wie die

entfernten Verwandten, wenn man das Testament deS reichen StiefsohneS öff net. Wenn wir auch nur Zeugen sind, traurige Zeugen, fürchtend, die Kosten der Testamentsvollstreckung tragen zu müssen, wollen wir wenigstens die ästhetische Erregung dieser unerwarteten Scene auf uns wnken lassen, als die Pickelhaube des KailerS kam, um das Licht der Sonne zu verdunkeln, welche hinter den Marmorsäulen beö Elysee aufgeht. SW !- Die Revötterungszunahme wäh rend deS letzten Jahres ln den Ver. Staaten wird vom statistischen Amt auf 1,380.000 angegeben; die ges fammte BevölkerngSziffer wird von ihm für den Beginn deS laufenden Jahres auf 81,752,000 berechnet. Die Geldcirculation des Landes nahm im gleichen Zeitraum um 151,450,690, d. h. um ungefähr $2 pro Kopf zu. Die Goldcirculation allem hat si h um 28,000,000 vermehrt. Die verzinsliche Nationalschuld hat fich um S19.000.000 vermindert. Ein sicherer Gradmesser für den Geschäftsgang pflegt die Masse der Bankdepofiten zu fein, die fich im letzten Jahre um S446.853.405 ver. mehrt haben. Die Zahl der Depositoren in Spardanken hat fich in diefem einen Jahr um 270.215 vermehrt. Während sich die Einfuhr um S34.000.000 verminderte, hat die Ausfuhr um S40.000.000 zugenommen. Der Farmer steht im Exportgeschäfte prominent an der Spitze, da die Gesammtausfuhr von Farmprodukten im letzten Jahre sich auf S853.463.073 belief. In Folge des bedeutend geftei gerten einheimischen Consums war diese Aussuhr nicht ganz so groß, wie im vorhergegangenen Jahre. Eine Bevölkerungszunahme von weit über eine Million Einwohner im Jahre ist natürlich gleichbedeutend mit einem sehr stark gesteigerten inländischen Bedarfe. Die Ausfuhr von Fabrikprodukten im letzten Jahre belief fich auf S452.415.921, was einer Zunahme gegen das vorausgegangene Jahr von S47,000,000 entspricht. Einige Ziffern, die man aus den langen Tabellen des statistischen Berichtes herausgreift, vervollständigen das in hellen Farben glänzende Bild der herrschenden Prosperität. So belief fich der Werth der auf Farmen in den Vereinigten Staaten gehaltenen Thiere auf S3.006.560.737, was eine Zunähme von mehr als 8,000,000 in dem einen Jahre ist. Die Wollproduktion stieg in dem genannten Jahre um 4,000.000 Pfund, d. h. auf 291,783,032 Pfund im Ganzen. Die Weizenernte war gegen das varhergegangene Jahr um 85,000,000 BufhelS zurückgeblieben belief sich aber immerhin noch auf die respektable Höhe von 552,399,517 BushelS, während die Maiskornernte 2,467.480.937 er. geben hatte, was eine Zunahme von 223.000.000 BushelS ist. Die Eisendahnlinien, die man '.sehr treffend als die Adern des EtaatSkörperS bezeichnet hat und deren Betrieb ebenfalls sichere Schlüsse auf den GefchüftSgang des Landes ermöglicht, ha den im letzten Jahre einen Zuwachs von 4.595 Meilen gehabt. Die Zahl der beförderten Passagiere war um 42. 000,000 größer und betrug 696.908,. 994, während die Frachttransporte der Bahn 171.290.310.685 Tonnen aus. machten, gegen 15,000,000 mehr als 1903. Jede dieser Zahlen ist ei erfreulicher Beweis von dem rasch zunehmenden Nationalwohlftand und läßt erkennen. auf wie sicherer und gesunder BaftS fich die wirthschaftliche Entwickelnng unse-i reö Landes dewegt.

Gegen das Usuchen. Geharnischte Philippika eines englischen SchriftsteUers ngebliche Schaden. Das Tabakrauchen, so schreibt der englische Politiker und Schriftsteller Frederick Harrison in einer Londoner Wochenschrift, ist das gemeinste von allen Lastern, weil es unausbleiblich auch den unschuldigen Nachbarn belästigt und schädigt. Ein Mann mag noch so ausschweifend oder vulgär oder betrunken oder gefräßig sein, cr schadet immer nur sich selbst oder denjenigen, die an seinen Ausschweifungen theilnehmen. Aber der Raucher steckt jeden, der ihm nahe kommt, mit dem Gestank seines Lasters an und verunreinigt jedes Zimmer, das er betritt, mit seinem schalen Rauch. Der Gewohnheitsraucher ist auch ein Gewohnheitsstinker. Sein Anzug, sein Haar, sein Athem sind widerwärtig, für manche Nasen sogar direkt Unwohlsein erzeugend. Selbst die Zeitungen, die Bücher, die Briefe, die der Raucher berührt, werden von dem üblen Geruch befleckt. Wolltuch. Borhänge, Tcppiche behalten den G,:ftank für Tage, und alter Ta-

baksdunst ist selbst dem Gewohnheitraucher widerwärtig. Aber er macht sich nichts daraus, daß dieser Geruch Frauen und Kindern und nicht wenigen Männern widerwärtig ist. Eow'e das Rauchen in Frage iommt. machen sich selbst gut erzogene Männer nichts daraus, sich in einem Zustande, der direkt widerwärtig ist, der Gesellschaft aufzudrängen. Ein Gentleman, der durch grofce Anstrengung in Schweiß gerathen ist, wird sich sicher nicht im Boudoir einer Dame niederlassen, bevor er nicht ein Bad genommen und seine Wäsche gewechselt hat, und wenn er beim Jagen in eine schmutzige Pfütze gefallen, würde er sicherlich nicht in diesem Zustand in die Gesellschaft gehen. Aber nach einem Diner gilt es als anständig, den Salon mit Tabaksgeruch zu füllen. Tabak hat das Beisammenleben der Geschlechter zer stört. Ja er hat sogar das Familien leben korumpirt und untergraben. Brüder und Schwestern, Kousins und Kousinen mögen unter einem Dach leben und sich beim Essen treffen; ab'.r bevor die Mahlzeit vorüber ist, zieht es die Väter und Söhne und sonstigen männlichen Gäste gewaltsam fort. Sie verkriechen sich in ihre eigenen Räume, während die weiblichen Familienmitglieder zurückbleiben müssen, schwatzen, häkeln, tanzen und sich stellen müssen, als hätten sie das gerne. Herrn Harrifon ist das Raucken offenbar nicht gut bekommen oder er hatte es mit Leuten zu thun, die ein ganz besonders gemeines Kraut verpafften. Die Javaner als Büchcrkäufer. Japans Kultur zeigt sich auch in den Bücherkäuftn, die es im Auslande macht. Frankerichs Gesandter in Japan hat darüber werthvottes Material zusammengetragen, und es ergibt sich aus seinen Nachforschungen, daß Japans Bücherkäufe in Großbritannien von 87,603 Yens (1 Yen gleich 50 Cents) im Jahre 1901 auf 315.518 Yens im Jahre 1903 gestiegen sind. Die in Deutschland gemachten Büchereinkaufe halten sich seit mehreren Jabren auf gleicher Höhe und betragen stets mehr oder weniger als 95,000 Yens. Großen Schwankungen sind dagegen die in den Ver. Staaten bemerkstelligten Kauft unterworfen: im Jahre 1903 erreichten sie einen Betrag von 55.000 Yens aegen 72.000 Yens im Jabre 1902 und 47.000 Yens im Jahre 1901. Die in China und in Frankreich gemachten Einkäufe erreichen ungefähr einen Betrag von je 15.000 Yens. Die aus Frankreich eingeführten Buch?? sind zum größten Theil juristische Lehr bücher und Romane. Wissenschaftliche Werke, vor allem medizinische, kommen aus Deutschland. England und Ver. Staaten. Das chloft deS Zechers. Der Stammsitz des alten Rodensteiner Geschlechtes ist vor kurzer Zeit in den Besitz der Stadt Bensheim, HessenDarmstadt, übergegangen. Vor Kurzem nämlich ist der letzte Rodensteiner, ein Nachfahr des in Scheffels berührn tem Liede so fröhlich gefeierten Zechers, gestorben. Dieser letzte Rodenstein, ein Baron Ueberbück v. Rodenstein, schied, ohne Leibeserben zu hinterlassen, aus dem Leben, und die Stadt Bensheim, in deren Gemarkungen das alte Schloß liegt, hat die Burg sowie den Grundbesitz, der dazu gehört, um den Betrag von 400.000 Mark angekauft. Aus der Art geschlagen war aber der letzte Rodensteiner doch: er hat nämlich seinen Besitz bis zum Lebensende behalten, statt es mit ihm so zu machen wi? sein Urahn mit Gersprenz, mit Reichelsheim und mit Pfaffenbeerfurt, die der Reihe nach vertrunken wurden. Kuropatkins Gehalt. Obgleich General Kuropatkin zum Kommandirenden der ersten Armee auf dem Kriegsschauplätze ernannt worden ist, ist sein Gehalt unverändert qeblieben. Er erhält jährlich 144.000 Rubel (1 Rubel qleich 51.5 Cents), das heißt 12.000 Rubel monatlich. Außerdem bezieht er noch besondere Woh-nungs-und andere Zuschüsse. In Europa werden täglich 84.000.000 Stecknadeln verbraucht. Von diesen 84.000.000 Stecknadeln erzeugt England allein 54,000.000. Frankreich 20,000.000 und Deutschland nebst den anderen Ländern 10,yyw,uuu lagucn.

Gegen Swrmwogcn. C tlQranattn zur Beruhigung der Wellen und deren Gebrauch. Die Wirksamkeit des Oeles zur Beruhigung der Wellen ist eine allgemein anerkannte Thatsache. Ist es nun für ein Schiff verhältnißmäßig leicht, bei stürmischer See einige Säcke Oel zu jenem Zwecke im Tau mitzuschleppen, so wird das Fahrzeug dadurch doch nur vor den von hinten hereinstürmenden Wogen unbeeinflußt bleiben. Um auch diese zu beruhigen, sind verschiedenc Wege versucht worden. So hat man eine Art Granate angewandt, die an einem Ende einen Sprengstoff mit Zeitzünder, im Uebrigen aber Oel enthält. Dieses soll sich beim Platzen des Geschosses über das Wasser verbreiten. Derartige Sprengkörper bergen aber schon durch ihre Zusammensetzung für das Schiff, das sie mitführt, eine gewisse Gefahr, abgesehen davon, daß sie auch versagen oder unzeitig platzen können. Man hat daher in der Neuzeit Oelgranaten aus Holz hergestellt, die nicht explodiren, sondern einen Boden aus wasserdichten Stoff oder LeimPapier besitzen, der beim Anschlag auf das Wasser reißt und das Oel ausfließen läßt. Beim Aufbewahren der Granaten ist dieser Boden durch einen Metalldeckel geschützt, der vor dem Gbrauch abgenommen wird. Weniger zweckmäßig erscheint eine andere Holzgranate, an der die das Oel enthaltende Röhre mit einer Gclatine-Masse verschlössen und deren Boden so belastet ist, daß die Granate sich im Wasser aufrecht erhält. Die Löslichkeit des Gelatines hängt nämlich sehr von der Temperatur des Wassers ab, wodurch das Verfahren zweifelhaft wird. Zur Benutzung bei Nacht werden die Holzgranatcn mit Raketen versehen, welch die Stelle ankünden, wo der Oelbebälter niedergegangen ist. Uebrigcns lassen die zahlreichen Patente, die fortwährend für Neuerungen an solchen Oelgeschossen angemeldet werden, darauf schließen, daß noch keines von diesen seinem Zwecke völlig entspricht. Interessanter Münzenfund. Dieser Tage fand einBauer in Rethe in Ungarn beim Aufgraben seines Hausgartens einen Topf mit alten Silbermünzen im Gewichte von etwa 4 Pfund. Die Untersuchung der Münzen durch Sachverständige hat ergeben, daß die Münzen keltischen Ursprunges sind. Ter Topf enthielt 44 groze Münzen (Tetradrachmen) und 204 kleinere Silbermünzen. Die Münzen wurden in den Jahr 60 bis 40 vor Christi Geburt geprägt, sind demnack fast 2000 Jahre alt. Das typische Erkennungszeichen ihrer Präguna ist das auf der Reversseite beider Varianten sichtbar springende oder im Nennen begriffene Pferd, welches dem Sonnengotte geweiht !?ar. Der überaus seltene Fund ward dem B'.'.d.ipester Nationalmuseum einverleibt. Visher wurden in Ungarn nur drei ähnlich? Münzfunde gemacht. Wandelnde Münzsam ml u n g. Unter der Last der Jahre gebeugt, die Zeichen ibres ehernen Griffels in Gestalt tiefer Furchen. Falten

und Runze n im verwitterten Gesicht, gekleidet in einem schäbigen langt Mantel, dessen obere Hälfte fast ganz von dem weißen, wallenden Bart bedeckt war, so präsentirte sich dieser Tage ein 8jähriacr Greis Namens Benjamin Tohen in einem New Yorker Polize'gerickt. Ter alte Mann war verhaftet worden, weil er Stra-ßenpassantk- - angeblich um Almosen ansprach, ei de.- körperlichen Unis suchung ser d man irr Befik des Greises 1272 PennieS. $9.60 in Nickel-, $4.50 in Zcbn-Ccntstücken, $1.75 In Quarters ' -d vier Dollarsckeine. In allen Tafc5 i des langen Kaftans wox die.'e gewiu tize Sammlung vertheilt, und wenn lchtercr auch schmutzig und zerrissen war, die Taschen waren ganz. Fischcr-Gliick. Einen Heringsfang, wie er kaum schon dagewesen ist. machten jüngst die Fischer aus Vierhagen an der mecklenburgischen Küste. Sie hatten beim ersten Zuge mit ihrer Heringswade so viel H?ringc im Netze, daß es unmöglich war, das Netz an's Land zu ziehen. Mit Ketschern und Eimern mußten die Netze erst erleichtert werden, und nach stundenlanger Arbeit waren sie noch immer zum Zerreißen voll. Der Strand bot bei diesem Fischreichthum einen sonderbaren Anblick. Tausende von Möven. die den Heringsschwarm begleitet hatten, umkreisten schreiend die am Strande liegenden Heringshausen. Wohin man blickte und trat, lagen Heringe; der Strand sah aus, als wäre ec während der Nacht versilbert worden. Dazwischen bewegten sich die Bewohner aus der Umgegend, die sich alle am Einsammeln betheili' ten und zum Lohne soviel Heringe mit nach Hause nehmen konnten, als sie fortzutragen vermochten. Schloß Pergine verkauft. Eines der schönsten Schlösser Südtirols, einer der wenigen Ueberresie aus dem 17. Jahrhundert, das sich die prachtliebenden Fürstbischöfe von Trient als Sommersitz erbauen ließen und mit großem Luxus ausstatteten, das herrlich auf dem Abhänge des Monte Tegazzo gelegene und d'e Ortschaft Pergine beherrschende stolze Schloß ging in den Besitz eines Münchener Industriellen um den Preis von 150.000 Kronen (1 Krone gleich 20.3 Cents) über.

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Hätte die Rock 'IslandBahn auf ihrem Bahnhof zu Clarks Grove in Freeborn County, Minn., einen Heizer gehabt, so wäre sie nicht von Annie Opsahl auf $15,000 Schadenersatz verklagt worden. Die Klägerin sagt, daß sie am 2. Januar diej Jahres in dem bewußten Wartesaal zu Clark's Grove mehrere Stunden lang auf einen Zug warten mußte, der sich verspätet hatte. Es sei bitter kalt gewesen, und der Wartesaal habe keine. Heizung gehabt, so daß sie sich stark erkältet und permanenten Schaden an ihrer Gesundheit erlitten habe, welchen Schaden sie auf $15,000 bewerthet. Auf Antrag der Bahn wurde der Prozeß in's Bundesgericht verlegt. E i n sogenannter M a d st o n e" soll zwei Männern in Louisville da?-Leben gerettet haben. Es wird darüber berichtet: W. E. Pruitt wurde dieser Tage durch seinen alten Schäferhund in die Hand gebissen. Die Hand schwoll an und schmerzte furchtbar. Auf den Rath eines Freundes bat Pruitt den Wirth Chas. Hall um den in dessen Besitz befindlichen Madstone", der auch die erwünschte Wirkung hatte. Dasselbe war der Fall bei Wm. M. Ferguson, von Butler County, der von einem Pferde gebissen worden war, das er eben erst gekauft hatte. Das Pferd, das wahrscheinlich ein toller Hund gebissen hatte, starb. Ein Arzt brannte Ferguson's Wunde aus, aber sie heilte nicht, sondern der Arm schwoll an, und die Schmerzen wurden immer schlimmer. Ferguson kam nach Louisville und erhielt alücklicher Weise Kunde von dem Wunderstein". Diesen hat Hall, als er vor vier Jahren den Südwesten freiste, on einem angeblich 108 Jahre alwe ApachenIndianer erworben, in dessen Stamm sich der Stein zweihundert Jahre fortgeerbt hat. Er befand sich angeblich im Magen eines Hirsches, hat die Größe eines Hähnereis und griinttche Farbe. Der Stein absorbirt viel Blut, ohne diese Farbe zu ändern.

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Biere be? Milchinsprktion wird verschärft. Während der vergangenen Woche ist Dr. Victor Keene im städtischen Gesundheitöamte fast ständig an der Arbeit gewesen, die seinem Departement zugebrachten Milchproben zu unter suchen. Die Milch wird hauptsächlich auf schädliche Beimischungen, durch welche die Milchleute dieselbe vor dem Sauerwerden bewahren wollen, ge prüft. Soweit wurden keine Präpa rate in den untersuchten Proben gefunden. Wir nähern uns jetzt aber der warmen Sommerzeit, wo Präservenprä parate zur Anwendung kommen, wenn sie überhaupt gebraucht werden. Mährend der letzten Jahre hat der Gebrauch derselben deträglich nachgelassen, zumal Milchpanschern im Polizeigerichte nur wenig Gnade gewährt wird. Milchproben werden täglich gesammelt, jedoch kommen Bräserven nur an heißen oder schwülen Tagen, oder kurz vor Gewittern in Anwendung, da an solchen Tagen die Milch eben schneller säuert. Milch, die stch auch an solchen Tagen gut hält, sollte der GesunddeitZ behörde zur Analyse übergeben werden. DaS Damen-Direktorium von der Anstalt Door of Hope", 116 West Michigan Straße, hal ein intereffantes Programm zusammengestellt für die am 19. d. M. in der Roberts Pari U. A. Kirche abzuhaltende Feier, welche arrangirt wird im Interesse des Bau fundS. Eine der verlockendsten Pro-gramm-Nummern wird der Vortrag des Lieutenants Edward O'Floherty sein über die Philippinen und die Manchurn. O'Flaherty ist ein Bete ran de spanisch-amerikanischen Krie geS. hat in Suba und den Philippinen gedient und ift ein tüchtiger Redner.

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