Indiana Tribüne, Volume 28, Number 218, Indianapolis, Marion County, 6 May 1905 — Page 7
Zndiana Tribüne, . Mai 195.
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Krach
-v v AG 4 v x 1. Kapitel. cJm Restaurant Turand gegenüber fl der Madeleine leuchteten die C' elektrischen Lampen auf. Es war noch früh für die Dinerzeit, sieben Uhr, und auf der Stratze lichter T'2g. Abc? hinter den Fensteroorhäncen lag schon die Dämmerung. Drau -en wozte die Menge und staute sich an der Haltestelle der Omnibusse; die endlose Neihe der vom Bois und von der Ausstellung zurückkebrenden Wagen Equipagen. Mailcoachs, Voitures de Ncmise. Selbstfahrer. Automobile mußte immer auf's Neue cer dem weisen Stzb 02 Gardien stoppen. Trinnen im Restaurant war es noch leer. Die behäbigen Kellner mit den schneeweißen Schürzen standen gähnend umher oder plauderten über das Neueste vom Neuen: daß Monsieur Panama" der Präsident Loubet gestern wieder einmal ein Stückchen Ausstellung eröffnet habe, daß die Engländer diesmal so ganz auszubleiben schienen, daß le Kayscr" Wilhelm II. inkognito auf der Esplanade des Invalides gewesen sei. Und ob ..le tzar" kommen werde' Aber selbstverständlich! Er mußte ja kommen. Und mit ihm und nach ihm kamen Le'iorn von Rüsten mit ganzen Koffern voll Gold, bereit, es auszugießen über Paris. Wie sich das gehörte! Die Tbüre zum Vorraum ging. Die ersten Dineräüe Augenscheinlich Teutsche. Nicht sehr vielversprechend. Im hellen Rciseanzug beide Herren eigentlich unerhört für ein Restaurant von Klaffe. Runde Hüte, bestaubte gclöe Schuhe. Nun freilich man war in der Ausstellungszeit. da mußle man schon ein Auge zudrücken. Und die Teutschen waren ja nicht mehr die sparsamen Verzehre? von ebedem. Sie sollten reich geworden sein, hieß es. Wohl immer noch gemästet an den fünf Milliarden. Ausgestellt sollten sie ja auch erstaunlich haben. Tie Blätter maren voll daron. Tie beiden Herren sehr hager der eine, jüngere, mit dem röthlichen Schnurrbart und Spitzbart; groß, stark, grau melkt, vollbärtig, ein echter Germane der andere erwiesen sich übrigens durchaus als weltkundise Leute, denen weder das Restaurant Turand noch ein Boulevardkellner, und wenn er wie Herr Kalchas aus der Operette aussieht, besonders imponirt. Si: schritten sehr sicher auf den einen Ecktisch zu. und d'e Art und Weife, wie sie sich auf der Speise- und Weinkarte informirten. zeigte, daß sie in Paris nicht fremd waren. Ist's Ihnen recht. Herr Direktor, wenn ich das Menü mache?" fragte der Jüngere. Nur zu! Ich bin fron, wenn Sie's mir abnehmen. Und nicht zu komplizirt. bitte. Nur Spargel Svargel will meine Frau unbedingt haben." Schon! Also Garcon Potage rnffe . . . Lanzouste . . . Tourncdos Rossini . . . eine Roueneser Ente Asperges. Sauce hollandaise ... Eis . . . Früchte . . . ! Einverstanden, verehrter Freund?" Ter Aeltere nickte: Ganz wie Sie wollen. Herr Baldin. Ich bin kein solch Schlecker und Schlemmer wie Sie. Mach mir den Geier was aus Tonrnedos Rossini und den berühmten Canards aus Rouen und Umgegend, 'n Stück Rinderbrust und Bouillonkartoffeln sind mir zehntausendmal lieber." Haben auch ihre Meriten . . . natürlich! Aber man ist doch nun mal in Paris und bei Turand. Ja so . . . wieviel Personen werden wir sein? Ihre Frau Gemahlin. Ihr Herr Sohn... meine Frau... wir Beide! Also fünf Kouverts, Garcon . . . Nein, keine Hors d'ocuvre . . . Aber zwei Flaschen Mouton Rothschild . . . siebenundachtziger . . . eine Celestine . . . und eine Pommery sec. Ein wenig geeist, bitte . . Das schwere Werk war gethan. Herr Baldin lehnte sich in seinen Stuhl zurück und kielt die Hand vor die Lippen, ein leicktez Gähnen zu verbergen. Direktor Sakcster lachte. Müde was? Ja. solch 'ne Ausstellung hat's in sich. Ta helfen weder Rollvabn. noch Auszüge, noch sonst was. Es muß marschirt weiden. Tas nennen die Leutcken nun ein Vergnügen! Ein Blödsinn in's. Ewe Mordsstrapaze für jeden Besucher. Na. und für die Ausstelle? ein unnützes Ecldbinauswerfen. Richt zedn Bestellungen werden für Sie eingehen, denken Sir an mich! Aber was Ihr PrometheusPavillon kosten wird, mit allem, was drum und dran hängt, wenn Sie am Schluß der Ausstellung das ' Fazit ziehen . . . das möchte ich wohl wiffen." Und wenn Sir recht hätten, was ändert'S? Man muh den Leuten doch zeigen, was man kann. Auf die einzelnen Bestellungen kommt es gar nicht so an. Interesse mufc inrr. erwecken" Ach, gehen Sie mir! Fabriziren Sie gute Strümpfe, die länger balten als die Auer'schen und billiger smd. dann kommt das Interesse von
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ZZ 55 Vornan von Hanns von Zobcltitz N o V ' ' " 4 : selbst . . . Uebrigens könnten unsre Da men endlich erscheinen! Ein Viertel nach Sieden! Woll'n wir nicht immer anfangen? Ich kann solche Unpünttlichkcit in den Tod nicht leiden, mein Magen knurrt bedenklich." ..Ein Äiertclstündchen müssen wir schon noch Geduld haben. Herr Tirettor. Bei Madame Virot Hüte kaufen. das erfordert immer mehr Zeit als die Frauen vorher berechnen Und mehr tteld als sie vorher vcranschlagen. Kenn' ich . . . aber da sind sie ja . . Im Eingang tauchten zwei Tamen aus, von einem jungen Herrn unmittelbar gcfolg:. dem man trotz seines tadellosen Smoking sofort den preußiichen Oizier in Civil ansah. Sein scharfes Auge hatte die beiden älteren Herren schnell gefunden. Er winkte hinüber und flüsterte: Tort drüben. Mama, sitzt Vater schon. Ihr Herr Gemahl auch, gnädige Frau." Man sah Frau Salester den großen Sohn nicht an. Klein und zierlieh, hätte sie mit ihrem feinen rosigen Gesicht eher als deen Schwester gelten können. Komm nur, Mama Vater ist sicher ungeduldig " Sie lächelte ruhig, und in ihre Wangen traten zwei Grübchen, die ihr ein fast mädchenhaftes Aussehen gaben. Wir wollen ihn schon versöhnen. Kon rad " Die beiden Herren hatten sich erhoben. Ter Bankdirektor wirklich mit etwas brummigem Gesicht, die Uhr in der Hand wenigstens von einem Soldaten sollte man doch Pünktlichkeit erwarten"; Herr Baldin mit seincm süßesten Lächeln: ..Entzückend! Beide Hüte sind wahre Kunstwerke!" rief er. ..Gedichte " Aber ganz gewiß theurer als je ein Poem war!" Salester strich mit der Rechten über seinen Vollbart. Still. Virginie! Nichts vom Preise. Wir wollen uns die Laune nickt verderben. Ich habe Hunger Garcon, die Surre!" Tas Restaurant begann sich zu füllen. In der nächsten halben Stunde waren sämmtliche Tische besetzt. Alle Gäne in großer Toilette; die Damen vielfach dckolletirt, die Herren im Frack oder Smoking, mit der Gardenia im Knovfloch. wenn das rothe Bändchen der Ehrenlegion fehlte. Erstklassige Gesellschaft durchweg, oder doch solche, die erstklassig scheinen wollte. Viel Fremde, aber noch mehr Franzosen; der groe Zustrom der Ausländer, den Paris zur Weltausstellung erwartete, war ja bis jetzt Mitte Juni noch ausgeblieben. Ein diskreter Hauch von Parfüm, von Blumen und Speisen. Gedämpftes Geflüster, dann und wann ein lauteres Wort, ein leises Lachen. Geräuschlos die Kellner; selten ein Klingen der Gläser, Klirren von Porzellan. Frau Paula Baldin saß an der Quer''eite des kleinen Tische-, zwischen den beiden Salesters, Vater und Sohn Ihre großen, runden, glänzenden Augen das einzige an ihr, was vielleicht noch daran erinnerte, daß ihr Varer einst im Posen'schen mit der Hausirkarre von Torf zu Torf ae zoaen war wanderten ohne Unter laß über das glänzende Bild hin, übe: dies lichte Meer heller Seidenkleider, aus dem sich die schwarzen Herrenröcke wie duntle Schatten heraushoben, über die alitzernden Brillantrivieren und die schimmernden Perlenkolliers; sie sah alles: die kostbare, mit Sa phiren besetzt: Chatelaine der einen, die strahlenden Marquisenringe an d:n schlanken Fingern der andern, bei der dritten einen goldgestictien meldenschub. winzig wie das Pantöffelchei Aschenbrödels, bei der vierten eine Gürtelschnalle im Sezessionsstil, ein Werk Laliaues vielleicht, mit großen farbigen Steinen. Sie, die sonst so Gesvrächiae. fand heute kaum die nothwendigsten Höflichkeitöworte. Sie berührte die Speisen Zaum. Are: dann und wann nagte sie mit ihren weißen Zäbncn an der Unterlippe, wie in reriti?,lener Gier. Gnädigste Frau sind wirklich zum ersten Male in Paris?" Ter junge Offizier nahm wieder einmal einen Anlauf, mit seiner cle ganten, schönen Nachbarin in ein Gesprach zu kommen. Draußen auf de: Boulevards hatte sie so nett geplan - dert; ein wenig gesucht geistreich? .nd kam es ihm zwar vor, aber doch yochj anregend; heut früh im Louvre hat:c sie ibm sogar einen kleinen lunstgc' schichtlichen Bortra.i über unsr: schönste Frau von Milo" gehalten. fei ihm die aufrichtigste Bewunderung abnöthigte. Warum sie wohl jetzt : still war? Er mußte seine Frage wiederbolen. und auch dann antwortete sienur mit einem kurzen Kopfneigen und einem ziemlich unaufmerksamen: Si auch. Herr Leutnant?" Um Gattes willen, gnädigste Frau, lanen Sie den Leutnant beiseite. GeWitz ich auch es gab ja keinen Urlaub nach Frankreich. Jetzt zum ersten Male. Aber dafür bin ich auch
ganz bezaubert. Diese Stadt! UnL das Leben, der Zuschnitt " Sie hatte nur halb hingehört. Aber
nun sagte sie doch mit einem stärkeren Aufathmen: Jawohl ... der ganze Zuschnitt: Dieser Luxus, diese Eleganz! Was sind wir dagegen? Arme Schlucker. Hier ist der große, in Generationen angesammelte Reichthum, und neben ibm die kühne Unterneh mungölust. die immer neue Werthe schafft. Schaffen muß. um mitleben, um mitgcnießen zu können. Ta, seben Sie einmal . . . drüben rechts ... die schlanke, junge Frau in der wunderbaren mecrarünen Robe. Ich sage Ihnen, das K.eid kostet seine vicrtausend Franken, und für vierziztauscnd Franicn lrägt sie Julrelen " Er sah hinüber. Und dann sah er auf seine Mutter, die ihm gegenüber saß und so jung und schön aussah in ihrer stillen Art. Er sagte: ..Das Kleid ist gewiß sehr geschmackvoll und kostbar, und die Juwelen sind großartig. Aber finden Sie nicht, daß diese meergrüne Fcc etwas zu jugendlich angezogen und schrerlich geschmink: Vi?" Geben Sie doch! Alle Pariserinncn wollen jung und schön erscheinen, und sie haben recht. Frauen müsicn schön sein wollen!" Konrad sah wieder hinüber zu seiner Mutter. Die brauchte nicht schön sein zu wol.cn sie war es. Sie war es immer gewesen, soweit er zurüädenken konnte. Vielleicht laö sie jetzt in seinen frischeu, hübschen Zügen die zärtliche (?m psir.dnng regen sie. oie nieste, und uc lächelten sich zu. Tie beiden älteren Herren warcn schon wieder in einem geschäftlichen Gespräch. Baldin hatte, zwischen Langouste und Tournedos. begonnen; ihn beseelte stets eine fieberhafte Unruhe, wenn er nicht irgendwie eine geschäftliche Anknüpfung fand. Und wenn sich Salester auch in seiner grobkörnigen Art ..das Geschäft" verbat ..ich reise zu meinem sogenannten Vergnügen, mein Lieber, und nicht als Direktor der ausgezeichneten Mitteldeutschen Genossenschafts - Bank" wußte Baldin doch ganz genau, daß das nur eine kleine Maske war. So sprach er, sein Glas langsam zwischen den Fingern drehend, von dem großen Pruntpavil'on der A. E. G.. der Allgemeinen Elektriitäts - Gesellschaft. und ihren Nernstlampen einem noch ungelegten Ei!" sprach von dem wirthschaftlichen Uebergewicht des Gasglühlickts im Allgemeinen und von dem Prometheuslicht seiner eigenen Gesellschaft, die Sie werdendsehen, mein Verehrtester, in kurzer Zeit alle Konkurrenten an die Wand drücken wird." Es verschlug ihm nichts, daß er dann und wann einige Bissizleiten des Bankdirektors in den Kauf nehmen mußte. Ter Mann war nun einmal so; er konnte nicht denken, nicht sprechen, obne grob zu werden. Nur sei ner sanften Frau gegenüber war er man wußte es wie Wachs. Mochte er übrigens maliziös, mochte er grob scm: für den Kern jedes Geschäftes hatte er doch das richtige Verständniß. und den Ebrgeiz hatte er, Geld zu verdienen. Hohe Dividenden für die Aktionäre, hohe Tantiemen für sich Das war ja auch ganz in der Ordnung das! Reich werden, war die Losung! Baldin sprach gerade von der kürz lich von ihm gegründeten Wiener Tochtergesellschaft seines Unternehmens, als seine Frau plötzlich, wohl eine seiner Worte auffangend, dazwischen warf: Weißt Du. wen ,ch heute früh im Louore gesehen habe, Oskar? Doktor Prall!" Sie sagc? es scheinbar ganz beiläufig, mit einem fast spöttischen Hock ziehen der rollen Schultern. Und ihr Gatte sagte, scheinbar ebenso beiläufig und gleichziltig-. ....Der Narr!" Aber sie wechselten dabei einen schnellen Bliik, dessen Ausdruck nicht recht zu dem Ton der Wor!e paßte. Doktor Prall ist hier? Eigentlick möchte ich den Mann einmal kennen lernen." Salester setzte den hornum rundeten Kneifer fest auf die bre-t-rüäige Nase. Nämlich, mein Verehr tester, ich bin immer der Ansicht gewesen. daß Sie gar nicht im Jnterene de Prometheus gehandelt haben, als Sie den Mann mit einer lumvnen Abfindung so mir nichts, dir nichts zur Seite schoben." Liebe? Freund, eine lumpige Ab findung? Ich bitte Sie fünfzigtausend Mark " Ter Bankdirektor blinzelte unter seinem Kneife? hervor, und um seine Mundwinkel zuckte es sa?kastisch ..Mein Himmel ja das mag ja für solch armen Chemiker ganz schön sein. Ich weiß im Augenblick auch nicht mal. wie hoch das Konto Patente dann späte? in das Aktienunternebmen eingebracht wurde aber ein wenig höher, mein' ich. war's wohl." Wen? er recht maliziös sein wollte, sprach e ganz langsam. Diesmal zerkaute er die Worte förmlich. Wenn Sie d:n Prall kennen lernen wollen, suchen Sie ihn doch in Berlin auf." Baldin schien ein wenig aereizt. Er wohnt . . . oder er wohnte bis vor einem halben Jahr draußen in Wilmersdorf, wo die Welt ein Ende hat. Sie werden dann erkennen, wie schwer mit dem Sonderling zu ver handeln ist. Schwer? Gar nickt Wenn es nach dem ginge, müßten wii die Beleuchtungskörper unter dem
Selbstkostenpreise abgeben. Wollte tz doch, daß das Promethcuslicht daö .Licht der Armen' werde "
Das Diner war bis zum Geflügel vorgeschritten. Ter Chef de la Cuisine erschien höchstselbst, um vor den Augen der Gäste die Roueneser Ente, seine Spezialität und die des Restaurants. zuzubereiten. Zwei Kellnei rollten einen Tiich herbei und setzten das große silberne Pressoir auf. Würdevoll präsentirte der dritte die rohe Ente herum, noch würder cller rennte der große Mann in der schl!' weißen Kleidung die besten Stücke ab, scho' den Rest in die Presse; die Kei ner drehten an beiden Kurbelstan'en. als gelte es, eine schwere Maschine in Bewegung zu setzen. ,,vcf) bin doch neugierig, wie sich das entwickeln wird." lachte der junge Vtu zier. Tas ist ja wie ein Ereigniß. ' Eine Ente aus Rouen bei Turand ist auch ein Ercigniß!" Baldin scbien das Gespräch jetzt ganz gern rom geschäftlichen zum kulinarischen Thema ülcrulleiten. Sehen Sie nur, wie der Chef aus seinen Büchsen die c:.u;e präparirt. Nun der ausgepreßte San der (ntc dazu; jetzt zündet er die Spirituflamme unter der Silberplatte an " (5r schien noch weiter sprechen zu wollen. Aber da richtete sich Frau lestcr aus ihrer ruhigen, etwas müden Haltung auf und sagte, sichtlich interesstrt, zu ihrem Manne: Karl, bitte ... sind das nicht Möller-Siez-hards?" Ihre Augen wiesen auf eine kleine Gruppe von drei Personen in der Mitte des Saales: einen älteren Herrn - groß, schlank, vornehm, das frische Gesicht scharf geprägt, der Blick lebhaft; daneben einen sehr eleganten jüngeren Herrn und ein hübsches Mädchen. Alle drei standen dicht bei einander und beriethen mit dem Geschäftsführcr. Sie schienen vergebens einen freien Tisch zu suchen. salester erhob sich sofort Ich will mal sehen, ob sie sich zu uns setzen. Wir können ganz gut ein bissel zusammenrückcn" und schritt aus den älteren Herrn zu. Sie drückten sich die Hände; Salester begrüßte auch Sohn und Tochter, und dann traten sie an den Tisch heran. Konrad Salester war bereits aufgesprungen und stand, die Hände an der Stuhllehne, um sich vorstellen zu lasten. Herr Geheimrath Möller-Sieg-hard Herr Assessor Möller-Sieg-hard! Erlauben Sie, gnädiges Fräulein: mein Sohn! Pardon, gnädig ae Frau: Fräulein Möller-Siegbard." Ter Bankdireltor lachte breit: Diese blödsinnige Vorstellerei! Eigentlich kennen sich die Herrschaften ja wohl alle, wenigstens vom Sehen." Ich hatte wirklich noch nicht die Ehre. Papa!" Ra dann hast Du sie jetzt gehabt. Konrad! Und nun. bilte. sporne mal Dein Französisch und sieh zu. ob Tu nicht noch ein paar freie Stühle bekommst." Der Geheimrath hatte Frau Salestcr die Hand geküßt. Als er sich dann vor den beiden Baldins verneigte. schien es fast, als thäte er's. bei aller Höflichkeit, mit einer aanz leichten Reserve. Vielleicht erschien es wirklich nur so gerade im Gegensatz zu der etwaö übertriebenen Beflissenheit, mit der Valdin dem Inhaber deö Weltgeschäfts Möller-Sieghard & Söhne, dessen Begründung noch in die Zeit Friedrichs des Großen fiel, seinen eigenen Platz anbot. Es ist sehr liebenswürdig, daß Sie uns in unsrer Roth helfen! Bitte, Willv, bestell uns iraend etwas Leichtes zu essen, ein .Poulet de gram' und einen derben Sekt. Oder willst Tu liebe? einen süßen, Bernhardine? Rein desto besser!" Der Geheime Kommerzienrath hatte sich zwischen das Ehepaar Salester eingeschoben und plauderte lebhaft weiter: Jetzt trifft man in Paris doch überall Be kannte, überall Landsleute. Eben, wie wir zum Hotel heraustraten, den Fürsten Radolin, dann zehn Schritte wei ter Lenbach . . . und nun Sie. Famos sebcn Sie aus, gnädige Frau. Mein Kompliment! Wie lange sind Sie schon hier? Und wo wohnen Sie, wenn ich fragen darf?" Dabei rieb er sich die auffallend schönen, wohlgepflegtcn Hände, nickte seinem Töchterchen zu, lächelte verbindlich. Im Continental! Run, da sind Sie rortrefflich untergekommen. Wir wobnen immer bei Meurice. Tas heißt, wenn ich wir sage, so meine ich nur Willy und mich. Mein Küken dort ist natürlich zum ersten Male in diesem Sodom. Ihr Herr Sohn auch? Wo steht er eigentlich?" (Fortsetzung folgt.) rauben leden m vaanger ve. Sind von 100 Tauben 55 weiblichen. 45 männlichen Geschlechts, dann leben dw 10 überschüssigen Thiere als alte Jungfern, die keinen Nutzen bringen, sondern nur das Butter ' weafressen. Dasselbe ist der Fall, wenn die Zahl der Tauber überwiegt. Es liegt xm Interesse jeden Züchters, durch Ausgleich des Verhältnisses oder Entfernung überflüssiger Thiere den Schaden auszumerzen, der auch darin besteht, daß Eifersucht im Schlage und daraus Reistereien entsteb.'n. verblichene anoichrtsten aufzufrischen. Ein Fließpapier wird mit einer Auflösung von Eisenvitriol getränkt und auf die verblichene Stelle gelegt; sie wird vollkommen deutlich.
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