Indiana Tribüne, Volume 28, Number 216, Indianapolis, Marion County, 4 May 1905 — Page 5
Jndiana Tribüne, 4. Mai 1903. 5
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John C. luwm
kVic Hänschen stme Moma erncht. Es klingelt. Da das Mädchen gerade nicht da ist, öffnet Frau Gertrud selbst. Hänschen ist natürlich dabei. Draußen steht ein Kind in Lumpen.
blak, frierend. iOlUC, UJCUUU it in ivus. n:ii. rx,, r ?. ' " Das alte Lied, die alte Weise. Aber Gertrud gibt grundsätzlich keinem Bettler ein Almosen, und vollends keinem Kinde. Scham' Dich, zu betteln geh!" so herrscht sie den Kleinen an und drückt dann die Thür in's Schloß. Hänschen schaut aus großen Augen verständnißlos zu ihr empor. Aber, Mama, der Junge war doch ganz zerrissen. Hast qen?iß das Loä, in seiner Jacke gar mcyt gesehen. Talhättest Tu ihm doch stopfen können. Wart mal. ich hole ihn wieder zurück " Ehe sie's hindern kann, ist er zur Thür hinaus, und richtig, nach wenigen Minuten kommt er mit dem kleinen Bettler freudestrahlend wieder an. ftii kuk mal blos. Mutter, wie er ausschaut, hier ein Loch, und da ein Loch " Frau Gertrud sieht's, und mehr noch sieht sie jetzt: die Spuren des Hungers auf dem hohlwangigen Gesichtchen, und den Gram, den furchtbaren Würger der Kindeslust, der kindlichen Harmlostg:eit. Und dazwischen schwätzt Hänschen in sie hinein: Und Hunger hat er auch. Mama, und frieren thut er na, Wunder!" Wie drollig der kleine Kerl das vom Voter erlauschte Wort hervorstößt. Aber Gertrud kann jetzt nicht darüber lachen. Nun sie erst sehen will, sieht sie alles alles, was dieses zerlumpte Kind ihr vor Augen führt und das ist nicht zum Lachen. Eine Stunde später geht sie mit beiden Kindern in die Wohnung des kleinen Fremden, der jetzt eine ganze Jacke anhat die von ihrem Aeltesten paßt ihm gerade und auch satt ist. Wie viel vergnügter er jetzt dreinschaut! Zu Hause aber: Auf Stroh der kranke ?at?r lieqt, Tie Mutter in den welken Armen Ein schmachtend Kind in Thränen wiegt " Jedoch nun ist Frau Gertrud da und Hänschen vor allem, der hilft nun freilich hilft er! Und als ihn am Abend die Mama in's Bett bringt, da umfaßt fte ihn noch viel, viel inniger als sonst und flüstert ihm in's kleine, rosige Ohr: Ich danke Dir. Hänschen!" Er weiß nicht wofür, zerbricht sich auch den Kopf nicht darüber er hat sein Tagewerk gethan und kann zetzt in Frieden schlafen. Sein Mütterchen aber bat er gelehrt, daß man nie nach der Schablone urtheilen und richten, sondern stets auf das Besondere sehen soll! Hänschens Eltern haben ein halbes Dutzend Rebhühner geschenkt bekommen. Ein hübsches Geschenk, aber hier erregt's nicht gerade Freude. Sie waren der toujours perdrix" über, hatten sie si in der Saison zum Ueberdruß gegeffen und außerdem sollte die große Wäsche" vorbereitet werden, und in diese Borbereitungen paßte die mühevolle Zurichtung der kräplichen Dinger" ganz und gar nicht. Endlich kam das Ehepaar überein, die Vögel einer befreundeten Familie zu schenken. der sie ohnedies verpflichtet waren. Frau Gertrud macht sich sofort auf den Weg, natürlich in Begleitung Hänschens, der die Berathung mit angehört hat und nun die verschmähten Vögel stolz in seiner Jagdtasche" trägt. Bei ihren Freunden angekommen, überreicht Frau Gertrud mit zierlichen Worten ihr Geschenk, das dankbar entgegengenommen wird. Nachdem sie geendet, blickt Hänschen noch immer erwartungsvoll zu ihr hin. und dann platzt er mitten in die Dankesworte der beschenkten Familie hinein: Hast doch noch was vergessen. Mama das das von den kräplichen Tingern und daß Auguste keine Zeit hat, sich damit abzugeben." Er überstürzt sich fast in seinem Eifer, die Versäumniß der Mutter gutzumachen. Die Fremden werfen einander ver stöhlen lächelnde Blicke zu. Frau Gertrud aber nun, die schämt ilch wieder. Zu Hause schildert sie ihrem Manne die fatale Situation, der will losfahren, dem dummen, vorlauten Jungen den Standpunkt klar machen Sie aber wehrt ab: denn auch diesmal wieder siegt ihr Gerechttgkeitsgefuhl: man spreche vor Kindern nichts, was diese mißdeuten, falsch auffassen und falsch wiedergeben können. Das hat Gertrud von ihrem Hänschen gelernt und wird's schon behalten. Qottt Oasernenkof. W a ch t m e i st e r (zum Einsän rigen): Sie passen zur Kavallerie, wie eine Studentenkneipe in eine Molkerei." Unteroffizier: Müller, wie stellen Sie sich ein Hohlgescbotz vor?" M ü l l e r (greift sich nachdenkend an oen Kopf), unteroffizier: Gut gemacht; genau so ist's!" Allerdings. Student F l o t t o (der feine Ferien auf dem Dorfe verlebt, wo er Nachts stark bekneipt heimkehrt): Keine Laternenpfähle hier? Das sind ja ganz unhaltbare Zustände r
Europaische Nachrichten.
Mecklenburg. Schwerin. Der Geh. Oberpostrath Schwieger (früher in Schwerin) wird von Frankfurt a. O. nach Stettin versetzt. F r i e d l a n d. Nach längerem Leiden starb hier der Bürgermeister Rath Voß in seinem 59 Lebensjahre. K r ö p e l i n. Auf dem Gute Kägsdorf entstand ein größeres Feuer. Schafstall und Scheune wurden eingeäschert. M a l ch i n. Das Arbeitsmann Karsten'sche Ehepaar hierfelbst feierte das seltene Fest der diamantenen Hochzeit. Der Großherzog übersandte dem Jubelpaar neben einem Glückwunschschreiben ein Geldgeschenk von 60 Mark. M a r l o w. Das Zieglermeister Buchholz'sche Ehepaar feierte das Fest der goldenen Hochzeit. Der Großherzog erfreute das Jubelpaar durch ein Geldgeschenk von 60 Mark. Neubrandenburg. Auf dem hiesigen Bahnhof ereignete sich ein Unglücksfall mit t'ödtlichem Ausgange. Der Schneidermeister Wilhelm Gau von hier wollte auf den Frieoänder Zug springen, hierbei glitt er aber aus. fiel auf das Geleise und wurde von dem Zuge überfahren. Der Tod trat auf der Stelle ein. R o st o ck. Gendarmerie - Wachtmeister Friedrich Barkholz Hierselbst beging sein 25jähriges Dienstjubiläum. Dem Jubilar wurden während seiner Dienstzeit mehrere Auszeichnungen deutscher und russischer Fürstlichkeiten zutheil. W t t t e n b u r g. Dem hiesigen Amtslandreiter Westphal war es vergönnt, sein oOjähriges Amtsjubiläum W P -' 1 L. I Y . zu feiern. ie yienae laonapeue brachte dem Jubilar ein Ständchen. S ch w a a n. Vor elNlger Zeit feierte der 81jährige Rathsdiener Rüsch in seltener Rüstigkeit und Frische fein 50jähriges Bürger - Jubiläum. Rüsch nahm 1848 49 an den Feldzügen in Schleswig - Holstein und Baden im Grenadier - GardeBataillon theil. Seit 1861 ist Rüsch beim hiesigen Magistrat angestellt. Hldenbnrg. Oldenburg. Dem Privatdozenten für Geschichte an der Berliner Universität, Dr. Hermann Oncken, ist der Titel als Professor verliehen worden. Dr. Hermann Oncken ist im Jahre 1869 in Oldenburg als Sohn des Hofkunsthändlers Oncken geboren, B a n t. Der Großherzog hat den Fußgendarmen Bosse von hier zum Gerichtsvollzieher bei dem Amtsgericht Cloppenburg ernannt. Brake. Die seit dem 25. November v. I. im hiesigen Hafen liegende Elsflether Bark Solide" wurde für 63,000 Mark nach Norwegen verkauft. Heppens. Der Althändler Jordan verkaufte seine unter No. 4 und No. 6 an der Tonndeichstraße belegenen Grundstücke für 38,000 Mark an den Kaufmann Reißner in Bremen. Jeringhave. Ein recht trauriger Unglücksfall traf die Familie des Hausmanns Theilen hierfelbst. Wan fand beim Wecken die 23jährige Tochter als Leiche im Bett. M a l e n t e. Der 67jährige Altenteiler Johann Wiese hat seinem Leben durch Erhängen im nahegelegenen Forstorte Wittmannsbusch ein Ende gemacht. Er soll in der letzten Zeit krank gewesen sein und an Schwindelansällen gelitten haben. Dies soll die Veranlassung zu dem Selbstmorde sein. S e d a n. Das Fest der silbernen Hochzeit feierten hier die Eheleute K. Virter. W c s e r d e i ch. Hier brannte das Haus des Korbmachers de Bruyn in kurzer Zeit bis auf den rund nieder. Von dem V!obiliar wurde nur sehr wenig gerettet. Der Abgebrannte ist durch Versicherung gedeckt. nzeernvnrg. Luxemburg. Feuer entstand in den Gebäulichkeiten des HerrnSoupert auf Windmühle. Der Stall und Scheune wurden ein Raub oer Flammen. B e r g e m. In den Scheunen der Landwirthe Viktor Weisen und Emil Müller entstand Feuer. Stroh, Wagen, Pflüge, Mähmaschinen u.s.w. sind ein Opfer des Feuers- geworden. D e u t s ch - O t h. Kürzlich wurde der zu Deutsch-Oth wohnende Arbeiter K. Krämer, als er Abends von Esch nach Deutsch Oth ging, von zwei Unbekannten angefallen, zu Boden geworfen und feiner Geldbörse mit 90 Mark beraubt. Mamer. Herr Theo. Meyers, Pfarrer von Mamer. wurde zum Dechanten von Korlch ernannt. Ireie Stcidte. Hamburg. Alfred Kayser, rumanischer Generalkonsul und Mitinhaber der Firma Scharf & Kayser, ist in feiner Wohnung Mittelweg 161 einem Schlaganfall erlegen, der ihn in der Harmonie" während des Frühstücks betroffen hatte. Das Ehepaar Joh. I. G. Meyer und Frau, Henriette, geb, Blum, Venusberg 26, feierte das Fest des 60jährigen Ehejubiläums; beide sind hier geboren, und zwar ist am 10. August 1824 der Jubilar und die Jubilarin am 21. April 1821 geboren, der Mann steht fomit im 81. und die Frau im 84. Lebensjahre. In dem Haufe Böckmannftrae 29A das gegenwärtig um-
gMui wird, stürzte ein Theil der Decke des Erdgeschosses ein, durchschlug die Decke des Kellers und begrub die Arbeiter Adolf Schneider und August Böttcher unter sich, von denen der letztere lebensgefährliche Verletzungen davontrug. Auch die Verletzungen Schneiders sind ernster Natur. Der Schauermann Willi Reder verunglückte am Amerikakai; es fiel ihm eine Hieve auf den Kopf. Der Tod trat fofort ein. Fräulein Caroline Ruthnick ist sanft im 101. Lebensjahre verstorben. Hier wüthete in der Reismühle von A. Oppcnheimer & Co. ein großes Feuer. Der entstandene Schaden wird aus 40,000 Mark geschätzt. Bremen. Das von Franz Schütte unserer Stadt geschenkte, von Tuaillon entworfene Kaiser FriedrichDenkmal wurde in Gegenwart des Kaifers enthüllt. In der Braunschweige? Straße wurde die Wittwe Iahn mit durchschnittener Kehle aufgesunden. Wahrscheinlich liegt Raubmord vor; der Mörder ist unbekannt. Hier feierten Friedrich Lemmermann, Kassirer des Katasteramtes,
und der Bote der hiesigen Lagerhausgesellschaft Diederich Ahrens ihr 23jähriges Dienstjubiläum. Ferner konnte Schuhmachermeister H. Dulweder auf das 25jährige Bestehen seines Geschäftes zurückblicken. Lübeck. Den Titel Rathskellermeister verlieh der Senat dem langjährigen und verdienten RathskellerPächter Emil Selig. Unsr; Stadt hat seit mehr als 50 Jahren keinen Rathskellermeister mehr gehabt, während früher, besonders in den vorhergehenden Jahrhunderten, der Rathskellermeister eine gewichtige Persönlichkeit im Staatsleben war. Schweiz. Bern. Letztens san ein Kbevaar in einer hiesigen Wirthschaft. Plötzsich ging der noch junge Mann, der ein Eisenbahner sein soll, hinaus und erschoß sich. Der Todesfall brachte bet der geisteskrank veanlaqten Frau eine erneute Geistesstörung hervor, so daß sie in das Gemeindclazareth auf dem Steigerhubel überführt werden muhte. Der Erschossene heißt Bornhaujer. Alt dort. Alt - ArmenkaNier Jos. Nell, der Wirth zur Kione" Hierselbst, wurde unter der Anklage verhaftet, in seiner Stellung als Armenkasner Veruntreuungen rm etraae von über 40.000 Francs begangen zu haben, die er für die Erweiterung des Geschäftes und für cuoauten verwendet haben soll. Die Deckung dieser Summe gelang ihm nur tbeilwelse. Aus Halle a. S. wird folgende hübsche Schöffengerichtsscene mitgetheilt: Der Mechaniker Sioli ist des Verstoßes gegen die Hunde - Polizeiverordnung beschuldigt, weil er feinen seit Jahren aus seinem Grundstück frei umherlaufenden Hund nicht zur Steuer angemeldet habe. Der Angeklagte bestreitet seine Verpflichtung hierzu, da das Thier kein Hund, sondern ein Schakal sei. Der Beklagte beantragte die Vernehmung eines zoologisch gebildeten Sachverständigen. Das Thier habe einen Wolfsschwanz, es sei sehr wild und schrecke nicht davor zurück, selbst dem eigenen Herrn zu Leibe zu gehen; es nehme es mit dem größten Neufundländer auf. Die VerHandlung gestaltete sich sehr Humorvoll, und als der Beklagte erklärte, das Thier erklettere sogar Bäume, kam den Richtern der Wunsch, das merkwürdige Thier kennen zu lernen. Herr Sioli erhielt Auftrag, den Schakal vorzuführen, der Vertreter der Anklage ersuchte noch, der gefährlichen Bestie zwei Maulkörbe anzulegen. Alsbald erschien der Herr mit dem fest an eine Kette geschlossenen wilden Schakal" im Saale, und die. Spannung löste sich alsbald in große Heiterkeit. Ein merkwürdiges, kleines Stubenhündchen sprang vor dem Richtertisch umher. Nach kurzer Besichtigung erhob sich der Amtsanwalt und beantragte 5 Mark Geldstrafe gegen den Angeklagten. Der Schakal" bestehe nur in der Phantasie des Angeklagten. Er sei zur Anmeldung des Thieres verpflichtet gewesen. Der Gerichtshof lehnte den abermals erhobenen Antrag auf Vernehmung eines zoologisch gebildeten Sachverständigen ab und erkannte milde auf 3 Mark Geldstrafe. Der Gerichtshof lasse dahingestellt, ob das Thier zoologisch genau zur Gattung der Schakale oder der Hunde zähle. Nach allgemeiner Anschauung erscheine das Thier zweifellos als Hund, und es sei gleichgültig, ob in ihm ein Tropfen Schakalblut stecke. Mit Rücksicht auf den guten Glauben des Beklagten sei auf eine zelinde Strafe erkannt. Herr Sioli führte das Wüstenthier wieder an der Kette ab. - WäbrenddeserstenAki tes der Oper Manon" im Theater zu Bordeaux entstand dieser Tage in der Coulisse zwischen dem Direktor Boyer und dem Bassisten Blancard eine Schlägerei. Letzterer stürzte vor die Rampe und bat das Publikum um Schutz. Blancard'ö Gattin, die gleichfalls auf der Bühne erschien, um den Vorfall zu erzählen, hatte einen Ohnmachtsanfall. Das Publikum glaubte im ersten Augenblicke an einen Aprilscherz, dann wurde aber Blancard von den in der Mehrzahl anwesenden AnHängern des Direktors hinausgepfif-fen.
Nach einem Bericht des argentinischen Ackerbau - Mimstriums hat ein Commissär desselben, der zur Erforschung des äußersten Nordens der Republik ausgeschickt war, in .er Provinz Jujuy ein bemerkenswerth reiches Kautschuk - Produktionsgebiet entdeckt. Die Gegend ist dicht bewaldet, und die Wälder bestehen überwiegend aus Kautschukbäumen, die in einigen Bezirken bis zu 50,000 Stück auf einer Quadratmeile vorkommen sollen. Die Bäume oersprechen einen sehr reichlichen Ertrag an Kautschuk. Das Klima soll in den neu entdeckten Kautschukwäldern viel gesunder sein als am Para. Die schweizerische und die badische Regierung haben sich auf Grund einer mehr als anderthalbjährigen sorgfältigen Nrüfung aller einschlägigen Verhältnisse dahin geeinigt, die Concession zur Errichtung eines Wasserwerkes bei Laufenburg am Rhein an die geeigneten Firmen Felten und Guilleaume Karlswerk Mühlheim am Rhein und Schweizerische Druckluft - Elektrizitäts - Gesellschaft Bern zu ertheilen. Mit dem Bau des auf 50,000 Pferdekräfte berechneten Riesenwerkes soll begonnen werden, sobald die von badischer Seite noch ausstehenden Förmlichkeiten erledigt sind. Es soll die die Wasserkraftanlage errichtende Firma auf ausdrücklichen Wunsch der badischen Regierung in den Concessionsbedingungen angehalten werden, auf die wichtigsten durchführbaren Wünsche der badischenHan-
dels- uild Handwerkskammern gebuyrende Rücksicht zu nehmen. Ein spaßhafter Kampf aeaen das Automobil wurde in einer Sitzung des Teltower Kreistages geführt. Es wird darüber berichtet: Es wurden 25,000 Mark zur Anschaffung eines sechssitzigen Mercedeswagens gefordert, der mit besonderer Rücksicht auf die Dienstreisen der Kreisbeamten gebaut werden soll. Von einigen Mitgliedern des Kreistages wurve dem Antrag lebhafte Opposition gemacht. Ein Automobil kauft nur ein reicher Mann, um damit zu protzen. Wenn der Herr Landrath von Stubenrauch jetzt bei der Chausseebereisung durch den Kreis fährt, ist es für die Leute eine Freude, ihn zu sehen. Später haben sie nur den einen Gedanken: in der Staubwolke sitzt er, und der Benzingestank kommt von ihm." Ein anderer Redner erklärte: Wenn wir unsern guten Landrath nicht auf andere Weise verlieren, dann laufen wir Ge-. fahr, lhn durch das Automobil endgiltig loszuwerden." Schließlich wurde das Automobil gegen wenige Stimmen genehmigt. Der Gründung eines Mädchenavmnasiums tritt man jetzt in den Berliner städtischen Kreisen ernsthaft näher. Visher pflegten im Magistrat und in der Commission für eine Reform des höheren Schulwesens" gewichtige Stimmen darauf hinzuweifen, daß für die Reichshauptstadt die Frage nickt brennend sei, nachdem in Berlin die private Initiative an de: Kgl. Augusta - Schule Gymnasialkurse eingerichtet habe und in Charlottenburg und Schöneberg aus öffenllichen Mitteln folche Anstalten entstanden seien. So wurde der Plan immer wieder zurückgestellt, an den aber jetzt ernstlich herangetreten wird. Im kommenden Jahre wird die höhere Mädchenschule in der Parkstraße eröffnet werden, und dann soll das nächste Ziel der Schulverwaltung das städtische Mädchen - Gymnasium sein. Im Südwesten soll es seinen Platz erhalten, angegliedert an die höhere Mädchenschule, die man dort errichten will. Einem gemeinsamen Unterbau mit dem gewöhnlichen Unterricht an derartigen Anstalten wird ein Aufbau von Gymnasial - Kursen für diejern gen Schülerinnen angefügt werden, die das Abiturientenexamen machen wollen. Unentschieden ist noch die Frage, ob die Kurse dem Gymnasium oder dem Realgymnasium angepaßt werden sollen. Ein englischer Soldat Namens O Leary hatte mit einem in ttmen Freunde zusammen den letzten Burenkrieg mitgemacht. In einer der vielen Schlachten wurde sein Freund von feindlichen Kugeln durchbohrt und stürzte todt zu seinen Füßen nieder. O'Leary überbrachte am Schluß des Krieges die Trauerbotschaft der Frau feines Freundes. Wie das nun so in der Welt zu geschehen pflegt, fanden die beiden aneinander Gefallen, und O'Leary tröstete die Wittwe, indem er ihr Gatte wurde. Jahre fpäter, und nachdem ihnen schort eine Anzahl Kin der geschenkt worden, fah O'Leary, bei einem zufälligen Aufenthalt in Sunbury, urplötzlich den ersten Mann seiner Frau, seinen einstigen Knegskame raden, lebendig vor sich stehen. Der Todtgeglaubte war, von seinen Wunden genesen, jetzt in die englische Heimaty zurückgekehrt. Als die Wiedersehensfreude vorüber war, sagte O'Leary zu seinem Kumpan: Nun, Jim? Du weißt wohl schon, daß ich Deine Frau geheirathet habe? Ja? Na, ich sche ein, daß Du bessere Ansprüche auf sie hast als ich. und gebe sie Dir zu rück." Gott segne Dir meine liebe Frau!" erwiderte der Kumpan lachend. Besser hatte ich sie nicht loswerden können. Morgen gehe ich nach Afrika zurück. Lebe wohl und grüße nur Dein" Weibchen!" Und fort war er auf Nimmerwiedersehen. Sein Weibchen klagt nunmehr auf Lösung ihrer Ehe.
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