Indiana Tribüne, Volume 28, Number 216, Indianapolis, Marion County, 4 May 1905 — Page 3

Jndianck Tribüne, Mai 1905

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Röntgen-Kongrcß. Rojcstvcnsly angeblich aus dem Wege nach Pettopavlovsli. Feldmarschall Oyama wahrscheinlich nach Wladiwostock. Unruhen in Warschau. Schillerjeier der Studeuten in Braunschweig.-Rnsfische Bestellung beim amerikanischen Stahltrust. Jnbiläum Gen. v. d. Planitz'S. Erfolgreicher Streik der Bauhandwerker in Budapest. Krupp'sche Werke vergrößert.

Deutschland. KrebSmitRöntgenftrah. len behandelt. Berlin, 3. Mai. In der Heutigen Sitzung des RSntgenKongreffeS wurde die Behandlung von Krebs mit RöntgeN'Strahlen besprochen. Prof. Laffar von Berlin, eine Autorität auf dem Gebiete der Pathologie, erklärte in einem Vortrage, in mehreren hundert Fällen, die er in Behandlung gehabt habe, seien nur 3 Mißerfolge zu derzeichnen. Tie Strahlen seien nicht wirksam, wenn der Sitz der Krankheit tief liege. Die heilende Wirkung der Strahlen gehe nur etwa einen fünftel Zoll tief. Auch bei größeren Gewüch sen schienen die Strahlen nicht wirksam zu sein. Prof. Lassar sagte weiter, e sei ihm gelungen mit Röntgen - Strahlen Krebswucherungen zu entfernen in Fällen, in denen man es vor wenigen Jahren für unmöglich gehalten habe. Prof. Jmelmann von Berlin verlas einen Bericht über 60 Fälle von Krebs, die von Prof. ComaS in Ligabon mit Röntgenftrahlen behandelt worden waren. Die Behandlung erwies sich ebenso wirksam wie nach Prof. Laffar'S Angabe. Prof. Unger von Berlin verhielt sich gegenüber der Kur in ernsten Fällen skeptisch; ebenso Prof. Sjoegren von Stockholm. Prof. Wohlgemuth führte einen Fall an, in dem eine 75 Jahre alte Frau von Brustkrebs geheilt wurde, nachdem sie 72 Mal mit Röntgenftrahlen behandelt worden war. ES ist gelungen, die Röntgen-Strah len zu dosieren, das heißt, das Maß der für den betreffenden ErkrankungS fall erforderlichen Bestrahlung genau zu bestimmen, so wie das mit den in der Apotheke verwendeten Substanzen geschieht. Die neuen Apparate derwandeln somit die bisher wenig regu lierbare und daher unter Umständen gefährliche Kraft der RöntgeN'Strahlen in ganz genau bis auf ein MU liampere regulierbare. Eine fernere Sicherung gegen schädliche Wirkungen der RönteN'Beftrahlung wird durch eine Scheibe herbeigeführt, die auf dem Strahlenrohre liegt. Sobald nämlich die ursprünglich glänzend grün gefärbte Scheibe braun wird, dann muß, wenn anders keine akute Hautenzündung eintreten soll, mit der Bestrahlung aufgehört werden. Prof. Gocht von Halle zeigte ein uhrenähnlicheS Instrument vor, welches ein Warnungszeichen gibt, sobald die Strahlen eine brennende Wirkung haben. Kr upp'sche Werke stark beschäftigt. Essen, 3. Mai. In Folge der großen Lieferungen, welche die Krupp'schen Werke für die deutsche, russische, japanische und türkische Armee übernommen haben, vermehrten dieselben die Zahl ihrer Arbeiter von 24,000 auf über 30.000. Da eS an Wohnungen mangelt, hat die Betriebsleitung temPoräre Barracken errichten lasten. Neue JnteressenBer e i n i g u n g. Köln, 3. Mai. Dem Vorgehen anderer Industriezweige folgend, haben die rheinisch-weftslischen, süddeutschen, be!gischn, französischen und englischen Cementsyndikate eine Vereinigung geschloffen, um bei Cementlieferungen nach einem einheitlichen Plane vorzugehen und dadurch die Preise zu beHäupten. Die Gruppen deS deutschen Cementsyndikats planen nach einem festeren Zusammenschluß unter sich selbst und die darauf abzielenden Abmachungen sollen im Laufe der nächsten Woche getroffen werden. Originelle Schiller Feier. Braunschwerg, 3. Mai. Die originellste Schiller - Feier in ganz Deutschland wird hier vorbereitet. Am Todestage des Dichterfürsten wird nämlich beim Einbruch der Dunkelheit Wallenftein'S Lager" von Studenten der Technischen Hochschule im Freien aufgeführt. Große Lagerfeuer werden

die Scene beleuchten und alle Einzelheiten sollen streng historisch und lebenSwahr gehalten werden. Geschäft fttr Stahltruft. Berlin, 3. Mai. Wie aus St. Petersburg gemeldet wird, befinden sich zwei Agenten der russischen Regierung auf dem Wege nach den Ver. Staaten um 40,000 Tonnen Stahlschienen für die transsibirische Bahn aufzukaufen. Diese soll, da sie sich seit dem Beginn deS Krieges in Osi asien als absolut unzureichend für die Truppentransporte erwiesen hat, so schnell als möglich zweigeleisig gemacht werden. Rußland wollte die nöthigen Schie nen ursprünglich in Deutschland bestellen, dach find die deutschen Hüttenwerke derart mit Aufträgen überhäuft, daß fie die Ablieferung innerhalb der gestellten Frist nicht garantiren konnten und das gute Geschäft daher dem amerikanischen Stahltruft überlaffen mußten. Goldenes Jubiläum. Berlin, 3. Mai. In überaus glänzender Weise wurde hier das 50jährige Dienftjubiläum des GeneralInspekteurs der Kavallerie, Generals Edler v. d. Planitz gefeiert. Um dem um die Entwicklung dieser Waffe hochverdienten General die große Werthschätzung aller Offizierkorps der deutschen Kavallerie zum Ausdruck zu bringen, hatten die Kavallerie-Offiziere auf Anregung des Generals der Kavallerie Freiherrn v. Bisftng, Kommandeurs deS 7. Armeekorps, ein prachtvolles Ehrengeschenk, auS einem mit kavalleriftischen Abzeichen verzierten prächtigen Sildergerüth bestehend, gestiftet und diese Ezrengabe wurde dem Jubilar von einer Abordnung von 200 Kavallerie - Offizieren, die das gesammte deutsche Heer repräsentirten, unter Dar bringung der herzlichsten Glückwünsche überreicht. Japan. RojeftvenSky nach Petro p a v l o v s k. Tokio, 3. Mai. ES geht das Gerücht, die Bestimmung von RojeftvenSky'S Geschwader sei PetropavlowSk, auf der Halbinsel Kamtschatka, aber nicht Wladivoftock. Die Ruffen sollen daselbst große Vorräthe von Kohlen und LebenSmittel angesammelt haben. Man hält eS jedoch für unwahrfcheinlich, daß die Ruffen beabsichtigen, dasselbe als Stützpunkt zu benutzen, da seine Vertheidigung von Land aus unmöglich ist. Frankreich. Russische Flotten-Ope-r a t i o n e n. Paris, 3. Mai. Eine Depesche aus St. Petersburg an den TempS" bestätigt die früheren Berichte, daß die russischen Kreuzer den Hafen von Wladiwoftok verlassen haben. Hiesige Militärkreise erwarten, daß Feldmarschall Oyama die Einschließung von Wladiwostok beschleunigen wird, um Admiral RojeftwenSky'S Geschwader von der russischen FlottenbafiS abzuschneiden. Man erwartet eine Vereinigung der russischen Geschwader nicht vor dem 9. Mai, da Admiral Nebogatoff erst Kohlen einnehmen muß, bevor er nach Hainin fahren kann. Rußland. Ruhestörungen. W a r s ch a u, 3. Mai. Ein Unbe kannter erschoß heute Morgen auf der Hoza-Straße einen Polizeisergeanten und entkam. Während der Nacht kam eS zu Lodz zu Ruhestörungen. Vier Personen wurden getödtet, darunter ein Polizeisergeant. Ein Haufe Studenten, welche eine Demonstration versuchten, wurden hier durch KoffackerrauSeinandergetrieben. Mörder appellirt. St, Petersburg, 3. Mai. Ivan Kalajeff, der wegen Ermordung des Großfürsten Sergiuö zum Tode verurtheilt ist, hat an den höchsten Gerichtshof appellirt auf den Grund hin, daß er nicht durch seinen eigenen Advotaten vertheidigt worden sei, wozu er gesetzlich berechtigt sei.

Schwere Strafe Für ungesetzliche Galantrie.

E l e v e l a n d , O., 3. Mai. A. B. Spear, Kassierer der verkrachten Citizen's Bank von Oberlin, C, bekannte sich heute im BundeSkreiSgerichte schuldig, falsche Eintragungen in die Bücher gemacht zu haben und wurde von Richter Taylor zu 7 Jahren ZuchtHaus verurtheilt. Die Bank wurde durch die Darlehen bankerott, die sie ohne Sicherheit Frau Chadwick gewährte. Oefterreich'Ungarn Budapefter Bauarbeiter siegen. Wien. 3. Mai. AuS Budapest wird telegraphisch gemeldet, daß die dortigen Bauardeiter in ihrem Kampf gegen die Unternehmer einen Sieg errungen haben. Die Arbeiter haben ihre Forderungen, die sich auf eine Erhöhung der Löhne und Verkürzung der Arbeitszeit erstreckten, in vollem Umfang durchgesetzt. Euba. Für Gen. Lee. H a v a n a, 3. Mai. Der Kongreß beschloß in Anerkennung der Verdienfte Gen. Lee's um Cuba an die Familie deffelben ein Beileidstelegramm zu senden. Venezuela. Amnestie. Caracas, 3. Mai. Vice-Vrä-sident Gomez, welcher den abwesenden Präsidenten Castro vertritt, hat 24 po litische Gefangene freigegeben. Sekretär Morton. Washington,D.C.,3. Mai. Es find letzthin wieder Gerüchte von dem bevorstehenden Rücktritte deS MarinesekretärS Morton in Umlauf gesetzt worden, mit Andeutungen, daß Herr Morton daS Cabinet verlaffen werde, sobald der Präsident von seiner weftlichen Tour zurückgekehrt sei. Diese Meldüngen sind lediglich eine Wiederbelebung der früheren Gerüchte, welche entstanden, als conftatirt war, das die Atchison, Topeka & Santa Fe - Bahn der Colorado Fuel & Jron Co. Rabatt gewahrt habe zur Zeit, da Herr Morton an der Spitze des Frachtwesens stand. Herr Morton gab indeß dem Prüftdenten befriedigende Aufklärung darüber, dahin gehend, daß er mit den betreffenden Abmachungen nicht zu thun gehabt habe. Präsident Roosevelt hat dann später den Rath deS Herrn Mor ton in Bezug auf Frachtraten-GeseAge-bung sehr hoch geschätzt und bei der Lösung deS mit der Panama-Bahn verknüpften Problems sind die praktischen Erfahrungen deS Sekretärs Morton von größtem Werthe gewesen. Die Ernennung des Präsidenten ShontS von der Clover Leaf - Bahn zum Präsidenten der Panama-Kanal-Commission ist auf Sekretär Morton's Empfehlung erfolgt. Adee nach Frankreich. Washington, 3. Mai. Der 2. HilfSSekretär Adee wird morgen mit der La Loraine" von New York nach Havre abfahren. Er wird auf dem Zweirade eine Tour durch Frankreich machen und eine Strecke von Ale xander Tackara, Conful zu Rouen, begleitet werden. Anfangs Juli gedenkt Adee wieder hie? einzutreffen. Eifriger Gouverneur. Topeka, KanS., 3. Mai. E. W. Hoch hat erklärt, daß er AlleS in seiner Macht thun werde, um daS Prohibitionsgesetz im Staate durchzufi'.q ren. Die wird dahin gedeutet, oaß er Schritte thun wird, um die Wirthschaften zu schließen, die gegen Bezahlung monatlicher Strafen ungenirt offen hielten. Schiffsnachrichten. New York: Mesaba" von London, Prinz Oskar" von Neapel, Teutonte" nach Liverpool, Oceanic" von Liverpool, Hamburg" nach Hamburg, Statendam" nach Rotterdam, Nordamerika" nach Neapel. Cherdourg: Kaiser Wilhelm II." nach New York. Plymouth: Deutschland" von New York. Greenock: Siberian" vonPhiladelphia. QueenStown: Caronia" nach New Bork, Saxonia" nach Liverpool. Liverpool: Frieöland" nach Philadelphia, Majeftic" nach New Bork.

Hauseinfturz. 3 Mann todt, 6 verletzt.

Omaha, Neb., 3. Mai. Beim Einstürze deS 3-ftöckigen Gebäudes der Amaha Casket Co. wurden 3 Personen getödtet und 6 verletzt. Die Toden find : Jacob Kirschner, L. Mon Martin und Henry Dietl. Der Einsturz erfolgte durch den Druck eines WindeS, der fast den Charakter eines Tornado hatte, ohne daß Warnungszeichen vorausgegangen wä ren. Das Dach wurde in die Höhe gehoben und zertrümmerte im Niederfallen das Gebäude. Italienischer Kreuzer. San Francisco, 3. Mai. Der italienische Kreuzer kam heute hier von Häfen deS südlichen California an und wird einige Zeit verweilen. Er hat 280 Offiziere und Mann an Bord. Zum Kanalbau. Washington, 3. Mai. Die Kanalbaucommisfiion schließt täglich Contracte für Maschinen ab, die beim Kanalbau auf dem Isthmus gebraucht werden sollen. Heute wurden Angeböte für zwölf Dampfbagger geöffnet, die je 60,000 bis 5130,000 kosten sollen. Schwiegervater Bryai 'S gestorben. Lincoln, Nebr., 3. Mai. John Baird, der Vater Frau Wm. Bryan'S ist heute gestorben. Schillerfeier der Schweizer. PittSburg, Pa., 3. Mai. Eine herrliche Echiller-Gedenkseier wurde unter den Anspicien der Vereinigten Schweizer-Vereine in der Helvetia-Halle zu Allegheny veranstaltet. DaS Programm war ein vorzügliches und umfaßte Ansprachen Vortrüge der Sänger des Schweizer Männerchors Helvetia" und die Aufführung mehrerer Scenen aus Wilhelm Tell". Die Festrede wurde von Dr. Gottlieb gehalten. Nächste Woche wird der hundertste Todestag Schiller'S von vielen der hiefigen Vereine würdig gefeiert werden. Flüchtiger Bankkassirer verhaftet. M i l w a u k e e, 3. Mai. Der flüchtige Kassirer, Hy. G. Goll, von der Ersten Nationalbank, wurde heute zu Chicago verhaftet. 300,000 Brandschaden. Springfield, Jll., 3. Mai. Die Werke der Springsield Boiler Mfg. Co." sind heute abgebrannt. Der Verlust von $300,000 ist durch Versicherung gedeckt. ase-Ball. American-Afsociation. Indianapolis, 3. Mai. Indianapolis 1 Minneapolis 5 ColumbuS, 3. Mai. ColumbuS ....0 1000031 5 Milwaukee. . . . 0 0 0 0 1 0 M 0 3 Batterien Veil und Brown; McKay und Beville. LouiSville, 3. Mai. LouiSville ....01100000 13 KansaS City. .00200000 02 Batterien Campbell, Kenna, Schriebe? und Woodruff; Fells und Butler. Toledo, 3. Mai. Toledo 01010000 2 St. Paul 0 0000010 0 1 Batterien Camnitz und Clark; SessionS, Noonan und ZaluSky. National-Liga. Boston, 3. Mai. Boston 00101010 0 3 New York 3 5 2 0 0 0 0 2 416 Batterien Wilhelm, Bolz und Needham; Elliott, AmeS und Bower man. Cincinnati, 3. Mai. Cincinnari. . . . 0 1 0 1 0 0 1 0 3 Chicago 00010100 02 Batterien Overall, Street und Schlei; Brown und Kling. Brooklyn, 3. Mai. Brookiyn 5 00 0 03 00 513 Philadelphia. ..0 1101006 0-9 Batterien JoneS, Scanlon und Ritter; Caldwell, Corndon, Pittinger und Dooin. St. Louis, 3. Mai. St. Louis 00 1 01 12 0 5 PittSburg ....0 0 000 0 1 1 2- 4 Batterien McFarland und Grady; Phillippi und Canfch.

Eineeigenthümliche, auf $20,000 lautende Schadenersatzklage hat der Farmer Thomas F. Daly im &oton Newport, Minn., angestren Nach der Klageschrift fuhr ii am 30. Januar, auf emer Ladung Heu sitzend, über die Tibbets Eisenbahnkreuzung, als er von einem Telegraphendraht vom Wagen gerissen wurde, wodurch er schwere Körperverletzungen und dauernden Leibesschaden erlitt. Der Draht war von der Stange niedergerutscht und Daly hatte es vorher nicht bemerkt. Die Klage ist gegen die Chicago, Burlington und Quincy-Eisen-bahn und dieNorthern American Telegraph Co. eingereicht. I m I a h r e 1877 d e p o n i r t e wie aus Red Wing, Minn., berichtet wird, eine Frau in der Goodhue County Bank, jetzt die Goodhue Nationalbank, $47. Bald nachher zog aber die Familie fort und die Frau vergaß das Geld, bis sie kürzlich von ihren Verwandten daran erinnert wurde, nachdem die Vankbeamten über ihren Aufenthalt nachgeforscht hatten. In den 28 Jahren sind aber jetzt die $47 mit Zins und Zinseszinsen auf $181.55 angewachsen, sie haben also in der Zeit $134.55 eingebracht. Die Frau hat jetzt ihr Geld gezogen, man kann daraus ersehen, wie bei vorsichtiger Anlage das Kapital wächst." Im hohen Alter von 107 Jahren ist in der Nähe von Retreat, bei Prairie du Chien, Wis., der Farmer Henry Eßler gestorben. Er war der älteste Mann im Staate Wisconsin. Eßler schlief in der Scheune, in eine Decke eingehüllt; seine Nahrung bestand aus Brot und Kartoffeln, die er mit etlichenTassen Thee hinabspülte; er bediente sich keines Messers und keiner Gabel bei Tisch. Etzler war im Jahre 1797 in Herkimer County geboren. 1849 betheiligte er sich an der ersten Fremont-Ezpedition nach California. Eine Abtheilung von 200 Mann, die ihnen als Vorhut vorangegangen war, wurde von Indianern niedergemetzelt. Ein probates Mittel, die Landstreicher fern zu halten, hat der Stadtmarschall von Pleasantville, Pa., erfunden. An jedem Zaun und fast jedem Baum ist folgendes Plakat angeschlagen: Alle Tramps, die in den Straßen von Pleasantville herumlungern, werden auf zehn Tage nach der Sandgrube geschickt. Ihr Essen wird aus Bohnen, trockenem Brod und Wasser bestehen und wird nach dem europäischen Plane" servirt werden. Im Auftrage von Marschall Lake Seit Jahren wurde Pleasantville im Frühjahr von Tramps geradezu überlaufen, undMarschall Lake hofft durch obige Maßregel dem Unwesen steuern zu können. Es ist weniger allgemein bekannt, so wird aus Pierre, S. D., geschrieben, daß die Indianer auf den großen westlichen Reservationen sich immer mehr der Viehzucht widmen und schon zahlreiche große Herden besitzen. Auch verstehen sie es ausgezeichnet, verlaufenes Vieh zusammen zu treiben, wofür sie die üblichen Futterkosten und die Gebühren für das Einfangen herauszuschlagen wissen. Gar manches Stück mag auch unter ihren Herden verschwinden; aber zum Schutz gegen die weißen Viehräuber (Rustler) haben sie sich jetzt auf allen Reservationen vereinigt und eine Cattle Association" gegründet, wie sie auch darauf sehen wollen, ihre Weidegründe gegen die Uebergriffe der weißen Herdebesitzer zu schützen. UebereineKatzeals Lebensretter wird aus New Jersey gemeldet: Joseph H. Tyron in Bloomfield, und seine Familie verdanken die Erhaltung ihres Lebens nur dem anhaltenden Miauen ihres Katers Tommy", welcher für den rechtzeitigen Alarm noch beinahe Prügel anstatt einer Belohnung eingeheimst hätte. Kürzlich wurde nämlich die Familie durch ein jämmerliches Geschrei ihres Katers aus dem Schlaf geweckt. Trotz des Scheltens des Hekrn Ahron wollte sich das Thier aber nicht beruhigen, sodaß der Hausherr schließlich wüthend aus dem Äett sprang, um den Kater in die Küche zu sperren. Als cr jedoch die Küchenthür öffnete, kam ihm eine dicke Rauchwolke entgegen und mit Hülfe seiner Familie gelang es, das Feuer, welches scheinbar noch nicht sehr lange gebrannt hatte, zu löschen. Tommy" steht selbstverständlich jetzt in hohem Ansehen. Einen ahnungsvollen Gaul besaß die New Dorker Feuerwehr. Es wird darüber berichtet: Eine Ahnung von dem ihm bevorstehenden Schicksal schien,' wie die FeuerWehrleute behaupten, daS alte Feuerwehrpferd Frank" zu haben, denn als ein Alarm abgegeben wurde, wollte der Gaul absolut nicht mit und lief immer wieder in den Stall zurück. Die Mannschaft im Spritzenhaus an der 5. Straße und ersten Avenue hatte ihre hebe Noth, Frank anzuschirren. In der dadurch entstandenen Aufregung wurde der Alarm falsch verstanden, und als die Spritze an der Allen und ouston Straße ankam, fand man den rrthum aus und nun ging eö die erste venue hinauf. An der Ecke der zwnten Straße collidirte die Spritze mit einer Straßencar, trotzdem der Kutscher alles versuchte, an oerCar vorbeizukommen. Frank", der Gaul, erlitt einen Bruch des Rückgrats und stürzte todt nieder.

Ein Wunder der Erleichterung.

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