Indiana Tribüne, Volume 28, Number 214, Indianapolis, Marion County, 2 May 1905 — Page 7

Jndian Tribüne, S. Mai 1903.

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8 P i t ... cucrvmmen liorn.v.i von Adolf Wilbrandt KOO 'ß'si 00 Q ! 050 8 0$0i Q (Fortsetzung.) Sie macht sich schon auf den Heimweg! dachte er erbittert. Mit dem WinZel des linken Auges hatte er gesehen. daß H:dwig eine weiße Nelke in der Hand hatte. Tie Verzweiflung gab ihm einen raschen Entschluß: ohne Vorwort! Heraus damit! Die großen blauen Äugen voll Bitte und Jr. nigkeit auf Vetlys Besicht heftend, slieft er nach einem Anlauf hervor: Ich liebe Fräulein Ringbof nicht. Ich lieb' auch Frau Minna nicht. Ich lieb' Sie. nur Sie. O wenn Sie mich auch lieb haben tonnten und würden meine Frau!" Betty, die sonst nicht schreckbaft war, fuhr vor Freude zusammen. In ihrer Verwirrung brachte sie nur heraus: Herr Hofmann! Sie sind nicht gescheit!" O Gott, wenn ich nur so gescheit geblieben war'. Im Frühlinz, als iaz Sie " Aufboren! dachte er verstört. Hedwig kam heran. Sie überreichte ihm die weiße i'ielke, diesmal ohne Knicks. Sind Sie nun zufrieden, Herr Gutsbesitzer?" Hugo verneigte sich tief. Allerbesten, gerührten Dank für Ihre unverdiente Cüte!" lr wollte tttn herfüsfi'rr hmfnfiTpn auf Bettys Gesicht zu lesen, ob dort eine gute Antwort stehe; da hörte er . 1 ' ' 7 vom Hause ber eine hohe Stimme rufen. Bor der Zhiix des Karten,immtr ftslTtiVn rciVrt und sein? 51, - beide mit sehr ernsten Gesichtern, wie es Träten. Rettn' fehta!" r?i ftrmt Cffcert. Kämmen fcttl Nitte nTirf!" ..Hoffmann. Sie auch!" rief Ebertö gjf ' ftuao und die Mädcken eilten dem hauh ,u. 5ie beiden kamen ibnen

einige Schritte entgegen; Sbert suchte täx ; ßx achternoffenbar eine starke Erreqang zu der- Wht' daß vielmehr irgend ein Gebergen und männlick rubta auszuleben danke ihm zu schaffen macbie. n

wie sonst. Wir wollen nämlich nach I Grebb n akren." saate er. ..nie ne Frau und ich. Meine Schwester Wanda liegt. Sie hat ja zuweilen etwas romantische Einfälle; der letzte ist ihr sehr schlecht bekommen. Gestern Abend wollte sie wieder einmal zum Grab von Josephine Stark, aber leider viel zu spät. Ist im Stadtpark sitzer, geblieben hat sich wohl im Dunkeln Nicht im getraut

und ist am frühen fieberheißen Antlitz eine zunehmenoe, chtafen; der Morgen sanfte, beinahe heitere Stille. Die Au7u ftra 7 n.a. aen thaten sich wieder aus. 7ie Hai-

Morgen tief einzesch war aber ziemlich kalt. Als schon alles auf ist, kommt sie nach Haus. Furchtbarer Schüttelfrost; hohes Fieber, Jrrereden " Um Gottes willen!" rief Hugo. Woher wissen Sie das?" .Hab' eben ihren Arzt, den alten &n1inr Steiner ans meinem 5andwea getroffen; er fuhr von Grebbin nach Haus, will Abends noch wieder bin. Man hat ilm leider erst spät gerufen; wv...... 1 -m -z Cefcsei- frtrn erst nor M ttaa von der Reise, Wanda hat von ihren Leuten nichts verlangt und sich still zu Bett nn rsimoro ikn.ienentzi'inkiina MVIVMI. wUIH vuilmni.jvtnv..-), sagt Steiner; eine so heftige hätt' er wohl noch nicht gegeben. Fast über die ganze Lunqe verbreitet, sagt er. Hat nach seiner Meinuna außerordentlich ' . . I grinen. daß er seine Frage an Betth vergessen hatte. Ich reite hin! vorweg!"

kräftig eingegriffen; der Schneidigste wum qaox njncn ist er sonst eigentlich nicht. Na, Wan- Nacvricyt gegeben; dann waren sie das Natur i gut. Wollen hoffen, sie sn da. Und so vergeht die Zeit! die hilft sich selbst!" Zelt!" Frau Ebert nickte und seufzte. Ein Es lag ein Ton m letzten Wo?Dienstmädchen kam eben und brachte ten. und es folgte ein Blick der überihr Handschuhe und Hut. großen Augen, als fühle sie woll es ch hab' ansvannen lassen." sen'e nur nicht agen: und bald ist sie ver-

Ebert binu. Ihr Pferd kommt auch; .U'Zeit! ich dachte " Lieoste Wanda. wir sind ia schuldAber natürlich!" sagte 5ugo. so er- los," entgegnete Minna, die zu ihr

Sie gingen durch das Haus zum nno. ries )i tx)i ge,iern nacr)Hef; Frau Ebert theilte geschwind mittag bis zum Bahnhof gekommen, noch einige Weisungen an die beiden aber nicht mehr zu uns. Als er heut

Fräulein aus. Ein schauriges Gefüal ging durch Hugos Brilst: Heiterkeit und Ungewitter, Rosenroth und Schwarz oft so Schlag auf Schlag! Eben noch die Nelken. Schelmerei und iunge Liebe Erst als er vor der kleinen Terrasse am Einaani drüben der Grebbmer Terrasse äbnlich auf seinem Pferde saß. gewann er wieder Muth. Bety anzuschauen, die allein auf der Terraffe stand. Hinter ihm stiegen Evert und seine Frau in den Wagen ein; die kleine Hedwig sprach mit ihnen. Hugos Augen fragten stumm. Betty. d-e Thränen des Mitgefühls, der Sorge in den Augen hatte, flüsterte ihm nach kurzem Schweigen zu. da er ihr zum Abschied die Hand hinausreichte: Meinen Sie es ganz, ganz ernst?" JOI" sagte er nur, mit einem betheuern den Blick. Aber Sie?" Sie druckie ihm die Hand. So hatte fit fre nm-fi nie liedrückt, lbre nau?n Augen saben ihn dann ernst und innig an. Wenn Sie wiederkommen." murmelte sie leise. 28. Kapitel, s war der vierte Tag von Wandas Krankheit. Die Dämmerim fortann. Wanda laa al lein: Minna war eben hinausnrn Doktor Steiner, den Arzt, in's Vorzimmer zu begleiten, da

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er wieder beimfuhr. In dem großen, luftigen, lichten Gemach war die tiefste Stille; nur der trockene Husten der Kranken unterbrach sie von Zeit zu Zeit. Gab er Ruhe, so glaubte Wandas überempfindliches Ohr den eigenen Herzschlag zu hören; wie das Ticken einer Uhr, Die allmälig abläuft. Wenn man sie nicht wieder aufgeht! dachte sie in ihrem wüsten, träumenden, zuweilen phantasirenden Hirn. Sie hatte das Gefühl, es ziehe sie niemand auf; es sei niemand da, um sie aufzuziehen. Sie laufe nun so ab, diese Lebensuhr . . . Tcr Gedanke that ihr nicht weh. Ihr war. als liege sie nicht im Bett, sondern im Kahn, auf dem Rücken, und schwimme langsam, aber unaufhaltsam auf dem schmalen Strom zum unendlichen Meer hinab. Eine gute Fahrt. Nur noch ein Gedanke ... Es soll noch einer an's Ufer kommen; dann wird angeha'ten. Und es wird noch einmal mit der Hand gewinkt: Ade, Ade . . . Sie wartete. Sie bewegte den müden Kopf. Sie horchte. Minna trat wieder ein; auf den Zehen, wie sie jetzt immer that. Sie lächelie, als Wanda hinbliäte; das hatte sie sich angewöhnt, um nur ja nicht einmal dr.i Jammer zu zeigen, wenn sie das Gesicht der Scbwester so abgemagert, vom Fieber rerbeert, unbegreiflich schnell verfallen sah. Er läßt Tich noch grüben." sagte sie mit ihrer gedämpft weichen Stimme, um etwas zu sagen.

Was Hai er Dir im Fortgehn noch zugeraunt, der Doktor V fragte Wanda. Ihre Stimme war schwach und fast ohne Klang. soll sich nur ruhig halten! hat " mir aesagt Sie soll so wenig wie möglich spreche. Und soll sia? m&i ..-...- V.! tMA si i uuiCC" - "ryB s Wanda s.og die Brauen zuiammen; dann lächeUe sie em wenig, ganz matt weorg ist mit den drei Kindern fort? "Ja. Er führt sie eine Stunde am See spazieren. Otto ist nach Hause." Es ward wieder still. Minna setzt: fl) leise in ihren Lehnstuhl, nicbt weit vom Bett. Wanda schloß die Augen ihr? Zügen entstand Zuweilen un(T . im. A A - . I ri N . ciycymuj, nu uucn, ein queren, oann eine Soannung, dann ein von innen herauswühlender Schmerz, wie eö schien. Endlich verfinsterte sich das Gesicht, die Brauen zogen sich eng zusammen; aber wie wenn darin ein Wille spräche, ein sich durch die Leibesschwäche durcharbeitender, mächtiger Entschluß. Es folgte danach auf dem ten einen freieren Blick. Sie sahen in's Zimmer hinein, und dann auf du,' (AIU i4t .Ja, nun sollten sie kommen," murmeltc sie vor sich hin. Minna erwiderte nichts. 5Ut das wieder Phantasiren? dachte sie. rt . , l- V... .. c V - moa oewegieoen ops uno eine lhrer Hände. Minna! Horst Tu nichts? Ich glaub', ich hör' einen Wa9C" rouen. Wirst wohl irren, mein Herz. I hab' dca? auch em seyr gutes Ohr. ad ich hol' Nichts. 5 ad er ' , f ..Warum kommen sie denn noch m" a r". u " .TC L ,.a. Ach, wie seid hr nur. crr t i. er erst geschrieben; und früher wußten wir ja nicht, wohin sie gegangen sind. Der Brief ist erst gestern NachMorgen hier war, hat Otto sogleich an die Beiden telegrapbirt; hat's ihnen sehr ernst gemacht; ernster, Gott sei Tank, als es ist. Nun werden sie kommen! gewiß. Liebe, gute Wanda. ich hab' Dir das alles schon einmal erzählt." Dann hab' ich's vergessen," murmelte Wanda. Ach. das ist ja ganz natürlich. Wenn man so wenig aus dem Fieber herauskommt . . ." Minna sprach nicht weiter; es ward ihr zu weh um's Herz. Ihre Stimme zerieth so leicht in ein dummes." verrätherische Weinen. Glaubst Tu. daß sie kommen?" fragte Wanda. die wieder horch:e. Aber ja! Gewiß!" Minna!" Meine süße Wanda?" Wird es Dir nickt schwer werden, ihn ihn hier wiederzusehn?" Minna hob den Kopf und die Arme. Ach. das ist ja alles so gleichmütig ! jetzt, wo Du da liegst. Ich hab' ja keinen andern Gedanken mehr.-tirb Du mir nur nicht? Stirb Du mir nur nicht!" -'e war hart an das Bett getreten. Jetzt erschrak sie aber über diesen Ungestüm und über ihre Worte. ,.Ach, das heißt was red' ich. In meiner Aufregung sag' ich immer dummes Zeug, u wuu ganz gewin rnqt sterben

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Nein, nein," sagte Wanda tonlos. Geh nur nicht mit mir in's Gericht,

wegen meiner Dummheiten. In vierzehn Tagen bist Tu wieder gesund!" Ja, ja," sagte Wanda, ebenso wie vorhin. Ach, wir reden aber viel zu viel! Ich auch. Und Tu regst Dich auf, mein Herz: ob und wann die Beiden kommen " C nein!" Wanda beweate wieder eine ilner bleichen Hände. 0 im Ge gentheil!" Wielo im Gegentheil?" Wanda antwortete nicht. Sie that wieder, was sie vorhin gethan hatte: ste beschwor das Fieber, als wär' es ein lebendiger Mensch mit Sinn und Verstand, jetzt von ihr zu lassen. Denn wenn er kommt, will sie klar sein, ihnr Sinne mächtig Tie Thür," durch die der Doktor fortgegangen war. öffnete sich leise. Eines der Dienstmädchen zeigte den Kopf und flüsterte zu Minna hin. Wanda verstand die Worte nicht, sie hörte aber sprechen. Sie wandte sich herum. Minna! Sind sie da?" Minna nickte. Du willst sie jetzt ehn?" Ah! Ich hatt' also doch recht gehört! als der Wagen rollte! Ja, mein gutes Herz. Sogleich!" Sie nabm wieder die tief ernste, fast finstere, wollende Miene an. Ihre Lippen bewegten sich, als spräche sie mit sich oder mit Gott. Ein röthliches Glühen erschien einen Augen blick auf ihren Wange:.. Das Dienstmädchen war auf Minnas Wink verschwunden, die Beiden traten ein. Chrisline ging zögernd in's Zimmer i;or; Werner blieb noch bei der Thur. Es lag bis zur Beklemmung schwer auf ihm, dieses Wicdcrsehn mit den beiden Frauen. Er hatte ein Gefühl, wie vor das peinliche Gericht zu treten. Dazu dieses bleiche, fremde Gesicht auf den weißen Kissen . . . Minna grüßte stumm. Wie gut. daß Sie kommen," sagte sie dann m' ihrer eingelullten Stimme; Wanda freut sich sehr. Als Vertreterin des Arztes muß ich aber gleich bemerken: nur weil sie ganz ausdrücklich verlangt hat, Sie Beide zu sehn, wenn Sie heute kämen, hat er eingewilligt. Seine Bedingung ist, daß Wanda wenig, fast gar nicht spricht und daß Sie bald wieder gehn." Christine nickte und trat an'3 Veit. Sie lächelte, so gut ie konnte; wie das in Fällen dieser Art so viele thun. ..Ja. ja." sagte Wanda nach einem kurzen, trockenen Husten, sie mit den Augen arüßend. Wundern Sie sich nur. Vor fünf Tagen noch ein Mensch und jetzt nur ein Schatten! Aber gut, daß Sie heut gekommen sind; morgcn war's vielleicht zu spät. Mir thut nur leid, daß Sie meinetwegen das schöne Meer" Frau Wanda!" rief Christine aus; e übermannte sie. Sie stürmte sich auf Wandas Hand, die sie zu küssen begann. Bitte, regen Sie sie nicht auf," flü sterte Minna hinter ihr. Wanda versuchte zu lächeln. Meine Schwester sorgt um mich, wie eine Mutter. Allerdings, der alte Doktor Steiner hat es ihr eingeschärft, und so hat sie ja eigentlich recht. Liebe S Fräulein Christine! Wollen Sie mir für ein paar Minuten Ihren Bruder lassen? Ich hab' ihm noch was anzuvertrauen zu beichten oder wie man sagt. Dann sehn wir uns noch." Christine, mit naßgewordenen Angen, nickte. Minna schlang einen Arm um sie und führte sie zart hinweg. Lassen Sie sie. bitte, nicht lange sprechen," sagte sie leise zu Werner, während sie an ihm vorüberging. Es war ihm wie ein Traum, diele Stimme in diesem Augenblick zu hören und an dienm Ort. Er vergaß, etwas zu erwidern, auch nur eine Geberd?; langsam schwankte er dem Schmerzenslager zu, auf dem er wieder husten hörte. Ein Gemisch von schwachen Krankenstubengeruchen, von seiner Feinstnnigkeit noch empfunden Senfteme, Heilgifte, kalte und warme Umschläge, Kognak und Thee stand wie ein Gewölk vor ihm. Er taumele hindurch und starrte auf sein geliebtes Schittial, das so todtkrank dalag. Sind Sie wirklich da?" sagte Wanda, da sie nun allein waren. I; hab's fest gebofft! Ich hab' auch oder ich bild' mir's ein um für d-ese Stunde noch einen klaren, freien Kopf zu haben, hab' ich gegen meinen Feind, das Fieber, all meine Willens kraft eingesetzt, bis es nachgegeben und mich verlassen hat. Lächeln Sie darüber? Ach nein, er lächelt nun gar nicht mehr. Wir Frauen können wohl nicht ohne allere. Glauben leben . . ." Er sah sie mir an, er nnte noch nicht sprechen. Auch Wanda zeflete jetzt die Augen fest aus ihn; 1 n nun an ließen sie ihn nicht mehr los. Ja. ja, dieses Wiedersehn!" murmelte sie. Hätten Sie das noch gcdacht? Das ist was Schönes beim Sterben: man darf sich wiedersehn, denn man will ja nur noch Abschi-d nehmen. Dies ist unser Abschied auf lange Zeit auf Gott im Himmel, nein!" fiel er ihr nun in s Wort. Wie können Sie von Sterben sprechen. Sie, die so gesund wa? . . . Das ltt em Fieberwahn: Sie sind noch im Fieber. Sagen Sie das nicht mehr; es rmnt mir durch Mark und Bem. Sterben . . . Sterben . . Sie sind ja mein Leben!" Glauben Sie nur, es muh doch sein. Ich komm' nicht mehr auf. O

ja, ich war immtt recht brav gesund; aber Heittgenblut da hat mein Herz einen Stoß gekriegt; ich meine den Muskel da in der Brust. Seitdem ist er nicht, wie er soll; für Friedenszeiten gut genug aber die großen Erreaun-

gen mag er nicht und so einen Sturni wie diese 5irankheit hält er nicht lange aus! Das sagt sich wohl auch der Doktor; der kennt mich. Er will nicht heraus mit der Sprache, er lügt; aber ich merk' ihm doch was an. Und zweimal hier" sie legte sich eine Hand auf die Brust hatt' ich schon so ein Gefühl ... Ich beklag's ja nicht! Mein Erdenleben, war nicht so schön. Nur das Aöschiednehmen . . . Hab' vorhin auch von meinen Kindern Abschied genommen; ihr Vater hatte sie herberufen. Das heißt, sie waren ganz getröst: sie glauben, ich werd' wieder gesund. Nur Amanda weinte, fast als wuftr ste was. Amanda, mein junsteö Kind; ach, was wird nur aus ihr? Die Knaben waren ganz getröst. Für mich aber war''' ein Schmerz, ein Schmerz ... Ich fc ss' es nicht, wie Menschen so was ertragen können, ohne ihren Gott ?u fühlen, der sie auf seincn Armen durch die Wellen tragt . . . Wanda hatte zu lanae aesvrochen: ein heftiger Hustenanfall schüttelte ste, und tief erschöpft sank sie dann zurück. yre Augen wichen arer nicht von ihm. Es war. wie wenn sie fürchtete, in dieser Ermattung könnt' es mit ibr enden, und wie wenn sie ihn bis zur letzten Sekunde sehen wollte. Werner litt, als hin.V er am Kreuz. (Fortsetzung folgt.) Praktische Masircgclung. l itte Ttmrstration japanischer Schüler und die merkwürdigctt Folgen. Eine für die Japaner charakteristische Episode wird vom Pariser Matin" erzählt: Bei Port Arthur gaben Belagerer und Belagerte keinen Pardon. Besonders die Belagerten zeigten sich unbarmherzig, da es ihnen nicht erwünscht war, unnütze Mäuler zu ernähren. Nun hatten eines Tages die Russen eine Branche zurückerobert, aus der ste vorher vertrieben worden waren. In einem Winkel fanden sie vier kleine Japaner, die nicht hatten entfliehen können und nun mit aufgehobenen Armen und bittenden Mienen um Gnade flehten. Ter russische Offizier befahl seinen Leuten, die schon angelegten Gewehre abzusetzen und die Japaner gefangen zu nehmen. Es waren ganz junge Leute, fast noch Knaben, und es schien dem Offizier, daß sie sich von den anderen javanischen Soldaten wesentlich unterschieden. Man fragte sie näher aus; und dabei ergab sich Folgendes: Den Patrioten in Tokio dauerte d:e Belagerung von Port Arthur zu lange. Sie klagten den General Nogi und seine Truppen des Kleinmuths an. Einige Zeitungen bliesen tiichtig in s Feuer, und eine kündigte an, daß sie dem Oberkommandanten recht gern einen im Redaktionsburcau hängenden Säbel schicken wolle, in der Erwagung, daß, wenn man sich so unfähig zeige, wie er, einem nichts übrig bleibe, als sich den Bauch aufzuschlitzen. Diese Aufreizungen hatten unter Anderem zur Folge, daß die Sclnüler in Tokio eines Ta eZ vor dem Kriegs Ministerium eine Demonstration veranstalteten und die Nüclberufunq Nogis verlangten Tie Polizei ließ die Demonstranten zuerst rubig gewähren; dann ichloß sie schnell 300 400 der Manifestanten ein und führte sie in die nächst gelegene Kaferne. Am andern Tage wurden sie zur erjlartung oer Belagerung armcc nach Port Arthur eingeschifft Man sagte ihnen, daß sie das ohne Zweifel wünschten und daß nun wahricheinlich dank ihrer Unterstützung Port Arthur bald genommen sein werde. Tie vier jungen Japaner, die von den Russen gefangen genommen worden waren, waren bci jener Demonstration bcthciligt. Ibre Begeisterung war sebr gedämpft und ihr knegcrisches Gefühl gänzlich erloschen. Die Modefarbe. Die Londoner Modefarbe für diese Saison ist für die utn arün in allen seinen Scl)atti?unaen. 5n allen Lä den sieht man grime Tuche, grüne Flaneu', grüne .)ute uno cutzen, una selbst den bekannten ..Bowler" in arnncr Farbe ausgestellt. Tre Flaneus sind dunkelgrün mit seegrünen Streifen. Auch Hemden und Kragen stud entsprechend und grüne Soäen tragen hellgrüne Flecken. Nur bit Scruh? scbemen nn'.ü arun werden zu sollen. Eine cnaliscke eituno erklärt, die 5ecren icien oer schwarzen, grauen uno J 1 v Counnen Farben überdrüssig geworoen. Die Westen strahlen in einer Farbenvracbt. die uoA im vorigen kabre als sehr gewöhnlich bezeichnet worden wäre. Wenn die Londoner Schneider iyren Willen durchsetzen, so werden m 1.7 (" v rjr. i (m'. mccm vtlülier mc la.uuicn yjiuuuti, da auch die Engigkeit der Kleidungsstucke wcode wird, wie arun anaeuri: chene Laterncnpfähle und die korpulenten Denen wle etwas zu stark gerathene xoyliopse ausgehen. Abttowinlit. Frau t'vor dem uwelierladen: Wenn diese? Schmuck mein eiaen wär', ich glaube, ich hätte keinen Wun en mehr auf der Welt! - Mann: ..Komm weiter, wie öde und langweilig muß das Leben sein, wenn man gar kemen Wunsch mehr hat!-

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