Indiana Tribüne, Volume 28, Number 213, Indianapolis, Marion County, 1 May 1905 — Page 4

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Zndiana Tribüne. Hnauigeaeden von der Gtbg T. Indianapolis, Ind. Harry C. Thndi Präsident. eschaftSloeal: No. 31 Süd Delaware Straße. Telephone sss. RttMMi at the Post Office ot Indianapolis as sccond dass matter. Schiller im Auslande.

Die EinmütHigkeit und Begeisterung, mit der die Deutschen in der ganzen Welt sich anschicken, Friedrich Schillers 100. Todestag als nationalen Gedenktag zu begehen, legen Zeugniß dafür ab, daß Schiller noch immer der Volks thümlichfte Dichter der Deutschen ist. Aber ein großer Genius lebt und wirkt nicht nur für sein Bolk, s ondern er gehört der ganzen Menschheit; und so hat auch die Bewunderung für Schiller und seine Werte schon zeitig in anderen Kulturlündern Wurzel geschlagen. Noch bei seinen Lebzeiten warb ihm der Däne ZenS Baggefen in feinem Heimathlande begeisterte Freunde, und in einem Au genblicke, da Schillers materielle Lage eine höchst bedrängte war, kamen ihm diese dänischen Freunde, voran der Minifter Graf Schimmelmann, mit einer dreijährigen Pension von je 1000ReichS thalern so wirksam zu Hilft, daß der Muth des schwer bedrückten Dichters und seine Schaffenskraft wieder Athem schöpften. Dieser Freundesdienst aus dem Norden kam 1791; 1792 antwor. tete dem Dichter ein Echo aus dem Weften, indem die französische National Versammlung, die in Schiller den Vertreter des FreiöeitSgedankenS ehrte, Monsieur Gille, publiciste allemand" zum Bürger der französischen Republik ernannte. Schon 1787 waren die Räuber" auf Anregung Beaumarchais von La Marteliere ins Französische übertragen wor den, während die erste englische Uebersetzung von Benjamin Thomson erst 1792 erschien. Die Räuber" waren eö, die das erste Studium jener Gruppe von Freunden der deutschen Literatur bildeten, die sich in demselben Jahre 1792 zur Deutschen Gesellschaft in Edinburgh zusammentheten. Unter ihnen befand sich Walter Scott, dessen Fantasie durch Schillers geniale Art, geschichtliche Gestalten und Vorgänge lebendig zu machen, mächtig angeregt wurde. Inzwischen zog das Interesse der britischen Literaturfreunde für Schillers Dichtungen immer weitere Kreise. Die Uebersedungen seiner Werke folgten einander schnell: 1796 Cabal and Love", 1798 der Don Carlos", die Haupttheile der Wallen-ftem-Trilogie wurden don Coleridge sofort übertragen, und auch Maria Stuart" und der Tell" erschienen sehr bald nach ihrer Veröffentlichung eng lisch. Nur die überhaupt etwas schwerer verständliche Braut von Messina" mußte bis; 1826 auf eine englische Übertragung warten. Aber es blieb doch Schottland, wo das Interesse für Schiller sich am lebhaftesten regte. 1325 schrieb Farlyle sein bekanntes Buch über den Dichter, mehr eine Würdigung, als eine Biographie, als solche aber so vortrefflich, daß Goethe ihre Uebertragung inS.Deutsche veranlaßte. Die deutsche Gesellschaft in Eohr bürg wirkt noch heute im alten frucht, baren Geiste, und als der Premiermini fter Balfour in einer Rektoratsrede die deutsche Literatur a bad fourth " hinter den Literaturen Englands, Frankreichs und Italiens nannte, mußte er sich von dem ScotSman" vorhalten lagen, er wünschte, Carlyle wäre noch am Leben, und antworiete dem Minister mit Schiller. Auch Schiller's Gedichte sind inzwischen wiederholt, un ter Anderensvon Bulwer (1844), in's Englische übersetzt worden, und DaS Lied von der Glocke" ist wohl überHaupt das beliebteste Stück Schiller'scher Poesie in Großbritannien. Auch nach den Vereinigten Staaten drangen Schiller'S Werke schnell. Die Räuber" wurden bereits 1795 viel früher als in England in New York aufgeführt, und unter den amerikanifchen Uederfetzern finden wir einen Mann wie Bayard, der mehrere Gedichte feinsinnig übertrug. Tiefer in den Geist Schiller'scher Poesie führte aber die Amerikaner erst Carl Jollen ein, der 183233 an der HarvardUniversität seine Vorlesungen über Schiller'S Leben und Werke hielt, aus denen sein 1841 erschienenes Buch über den Dichter hervorging. Die Neu England - Dichter waren große Schillerverehrer ; Longfellow

feierte ihn 1843 als einen der größten tragischen Dichter der neueren Literatur und die Hundertjahrsfeier seiner Geburt wurde 1859 in den Ver. Staaten auf das Würdigste begangen. Gegenwärtig, wo ja die germanistischen Studien in den Ver. Staaten einen starken Aufschwung erleben, ist das Jntereffe für Schiller sehr lebhaft; Zeuge dafür ist das bedeutsame Werk über sein Leben und seine Werke, das Colvin Thomas 1901 veröffentlicht hat. Ins Französische sind Schillers Werke fast durchweg übertragen worden, eS betheiligten sich hieran u. a. Alexander DumaS und Benjamin Conftant. Auf das Wärmste schilderte Frau von Stael ihren Landsleuten den Dichter, besten Muse, wie sie geistvoll sagte, das Gemisten sei. Beachtung verdient, daß eine im Ausland sonst nicht nach Gebühr gewürdigte Seite des Wirkens Schillers, nämlich seine ästhetischen Ideen, die überaus mannigfaltig und tief waren, 1886 von dem französischen Gelehrten Montargis dargestellt und beleuchtet worden sind. UebrigenS hat Schillers gewaltigste l."amatische Schöpfung, die Wallenftein-Tr'logie. den hervorragenden neufran'ösischen Componiften Vincent d'Jndy zu einem seiner schönsten Werke begeistert. In's Italienische ist Schiller recht mangelhaft übertragen worden, und Frau Duse, Italiens große Tragödin, ist, wie wir wisten, geneigt, ihre geringe Neigung zu Schiller diesem Mangel zum guten Theile zuzuschreiden. Bester sind seine Werke, besonderö der Tell", in'S Griechische übersetzt worden. Auf die Klassiker der neugriechischen Literatur, DionystoS SolomoS (1798 bis 1857), hat Schller tiefen Einfluß ausgeübt, und auch andere griechische Poeten, wie die beiden Rangabe und WernardhakiS, lehnen sich in ihrem Stile an den deutschen Dichter an. Werfen wir endlich noch einen Blick in den fernen Osten, so ist in Japan Schiller der gelesenfte aller deutschen Dichter. Und zwar lieft man ihn meist im Urtexte. Uebersetzungen gibt eS wenig und sie find schlecht. Nament lich schätzen die Japaner den Wilhelm Tell" wegen seines freiheitlichen Geistes und feiner Naturschilderungen, man hat von ihm Schulausgaben veranftaltet, die gebunden nicht mehr als zehn Pfennig kosten. Schiller's Glocke" hat den verstorbenen UnterrichtSminifter Toyama zu seinem vielbemerkten Gedichte DaS Erdbeben" angeregt, baS sich durch Kleinmalerei des häuslichen Lebens auszeichnet. ES stellt dies Gedicht eine bewußte Reaktion gegen den traditionellen aphoristischen Stil der japanischen Dichtung dar. freilich begegnete eS eben auch in Japan dem Tadel Übertreebener Länge. WM tut mm Wenn die Temperenzler jemals aus ihren Reihen einen Mann hervor dringen, der über die Trockenheit eben so begeistert schreiben kann, wie der Dichter deS Anakreon über den Punsch, dann sind wir bereit, uns bekehren zu lasten.

Ter Gesandte Bowen, der noch vor Jahresfrist der Abgott der JingoS war, wird sich jedenfalls in Washing ton von der Beschuldigung reinwaschen müffen, daß er die Monroe Doctrin seinen AuSbeuter-Zielen dienstbar zu machen suchte. Eine Frau, deren ?eide Gatten im Kriege gefallen sind, hat m Baltimore das Zeitliche gesegnet. Es ist dies Frau Tora D. Lockman, die im Alter von 84 Jahren an Alterssckwäche starb. Ihr erster Gatte, Caspar Geist, verlor sein Leben am 19. April 1861 bei dem Aufruhr an Prat:itraße, als das 6. MassachusettsRegiment dort von einer Volksmenge ngegriffen wurde. Er erhielt einen Schuß durch die Brust, dem er in einigen Stunden erlag. Nach zwei Jahren verheirathete sich die Wittwe mit Herrn Adam Lockman, der in einer Schlacht fiel. Die Todte stammte aus Deutschland und war eines der ältesten Mitglieder der Herz JesuKirche in Highlandtown. Dreißig Einwanderer, die behaupten, Brasilianer zu sein, wurden zu Vgdensburg im Staate New Aork von Einwanderungs - Inspektoren zurückgewiesen und haben an der canadisehen Grenze ein Lager aufgeschlagen und die Gerichte um Hilfe ersucht. Die Leute befinden sich im Besitze von Naturalisations - Papieren, wrlche in West - Virginien ausgestellt sind. Die Inspektoren behaupten aber, es seien Zigeuner und die Papiere gehörten ihnen nicht. Die Frage, ob die sraglichen Naturalisationsscheine anerkannt werden sollen, ist den Behörden m Washington unterbreitet worden.

Mifz Tuncan vor Gericht. Daß sogar der gesundheitsöroörnde" Sport des Barfußtanzer.s nervös machen kann, mutzte selbst dessen eifrigste Förderin Miß Jsadora Duncan vor Gericht zugeben. In altgriechischem, weißem, weitfaltiaem Gewände und Sandalen an den Füßen erschien Miß Jsadora als Angeklagt? vor dem Schöffengericht, zu Charlottennburg. In ihrer Begleitung befand sich in gleicher Tracht ihre Schwester, die in der Duncan'scken Tanzschule im Grunewald als Lehrerin der veredelten Tanzkunst fungirt. Die Anklage gegen Miß Duncan lautete auf Beleidigung und Bedrohung. Eines Aages hatte der Gerichtsvoll zieher Rapsch den Auftrag, einige in neugriechischer Sprache abgefaßte Ux künden, die Miß Duncan aus Grie chenland eingefordert hatte, in der Be hausung der Tänzerin abzuliefern. Miß Jsadora war turz vordem von einer zweitägigen Gastspielreise aus Dresden zurückgekehrt, die angeblick, ihre Nerven stark in Anspruch genommen hate. In höchst ungnädiger und nervösrregter Stimmung lag Jsadora Duncan auf einer Chaiselongue. ihr der Besuch des Gerichtsvollziehers gemeldet wurde. Dem Beamten wurde ein sehr unfreundlicher Empfang zu theil. Er legte die betreffenden Ur künden pflichtgemäß vor und fragte höflich, ob er .sich in der Zwischenzeit setzen könne, da er vordem längere Zeit hätte stehen müssen. Miß Duncan ging sofort auf den völlig verdutzten Beamten zu und rief: Sie unverschämter Mensch, machen Sie, daß Sie rauskommen!" Der Gerichtsvollzieher zog es vor, da seine Amtsthätigkeit beendet war, und Miß Duncan immer erregter wurde, sich schleunigst zz& dem Korridor zurückzuziehen. Das ging der Miß jedoch nicht schnell genug. Miß Jsadora half dem Beamten nicht nur, seine Gehwerkzeuge schneller in Bewegung zu setzen, sondern führre auf dem Korridor auch noch eine txregte Szene herbei. Ehe es sich der Gerichtsvollzieher versah, hatte ihm Jsadora die rothe Aktenmappe aus den Händen gezogen und mit unglaublicher Fingerfertigkeit in einzelne Stücke gerissen, natürlich inklusive der darin enthaltenen amtlichen Schriftstücke. In den höchen Tönen schrie Miß Duncan den Beamten an; Machen Sie, daß Sie rauototr.rnen, sonst hole ich eine Pistole und schieße Sie nieder!" Der Gerichtsvollzieher raffle erst noch schleunigst die Papierfetzcn zusammen und verschwand, ehe die Erregte wieder auf der Bildfläche ersckien. In dem Termin behauptete Miß Jsadora Duncan, durch das zweitägige Tanzen sehr nervös geworden zu sein. Durch das plötzliche Erscheinen des Gerichtsvollziehers sei sie irritirt" i !) worden und habe nur den Gedanken gehabt, der Mann muß hinaus". Mit dem graziösesten Lächeln gab Mih Duncan ihreAussagen ab, die erst durch einen Dolmetscher, da sie der deutschen Sprache nur wenig mächtig ist, übersetzt werden mußten. Der Vertheidiger glaubte, in der nervös erregten Slimmung der Angeklagten genügend Gründe zu finden, die eine milde Strafe recbtfertigien. Der GerichtsHof verurtheilte die Angeklagte trotz des ziemlich gröblichem Exzesses nur zu einer Geldstrafe hzu 150 Mark.

Des fützcn Weines voll. Eine Mustertrauung hat in Mailand stattgefunden, oder stattfinden sollen. Allen Freunden der Abstinenz zur Erbauung fei die tragikomische Geschichte wiedergegeben. Vor deni Standesamte erschien also eine Hochzeitsgesellsckaft. die einscbließlick des Brautpaares schon am frühen Morgen voll süßen Weines war. Als der Bräutigam seine Personalien angeben sollte, packte ihn der Teufel Alkohol am Genick und warf ihn mit Wucht gegen den Standesbeamten, worauf alle beide durch eine frisch gestrichene spanische Wand hindurch auf den Boden sausten und durcheinander kollerten. Vor Schreck, über diesen Doppelpurzelbaum wurde die Braut schwach, bei welcher Gelegenheit Pardon, lieber Leser die Standesamtsregister eine Douche von Rothwein über sich ergehen lassen mußten. Der mit Mühe und Noth wieder auf die Beine gekommene Herr Standesbeamte meinte nun höflich, ob die Herrschaften nicht lieber bis morgen warten wollten, aber die Antwort war, daß die ganze Gesellschaft auf ih eindrang und ihn unter Schimpfen und Drohen und unter Ausströmung eines unglaublichen Weinaromas zur Flucht nöthigte. Endlich nahte eine Anzahl städtischer Feuerwehrleute leider ohne Spritze , die die Hochzeitsgesellschaft manu militari" auf die Straße setzte, wobei es zu einer solennen Rauferei kam. Ob das verehrte Brautpaar Tags darauf wiederkehrte und in welchem Zustande, und was der Herr Standesbeamte und der frisch qestrichene spanische Wandschirm dazu sagten, entzieht sich leider unserer Kenntniß. Der 26-jährige Hausdiener des Hotels Kaiserhof in Görlitz Wilhelm Schenk wurde Nachts im Bette durch Beilhiebe ermordet. Als Mörder verhaftet wurde der Kellner Felder, welcher kürzlich aus seiner Stellung imKaiferhof" entlassen worden war. Er hat die That bereits ein-gestanden.

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AjUt!M..TT? ? ... ...... , , . , . i W Putzleder weich zu erhalten. Man wäscht dasselbe stets nach zwei- und dreimaligem Gebrauche mit Salzwasser aus, läßt es langsam trocknen und reibt es zwischen den Fingern weich. Ausgetrocknete Holzg e f ä tz e wasserdicht zu machen. Man legt die ausgetrockneten Gefäße mit einer Lage Stroh aus, bringt einen Stein darauf und füllt Wasser darüber. Wenn auch das Wasser abfließt, ist doch ein Nachfüllen desselben nicht nöthig, da das Stroh Feuchtigkeit genug enthält, um das Aufquellen des Gefäßes zu bewirken. T h e e f l e ck e werden mit lauwarmem Salzwasser gewaschen und dann drei- bis viermal geschwefelt, das heißt, der Einwirkung der durch brennenden Schwefel entstehenden schwefligen Säure ausgesetzt. Wachs- und Stearinflecke werden durch eine Mischung von zwei Theilen Spiritus, einem Theil Terpentinöl und einem Theil Benzin rasch und sicher entfernt. Blutflecke zu entfernen. Man rühre Weizenstärke mit weni.i kaltem Wasser an, trage dieselbe dick auf den Fleck auf und lasse sie trocknen. Ist die Stärke von der linken Seite aus abgeklopft, so werden frische Flecke verschwunden sein; bei veralteten wiederholt man dieses Verfahren: es hat den Vortheil, daß es, auch bei zarten Stoffen angewendet, dieselben nicht angreift. Hautentzündung ist jede durch Reizung entstandene Entzündung der Haut, die sich durch Röthung. Schwellung. Schmerz, erhöhtes Wärmegefühl und heftiges Jucken an den betreffenden Stellen kundgibt. Beachtenswerth fcheint jede Hautentzündung schon deswegen, weil sich aus ihr andere Krankheiten der Haut, z. B. Hautausschlag, leicht entwickeln können. Ein gutes Heilmittel ist die Einpuderung mit Reis- oder Stärkemehl. Eine schöne Hand gehört zu den größten Zierden der Frau. An der von der Natur gegebenen Form läßt sich wobl nichts ändern, jedoch in Bezug auf Weiße und Geschmeidigkeit vermag eine sorgfältige Pflege sehr viel. Einreiben der Hände mit einer Mischung von etwas Salz in Citronensaft. welche man eintrocknen läßt, wird viel als Schönheitsmittel empfohlen. Für empfindliche Hände empfiehlt sich ein stetes Waschen mit Mandelkleie. Etwas Glvzerin mit ebensoviel Wasser auf die Hände getropft und verrieben, sollte man vor dem Abtrocknen der Hände nie unterlassen. Wie der Stockfisch schmackhaft wird. Zunächst legt man den Stockfisch in Wasser und läßt ibn fünf Minuten darin liegen, dann klovft man ihn wiederholt mit einem hölzernen Schlegel, damit er mürbe wird, und legt ihn dann in weiches Wasser, dem ein Eßlöffel voll Pottasche zugesetzt ist. In diesem Wasser bleibt er 24 Stunden. Am folgenden Tage wässert man ihn in klar durchgeseihter Buchenholzaschenlauge, gießt die Lauge ab und an deren Stelle weiches Wasser über den Stockfisch, indem man ihn unter wiederholtem Wechseln des Wassers an einem kühlen Orte drei bis vier Tage lang einweicht, bis er völlig weiß aussieht Klöße mit holländischer Sauce. Ein halbes Pfund gehacktes Rindfleisch, Pfund gehacktes Schweinefleisch, eine geriebene Semmel, Salz und ein Ei werden tüchtig gemengt und etwa acht Klöße daraus geformt. Inzwischen hat man in einem Topf Butter zergehen lassen und schwitzt darin zwei Kochlöffel Mehl gelb, gießt ein Pint Bouillon dazu, würzt mit Salz und Pfeffer und dem Saft einer Citrone und kocht die Sauce seimig. Nun legt man die Klöße hinein und läßt sie eine halbe Stunde langsam kochen und legt sie dann auf eine heiße Schüssel. An die Sauce thut man noch einen reichlichen Theelöffel Kapern und einen Theelöffel Kapernessig und gießt sie heiß über die Klöße. Die Gicht bei Tauben Diese ansteckende, sehr gefährlich! Krankheit tritt oft plötzlich ein und entvölkert oft den ganzen Schlag. Diefelbe kennzeichnet sich dadurch, daß der Patient hinkt. Bei der Untersuchung findet man meist am Fuße, bisweilen auch am Flügel eine Stelle, welche stark geröthet ist und sich 'heiß anfühlt. Nach und nach entwickelt sich eine Geschwulst, welche hart ist und zuweilen eine bedeutende Größe erreicht. Die kranken Theile werden täglich mindestens einmal mit Kampfer-Spiritus oder Ammoniakmasser ordentlich eingerieben. Auch abführende Mittel sollen günstig einwirken. Salat für den Gebrauch im eigenen Haushalte säet man am besten breitwürfig direkt auf ein Freilandbeet und verdünnt dann entsprechend. Um während längerer Zeit Salat zu haben, empfiehlt es sich, nicht eine einzige Sorte auszusäen, sondern den Samen einer frühen, mittleren und späten Sorte vermengt zu säen. Die Ernte dauert dann mehrere Wochen, während man sonst wohl in die Verlegenheit kommt, den ganzen Bestand eines Beetes in drei oder vier Tagen verbrauchen zu müssen.

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lnclianapotts F l 0 r e n c e K a r p, ein Bergmann mit riesigen Körperkräften, ist in der Mine in Florence, Wis., eines schrecklichen Todes gestorben. Er war als Schlepper in dem dritten Stollen beschäftigt. als Erz. das fortgeschafft werden sollte, sich staute. Er stellte sich in das Gerinne und versuchte das Erz und Geröll wieder in Bewegung zu setzen. Plötzlich gab die Hunderte von Tonnen schwere Masse nach und kam in's Rutschen. Karp stolperte und die Masse fiel auf ihn. Mit Riesenkraft stemmte er sich dagegen und hielt auch mehrere Stunden lang Stand, dann aber ließen allmählich die Kräfte nach und er wurde erdrückt. Es nahm mehrere Stunden in Anfpruch, die Erz- urfd Erdmassen von seinem leblosen Körper zu entfernen. Ein orthodoxer Jude in Louisville, Charles Rosenfeld mit Namn, hat es trotz den Bestimmungen der Zollbehörde fertig gebracht, daß der Wein für das Passahfest, den er extra aus Hamburg importirt hatte, von der Hand keines Andersgläubigen berührt wurde. Als der Wein in Louisville eintraf, erklärte Rosenfeld dem Kassirer in der Customsoffice, daß es seinem Glauben zuwider sei, Wein zu genießen, den ein Andersgläubiger berührt habe. Man zeigte sich willig, dem Bedenken Rechnung zu tragen, und so vollzog Rosenfeld felbst die bei der Zolluntersuchung nöthigen Formalitäten, während ein HilfsCollektor das Nöthige vorlas und feine Berechnung aufstellte. So wurde denn der Wein unentweiht in Rosenseld's Heim abgeliefert. Dereinstsomächtig eStamm der Winnebago - Indianer geht dem Untergange entgegen, trotzdem in Washington $900,000 zu feinem Kredit verwaltet und mit 4 Prozent verzinst werden. Die Rothhäute fallen der Auszehrung zum Opfer, die ganze Familien dahinrafft und, wahrscheinlich infolge der Verwandtschaftsheirathen, immer weiter um sich greift. Mehrere Towns haben dadurch, wie aus Black River Falls gemeldet wird, Ausgaben, die sie kaum zu tragen ver mögen, da laut einer Entscheidung des Obergerichts das Town, in welchem kranke und mittellose Indianer wohnen, für dieselben sorgen muß wie für andere Bürger. Infolge dieser Bestimmung stehen mehrere Towns fast vor dem Bankerott, da die Zahl der Kranken groß ist. Eine hübsche Anekdote wird von dem kürzlich zum Leiter der Panama-Commission ernanten Theodore P. Shonts erzählt. Etwa eine halbe Stunde, nachdem seine Ernennung bekannt geworden war, betrat er die Office von Colonel Clarence Edwards, dem Chef des Jnsular-Bu-reaus vom Kriegs - Departement. Nachdem der Colonel ihn beglückwünscht hatte, bemerkte er: Nun, Herr Shonts, wo Sie ein Mann der Öffentlichkeit geworden sind, möchte ich Ihnen empfeblen, sich photographiren zu lassen; alle Zeitungen werden Ihr Bild verlangen." Jcy habe seit 15 Jahren kein Bild von mir machen lassen," erwiderte He. Shonts, ich kann das nicht leiden und fürchte, das Publikum und die Zeitungen werden umsonst darauf warten." Colonel Edwards richtete sich stramm in die Höhe, machte ein ernstes Commandeurgesicht und sagte: Herr, Sie stehen jetzt unter 'um Krugs - Departement und haben Ordre zu pariren. Wählen Sie also, wem Sie lieber gegenübertreten wollen, dem Photographcnkasten oder einem Kriegsgericht." Im Moment war Herr Shonts ein wenig verblüfft, dann erfaßte er den Humor der Sache und sagte herzlich lachend: Na, da denk ich, ich riskirs doch lieber mit dem PhotographenKasten", und ließ sein Bild anfertigen. Der Grocer I. H. Köhle, von Allentown, Pa., hat ein ganz ungewöhnliches und gar süßes" Bad genossen. Er wollte einem Kunden eine Gallone Sirup verabreichen und begab sich in den Keller, wo ein Faß voll des süßen Stoffes stand. Den Trichter und einen Krug schön bereit haltend, klopfte er am Spunde, als plötzlich das ganze Faß, in dem der Sirup offenbar in Gährung gerathen war, explodirte und ihn mit ein Fluth des Zuckerstoffes von oben bis unten überschüttete.

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John C. Bittiiau,

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