Indiana Tribüne, Volume 28, Number 210, Indianapolis, Marion County, 27 April 1905 — Page 5
Jndiana Tribüne,
5
Ter Schrei des Neugeboren. Die Zeitschrift Die Jugendsü?. sorge" enthält in ihrem soeben crschieneuen Heft 2 nach einem Vortrage vffn Proressoc Tr. med. Hermann Weber einen beachtenswerthen Aufsatz unter dem Titel Pstichologisches der Kinderiahre". Interessant ist, was da über die Vorstellungen des Kindes, vor allem vez neugeborenen, gesagt wird. Wie man wein, hat sicb nicht nur die Naturwissensaft, sondern auch c;c Philosophie mit der rage besänftigt. Man ist dabei zu folgenden verschiede--nen, ja entgegengesetzten Resultaten gekommen. Hegel (Die Philosophie des Geistes") sah in dem Schrei des neugeborenen Menschen die Offenbarung seiner höheren Natur. Durch diele ideelle Thätigkeit zeigt sich das Kind sogleich von der Gewißheit durchdrun gen. daß es von der Außenwelt die Befriedigung seiner Bedürfnisse zu fordern ein Recht habe und daß die Selbständigkeit Außenwelt gegen den Menschen eine nichtige sei. Daher das ungeberdige, gebieterische Zotm Der Hegelianer Michelet dagegen nennt den Schrei des Neugeborenen das Entsetzen des Geistes über das Unterw?rfensein unter die Natur", Sogar der große Kant ließ den Neugeborenen Betrachtungen über seine Hülflosigkeit und Unfreiheit anstellen und vor gerechtem Unmuth in Entrüstung gerathen. Er sagt: Das Geschrei, welches ein neugeborenes Kind bören läßt, hat nicht den Ton des Jammers, sondern der Entrüstung und des aufgebrachten Zcrnes an sich: nicht, weil ihn etwas sck,merzt. sondern weil ihn etwas verdrießt; vermuthlich darum, weil es sich beweaen will ml stin Unvermögen da zugleich als eine Fesselung fühlt, wodurch ihm die Freiheit genommen wird." Kant ber.tft srck dabei auf die Thatsache, daß kein Thier außer dem Menschen beim Geborenwerden seine Existenz laut ankündige, und daß im Naturzustand der neugeborene Mensch noch nicht geschrien habe. Allein Sachverständige,, Thierärzte und Landwirthe versickern, daß auch das Kalb nach der Geburt, und manchmal während der Geburt laut zu sckreien anfange. Locke aber sagt im Gegensatz hierzu: Außer einer matten Vorstellung Eindruck von Hunger. Durst. Wärme und einiger schmerzhafter Empfindungen, dü.fte bei einem neugeborenen Kinde sich auch die mindeste Spur eines festen Begriffes nicht finden." Die moderne Naturwissenschaft hat sich nicht auf solche spekulativen Annahmen beschränkt, sondern ist auf dem Wege der gründlichen Untersuchung an dieses Gebiet angetreten, unter den berühmten Namen ist hier vor allen auch Altmeister Kußmaul zu nennen, aus dessen meisterhafter Studie es sich klar ergiebt, daß das Gehirn des Kindes weder, wie die Philosophen meinten, bereits in seiner Geburt ..gefüllt" ist mit fertiggebildeten, weltumspannenden Begriffen, noch auch so völlig arm an Inhalt, wie man im Aufklärungszeitalter gemeint baf, sondern daß es bereits über einige, wenn auch dunkle, Empfindungen, Erfahrungen und Bewegungen verfügt, freilich innerhalb der Grenze derjenigen Erfahrungen, welche zu sammeln man ihm eine gewisse Gelegenheit schon vor der Geburt zusprechen muß. Einfachste Empfindungen und Bewegungen sind dies nur. Aber gleich nach der Geburt beginnt es, den Kreis seiner Vorstellungen mit Riesenschritten zu erweitern, indem die neuen Eindrücke des AugeS und Ohres sich zu den bisherigen Tast- und Organempfindungen hinzugesellen, indem es z. B. jetzt die Möglichkeit hat, den Tasteindruck einer Berührung zu vergleichen mit dem gleichzeitigen Gestchtseindruck der berührenden Hand, indem es so durch Vergleichung seine Tasteindrücke nicht nur, sondern auch seine Gesichtseindrücke klären, ja sogar überhaupt erst wirklich sehen, d. h. räumlich sehen lernt. (C'itx IMctxTdjctxfvcntx'b.
Hausherr (in seinem HaushaZ. tungtbuch nachsehend): Jetzt da schau' her.' zwei Jabr' lang hab' ich die Partei im dritten Stock nimmer g'steigert . . . Ich bin doch a' recht guter Mensch!" Elne neue Erfindung für die Sicherung von trockenen Sitzvlätzen in elektrischen Waggons bei nassem Wetter erfuhr kürzlich in Edinburgh, England, ihre praktische Erprobung. Die Erfindung besteht in einer hölzernen Bedeckung des Sitzes, die man bei nassem Wetter aufklappen und als Rückenlehne benutzen kann. AnrzenekFnro 5)epci7cittigng. Meine Frau befindet sich einer Erbschaft halber in Frankfurt !" Das erzählten Sie mir ja schon vor drei Aschen erht s.e denn noch immer?"
Europäische Nachrichten. 'ZSavern. München. Vor einiger Zeit ist der Hofkapellmeister Professor Max von Erdmannsdörfer gestorben. Er war am 14. Juni 1848 in Nürnberg geboren. Geheimer Hofrath Professor Tr. Ebermaver feierte dieser Tage
den 50. Jahrestag seiner akademischen Lehrthätigkeit. Anläßlich dieses seltenen Ereignisses verlieh ihm der Prinzregent das Ehrenkreuz des Ludwiasordens. B a y r e u ! h. Aus Gesundheitsrückstchten schied der Obcrwachtmeister Gustav Schrödl der GendarmerieCompagnie von Obersranken aus dem Gendarmerie - Corps. Schrödl kann auf eine 57jährige Dienstzeit zurückblicken, wovon er nahezu 52 Jahre im Gendarmerie - Corps thätig war. D i l l i n g e n. Lehrer Joseph Baur beging sein 25jähriges Jubiläum als definitiver Lehrer hier. Aus diesem Anlasse überreichte Bürgermeister Degen dem Jubilar im Namen der Itadtischen CoUegten ein Ehrengeschenk mit Widmung. E b e r s b e r g. Der bei der Firma I. Rusch, Baugeschäft in München, in Arbeit stehende verheirathete Bauarbeite? Modestus Gramer von hier wurde auf der Lokalbahn zwischen hier und Wasserburg durch einen herabfallenden Erdblock getroffen, wodurch Bruch der Wirbelsaule erfolgte, so daß nach kurzer Zeit der Tod eintrat. H o l z k i r ch e n. Bor einiger Zeit hat sich der Metzgergehilfe Johann Grandeker, beheimathet in Bruckmühl, bedienstet im Gasthaus zur Neuen Post hier, in der Scheune erschossen. M e r ch i n g. Pfarrer Lutz wurde am Altare vom Schlage getroffen und starb. Nürnberg. Ein um das SchulWesen hochverdienter Mann, Schulinspektor a. D. Schäffer, ist im 82. Lebensjahre gestorben. Erwähnt sei, daß der Verstorbene, obwohl Katholik, Jahre hindurch von der Stadt mit dem protestantischen Schulreferate betraut war. N e u - U l m. Von einem einsahrenden Zuge wurde hier der Arbeiter Christian Zimmermann überfahren und sofort getödtet. Der Getödtete scheint im Einsahrtgeleife gestanden und sein Augenmerk mehr kine.m ausfahrenden Zuge zugewendet zu haben. Der Lithograph Hermann Krafft wurde hier erschossen aufgefunden. S t e t t b a ch. Der Lehrer Huhlein hat sich erschossen, nachdem er als Rechner der Darlehenskasse 12,000 Mark unterschlagen Hai. W e n d e l st e i n. Die 70jäbrige Bauersfrau Biezinger hat sich auf dem hiesigen Friedhof aus unbekannten Gründen erhängt. W ö r t h. Die Wittwe Katharina Heindl feierte kürzlich ihren 100. Be burtstag. WUrttornoc'rg. Stuttgart. Schriftsetzer Karl Kälberer beging in der hiesigen Hofbuchdruckerea C. Liebich die Feier seines 80jährigen Geschäftsjubiläums. Der Schwäbische Schillerverein bringt zu Schillers Todestag Gedenktafeln an dem Hause in Ludwigsburg, wo Sckillers erster Sohn Karl geboren wurde, an seines Vaters Geburtshaus in Bittenfeld und seiner Mutter Geburtshaus in Marbach an. Aalen. Während des Rangirdienstes wurde der Ankuppler Rathgeb vom Zug überfahren und starb bald darauf. B i e t i g h e i m. Kürzlich brach in der hinter der Hauptstraße zwischen den Höfen der beiden Stadtpfarrhäuser gelegenen Scheuer der Schmied Belz Wittwe Feuer aus, das auch die angebaute Scbeune der Wittwe Zaifer ergriff und beide Gebäude bis auf den Grund einäscherte. E l ch i n g e n. Der Söldner Johann Abele hat seine Frau derart mißhandelt, daß sie bald darauf den erhaltenen Verletzungen erlegen ist. Der Thäter wurde verhaftet. G a i l d o r f. Dieser Tage feierte hier der Söldner Georg Dietrich im Alter von 79 Jahren mit seiner 73 Jahre alten Ehefrau in Verhältnißmäßig noch großer Rüstigkeit das Fest der goldenen Hochzeit. Der König ließ dem Jubelpaar bei diesem Anlaß ein Geldgeschenk von 20 Mark zugehen. Jungingen. Taglöhner Frey wurde in der Ziegelei von Roschmann beim Lehmschießen von einem Schuß getroffen, der ihn sofort tödtete. N e u k i r ch e n. Im 86. Lebensjähre starb der seit 1893 pensionirte Lehrer Joseph Besner. Er hatte 37 Jahre in der hiesigen Gemeinde verdienstooll gewirkt. O st h e i m. Der hier wohnhafte Eisenbahnschaffner Wöhrlein stürzte zwischen Amstetten und Ulm von einem Schnellzug und erlitt einen Schädelbruch. P l o ch i n g e n. In der Nähe der Schinderklinge wurde ein männlicher Leichnam mit einer Schußwunde im Kopf aufgefunden. Nach den bei der Leiche vorgefundenen Papieren handelt es sich um den 25jährigen Hausburschen Link aus Kaufbeuren, derSelbstmord verübt hatte. Waden. Köln. Polizeiinspektor a. D. Hermann Argast, der nach 40jähriger Beamtenlaufbahn unlängst zurücktrat, ist, 61 Jahre alt, an den Folgen eines Gehtrnschlages gestorben. A Hausen. Das Anwesen des
Polizeidieners Restle dahier brannte bis auf den Grund nieder. Der Schaden beläuft sich auf etwa 7000 Mark, welcher durch Versicherung gedeckt ist. Die Entstehungsursache ist unbekannt. Engen. Der 74 Jahre alte verheirathete Karl Martin von hier wurde beim Baumfällen von einem umstürzenden Stamme so unglücklich getroffen, daß er nach kurzer Zeit starb. Heidelberg. Der Student der Rechte, Krämer, der im Stadtwalde schwer verwundet aufgefunden wurde, ist seinen Verletzungen erlegen. Man nimmt an, daß ihn Ueberreiztheit vor dem Examen zum Selbstmord veranlaßt hat. Hohenwarth. Hier hat sich der 33 Jahre alte Landwirth Pius Ochs erhängt. Er dürfte im Zustande geistiger Umnachtung Hand an sich aelegt haben. Ochs stand in guten Vermögensverhältnissen. K ? n st a n z. Das hiesige Schwurgericht verurtheilte den 29jährigen Handlanger Francesco Avogadro aus Novare, der im November v. I. den Erdarbeiter Giovanni Berti ermordet hatte, zum Tode. Pforzheim. In einem unbewachten Augenblick stürzte sich die Ehefrau des Kabinetmeisters Christian Kleinheins vom 4. Stock der Wohnung in der Großen Gerberstraße No. 114 auf die Straße. In kurzer Zeit war die arme Frau eine Leiche. R a st a t t. Der 32 Jahre alte Wagner Joseph Schmiederer wurde von dem 22 Jahre alten Schlosser Wilhelm Früh erstochen. Früh wurde verhaftet. Schmiederer hinterläßt eine Wittwe und drei Kinder. S e ck e n h e i m. Der ledige Georg Bauder gerieth beim Kartenspiel mit dem Taglöhner Friedr. Fuchs in Wortwechsel, der zu Thätlichkeiten ausartete. Hierbei griff Bauder zum Messer und brachte Fuchs so gefährliche Stiche bei, daß dieser alsbald an Verblutung starb. Der Thäter wurde durch die Gendarmerie in das hiesige Untersuchungsgefängniß eingeliefert. Weil. Das Anwesen des Landwirths Anders ist niedergebrannt. Größere Stroh- und Heuvorräthe gingen zu Grunde. Der Schaden beträgt über 3000 Mark und ist theilweise versichert. yernpfalz. A r z h e i m. Kürzlich hat sich der hiesige Ackerer Heinrich Kiefer in seiner Behausung erhängt. D ö r r e n b a ch. Der Ackerer Michael Hüther verunglückte dadurch, daß er beim Hineinschieben eines Wagens in seinen Hof ausrutschte und von dem Vorderwagen derart am Halse gedrückt wurde, daß er an den ,rliiTTT7 Nerledunaen verschied Gppktet. &as goldene Eyejuoimum feierten dieser Tage in voller Rüstigkeit Daniel Gruber und seine Ehefrau Elisabeth, geb. Stauffer. Ludwiqshafen. Hier wurde das fünf Jahre alte Söhnchen des Maurermeisters Heinrich Kollinow von Oppau von einem Lokalzug überfahren und lebensgefährlich verletzt. N u ß b a ch. Der älteste Mann der Pfalz, der hier bei seinem Enkel, dem Gastwirth Braun lebende Privatmann Peter Wenz aus Marienthal bei Rockenhausen, vollendete kürzlich sein 101. Lebensjahr. P i r m a s e n s. Vor einiger Zeit machte der 62 Jahre alte Feldhüter Christian Glöckner hier seinem Leben durch Erhängen ein Ende. Beim Mittagessen beklagte er stch über Appetitlo'sigkeit und begab sich in ein Nebenzimmer, wo er an einem Schrank, und zwar an dem Schlüssel, einen dünneren Strick befestigte und dann die Schlinge um den Hals legte. Als seiner Familie das lange Verbleiben verdächtig vorkam und man sich nach ihm umschaute, war Glöckner bereits eine Leiche. Glöckner lebte in guten Familienverhältnissen. Ersß'Lothringen. Straßburg. Der hiesigen Polizei ist ein guter Fang geglückt. Sie verhaftete einen gefährlichen Hochstapler, einen Betrüger und Cautionsschwindle?, der von Belgien aus wegen zahlreicher Betrügereien verfolgt wird. Es handelt sich dabei um Beträge von 520,000 Franken. Er gab sich hier für einen Grafen Charles d'Oultremont aus und behauptete, sein Vater sei ein Geheimer Rath des Königs von Belgien. Altmünsterok. Die hiesige Eisenbahnzollhalle ist mit sämmtlichen Gütern vollständig ausgebrannt. Die anstoßenden größeren Hallen Laible, der Societe de Transports Jnternationaux gehörig, wurden unter größter Anstrengung gerettet. B i s ch h e i m. Der vor etwa 2 Jahren mit Familie aus Kilstett hier eingewanderte Tagner Ludwig Kieffer griff seine Frau thätlich an und bedrohte sie mit einem Messer. Die 33jährige ledige Marie Keller aus Kilstett, seine Schwägerin, eine geistig beichränkte Person, sprang ihrer Schwester zu Hülfe, entwand ihm nach kurzem Ringen das Messer, warf ihn zu Boden und brachte ihm rasch nacheinander 32 Stichwunden in Brust, Hals, Kopf und Arme bei. Die Verwuudüngen sind lebensgefährlich. Winzenheim. Kürzlich erschlug hier im Streit ein Knecht feinen Herrn. Der Melker Maire hatte mit seinem Knecht einen Wortwechsel; der Letztere holte plötzlich einen Knüppel herbei und versetzte seinem fterrn damit einen Schlag, daß dieser sofort todt zusammenstürzte. Die Gendar-
men haben den Thäter bereits in das Bezirksgesängniß nach Colmar abgeführt. Z a b e r n. Eine leichtsinnige Messerstecherei brachte den 18jährigen Tagner Ruch aus Wimmenau vor die hiesige Strafkammer; der Bursche hatte den 38jährigcn Schmied Klopfenstein ohne Veranlassung angerempelt, als dieser ihm Vorhaltungen machte, ihm mit einem Messer einen sehr gefährlichen Stich in die Herzgegend versetzt. Der Verwundete ist zur Zeit noch nicht wieder hergestellt. Das Gericht verurtheilte den rohen Gesellen unter Versagung der mildernden Umstände zu iy2 Jahren Gefängniß. Mecklenburg. Schwerin. Der 23 Jahre alte Leutnant Graf Baudissin vom 89. Infanterie - Regiment hat sich mit einer Confektionsdame heimlich entfernt. Dömitz. Das Fest ihrec goldenen Hochzeit begingen dieser Tage das Schneidermeister Stephan'sche und das Rentner Engelmann'sche Ehepaar Hierselbst. G r a b o w. Sein fünfzigjähriges Bürgerjubiläum konnte Seilermeister Friedrich Seyer Hierselbst in großer geistiger und körperlicher Frische begehen. Schneidermeister Pringnitz feierte kürzlich sein 50jähriges Meisterjubiläum. L ü b z. Vor einiger Zeit beging hier der Schneidermeister Lenz sein 50jähriges Bürger- und Meisterjubiläum. M ö l l n. Der verstorbene Stadtrath . D. Ad. Hoeltich hat dem Kampfgenossen- und Kriegerverein, dessen langjähriger Vorsitzender er geWesen, testamentarisch 12,000 Mark vermacht. M a l ch i n. Bäckermeister F. Gütschow Hierselbst feierte sein 50jähriges Meisterjubiläum. N e u st r e l i tz. In seltener Frische und Rüstigkeit konnte der bei dem Landgericht Hierselbst angestellte Pedell H. Werner sein 50jähriges Dienstjubiläum feiern. Der Großherzog ließ dem Jubilar außer der Verleihung des silbernen Verdienstkreuzes für 60jährige Gesammtdienstzeit ein namHaftes Geldgeschenk überreichen. Hrdenöurg. Oldenburg. Das am inneren Damm No. 16 belegene Haus, den Hoting'schen Erben gehörend, ging durch Kaust in den Besitz des Rentiers Kuck in Zwischenahn über. Ter Kaufpreis beträgt 3,000 Mark. Brake. An Stelle des verstorbenen Herrn Consul Karl Groß ist dessen Schwiegersohn, Herr Franz Ohlroaae, ium britischen Viceconsul ernannt. H o l l w e g e. Die 68jährige Wittwe Eilers stürzte durch eine offene Bodenluke auf die Diele und zog sich dadurch bedeutende Verletzungen zu. Hassendorf. Vor einiger Zeit geriethen bei einer Tanzmusik hier anwesende Dienstknechte in Streit. Bei der sich entwickelnden Schlägerei wurde der Dienstknecht Blödorn von dem Dienstknecbt Johann Scheel durch einen Messerstich in den Oberarm vermundet. Die Verletzung stellte sich bald als eine sehr gefährliche heraus und der Verletzte mußte in die akademischen Heilanstalten in Kiel überführt werden. Hier ist er inzwischen, nachdem Blutvergiftung hinzugetreten war, gestorben.
Ter Schauspieler als Hausherr. . . Nun, wie sind Sie mit Ihrer neuen Hausmeisterin zufrieden?" Von der Parteien Haß und Gunst verwirrt, schwankt ihr Charakterbild in der Geschichte!" (Aus dem Prolog zu Schillers Wallenstein.) Milderungsgrund. I m I f L He, Du Sappermentskerl, erwisch' ich Dich endlich beim Kirschenstehlen auf meinem Baum droben. Na wart', Dir komme ich jetzt 'mal." Ich bitt' Sie, seien S' gnädig; ich bab' so schon Leibweb." Doppelsinnig. Gustav: Sehr verdächtig, mein Lieber! Du verkehrst ja auffallend oft mit Fräulein Müller!" Franz: O durchaus nicht anhaltend!" Alles recht. Schalterbeamter: Wohin?" Passagier: Ganz egal . . . was Sie g'rad bei der Hand ha Vn (leise) wissen S', ich brenn' bloß meiner Frau durch!" V e r s ch n a p p t. Zollbeamter: Haben Sie in diesem Koffer etwas zum Verzollen?" Gauner (der den Koffer soeben erst gestohlen hat): Das weiß ich selbst noch nicht!"
ja FV C
V, f. M C jT V.
:.
Verblümt.
.,. . . Sie sind wohl ein großer Musikfreund, Herr Doktor?" O ja . . . aber spielen Sie nur weiter!" Aus derärztlichenPrar i s. Arzt (zum Patienten, der an der Wassersucht leidet): Nun, haben Sie die von mir verschriebene Arznei genommm? Patient: Jawohl, Herr Doktor, aber sie hat mir nichts geholfen. Arzt: Ach das ist nicht möglich! Patient: Doch, doch, es ist wirklich wahr. Arzt: Nun, dann haben Sie eben die Wassersucht nicht gehabt. Passende Bezeichnung. Daß unser Wirth jetzt seine Wurstfabrikation mit elektrischem Betrieb eingerichtet hat, merkt man doch sofort an seinen Würsten!" Wieso?" Schau' Dir s' nur a'mal an die reinsten Kurzschtußwürstl!" N a f f i n i r t. Bei Deiner letzten Premiere war der Applaus aber kolossal!" Ja weißt Du, ich bin den Claqueuren absichtlich ihrHonorar von meiner vorjährigen Premiere schuldig geblieben, und da haben .die Kerle so wüthend applaudirt!" Im Zoologischen Garten. T7 Da ist ja die Bankier Mayer. Sagen Sie mir, steht er noch so schlecht?" Nein, er sitzt schon!" Trost. Mein aufrichtigstes Beileid, gnädige Frau!... Aber was hat denn Ihrem seligen Herrn Gemahl eigentlich gefehlt?" Ach, eine schwere Lungenentzündung, Herr Medizinalrath!" Na, na, 's wird nicht so schlimm gewesen sein!" Beleidigung. F e l d w e b e l (zu einem Soldaten, der auf Urlaub war): So 'was ist noch nicht da gewesen! Bringt mir der Kerl einen Blumenstrauß mit vom chweineschlachten! Schlimmes Zeichen. Ich glaube, liebe Rosa, Dein Papa hat sich jetzt über mich erkundigt!" Nun, was hat er Dir gesagt?" Nichts ab eine Cigarre hat er mir angeboten die war geradezu scheußlich!"
4
'2Ö cS
M
Ayres Bulletin
. Ein Kostüm.... ZU 829.50, war $40.00 Die Schönheit künstlerischer Einfachheit haftet diesen Costümen ungewürdigt an. Andere bedeutend weniger elegant, aber vielleicht ebenso effektiv, wurden für einige Dollars weniger verkauft. Diese spezielle Mufter sind noch hier. Schwarze Voile Seide Jackets in Blusen. Längen, Blusen-Muster, mit Zug-Gürtel, Front mit Surplice-Effekten, Seiden-Litzen besetzt, Kleiderrock in Fußreihe-Längen, über Seiden Fallrock, Seien Kilt Dessin, ein Kostüm sehr gut 40 werth, jetzt.. . .29.5 mmm. ?',dtana'S größte Dry GoodS HSnd n. Kleine Stadtnachrichte. S. D. N o e l hat oci der Behörde für öffentliche Arbeiten Beschwerde eingereicht, daß da Spritzenhaus an der Ost South-Straße nicht nur über die Grenze auf seinen Boden, sondern daß dasselbe auch über die Straßmlinie ge baut wurde. Gouverneur Hanly und Mitglider der Commission, welche die Bauplätze für ein neues JrrenAfyl aussuchen sollen, begaben sich nach LoganSyort, um sich das dortige Northern Hospital anzusehen. Von dort wird stch die Commisflon nach Richmond be geben um das dortige EasternHospital einer Besichtigung zu unterwerfen. A m 21. Mai wird die Jndiana Union Traction Co. den Broad Ripple Pari dem Publikum eröffnen. Verschiedene Unterhaltungen, unter Anderem auch ein schönes Feuerwerk auf dem Flusse, werden bei dieser Gelegenheit stattfinden. Am 1. Mai bereits wer. den die Broad Ripple Park . Straßen bahnwagen in Dienst gestellt. Raucht die Ti&h I Mingo. uropäischeS epartemeM Wechsel, Creditbricsc, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Kchisssschetne von und nach Europa. - und Verkauf ausländi scheu Geldes. No. 35 Süd Meridian Str. Mercliaiits National Bank. TVc Erfolg der Japanesen in ihrem Ifl gegenwärtigen Kampfe mit Rußland ist dem alten Sprichworte, welches ie Japaner beachteten, zuzuschreiben: In Friedenszeiten bereite man sich für Krieg vor". Was bei Nationen zutrifft, findet auch auf einzelne Personen Anwendung: 3n Tagen der Prosperität bereite man sich für die unvermeidlichen Regentage vor." Aus keine Art kann dies mit so viel Zufriedenheit und mit Gewißheit ausgeführt werden als durch Eröffnung eines Spar Contos mit dieser Gesellschaft. Lernen Sie zu sparen und Ihre künftige Wohlfahrt und Prosperität ist gesichert. Beginnen Sie heute. INDLa THUST CO., Capital $1,000,000 Ueberschub $250,000 EaV Washington Straße und Virginia Ave. j
G
Mm.
mm
M C. Mit
...Rechtsanwalt... (Kröhn vtaatkanwalt.) 323-325 Jndiana Tru? Gebärt Telephon (neu) 150. Dichmann Si Grabhorn, ....SabNkanttJ vo fet.. Schau Käften. Glas Ladentische und Cigarren -Tasche 22 Oft Washington trotze. ter Ohn sMai IM.
