Indiana Tribüne, Volume 28, Number 210, Indianapolis, Marion County, 27 April 1905 — Page 3
Jndianck Tribüne, . April 1905
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Vertrag gekündigt, Der seither die Zölle zwischen Deutschland und den Wer. Staaten regelte.
Kunst überbrückt die Kluft zwischen Teutschland und Frankreich. Nebogatoff's Geschwader in der Malatta-Stra'ze erwartet.-Russische Befürchtungen vor dem Maitage. Scharmützel in der Mandschurei. Prinz Friedrich Leopold v. Preußen in Peking.
Deutschland. Zollpolitik. Berlin, 26. April. Die Reichsregierung hat die amerikanische Regierung benachrichtigt, daß die Zollvereinbarung zwischen den Ver. Staaten und Deutschland vom 10. Juli 1900 am 1. März 1906 ablaufen wird. An diesem Tage treten die ReciprocitätVerträge in Kraft, die Deutschland mit 7 anderen europäischen Regierungen abgeschlossen hat. Die deutsche Regierung erklärt, daß sie an den Vergünftigungen derselben die Ver. Staaten nicht theilnehmen lassen könne, daß sie aber bereit sei, mit derselben einen Reciprocitütsvertrag abzuschließen. Deutsche Künstler nach Paris. Berlin, 26. April. Während auf politischem Gebiet die MarokkoAffaire zwischen Frankreich und Deutschland zu einer Verstimmung geführt hat. machen sich sonst andauernd Anzeichen von der zunehmenden Befferung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern bemerkbar. Es wurde bereits gemeldet, daß in München zwei französifche Regierungskommiffäre ernste troffen sind, um die für die Beschickung der dort geplanten internationalen Kunstausstellung durch französische Künstler erforderlichen Vorbereitungen zu treffen. Aber eS werden nicht nur französische Maler nach Deutschland kommen, deutsche Sänger und Musiker werden auch nach Paris gehen. Der bekannte Kammersänger Heinrich Zeller hat soeben mit einem der ersten Pariser Bou-levard-Theater einen Kontrakt für ein Gastspiel eines von ihm ausschließlich aus ersten Kräften gebildeten Ensembles abgeschloffen. Dieses Gastspiel wird im Oktober ftattsinden und zur Aufführung werden ausschließlich moderne deutsche Operetten gelangen. Prof. AlexanderTondeur. f Berlin, 26. April. Im Alter Von nahezu 76 Jahren ist hier der hervorragende Bildhauer Alexander Tondeur aus dem Leben geschieden. Tower beim König von Sachsen. Dresden, 26. April. König Friedrich Anguft empfing heute den amerikanischen Botschafter Tower und deffen Gattin in Audienz. China. Nebogatoff erwartet. Insel P e n a n g, 26. April. Man erwartet, daß das Geschwader Nebogatoff's heute auf dem Wege nach der Malakka-Straße Penang pasfiren wird. Britische Wachtboote patrouilliren in den Zugängen zu Penang. Kriegsschiffe gesichtet. Hongkong, 26. April. Der britische Dampfer CalchaS", von Glasgow nach Jokohama bestimmt, der heute hier einlief, berichtet, daß er heute Morgen drei russische Schlachtschiffe und zwei Kreuzer bei der Insel Linting, etwa 100 Meilen südwestlich von Hongkong, in südöstlicher Richtung fahren sah. Hongkong, 26. April. Es hat sich herausgestellt, daß die Kriegsschiffe, welche von dem Dampfer Calchas" bei der Insel Linting gesichtet wurden, britische, keine russisHen, waren. Prinz Friedrich Leopold. Peking, 26. April. Prinz Friedrich Leopold von Preußen wird am nächsten Sonntag über Kiachta zu der russischen Armee in der Mandschu rei abreisen. Er besuchte den Kaiser und die Kaiserin-Wittwe; sonst verlief sein Besuch ohne besondere Borkommnisse. Neuer russischer Ge s a n d t e r. Peking, 26. April. Pokotoloff, einer der Direktoren der russisch.chinesischen Bank, ist zum russischen Gesandten für China ernannt morden, als Nach folger Leffar'S, der vor einigen Tagen starb.
Pokotoloff wird als sehr geeignet für den Posten betrachtet, da er über eine langjährige Erfahrung in chinesischen Angelegenheiten verfügt. Rußland. Parade fällt aus. St. Petersburg, 26. April. Da alle Garderegimenter in Bereitschaft gehalten werden, um Unruhen am Maitage (nach russischem Stil 14. Mai) zu unterdrücken, wird die Parade an diesem Tage, der gewöhnlich der Zar beiwohnt, ausfallen. R o j e st v e n S k y. St. Petersburg, 26. April. In Marinekreisen glaubt man, daß Admiral Rojeftpensky nun im Golf von Tonquin ist, wo er unter dem Schutze der Insel Hainan außerhalb der Gewäffer einer anderen Nation die
Ankunft Nebogatoff's abwarten kann. Günstiger Bericht. St. Petersburg, 26. April. General Lincwitsch meldet vom 25. April: . j Unsere vorgeschobenen Truppentheile zwangen am 22. den Feind, die befestigten Dörfer Danchenzou und Nemanpaomeng zu räumen. Die Japaner hatten eine befestigte Stellung drei Meilen südlich von Nemanpaomeng inne, aber unser Arrilleriefeuer und das Erscheinen unserer Detachements auf ihrer linken Flanke veranlaßte sie, rasch auf Kaianscheng zurückzugehen, nachdem sie ihren Vorrath an Lebensmitteln verbrannt hatten. Am 23. zwangen unsere Truppen den Feind, sich auf Kaiancheng zurückzuziehen. Am selben Tage kamen unsere Truppen, welche den Feind verfolgten, vor Changtee (50 Meilen nördlich vom Tie-Pasie)an, das von den Feinden besetzt und stark befestigt war. Unsere Truppen zogen sich zurück. S ch w a b'S Sieg. St. Petersburg, 26. April. ChaS. H. Schwab vom amerikanischen Stahltruft soll einen Sieg über die Konkurrenten anderer Länder errungen und die Kontrakte für eine Anzahl gewaltiger Schlachtschiffe so gut wie in ba Tasche haben. Er wird morgen von hier abreisen. Wahrscheinlich wird der Stahltruft einen Schiffsbauhof ',am baltischen Meere mit russischen Arbeitern einrichten. Unruhen am Maitage befürchtet. Warschau, 26. April. Eine jüdische sozialistische Organisation, der Bund" genannt hat ein Manifest er lasten, in welchem sie die Mitglieder auffordert an keiner Demonstration am 1. Mai Theil zu nehmen, weil daraus anti-semitische Unruhen entstehen könn ten. Man hält diese Befürchtung nicht für unbegründet, denn die Bombenattentate und andere Gewaltthaten sei tens Organisationen, denen viele Juden angehörten, heben die Polen sehr ausgebracht. Die Garnison ist durch 2 Regimenter Infanterie und 2 Regimenter Koffacken auf 57,000 Mann gebracht worden. Japan. Kleinere Gefechte in der Mandschurei. Tokio, 26. April. Folgende offizielle Bekanntmachung ist erfolgt: Am 24. April griffen russische Sreitkräfte, bestehend aus 5 Bataillonen Infanterie, 16 Sotnien Kavallerie und 1 Batterie unsere Kavallerie bei Kaiyuan an. Unsere Truppen machten einen Gegenangriff und trieben die Rüsten nördlich bis MiSnhuachich zurück. Wir verloren 33 Mann; die Russen ließen 200 Todte auf dem Kampfplatze zurück. Zwei andere russische Abtheilungen hatten Changtu und Siaototzu angegriffen, zogen sich aber zurück als die Abtheilung bei Kaiyuan geschlagen wurde." BelagerungSzu stand. Tokio, 26. April. Ueber For mosa ist der Belagerungszustand verhängt worden.
Italien. Kunstausstellung. Venedig, 26. April. Der Herzog von Genua eröffnete als Vertreter de? Königs von Italien heute die internationale Kunstausstellung in Gegenwart der Lokalbehören und vieler Privatleute. Er war vom Minister des Aeußeren Tittoni begleitet. Delegat nach Mexico. R o m, 26. April. Mfg. Ridolfi, Bischof von Todi, ist zum apostolischen Delegaten für Mexico ernannt worden. Panama. Gen. Uribe-Uride. C o l o n, 26. April. Gen. UribeUribe kam heute von Bogota hier an. Er ist vom Präsidenten Reyes von Colombia zum Gesandten nach Brasilien ernannt worden und wird über Ecuador, Peru, Chile und Argentinien auf seinen Posten reisen. Großbritannien. Mit der Heilsarmee. Liverpool, 26. April. Mit dem Dampfer Bancouver fuhren heute 1045 Auswanderer nach Canada ad, die von der Heilsarmee gesammelt worden waren. Die Flagge der Heilsarmee wehte vom Mäste. Die Mehrzahl der Auswanderer find Handwerker; viele haben genügende Mittel, um Etwas
anzufangen. Oefterreich-Ungarn. Postmarder in Trieft verhaftet. Wien, 26- Ahril. Aus Trieft kommt die Meldung, daß dort ein gefährlicher Postmarder in der Person des PostexpeditorS Rudolf Nemec unschädlich gemacht worden ist. AIS Spezialität betrieb dieser Biedermann die Veruntreuung amerikanischer Werthbriefe und zahlreiche Sendungen, die von früheren Bürgern der österreichischungarischen Monarchie an Angehörige in der alten Heimath gerichtet waren, ftnd von ihm unterschlagen wordm. Lange Zeit betrieb Nemec die Unterschleife, bis sich schließlich der Verdacht auf ihn lenkte und er durch eine genaue Ueberwachung entlarvt wurde. Frankreich. Rouvier beim deutschen Botschafter. Paris, 26. April. Daß Premierminifter Rouvier heute Abend beim deutschen Botschafter speiste, wird als weiterer Beweis betrachtet, daß eine freundschaftliche Lösung der MarokkoFrage zu erwarten ist. Streik-Krawall. Chicago, 20. April. Zwei Fuhrleute, die nicht zur Union gehören und 3 Privatdetektivs wurden auf einem mit Kohlen deladenen Wagen an Ecke des Washington Boulevards und der Green Straße von Freunden der Streiker angegriffen. Polizisten erschienen und machten ausgiebigen Gebrauch von ihren Knüppeln. Die Angreiser flohen. Gegen die UnionFuhrl e u t e. Chicago, 26. April. Der Verband der Ardeitgeber, welcher in dem Streike der Fuhrleute bei Montgomery & Ward sich zu Gunsten der Firma einmischte, hat der Union der Fuhrleute den Krieg erklärt. Er erklärt, daß er jeden Union - Fuhrmann entlassen wird, der sich weigert, Waaren bei Montgomery, Ward fe Co. abzuliefern. S ch i e ß st u d i e n. W a s h i n g t o n, 26. April. Leut.Commander W. S. SimS, Inspektor deS Scheidenschießens, ist nach New Bork abgereist, um sich nach England einzuschiffen, wo er die dortigen Methoden beim Scheibenschießen und in ähnlichen Dienftzweigen ftudiren wird. Ob er Frankreich und Deutschland be suchen wird, steht noch nicht fest. Schiffsnachrichten. New York: Barbarossa" von Bremen; Prinzessin Irene" von Neapel; Nederland" von Antwerven; Noordam" nach Rotterdam; .Lombardia" nach Neapel; Stellte" nach Liverpool; Oöcar II." nach Capenhagen. QueenStown: Jvernia" nach Boston. Cherbourg: Kaiser Wilhelm d. Gr." nach New Jork. Liverpool: ..Van Couver" nack Quebec und Montreal; Oceanic" nach Mto York; Mazeftic" von New Voxu Neapel: Xepublic" von New York. Havre: Samiton" nach Montreal.
Bartholdt
Zur interparlamentarischen Union. Washington, 26. April. Repräsentant Bartholdt von St. Louis kam heute hier an. Er wird nächste Woche nach Brüssel abreisen, um den Vorsitz in einer Versammlung des Exekutiv-Komites der interparlamenta rischen Union zu führen. Gemäß einer Vollmacht der amerikanischen Gruppe ernannte Barthold folgende Delegaten für die Konferenz, die im August in Brüssel stattfindet: Die Senatoren Allison von Iowa und Bacon von Georgia, die Reprüsentanten Bartholdt von Missouri, Bur ton von Ohio, Broussard vonLouistana, John Sharp William? von Mississippi, N. S. Boutell und C. E. Füller von Illinois, I. L. Slayden und R.L.Henry v?n Texas, C. E. Littlefield von Minnesota, William Alden Smith von Michigan, BateS, Moon, Barchfield und Bücke vonPennsylvania; DriScoll, Goldfogle und Waldo von New York; Calderhead von Kanfas, Brooks von Colorado, Zeno von Jndiana, Gill von Maryland, Dovener von West Virginia, BarrowS von Massachusetts. Das genaue Datum der Konferenz wird vom Executiv-Comite festgesetzt werden, Clevator-Nnfall. Zehn Bergleute todt. W i l k e S b a r r e, Pa., 26. Apr. Als zehn Bergleute heute in die Conyngham einfuhren, brach das Seil des Fahrstuhles und derselbe stürzte 400 Fuß tief auf den Boden des Schachtes. Alle zehn Leute wurden auf der Stelle getödtet. Mehrere hundert Arbeiter gelangten durch andere Ausgäuge in's Freie. Patterson-Prozeß. New York, 26. April. Im Patterson-Prozeß betrat heute Hyman Stern, der Geldverleiher, der den Revolver verkaufte, mi dem Cäsar Young erschossen wurde , den Zeugenftand. Seinen Aussagen wurde mit großer Spannung entgegen gesehen. Stern konnte I. Morgan Smith, den Schwa ger Nan Patterson's nicht als denMann identifiziren, an den er den Revolver verkaufte. Denkmal derConföderirten. Birmingham, Al., 26. Apr. Der Gedüchtnißtag der Conföderirten wurde hier mit Enthüllung eines Kriegerdenkmals gefeiert, welches die Töchter der Conföderaiion errichtet haben. Gen. Geo. P. Harrison von Opedika, Commander-en-Chief der conföderirten Veteranen von Alabama, war der Hauptredner. Bask-Ball. . Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: American. Association. Indianapolis, 26. April. Indianapolis verlor das gestrige Spiel mit St. Paul mit 0 gegen 5. Columbus, 26. April. Columbuö ....0 2001200 5 KansaS City. ..0 0000000 22 Batterien Malarkey und Ryan; Jsbell, Frantz und Butler. LouiSville, 26. April. LouiSville 0 1000000 0 1 Milwaukee....0 000 00 02 0- 2 Batterien Woodruff und Kenna; Vateman und Beville. National-Liga. Boston, 26. April. Boston 3000000000 3 Philadelphia . 1 00100100 0- 3 Batterien Frazer und Needham; Corridon und Dooin. PittSburg, 26. April. PittSburg ....0000 000 1 0- 1 Chicago 001000100-2 Batterien Flaherty und Carrifch; Pfeffer und OMeil. Brooklyn, 26. April. Brooklyn 0 0000000 22 New York 0 000001 0 23 Batterien McJntyre und Ritter; McGinnity und Brefnahan. Fort W a y n e , 26. Apr. Wm. Kitzelmann, ein früherer Coductor be.Nickel Plate Bahn, der seiner Gesundheit halder nach California sich begeben wollte, wurde gestern in den Rangir Höfen hier zu Tode gequetscht.
Scitliunc Erscheinung. Veobachtunge eincs uftschiffers über dir Abbildung vn Gewässern in Wolkendecken. Die Abbildung von Gewässern in Wolkendecken als Wolkenthäler und Wolkenlücken ist wiederholt von Luftschiffern bemerkt worden. Genauere Schilderungen dieser merkwürdigen Erscheinung hat Professor Dr. Erk in München geaeben. Bei einer wissenschaftlichen Ballonfahrt ist es K. v. Bassus gelungen, die Abbildung mehrerer Gewässer in der Wolkendecke photographisch festzuhalten, und er berichtet über diese und einige andere Beobachtungen in den Jllustrirten Aeronautischen Mittheilungen. Als besonders geeignet für diese Art Abbildung der Gewässer erscheint die Wolkendecke, wenn sie ruhig liegt, nach oben scharf und nach unten beliebig abgegrenzt ist. Die meteorologischen Verhältnisse über dieser Wolkendecke scheinen keinen direkten Einfluß auf die Abbildungen zu haben, wohl aber die Windverhältnisse unter ihr. Bei Windstille bilden sich auch die kleinsten Gewäffer deutlich ab, bei starkem Winde nur größere Flüsse. Geeignetenfalls bilden sich nach den Erfahrungen v. Bassus' so ziemlich alle überhaupt vorhandenen Gewässer ab. Kleine Bäche sehen wie Furchen in der Wolkendecke aus, grcere Bäche und Flüsse erwecken den Eindruck eines Wolkenthals, in welchem die Bewölkung aus feinem Dunst besteht, der oft so dünn ist, daß die Erde durcbschimmert. Eine sehr interessante Wahrnehmung machte v. Bassus, als der Ballon bei einer Gelegenheit aus großer Höhe ziemlich schnell gegen eine von der Sonne grell beleuchtete Wolkendecke herabstieg. In dieser Wolkendecke wurde die Abbildung eines Flußlaufs als seichte Furche ersannt, auf dieser Furche aber lag ein Wolkenballen, ähnlich einem großen Pilz. Beim Landen auf der Erde ergab sich, daß die Wolkenfurche von der Jsar herrührte, der Wolkenballen aber von einem Ueberfallwehr, über welches das Wasser als rauschender Wasserfall herabfloß. Eine ähnliche Beobachtung hat vor mehr als 35 Jahren Flammarion gemacht, der aus dem Ballon eine Wolke unbeweglich an ihrer Stelle kerharren sah. während der Wind mit Heftigkeit wehte. Der Anker, durch den diese Wolke festgehalten wurde, war eine Wafferansammlung unter ihr am Boden. Ueber die nähere Ursache der Abbildungen von Gewässern in der Wolkendecke weiß man mit Gewißheit nichts. Dr. Erk glaubt, sie entständen dadurch, daß das Fließen des Wassers in der darüber befindlichen Luft eine gewisse Horizontalbewcgung hervorrufe; allein v. Bassus bemerkt dawider, daß man bei einem kaum einen halben Meter breiten Büchlein eine Beeinflussung in diesem Sinne nicht annehmen könne.
Die Frauen-Einkanfstake. Es gibt verschiedene Ortschaften in Tirol, wo man streng darauf hält, daß ein einheimischer Mann nur ein einheimisches Mädchen heirathe. Vergißt er sich so weit, eine Fremde als Gattin heimführen zu wollen, so muß er für sie die sogenannte Einkaufstaxe erlegen; erst dann gilt die Neuvermählte als vollberechtigtes Gemeindemitglied. Da war nun in Dornbirn, wo dieser Brauch von alters her geübt wird, ein Lehrer, der in seiner Blindheit die Reize aller Dornbirner Mädchen übersah und sich eine Braut von auswärts holte. Pünktlich meldete sich die gestrenge Gemeindevorstehung und verdonnerte ihn, damit sein Vorgehen gesühnt werde, zu der Zahlung der ansehnlichen Einkaufstaxe. Allein der Lehrer erklärte, er sei wohl in Dornbirn heimathberechtigt, jedoch kein Dornbirner Bürger und kümmere sich um solch alte Bräuche nicht. Große Entrüstung bei der Gemeindevorstehung über diesen Jugendbildner, der mit so schlechtem Beispiel vorangeht und der Obrigkeit 'den Gehorsam verweigert. Der Landesausfckuh wird angerufen, aber dieser entscheidet zu Gunsten des rebellischen Lehrers. So etwas kann sich eine Gemeinde nicht bieten lassen und sie rekurrirt an den Verwaltungsgerichtshof. Aber siehe da auch dieser hat kein Verständniß für die Ehrwürdigkeit altsvießbürgerlicher Einrichtungen, und so müssen die Dornbirner Frauen eine Fremde unter sich dulden, die nicht einmal die Einkaufstaxe bezahlt hat. Auch Hunde habenRechte. Der altehrwürdige Grundsatz, daß eines Mannes Haus seine Burg ist, wurde von einer Jury in Edwardsville, Jll., anerkannt, als sie den Beklagten in einem Scb?denersatz-Pro-zeß, den ein gewisser JameS Tobin wecks Erlangung von .55000 Entschäoigung angestrengt hatte, freisprach. Tobin wollte in eine Hundehütte kriechen, um ein wenig zu nicken, als ein Hund ihm in's Gesicht fuhr und böse Spuren hinterließ. Die Vertheidlgung betonte, daß der Hund das bnfl ständige Recht gehabt habe, sein Heim gegen Eindringlinge hvl vertheidigen. und die Jury entschied demgemäß zu Gunsten des Eigenthümers des Hundes. D i e Eingeborenen Per u s können in stockfinsterer Nacht und im dichtesten Walde einen Weihen und einen Neger durch den Geruchsmn unterscheiden.
I ASlV2KAASSSAKSAAAKAK
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