Indiana Tribüne, Volume 28, Number 209, Indianapolis, Marion County, 26 April 1905 — Page 7

Jndiana Tribüne, 2S. April 1905

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l itrh hinten 6 o v v v v $ 0 Q c Iioma'i von Adolf Wilbrandt O O Cj O 9Q4 O i O ; O I OSO st (Fortsetzung.) Amanl, die wir so unheimlich ist, mit der ich gar nichts anzufangen weiß und und sonst " Sie verstummte. Und sonst?" fragte er muthig, obgleich ihm vor der Antwort bangte. md, irc fragen Sie. Gott, großer Gott, so hatl' ich mir das alles nicht gedacht! Und sonst mit Wanda Ketzer damit Sie nicht noch einmal fraaen. Sie haden sich hier Sie sind " Die Beiden waren auf die andre Seite des Sees gekommen, wo einstweilen noch ein Fahrweg am Ufer hin-lief-einzelne Bäume begleiteten ihn. Minna trat in eine Gruppe von Weiden hinein, deren Zweige sich zum Theil in's Waffer neigte'.:; drüben am andern Seeufer, an: Fuß des Bergwalds, leuchtete das weiße Herrenhaus, auf seiner Schmalseite gesebn. Zwischen den Weiden versteckt, aber die schon leise Stimme doch noch tieft? dämpfend, nahm sie einen dritten Anlauf, indem sie mit ihrem kleinen Zeigefinger auf das weiße Haus wies: Sie sind in die Frau da drüben derliebt. Sie lieben meine Schwester!" Werner hatte gefürchtet: endlich wird das kommen! nun erschrak er doch sehr. So auf einmal der Vorhang weggerissen toi seiner Wonne und vor seinem Elend. Mit einem jähen Entschluß, um das Unheil im Keim zu todten, erzwäng er ein leichtfertiges, weiches Lächeln wie oft hatte er vordem so gelächelt, ohne sich zu zwingen und nahm Minnas rechte Hand. Wie kann man so thöricht sein, liebe, schöne Frau. Sie, die Sie mich doch einigermaßen kennen so vorbeizudenken " Ich hab' geglaubt, Sie zu kennen! Nun seh' ich. ich hab mich furchtbar getäuscht!" Sie sind ein merkwürdiger MenfaV sagte Minna langsam; sie blieb einige Augenblicke stehn, ihr kleiner ttotf ging hin und her. Ich staune übe? Sie den ganzen Tag! Woher kamen Sie jetzt angeritten? Wieder von meinem Bruder, nicht wahr" Nein, das nicht," unterbrach er sie. Aber ich war lange mit ihm zu Fel!: diesmal rund herum durch Grebbin." Sie inte?essircn sich für die Landwirthschaft? Sie, Werner Ringhof! Sie ziehn jeden Vormittag mit Otto oder mit offmann oder mit Beiden kerum! vorgestern in Teschenberg, qestern in Bartelshagen, heute in Grebbin!" Werner lackelte: Aber liebe, gute Freundin, das geht ja ganz natürlich zu. Ich wiZ die verschiedene Bewirthschaftung vergleichen; dabei lernt man als Laie am meisten, scheint mir. Ihr Bruder ist ein merkwürdiger, ganz vortrefflicker Lehrmeister; ein so ruhiger, gesunder Kopf; es hört sich ihm so gemüthlich und dabei so nützlich zu. Aber Hoffmann, der ist auch nicht übel . . . Wie die reifende Frau ihr Köpfchen schüttelt. Wissen Sie. was Ihr Vruder heut zu mir gesagt hat? .Hoffmann wundert sich ebenso wie ich. wie gesckwind Sie das alles auffassen, und wie praktisch Sie weiterdenkcn. Sie sind entschieden ein landwirthschaftlicher Kopf!' " Minna verzog die vollblübenden Lippen zu einem unfrohen Lächeln. Das muß Ihnen allerdings schmeicheln; das ist ja natürlich. Sie ein landwirtschaftlicher Kopf! Hätt' mir einer das in Heiligenblut gesagt, icri hätt' mich ja wohl todtgelacht' Wie merkwürdig hier überhaupt Ihre Tae vergehn. Morgens mit den Gutsbesitzern Nachmittags mit dieser V nem, ie ya?en steh nicht getäuscht. Sie haben nur vergessen, daß ich eine Leidenschaft habe, inleressante Menschen zu studiren; und Ihre Schwester ist mir sehr interessant ungefähr in der Art wie der Mond. Der Mond und ich stnd sehr verschiede?'; aber ich gäb' was drum, könnt' ich ihn einmal aus der Nähe sehn! Deshalb brtb' ickl ja doch der Werner Ninghof; die Fcuerb' :me, die Sie kennen. So eine Feuerbume verwandelt sich nicht mehr! Sie ichaut sich wohl die Weizenähren, zwischen denen sie steht, einmal neugierig und gründlich an; sie bleibt aber, was sie ist. Versehn Sie?" Ich v( stehe schon," entgegnete Minna, die Worte dehnend, sah ihm aber mit unsicheren, zweifelnden, forschenden Augen in's Gesicht. Das klingt sehr klar und schön, wie Sie's sagen; aber wem soll man trauend" Mir!" antwortete er heiter; er fühlte aber ihre Blicke wie Pfeile in der Brust. Einem Mann, der nun zwei Schmettern kennt, und sie Beide gern hat; und die eine verebrt. weil sie hohe Eigenschaften hat. und die andre der andern böse ist, wei! sie ihn so ganz verkennt!" Er neigte sich auf ihre Hand und küßte sie; ich muß sie täuschen! ich muß Wanda schützen! fuhr ihm immer wieder durch den Kopf. Böse ist, wiederholte er; sah dann zu ihr auf. mit dem warmen, strahlenden Blick wie damals im Rupertihaus, eh er Wandas Bild entdeckte, und drückte seine Lippen von Neuem auf. die kleine ßand. Li

ben, sagten Sie! Ebensogut könnten Sie sagen, ich liebe die Landwirt''schaft; oder die Zentrifuge. Ich benütz' aber diesen Aufenthalt, um etwaS lernen; von Zentrifugen, Kartofsein und Menschen. Wunderliche Frau Sie. Wann wollen Sie nach Barte! ,- bagen zurück? Sagen Sie's, und wir fahren ab!" Ach! " seufzte sie, mit wieder weicher. guter Stimme. Ich hab' ja meine Schwester so lieb, gönn' ihr alle nte, d?r Armen; ich bin ja doch auch kein schlechter Mensch. Und ich wollte in diesem Fall so recht edel sein; Sie erinnern sich . . . Noch 'ne Weile hier bleiben, warum denn nicht! Wenn es so ist, wie Sie sagen, wenn Sie mich nickt täuschen. Liel ?r Freund, na ja. es ist eine Art von Eifersucht! Ich will Sie an Niemand verlieren, auch an Wanda nicht. WaZ für Träume hatt' ich! Mit einem Mann wie Sie, einem echten Kun: menschen zu reisen nich: nur so nach Hinterpommcrn nachher ein hinter in Italien, war mein süßer Traum! Rom, Florenz. Venedig! Tie Kunst alles Schöne. Mit Ihnen, unter Ihrer Leitung. Und nun soll ich hier in Grebbin " Tie Stimme versagte ihr. Ein fa-t kindlicher Schmerz lag auf dem Gesicht; ihr wurden sogar die klugen feucht. Sie preßte acer die Wimpern zusammen, um dic'e vcrrätherischen Tropfen wegzudrücken. Tie ist mir wirklich gut! dachte Werner. mehr und mehr gerührt. Tie hat Herz für mich! Während Wanda. die unnahbare, die großen Eberubsflügel schüttelt, sobald ich nur ihre Hand berühre, und mir wie vom. Mond herun-

ter sa.it: tören Sie unsern UmIcb ganz nicht. Bleiben Sie hier gek) aue:n: irr yielt nocy immer Minnas Hnd. Sie war wunderweich; er streichelte ste. Nein," sagte er, Sie so" gar nichts; ich meine Sie sollen hier in Grebbin nichts von mir derlieren. Und warum uns mch; im Winter in Italien finden; wer oder waS tritt dem in den Weg? Das it ein sehr schöner Gedanke; und den führen wir aut! Lr:be, gute Frau Minna . . ." Sie lächelte ihn etwas getröstet miri den sonnigen Augen an. Tie zerdrüten Tropfen hingen noch wie Kinderthränen in den langen Wimpern. Wie lin reiz?n5:Z Kind, das im Schilfrohr fpielt, lugte ihre halbversteckte Zärtlichlcit durch dic feuchten Wimpern hervor .. . Werner wußte nicht, wie es kam, unwillkürlich legte er einen Arm um sie. Ncinna hielt regungslos still. Es zog ihn sehr, sie an sich zu drücken; ihre Lcbcnswärme, der Duft aus ihrem Haar, von ihren Wangen, von dem ganzen lieblich weichen Wesen ward zu einem süßen Schauer, der ihn überlief . . . Ein andrer Schauer kam hinterdrein: Grauen ror sich selbst. Wieder ganz die FeuerUume? dachte er. Und ich bildete mir ein. die sei todt? Mein Gott, ist es möglich, daß unter einer Haut so verschiedene Menschen leen leinah so verschieden, wie diese Schwestern sind? Ich konnt' mir jetzt wünschen: in Bartclshagen mit ihr allein . . . Nein! schwor er sich, das nie! Aber um Wandas willen ihr vortäuschen, eö könnte sein! Liebe, gute Frau Minna," wiederholte er; also Italien! Aber wir bleiben ja nicht bis dawn in Greblin. Unsre Zimmer .in Bartclshagen sind ja stets bereit; jeden Morgen, jeden Abend können wir wieder einrücken, wenn es uns gefällt. Unter Ihrer Fahne bin ich hcraelommen. unier Ihrer Fahne !. leib' ich! Nun mjissen wir aber diese Art von Versteck verlassen: da kommt Jemand den Weizenhügel unter der Kirche l.er unter und grad auf uns zu. Eine sonderbar bunte Erscheinung . . ." Sie traten auf den Fahrweg zurück. Jetzt erkannten ß bunte Wesen, das im Herabsieigen immer kleiner wurde. Es war Amanda. im bloßen Kopf, sie hatte sich aber rothen Mohn in ihr goldiges Haar gewunden, und sich überall, hinter den Ohren, an der Brust, am Gürtclchen, mt Feldblumen geschmückt. Blaue Kornblumen und violette Raden waren auch darunter : das meiste war aber rother Mohn, der die Kleine feurig umleuchtete. Sie gingen heimwärts, da? Kind stand nun am Weg. In dem Farbenschmuck nahm es sich überraschend anmuihig aus; die eckige Magerkeit fiel kaum mebr auf. die Augen wirkten stark, und sie sah durchaus nicht mebr einem Knaben gleich. Tie kann dnma.' eine hübsche Evastochter werden! dachte Werner. Es berührte ihn aber dock, unheimlich, daß sie sich grade mi: Feuerblumen aufgeputzt hatte Warum gar so viel Mohn?" fragt; er. Ich hab' ihn so gern!" antworte:: das Kmd. Minna lachte ein wenig über bai bunte Ting. Tann sagte sie leise an Werners Ohr: Tie wird wohl auch einmal eine Feucrblume!" as iawn gav iym einen 7to?; cmißfiel ihm sehr. Wandas Worte am Seeweg kamen ihm in's Gedächtniß: ich will Euct) Euer Kind entreißen, es soll an Euren Erbschaften nicht auch vergehn!" r "ah die Kleine mitleidig liebreich an und strich ihr sanft über den mohnumblühten Kopf. Sie ging schweigend neben den Erwachsenen her, bis sie das fetifc HsD erreicht hatten. Als Werner aber cöen in sein Zimme eingetreten war. um sich vor Tische noch ein wenig herzurichten, stürzte Amanda ihm nach, ohne anzuklovfen. ,Jch mu& Dir nur nocb

was sagen." fing sie hastig an, als sei p s:. t':xn. o i s. .r c..

c vw i;iuiic oCU uut cc v ccyuiic. Tiei'e Tante Minna, die mag ich nicht! Ach. die thut nur so; die ist doch nicht gut zu mir. Aber Sie sind gut-" Tu sollst ja nur noch Du zu mir sagen," unterbrach er sie. ..Aber bist ant! :mab so ant wie Tante Wanda; nein, so doch nicht. Aber beinah so gut. Und ich mag Niemand als Tante anda und Tich!" Werner lächelte herzlich: Na, wenn das so ist, kleiner Teufel Tu, so gib mir auch einen Kuß." S;e sah ihn einen Augenblick verw .v iiii ii..i v:.i iui vii' i wundert an, daran balle f noch nickt ' I gedacht. Tann blitzschnell entschlossen sprang ste ihn an wie ein junger Panther, umklammerte ihn fest mit beiden Armen, rno so an ihm hängend suchte ste st inen Mund. Nach einem fcfttaeit. beißen ftttfj sprang sie wieder ab und zur Tyüc hinauö. 21. K a p i t e l. inna. Christine. Antonie fuhKSK'm ren r.m n.iincn 3iir --www w-w www . r v i . 10 ahn und dann nach Stet--Sk ttn. Das Regengewölk hatte sich verlogen, es war ein angenehmer, sonmgn Ä.ag. Am zweiten Morgen stiegen aber wieder drobende Wolken auf; dazu ward eine Schwüle fühlbar. die allmahg stark bedruckte, den einen erregte, den andern lahmte, je nach der Menschen Natur. Nach dem Nogenschmtt hatte nun der Weizenschnitt begonnen, für Ende Juli früh; Grebbin war aber, wie gewöhnlich, gem i.f 3f. . k 'v.rjf- - c. ;en Bartelhagen und Teschenberg noch um wcnrer- age zurück. Werner ging wieder zu Felde, diesmal mit Wanda; es ward sa,on wie eine Gewohnheit in chm... Mittags bei Tische stöhnte Keßler verorießlich: in dieser wichtigwT w wf sW I iten Erntezeit müsse er aus anderthalb . r i er. 11-.. ti r v l ceui Dcacrzmiltag muy icy nun ym zu 1 rn 1 1 ' wf wf ibm. und dann weiter. Vor morgen Abend spät bin ich mckt wieder hier!'' ,j.mcu vis vtnn iau)i ,u3cu, fragte Werner, ich muß Weizen schneiden, ich kann jetzt nicht?" Ker.ler schüttelte den Kopf, in allem

age Tori, einem neuer zu Pfauen, crin von .Kerzen lachte. Immer keb der durcha"s ein Gut kaufen wolle und ten sie abe, da er sich Wandas durcheir:eS im Auge hab-e. ,.Tas soll ich dringende 2lugcn vorstellte, zu dem tieU ibm besichtigen. Hai er heut ge- Frust $ A-b-c-Buchs zurück . . . schrieben; 'ch hatt's ihm versprochen. Endlich sab Werner nacb der Ubr uno

'.e?gLr gutmüthig lächelnd: Wenn wieder, da er sich nun auch Wanda geich's versprochen hab', muß ich's ja doch genüber sah; eine Ungeduld der Er- ' . ' ' ' , f' v ' t r. n .

hauen. Uno dann der arme Heil Wartung ucenm ryn, oie um jai ververfteht nicht sehr viel von der Land- zehrte. Er begann lebhaft, aufgeregt

Wirthschaft. Aber auf meine Ersah- zu reden und zu icherzcn, um utt mrung und mein Urtheil schwört er!" nerc Unruhe wegzutäuschcn; ihm schien Wanda und Werner wechselten einen es aber bald, als gefalle das Wanda

stummen Blick . . . Am Nachmittag fuhr Keßler ab, auf dem Wagen noch wieder in qutöeriaem Plattdeutsch stöhnend und gelinde fluchend. Als er eben fort war. kam ein Telearaphenbote; er brachte eine Depesche für Werner, der sich wunderte: denn hierher nach Grebbin hatte ihn noch kein einziges Telegramm verfolgt. Es war von Frau

Minna, aus Stettin, und lautete: den Mund; für das!" flulerte ste ge..Christine. Antonie wollen noch an's heimnißvoll. Dann lief sie an der

Meer fahren, das Christine noch nie gesehn. Ich fahre lieber heute heim, nach Bartelshagcn; Geschäfte dort. Diesen Abend allem zu Hause. Ob wohl ein Ritter kommt, meine Einsamkeit zu Vergolden?" Werner starrte auf daö Blatt, von Niemand gestört; der Bote hatte ihn vor der Hausthür getroffen und war wieder fort. Minna in Bartelshagcn! Was er im Rausch dieser Tage so gerne vergessen hatte, füh.te er in diesem Augenblick tief: wie wunderbar ihn sein Schicksal zwischen diese beiden chweuern aestelli batte. Zu der einen zog ihn, was noch vom alten Adam ' in ihm lebendig und warm war. gleichsam unter der Asche des neuen Brandes fortglimmte; zu der andern riß ihn alles hin. was aus langem Schlaf erwacht, durch sie aufzweckt, aeaen den alten Adam kämpfte . . . Plöklich fiel ihm ein: die Tamen fort, Keßler fort, er und Wanda diesen Abend allein! Es durchflog ibn eine heiße F?eude; dann eine Bangigkeit. E? zitte?te fast, Ein leises Bangen mischte sich ibm seit Tagen in jede seiner Wanda-Freu-den; doch so wie dieses hatte ihn m keins aetroffcn. Weg damit! dachte er. indem er seinen alten goldenen Leicht- '. w-a ' nnn wachzurufen suchte. Wirst m:r hier gar zu bedenklich und bedächtig, scheint mir. Greif doch zu, wie sonst! Freu' Tich Deines Glüä! Er sah die Depesche noch einmal an; ne hatte nun keinen Sinn, keinen In balt mehr. Indem e? sie in der Brust- ' J ' 1 lasche verbarg, war sie abgethan . . . Geräuschlos ging er um's Haus herum und zum Seeweg unter dem Hochwald, nun auch schon seinem Lieblingsweg. Auf der zweiten Bank am 'lfer setzte er ' "

ssch nieder, um recht einsam in sich hineinzuschauen und sich für den Abend zu fassen. Amanda kam ihm nach, ein Buch in der Hand, ihren Hut am Arm. Zum erstenmal war sie ihm störend, beinahe widerwärtig er bätte sie gern ohne Weiteres fortgeschickt. Sie sah ihn aber so rührend an, so ausdrucksvoll mit den Augen und mit den vorgeschobenen Lippen bittend, daß er einstweilen schweigend erwartete, was ste von ihm wollte. Ach Gott, wenn Du mir ernmal helfen möchtest!" sagte sie, auf die Fibel deutend, aus der sie lernte, Das sind schwere Sachen! Und sie ist LK. LTflÄÄS ie fS f mÄf5 KrmCrfen le sagt, lch war so huschelig , und

rusch:lig. Aber mir brummt der SchaSoT I"

Schädel!- erwiderte Werner. Könntst auch .Kopf' sagen, Du Mädel Tu." Meine Mutter hat lieber Schädel .. r . 4. 1 1 . "Ai rt- i uquv;i. uvv nun wuxo w Partie Wanda doch so gern Überraschen, daß ich das fäkn könnte. Wenn Du mir nämlich helfen möchtest! Aber Tu mann Qi Sie drückte sich zutraulich an. ihn hin. gegen seinen linken Arm. Ter kleine Panther von vorgestern schmiegte sia) wie ein Katzchen an; oie wilden Augen vom ersten Tag waren sanfte. ltebeehcnoe graue Sterne geworden. cm. v o crn. t , v yi rr-i W" Werk! dachte er Wa kann Hn rt r Kit' nib P iT S iu; viuu yu.. s u; muß es? tuic juuuua macoen. Sonst müßt' ich mich ja schämen. vor ihr und dem Kind! Er zog sie in seinen linken Arm. die Kleines und jagte seine Gedanken fort. So schlag Teine Fibel auf," sagte er; wir wollen wie zwei gelehrte Männer studiren." Amanda stieß einen Freudenschrei aus, noch wie aus der wilocn Zeit; dann stürzte sie sich auf das Buch. Werners erste Lebrstunde aann: Grebbiner Auöbilfslebrer! aina ibm uUrrh den Kovf. ffiniae aroht rnfpn fielen, man börte ne auf den schürnden Blättern der Buchen über ihrer Bk. Bald verstummte dieser leise lang; es lag wieder die trockene, schwere, unthätige Schwüle da. Die Beiden arbeiteten aber unverdrossen Zuweilen that Amanda einen tieftn Atbem ua. als müsse sie ..verschnaufen"- oder sie zupfte leiie an Weruers Haar; oder sie hauchte einen " ' un aeaen seine Manae. $nn rüb rre W J I ) sch auch im Lehrer das fidele Blut": drückte ihre Nasenflügel zusammen d kleine Nase gefiel ihm. sie hate schon Ehara!ter-oder er machte über feg große Z einen abenteuerlichen Spaß, über den seine dankbare 5c v i Endlich sab Werner nacn der lisi t t staunte: es war Abendessenszeit ae worden. Auch Amanda staunte: sie hatte fast alles erreicht, was sie wollte. weiter. Arr: IN Arm, Mit gleich groß Sckritten, wanoerten ste zum .yaus zurucl. In ihm erwachte das süße Bangen nicht, und er verstummte. Tie Minuten schlichen, bis das Kmd nach dem Essen müde ward und sein Schlafele" verlangte; das Wort hatte ste von ihrer Mutter gelernt. Wanda nahm ste tci der Hand, um sie wie immer zu Bett zu bringen. Amanda machte sich jedoch los, lief zu Werner hm uno druckte ihrem Lehrer geschwind einen Kuß auf Tante vorbei und, ohne sich führen zu lassen, voraus bis zu ihrem Zimmer. Auch diese Minuten schlichen noch vorüber. Wanda kam wieder; etwas bleich, so schien ihm. eine gewisse flüchtige Unrube im Gesicht; aber in der stillen, aebaltencn Anmutn, die tyn 10 sanft umstrickte, so melancholisch glückltch machte. Er sank gleichsam m stch zurück. Es ist doch ein schwer zu habendc? Kind," sagte ste. sich setzend. Sie hat so guten Willen, und doch geht s so langsam. Zerstreut ist ste sehr. Und pflichtscheu. Nun ja! Ich hatt' mir's ja nicht anders gedacht! Sie uni ich allein aus der Welt! dachte Werner. Es war ihm wie ein Traum. "Aber Nicht wahr," fuhr Wanda fort. ..ein Kind, bei dem gar nichts Mit wang zu errcicden t uno Mit Liebe viel, das ist doch kein unedles Blut!" Werner erwiderte nichts. Er batte A?me aus den meen, die an ineinanderelcgt, und starrte auf den unvooen. o?an denken &:t -. fragte -uzanoa. .An Georg Keßler. Ich begreif' ihn nicht! Ich versteh' es Nicht, daß der cm. , . rnr e. cann er tu oeq em 'cann: oay et nie versucht haben sollte. Sie zurückzu gewinnen. Wie kann er neben emer solchen Frau so leben, ohne daß sie sein ist?" Wanda zöqerte mit der Antwort. Ein wenig lächelnd sagte sie dann: ni.f . 5. , r Lieber freund! ch bin ihm so fremd. Sie glauben ja nicht, wie fremd. Schon damal?. vor der Heiliaenbluter Entüülluna. war ia ein breiter Strom zwischen uns; jetzt ist 1.3 -V IM

c& cin ean. ber die Versuchung, die tägliche. Wenn eine Frau wie Sie ' , Fortsetzung folgt.) . In Marokko müssen die Ver. hafteten den Polizisten, die sie in's Gefängniß abführen, für deren Mühewaltung noch eine gewisse Summe entrichten. Bei der Geburt eines Kindes vergräbt man in Cypern, einer Insel des Mittelmeeres, ein Faß Wein, das später bei der Hochzeit servirt wird. Die Einfuhr an LurusArtikeln in den Ver. Staaten hat im Jahre 1904 $137,000,000 oder nur m $8,000,000 mehr betragen wie im ab z.W0.

Harry S. Ncm. Am Dorfl;endcn des republikanische H& tionalkomites txtovtn, Harry S. New, der infolge der Ernennung Eortelyous zum Generalpostmeister vom Vizevorsitzenden zum Vorsitzenden des republikanischen Nationalkomites aufgerückt ist, wurde 1858 in Indianapolis, Ind., als Sohn John

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Harry S. New. C. Newc geboren, welcher unter Präsident Grant Scbatzamtssekretär und unter Präsident Harrison Generalkonsul in London war. Harry S. New besuchte Schulen in Stuttgart und Paris und graduirtc 1880 am Butler College, Ind. Er übernahm von seinem Vater die Herausgäbe des Indianapolis Journal." gehörte von 1896 bis 1900 dem Se nate des Hooüer" -Staates an, und machte, den Rang eines Kapitäns sührend. als Hilfs-Generaladjutant in der 3. Bnaade des 7. Armeekorps den spa nischen Krieg mit. Bei der republikanischen Nationalkonvention im Jabre 1896 fungirte New als einer der De'egaten Jndianas. crsöhulichc Politik. Richter Magoono 5r::cnnung zum Gonverneur der Vanama-Kanalonc. Der Entschluß des Präsidenten Roosevelt. den Nichter Charles E. Maaoon zum Gouverneur der PanamaKanalzone und Mitgliede der Pa-nama-Kanalbau-Kommission zu er nennen, ist bezeichnend für die versöhnllche Politik der Ver. Staaten, nicht nur gegenüber der jungen Republik Panama, sondern gegenüber den sämmtlichen Staaten Südamerikas. Als rathsam ist zugleich die Verschmelzung des Postens des Gouverneurs mit dem des Gesandten für Panama beschlossen worden. Eine der Hauptpflichten Magoons in seinem neuen Amte bildet die Beseitigung der Idee, daß die Union die Unabhängigkeit Panamas, gefährden Charles S. Magoon. wolle. Als Magoon in seiner Eigenfchaft als Rechtsbcamter des Bureaus für Jnsular-Angelegenheiten beim Kriegs-Tepartemcnt im vorigen Sommer zum ersten Male Panama besuchte, wußte er stch das Vertrauen der dortigen Einwobner in einem Maße zu erringen, wie wahrscheinlich kein ande?er Amerikaner vor ihm. Die Panamaner, die kaum ein Jahr vorher ihre Unabhängigkeit errungen hatten, fühlten stch damals als eine sehr wichtige Nation. Dem Gouverneur der Kanalzone, General Davis, der sich mit großem Eifer seiner Pflichten angenommen hatte, fehlte die Gabe, den Leuten die Aufmerksamkeit und Anerkennung zu zollen, die sie erwarteten. Da er sich von der Gesellschaft absonderte, hielten sie ibn für stolz; in der Kürze seines Ausdrucks erblickten sie eine Verachtung des Volkes. Gewisse von ihm vollzogene Akte ließen nach der Meinung der Panamaner den Wunsch der Ver. Staaten erkennen, die junge Republick der Union einzuverleiben. Dazu kam, daß Davis die Pläne einiger Panamaner, sich auf Kosten Onkel Sams zu bereichern, vereitelte. Es erfolgten Friktionen, die der Kriegssekretär Taft bei seinem Besuche des Isthmus im vorigen Herbste nur mit Mühe auszugleichen vermochte. Charles E. Magoon, der 1861 auf einer Farm in Steele County, Minn.. geboren wurde, studirte die Rechte und erwarb sich als Anwalt in Lincoln. Nebr., eine ausgezeichnete Reputation. Im Jahre 1899 wurde er als Rechtsbeamter an das neubegründete Bureau für Insular - Angelegenheiten beim Kriegs-Tcpartement berufen.

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Tie internationale polnische Liga

in Paris. Die Unruhen in Russisch-Polen habin die Aufmerksamkeit wieder einmal auf die Polenfrage gelenkt. Die Nächstbetheiligten: die preußilchen und zalizischen Polen haben im ganzen eine unerwartete Zurückhaltung gezeigt. Nur der Krakauer demokratisäe Verein identifizirte stch mit dem Vorgehen der Aufständischen. Die übrigen polttischen Kreise, denen offenbar oie Gefahr einer deutschen Intervention zu Gunsten Rußlands als Schreckgespenst vor der Seele steht, haben die Rcvolu tion für verfrüht und der polnischen Sacke schädlich erklärt und sie deshalb bei aller Sympathie für die kämpfenden Brüder auf das tiefste bedauert. Dagegen ist den Aufständischen kürzlich von einer Seite her Unterstützung zu theil geworden, von der man ste am wenigsten hätte erwarten sollen. auFrankreich. Es hat sich am 23. Februar in Paris eine Art freien internationale:-! Kongresses mit den Vorgängen im Weichselgebiet beschäftigt und st, lebhaft sür die Sache der Aufstänoischen eingesetzt. Besucht war diese Versamm, lung außer von französischen Schriftstellern, Journalisten und Politikern radikaler Richtung, auch von einigen namhaften Männern Italiens. Spaniens, Belgiens und Dänemarks. Die Autonomie der russischen Polen, so führte ein Redner, Professor Seignobos von der Sorbonne, aus. müsse das nächste Ziel sein. In letzter Linie jedoch sei die Freiheit von ganz Polen zu erstreben. Es lebe das freie Polen!" so schloß die französische Frauenrechtlerin St'verine ihre Rede. Die Befreiung ganz Polens könne zwar unter gegenwärtigen Umständen darüber war man sich in der Versammlung klar nicht durch einen allgemeinen Aufstand, der in Oesterreich und Preußen undurchführbar sei, erreicht werden, wohl aber könne man durch Heranziehung der französischen und überhaupt der europäischen Intelligenz die polnische Sache erheblich fordern. Noch in der Versammlung wurde dieser Gedanke verwirklicht und auf Anregung der Sverine unter dem Vorsitz des dänischen Schriftstellers Georg Brandes eine internationale polnische Liga gegründet, der bereits an demselben Abend 500 Personen beigetreten sein sollen. Die Thätigkeit dieser neuen Vereinigung wird ja wohl keine besonders weltbewegende sein, ihre Bedeutung sollte aber doch nicht unterschätzt werden. Sie bietet immerhin ein neues Organ für die Bearbeitung der öffentlichen Meinung Europas. Die Affäre eines spanisckien Marquis. Die Angelegenheit des Marquis de Casa Riera zu Paris, über die wir verschiedentlich berichtet haben, stellt stch als eine Erpressungsaffäre der allergew'öhnlichsten Sorte heraus. An all den pikanten Familiengeschichten, geheimnißvollen Abenteuern etc.. etc.. die sich die guten Pariser auftischen liehen, ist auch nicht ein wahres Wort, wie man in Madrid, wo man diese Verhältnisse besser kennt, gleich mit heiterem Lächeln konstatirte. Jetzt hat auch der Pariser Untersuchungsrichter Mr. Leydet ein endgültiges Wort gesprochen und den auf Grund der fal sehen Denunziationen eröffneten Prozeß eingestellt. Wie man hört, wird nun aber der Marquis den Spieß umdrehen und alle, die sich an diesem Verleumdungsfeldzug betheiligt haben, gerichtlich belangen. Einige der sauderen Gesellen, an ihrer Spitze Falconati, der Herausgeber des Etoile Franaise", sitzen ja bereit-s hinter Schloß und Riegel. Das Syndikat von Neuilly". wie die Bande genannt wurde, hat also ein schlechtesGeschäst" gemacht. Andere versuchen, sich rechtzeitig zu drücke oder wegen ihres Irrthums" die Verzeihung des Marquis zu erlangen. Auch in Spanien, wo bekanntlich die Todtenscheine gefälscht wurden, sind bereits verschiedene Personen gesanglich eingezogen. Die letzten Burcngcfangenen. Am 4. März reiste von Ceylon mit Erlaubniß der englischen Regierung Robert Rogers, einer der wenigen Buren, die solange die Gefangenschaft dem Treueide oorgezcgen haben, dcr der von ihnen verlangt wurde, nach Holland ab. Rogers war mit General Prinsloe gefangen worden und m.U Kommandant Roux zusammen in Ceylon eingetroffen. Seine Gefangenschast hat 4j Jahre gedauert. Auch jetzt noch bleibt ihm sein Vaterland verschlossen, denn er hat König Eduard den Eid der Treue immer noch nicht geschworen. In Ceylon bleibt jetzt nur noch ein Bur als Gefangener zurück, der wahrscheinlich keine Zufluchtsstätte finden kann und es doch nicht über sich gewinnt, den Treueid zu leisten. Der Mann heißt Engelbrecht und ist ein Freistaatler. Augenblicklich ist er auf der Insel Ceylon in Hambantota interniert. Als er vor Kurzem gefragt wurde, warum cr nicht endlich den Treueid leisteMviderte er: Ich kenne mich und weih, daß ich dem König niemals treu sein könnte. Weshalb sollte ich aus mir einen falschen Menschen machen?" Der Lübecker Polizeihauptmaun Munck, der das dortige Polizeiwesen umgestaltet hat, ist im Mter von 57 Jahren gestorben.

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