Indiana Tribüne, Volume 28, Number 209, Indianapolis, Marion County, 26 April 1905 — Page 6

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Jndiana Tribüne, 26. April 1905.

Heiratlislustig Humoreske von Adolf Thiele. Wenn man so Wittwe ist ach ja, Wittwe ist! Wie heißt's in dem Liede: Hätt' ich doch erst wieder einen Mann! Also dachte auch Frau Emma Lobler. Drei Jahre war sie nun schon Wittwe, drei lange Jahre! Da saß sie nun in ihrem stattlichen Hause in der kleinen Stadt, aber Alle, die sich der noch immer hübjchen Dreißigerin näherten, gefielen ihr nicht, und an diejenigen, die ihr vielleicht hätten gefallen können zum Beispiel war da der Doktor, ein Mann in den besten Jahren, und dann Herr Hartig, ein schneidig in die Welt blickender kleiner Fabrikant gerade an die kam sie nicht heran. Man ist ja eben zu geniert in der kleinen Stadt, jeder noch so einfache Schritt wird besprochen und beklatscht und bekritelt. Halt, könntest Du nicht einmal auswärts Dein Glück versuchen?" fragte sich eines Tages die Wittwe. Ihre Cousine wohnte ja in Äerlin, und wenn sich die beiden auch eine kleine Ewigkeit nicht gesehen hatten: Noth bricht Eisen. Frau Löbler erkundigte sich zunächst nun eingehend nach dem Befinden der Cousine und bat um Nachrichten über deren Familie. Diese wurden ihr auch zugesandt, so daß sie über Zahl und Alter der Kinder auf's Genaueste informirt war. Als überlegende Frau wählte sie jetzt aus dem Katalog eines Berliner Waarenhaufes, der ihr regelmäßig zugesandt wurde, sehr reichliche Geschenke für die Cousine, deren Mann uno Kinder aus; sogar das Dienstmädchen wurde nicht vergaffen. Derart ausgerüstet, machte sie der Cousine den Besuch, um den sie von dieser geboten worden war. Die noblen Geschenke stachen in die Augen und Herzen, und die liebeTante hatte sich balo großer Beliebtheit zu erfreuen. Sie richtete sich in einem möMitten Zimmer, das sie ihrer Cousine aomieibete, häuslich ein und bewog diefe auch, ein reichliches Kostgeld von ihr anzunehn'.en, und nachdem sie sich so rech: pratiisch eine feste Basis geschaffen hatte, begann sie ihren Liebesund Ehefeldzng. Zunächst studirte sie die HeuathSanmmcen und begann mit den Vermittlern, die dahinter steckten, einen Briefwechsel, wobei sie das Postlagernd" als eine der größten Segnungen der civilisirttn Welt ansehen lernte. Schließlich kam es dahin, daß sie in dem bekannten Hirathsbureau mit Musik, dem Concerthause in der Leipziger Straße, ein Rendezvous mit einem Eh?ca:ididaten verabredete. Er war gar kein übler Mann", wie eine tönlkfce Redewendung lautet, er mochte einige Vierzig zählen, besaß ein ganz ansebnlichcs Äeußere und war Buchhalter eines größeren Geschäfts, anscheinend von ganz hübschem Einkommen. Beide fanden einander bei öfterem Zusammenkommen recht passabel, und da er das Junggesellenleben. wie er sagte, gründlich satt hatte, und da sie, wie sie nicht sagte, mit allen Fasern ihres Herzens das Wittwenleben satt hatte, so erreichte die Temperatur ihrer Herzen wenn auch nicht den Siedepunkt dazu waren beide nicht romantisch genug , aber sie gelangten doch auf einen Wärmegrad, bei dem sich der Kochtopf einer friedlichen Ehe wärmen ließ. Beide verabredeten ein neues Stelldichein, und zwar, um sich ungestört aussprechen zu können, zu einer Stunde, wo man in größeren Restaurants durch eine Menge leeren Raumes einen respektablen Zwischenraum zwischen sich selbst und die Mitmenschen setzen kann. Nach den üblichen Präliminarien machte nun Herr Balte seinen offiziellen Heirathsantrag und wurde mit züchtiger Verschämtheit erhört. In zartfühlender Weise wußte er nun das Gespräch auf die Aeußerlichfeiten zu knken, er gab die Höhe seines Einkommens an groß war es nicht, aber eine recht hübsche Zubuße" zu ihren Renten und kam dann nach längerem Hin- und Herreden auf eine Idee. Sollte eines von uns beiden," sagte er, zurücktreten, so würde dem anderen entschieden ein ganz beträchtlicher Schaden erwachsen, ganz abgesehen natürlich von der seelischen Verstimmung, die, bei mir wenigstens, Jahre hindurch anbalten würde. Wenn es Ihnen, meine Tbeuerste, convenirt, setzen wir daher eine Buße aus für denjenigen, der den anderen verläßt." Frau Löbler blickte etwas erstaunt, doch ihr Bräutigam machte ihr plausiM, daß ein solcher Contrakt in Berlin allgemein üblich sei. Und nach diesem Argumente ging Emma darauf ein, mit ihm eine Conventionalstrafe von sechstausend Mark festzusetzen für den Fall, daß einer von ihnen zurücktrete. Herr Balte ließ sich vom Kellner Papier, Feder und den nothwendigen Schreibsaft bringen. Wie in den meisten Restaurants, sungirte der Apparat erst nach längerem Abmühen, nämlich nach Verdünnung der Tinte mit Kaffee und nach Herumbiegen an der Feder. Hierauf entwarf Herr Balke mit fiunenswerther Geschwindigkeit den Vertrag, der in zwei Exemplaren aus-

gefertigt und von beiden unterzeichnet wurde. Das glückliche Paar setzte dann Verlobungsanzeigen auf und machte unter Austausch des freundlichen Du einen Spaziergang in dem Thiergarten, wo denn auch in einem traulich verschwiegenen Laubaange der mit Recht so beliebte Verlobungskuß effektuirt wurde. Wenige Tag , nachdem alle Bekannten der Wittwe mit dem üblichen Neide die Verlobungsanzeige erfahren hatten, theilte ihr Herr Balke mit, daß er zu feinem Bedauern verreisen müsie. Und was wirst Du nun anfangen, Schatz?" fragte er zärtlich. Bleibe nur nicht etwa allein, gehe nur wieder aus." Seine liebenswürdige Besorgnih bestimmte Emma, ihm nachzugeben und ihm zuzusagen, daß sie künftig jeden Abend dorthin gehen wolle, wo beide sich kennen gelernt hatten, in das Concerthaus. Sonderbarerweise schrieb ihr Bräutigam ihr sehr selten, während sie öfters Briefe postlagernd nach Brandenburg sandte, wo er sich Geschäfte halber aufhielt. Eine Woche war nun vergangen, und sie san wioer einmal im ConcertHause. Vorsichtig um sich lügend, ging ihr Verlobter im Saale hin und her, bis er sie entdeckt hatte. Aber was war das? Er eilte nicht auf sie zu, sondern begab sich zur Thür, wo er einen distinguirt und elegant aussehenden Herren traf. Nun führte er ihn in die Mitte des Saales, deutete nach der Gegend, wo seine Braut saß, zeigte sie ihm von ferne und beschrieb ihm ihre Toilette. Dann entfernte er sich. Der stattliche Herr begab sich in Emmas Nähe und sah, daß an ihrem Tische noch ein Stuhl frei war. Er trat nun heran, verbeugte sich und fragte, ob er Platz nehmen dürfe. Emma und die übrigen Tischgenossen stimmten zu, und der feine Man nahm Platz. Bald wußte er ein Gespräch zu beginnen, in das er die Fülle seiner Veredsamkeit ergoß, zugleich gemischt mit zarter Bewunderung seiner Tischgenossin. die allmählich ganz von ihm bezaubert wurde. Dieses Gefühl schwächte sich auch nickt ab, als er ihr nach mancher zarten Huldigung gestand, er schiene ja äußerlich glücklich zu fein habe er doch ein großes Einkommen und außerdem über sechzigtausend Mark Vermögen aber er sehne sich doch nach einer Häuslichkeit, und gerade sie sei ihm als das erschienen, was er ersehnt habe; die Ahnung, die ihn zwang, bei ihr Platz zu nehmen, habe ihn nicht getäuscht. Seine Bitte, Emma wiedersehen zu dürfen, schlug sie r.icht aus: daß sie Braut war, verrieth sie ihm jedoch nicht. Karl Ermler, Direktor der Versicherungsgesellschaft " Diese Adresse, die er ihr genannt, schlug sie in dem dickleibigen Folianten nach, den ihr ein ächzender Kellner zugetragen. Richtig, da stand er! Im Kopfe der heirathslustigen Wittrve reiften neue Ideen. Ihr Bräutigam, der längst nicht so stattlich, vornehm und gewandt war wie dieser Herr und auch längst nicht dessen Einkommen und auch kein Vermögen besaß, erblaßte vor dieser neuen Sonne. Der Direktor wußte sie mehr und mehr an sich zu fesseln, und als die Briefe aus Brandenburg immer seltener und immer trockener wurden, gab sie dem stürmischen Drängen nach und verlobte sich mit dem vornehmen Manne, der ihr ein glänzendes Leben versprach. Sie sandte nun ihrem Bräutigam einen Brief, in dem sie ihn bat, das Verlöbniß zu lösen. Zwei Tage darauf empfing sie ein anscheinend unter heftigem Seelenschmerz geborenes Schreiben; nebenbei bat er sie, die Geldbuße", die sein Leid allerdings nicht lindern könne, einem Tienstmanne zu übergeben, der die Quittung überbringen würde. So geschah es. Emma zahlte die sechstausend Mark wenn sie sich auch nicht gern von dem Sümmchen trennte, tröstete sie sich doch mit der Liebe des vortrefflichen Mannes, die sie errungen hatte. Gerade am Abend nach diesem pekuniären Aderlasse hatte sie seinen Trost cun meisten nöchig, aber gerade an diesem Abend blieb er aus, denn Ermler kam nicht an den Ort der Verabredung. Auch späterhin kam er nicht, und als sie an ihn schrieb, erhielt sie keine Antwort. Das war ihr zuviel, und sie veschloß, ihn persönlich aufzusuchen. Sie wurde zu Herrn Direktor Ermler eingeführt und sah sich einem ganz fremden Herrn gegenüber, dem sie in ihrer Verwirrung die ganze Sache verrieth. Es war kein Zweifel: ein Unbefugter hatte sich Namen und Titel angemaßt. Um sechstausend und verschiedene hundert Mark ärmer, aber um einige Erfahrungen reicher, kehrte Frau Emma Löbler nach ihrer Heimth zurück und der Doktor und der schneidige kleine Fabrikant müssen nun auf ihrer Hut sein.

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Europäische Nachrichten. KrornttZ Westtcrrcrr. Albersloh bei Münster. Die unverehelichte Elisabeth Nießmann wurde, als sie mit einem Schiebtarren das Geleise der Wcstfäl. Landeseisenbcchn überschreiten wollte, plötzlich von einem Zuge erfaßt und in den neben dem Bahndamm sich befindenden Graben geschleudert. Der Lokomotivführer, der den Unfall bemerkt hatte, ließ den Zug halten. Die Schwerverletzte wurde in ihre Wohnung gebracht, tot sie bald darauf ihren Verletzungen erlegen ist. Bielefeld. Geheimrath Dr. Hinzpeter, der Erzieher des Kaisers, erkrankte kürzlich und unterzog sich im hiesigen Krankenhause einer gefährlichen Operation, die aber gut verlaufen ist. Bünde. In der hiesigen Cigarrenfabrik von Meyer & Weiß brach Feuer aus, das bei dem herrschenden Wassermangel auch auf die Cigarrenfabrik Steindorf übergriff und beid Fabriken zerstörte. T o r t m u n d. Vor einiger Zeit wurde auf der Zeche Courl der Bergmann Weber mit seinen beiden Söhnen verschüttet. Während es dem Vater und einem Sohne gelang, sich aus ihrer verzweifelten Lage zu befreien, konnte der andere Sohn nur als Leiche geborgen werden. Der Vater wurde schwer verletzt in's Krankenhaus geschafft. G e l s e n k i r ch e n. Ein größeres Grubenunglück ereignete sich auf der der Bergwerks - Gesellschaft Hibernia gehörigen Zeche Wilhelmine Victoria, Schacht 3, im südlichen Trumm. Bei der Leuteförderung wurde das Seil von der Seiltrommel abgeschlagen, worauf der mit 32 Mann besetzte Förderkorb etwa 30 Meter abstürzte. Von der Fangvorrichtung wurde der Korb hier festgehalten. 25 von den Leuten erlitten Verletzungen, 2 davon schwere. Hohenholte. Ein Schlaganfall vor dem Altare bereitete dem 62 Jahre altenPfarrer Hüls Hierselbst ein schnelnes Ende. O st e r f e l d. Vom Zuge übersahren wurde auf dem hiesigen Rangirbahnhofe der Zugführer Wadenbruch von hier. Die Räder gingen dem Aermsten über beide Beine, so daß sie im hiesigen Krankenhause, wohin der Verunglückte geschafft war, amputirt werden muhten. Der Zustand des Ueberfahrenen, Vaters einer zahlreichen Familie, ist sehr bedenklich. S i l s ch e d e. Auf der Zeche Vereinigte Trappe" verunglückte der im zwanzigsten Lebensjahre stehende Maschinenwärter Hugo Heiermann. Auf unaufqeklärte Weise gerieth er in das Getriebe der Ventilatormaschine. Erst nach Stillsetzen derMaschine fand man den schrecklich verstümmelten Körper des Verunglückten. 'Rheinpvovinz. Köln. In einer Wirthschaft am Malzbüchel gerieth der 20jährige Arbeiter Winand Lapp aus der Bürgerstraße mit einem etwa 30jährigen Manne vom Mühlenbach in WortWechsel, worauf sich der letztere entfernte. Als bald darauf Lapp auch das Lokal verließ, wurde er von seinem Gegner, der ihm aufgelauert hatte, durch einen tiefen Messerstich in die linke Unterleibsseite tödtlich verletzt; er brach nach wenigen Schritten bewußtlos zusammen. Ein Bruder des Lapp verfolgte den Messerhelden, nahm ihn fest und übergab ihn dann einem Schutzmanne, der ihn verhaftete. Aachen. Der kürzlich gestorbene Amtsgerichtsrath a. D. Waldthausen von hier vermachte 250,000 Mark der hiesigen evangelischen Gemeinde, je 125,000 Mark dem Louisenspital und dem hiesigen evangelischen Frauenoerein und endlich je 10.000 Mark dem Jnstrumentalverein und dem Comite für das niederrheinische Musikfest.

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L Öe 11111 toe,"8e Leute, welche bezweifeln, daß der Wine os Cardui Fraucnschwäche kurirt. Niemand bezweifelt es, der ihn probirt hat. Aber der Wine ot Cardui kurirt nicht nur, sondern er verhütet auch Krankheit. Er ist eine Medizin, die jede Frau gebrauchen sollte. Tausende von Frauen, welche über keine ernstliche Krankheit klagen, fühlen oft müde und erschlafft nach Verrichtung ihrer Pflichten, nicht nur in der Versorgung ihres Haushalts, sondern auch nach der Arbeit in der Geschäftswelt. Das kommt daher, weil der weibliche Organismus die Anstrengung nicht ertragen kann. Er bedarf der Nachhilfe. Der Wine os Cardui stärkt erschlaffte Friuen und macht sie für ihre Pflichten tauglich. Der Wine os Cardui bringt einer ersch lafftcn, cntmuthigtcn Frau ihre Kräfte und

Gesundheit zurück. Er ist ein belebendes Stärkungsmittel, das zu jeder Zeit wirkt. Sie sollten eine Flasche Wine oi Cardui im Hause halten.

Raufen Sie heule noch eine Barmen. Dt deiche öcö Primaners Holland, der von 'ber Schwebebahn abstürzte, ist in der Wupper gefunden worden. Sie wurde von dem Schleifer Gustav Klein in der Nähe des sogenannten Lechmigkottens oberhalb der Kohlfurterbrücke aus der Wupper gezogen, wo sie sich im Schlamm festgesetzt hatte. Dabringhausen. Der Metzgerlehrling Karl Ludwigs zog sich umfangreiche Hautverbrennungen zu und ist den Verletzungen im MarienHospital zu Hückeswagen erlegen. E l b e r f e l d. Hier stürzte in ei nem Neubau an der Holsteinerstraße der verheirathete Schreiner Gottfried Wolfs aus dem 4. Stockwerk ab unc erlitt tödtliche Verletzungen, an denen er kurz darauf verstarb. Er hinterläßt seine Wittwe und fünf Kinder. K r o f d o r f. Gemeindeförster Lukas machte einen Dienstgang durch sein Revier, von welchem er nicht mehr zurückkehrte. Da man ihn vergebens bei seinem Sohne in Wißmar zu trcffen meinte, suchte man im Walde und fand ihn mit einer Schußwunde todt. Da ein Mord oder Selbstmord ausgeschlössen sind, so hat der Bedauernswerthe wohl infolge eines Unfalls seinen Tod gefunden. Koblenz. Der Schlosser Philipp Stoffel aus Windesheim wurde nach viertägiger Verhandlung und überlegter Tödtung seines Schwagers Johann Steyer zum Tode und wegen versuchter Brandstiftung und gefährlicher Mißhandlung seines elfjährigen Sohnes Jakob zu einer Gesammtstrafe von einem Jahr und drei Monaten Zuchthaus und dauerndem Ehrverlust verurtheilt. Solingen. Josef Klesper konnte dieser Tage auf eine ununterbrochene Rührige 'hailgtett als Packer ve: oer Firma F. W. Höller an der Oststraße zurückblicken. Arornz Kefsc Nassau. Frankfurt. Die im Haufe Kurfürstenstraße 6 in dem nahen Boctenheim wohnende, 40 Jahre alteFrau des Postsekretärs Wilhelm Schirr vergiftete sich mit Phosphor und starb nach schrecklichen Qualen. Die Unglückliche war schon Jahre lang schwer leidend. Im großen Lokomotivschuppen des hiesigen Hauptbahnhofes wurde der Putzer Josef Kraus von Kleinostheim von einer Maschine an die Wand gedrückt und sehr schwer verletzt. G ü n st e r o d e. Arbeiter Nikolaus Oeste wurde von einem Fuhrmann aus Melsungen ersucht, an einem schwer beladenen und mit fünf Pferden bespannten Wagen schieben zu helfen. Bei dieser Gelegenheit wurde dem Oeste durch einen Hufschlag des StangenPferdes die Schädeldccke zertrümmert.. Kleinalmerode. Das Fest der goldenen Hochzeit begingen der Tagelöhner Johs. Vogelei und Frau. Durch Pfarrer Weitzmann wurde denselben das vom Kaiser bewilligte Gnadengeschenk von 30 Mark überreicht. Oberschmitten. Eisenbahnschaffner Holzhauer früher im Fulda stationirt , gebürtig aus Weiterode, Kr. Rothenburg, gerieth beim Ankuppeln eines Wagens auf hiesiger Station zwischen die Puffer und wurde derartig gequetscht, daß er auf der Stelle todt war. Rauenthal. Seit fast 60 Iahren hier im Dienste, seit 1846, und in derselben Familie, bei den Eltern, der Tochter Frau Alois Körner, geb. Schraub, ihren Kindern und Enkeln, ist die im Februar 1823 Hierselbst geborene ledige Anna Maria Werner. Wiesbaden. Der 19 Jahre alte Schlosser Karl Offermann hat stch vor derWoynung seiner bisherigen Geliebten, der 18jährigen Auguste Krumdach, erschossen. Witzenhausen. Stadtkämmerer I. Küllmer feierte hier sein 25jähriges Dienstjubilüum. Zierender g. Dem Bürgermeiper Kupferschläger war es vergönnt, sein 25jähriges Dienstjubiläum zu feiern.

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slaschc Win6 0s Gardlli Sei Ihrem Sachsen. Dresden. Hochbetagt, im Alter von 79 Jahren, ist hier Dr. phil. Stößner, langjähriger Lehrer an dem früheren, namentlich von Ausländern start besuchten Krause'schen Lehr- und Erziehungsanstalt in Neustadt, verstorben. Aufsehen erregte hier die Verhaftung des Musikdirektors Eilers, der bis vor kurzem noch Dirigent der Kapelle im städtischen AusstellungsPalast war. Er steht in dem dringenden Verdacht, eine Summe in Höhe von 50,000 Mark unterschlagen zu haben. Cainsdorf. Ein gräßlicher Unglücksfall hat sich hier in der alten Eisengießerei der Königin MarienHütte ereignet. Drei Arbeiter waren mit dem Transport einer Pfanne, die drei Centner flüssiges Eisen enthielt, beschäftigt, als der Arbeiter Fuchs ausglitt. Hierdurch gerieth die Pfanne in's Schwanken, sodaß ein Theil der glühenden Flüssigkeit sich auf den Körper des Daliegenden ergoß, der sofort in Flammen stand. Schnell entfchlossen sprang der Unglückliche in einen in der Nähe stehenden Wasserbottich, sodaß die Flammen erstickt wurden. Er hat lebensgefährliche Brandwunden erlitten. Döbeln. Der Kanzlift a. D. Carl Börner konnte dieser Tage mit feiner Gattin das goldene Ehejubiläum feiern. F r e i b e r g. Einer der bedeutendsten hiesigen Großindustriellen, der Fabrikbesitzer Commerzienrath Carl Koethen, ist dieser Tage in Berlin gestorben, wohin er zu einer Versammlung gereist war. In dem Hotel, in dem er abgestiegen war, hatte er das Unglück, auf der Treppe auszugleiten und mehrere Stufen hinabzufallen. Hierdurch zog er sich eine Verletzung am Knie zu, die eine Operation erforderlich machte. Es trat eine Lungenentzündung dazu, welche einen tödtlichen Verlauf nahm. Leipzig (Gohlis). Der Sattler und Täschner Friedrich August Voigt feierte sein 25jähriges Arbeitsjubiläum in der Koffer- und LederWaarenfabrik von Julius ReppenHagen, Aeußere Hallesche Straße 133. Obercunnersdorf. Letztens hat sich die 40 Jahre alte Ehefrau des Hausbesitzers und Waldarbeiters Neumann auf dem Boden des Hauses erhängt. O e d e r a n. Der Deckenhändler Friedrich Andrä durchschnitt sich mit einem Rasirmesser die Kehle. Der Tod trat sofort ein. bcssen-Iarmsladt D a r m st a d t. Geh. Finanzrath Lauer konnte dieser Tage auf eine 25jährige Thätigkeit als Schatzmeister des hiesigen Alice - Frauenveeins zurückblicken. Der 67 Jahre alte Privatier Karl Brögelmann, welcher am Kapellplatz von einem scheu gewordenen Pferde einen Schlag auf den Kopf erhielt, ist im städtischen Krankenhause seinen Verletzungen erlegen. A l b i g. Hier verunglückte die bejährte Mutter des Bürgermeisters Gräser. Sie fiel von einer Leiter, worauf sie gestiegen war, um Holz zu holen. Der Tod trat sofort ein. A u e r b a ch. Der 52jährige verheirathete Landwirth Friedrich Krauß hat sich erhängt. B e n s h e i m. Im Alter von 71 Jahren ist hier der Geh. Reaierungsrath, Kreisrath i. P. Franz Dros gestorben. Gießen. Vor einiger Zeit verstarb in einer Zelle des hiesigen Volksbades am Herzschlag die zum Besuche bei Verwandten hier weilende Frau des Reichstagsabgeordneten Dr.BeckerOffenbach. Die Dame blieb in der Badezelle sehr lange, wodurch das Personal veranlagt wurde, nach ihr zu sehen. Man ' fand Frau Dr. Becker todt in der Zelle liegen. L n g e n. Dieser Tage verschied dahier Oberlehrer Gebhardt, nachdem er im verflossenen Monat sein 82. f bensjahr zurückgelegt. Raucht die Tish I Mingo.

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