Indiana Tribüne, Volume 28, Number 207, Indianapolis, Marion County, 24 April 1905 — Page 4
Juvtana Tribüne, 4 April 1905.
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Indiana Tribüne. Haugeaeden von der utndrg Indianapolis, Ind.
Harry O. Thndinm Präfivent. eschäftSlocalz No 31 Süd Delaware Straße. TELBPHONE 269 Kr.tered at the Post Office oi Indianapolis as second dass matter. Der nette Besen Gouverneur Hanley wird, wie er neulich vor einer Methodisten - Versammlung erklärte, seinen Besen an setzen, so dah kein Stäubchen von Ungesetzlichkeit im Staate verbleiben möge. Die guten gefetzliebenden Bürger und unter dieser Rubrik muß man wohl in erster Linie die Deutsch - Amerikaner rechnen, werden sich jedenfalls mit uns über die Bereitwilligkeit deS GouverneurS seine Pflicht zu erfüllen, herzlich freuen. Die Hoffnung ist ja nun vorhanden, daß die Rauchordinanz endlich 'mal gründlich durchgeführt wird. Dann wird ja auch Herr Hanley dafür sorgen, daß die Schultruftees die ihnen anvertrauten Fonds nach den gefetzlichen Bestimmungen verwalten. Unter seiner Aezide dürfte es nun auch so weit kommen, daß die Marktrezeln streng gesetzmüßig durchgeführt werden. Seiner Energie wird es wohl auch gelingen, den staatlichen Beamten klar zu machen, daß sie nicht nur da find, um ihr Salair zu beziehen, sondern daß sie ihre Aemter auch pünktlich und gewiffenhast vergalten. Auch dürste eS ja nun eine auögemachte Sache sein, daß die griechischen und italienischen Höker nicht mehr die Straßen versperren dürfen. Seine Versicherung giebt auch der Hoffnung Raum, daß die staatlichen Gesetze für den Schutz des Lebens der Bürger gegen die Eisendahnen gründlich durchgeführt werden. Derselben Hoffnung kann man sich ja wohl füglich der Gesetze hinsichtlich des Stimmenkaufes, der Wahlbetrügereien und ungebührlichen BeeinfluffllN' gen bei Wahlen hingeben. Die Polizeistunde für Kinder dürfte nun wohl endlich im strengsten Sinne durchgeführt werden und die FabrikInspektoren angewiesen werden, alle Bergehen gegen die Bestimmungen detreffs Kinderarbeit zur Anzeige zu bringen. Vielleicht wird der Gouverneur sich sogar herbeilaffen, die Straßenbahnen selbst zu überwachen, um zu sehen, ob die Gesetze betreffs Reinlichkeit derCarS, anhalten zur Aufnahme von Paffagieren etc. auch befolgt werden. Selbstverständlich aber erwartet man von ihm, daß er die Budel-Baker Geschichte nicht einschlummern läßt, sondem Licht in die Angelegenheit bringt. Seine Versicherung, daß er auf die Durchführung aller Gesetze sehen werde, hat Freude und Hoffnung in der Brust aller Bürger wachgerufen. Aber, und das Wort schreiben wir absichtlich groß, scheint der neue Besen, Pardon der Gouverneur, nur die Durchführung puritanischer Gesetze als da Alpha und Omega seiner Pflichten zu erachten und die Bestimmungen für das wirkliche Gemeinwohl werden von ihm unbeachtet. Die englischen Zeitungen haben gestern um ihre Todten getrauert. Wenn man diHausfrauen darüber befragen würde, ob der Cigarettenrauch unangenehmer ist, als der Qualm aus den Schloten, so dürften sie zu Gunsten des ersteren entscheiden. Die puritanische Welle die einzelne Staaten überzieht, wird schließlich auch nahlaffen. Trotzdem sollte das liberale Bärgerthum nicht außer Acht laffen, daß breakers ahead" find. Frankreich hat den grohen Fehler in der MarokkoFrage gethan, daß eö mehr abgebissen hat wie eS verdauen kann. Der Kaiserbesuch in Marokko war ein treffliches Laxirmittel. Die goldene Jubelfeier von Pro feffor BaruS und Frau wird dem so verdienten Paare Glückwünsche von nah und fern bringen. Die Tribüne", die so oft Gelegenheit hatte, die Ver. dienfte von Karl BaruS als Dirigent bei großen SSngerfeften in ihren Spalten rühmend zu erwühnm, ruft dem Jubelpaare ihren herzlichsten Glückwunsch zu.
Eine St. Louiser Zeitung schreibt über den trockenen Sonntag : Wie ungeheuer der Schaden ist, den der puritanische Sonntag auf die Dauer dem Geschüftsleben unserer Stadt zufügen würde, läßt fich unschwer nach den Erfahrungen berechnen, die man am letzten Sonntag, dem ersten hiesigen Folk'Sonntag, machen mußte. Danach würde sich für die Regierung in Folge des verminderten BiergeschüsteS ein Ausfall von $400,000 an Bierfteuern pro Jahr in unserer Stadt ergeben. Man kann dadurch sich einen Begriff bilden, wie schwer die Rrauinduftrie davon betroffen wird und auch die Zehntausende, die darin ihren Lebensunterhalt verdienen. Schwere Vertuste haben auch Mufiker, Kellner und zahlreiche Andere zu ertragen, denen ihr SonntagSverdienft entzogen wird. Der Ausfall ist ein so großer, daß ihn bei längerer Dauer des trockenen Sonntags sehr bald schon das allgemeine Geschäft empfinden würde; ganz besonders auch die Hotels, da kein Fremder, der nicht muß, hier den Sonntag würde verweilen wollen. Und wem erwächst irgend ein Vortheil aus diesem reaktionären Unfinn? Nach dem Schaden, der unserer Stadt durch den puritanischen Sonntag zugefügt wird, kann man fich eine Vorfiellung machen, wie groß der Schaden im ganzen Staat sein muß. Je größer dieser Schaden ist, desto schneller wird sich, allem Anschein nach, der puritanische Sonntag überleben. Die Temperenzler find aber bis auf Weiteres noch sehr zuversichtlich und hoffen sogar, ihre fanatischreaktionäre Agitation aus unseren Nachbarstaat Illinois auszudehnen. Eine hiesige englische Zeitung findet merkwürdiger Weise Ermunterung und Trost sür die Temperenzler in dem AuSfall der Lokalwahlen in Jllinoiam letzten Dienstag. Sie schreibt: Die Temperenzler datten bei der jüngsten Wahl in Illinois den Vortheil und wir wollen nun sehen, ob Gouv. Deneen nicht den Deckel" aus Oft St. Louie setzen wird." Diese irrige Meinung stellt aber die Belleviller Zeitung", wie folgt, richtig: Derartiger Blödsmn wäre weiter nicht zu beachten, wenn er nicht auf die persönliche Freiheit Bezug hätte, die fast allen Deutschen lieb und theuer ist. ES ist überhaupt nicht w?hr, daß die Temperenzler in der letzten Wahl einen Sieg gewannen, denn die meisten Städtchen, die bisher trocken" waren, sind eS geblieben, während andere, die Schankwirihschaften geduldet haden, dies auch in Zukunft thun werden. Selbst wenn die Temperenzler am vorigen Dienstag ungewöhnlich siegreich gewesen wären, könnte das ans die Ab ficht oder daS Recht deS Gouverneurs, den SonntagSschluß einzuführen, keinen Einfluß ausüben, denn die Frage, ob der puritanische Sonntag in Illinois eingeführt werden soll, lag nicht zur Abstimmung vor. Gouv. Deneen wird wohl vernünftiger sein, als dem Volke von Illinois den Sonutagszwang auf.
Zuhalfen, aber selbst wenn die Mucken des Gouverneurs von Miffouri in Springfield ansteckend wirken sollten, so steht noch ein großes Fragezeichen da, ob der Gouverneur mehr Recht als irgend ein anderer Jllinoiser Bürger besäße, einen stillen Sonntag zu bemerkftelligen. In unserem Staate stehen die Polizeibehörden nicht unter der direkten Kontrolle deS Gouverneurs, infolge deffen er nur in einer St.dt einschreiten könnte, wenn eS den städii schen und den County Beamten miß länge, daS Gesetz zu vollstrecken. Bis es jedoch den MayorS von Oft St. Louis und Belleville und dem Sheriff von St. Clair County einfiele, das SonntagSgesetz zu vollstrecken, dürften die St. Louiser noch manchen sonntäg lichen Durft ausstehen und damit ist die Sache abgcthan." in Grundeigenthums - Uebertragungen. Mary A. Crabbe an Lydia A. Erane, Lot 267 in Jackson Park, 40. 81 bei 121 Z Fuß, verbeffert, Oftseite der Sheldon Str., nördlich von 23. Str. 1,000. Hattie I. Major an Lon A. Robert son, Theil von LotS 4 und 5 in John fon'S Subd. in Jrvington, 40 bei 161 Fuß, vacant, Oftseite der Ritter Ave., südlich von L o well Ave. $525. Edward G. Stott an William Au ftermiller, Lot 63 in Mcllarty'ö süd liche Add., 33 bei 150 Fuß, verbeffert, Oftkeite der Union Str., südlich von MsrriS Str. ,400. Raucht die Tieh I Mingo.
A meinen Malv.
Von Carola, rube still ZU deinen Füncn, i mein nclicbtcr deutscher Wald. Noth sank der Sonne letztes Grützen, DZ Tages müder 2chrttt verhallt. Nun ward es rings so still, so schweigend. Ich hör' das leise Wehen kaum, Das über mir, die Zweiglein neigend, Dahinzieht wie ein schöner Traum. Träumst du, mein Wald, vom fernen rübling Und von des Sommers X'ust und Freud'? Träum' nur. und wenn du wach gewor den, Red' ich mit dir von sel'gcr Zeit. Bon scl'gcr Zeit, vcrgang'ncn Jahren Du kennst ja meine Träume auch; Du hast Geheimnisse erfahren, Wie's unter guten Sreunden Brauch. Wir wollen beide weiter träumen Und hoffen auf das Frühlingslicht Und ringen, das; das kalte Leben Nicht uns'rer Seelen Miast zerbricht. Zur Psychologie der Mode. Zwei gegensätzliche Triebe der Menschennatur bedingen Entstehung, Herschaft und Bergehen der Mode: erstlich der Trieb, sich zu individualisiren, und dann wieder derTrieb, mit anderen zusammen zu gehören das Verlangen. einerseits von den anderen sich abzusondern und andererseits doch nicht allein zu stehen. Nur wo diese beiden Triebe gleichzeitig herrschen, kann es überhaupt zu einer Mode kommen: zu Beginn der Renaissancezeit gab es in Flores keine Kleidermode für Manner, ttü alle ganz individuell sich trugen, ganz nach persönlichem Geschmack, und nicht das Bedürfniß hatten, einer wenn auch noch so kleinenGemeinschaft anzugehören. Andererseits haben die Nobili in Venedig nie eine besondere Mode für sich gehabt, sondern sich ganz unauffällig schwarz getragen: sie wollten sich durch die Kleidung nicht von der Masse absondern, damit jene es nicht empfinden sollten, wie gering die Zahl der Nobili sei und wie leicht sie sie überwältigen könnten. Zur Entstehun der Mode ist also jedesmal zweierlei Entgegengesetztes erforderlich, das Gefühl des Besonderen und das der Zusammengehörigkeit. Es gibt daher nicht die Mode eines Einzelnen, sondern die eines kleinen Kreises, des Kreises der Oberen. Wer die ser Mode folgt, unterscheidet sich dadurch von der großen Masse und steht doch nicht allein: er gehört dem oberen Kreise an. Und er macht diese Mode zumeist nur deshalb mit, weil es eben die Mode eines bevorzugten Kreises ist und der einzelne dafür keine Verantwortung hat. Sobald diese Mode aber über den kleinen Kreis hinausgekommen ist und die Allgemeinheit erobert hat, hört sie auf, Mode zu sein Mode ist doch immer nur das, was allerletzte Mode ist. Es liegt darin eine gewisse Tragödie der Mode gerade durch ihren Sieg muß sie jedesmal untergehen. Und gerade in dieser Kurzlebigkeit der Mode liegt ihr eigentlicher Reiz. Und wiederum je nervöser eine Zeit ist und je reizbarer, desto schneller wird sich der Wechsel der Mode vollziehen. Denn auch die Massen kom men in einer nervösen Zeit der Mode viel schneller als sonst näher, erreichen sie früher als sonst, und so hört dann die Mode desto schneller auf, Mode zu sein. Der Modevsricboloaie Unterthan ist jedoch auch derjenige, der ihr bewußt widerstrebt, der aljo absichtlich und bewußt unmodisck acht, fcom ist aewiisermaßen der herrschende kleine Modekreis noch zu groß, er will sich noch mehr individualisiren und tritt zu jener Mode in Geaensa. Er kleidet ficfi nicht unmodern wie die Masse, sondern bewußt unmodisch, nicht aus Vernachlassigung der Mode, sondern in gewolltem Gegensatz zu ihr. Im Gegensatz hierzu stehen Modeheld und ModeHeldin ist hoher Stehkragen Mode, so trägt der Modeheld sie bis zu den Ohren; ist es Mode, wissenschaftliche Vorlesungen zu besuchen, so ist die Modeheldin nur noch dort überhaupt zu finden. Das sind die thörichten Uebertreibungen der Mode durchLeute, die nur das AeußerZiche der Mode sehen, nicht das Individuelle. Warum nun aber auch starke JndZvidualitäten sich der Mode des kleinen Kreises unterwerfen, versucht man damit zu erklären: die starke Jndividualität nimmt die Mode willig an, um dadurch ihr eigenartiges Wesen, ihre Individualität nicht sichtbar werden zu lassen. Das scheint jedoch nur für wenige Einzelfälle zuzutreffen die starke Jndindualiät nimmt die Mode an, giebt ihr aber doch gleichzeitig etwas Individuelles, ordnet die Mode den Bedingungen ihrer ganzen Persönlichkeit unter. Und darin liegt wohl zumeist der Reiz der gegenwärtigen Mode: sie läßt auch innerhalb des herrschenden kleinen Modekreises das Individuelle mehr zur Geltung kommen und erschwert dadurch der Masse das schnelle Nachrücken. Schlechtes Gewissen. Arzt: Gnädige Frau, Ihr Mann braucht vo? allen Dingen Ruhe." ftrau: So, hat er mich bei Ihnen vielleicht verklatscht?" Unter Brüdern. A.: Im .Löwen" ist mir gestern mein guter Winterüberzieher gestohlen worden, und gerade am Abend vorher hatte ich ihn gekauft! B.: In demselben Re paurant?
Für die Küche. Majoran - Kartoffeln (zu gekochtem Rindfleisch sind vorzüglich) 1 Stunde. Die nöthigen Kartoffeln werden in der Schale gar gekocht, abgezogen und in Scheiben geschnitten. Unterdessen läßt man 2 Löffel Mehl in Butter gar werden (nicht bräunen), fügt 1 2 feingehackte Zwiebeln und das nöthige Salz dazu, verkocht dieses mit etwas Brühe oder Wasser zu einer ebenen Sauce, fügt einen Eßlöffel gehacktes frisches oder getrocknetes Majorankraat dazu, gibt die Kartoffeln hinein, läßt sie in der Sauce durchkochen, schmeckt ab und würzt mit etwas Pfeffer. Hefenpudding mit Zwieb e l f ü l l u n g.. Man bereitet sich einen einfachen Hefenteig mit 1 2 Eiern und der nöthigen Milch, jedoch ohne Zucker, und st?llt ihn zum Aufgeten hin. Dann wiegt man 5 7 Zwiebeln fein und brüht 3 Eßlöffel voll fein gehobelten Weißkohl mit siedendem Wasser. Nachdem letzteres abgetropft ist, schmort man die Zwiesein nebst dem Weißkohl in Butter oder Provenceröl mit Salz, Pfeffer oder Paprika ganz weich. Wer den Gcfchmack des Kohl nicht liebt, nimmt nur Zwiebeln. Es wird nun eine Puddingform dick mit Butter ausgeschiniert und mit dem Teige ausgefüttert, doch darf man des Aufgehend wegen nur bis zur reichlichen Hälfte derselten Teig anbringen. Man gibt die Zwiebelfüllung hinein, deckt einen Teigdeckel darüber, läßt alles gut aufgehen und kocht den Pudding 2 Stunden lang in einem Wasserbade, worauf er aus der Form gestürzt und mit brauner Butter angerichtet wird. Suppe von alten Brodresten. Ein bis eineinhalb Suppentcller voll alten Brodes und Brodrinden wird einige Stunden in reichlich kaltem Wasser aufgeweicht. Dann gießt man das Wasser durch ein Sieb ab. gibt frisches darauf und bringt die Masse in einem Kochtopf auf mäßigem ,euer bis zum Kochen. Nun reibt man die aufgeweichte Brodmasse durch ein Sieb, setzt sie auf das Feuer und erW sie, indem man 1 Eßlöffel Butter. 4 Löffel Jucker und 2 Eßlöffel in siedendhe;em Wasser aufgequellte Rosincn oder Corinthen, nach Belieben auch etliche fein gehackte Mandeln hinzugefugt. Beim Anrichten rührt man sclmell drei Löffel saure Sahne in die Suppe. Pikantes Rippespeer. Z bis 4 Stunden. Man schneidet die birfe Schwarte und etwas überflüssiges Fett ab, aber so, daß noch eine dünne Fettschicht auf dem Fleifche bleibt, reibt dieses mit einer Mischung von Salz und Pfeffer ein, legt es in die Pfanne, gießt 2 Tassen Wasser, ein Glas Wein und 2 Eßlöffel Essig daran, fügt einige Citronenscheiben und ein Lorbeerblatt dazu und brät das Fleisch im Ofen unter häufigem Begießen gar. Die Sauce muß sehr sorgfältig entfettet werden, wird dann mit etwas Mehl verkocht und neben dem Braten gereicht. Weiße Bohnen mit Acpfeln. 400 Gr. weiße Bohnen werden in Salzwasser weich gekocht. Jnzwischen schält man 1 Pint Aepfel, befreit sie vom Kernhaus und schneidet sie in Viertel. Darauf fchmort man sie mit wenig Wasser, etwas Butter und einer Prise Zucker gar, schüttet sie zu den weichgekochn Bohnen, thut noch einen Eßlöffel voll Essig dazu und läßt alles gut durchkochen. Man servirt das Gericht mit geschmolzener Butter. Schmorfleisch. (Ungarisches Rezept.) 2 Pfund in Würfel geschnittcnes Kalbfleisch kommt in einePfannnc, in der 2 feingeschnittene Zwiebeln in einem starken Löffel Schweineschmalz gelb geschmort sind. Das Fleisch wird gesalzen, Pfeffer und zum Schluß ein Glas Wein darangegeben. Man kann das Gericht auch von verfchiedenen Fleischsorten, wie Rindund Schweinefleisch herstellen. Es wird recht heiß zu Tisch gebracht und mit gekochten Kartoffeln gegessen. Chokoladen - Auflauf. y2 Pfund Chokolade wird mit einem Quart Milch gekocht. Ist sie erkaltet, so rührt man V Unze Butter zu Sahne, fügt iy2 Unze Mehl unter beständigem Rühren nebst 6 Eidottern hinzu, gibt nach und nach die Chokoladenmilch daran, zieht endlich den Schnee der 6 Eiweiße darunter und gibt die Masse in eine gebutterte Porzellan - Auflaufform, in der man sie eine knappe halbe Stunde im Ofen bäckt. Sie muß inwendig noch vollkommen flüssig sein, wie CitronenAuflauf, und kann mit oder ohne Rahm - Schaum genossen werden. Kartoffelgemüse. 3 bis 4 gioße Petersilienwurzeln werden geputzt, in kleine Stücke zerschnitten und in Salzwasser weich gekocht, worauf man sie über einem Sieb abtropfen läßt. Hierauf bratet man einen Eßlöffel Mehl in 1 Eßlöffel Butter hellgelb und verkocht eine kleine Obertasse voll Wasser damit. In diese Sauce schüttet man einen tiefen Teller voll zerschnittener Kartoffeln, sowie Salz, Pfeffer und einen Theelöffel voll Citronensaft und die gekochten Wurzeln. Alles zusammen muß noch etwa 10 Minuten kochen, worauf man 2 Eßlöffel sauren Rahm zufügt. Das gleiche Gericht kann man auch mit Sellerie bereiten. Hat man einen Küchenextrakt zur Hand, so gibt man 1 Theelöffel voll zu dem Gericht, der Rahm bleibt dann fort.
2 Kinder vergiftet. Verdacht gegen die Mutter.
C u l u m b n s , O., 23. April. Frau Henry Anthony, 32 Jahre alt, ist verhaftet, während eine Untersuchung über den Tod ihre zwei Kinder aus einer) früheren Ehe, 9 resp. 13 Bahre alt, im Gange ist. Die Kinder wurden heute Morgen todt im Bette gefunden. Man hegt den Verdacht, daß sie vergiftet wurden. Die Mutter behauptet, die Kinder seien krank ge wesen und sie habe ihnen Chinin gegeben. Vor etwa 7 Jahren durchschnitt die Frau, welche damals den Namen Demoreft führte, ihren 3-jährigen Knaden die Kehle. Sie wurde damals für irrfinnig erklärt, aber nach 2 Monaten als geheilt auS.der StaatS-Jrrenanftalt entlassen. H a m m oin d, 23. April. John Tuck, ein Farmer, in der Nähe dieser Stadt ansässig, kann sich glücklich schätzen. Er wurde mit seinem Pferd und Wagen etwa 300 Fuß von der Lokomotive eineS New Bork & Chicago Expreßzuges vorwärts geschleppt, ohne daß irgend welcher Schaden angerichtet wurde. Der Zug fuhr mit einer Geschwindigkeit von 50 Meilen dieStunde. L ebanon, 23. April. Geo. Dill, in angetrunkenem, streitsüchtigen Zustande, betratin Kafe in Thorton, begleitet von Fred Myers. Er warf dem Evert Roberts, der mit seinem Bruder Fav im Lokale saß, ein Butter, brot ins Geficht. Als dieser remonftrirte, zog er ein Raflrmeffer und bearbeitete beide Brü der mit demselben, glücklicher Weise ihnen keine 'ernstlichen Verletzungen zufügend. Der Angreiser entkam, wurde aber später in Jamestown verhaftet und erwartet jetzt seine gerichtliche Borführung unter der Anklage deS MordVersuchs. Sein Begleiter Fred. Myers wurde wegen Trunkenheit mit einer Geldstrafe belegt. Bundesgericht. Im Bundesgericht reichte die Wheeler Condensent Engineering Co. von New Jersey gegen die Indianapolis Tastern Railway Co. eine Klage ein behufs Erlangung von S2500 für eine Verschreibung über S2000 lautend, einschließlich 6 Prozent Zinsen, AnwaltSgebühren und GerichtSkoften, auflaufend zu vorhin genanntem Betrage.
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