Indiana Tribüne, Volume 28, Number 206, Indianapolis, Marion County, 22 April 1905 — Page 6

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Eine ZlnvorstchligKctt. Skizze von A. Tschechow. Deutsch von Etesania Goldenring. Pjotr Pjotrowitsch Strischin, der Neffe der Frau Oberst Iwanows der nämliche, dem man im vorigen Jahre die neuen Gummischuhe gestohlen hatte, kam genau um 2 Uhr Nachts von der Taufe zurück. Um die Hausgenossen nicht zu wecken, kleidete er sich vorsichtig im Vorzimmer aus, ging ganz leise auf den Zehen in sein Zimmer und wollte zu Bett gehen, ohne Licht zu machen. Slrischin führte ein regelmäßiges, solides Leben, sein Gesichtsausdruck war harmlos, er las nur geistlichsittliche Bücher, aber auf der Taufe hatte er auf das Wohl des neuen Weltbürgers vier Gläschen Schnaps und ein Glas Wein getrunken, der seinem Geschmack nach ein Mittelding zwischen ffig und Rizinusöl war. Die Spiritussen gleichen aber dem MeerWasser oder dem Ruhm: je mehr man davon trinkt, um so mehr Durst hat man. Während Strischin sich entkleidete, fühlte er einen brennenden Durst. Daschenka hat im Schrank, rechts im Winkel. Schnaps stehen." dachte er. Wenn ich ein Gläschen trinke, bemerkt sie es nicht." Nach einigem Zögern überwand Strischin feine Angst und begab sich zu dem Schrank. Er öffnete leise die Schrankthür, ergriff tastend die Flasckie und das Glas, schenkte ein, stellte die Flasche wieder zurück, bekreuzte sich und leerte das Gläschen. Da geschah gleichsam ein Wunder. Strischin wurde plötzlich wie eine Bombe vom Schrank an den Koffer geschleudert. Seine Augen leuchteten auf, die Kehle war ihm wie zugeschnürt, feinen ganzen Körper überlief ein Gefühl, als ob er in einen mit Blutegeln gefüllten Sumpf gefallen wäre. 6s schien ihm. als ob er ein Stück Dynamit verschluckt hätte, das seinen Körper, bas Haus, das ganze Stadtviertel aufgerissen hätte Kopf. Hände. Fütze alles schien ihm in die Luft gesprengt, zum Teufel gegangen zu sein . . . Etwa drei Minuten lag er unbeweglich, athemlos auf dem Koffer, dann erhob er sich und fragte sich: Wo bin ich?" Das erste, was er klar empfand, als er sich wieder erholte, war ein scharfer Petroleumgeruch. Ach, du mein Himmel! Ich habe anstatt Schnaps Petroleum getrunken!" rief er erschreckt. Bei dem Gedanken, daß er sich vielleicht vergiftet hätte, wurde ihm ganz heiß und kalt. Daß er thatsächlich Gift zu sich genommen habe, das bezeugte nicht allein der Geruch im Zimmer, das Brennen im Munde, die funkelnden Augen, das Sausen im Kopfe und die Magenstiche waren viel deutlichere Anzeichen. Als Strischin den Tod nahen fühlte, gab er sich keinen täuschenden Hoffnungen mehr hin und wollte von den Seinigen Abschied nehmen. Er begab sich in Daschenkas Schlafzimmer. Da er Wlttwer war, wohnte seine Pchwägerin Daschenka. eine alte Jungfer, bei ihm. um ihm die Wirthschaft zu führen. Daschenka!" rief er mit weinerlicher Stimme, als er das Schlafzimmer betrat. ..Theure Daschenka!"

Es räusperte sich etwas im Dunkeln und stieß emen ttefen Seufzn aus. Daschenka!" Was ist denn? fragte eilig die Frauenstimme. Seid Jhr's, Pjotr Pzotrowttschi Setd Ihr schon zurück? Nun. wie haben Sie das Mädchen genannt? Wer waren die Patheneitern ?" Natalja Andrejewna Welikosw ietskaia und Pawel Iwanitsch Beiionnitzin . . . Daschenka ... ich . . . ich glaube, ich sterbe . . . Die Neugeborene wurde Olympiade genannt, zu Ehren ihrer Wohlthäterin... Daschenka... ich . . . ich . . . habe Pelroleum getrunken. Na. so was! Wurde denn dort Petroleum aereicht? Nein, ich wollte, ohne Euch zu fraqcn, ein Glaschen schnaps trinken . . . und Gott hat mich gestraft: ich habe im Finstern aus Versehen Petroleum getrunken . . . Was soll ich thun?" Als Daschenka hörte, dah man ohne ihre Erlaubnis den Schrank geossnet hatte, wurde sie aufmerksam . . . Sie zündete schnell das Licht an, sprang aus dem Bett heraus, nahm nur das Nothdurftigfte um und lief zum Buitet. Wer hat Euch das erlaubt?" fragte sie streng, wahrend ne das Innere des Sckranks betrachtete. Ich... ich habe nicht Schnaps, sondern Petroleum qetrunken . . . Daschenka . . stammelte Strischin und wischte sich den kalten Schwein. Was habt Ihr nach Petroleum zu suchen? Das ist Nicht Eure Sache Es war nicht für Euch bestimmt! Oder glaubt Ihr, daß Petroleum nichts kostet? Wltzt Ihr, wie theuer es ient ist? 3a?" Theuerste Daschenka !" stöhnte Strischin. Es handelt nch um Leben und Tod, und Ihr kümmert Euctum das Geld!" 3bt habt Euch betrunken und steck die Nase in den Schrank!" rief Daschenka und warf ärgerlich die Thür zu. Ach, diese schrecklichen Quälgeiper! Ich Unglückliche habe weder bei Taae. noch bei Nackt Ruhe! Ver dämmte Natterbrut, Ihr sollt auf jener Welt Eure Strafe erdulden! Morgen ziehe ich fort! Ich bin eine

Jungfrau und lerve nicht, datz Ihr tm

Unterzeug vor mir steht! Unterstehen Sie sich nicht, mich anzusehen, wenn ich nicht angezogen bin!" Nachdem sie ihrer Wuth Lust gemacht hatte, verschwand sie. Da Strischin wußte, daß Daschenka in solchem stalle weder durck Bitten .och durch Beschwörungen, ja selbst mrch Kanonenschüsse nicht zu erwei...w wäre, verstummte er, aina in sein 3 Immer, kleidete sich an und beschloß, im Arzt zu gehen. Aber einen Arzt iir.dd man bekanntlich nur dann chnell. wenn man ihn nicht braucht. Nachdem Strischin drei Straßen abgelaufen, fünfmal bei Doktor Tschepcharianz und siebenmal bei Doktor Baltichin vergeblich geklingelt hatte. lief er in die Apotheke: vielleicht konnte ihm der Apotheker helfen. Nach lanaem Warten kam ein kleiner, schwur zer, verschlafener Apotheker im Schlafrock heraus; er hatte kraule aar uno ein so ernstes, kluges Gesicht, daß dem Kranken ganz bange wurde. Was ist Ihnen gefallig?" fragte er in einem Tone, den nur sehr kluge, solide Apotheker an sich haben. ..Ich bitte Sie . . . um Gottes willen...!" begann Strischin keuchend. Geben Sie mir etwas ... Ich habe soeben aus Versehen Petroleum getrunken! Ich sterbe!" Ich bitte Sie, sich nicht aufzuregen und auf die Fragen zu antworten, die ich Ihnen stellen werde. Wenn Sie sich aufregen, kann ich Sie überhaupt nicht verstehen. Sie haben Petroleum getrunken? Ja?" Jawohl! Bitte, retten Ste mich!" Der Apotheker trat kaltblütig und ernst an das Pult heran, öffnete ein Buch und vertiefte sich in die Lektüre desselben. Nachdem er zwei Seiten gelesen, zuckte er eine Achsel, dann d'e zweite, schnitt eine verächtliche Grimasse und ging m s Nebenzimmer. Es schlug vier Uhr. Als die Uhr zehn Minuten nach vier zeigte, kam der Apotheker wieder herein und vertieftt sich von neuem m d'.e Lektüre. Hm!" sagte er. gleichsam verlegen. Wenn Sie sich nicht wohl fühlen, sollten Sie zum Arzt gehen und nicht in die Apotheke." Ich war bei mehreren Aerzten! Es wurde mir nirgends geöffnet!" ..Ja... Uns Apotheker betrachtet Ihr nicht als Menschen und macht Euch nichts daraus, uns um vier Uhr herauszuklingeln, während jeder Hund, jede Katze ihre Ruhe haben . . . Ihr seht nicht ein, daß wir auch Menschen und unsere Nerven keine Stricke sind." Strischin ließ den Apotheker ausreden, seufzte und ging nach Hause. Es ist mir scheinbar bestimmt zu sterben!" dachte er. Sein Mund roch und brannte von dem Petroleum, in seinem Magen fühlte er ein Kneifen, in seinen Ohren sauste es! Er glaubte, datz er im nächsten Augenblick den Geist aufgeben müsse, daß sein Herz still stand . . . Als er nach Hause kam, schrieb er eilig auf einen Zet;el: Ich bitte, niemand wegen meines Todes zu beschuldigen," dann betete er, legte sich und steckte seinen Kopf in die Kissen. Bis zum Morgen schlief er nicht und wartete auf den Tod . . . er sah, wie sein Grab sich mit frischem Grün bedeckte und hörte, wie die Vögel zwitscherten . . Am nächsten Morgen saß er auf dem Bettrand und sprach lächelnd zu Daschenka: Wer ein regelmäßiges, solides Leben führt, liee Schwägerin, der verträgt jedes Gift. Nimm mich zum Beispiel. Ich schwebte in höchster Gefahr, ertrug die schlimmsten Qualen, glaubte, sterben zu müssen, und jetzt ist wieder alles gut. Ich habe mir nur den Mund verbrannt und die Kehle verwundet, sonst bin ich Gott sei Dank ganz unverschrt . . . Das kommt vom soliden Leben." Nein, das ist ein Beweis dafür, daß das Petroleum nichts taugt!" feufzte Daschenka, während sie an die Ausgaben dachte und vor sich hinstarrte. Der Kaufmann hat mir folglich nickt von der besten, sondern von der billigeren Sorte gegeben, von der das Liter 1 Kopeken weniger kostet. Ich unglückliche Märtyrerin ... Ihr sollt in der andern Welt Eure Strafe haben . . . Ihr verdammtes Gesindel . . Und sie verschwand . . . Das Sprichwort als Erzieher. Wie der deutsche Sprichwörterschatz für so viele Gebiete des Lebens goldene Lebren und praktische Winke in sich birgt, so ist dies auch für das Ge biet der Erziehung der Fall. Vor Allem betrachtet das Sprich wort Kinder für ein Glück, denn: Wer keine Kinder hat, weiß nicht, warum er lebt." Selbst viele Kinder sind ein Glück, denn: Je mehr Km der, je mehr Glück," und dies beweist das Sprichwort so: Bicl Kinder, viel Vaterunser; viel Vaterunser, viel Se- " gen. Daß die Kinder zumeist nach den Eltern arten, drückt das Sprichwort auf verschiedene Weise aus, und schon im Milttlalter galt das Sprichwort: Wie der Acker, ss die Rüben; Wie der Valer, so die Büben." Was aus einem Kinde werden will, giebt sich unverkennbar schon in frühester Jugend mehr oder weniger kund. Daher die Sprichwörter: Was eine Nessel werden wird, brennt bald: was

Während den letzten drei

lange Nacht des Elendes. Es schien, daß ich all das Elend zu erdulden hatte, was eine Frau in dieser Zeit nur auszuhalten im Stande war. Vor nunmehr drei Jahren erkältete ich mich beim Schlittschuhlaufen, und erlitt außerdem gleichzeitig einen schweren Sturz. Dies geschah unglücklicher Weise während der monatlichen Periode, und die Folge war so schlimm, wie man sich nur denken konnte. Entzült-

dung und Eiterung folgten, nicht nur in der Mutter, sondern auch in den Eierstöcken und den fallopischen Röhren.

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Mein Arzt that sein denkbar Bestes zur Liliderung, jedoch nach drei Monaten erklärte er, Linderung sei nicht möglich, ausgenommen durch eine Operation, welche ich auf das Entschiedenste ab lehnte. Ich probirte dann verschiedene berühmte Heilmittel, ohne irgend welchen Erfolg, bis meine Mutter mir empfahl, den Wine ok Cardul zu probircn, da derselbe ihr empfohlen worden sei. Ich nahm ihn, wie eine ertrinkende Person noch nach einem Strohhalm greift, und er crwieS sich, wie voii Gott gesandt, für mich. Meine Schmerzen wurden allmählich geringer, das

tägliche Kopfweh, das ich zu ertragen hatte, verschwand. Meine Gesundheit im Allgemeinen besserte sich, und in dreizehn Wochen war ich vollständig genesen. Keine Operation war nothwendig. Der Wine ot Cardai erwies sich als meinen l i t

Retter, und ich bin sehr Kur zuzuschreiben. ein Haken wird, krümmt sich bald", und Man sieht zeitig amKamme, was ein Hahn tverden will." Nur muß man zu unterscheiden und zu prüfen verstehen und nicht nur nach der Außenseite urtheilen, denn: Aus einem rauhen Fohlen wird ein gutes Pferd." Wenn auch nicht jede Mutter von ihrem Kinde sagen kann, daß es gut und brav ist, denn unter jeder Heerde ist ein räudiges Schaf", so sagt doch jede: Mein Kind ist das schönste." Scherzend sagt das Sprichwort: Es meint jede Frau, ihr Kind sei ein Pfau."Auch den Großeltern sagt das Sprichwort solche verzärtelnde Liebe nach, denn: Nichts lieber als Kindeskind." Der kostbarste Schmuck des Hauses sind wohlerzogene Kinder," sagt der Volksmund. Doch Kinder wohl zu erziehen, ist nicht leicht, denn: Kind macht der Mutter immer Mühe", zumal wenn das Kind noch klein ist, Ist die Mutter noch so arm, so giebt üe ihrem Kinde warm," und je mehr Sorgen, je mehr Entbehrungen sie trägt, desto lieber wird ihr das Kind. Werden die Kinder älter, so werden die Sorgen größer, denn: Kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder, große Sorgen." Kindern ziemen kindische Gebärden." Was ein richtiger Junge ist, der muß auch einmal einer Pfütze die Augen austreten." Diese Sprichwörter sind sehr beherzigenswerth. Lasse Deine Kinder recht lange Kinder bleiben, d. h. sich mit dem natürlichen" Anstande begnügen, vielleicht rettest Du ihnen den reinen Kindessinn für ihr ganzes Leben. Daß die Erziehung des Kindes das wichtigste Amt der Eltern ist. bestätigt das Svrichwort: Geburt ist viel, aber Bildung ist mehr." Von allen Mitteln, deren sich die Eltern zur Erziehang und Bildung ihrer Kinder bedienen, steht die Gewöhnung in erster Linie. Daß man sehr früh mit der GeWohnung anfangen muß, sagen die Sprichwörter: Jung gewohnt, alt ge than"; Den Baum muß man biegen, weil er jung ist"; dann: Wohin Du den Boum biegst, dahin wachst er. Jung gebogen, alt erzogen." Der Norddeutsche betrachtet die späteren Angewohnheiten als einKleid, das man in der Jugend selbst gesponnen hat, und das man ipater immer tragen muß. Er sagt: Was jung sie spann, hat alt sie an." Gewohnheit ist die zweite Natur," sagt ein anderes Sprichwort. Wie sehr sie das werden kann, das sagt der Westfale in seinem lustigen Spruche: Was die Gewöhnheit nicht thut! sagte der Schneider, als er ein Stück von seinem eigenen Tuche stahl." Hat die Gewohnheit solche Macht, so leuchtet ein. daß es der Eltern Pflicht ist. die Kinder frühzeitig zum Guten anzuhalten, denn Wie man die Kinder gewöhnt, so hat man sie." An die Bedeutung des Umgangskreises des Kindes für die Zwecke der Erziehung erinnert das Sprichwort: Was das Kind auf der Gasse spricht. Hat des Erziehers Angesicht." Im Verkehr mit Erwachsenen sollen die Kinder viel hören und wenig reden: Junge Leute sollen bei den Alten Die Ohren aufthun und die Mäuler halten." Auch das Lernen gehört zur Erziehung;'es soll, obgleich es nicht verfrüht werden darf, doch auch nicht zu weit hinausgeschoben werden, denn: Lerne bei Zeiten, so kannst Du's bei den Leuten." Das Lernen muß aber auch ernst ger.ornrnen werden, damit es nicht später von den Erwachsenen heißt: Er hat dem Schulmeister einmal guten Morgen geboten", oder: Laß Dir Dein Schulgeld wieder geben." Doch man kann nicht immer in Kinderschuhen gehen", aus Kindern werden Leute", die sich selbst weiter erziehen müssen.

Lake Genevieve. Wis., den 20. Nov., 1903. Jahren war mein Leben, meiner Gesundheit halber, für mich nur eine

CARDUI

OP erfreut, ihm allein meine jifwi

zweite Bice.Präsidentin, Tcacherö' Association.

mi i ii in iitt nt"fr t Hm!S,M nttd Knd k: Eiserne O e f e n werden mit Graphitpulver. in Qffta verrührt, bestrichen und mit harter Bürste glänzend gewichst. Zur Entfernung von Vierflecken aus hellen, wollenen Kleiderstoffen bejtreiche man die betrefsenden Stellen mit reinem, weißen Glycerin, wasche letzieres mit lauem Wasser wieder aus und plätte den noch feuchten Stoff auf der linken Seite. Selbst die zartesten Farben werden durch dieses Verfahren nicht angegrif fen. Um galten aus Kleidungsstücken, welche längere Zeit gedrückt gelegen haben, zu entfernen, genügt in den meisten Fällen das Aufhängen der in feuchte Tücher eingeschlagenen Kleider in einem Keller. Sehr dichte Gewebe und Seidenstoffe werden am besten geplättet, nachdem man sie mit feuchter Leinwand unterlegt und Filtrirpavier bedeckt hat. Behandlung vergilbter Wäsche. Um vergilbte Wäsche wieder rein weiß zu bekommen, gebe man ein Gemisch von gleichen Theilen Terpentinöl und Salmiakgeist in's Waschwasser, und zwar einen Eßlöffel voll auf einen Eimer Wasser. Das Mittel ist in keiner Weise nachtheilig für die Wäsche und in seiner Wirkung etwa der Sonnenbleiche an die Seite zu stellen. Bei Mitessern, Pusteln und T e i n t u n r e i n i g k e i t e n wendet man mit Erfolg Theerseife an. Solche Unreinigkeiien können aber nicht immer ourch äußere Mittel beseitigt werden, da sie aus dem Blut kommen. Das beste Mittel, um von ihnen verschont zu bleiben, ist eine gesundheitsfordernde, natürliche Lebensweise, eine einfache Anwendung von kalten Bädern oder Abreibungen, viel Bewegung in der freien Luft und eine einfache reizlose Diät. Stärke-Pudding. Änderthalb Pint Milch wird mit ein paar bitteren und süßen Mandeln, etwas Citronenschale und nach Belieben Banille, eine Walnuß groß Butter, aufgekocht; darein gebe man Pfund in etwas Milch angerührter Stärke, lasse sie gut unter Rühren aufkochen und gebe den Schnee von drei bis fünf Eiern, auch etwas Salz dazu. In eine mit kaltem Wasser ausgespülte Assiette gethan, nach dem Erkalten gestürzt. Zu diesem vorzüglichen Stärke-Pud-ding wird Fruchtsauce gereicht. Gekochte Eier liefern ein rasch bereitetes, angenehmes Gericht für den Abendtisch. Die Eier werden fünf Minuten gekocht, rasch von der Schale befreit, sorgfältig halbirt und, mit der offenen Seite nach oben, auf eine flache Schüssel gelegt, mit fein gesioßenem Salz überstäubt, mit etwas fein gewiegtem Schnittlauch oder geriebenem Käse bestreut und mit ganz frischer Butter, zerlassen und goldgelb gebräunt, Übergossen. Hierzu Schwarzbrot mit Butter oder kalte Fleischresten und ein Glas Bier ist sehr beliebt. Zinkbadewannen putzt man gewöhnlich mit einer verdünnten Salzsäurelösung. Da es aber nicht jedem angenehm ist, Gift in seiner Wohnung aufzubewahren und außerdem bei dieser Behandlung das Metall angegriffen wird, empfiehlt sich folgendes Mittel. Man nimmt weißen feinen Sand und etwas Salmiakgeist und reinigt und putzt auf diese Weise rascb die Wanne blank. Selbstver ständlich kann man auf diese Weise auch andere Zinngegenstände reinigen. Feinere Zinnsachen putzt man mit Schlemmkreide und Salmiakgeist. Rinderbraten ohne Butter. (Sehr profitabel.) Man Nimmt womöglich ein fettes Stuckchen Rindfleisch, auch muß es im Sommer einen, im Winter einige Tage lang ge

meiner,

2 -d gangen haben. Dieses setzt man in einem Tiegel, den man fest zudeckt, zum Feuer. Läßt es Fett gehen, so legt man einige Stückchen Zwiebel und Pfefferkörner daran. Damit die Brühe seimig wird, schüttet man zuletzt etwas Wasser nach und nach an und bestreut das Fleisch ordentlich mit geriebenem Schwarzbrot. Das Feuer darf nur mittelstark lein. Der Braten ist gar. wenn man mit einer Gabel gut hineinsterben kann. Zwei Pfund bedürfen naefabi 13 Stunden zum Garwcrden. Der- leiste Zog. - Eine grau bringt ihr anscheinend schon längere Zeit krankes Kind in dit Poliklinik. Ter Arzt fragi sie, ob scho?. irgend etwas gegen die Krankheit gethan worden sei. Ja freili," erwiderte sie. z'erscht hab' i d' Nachbarin g'fragt. die hat rna an Thee verraih'n; wia i den geb'n hab' und hat nix a'nützt, bin i zu meiner Bas ganga, die hat eahm an Windsalben überalegt; wia's da net besser wor'n is, bin i zum Bader ganga. der hat eahm Schröpfköpf setzen wollen. Nacha hab' i mir denkt, ma, jetzt geh's wia's geh', i geh' zum Doktor." . CHnxchfclilcr. Amtliche Verordnung: Da die Benützung von Schulknaben als Treiber verboten ist, so dürfen nur noch Erwachsene bei Treibjagden verwundet werden. Beharrung führt zum Ziel. Nach 26jähriger unablässiger Suche ist es endliöi den GeheimdienstAgenten des Bundes-Schatzamts gelunaen, in New Orleans. La., vier Gold-Bonds a 10.000 aufzufinden, welche im Oktober 1878 von dem berüchtigten Jimmy Hope und seiner Einbrecherbande aus der Manhattan Savings Institution von New Jork geraubt worden waren Im Ganzen sind den Einbrechern damals 30 Aer. Staaten-Gold-Bonds in die Hände gefallen, doch sind diese Wertpapiere unverzüglich mortisirt worden. Die vier in Rede stehenden Bonds sollen von einem gewissen Samuel Warren Miller in Cirkulation gesetzt worden sein und es ist bereits ein Haftbefehl gegen Miller erlassen worden. Drei andere Personen, welche auf die Bonds einige Darlehen zu erhalten versuchten, nämlich Lewis O. Wilroxson, angeblich Arzt aus Chicago. I. A. Taylor, Gründer und Makler aus White Plains, und I. A. Smith, Makler aus Mobile. Ala.. sind in Haft. Reise-Baby. Eine Eisenbahnfahrt von 200 Meilen legte das sechs Wochen alte Baby der Frau E. R. Merryman in Hillsdale, Jll., zurück, ohne daß die geängstigt? Mutter eine Ahnung hatte, wo ihr Kind war. Frau Merryman wurde bei der Heimkehr von einem Ausfluge, welchen sie mit ihrem Töchterchen nach einem Nachbarort gemacht hatte, von ihrer Schwester auf dem Bahnhof empfangen und verwickelte sich sofort mit ihr in ein so lebhaftes Gespräch, daß sie erst, in ihrem Schlafzimmer angekommen, das Kind vermißte, welches sie schlafend im Eisenbahnwaggon zurückgelassen hatte. Man ließ die Drähte spielen und mit der Zeit wurde ermittelt, daß das schlafende Kind die Reise bis nach Iowa hinein fortgesetzt hatte, von wo es sofort nach Hause geschickt wurde. Berhängnißvoller Scherz. Ein tragisches Ende nahm ein Scherz, den Frau Patrick Kinsella in Cleveland, O.. sich mit ihrem Manne gestattete, welcher eine Geschäftsreise gemacht hatte und ihrer Ansicht nach zu lange verweilte. Sie sandte ihm eine Depesche, dahinlautend, daß sein alter Freund Barney plötzlich gestorben und feine Anwesenheit dringend nothwendig sei. Der Letztere begab sich nach Empfang der Depesche sofort auf die Heimreise und benutzte, um keine Zeit zu verlieren. einen Frachtzug. Er stürzte, nachdein der Zug sich in Bewegung gesetzt hatte und er von einem Wagen zum andern : aeben wollte, unter die Räder und 1 wurde auf der Stelle getodtet. s ' - . .

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