Indiana Tribüne, Volume 28, Number 203, Indianapolis, Marion County, 19 April 1905 — Page 3
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Neutralität
Nach Frankreich's Ansicht an der Küste Kochinchina's gewahrt. Der Mörder des Großfürsten Sergius zum Tode verurtheilt. Polen wollen stch an der Reformbewegung bethciligcn. Neuer Konflikt der btnU schen'Regierung mit Uniuersitäten. Sekretär Hay im Begriffe nach Deutschland zu reisen. Streik auf italienischen Bahnen.
Neutralität soll gewahrt werden. Paris, 13. April. Die Regierung hat an Generalgouverneur Beau neue Instruktionen für strenge Wahrung der Neutralität in den Gewässern Kochinchina's gesandt. DieS that die Regierung aus eigener Initiative. Sie hat überhaupt keine Kenntniß davon, daß Japan beabsichtigt gegen Neutralitätsverletzung in jenen Gewäffern zu proteftiren. Wahrscheinlich ist dem Kommandanten deS russischen Geschwaders Mittheilung von den Absichten Frankreichs gemacht worden, aber natürlich ist letztereS nicht im Stande die Bewegungen der Russen zu kontrolliren. Man weiß hier nicht wie lange die russischen Schiffe in der Kamran-Bai bleiben werden oder ob sie thatsächlich in französischen Gewässern find. Jedenfalls kann ein solcher kurzer Aufenthalt nicht gleichbedeutend mit einer Benutzung als FlottenbafiS betrachtet werden. ES wird hier angenommen, daß von internationalem Standpunkte aus Nichts die Japaner hindert die Ruffen in der Kamran-Bai anzugreifen, wenn dies ihr Kriegsplan verlangt. Der TempS" sagt, wenn Japan gegen den vorübergehenden Besuch der russischen Schiffe in französischen GeWägern, der noch nicht nachgewiesen sei, Protestire, so stelle es eine Theorie auf, die es zu Chemulpo und Tschifu nicht beobachtet habe. Der TempS" sagt weiter : ES steht fest, daß Admiral Rojeftvensky bei Madagascar die 3-Meilen-Grenze nicht überschritten hat und Nichts rechtfertigt die Annahme, daß er in den Gewäffern von Kochinchina weniger vorsichtig gewesen wäre. Deßhalb gehen die Depeschen von Tokio zu weit, wenn sie behaupten, Rußland benutze die Häfen deffelben zu Offensiv - Operationen. Für eine Verletzung der franzdftschen Neutralität liegen keine Beweise vor. Die japanische Regierung, die soweit keinerlei Anlaß gehabt hat an unserem Wunsche, unsere Pflichten als neutrale Macht peinlich genau zu erfüllen, wird nicht versäumen in ihren Forderungen einen maßvollen Ton anzuschlagen. Aehnliche Kontroversen ergeben sich in allen Kriegen und find nicht sehr ernst." Die japanische Gesandtschaft hat bezüglich der französischen Neutralität noch keine Instruktionen erhalten, daher hat die Frage auch noch keine offizielle Form und scheint sich auf die japanische Preffe zu beschränken. Doch scheinen die Auslassungen deS TempS" die Umrisse der Antwort der französischen Regierung anzudeuten, falls ein Protest Japans einlaufen sollte. Frankreichs Neutralit ü t S b r u ch. L o n d o n, 18. April. Japanische und andere Diplomaten betrachten den behaupteten Bruch der Neutralität durch Frankreich, indem eS dem russischen Geschwader erlaubte über die übliche Zeit in den Gewässern Kochinchina's zu bleiben, als eine sehr ernste Sache. Der Gesandte Hayashi u. Baro Suyematsu, der frühere japanische Minister deS Innern. lehnten eS ab sich über die Sache auszusprechen, bevor sie offizielle Nachrichten über die Dauer der Anwesenheit des russischen Geschwaders in französifchen Gewässern erhalten hätten. Gegen Frankreich. Tokio, 18. April. Bezüglich der Anwesenheit russischer Schiffe, sagt die Zeitung Jiji Shimpo", die Benutzung der Insel MadagaScar durch die ruffische Flotte sei eine fortgesetzte Berletzung der Neutralität gewesen. In Anbetracht der großen Entfernung habe sich Japan mit einem Proteste begnügt. Jetzt aber benütze Rußland die Kam-ran-Bai als Kriegsbasis gegen Japan und wolle dort die Bereinigung seiner Geschwader bewerkstelligen. Wenn diese Benützung fortgesetzt wird", sagt das Blatt, wird auch Ja. pan nicht verpflichtet sein die Neutralität der Kamran-Bai zu respektiren. Verletzungen der Neutralität in ent
fernten Häfen find nicht wichtig, aber nahe der KriegSzone können fie nicht mit derselben Nachficht betracht werden. Proteste nützen Nichts. ES ist Zeit zum Handeln." Andere Blätter drücken sich ähnlich aus. Rußland.
Zum Tode verurtheilt. Moskau, 18. April. Kalieff, welcher den Großfürsten SergiuS ermordete, wurde heute vom höchsten Gerichtshofe zum Tode verurtheilt. Der Prozeß war nicht öffentlich. Kalieff lehnte eS ab sich zu vertheidigen Er sagte, er sei kein Verbrecher vor Richtern sondern ein Gefangener, der in einem Bürgerkriege gemacht worden sei. Reformbeftreben in Polen. Warschau, 13. April. Vertreier der russischen ZemstwoS kamen heute hier an, um die Polen einzuladen, Delegaten zum Kongresse der ZemstwoS in Moskau zuschicken. Die Polen erwählten 8 Delegaten. Dieser Umstand wird dahin gedeutet, daß die Polen sich anschicken an der russischen Reformbewegung Theil zu nehmen. Terroriften-Bande verhaftet. St. Petersburg, 13. April. Allmählich sickern Einzelheiten über die Verhaftung von etwa einem Dutzend Terroristen durch. Der Verhaftung, welche auf Veranlassung des Geheimpoliziften KashofSky erfolgte, wird große Wichtigkeit beigemessen. Alfred Henry McEullogh, der bei der zufälligen Explosion einer Bombe am 11. März im Hotel Bristol getödtet wurde und dessen wirklicher Name Bauman war, war ein Mitglied der Bande. Ihm lag die Herstellung von Bomben ob. Nach seinem Tode über nahm Fräulein Leontieff, Tochter deS Gen. Leontieff, seine Arbeit. Diese war während ihres Aufenthaltes zu Luzern, Schweiz, zum Nihilismus bekehrt worden. Ferner gehörte zur Bande Frau Jvanovskai, ein: Schwä' gerin des Schriftstellers Korolenko, die an der Berfchörung gegen Alexander! betheiligt war. Sie wurde damals zu 15-jührigem Aufenthalte in Sibirien verurtheilt, entfloh aber nach 7 Jahren nach Amerika. Nachrichten von Kriegsschiffen. St. Petersburg,. April. Eine Menge Depeschen von Offizieren der Schiffe des 2. russischen PacificGeschwaders find hier eingetroffen. Sie enthalten keine Nachrichten, außer daß Alle wohl find. Der Censor hat die Namen der Orte, von denen die Depeschen abgeschickt wurden, unterdrückt. Selbstmord eines Offiziers. St. P e t e r s b u r g , 16. April. Leutnant Leontjeff von dem ariftzkratischen PreodrashenSky - Regiment ist begraben. Als seine Schwester wegen Betheiligung an einer nihilistischen Verschwörung verhaftet wurde, forderten ihn seine Kameraden auf, den Abschied zu nehmen. Er zog es vor, Selbstmord zu begehen. Großfürst Michael Alexandrowitsch wohnte dem Leichenbegängnisse bei. Akademie der Wissens ch a s t e n. St. Petersburg, 18. Apr. Die Akademie der Wissenschaften nahm heute Beschlüsse an, in denen fie für Freiheit der Presse, als die sicherste Garantie gegen Willkür der Bureaukratie eintritt und Widerruf aller G fetze verlangte, welche die Freiheit der Presse beschränken. Unterseeische Boote. St. Petersburg. 18- Aprii. Die amerikanischen submarinen Boote haben sich als so zufriedenstellend erwiesen, daß be Admiralität weitere bestellt hat, die zu Libau unter Leitung des Erfinders gebaut werden sollen. Ein Theil der zuerst eingetroffenen Boote ist bereits bei Wladiwoftock.
Deutschland. Neuer Konflikt mit Universitäten. Berlin, 18. April. Es ist bekonnt, daß der Ausschuß der Technischen Hochschule zu Charlottenburg von Rektor und Senat aufgelöst worden ist, weil er den Beschluß gefaßt hatte, konfesfionelle Verbindungen nicht mehr anzuerkennen und ihnen keine Vertretung im Ausschuß einzuräume. Die Auf' forderung dazu war durch den Ministerialdirektor Althoff vom preußischen Kultusministerium ergangen. Ein gleiches Anfinnen war Ende März an den akademischen Senat der Technischen Hochschule zu Hannover gestellt, aber eS wird jetzt erst bekannt, daß die damalige Aufforderung post festum in Hannover eintraf und daß der dortige Senat die neuen Statuten deS StudenkenAusschusses bereits anerkannt hatte, als er Ordre von Berlin erhielt, dies nicht zu thun. Seitdem hatte die Affaire geruht. Das nunmehrige kategorische Vorgehen in Charlottenburg, das auf direktes Geheiß des Kultusministeriums erfolgt ist, soll nur der Vorläufer einer ganzen Reihe gleicher Anfforderungen an kademische Behörden prußischer Hoch' schulen ftin, und der kaum erst beigelegte Konflikt droht ärger loszubrechen denn vorher. Im Hinblick auf die drohenden Gefahren hat der Senat der Göttinger Universität eine Eingabe an das KultuSminifterium gerichtez, in welcher er gegen den Eingriff in die Selbstverwaltung derUniverfitäten energisch protcftirt. Der Senat macht eindringlich darauf aumerksam, daß eS von Uebel wäre, die Studenten durch Maßregeln, die zumeist auf hochpolitische Motive zurückzuführen seien, noch mehr aufzureizen und fie selbst in die politische Arena zn drängen, da ohnehin genug Zündstoff vorhanden sei. G u t eG e s ch ä f t e des Nordd. L l o y d". Bremen, 13. April. Präsident Plate vom Norddeutschen Lloyd" erklärt, daß die Meldung von einer demnüchftigen Erhöhung des Aktien-Kapi-tals der Gesellschaft unbegründet sei. Ein solcher Schritt sei niemals in Betracht gezogen worden. Des Ferneren wird bekannt gegeben, daß die Geschäfte des Nordd. Loyd" sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres außerordentlich gehoben haben. Die Reineinnähme betrug in dem fraglichen Quartal drei bis vier Millionen Mark mehr, als in dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres, und eS wird erwartet, daß sich die Profite das ganze Frühjahr und den Sommer hindurch auf gleicher Höhe erhalten werden. Neues Zuckersyndikat geplant. Frankfurt a. M., 13. April. ES verlautet, daß lebhafte Verhandlungen zur Gründung eines neuen Zuckersyndikats im Gange find. Diner beim ReichsKanzler. Berlin, 13. April. Reichskanzler Graf v. Bülow und Gemahlin gaben ein Diner, zu welchem Frau Cofima Wagner und ihre Tochter Eva, die Komponisten Engelbert Humperdink und Richard Strauß, sowie andere musikalische Größen geladen waren. Italien. Sekretär Hay. N e r V i, 18, April. Sekretär Hay befindet sich so wohl, daß er beabsichtigt Freitag nach Deutschland abzureisen. Er mag jedoch länger hier bleiben, wenn er in Folge deö EisenbahnftreikS keinen Schlafwagen bekommen kann. Streik der Eisenbahn l e u t e. Rom, 18. April. Da heute mehr Streiker zur Arbeit zurückkehrten, konnten mehr Züge laufen. Dieselben haben aber keine Schlaf- und Salonwagen. Rom, 18. April. Die Streiklage hat sich heute Abend zu Neapel, Morland und Foggia verschlechtert. Zu Mailand herrscht Kohlenmangel, auch an Fleisch fängt es an zu fehlen. Fürst von Bulgarien a b g e r e i st. Rom, 18. April. Obgleich der Bahnverkehr theilweise wieder aufgenommen ist, zog es der Fürst von Bulgarien vor, die Reise nach Neapel in einem Automobil anzutreten. Amerikaner beim König. Rom, 18. April. König Victor Emanue! wird Mittwoch I. Pierpont Morgan und Bundessenator Nelson W. Aldrich in Privataudienz empfangen.
Deutsche Matrosen
Bon unserer Regierung geehrt. Washington, 13. April. Die Bundesregierung hat 3 Matrosen vom deutschen Kreuzer Vorwärts goldene Medaillen für tapferes Verhalten verliehen, das fie bei der Rettung von 2 Leuten von der Monadnock" bewies sen, die bei Shanghai in Gefahr waren, zu ertrinken. Frankreich. Streik. Paris, 13. April. Botschafter Porter hat mit dem Minister Delcaffe die Maßregeln besprochen, welche die Regierung zum Schutze der amerikcnischen Firma Haviland zn LimogeS ergreift. Bei einem Streikkrawalle gestern Abend wurden 3 Streiker von den Truppen erschoffen. viele andere vermundet. Admiral JoneS' Ueberreste. Paris, 18. April. Das StaatsDepartement hat Botschafter Porter benachrichtigt, daß wahrscheinlich im Juni ein amerikanisches Geschwader entsandt werden wird, um die Ueberreste Admiral Jones' abzuholen. Gegengeschenk des Kaisers. Berlin, 13. April. In Anerkennung der Höflichkeit der Hamburg-Amerika-Linie, welche ihm den Dampfer Hamburg für seine Mittelmeerfahrt zur Verfügung stellte, hat Kaiser Wilhelm dem Wohlthätigkeitsfond der Gesellschaft S3500 überwiesen. Großbritannien. Nachrichten vom russischen Geschwader. London, 18. April. Ein englisches Schiff brachten die Nachricht nach Singapore, daß am 15. das russische Geschwader noch in der Kamran-Bai war. Es scheint, daß Rojeshensky seine Flotte getheilt hat. Lonsdale über den Kaiser. London, 18. April. Lord Lonödale beauftragte eine Londoner Zeitungsagentur mit einem Dementi der lächerlichen Gerüchte über seine BeHandlung, wahrend er den Manövern zu Kiel beiwohnte, und tadelt scharf die anti-deutsche Bewegung in den Jingo - Zeitungen Englands, die seit dem Besuche des Kaisers in Marokko eingetreten ist. Er sagt: Es giebt keine feinere Natur in der Welt, als die Sr. Majestät des deutschen Kaisers. Wenn es überhaupt einen Fehler in seiner Natur giebt, so ist eS vielleicht der, daß er für den Geschmack seiner Landsleute etwas zu englisch in seinen Ideen ist. Wir hören fortwährend, daß er Schiffe baut, um mit unserer Flotte zu rivaliftren, was absoluter Unsinn ist. Er baut Schiffe, um denHandel seineö Landes zu vertheidigen und wenn ein Fehler vorhanden ist, so ist er auf unserer Seite, indem wir schwadroni ren, daß wir eine Flotte bauen und erhalten, die der von zwei Mächten gleich kommt. Niemand nimmt größeres Intereffe an der Wohlfahrt Englands wie der Kaiser. Wo freilich die Interessen seines eigenen Landes in'S Spiel kommen, würde er absolut nicht seine Pflicht thun, wenn er nicht jeden Vortheil für sein Land wahrnähme." Philippinen. 2 unbekannte Dampfer. St. Petersburg, 13. April. Zwei unbekannte Dampfer liegen in der Lingayan-Bai, Insel Luzon, etwa 130 Meilen nördlich von der Bai von Manila, vor Anker. Admiral Train hat das Kanonenboot Quiros dorthin geschickt. Drei fremde Kriegsschiffe. Manila, 18. April. Um 4 Uhr heute Morgen wurden zu Batangas 3 Kriegsschiffe gesehen. Ihre Nationalität ist unbekannt. Japan. 5. innere Anleihe. Tokio, 18. April. Man erwartet, daß die Subskription für die 5. innere Anleihe am 1. Mai eröffnet wird. Die Anleihe wird 100,000,000 Yen ($50,000,000) betragen. Die Bedingungen sind ähnlich wie die der 4. inneren Anleihe. Spanien. Villaverde verletzt. M a d x i b, 18. April. Premierminister Villaverde wurde bei einem Unfälle, der seiner Equipage in der Straße gegenüber der San Jose Kirche zustieß, leicht verletzt.
Ungarische Gauner. Die Gagyiften und Kugnisten und ihre Operationmcthoden. In Ungarn gibt es eine ganz besondere Spezies von Verbrechern, deren Operationsgebiet ausschließlich das flache Land darstellt. Der Weizen dieser Gauner blüht besonders auf den Jahrmärkten in den kleineren Städten, und zumeist sind es die biederen, bertrauensseligen Landleute, die ihrer Arglosigkeit zum Opfer fallen. Diese Gauner treten in zwei in ihren Operationsmethoden stch scharf von einander unterscheidenden Typen auf: Die gyisten, welche durch List und Schlauheit ihre Opfer zu berücken suchen und die Gugyisten, die weit gefährlicher stnd, weil sie, wenn es sein muß. mit Gewalt ihre Opfer ausplündern, und die eigentlich nichts anderes sind, als modifizirte Straßenräuber. Gagyistcn und Gugyisten stnd besonders dadurch gefährlich, daß sie nicht einzeln, sondern gruppenweise auftreten, und daß sie fast immer Verkleidungen wählen. Die üblichste Verkleidung bei ihnen ist die eines abgedankten Soldaten, die Tracht eines biederen Landmannes oder auch die eines städtisch gekleideten vornehmen Mannes, eines Advokaten oder Kaufmannes. Natürlich kennen stch diese Gauner untereinander und arbeiten stch gegenseitig in die Hände. Der Gagyist verfährt in folgender Weise: Ein Bauer, der ein werthvolles Pserd verkauft hat, zählt gerade die Papierscheine nach, die er als Bezahlung erhalten hat. Im nächsten Augenblick steht ein biederer Landmann neben dem Bauern und steht ihm zu, wie er das Geld zählt. Dieser Biedere ist ein Gagyist, der dem erkorenen Opfer zur Vorsicht räth, weil möglicherweise Falschgeld darunter sei. In diesem Augenblick naht ein vornehm gekleideter Mann, der zweite Gagyist. Der angebliche Landmann stürzt auf ihn zu und sagt: Wie gut ist es doch, Herr Doktor, daß ich Sie hier treffe, wollen Sie nicht nachsehen, ob sich unter meinem Geld falsche Banknoten befinden?" Er reicht dabei dem feinen Herrn ein Paket Banknoten. Zur Erklärung sagt er dem Opfer: Das ist der Advokat aus unserem Städtchen, ein kluger Mann und ein liebenswürdiger, nobler Herr, der sich mit jdem Bauern abgibt!" Der Advokat prüft das Papiergeld, erklärt zwei Banknoten als falsch und zerreißt sie und es ist eigentlich selbstverständlich, daß nun auch der Bauer sein Geld durchsehen läßt, bei welcher Manipulation der Gauner eine oder mehrere Banknoten verschwinden läßt. Der Bauer steckt sein Geld beruhigt wieder ein und entdeckt erst zu Hause, wie schmählich man ihn hintergangen hat. Diesen Trick" wiederholen die Gauner in immer neuen Variationen, so daß selbst Leute, die schon einmal von den Gagyisten gerupft worden sind, doch noch zum zweitenmal auf ihr Manöver hineinfallen. Ist der Markt zu Ende und treten die Bauern ihre Heimfahrt an, so tritt der Gugyist in Thätigkeit. Er stellt sich auf dem Wege auf und bittet, ihn mitfahren zu lassen. Der Gugyist hat noch eine Flasche mit gutem Wein bei sich, von dem er die Bauern trinken läßt. In das Getränk ist aber ein Schlafmittel hineingemischt und bald schläft alles auf demWagen. Der Gagyist befreit dann seine Opfer von Geld und Werthsachen. Diese Halunken schrecken, wenn sie Widerstand finden, selbst vor Mord und Todtschlag nicht zurück. Medizin im Hühnerei. Das Eisen bildet einen der wichtigsten Bestandtheile des menschlichen Körpers; ohne Eisen könnte der Mensch nicht existiren. Die Verminderung dieses Stoffes führt zu gewissen Störungen, insbesondere zu Anomalien der Blutmischung, die man allgemein als Bleichsucht bezeichnet. Der modernen Wissenschaft ist es nun gelungen, hier ein ingeniöses Heilmittel zu finden. Man hat bei Hühnern eigenartige Fütterungsversuche unternommen, die das in der Nahrung enthaltene Eisen bis zu einer gewissen Menge in die Eier übergehen lassen. Der Versuch, Eier mit einem hohen Eisengehalt zu züchten," scheint in bv; That geglückt zu sein. Diese Eileneier" werden zu Heilzwecken in den Handel gebracht. Das Eisenei bleibt vollkommen brutfähig, unterscheidet sich weder im Geschmack noch im Geruch von einem gewöhnlichen frischen Ei, und auch seine Zubereitung ist die gleiche. Das Eigelb enthält ungefähr ein Drittel mehr Eisen als das Eiweiß. Wegen ihrer Bekömmlichieit dienen Eiseneier bereits im frühesten Lebensalter als Nahrung; man gibt sie von derselben Zeit an, wo man neben der Milch andere Kost zu reichen beginnt, also etwa vom sechsten bis siebenten Ktomt an. Bis zum ersten Jahr können die kleinen Erdenbürger täglich ein halbes bis ganzes Eigelb erhalten. Bis zu fünf Jahren mag man ein haldes, bis zu zehn Jahren etwa ein ganzes Ei geben. Während der Entwickelungsjahre kann man Morgens und Abends je ein Eisenei nehmen lassen, und Erwachsene dürfen täglich zwei bis drei oder auch mehr genießen. Der Elephant hat einen so scharfen Geruchssinn, daß er einen Menschen schon in der Entfernung von etwa 3000 Fuß wittert.
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