Indiana Tribüne, Volume 28, Number 201, Indianapolis, Marion County, 17 April 1905 — Page 1

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Erscheint jeden Maetznrittag. Jahrgang 2. . Indianapolis, Ind., Montag, 17. Avril 1905 No. 201.

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Ei geheimniKvoKer Fund. Ein dunkles Geheimniß scheint die Abladung einer Quantität Dynamit, nebft den zugehörigen Zündkappen, welche gestern Abend von Bewohnern der Lexington Ave. aufgefunden, zu umgeben. H. B. Robertson, 908 Lexington Ave , übergab dasselbe der Polizei, welche den gefährlichen Fund dann nach der Station brachte. Man fand das Dynamit hinter dem leerstehenden Hause No. 914 LexingtonAvenue vor. Die Stangen des Explo fivftoffeS waren alle neu, zeigten also,

daß di'selben erst kürzlich dort niedergelegt wurden. Ein Berichterstatter des Blattes, der sich zum Fundorte begab, fand später in einer kleinen, mit altem Blech überdeckten Grude noch zwei leere EchnapSflaschen vor, welche ebenfalls völlig neu waren und höchstwahrscheinlich mit dem Dynamit zugleich dort hinterlaffen wurden. Daß dieselben auch auch ans derselben Stelle ihres Inhalts entleert wurden, läßt ftch daraus schließen, daß die Pfroofen nebft Metalltapseln gleichfalls in der Grude lagen. Das Dynamit ist 40-prozentig, folg. lieh stark genug, um bei schweren Explofionen Anwendung zu finden. In dem Stalle, in dessen Nähe man das Dynamit auffand wurde noch eine ganze Anzahl leerer Flaschen, vorwiegend Bierflaschen aufgefunden. Da? Haus, welches auf dem Grundstücke steht, ist seit Freitag unbewohnt, eine Farbige die dasselbe früher bewohnte, zog aus. da es die Absicht des Besitzers ist, das Haus abzubrechen und einen Neubau zu errichten. Wafferanlage für Jrvington vollendet. wurde Dem Ebef der Feuerwehr durch die WafferwerkS-Compagnie die Nachricht zugestellt, daß die Compagnie jetzt im Stande ist. Waffer für Löschzwecke in Jrvington zu liefern. Die Nachricht wurde mit Freuden begrüßt, da Jrvington schon seit mehreren Monaten in Bezug auf Löschvorrichtungen ziemlich schlecht bestellt war. Die Compagnie hat nach sechsmonatlicher Arbeit die nöthigen Röhrenverbindungen fertig, und nach Anficht der Beamten der Wasserwerke ist der für Jrvington zur Verfügung stehende Dienst als in jeder Beziehung zufriedenstellend zu betrachten. Die Röhrenleitungen für Jrvington sind von den Indianapolis Leitungen fast völlig unabhängig. Kleine Stadtnachrichte. William Thompson, 618 Süd Alabima Straße, sank gestern, während seine Frau ihm aus der Zei tung vorlas, todt um. Er litt an HerzRheumatiSmus. F r a n c i S T h o m a S, 82, und Anna Mills, 70, wurden gestern im Hause der Braut, 810 Division Str., ehelich verbunden. Beide sind Anhänger der Friends Kirche und unter den einfachen Ceremonien derselben traten die Brautleute in den Ehestand über. Eine Anzahl Freunde des Paares unterschrieb den kirchlichen HeirathSschein und sprach dem Ehepaare Glückwünsche aus. Zur letzte Rnhe. Gestern Nachmittag fand die feierliche Beisetzung deS verst. Michael Mahoney, der in der Wohnung feines Sohnes, 909 Lexington Ave. starb, statt. Mahoney iam nach Indianapolis im Jahre 1865 und besaß ein Produk. ten geschäft. welchem er bis Mai v. I. vorstand. Drei Söhne überleben den Verstorbenen. Die Tnrnfeftbehörde. Heute Abend findet im Deutschen Hause eine wichtige Versammlung der Bundesturnfest . Behörde statt. Die Mitglieder der verschiedenen Ausschüsse find ersucht, anwesend zu sei.

Schlägerei mit blutigen Folgen.

Ein in Henry WachtelS Wirthschaft, an der Shelby Str. zwischen Lloyd Langley, 1832 Barth Ave. und Herman Warrenburg entstandener Streit, wurde, nachdem die Streitenden auf die Straße gesetzt waren, draußen fortgesitzt. Warrcnburg ergriff angeblich einen Stein und versetzte Langley einen Schlag auf den Kopf, daß diesem Hören und Sehen verging. Die Raolerpoliziften. welche inzwi' schen herbeigerufen waren verhafteten Warrenburg, gegen den die Anklage des Mordangriffes erhoben wurde, mährend Langley in die Office des benachbarten ArzteS Dr. E. E. Rose gebracht wurde, der denselben in Behand lung nahm. Wachtel wurde gleichfalls verhaftet. Er wird fich gegen die An schuldigung am Sonntag Spiritussen verkauft zu haben, vor dem Polizeirichter verantworten. Mitreisende kollettiren für Kinder. Eine alte Frau mit vier anfS ärm lichfte gekleideten Kindern erregte das Mitleid der Paffagiere eines Pennsylvania JugeS zwischen Louisville und Indianapolis. Ein gutmüthiger Reisender veranstaltete eine Kollektion im Zuge, die $20 ergab, welche er der Alten einhändigte. Diese, welche ihren Namen als Burk und ihren BeftimmungSort als Connersville angab, er zählte, daß die Mutter der Kinder geftorben und sie, die Großmutter, dieselben jetzt bei sich behalten würde. Das nti-Eigaretten-Gesetz. Durch das plötzliche Inkrafttreten deS Anti - Cigaretten - Gesetzes wurde der Verkauf dieser Sargnägel am letzten Verkaufstage so riesig umfangreich, daß die Händler übermäßig zu thnn hatten und den Reformern, die für das Gesetz verantwortlich sind, förmlich Angst wurde. Dazu kam noch der Preisnachlaß, da die Händler unter allen Umstünden ihre Waare losschlagen wollten, obgleich strikt genommen überhaupt Niemand mehr im Besitz der Glimmftengel betroffen werden darf. Wäh' rend manche Cigarenhändler behaupten, froh zu fein, daß die Cigaretten vom Markte vertrieben find, da diese! ben wenig Verdienst abwarfen, wird der Tabaktruft, welcher etwa 80 Prozent der in Jndiona bisher konfnmirten Cigaretten lieferte, das Gesetz mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln bekämpfen. Ans deutschen Vereinen. Der Schwaben Unter ftützungsverein hielt in Keller'S Halle in Washington Str. eine sehr gut besuchte Versammlung ab. Nach Erledigung der vorliegenden Geschäfte wurde ganz besonders die Schillerfeier" - Angelegenheit zur Sprache gebracht und in enthusiastischer Weise beschlossen, alle vom Theaterverein übersandten Tickets für die Tell-Vorftellung in Vertrieb zu bringen! ES find bei den nachstehend genannten Mitgliedern solche zu haben: Gottlieb Leukhart, Ecke Market und Noble; Chris. RieS, 16. und Colum via Ave.; Wm. Vogel. 512 Spring Str-; Fred. Hetz, 270 Bicking Str.; Herman Lentz, Haughville; Geo. Ber loehr, 307 English Av.; I. Emhardt, 1612 S. Eaft Str. In der Germania Halle gab gestern Abend der Concordia Club eine große Euchre'Gesellschaft. Die Gast geber waren Herr und Frau Julius Küchler, nnterftützt von Herrn und Frau Frank Baden. Die Preise wurden von folgenden Damen und Herren eingeheimst: Damen. 1. Preis Frau Baden, 2. Frau Stolte, 3. Frau Wurgler, 4. Frau Seiler, 5. Frau Schneider, 6. Frau Graham. Herren. 1. Preis Herr Schneider, 2. Herr Graham, 3. Herr Sudbrock, 4. Herr Reinken, 5. Herr Holtman, 6. Herr Wurgler.

Polizeiliches.

An der River Ave. und Ray Str. geriethen gestern Abend eine An zahl junger Burschen in einen Streit, der später in eine Keilerei ausartete. Die von der Polizei angestellten Rechercyen ergaben zwar, daß die Schläge rei stattfand, über die verschiedenen Theil :ehmer an derselben ließ fich zur Zeit jedoch nichts in Erfahrung bringen, da Niemand in der Nachbarschaft dieselben gekannt haben will. Die Nachforschungen wurden aber fortgesetzt, so daß die Burschen hoffentlich nicht ihrer Strafe entgehen werden. Zwei Männer, welche gestern Abend in den Vandalia Rangirhöfen ihre Schießeisen abknallten, erregten unter den Bewohnern der Nachbarschaft große Aufregung und die Polizei wurde von dem Vorfalle sofort benachrichtigt. Leider war beim Eintreffen der Raolerpoliziften das schießmüthige Paar verduftet, so daß keine Beftra fang derselben ftattfindenkann. Nachdem er mit den Familien Mitgliedern eine Zeitlang herumgestrit ten und dann zuletzt seinem Schmiegerohn mit einem Meffcr auf den Leib ge rückt war. wurde der 55 Jahre alte Henry Ä. Tmymen, 1906 Cornell Ave. durch die Polizei festgenommen und hinter die schwedischen Gardinen geetzt. G e o. Jackson, 333 Middle Str., wurde gestern unter der Anklage des Kleindiedftahls und der Zechprellerei gestellt. Jackson ist beschuldigt, in seinem Kofthause an der Lafayette Straße nicht nur seine Koftrechnung nicht beglichen zu haben, sondern er soll seinem Hauswirthe auch noch obendrein eine Schaufel entwendet haben. Ohne Hosen. Halloh! Ist dies die Polizeiftation?' fragte eine klagende Stimme durch' Telephon. Nachdem Sergeant Schwab bejahend geantwortet, wurde ihm gesagt, das des Sprechenden Hosen gestohlen wären und er fich nicht ankleiden könne. Die Radlerpolizisten Aökin und Dun can wurden schleunigst nach der Willard Straße gesandt, um Untersuchungen anzustellen, doch hatten fich bei deren Ankunft die Unaussprechlichen bereits gefunden. Die neue Meridian Str. M. E. Kirche. Die Pläne für die neue Meridian Str. M. E. Kirche, welche an der NordmeftcEcke von St. Clair und Meridian St.. gebaut werden wird, werden in einigen Wockcn beendet sein und wird dann sofort mit dem Bau begon nen werden, so daß dieselbe noch bis Weihnachten ihrem Zwecke übergeben werden kann. Das Gebäude wird 185 Fuß in der Länge und 66 Fuß in der Breite meffen. Im Auditorium werden 750 SitzPlätze sein, während die Gallerie davon 250 enthalten wird. Die 11 Sonntagsschul- und Klaffen räume werden 500 Personen Sitze bieten. Die Kirche wird mittelst Electricitüt beleuchte: und mit Dampf geheizt werden. Der Haupteingang wird an der Meridian Str. sein. Die ErbauungSkosten weroen ftch auf $112,000 be laufen. ,,, m Mafien Versammlung. Eine Maffen-Versammlung wird am Mittwoch Abend den 19. April in der Germania Halle unter der Führung deS Carpenter Diftrict Council abgehalten werden. Die Hauptansprache wird 9c. H. McCarty von San Irancisco halten. Fener-Ehrouik. E i n kl e i n e S Feuer gestern früh richtete an dem Haufe 39 Davidson Str. einen Schaden von etwa 15 an.

Wanderte ziellos nmher.

Heute früh traf Capitän Boylan an der Nord West-Straße eine alte Frau, welche dort frierend und anscheinend ziellos umherwanderte. Der Beamte hielt die alte Frau an und fragte sie nach ihrem Namen und ihrer Wohnung; da sie aber nicht im Stande war, irgend welche Auskunft zu geben, wurde sie vorläufig nach der Station gebracht. Hier wurde dann festgestellt, daß die Frau Mary Hanlon heißt und daß sie an der Süd Illinois Str. wohnt. Nach Aussagen der Polizeimatrone war die Frau schon früher einmal dort und wurde dann nach der Irrenanstalt gesandt. Dem Sangen und Bangen ein Ende bereitet. Die Bundes - Senatoren Beveridge und Hemenway haben ihre Empfehlungen. welche sie für Postmeister in dem 3. und 4. Congresfionellen Diftrict gemacht haben, bekannt gemacht. Senator Beveridge controllirt die Patronage im 4., Senator Hemenway die des 3. Districts. aber jeder von den Senatoren nahm erst eine Durchficht der Liste vor. welche sein College aufgesetzt hatte, bevor die Bekanntmachung erfolgte: Herrn Hemenwah's Empfehlungen für den 3. Diftrict sind: Charlefton, Joseph W. Morrow; Jeffersonville. John R. Lancafter; Huntingburgh, Frank Dufendach; Jasper, Winsield S. Hunter; New Albany, Robert W. MorriS; Corydon. Charles H. Reader; French Lick, Rolls V. Claxton; Or. leans, Fred. Kimbley; Paoli, Ed. L, Troop; Cannelton, Chas. T. Miller; Tell City, Charles Fricke; Scottsburg. John McCartney; Salem, Lewis Dennis. Hl Ans den Gerichten. Jugendgericht. Richter Stubbs vom Jugendgericht ersuchte Frau John Malagan, die dem Richter auseinandersetzte, wa rum ihr Junge nicht die Schule besucht hatte, einen Augenblick zu schweigen. Sure Mike", war die Antwort, und der Redeschwall wurde abgebrochen. Der Richter bewahrte seine Fassung. aber die Zuhörer konnten fich des Lachens nicht enthalten. Der Richter überwies den Schulschwänzer der Julia E. Work Training Schule, da es fich um einen Rückfall handelte. Polizeigericht. Vor Polizeirichter Whallon wurden die ersten Fälle wegen Uebertretung der Rauchordinanz verhandelt. Angeklagt waren George Fulwell vom Denison Hotel und Samuel V. Dun' gan von der Polk Sanitary Milk Co. Beide gaben an, der Meinung zu sein, daß fie allen Anforderungen des Ge fetzeö genügten, daß fie aber, wenn noch irgend sonst etwas zu geschehen habe, bereit wären, demselben nachzu kommen. Richter Whallon behielt ftch die Entscheidung vor, bis er das be treffende Gesetz näher ftudirt habe. Thomas Fealix, der Rumäne, der vom Polizisten Gaddls vor einigen Nächten zurück verhaftet wurde, weil er den Polizisten mit einem Revolver bedrohte, wurde vom Polizeirichter Whallon zu $100 Strafe und die Koften verurtheilt. Kriminalgericht. Der 30jährige Neger JaS. Hilliard stand vor Richter Alford unter der Anklage deS HühnerdiebftahlS. Frau Eva Craft, 1321 Massachusetts Ave., war die Klägerin. Hilliard hat erst kürzlich einen Termin im Arbeit, hause abgedient. Seine einzige kriminelle Leidenschaft ist das Hühnerftehlen. Seine dringende Bitte, noch das eine Mal Gnade für Recht ergehen zu lassen, wurde vom Richter erhört, der ihn unter suspen dirtem Urtheil entließ. Die beste 5 Cent Cigarre in Ptx Stadt, Mucho'S .Longfellow".

Nachrichten aus Jndiana.

ColumduS, 15 April. Ein förmlicher Ansturm fand heute in der County Clerks Office für Heiraths, scheine statt, da allem Anscheine nach jeder und jede noch Scheine haben wollten nach den alten Formularen. P l y m o u 1 h , 15. April. Der 50-jährige ledige Farmer Joseph Norris hier, beging Selbstmord, indem er den Lauf eines Gewehres in den Mund steckte und dann den Drücker zog, dadurch die Seite seines Kopfes wegschießend. Vor sechs Monaten schon machte er einen ähnlichen Versuch. L o g a n s p o r t, 16. April. Der nur 15jährige Frank Czemouk von Laporte ist irrfinnig geworden infolge Grübelns über vie russischen Verluste im fernen Osten. Er wurde kodsüchtig, behauptete der Vater des Czaren und von Gott ermächtigt zu fein, Nikolaus zu tödten, um die Russen zu befreien. N e w c a st l e , 15. April. Wäh. rend die Leiche deS sieben Monate alten Kindes der Eheleute Claypich im Sarge lag und Verwandte und Freunde der Familie Tag und Nacht im Haufe wachten, besuchten Diebe das Haus und stahlen $20 in baarem Gelde. Der Diebftahl wurde erst nach der Beerdi gung entdeckt. Cambridge City, 16. April. Glen Elliott und Arvil King von hier entkamen kaum dem plötzlichen Tode. als sie von einem Tanzvergnügen von GreenS Fork zurück kehrten. Ihr Pferd scheute, und warf das Gefährt um, und die Insassen fielen über den Mühlendamm. Glücklicher Weise war Hülfe nahe und die beiden Männer wurden gerettet. Connersville, 16. April. Die Bürger hier jubiliren, daß eine Companie fich organifirt hat, um eine Straßenbahn für den lokalen Verkehr zu erbauen. Dieselbe wird unter dem Namen Connersville Railway Co. bekannt sein und ein Grundkapital von $100,000 haben. Beim Stadtrath ift bereits eine Petition für das Privileg zur Erbauung der Geleise eingereicht. Connersville, 16. April. Diese Stadt hat die Ehre und das Vergnügen, der Geburtsort eineS griechi schen Babys zu sein. Die Eltern, erst kürzlich hier ansässig gewordene Griechen, sind hoch erfreut über den Zuwachs, und große Vorbereitungen für die feierliche Taufe nach griechischem RituS werden getroffen. Ein Priester aus Chicago wird die Handlung vornehmen. Logansport, 16. April. Blanche Mitchell, die farbige Mörderin der Ella Swicher, wurde von den Gefchworenen des Mordes im zweiten Grade schuldig befunden und zu le benslänglicher Einkerkerung verurtheilt. Das Frauenzimmer wurde rasend, als fie das Urtheil hörte, und drohte, Selbstmord zu begehen. Alle Vor fichtsmaßregeln werden angewendet, dies zu verhüten. P r i n ce t o n, 16. April. John S. Taylor schüttete Cigaretten im Werthe von über $200 auf die Straße, welche von Vorübergehenden fortge schleppt wurden. Einige Händler ver brannten die noch unverkauften Bestände, damit fie keine Cigaretten mehr vorräthig hätten zur Stunde, da das neue Anti - Cigarettengefetz in Kraft trete. Viele der vernichteten Glimm ftengel wac theure egyptische Waare. LoganSport, 16. April. Der Trinkfrage ift ein weiterer Schlag verfetzt worden durch die Indianapolis Northern Traction Co.; dieselbe hat ihre Conducteure angewiesen, keine betrunkenen Paffagiere in den Cars zu dulden. Dies ift an ftch ja recht empfehlenöwerth, wenn die Sache nur nicht zu Verwicklungen führen wird. Die Conducteure werden zu entscheid den haben eine Berufsinstanz gieb; eö nicht , wer betrunken und wer nur ein wenig angeheitert" ift. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Also Bor. ftcht in Zukunft, ihr lieben Leute aus LoganSport und Umgegend!

B l o o m i n g t o n, 16. April. Zum Theil in Männerkleidung. zum Theil in ihrer eigenen Kleidung ange than hielten die Soronity Studentin nen der Jndiana Universität ihren Ball, einen Art Maskenball ab. Alle denkbaren Gestalten wurden darge stellt: der friedliebende Bürger, der Soldat, der Matrose, der Student, der Profeffor und andere, nicht zu verges. sen die Ballettänzerin und die alte Jungfer. Letztes Jahr wurden die Darstellerinnen von den studierenden männlichen Kollegen belauscht, die nachher ihre Beobachtungen zum Besten gaben. In diesem Jahre wurdeu alle Vorsichtsmaßregeln getroffen, keine Späher hinein zu lassen und mit Er folg.

C r a w f o r d s v i l l e, 16. April. May Galey, die 20 jährige Tochter von Charles Galey von hier, wäre fast durch Gas erstickt worden. Sie nahm ein Bad und zündete während deffen den Gasofen an. Da fie autzergewöhn lich lange im Badezimmer verweilte, begab fich die Mutter hin. um nachzu sehen und fand die Tochter bewußtlos am Boden liegen. Sie rief schleunigst einen Arzt herbei, dem eS bald gelang, das Mädchen zum Bewußtsein zurückzurufen; trotzdem schwebt fie noch in Gefahr. Die Ursache des Unglücks, falle? war aus dem Gasofen entweichendes Gas. EvanSville, 15. April. In der Wirthschaft von ThomaS Ccarbo rough, 502 Campbell Str., geriethen letzte Nacht drei Gäste, Louis Granger, Jim Thompson und Omer RhodeS, in Streit, in dessen Verlauf der Letztere mit einem Schürhaken einen wuchtigen Schlag über den Kopf erhielt. Rho. des sank blutüberströmt zu Boden und ein herbeigerufener Arzt conftatirte, daß der Schädel gebrochen war. Nachdem die Wunden verbunden worden waren, wurde er nach seiner Wohnung an Hazel Ave. überführt. Sein Zu. stand ift ein sehr gefährlicher, da be fürchtet wird, daß er eine Gehirner. schütterung davongetragen hat. Granger und Thomas wurden von Sergeant Muth und Polizist Miller verhaftet und unter der Anklage des thätlichen Angriffs eingesteckt. L a p o r t e, 15. April. Der 22 jäh. rige GuS. Boeltcher, der in Grand Ra pidS, Mich., gewünscht, wird wegen Be raubung eineS JuwelenladenS, tauchte gestern in Wanatah auf. Eine Anzahl Männer mit dem Sheriff an der Spitze umschlossen das Haus, in welchem er sich verborgen hielt. Boeltcher, der stark bewaffnet war, verbarrikadirte sich im Hause und drohte, jeden niederzu schießen, der in seinen Bereich käme. In der Nacht gelang eS ihm, zu ent. kommen und jetzt sind etwa hundert Mann an der Jagd auf ihn betheiligt. Der junge Desperado hat erklärt, sich nicht lebend fangen zu lassen. L e b a n o n, 16 April. Große Aufregung bemächtigte sich deS Publi kumS, als eS bekannt wurde, daß Pastor John Dodge von der Holineß Kirche den Oscar Johnson einem Mitglid der Kirche, gestochen und schwer verwundet habe. In einer Versammlung der Kirchen Mitglieder sollte die Frage entschieden werden, ab einem Neger erlaubt werden sollte, vor der Gemeinde eine Predigt zu halten oder nicht. Frl. ChamberS war eine entschiedene Gegnerin deS Predi gers und gab diesem in ihrer Erregung eine Ohrfeige. Daraufhin ging die Frau Pastorin auf die schlagfertige Dame los. Als nun OScar Johnson, angeblich ein Anbeter deS Frl. Cham berS bemerkte, daß diese den Kürzeren ziehen würde, kam er ihr zur Hülfe. Da soll der Prediger sein Meffer gezo gen haben und stach auf Johnson ein, ihm eine tiefe Wunde im Rücken ver. setzend. Ein Arzt nahm fich deS Ver. mundeten an, der mit dem Leben da von kommen wird, wenn nicht uner wartete Komplikationen eintreten. Pre diger Dodge wurde verhaftet und stellte Bürgschaft.

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