Indiana Tribüne, Volume 28, Number 200, Indianapolis, Marion County, 15 April 1905 — Page 6

Jndmna Tribun 13. April 1903

Luroväische Nachrichten. Provinz Brandenburg. Berlin. Kochstr. 49 tödtete sich durch einen Revolverschuß in die rechte Schläfe der 30 Jahre alte Buchhalter Eugen Krzywicki, der hier seit einem Vierteljahr bei dem Schneider Gankowski ein möblirtes Zimmer bewohnte. Der Mann zeigte schon länger Spuren von Lebensüberdruß. Der Polizeibeamte Wilhelm Hennings, Brunnenstraße 109, beging sein 25jähriges Dienstjubiläum bei der hiesigen Schutzmannschaft. In seinem Sprechzimmer erschoß sich derArzt Dr. Georg Lewin, Landsberger Allee 42, während sich seine Angehörigen im Nebenzimmer befanden. Er litt angeblich an hochgradiger Nervosität. Der Abgeordncle v. Kownacki-Tauer-see. der hier kürzlich von einem Unfall betroffen wurde, ist im Krankenhause feinen Verletzungen erlegen. Das räthselhafte Verschwinden der 19jährigen Tochter des Rektors Schmidt befchäftigt noch immer unausgesetzt die Kriminalpolizei, welche die Angelegenheit, einer Ministerialverfügung entsprechend, als Mordsache behandelt. Alle Nachforschungen in den hiesigen und auswärtigen Krankenhäusern, alle Ermittelungen bei den VorortsbeHorden sind ergebnißlos geblieben. Da mit der Möglichkeit gerechnet wird, daß das junge Vcädchen infolge einer plötzlichen geistigen Erkrankung umherirrt, so sind auch die sämmtlichen Polizeidirektionen Deutschlands von dem Verschwinden der Schmidt benachrichtigt. Oberbriefträger Seck konnte dieser Tage auf eine 25jährige 7i,nstzeit zurückblicken. Aus dem

Landwehrkanal gelandet wurde die Leiche der 25 Jahre alten Kassirerin Marie Guthke, Berlinerstr. 105 zu Rixdorf, die seit zwei Monaten verschwunden war. Sie war acht Jahre im Waarenhaus von Wertheim angestellt und zuletzt sehr nervenleidend, so daß sie dem Geschäft fernbleiben mußte. Nachdem sie schon öfter Selbstmordgedanken geäußert und versucht hatte, vor den Augen ihrer Schwester vom Kotbuser Ufer in die Spree zu springen, entfernte sie sich heimlich aus der Wohnung und wurde seitdem vermißt. Jetzt fand man sie am Halleschen Ufer als Leiche wieder. D riefen. Kürzlich beging hier das Sagart'sche Ehepaar das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubelbräutigam ist 74, die Jubelbraut 72 Jahre alt: beide sind noch recht rüstig. Friedeberg. Der bisherige hiesige ordentlicheSeminarlehrer Kohlbach ist am Schullehrerseminar zu Drossen als Seminaroberlehrer angestellt worden. F o r st. In der Blumenfabrik von Augustin & Dr. Sachße ist das KesselHaus ausgebrannt. Weiterer Schaden wurde durch die Feuerwehr verhütet. Grüne wald. Kürzlich feierte der Bäckermeister Fritz Katzfuß fein 25jähriges Jnnungsmeister - Jubiläum. L i ch t e n b e r g. Von einer Rangirmaschine getödtet wurde auf dem hiesigen Rangirbahnhof der StationsVorsteher Großmann. Müncheberg. Kürzlich verunalückte der Ackerbürger Finck hier im Stadtwalde beim Abfahren von Holz. Er kam unverschuldet zu Fall und wurde von dem schwer beladenen Lastwagen überfahren. Zum Glück konnte er von in der Nähe Beschäftigten Beistand erlangen, auch ärztliche Hilfeleiftung war schnell zu erreichen. R ü d e r s d o r f. In den Kalkbergen ist der Bergarbeiter Gustav Schulz, der in Vertretung eines Kameraden beim Sprengen des Gesteins beschäftigt war, tödtlich verunglückt. Als eine Patrone versagte, wollte er eine neue einsetzen, doch ging in diesem Augenblick die alte los. Das herabstürzende Gestein zerschmetterte dem Bedauernswerthen den Kopf, so daß tx asbald verschied. S e n f t e n b e r g. Der Direktor der Ilse", Bergbau - Aktiengesellschaft, Gottlob Schumann, feierte fein silbernes Dienstjubiläum. Die erste Zeit arbeitete Schumann bei der Firma Kunbeim & Co., der Vorbesitzerin der genannten Gesellschaft, in Berlin, siedelte aber schon am 1. Oktober 1892 nach Grube Ilse" über, um deren Entwicklung er sich große Verdienste erworben hat. Zettitz. Auf seinem Schlosse starb hier nach langem Leiden der Ritteroutsbesitzer und Rittmeister a. D. von Wedel. gxotn$ Hstpreußen. Königsberg. Ein seltenes Fest beging kürzlich der hiesige Segelclub Rhe". Er war in der Lage, auf ein Kalbes abrbunderl des Bestehens zu rück,',ublicken, in d?m er trotz aller Wechsel des Schicksals sich eines alua liehen Gedeihens zu erfreuen gehabt und eine Acktunq aebietende Stelluna sich zu erwerben gewußt hat. Ist doch der Rhe" als der älteste Segelclub Deutschlands zugleich auch der erste deutsche Sportclub überhaupt gewesen und verdient als solcher emen besonde rtn Tribut der Anerkennung. Er wurde zu einer Zeit aearündet, als das Sportleben in Deutschland noch ganz unbekannt war. Einen lostmordversuck, unternahm der Rekrut Ehlert vom 43. Infanterie - Regiment, indem er sich mit einem Revolver eine Kugel w den Leib fchoß. Er wurde schwer

verletzt :n das Garnyonlazarety gebracht, wo er bald nach seiner Einlieferung verstorben ist. D a r k e h m e n. Seinen Wagemuth mußte der 10jährige Sohn Franz der Arbeiterfrau Simanowsky mit dem Tode büßen. Eine Anzahl fhmqen war in der Nabe der 9ftnfmund'schen Mühle mit Abbröckeln von Eis beschäftigt. Durch Ausgleiten fiel der Junge in's Wasser und ertrank, obgleich seine Kameraden ihm zu Hilfe eilten. N o r g e h n e n. Kürzlich vermißte die Besitzerfrau Krupat von hier ihren Mann. Nach langem Suchen fand sie ihn in einer Ecke des Kuhstalls unter der Krippe als Leiche vor. Auf welche Weise der Mann um's Leben gekommen ist, konnte nicht festgestellt werden. R o st k e n. Hier brannte das Gehöft desBesitzers Schwarz mit sämmtlichen Beständen an Vieh, Pferden, Getreide, Futter etc. nieder. Die Bewohner retteten nur das nackte Leben. Rhein. Die StadtverordnetenVersammlung hat beschlossen, das 500jährige Jubiläum unserer Stadt im Sommer dieses Jahres in würdiger Weise zu begehen. Die StiftungsUrkunde datirt vom 14. September 1405. S ch l o b i t t e n. Dem Dohnaschen Archivar Dr. Prollmann hierselbst ist vom Prinzregenten von Braunschweig das Ritterkreuz 2. Klasse verliehen worden. Seeburg. Der Fischer Karl Borowski von hier zog sich beim Fischen eine kleine Hautabschürfung an einem Arme zu. Er beachtete die Wunde gar nicht weiter und legte sich

wohlgemuth zum Schlafen nieder. Als er aufwachte, war sein Arm so angeschwollen, daß der Unglückliche bereits nach kurzen Qualen infolge Blutvergiftung verstarb. Tarputschen. Die Gärtner Lengies und Regge vom Zuchtgestüt Georgenburg wurden hier beim Kiesgraben in einer Kiesgrube verschüttet und konnten nur als Leichen geborgen werden. Von ärztlicher Seite angestellte Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. Provinz Westpreutzen. Danzig. Ein schweres Unglück ereignete sich in der Fleischergasse, wo der 41 Jahre alte Straßenfeger Theodor Marenziehn von einem mit Eis beladenen Fuhrwerk des Fuhrhalters Rabowski überfahren und an den Beinen sowie am Unterleib so schwer verletzt wurde, daß der Verunglückte trn Lazareth Sandgrube, wohin er geschafft wurde, binnen Kurzem starb. Bischofswerder. Ein betrübender Unglücksfall hat sich in der hiesigen Dampfschneidemühle ereignet, indem der Maurer Rudolf Brach, der mit anderen Arbeitern mit dem Abladen von einer Lowry beschäftigt war, zwischen die Hölzer gerieth und ihm hierbei der Brustkasten eingedrückt wurde. Der Tod erlöste ihn alsbald von seinen Schmerzen. Graudenz. Einen tödtlichen Unfall erlitt der Droschkenkutscher Johann Modczinski von hier. Er beförderte in seiner Droschke einen Arzt und fuhr die Fischerstraße entlang. Vor dem Hause Filcherstraße 10 befinde' sich ein außergewöhnlich breiter Rinnstein, den der Kutscher übersehen haben muß. Ein Rad der Droickke vralli gegen die Bordsteine und durch die hestige Erschütterung wurde Modrzinski vom Kutscherbock auf die Straße geworfen. Der Unglückliche erlitt einen schweren Schädelbruch, an dessen Folgen er kurze Zeit darauf starb. Mielenzerfeld. Ein großes Feuer wüthete auf der Besitzung des hiesigen Gutsbesitzers Ziehm . Das ganze Gehöft, bestehend aus WohnHaus, Stall und Scheune, wurde ein Raub der Flammen. Der ganze reiche Viehbestand ist mitAusnahme von drei Pferden und drei Kälbern mitverbrannt. Niederausmaaß. Die unter Strohdach befindlichen Wohn- und Wirthschaftsgebäude des Käthners Au gust Ring von hier sind vollständig niedergebrannt. Es konnte nur wenig gerettet werden. Ring ist nur mit den Gebäuden verstchert. Preußisch -Rosengar t. Von einer Pappel erschlagen wurde hier der Besitzer Heinrich Fröse. Die riesige Pappel stand am Gaststalle von PeilerAlt - Rosengart. Fröse kam auf Schlittschuhen die Thiene entlang. Kurz vor dem Fallen des Baumes wollte er auf die andere Seite, fiel aber hin und der Baum begrub ihn; er starb bald darauf. Sorge. Die Leiche des feit dem 6. November v. I. bei Meseritz vermißten vierjährigen Knaben Otto Wunderlich von hier ist bei einer Treibjagd auf der hiesigen Feldmark aufgefunden worden. Sie lag am U,r des Sees und war bereits von Thieren angefressen. S t o l n o. Die Ehefrau des Dorfschmiedes Parschik entfernte sich unbemerkt von Hause. Nach langem Suchen wurde ihre Leiche im See gefunden. Offenbar hat die Frau in einem Anfall von Geistesstörung Selbstmord verübt, da sie bereits einige Zeit vorher Zeichen von Schwermuth zeigte. Provinz Sommern. Stettin. Ihren Verletzungen erlegen ist die Arbeiterfrau Stiewe, die sich kürzlich in dem zu ihrer Wohnung gehörigen Stalle in der Bredower Str. einen Hieb mit einem Beil an der

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- jrM,"hi-Mr ? 5 Stirn beibrachte und sich außerdem die linke Hand abhieb. Brüssow. Erschossen Hai sich der Maurerpolier Wellrath aus Grimmen. Die Angehörigen fanden ihn noch lebend. G a r z i g a r. Der Besitzer Johannes Schulz ließ dreschen, sein 8jähriger Sohn m"ßte dabei die Pferde am Göpelwerk antreiben. Damit der Kleine nicht frieren sollte, zog ihm die Mutter einen langen Rock an. Jedenfalls ist er nun bei seiner Arbeit über die Verbindungsstange gestolpert, die seinen Rock erfaßte und ihn herumschleuderte. Hierbei wurde dem Verunglückten das Genick gebrochen. Der Tod trat sofort ein. K ö s l i n. Hier verstarb unter Vergiftungserscheinungen der Vereins böte und Kirchendiener Bartsch. Ein Rest Medizin, der sich in seiner Wohnung vorfand, wurde von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. P l a st i k o w. Tödtlich verunglückt ist auf dem hiesigen Gute der 26 Jahre alte Hofgänger August Giese, welcher aus dem oberen Scheunenraum auf die Tenne stürzte und einen Schädelbruch erlitt, der den Tod herbeiführte. S t o l p. Die 15jährige Auguste Radtke, die bei der Mehlhändlerfrau Weigt in Rummelsburg diente, wo sie drei Kinder im Alter von 1 bis T Jahren zu versehen hatte, wollte vor einiger Zeit sich durch Beseitigung der Kinder den Dienst erleichtern. Sie kaufte für fünf Pfennig Salpetersäure und goß sie in de.i für die Kinder bestimmten Kakao. Frau Weigt bemerkte noch rechtzeitig den sonderbaren Geschmack des 'Kakaos und ließ ihn untersuchen. Wegen versuchten Mordes wurde die Radtke zu 6 Jahren Gefängnitz verurtheilt. Swinemünde. Hier wurde im neuen Hafen, Sminestrom, eine männliche Leiche gefunden. Es soll der hiesige Fischer Karl Kirchhoff sein, der im Januar verschwunden ist. Kirchhoff ist Familienvater. Z a n o w. Der Stadtälteste Kommerzienrath Gustav Eschendach, Jnhaber der Firma August Kolbe & Co.. stiftete am Geburtstage feines Enkelsohnes und Stammhalters ein Kapital von 30,000 Mark, dessen Zinsen als Altersrenten für diejenigen Handwerker, Arbeiter und Arbeiter'mnen verwendet werden sollen, welche ununterbrochen eine längere Reihe von Jahren in seiner Fabrik arbeiten oder gearbeitet haben. Deutsches KleinvahnJdy. Ueber eine ergötzliche KleinbahnIdylle wird aus Oberbayern folgendes berichtet: Stieg da neulich ein biederes Bäuerlein von Kronmitt bei Feilnbach in Station Feilnbach in die elektrische Bahn Aibling Feilnbach ein, um nach Aibling zu fahren. Trotz öfterer Aufforderung des Schaffners, das Fahrgeld zu berappen, weigerte sich der Bauer mit dem Bemerken: Dös gibt's net. Moanst i bin so dumm wie die andern. Zahlt wird erscht, bal ma in Aibling sinn. Zahl i vorher, unn da Zueg bleibt wieda steck'n. kann i den halbeten Weg zu Fuaß hoamgehn, unn dös Fahrgeld kriegst nimma z'ruck. Abschieb'n Schaffna, daderbei bleibt's, in Oabling kriegst Dei paar Pfennig." Und richtig blies es dabei, der elektrisch Beförderte entrichtete erst an der Ankunftsstation seinen Obolus. Der Kronwitter Mann hat übrigens ganz recht gehabt; der Bahn geht öfters die Elektrizität aus und wem's dann eilt, der geht am besten zu Fuß weiter. Umschrieben. Vater (zur Logisfrau, bei der sein studirender Sohn wohnt): Wie ist denn mein Sohn Ihnen gegenüber?!" Logisfrau: Mir kommt er ein bissel sehr sparsam vor er scheint nicht gerne Geld auszugeben. Ich hab' schon drei Monate keine Miethe von ihm be-kommen!"

Erzählen

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. . Hunderttausende von Frauen leiden an unregelmäßigem Monatsflusse. Tausende leiden an niederdrückenden Schmerzen. Andere sind nervös und haben allerlei Schmerzen im Unterleib Rücken, Hals, in den Gliedern und im Kopfe. Der Wlne of Cardui kurirt alle diese Leiden Es giebt kaum ein Heim wo nicht eine Frau das Opfer von Frauenschwäche irgend welcher Art ist. In Ihrem Haus befindet sich eine Leidende. In JhreS Nachbars Haus befindet sich eine Andere. 1 ' Der Wine of Card j wird Sie kuriren, Ihre Schwester. Mutter oder Ihre Tochter. Er wird Ihre Nachbarin kuriren. Ueber 1,600,000 leidende Frauen sind durch den Wineos Cardui kurirt worden. Hunderttausende von gesunden und glücklichen Frauen erfreuen sich guter Gesundheit, weil eine interessirte Freundin eine Rasche Wine es Cardui brachte, oder erzählte, was dieses wunderbare FrauenStärkungsmittel vollbringen kann. Wollen Sie Frau Smithers Beispiel nicht nachahmen, indem Sie mit dem Wine of Carnnl rtind S2 i . 4- J, V. V t

waaa m Wäm FNse.tt aio xayru.'gömittel. In wie großem Maßstabe Insekten als Nahrungsmittel gebraucht werden, darüber hat ein französischer Gelehrte?, G. Durand, Untersuchungen anaestellt. Er ist zu dem Ergebniß gelangt, daß fast alle Arten der Jnsekten an irgend einem Theile des Erdballs gegessen werden. Der Brauch ist alten Ursprungs; schon die Römer aßen die Larven des Bockkäfers und des Hornkäfers, die sich im wurmstichigen Holz vorfanden. Noch jetzt essen die Eingeborenen Westindiens die Larven des Hirschkäfers. Die Kreolen von Bourbon kochen und essen die gemeine Küchenschwabe, die Araber der Wüste folgen noch jetzt dem Beispiel Johannes des Täufers und nähren sich von Heuschrecken. Diese sind ein regelmäßiger Handelsartikel; wenn sie gefangen genommen sind, werden sie getrocknet und gesalzen und zum Verkauf aufgereiht. Mehrere Völker essen Ameisen, die auf verschiedene Art zubereitet werden. Die Afrikaner kochen sie in Butter. während man in Brasilien eine harzige Sauce dazu liebt. Die Siamesen verwenden dagegen dieAmeieneier. Die Termiten oder weißen Ameisen werden nicht nur roh gegessen, sond?rn vom Eingeborenen in Indien auch wie Kaffee geröstet, dann mit Mehl vermischt und zu einem Teig verarbeitet. Die Singhalesen nähren sich von bestimmten Bienenarten; die Heuschrecken sind eine griechische Delikatesse, und ihre Eier werden von den Mexikanern zu Kuchen verarbeitet. Die Chinesen bereiten aus der Puppe des Seidenwurms ein stärkendes und schmackhaftes Nahrungsmittel. Die Armen entfernen nur die Hülle, kochen die Puppe und essen sie mit Pfeffer und Salz gewürzt. Um ein feineres Gericht zu bereiten, wird die Puppe in Speck, Butter oder Oel gebraten und mit einem Eigelb gemischt; die schaumige Masse sieht sehr appetitlich aus und soll vorzüglich schmecken. Man sieht aus diesen Beispielen, die bei weitem nicht vollständig sind, in welcher Art Insekten als Nahrungsstoff genossen werden, und daß dieser Brauch auch bei höher entwickelter Kultur anscheinend nicht ausstirbt. D i e Z a h l d e r Diphtheritis-Pa-tienten in Londoner Hospitälern variirt zwischen 800 und 1000. ot der Strafkammer in Stendal bei Berlin hat sich ein Vorfall zugetragen, der eigentlich beoauerlich ist, dennoch aber einer starken Dosis von Komik nicht entbehrt. Der Arbeiter Riek aus Chüttlitz bei SalzWedel war der schweren Körperverletzung angeklagt und harrte seiner Verurtheilung. Er saß auf der Anklagebank; der Gerichtshof hatt-: sich zur Berathung zurückgezogen. Der erste Staatsanwalt unterhielt sich m't einem als Zeugen gelad.'nen Gerda?men, als Riek plötzlich aufstand, rubig die Anklagebank verließ, den Flur betrat und verschwand. Der Gerichtshof kehrte zurück, aber das Urtheil, das auf sechs Monate Gefängniß und sofortige Verhaftung lautete, konnte nicht verlesen werden, da der Angeklagte nicht da war. Es wurde das ganze Gerichtsgebäude alarmirt und die gesammte Stendaler Polizei herangezogen, aber alles war vergebens, der Flüchtling war nicht aufzufinden. Komisch wird die Sache nur insofern, als das Gericht genau wußte, was für einen gefährlichen und gewiegtenMann es in Riek vor sich hatte. Riek hatte es nämlich verstanden, sich einer gegen ihn vor etwa einem Jahr erkannten Haftstrafe monatelang zu entziehen. Der Staatsanwalt hatte in seiner Rede ganz besonders den listigen, durch' triebenen Charakter des Angeklagten betont. Die Flucht wirkte darum auf das Gericht geradezu verblüffend. Beim Drechsler. Sie haben mir da Manschettenknöpfe als echt Elfenbein verkauft das ist aber falsch!" So? Da muß der Elephant einen falschen Zahn gehabt ha-btn"

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Wui mmmmm .uu, muucu uuu vann anocren cioenoen von Ihrer Heilung erzählen? - 1603 Mavle Str., Louisville. Kh., den 20 Juni 1904 Ich emchte es als meine Pflicht. Ihnen für das Gute zu danken. daS der Wine es Cardui an mir voll. J-lar : war nerdös, erschlafft und beinahe erschöpft. Die göttliche Vorsehung leitete eines Jh. rer Buchleins in meine Hände, und ich kaufte eine Flasche Wine ok Cardui. Ich hatte ihn nur drei Tage gebraucht, als eme entschiedene Veränderung wahrnehmbar war. Was er für mich that wird er auch für irgend eine andere Frau thun, und ich lasse nie eine Gelegenheit dorübergehen. ihn als' ein zuverlässiges und sicheres Hellmittel zu empfehlen. Frau Befsie F. Smltder.

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13 o m Tode auserstand e n. Beinahe wäre kürzlich eine Frau Elen Kernp in Easro, Mc, lebendig begraben worden. Nach kurzer Kcankheit war sie in einen todähnlichcr! Zuband verfallen, so daß die Aerzte einen Herzfehler als TodesUrsache ansahen. Kurz vor dem Begräbniß bemerkte ein Mann der BestattungZesellschaft. daß sie die 5)and fcelregie und rief schnell einige Aerzte herbei, db lr'äftize Wiederbelebungsversuche anstellten; es gelang ihnen, dh Frau zu retten und ihr Gesund' heitszustand ist nun, abzesehen von Schwäch? infolge Mangels an Nahrung, zufriedenstellend. Einen R i e s e n d u r st besitzt augenscheinlich ein gewisser Patrick Me?han in Baltimore, Md., der dieser Tage ein großes Wbisly-Faß, das v?r einem Geschäfte stand, wegrollte, jedenfalls in der Hoffnung, noch einige trinkbare tropfen darin zu finden. Ehe er indeß seine troene Kehle mit dem feurigen Naß netzen konnte, hatte ihn ein Polizist am Kragen. Der Kadi, dem der Sünder vorgeführt wurde, hielt dem Gefangenen zunächst ein Privati simum über die verdarblichen Eigenschaften des Feuerwassers als durststillendes Mittel und schickte ihn dann auf einen Monat in's ArbeitSbaus, damit er sich wieder an's Wassertrinken gewöhne. Verbrechers Rache. Um sich an seinem früheren Kameraden Henry Miller, von dem er einst verrathen worden, zu rächen, verleitete Charles Harris in Chicago denselben, gemeinsam mit ihm einen Einbruch zu begehen und erstattete hierauf die Anzeige bei der Polizei. Er gab dabei ganz offen und unumwunden zu, daß er dies alles einzig und allein in der Absicht gethan, um Miller in's Zuchthaus zu bringen, auf dessen Denunziation hin er einst im Staate New Fork zu einem Straftermin verurtheilt worden sei. Harris und Miller wurden wegen Einbruchs auf unbestimmte Zeit in's Zuchthaus gesandt. Obwobl erst 34 Jafire alt, hat Harris bereits die meiste Zeit seines Lebens im Gefängniß verbracht. Zunge als verborgene Waffe." Polizeirichter Cook von Madison, N. I., hat zwei Frauen. Frau S. Morse und Frau Parker von dort um je $10 gebüßt, weil ihre Zungen verborgene Waffen" seien. Die Frauen hatten sich vor dem Richter gegenseitig beschimpft und dieser befahl ihnen, sich mit einem Kuß zu versöhnen. Sie weigerten sich dessen und schimpften drauf los. Dies ver anlaßte den Friedensrichter zu erklären, sie seien, weil sie ihren Zungen so freien Lauf ließen, des Tragens verborgene? Waffen schuldig, und verhängte Bußen über sie. Frau Morse begab sich zu ihrem Anwalt und dieser wollte ihr zuerst gar keinen Glauben schenken, als er von dem Urtheil hörte, überzeugte sich nachher aber selbst durcb einen Einblick in die Akten. Ein Richter hob darauf das Urtheil wieder auf und ließ die Buhen zurückzahlen. Ter Schatz eines GeizHalses. Auf einem 30 Acker enthaltenden Stück Land unweit Webster City. Ja., führte seit Jahren der als OnZel" bekannte James Monroe ein Einsiedlerleben, und als er dieser Tage einen Schlaganfall erlitt, glaubte er sein Ende nahe und ließ seine Nachbarn kommen, denen er eine Stelle an Picayune Creek auf seinem Land bezeichnete, wo sie nachgraben sollten. Zu ihrem Erstaunen fanden sie einen Blechkasten, der $2780 in Goldmünzen enthielt. Auch in seiner ärmlichen Hütte bezeichnete er noch Verstecke, die Geldsummen enthielten. Auch hat er einen Platz in Omaha angegeben, wo noch $3000 vergraben seien, und es wird sofort darnach gesucht werden. In einem Testament hat er drei Erben für den Nachlaß bestimmt. Als vor Jahren das Goldfieber in Colorado ausbrach, war er einer der ersten, die hinkamen, und hatte sich dort das Geld erivart.

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