Indiana Tribüne, Volume 28, Number 195, Indianapolis, Marion County, 10 April 1905 — Page 3
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Neun
Wird der russischen Kricgspartci durch Rojcstvcnsky's zwcisclhastcn Erfolg eingeflößt. Scha.mützcl in der Mandschurei. Anarchie im Kaukasus. Schneestürme in Tentschland. Der Kaiser nach Korfu. Sektenstreit. Ungarn dürfen nicht auswandern. Arbeiter - Demonstration in Madrid.
Indien. Admiral RojeftvenSky's Flotte. Singapore, 9. April. Von Admiral RojeftvenSky's Geschwader kamen gestern 51 Schiffe hier vorbei. Die ftürkften Schiffe, darunter die Schlachtschiffe Kniaz Suwaroff, Alex-
ander II., Borodino und Orel mit den Mordversuche in Polen, 2 in den daldazu gehörigen Kreuzern, Torpedoboot. tien Provinzen, 1 in Kischinew, 2 in zerftörern usw. waren nicht dabei. Ihr Öer Wolga.Gegend und 3 in dem Kau.
Aufenthaltsort lft unbekannt. Die Schiffe, die hier vorbeikamen waren die Schlachtschiffe Siffoi Veliky und Oleg; die Kreuzer Admiral Nakhimoff. Dmitri Donskoi. Aurora, Jzumrud, Jemtchug, Almaz. Ruß, Anadyr. Fürst BiSmarck, Kaiserin Maria Theresia, Kaiserin Augufta Victoria, Kaiser Friedrich, Rion, ferner 7 Torpedobootzerstörer; alle führten die Kriegsflagge. Unter der Handelsflagge fuhren die Dampfer Voronez. Kirio, Jaroslaw, Tombon, Wladimir und Orel von der Freiwilligenflotte, Me?eor, Jupiter uno 'cercury von oer .usftschen Schiffahrtsgesellschaft. Ko.ea uno vn er Wnqen m Rni, Gortschakaff ander naraHUxm Kmpgn. ..n Reparatur. schiff und 16 Kohlenschine. Ein französischer Dampfer kam heute mit einem Matrosen von dem Ad miral Nachimoff" hier an, der über Bord gefallen war und erst 12 Stun den später aufgefischt wurde. St. Petersburg. 9. April. ES ist Grund anzunehmen, daß nach Ankunft von Vize-Admiral RojeftvenSky im chinesischen Meer den Kreuzern Gromoboi, Rosfia und Bogatys, die schon einige Zeit zu Wladiwoftock bereit liegen, der Befehl ertheilt wurde in See zu stechen. i w:. c .ci-ti c . czi , I io ok uovvii MW. um m Süden zu jchlcken oder fie ln der viaqbarschaft von Wladiwoftock zu halten,
ist nicht bekannt. Ihr Erscheinen Berlin, 9. April. Ganz Mitaußerhalb deö HafenS von Wladiwoftock tel-Europa leidet gegenwärtig unter würde eine starke Bedrohung im Rücken furchtbaren Schneeftürmen und einer Admiral Togo'S fein und ihn zwingen um diese Jahreszeit äußerst selten regieine starke Macht in japanischen Ge- strirten oitteren Kälte. Im Riesenge, wüffem zu belasten oder zu konzen- birge haben sich gewaltige Schneemaffen
triren. So scheint der Admirat ,wiscken wei teuern iu sein. Die Friedensfreunde behaupten, daß diese günstige strategische Stellung be. mifct werden sollte Japan den Frieden anzubieten denn, wie sehr die japanische Regierung auch von einem Siege Togo's überzeugt sein mag. sie kann die Möglichkeit einer Niederlage und deren Folgen nicht außer Rechnung lassen, Beide Länder haben ein Interesse daran nicht Alles aus'S Spiel zu setzen. Freilich hat die hiesige Kriegspartei durch RojeftvenSky's Erfolg Muth gefaßt. Manche Marineoffiziere find der An ficht, daß Rojeßwensky nun, nachdem er glücklich die Meerengen pasfirt hat, nicht nach Norden den Japanern entgegenzufahren braucht, sondern ruhig die Ankunft des ViceAdmiralS Nebogatoff mit seinem Geschwader abwarten m w ... . . I im JC .1 1 zc. I rann, oer in orei mmjm einigen kannte. m Sonnt,, erkielt die Admiralität rim Ion Dekelcke dn Sinaavare. dck ist über deren Inhalt Nickis be. n.mnrh.n b ritaM ta. MI jj WM öffentlichen am Sonntag-Morgen Depeschen aus Singapore ohne Commen tar. Nur der Swjet" drückt die Hoff, nung au, daß es RojeftwenSky gelin gen werde, dem Laufe der Dinge eine Wendung zu geben, und daß eS selbst nn oc einer nieoermge einigen , o .rt : v i ri ner s?chlNe gelingen werde, oas Japa niicke Mesr in erreichen. ' v w "Irtllrttl JY Russischer Angriff auf T s u l u s h u.
Tokio, 9. April. Folgender kgeifert haben, war auch Richard AIBericht ift aus dem Hauptquartier der bert. Redakteur der BreSlauer VolksArmee in der Mandschurei eingetroffen: wacht." Am 5. April 2 Uhr Nachmittags In einem seiner letzten Artikel sprach griff ein russisches Bataillon und 6 er in so beleidigender Weise von dem Kompagnien Kavallerie Tsulushu an, Oberbürgermeister Bender, daß dieser 20 Meilen nördlich von Chongtee; sie eine Klage anstrengte, die nun zur wurden zurückgeworfen. Am folgenden Verurtheilung Albert'S zu einer GeldTage wiederholten 24 Schwadronen strafe von 300 Mark geführt hat.
Muth
mit mehreren Geschützen den Angriff, abermals ohne Erfolg. Der größere Theil der feindlichen Abtheilung zog sich auf Pannencheng zurück. Rußland. Attentate. St. Petersburg, 9. April. Auf Beamte wurden in letzter Woche 3 kasus gemacht. Botschafter Meyer. S t. P e t e r S b u r g, 9. April. Der neue amerikanische Botschafter C. V. - Meyer machte heute dem Minister des Aeußeren Lamsdorff seine AntrlttSvlftte und wurde ungewoynilcy freundlich begrüßt. Fragen von Wich. tigkeit, Krieg und Frieden, wurden in der Unterhaltung nicht berührt, Wahrscheinlich wird Meyer am Mittwoch dem Zaren seine Beglaubigungsschreiben überreichen. Streik S t. P e t e r Sb u r g , 9. April. - ackricktm I lm ffm.Mn mf(Vn im 6i,cnl)aI)noienB . axä)it ch. der Nach, , . , . .. . .". . ., ilVfUIVII VlMnV " V-'I'P UIIW U)fVVkt 11 denselben die Strecken auf und ab; sie zwingen andere Arbeiter zu streiken. Judenviertel bewacht. Warschau, 9. April. DaS Judenviertel wurde den ganzen Tag von Truppen bewacht. Jedem Polizisten an abgelegenen Punkten waren 2 Sol baten beigegeben. Seit langer Zeit verlief em Sonntag einmal ohne Ruhe ftorung. Deutschland. Verheerende Schneeftürme aufgehäuft. Von vielen Orten her werden bis zu 9 Grad R. Kälte gemel' det. Im Harz hat das Schneewetter die Telegraphen- und Telephondrähte niedergelegt und eine allgemeine Verkehröftörung verursacht. Aus München wird gemeldet, daß eine schneidende Kälte eingesetzt hat. Im Erzgebirge, in Tirol, hat das Scheetreiben Schäden verursacht, deren Ausdehnung sich noch ar mcht übersehen läßt. Von den Kügenftädten an der Oftsee. die durch Sturmfluthen bedenklich gefährdet find, wird der Verlust einer ganzen Anzahl von Menschenleben ge meldet. Manchen OrteS macht sich schon wieder ein Nothstand geltend, der rascheste Abhilfe erheischt. Fortwäh rend laufen aus ganz Deutschland Hiobspoften ein, die sämmtlich von hef tigen Schneeftürmen und starken Ver kehröftörungen berichten. Der Erbe Menzel'S. Berlin.. April. Die anz "foaf deS OrdenS pour 1. merite bie bul ben Adolph Menzel'S er. Pl1 war, ift jetzt wieder besetzt Der bisherige Vizekanzler des Or denö, Prof. Arthur Auwers, derbe kannte Astronom, wurde zum Kanzler und der Bildhauer Profeffor Friedrich Schaper zum Vize-Kanzler ernannt. DaötheureHochzeitSg e s ch e n !. i m . 1 1 f ? w ertin,. April, unier oenen, I v : , TO tMK V kmm UIC lll WUU UHU CUllll CCU UU9 UUU der Stadt Breölau dem Kronprinzen zugedachte HochzeitSgeschenk geeifert und
Orden für General - KonsulBünzund Konsul R i e l o f f. Berlin, 9. April. Der Reichs
anzeige? giebt bekannt, daß dem deutschen Generalkonsul in New Bork, Herrn Karl Bünz. der Rothe Adlerorden zweiter Klaffe mit Eichenlaub verliehen worden ift. Der deutsche Konsul in St. Louis, Dr. Rieloff, hat den Rothen Adler orden dritter Klasse mit der Schleife erhalten. Erdbeben. Berlin, 7. April. Das gewal tige Erdbeben, das in den letzten Tagen Indien erschütterte und zahlreiche Menschenleben forderte, bewegt sich offenbar in westlicher Richtung und hat noch nicht ausgetobt. AuS Göttingen wird gemeldet, daß dort ziemlich heftige Erd ftöße beobachtet wurden und die gleiche Meldung kommt von der Sternwarte in Budapest. Schillerfeier in Berlin. Berlin. 9. April. Die Studenten der hiesigen Universität planen für den 9. Mai. der 100. Todestag Schillers, eine Aufführung der ..Räuber". Die sonstigen Vorbereitungen, welche hier in allen Kreisen für den Tag getroffen werden, laffen darauf schließen, daß die Feier sich zu einer Uberwältigend großartigen gestalten wird. S e k t e n st r e i t. Berlin, 9. April. Zum ersten Male in vielen Jahren ift in Deutschland ein Sektenftreit ausgebrochen und seiner Seltenheit halber erregt er nicht geringes Aufsehen. Der Schauplatz des Konfliktes ift Haynau. aber schon hat er weitere Kreise gezogen und wird in den Zeitungen der Metropole mit Heftigkeit debattirt. Der Friedhof genannten Städtchens steht im alleinigen Befitzthum der dortigen evangelischen Kirchengemeinde. Indessen ift diese laut den Beftimmungen des allgemeinen Landrechts gehalten, die Beerdigung von Mitgliedern der Haynauer Methodiftengemeinde zu gestatten, da diese Sekte dort keinen Gottesacker hat. Bei Beerdigungen von Methodisten hat nun öfter der Methodiftenprediger Bargmann mitgewirkt. Der evangelische ffirchenrath untersagte ihm darauf das Betreten des Friedhofs. Als er dies trotzdem wieder bei Begräbnissen seiner Glaubensgenosseu that, stellte der evangelische Kirchenrath Strafantrag wegen HauSfriedenSdruch und wegen unbefugter Grabrede. Obwohl das Liegnitzer Landgericht den Prediger freisprach, und zwar auf Grund der preußischen Verfassung, welche die Freiheit des religiösen Bekenntnisses gewährleistet, hob das Kammergericht die Entscheidung auf und verwies die Sache zur nochmaligen VerHandlung und Entscheidung an das Landgericht zurück. Die Berliner Zeitungen haben sich nun der Kontroverse bemächtigt und einige fragen, ob amerikanische VerHältnisse mit allen Begleiterscheinungen des inter-sektirischen Hasses" in Deutschland fruchtbaren Boden finden werden. Man spricht sogar von einer Interpellation an den Reichstag und einer Pe titon an die Synode, denn, schreibt ein Methodiftengeiftlicher in der Vossischen Zeitung", wenn Gemüth und Gewis sen dem interreligiöscn Streite nicht Riegel vorschieben, dann müssen Gesetze und Verordnungen dies thun." Pueckler'S Schwanenlied. Berlin, 9. April. Wenn man ihm glauben darf, so hat der Dresch graf" Pueckler den ungastlichen Thoren Berlin'S auf immer Valet gesagt. In einem Flugblatt, das gestern an allen Straßenecken der Stadt vertheilt wurde, erklärt er feine vermeintlichen Anhän ger" für schlappe Kerle. Sie haben mich", heißt eö in der Schrift, schnöde im Stich gelassen. Ja, sogar Mit sching (der Druckereibefitzer, der lange Zeit Pueckler'S Verleger war), hat sich geweigert, die letzte meiner ungehalte nen Reden zu drucken. Ich ziehe mich nach Klein-Tschirne zurück. Wer mich sprechen will, mag dorthin kommen. Von nun an bin ich Fremdling in Berlin". Panama. Herabsetzung der Eisen bahn r a t e n. Panama, 9. April. Die Nachricht, daß KriegSsekretär Taft für eine Herabsetzung der Raten der Eisendahn ift, hat hier große Befriedigung erregt. Die Herabsetzung wird sich für den JfthmuS sehr wohlhuend bemerkbar machen.
Sonntagszwang
Wird ftrenge durchgeführt. KansaSCity. 9. April. Heute waren alle Wirthschaften von Kansas City in KansaS und Missouri sowie in Jackson County, Mo., ge schloffen. Letzten Sonntag, als die Schließung in KansaS Sity, Mo., durchgeführt wurde, pilgerten Dürftige über die Grenze nach Kansas oder nach den Sommergärten auf dem Lande in Missouri, heute jedoch waren auch diese Lokale geschlossen, selbst die Hotels. wo sonst berauschende Getränke verkauft werden. Italien. K a i s e r W i l h e l m. M e f s i n a, 9. April. Kaiser Wilhelm verbrachte den ganzen Sonnag im Kreise feiner Familie. Er war ehr erfreut, den Prinz Eitel Fritz wieder dollständig hergestellt zu finden. Von dem italienischen Schlachtschiffe Dandalo" sandte der Kaiser dem König von Italien mittels drahtloser Tegraphie seinen Dank für die vorzügche Aufnahme. Er wird während der Nacht nach Kurfu abfaören. Englisches KönigSpaar. F o r t M a h o n. Insel Minorca, 9. April. Das enaliscke Köniasvaar am heute von Marseilles hier an. ES wird heute Abend seine Kreuzfahrt fortsetzen. Spanien. Demonstration. Madrid, 9. April. In der Nähe deS Reservoirs, das gestern zusammenbrach, machten heute 5000 Arbeiter, die schwarze Fahnen trugen, eine Demonftration. Nach der Polizei, welche die Fahnen konfiszirte. wurden Steine geworfen. Auf beiden Seiten gab eS ernstliche Verletzungen. Ursachen der Katastrophe. Madrid, 9. April. Hiesige Zei tungen melden, der Zusammenbruch deS Reservoirs fei von Ingenieuren sowohl wie Handwerkern vorausgesagt morden. Es wird daran erinnert, daß schwere Bedenken gegen den Grund, auf dem daS Reservoir errichtet wurde, in den Cortes laut wurden. Von Arbeitern wird auch behauptet, daß der Bau zu rasch und mit schlechtem Material aufgeführt wurde. Von denen, welche gerettet wurden. sind 10 wahnsinnig geworden. Es spielten sich nach der Katastrophe herzzerreißende Szenen ab. Eine große Menschenmenge umlagerte die ganze Nacht den Schauplatz des Unglückes und beobachtete die Rettungsarbeiten. Der König besuchte heute Morgen wieder die Verletzten in den HospitÜlern; Studenten und Arbeiter sammeln Gelder für die Hinterbliebenen der Verunglückten. DaS Publikum gibt nach besten Kräften. Perfien. Schah auf Wallfahrt. Teheran, 9. April. Der Schah wird am 23. April eine Piigerfahrt nach Meshed antreten. Während seiner Abwesenheit wird der Thronfolger Mo hammed Ali Maza die Regierung führen. Grokbritannien. Zu Ehren W h i t e ' s. London, 9. April. Der Sekretär des Auswärtigen Lanödowne, der Sekretär für Indien, Botschafter Choate und sein Stab waren auf dem BahnHofe erschienen, um sich von Botschafter White und seiner Gattin zu verabschieden. Premier Balfour gab White zn Ehren gestern ein Abschiedsdiner. Botschafter White wird auf der Durchreise einige Tage in Paris verweilen. Der neue Generalkonsul. London, 9. April. Der amerikanische Generalkonsul Rob. I. Wynne und Frau Wynne kamen nach einer angenehmen Reise hier an. Wynne wird seinen Posten antreten, sobald Gen. Ho. Clay Evans seine Tour nach dem Kontinent antritt. Canada. Robbenfang. S t. I o h n S , N. F., 9. April. Der Dampfer Leopard" ift mit 2000 Fellen und der Virginia Lake" mit 10,000 Robdeufellen heute zurückgekehrt. Die Maschinerie deS ersteren Schiffes war reparaturbedürftig. Beide Dampfer berichten, daß der Fang sich wenig gebessert hat. Von der ganzen Flotte von 22 Schiffen stehen noch 18 aus. ES ift zweifelhaft, ob der ganze Fang 160,000 Felle ergeben wird. Im letzten Jahre waren eö 284,000.
Die Herren Gesetzgeber. Die französischen Abgeordneten erfreuen sich in ihrer übei-wiegende Mehrheit trotz czx auf ihren Schulter? lagernden Arbeits!ajt und der Näh, der Neuwahlen eines sehr heiteren Ge siüths, wovon eine Geschichte Zeugnis giebt, die ger Figaro aus dem Palais Bourbon zu berichten weiß. Man wai im Abend in der Kammer sehr erstaunt wahrzunehmen, daß eine Anzahl Deputirter, die sonst bereits uir die Dämmerrung durch a demain"Rufe und lautes Huhu!" gegen lang: weilige Redner und für einen beschleu nigten Sitzungsschluß demonstrirten plötzlich ein überaus lebhaftesJntereyt an den sachlichsten" Reden zeigten und mit Jilbrunst einer außergewöhn lich öden Erörterung einiger belangloser Punkte des Kriegsbudgets folgten. Man encouragirte die Redner, die den Anlaß benutzten, um Desiderata ihrer Wähler zu erörtern, o! sie sonst aus Furcht, als Raseurs' angeblasen und verhöhnt zu werden, nie vorzubringen gewagt hätten. Di: Sitzung hätte um 6 Uhr zu Ende sei' können. Aber dank Itx Hingebung dieser Deputirten zog sie sich bis lt Uhr hin. Was war 'geschehen? W : hatte plötzlich solchen Arbeitseifer er zeugt? Man hatte erfahren, Heri Cochery, Fxm.inister und Präsident bei Budgetkommission, hab? die Minist r den Präsidenten Herrn Doumer, un einige Kollegen für 7 Uhr zu einen' Diner eingeladen. Da Cochery all Häuptling der Budgttkommission um die Minister die Kammer toch nich verlassen konnten, solange die Budaet debatte währte, beschloß man, die De batte hinzuziehen, um Wirth undGäst? ein wenig zu ärgern. Das gelang auck aufs beste. Cochery saß wie auf Korr len und sah alle fünf Minuten auf di Uhr; auch die Herren Rouvier unt Berteaux zeigten eine auffallende Ner vosität. Doumer versuchte mehrfach abkürzend in die Debatte einzugreifen hatle aber keinen anderen Erf. lg. daß die humoristischen Gesetzgeber voi Freude und Hohn heulten. Nach 1 Uhr fand man, daß Cochery und seine Gäste sich ihr Dwer verdient" hätter und streckte die Waffen.
H schweres Rettungswerk vollbrachte die Mannschaft des Dampfers C. Ferd. Laeisz" der Hambur?Amerika Linie auf ihrer letzten Reise von Jokohama nach Kob?. Bei Kap Tanabe wurde bei regnerischem, mit Hagelböen untermischtem Wetter und hochgehender See ein entmasteles japanisches Küstenfahrzeug, das Rcthsignale gab, gesichtet. Der deutsche Dampfer änderte seinen Kurs, ging in die Nähe des Wracks, auf dem sich zwei Mann befanden, und versuchte, es in's Schlepptau zu nehmen. Es gelang, durch Wurflnnen eine Verbindung herzustellen und eine Schlepptrosse zu befestigen. Beim Schleppen ergossen sich jedoch unausgesetzt schwere Seen über das beschädigte Fahrzeug, so daß die Japaner, das Weg sinken ihres Schiffes befürchtend, schon nach kurzer Zeit die Trosse wieder loswarfen. Es wurde jetzt versucht, die Leute mit dem Rettungsboote zu bergen, ein Unternehmen, das bei der hohen steilen See an den Opfermuth und me seemamscht Tüchtigkeit der Rettungsmannschaft die höchsten Anforderungen sollte. Erst nach zweistündiger harter Arbeit, die das Undurchführbare des Rettungssrerkes er gab, mußte der Führer des Bootes, d:r erste Ofnzler, den Befehl zu Rückkehr an Bord gcben. Hier batte man indessen bereits emen neuen Rettungsplan entworfen. Da das tief sie aende Wrack langsamer trieb als der Dampfer, ging dieser luvwärts, stoppte und lieh nun, den Abstand zwischen Wrack und Dampfer so.'gfältia mit der Maschln: regulnend, 'tx nen Bug am Heck des Wracks vrüertreiben. Auf der Back des Dampfers standen mt Leute klar be: den Wurf leimn, die, sobald man in Wurfweite gekommen war, geschleudert und von den Japanern ergriffen wurden. A diesen Rettungsleinen zog man dann die Schiffbrüchigen an Bord des deutschen Schiffes, das nach vierstündiger Unterbrechung seine Reise fortsetzen konnte. Mit Blut geschrieben. In einem vor dem SchwurgerichtsHofe in Seinamanger durchgeführter Mordprozeß spielte ein Blut geschriebener Brief, den einer der Beschuldigten aus demGefängnisse hinausschmuggeln wollte, die Hauprclle. Die Haftling hatte sich in Ermangelung von Feder und Tinte eine kleine Wunde an-. Arm beigebracht und mit seinem Blute den Brief mit einem Nagel geschrieben. Am 24. November 1904 erschoß der Nadasder Insasse Johann Sipos die junge Frau des Stephan Nemeth?). Vilma Nemethy. In der Untersuchung gab Sipos an, er sei von Stephan Jona und dessen Sohn Joseph, die ihm 1000 Gulden versprachen, zu diesem Morde gedungen wurden. Bei derVerhandlung leugneten dies die beiden Jona, doch der Staatsanwalt legte den mit Blut geschriebenen Brief vor, den Joseph Jona aus dem Gefängnisse schmuggeln wollte, und in dem er bat, nicht gegen ihn auszusagen. Dieser Beweis brachte die Anstifter des Mordes zum Gestandniß, worauf die Jury Sipos und Sie phan Jona zu lebenslänlichem, Joseph Jona zu zehn Jahren schweren Kerkers verurtheilte.
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