Indiana Tribüne, Volume 28, Number 191, Indianapolis, Marion County, 5 April 1905 — Page 6

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Durch die Zeitung. Humoreske von M. Leony. Das elegante, stilvoll möblirteJunggesellenheim des sehr beschäftigten, begüterten Rechtsanwals Eismann war heute von fröhlicher Gesellschaft belebt. Der Gastgeber beging seinen dreißigsten Geburtstag im Kreise befreundeter Collegen. Der venetianische Lüftre amPlafond warf seine bläulichfunkelnden Lichtreflexe auf lebensfrohe, jugendliche, geistvolle Gesichter. Wohlthuend dämpften die dunklen, schweren Sammetportieren, welche Thüren und Fenster einrahmten, sowie der kostbare, wollreiche Smyrnateppich den Schall der kräftigen Männerstimmen, wollten die Wogen der ungeheuren Heiterkeit einmal gar zu hoch geHen. Der perlende Sekt, welchen Eismann in ausgiebigster Weise spendete, zauberte ein wahres Raketenfeuer an Geist und witziger, übersprudelnder Laune hervor. Schier dreißig Jahre wirst Du alt," Mein lieber, wertherRechtsanwalt" improvisirte Assessor Velten soeben, da wird es wirklich für Sie, wie für Jhren Intimus Volten endlich Zeit, dem Junggesellenstand Valet" zu sagen!" Mein Name entspricht ja durchaus nicht immer den Thatsachen," lachte Eismann, doch das allzu bereite Entaegenkommcn heirathsfähiger und -lu-fiiger Töchter des Hauses schwächt meine Verehrung für das weibliche Geschlecht denn doch ganz bedeutend ab. Ich glaube, unserm Freunde Volten geht es ebenso!" Ei, wie boshaft, Herr Rechtsanwalt," lachte Velten belustigt, ich möchte mir einen Vorschlag erlauben. Wir sind heut' hier so friedlich beisammen u. s. w. u. f. w., vereinigen wir uns doch, meine Herr'n, unserm verehrten Gastgeber sowie unserm Collegen Volten ohne ihr weiteres persönliches Zuthun zum heiligen Ehestände zu verhelfen!" Ich bitte recht sehr, meine Person dabei vollkommen aus dem Spiel zu lassen," bemerkte Rechtsanwalt Volten ablehnend. Aber warum denn, Herr Rechtsanwalt?" lachte Velten, amüsirt über dessen strenge Amtsmiene. Ein kleines poetisches, anonymes Heirathsgesuch nimmt Tante Voß" jeder Zeit gern und discret auf. Es ist nicht das geringste Risiko dabei, das giebt unser freundlicher Wirth gewiß aus voller Ueberzeugung zu. Vollkommenes Stillschweigen ist für uns alle natürlich Ehrensache!" Eismann stimmte lachend zu, und so kam denn unter reger Betheilig'ing der Anwesenden folgendes gereimte Gesuch nach einem Weilchen zu Stande: Zwei Hagestolze aus gutem Hause Berlangt's nach einer eiq'nen Klause, Sind fest entschlossen, sich zu vermählen, Jeder für sich ein Weibchen zu wählen. Längst wär' dies schon aescheh'n, auf Ehr', Würd' ihnen die Wahl nur nicht zu schwer, Doch ihr poetisches Gemüth Verlangt ein Frauchen, hold erblüht. Auch Geist und Anmuth muß sie zieren. Die Hausfrau würdig z repräsentiren. Ihr Jungfrauen, die diesGesuch interessirr, O, bitte, antwortet ungenirt, Seid über solchen Schritt nicht allzu verwundert. Die Chiffre lautet: G. E. B. 100!" Zwei Tage nach diesem launigen Abend erhielt das scherzhafte Fragen und Antwortspiel" eine regelrechte Fortsetzung. Die Antwort lautete folgendermaßen: G. E. V. 100. Zwei junge Mädchen, nett und fein, Die möchten ebenfalls gern frei'n! Doch nur wenn sie ihr Ideal Einst finden in dem Herrn Gemahl. Geist und Humor und Herzensgüte Müssen ihn zieren, und treu er behüte Die Gattin, als seinen edelsten Schatz, An seinem Herzen sei stets ihr Platz! Um sorglos und fröhlich die Welt zu genießen. Dürfen nicht sparsam die Moneten fließen, Den Himmel auf Erden", wie er bisher uns gelacht, So haben wir unser zukünftiges Heim uns gedacht!" Gar nicht übel," bemerkte Assessor Velten lächelnd als ihm diese Zeilen in der Vossischen Zeitung" beim Morgenkaffee zu Gesicht kamen, so hat meine Idee also wirklich Anklang gefunden möchte dies niedliche Gedicht auch bei Eismann und Volten seine Wirkung nicht verfehlen! Die Einsenderinnen scheinen recht gebildete, liebenswürdige, hoffentlich auch mit ein wenig Moos" bedachte jungeMädchen zu sein! Nun hoffen wir, liebe Leser" sagt die unsterbliche Marlitt." schloß Velten lachend daß ihnen das Glück günstig ist." Manch einer fand es schon durch die Zeitung! Commerzienrath Ziegler und Frau geben sich die Ehre, Herrn Rechtsanwalt Eismann am 12. Februar zum Souper zu bitten," las der Empfänger der feinlithographirten Einladungskarte mit sichtlich freudigem Staunen. Es war ihm vollkommen unbekannt, daß seine alten guten Bunz lauer Freunde, bei welchen er vor nunmehr zech Jahren so zwanglos gemüthlich

verlebrt. flft DomizN verändert hatten

und ient in Berlin wohnten. Wie freundlich, seiner noch immer zu gedenken! Die tinuat. damals zwomayviae Tochter des Ziegler'schen Ehepaa,es, die muntere Charlotte, sowie ihre Tounne Marga, welche als Waise eine zweite Heimatk bei dem Vnm gesun den, waren gewiß recht wohlerzogene, nette junge Damen geworden. Er er innerte sich der zungen Maochen noch ganz genau. Elsmann beschloß, seme AntrittsVisite nicht zu verzögern und veranlaßte mit dem Reckte alter Freundschaft feinen lieben Collegen Volten, ihn dahin zu begleiten. Er fand seme Erwartungen noch übertroffen. Die kleinen Madchen waren zu hervorragend schönen, gebildeten jungen Damen heranaeblübt. deren aufrichtige, ungekünstelte Freude, den Jugendfreund wieder begrüßen zu dürfen, die beiden Juristen auf's Sympathischste berührte. Die geistvoll und witzig plaudernde Cbarlotte fand in Eismann einen unbegrenzten Verehrer, während das sinnige, ernstere Wesen der oraunlockigen Marga Rechtsanwalt Volten ganz aunerordentlich zusagte. Ein klein wenig munterer, weniger zurückhaltend, hätte er sich du sanfte zunge Dame allerdinas aewünsckt: schien es ihm doch, als weiche sie seiner Unterhaltung absichtlich aus. Volten befremdete ihre eigenthümliche Reservirtheit bei ferneren Besuchen ganz außerordentlich, war ihm diese junge Dame doch der Inbegriff einer wahrhaft edlen Fraueneele, deren Zuneigung zu gewinnen, er so eifrig erstrebte. Charlotte dagegen plauderte unbefangen und heiter mit dem Jugendfreunde und entzückte ihn täglich mehr durch ihren reichen Geist und ihre vielfettige, durchaus nicht oberflächliche Bildung. Diese beiden jungen Damen machten nun allerdings den anonymen Correspondentinnen in der Vossischen Zeitung" die wirksamste Concurrenz". Die beiden Juristen verloren fast ganz das Interesse für die ihnen anfangs so geistreich und begehrenswerth erschienenen Einsenderinnen, derenBild jetzt jedoch mehr und. mehr erblaßte und schließlich ganz der Vergessenheit anheim zu fallen drohte. Es war eben nur ein kleines, pikantes Scherzspiel, mit welchem man sich jetzt für immer abgefunden! Am Morgen des Gesellschaftsabends im Hause des Commerzienraths wurden die jungen Leute indeß durch eine Fortsetzung ihrer Correspondenz doch wieder an die geheimnißvollen Unbekannten durch folgende Worte, welche die Vossische" unter Chiffre & E. B. 100 brachte, erinnert: G. E. V. 100. Der Antwort harren wir geduldig; Sie blieben sie bis jetzt noch schuldig; Doch hoffentlich sind Sie nicht so ungalant Uns ganz zu ignoriren, dies wäre intrigant! Mit lobenswerther, wenn auch wenig großstädtischer Pünktlichkeit fanden sich die beiden Freunde des Ziegler'schen Hauses genau zur festgesetzten Stunde daselbst zum Abendbrot ein. Wir sind wohl die ersten, Friedrich," fragte Eismann, mit prüfendem Blick den noch jeder gastlichenGarderobe entbehrenden Kleiderrechen musternd. Jawohl, Herr Rechtsanwalt' stimmte der Diener mit wichtiger Miene bei, und es ist auch sehr gut so, die gnädige Frau und die Fräulein sind noch nicht imSalon, die Friseurin kam soeben erst und die Schneiderin ist noch mit der Anprobe beschäftigt. Der Herr Rath ist jedenfalls anwesend," unterbrach Eismann lächelnd weitere Enthüllungen über das innere Hauswesen. Der Herr Commerzicnrath mußte vor einer halben Stunde zur Bahn," erwiderte Friedrich eifrig, wir erhielten Depesche, der Herr Bruder der gnädigen Frau wird erwartet! Um 8 Uhr kommt der Zug, die Herren müssen gleich hier sein es ist ja schon M9 Uhr." So öffnen Sie uns ein beliebiges Zimmer, Friedrich," entschiedEismann kurz, und melden Sie dann dem Herrn Rath unsere Ankunft. Friedrich kam diesem Wunsche bereitwilligst nach. Er ließ die Herren in ein behaglich durchwärmtes hellerleuchtetes Gemach treten, welches von einem thürenlosen, durch eine Portiere verhängten, dunklen Raum begrenzt wurde. Auf dem Tisch befindliche Zeitungen und Journale boten wünschenswerthe Zerstreuung. Die Herren machten davonGebrauch und vertieften sich in die Lektüre. Es blieb still. Der Commerzienrath ließ auf sich warten, der Zug schien sich verspätet zu haben. Plötzlich wurde die Thür zum dunklen Nebenraum leise geöffnet; Mädchenstimmen wurden vernehmbar. Unwillkürlich lauschten die Herren jetzt interessirt und vernahmen zu ihrem unbegrenzten Erstaunen folgendes, halblaut geführtes Zwiegespräch: Hier sind Wir ungestört, Marga, ich wollte Dich gern noch sprechen, bevor unsere Gäste kommen." Ist dies so wichtig,- fragte die Angeredete erstaunt und muß es hier im Dunkeln gescheh'n!" Gewiß, liebe Marga, sogar sehr wichtig, ich bitte Dich, lege doch endlich

Die Medizin, die meine Mutter gebrauchte.

Der Wine os Cardul hat seine Probe bestanden. Er hat die Großmütter, Mütter, Schtr stern und Töchter zweier Genrrationen kurirt. Er kurirt fünfundsiebzigjährige Frauen. Er kurirt heute noch Frauen von solchen Leiden, wie unregelmäßige Perioden, unerträgliche Schmerzen, Entzündungen der verschiedenen Theile, Nervosität und Schwächen aller Arten, besonders des weiblichen Geschlechtes. Der Wlne os Cardui ebnet den Pfad zur Jungfernschaft, verhütet schwere Leiden beim Eintritt in die Mutterschaft, indem er die Funktionen etablirt, welche zur weiblichen Gesundheit nöthig sind. Als ein Mittel zur Beförderung der Menstruation dient er als Unterstützung einer Frau lebenslänglich, bereitet sie auf die Vrüfunasitunde der Geburt vor. und versickert ihr eine schnelle Rückkcbr

jperrn ecyisanwall holten gegenuver Deine ihm ganz unverständliche, ihn befremdende Reservirtheit ab; er interessirt sich doch offenbar sehr für Dich, doch Du schreckst ihn durch Dein eigenthümliches Wesen vollkommen zurück!" Glaubst Du wirklich, mein Herz, er sieht es uns an der Nasenspitze" an, daß wir das anonyme Heirathsgesuch in der Vossischen Zeitung" beantworteten?" Von der ganzen Geschichte hat ja noch Niemand eine Ahnung! Der kleine harmlose Scherz ist für uns jetzt auch ganz bedeutungslos, seitdem Du in .errn Bolten. ick in Nechtsn" walt Eismann unser Ideal gefunden!" Du hast recht, Charlotte, ich werde mich bessern und meine thörichte Befangenheit zu überwinden suchen!" Es klingelte stark an der Corridorthür. Man hörte die Stimme des Commerzienraths eilig huschten die Mädchen davon. Und es ward Licht!" rief jetzt Rechtsanwalt Eismann freudig seinem von gleichen Empfindungen beseelten Freunde Bolten zu. Der Schleier der Anonymität ist endlich gelüftet und zugleich alle Herzensfragen auf's glücklichste gelöst. Nun wollen wir den Damen die Antwort, welche wir ihnen noch schulden, mündlich ertheilen." Freund Velten soll leben sein abgekürztes Verfahren, ein Weibchen zu wählen, war ja doch das erste Leitrnoito zu unserem zukünftigen Glück." Ein ärztlicher Zweikämpf auf Motorwagen ist die neueste, aus Brüssel berichtete Sensation. In einem lieblichen Vororte Brüssels wohnt ein Privatmann. Dieser Privatmann besitzt eine Tochter, und die Tochter erkrankt. Schnell einen Arzt herbei! Diagnose auf Darmfellentzündung. Tödtlicher Schreck des Vaters: schnell einen anderen Arzt herbei! Diagnose auf GeHirnhautentzündung, mit spontanem Zuße, daß Arzt Eins ein ausgemachter Esel sei. Dieser Tage nun sahen die überraschten Spaziergänger in einer Allee jenes Vorortes zwei Motorwagen in vollster Fahrt nebeneinander her eilen, mit einer erschreckenden Schnelligkeit sich einander den Rang ablaufend und gefährliche Wendungen machend. Augenscheinlich suchte sich der eine Wagen den Nachstellungen des zweiten zu entziehen. Schließlich gewann dieser einen Äorsprung, wendete, legte sich quer vor den Weg des anderen und stoppte. Und vom Lenkersitze erhob sich, mit einer tüchtigen Peitsche bewaffnet, der Aeskulap der Darmfellentzündung; er bläute dem festgelegten Manne der Gehirnhautentzündung seine Theorie mit klatschenden Schlägen ein. Dieser wehrte sich, so gut er konnte, und schimpfte ganz unärztlich, ganz vorstädtisch. Die Menge krümmte sich vor Lachen, bis ein Hüter des Gesetzes zur Stelle war und beide zur weiteren fachmännischen Erörterung auf die Wache bat. Der F i g u r a n t eines Theaters, der in einer ärmlichen Manscrrde in der Rue de la Grange-Bate-liöre" wohnt, wurde unlängst von Dieben heimgesucht. Als er des Morgens aufwachte, entdeckte er zu seinem Schrecken, daß alle seine Kleidungsstücke entwendet waren. Nur das Kostüm eines Pierrot hatte man ihmgelassen. Dem Vestohlenen blieb nichts anderes übrig, als das Kostüm anzulegen und sich nach der nächsten Polizeiwache zu begeben, um der Polizei von dem Diebstahl Anzeige zu machen. Kaum hatte er wenige Schritte in seiner aussallenden Kleidung auf der Straße gemacht, als bald eine lachende und lärmende Schaar von Passanten hinter thm her war. Schließlich erschien ein Schutzmann und verhaftete den Figuranten, weil er ihn für einen Irren hielt. Auf dem Polizeirevier klärte sich erst der Irrthum auf, und der unfreiwillige Pierrot wurde in einer geschlossenen Droschke nach Hause gebracht, damit er nicht wieder einen Auflauf aus der Straße errege.

ihrer Kräfte, welche zur Mutterschaft nöthig sind, ößenn der Wine ot Cardui hie und Schwäche - Anfälle, und zur Zeit des Lebenswechsels wird er ein gesundes, hohes Alter

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Europäische Nachrichten. Kadern. München. In der Gastwirthschaft Maschinennxrte" an der Gmunderstraße (Thalkirchener Oberfeld) entstand unter den Gästen ein Streit, der sich auf die Straße fortsetzte und hier zu einer Rauferei ausartete. Hierbei wurde der 35jährigc ledige Tagelöhner Xaver Wölfl aus Bodenkirchen, B. A. Vttsbiburg in Niederbalzern, erstochen (?tich in die rechte Halsschlagader) und ein 17jähriger hiesiger Tagelöhner am linken Arm und an der linken Hand durch Messerstiche schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Der muthmaßliche Thäter, ein 26jähriger lediger Tagelöhner aus Taxölden. B.-A. Neunburg v. Wald, welcher zugibt, zugestochen zu haben, wurde verhaftet, während dessen. der Mitthäterschaft verdächtigter Bruder, ein 28jähriger verheirateter Tagelöhner, von den Gästen so geschlagen wurde, daß er in's Krankenhaus gebracht werden mußte. Augsburg. Dem hiesigen Amtsgehilfen Georg Bitterer wurde für seine seit 50 Jahren mit Treue und Eifer geleisteten Dienste die Ehrenmünze des Ludwigsordens verliehen. Bamberg. Forstmeister a. D.' Heinrich Schneider verübte im Abort des hiesigen Caf-Restaurants Selbstmord. E r i n g. Hauptlehrer Fink dahier feierte mit seiner Frau das Fest der silbernen Hochzeit. Gersbach. Zwischen Gersdorf und hier wurde von Schulkindern die Leiche des Gutsbesitzers und HopfenHändlers Peter Wild aus Altsittenbach bei Hersbruck auf der Landstraße aufgefunden. Die Leiche zeigte an der Stirn eine klaffende Wunde. Pferde und Wagen wurden kurz vor Hersbruck ohne Führer aufgefunden. Da Wild eine größere Summe Geldes bei sich gehabt hatte, ist ein Raubmord nicht ausgeschlossen. Jngolstadt. Kürzlich feierte hier der Privatier S. Neumayer seinen 103. Geburtstag. Nürnberg. Der Oberinspektor bei den Hauptwerkstätten Wilhelm Matthäus Seeberger hier feierte sein 50jähriges Dienstjubiläum. HauptWerkstätten - Direktor Böttinger überreichte dem Jubilar die goldene Ehrenmünze des Ludwigsordens. Reinhausen. Im Hofraume der Schindler'schen Gastwirthschaft wurde der Hausmeister dieser Wirthschaft Namens Meierhofer von einem Binschen aus Bernhardswald durch einen Stich in den Kopf getödtet. Waltenhofen. Vom Schicksal schwer heimgesucht wurde die Familie des Oekonomen Andreas Schleich von hier. Kürzlich brannte das AnWesen Schleichs total nieder. Der Mann, der zweimal in die Flammen drang, um seine Angehörigen zu retten, erlitt erhebliche Brandwunden, ebenso die Schwester der Frau, die, nur mit einem Unterrock bekleidet, aus dem Feuer getragen werden mußte. Die Verletzungen der Letzteren sind lebensgefährlich. Ein Kind kam gleichfalls nicht unerheblich zu Schaden. Württemberg. Stuttgart. Der General der Kavallerie z. D. v. Alvensleben, der 1886 bis 1890 kommandirender General des württembergischen Armeekorps war, ist auf seinem Schloß Möckmühl. 78 Jahre alt, an Lungenentzündung gestorben. A b st a t t. Wegen Verdachts, sein Wohnhaus, das kürzlich niederbrannte, selbst angezündet zu haben, wurde Kaufmann Schäfer hier verhaftet. C a n n st a t t. Auf dem hiesigen Bahnhos ist der Zahnarzt Willy Eckleben von Eßlingen, als tt von seinen Freunden Abschied nehmen wollte, vom Trittbrett des Wagens gestürzt und unter den bereits im Gang befindlichen Zug gerathen, wobei ihm der Kopf

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vom sumpfe getrennt wuroe. j)er Verunglückte ist oerheirathet und Vater von zwei Kindern. H e s s e n t h a l. Auf dem hiesigen Bahnhof wurde der ledige HilfsWärter Burkart, der beim Ankuppeln ausgeglitten war, überfahren und starb, da ihm der Brustkorb zerquetscht war, nach kurzer Zeit. Ludwigsburg. Hier ließ fich der Fahrer der 3. Batterie des Feldartillerie - Regiments No. 65, Christian Meß aus Bönnigheim. O. A. Besigheim, von dem von Kornwestheim kommenden Personenzug überfahren. Der Unglückliche war sofort eine Leiche. Murrhardt. In Verhältnißmäßig guter körperlicher und geistiger Frische vollendete die Wittwe Anna Maria Huber ihr 103. Lebensjahr. N e u f f e n. Der schon längere Zeit vermißte Bote Hartmann wurde in einem Gartenhäuschen erhängt aufgefunden. Familienzwist soll den Mann zu diesem Schritt getrieben haben. Ober st eina ch. Kürzlich sind hier die beiden Scheunen des Bauern Hofmann und des Wirthes Geiling bis auf den Grund niedergebrannt. Die Entstetungsursache des Brandes ist nicht ermittelt. Tübingen. In der hiesigen chirurgischen Klinik ist der Weingärtner Knüpfer von Rottenburg, der von einem Kameraden angeschossen worden war, seiner Verletzung erlegen. Urach. Dieser Tage wurde die. Leiche des infolge eines Schlaganfalles im Alter von 41 Jahren aus dem Leden abgerufenen praktischen Arztes Dr. Motz von hier zur Bahn gebracht, um zur Feuerbestattung nach Heidelberg überführt zu werden. Unterlenningen. Kürzlich ist das )aus des Vatiern WoHmsr fam Scheuer gänzlich abgebrannt. Das Vieh konnte gerettet werden. Ueber die Ursache des Brandes ist nichts bekannt. Wctdstt. Karlsruhe. Eine verhängnißvolle Fahrt unternahm der hiesige Wagnermeister und Feuerwehrhauptmann Jakob Spitzfaden. Derselbe machte in Begleitung seines Sohnes eine Probefahrt mit einem selbstgebauten Wagen. Kutscher Kunkel von hier lenkte das junge Pferd; in der Nähe vom Wolfartsweiher bei einer Brücke scheute das Pferd und rannte mit dem Wagen an einen Baum, so daß der Wagen fast völlig in Trümmer ging. Spitzfaden wurde herausgeschleudert und erlitt eine schwere Kopfwunde, außerdem wurde er an den Rippen verletzt. Baden. Infolge Einathmung von Kohlenoxydgas ist der Diener Friedrich Baltzer, in der Villa Schliep" beschäftigt, gestorben. Es liegt ein Unglücksfall vor. Bilfingen. Die Anwesen des Schreinermeisters Frey und des Karl Wilhelm Hölzke brannten nieder. F r e i b u r g. Der 62jährige LandWirth Ludwig Rung, Vater von vier Kindern und Wittwer. von Märkt (A. Lörrach), wurde vom hiesicen Schwurgericht wegen Giftmordversuchs zu 5 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurtheilt. Den GiftMordversuch beging er an seinem Schwiegersohn dadurch, daß er die für den Schwiegersohn bestimmten Aepfel mit Arsenik vergiftete. Heidelberg. Der Studirende der Chemie, San Gentileme, hat sich mittelst Sublimat vergiftet. Die Urfache ist unbekannt. Die Leiche wurde nach Trieft, der Heimath des Verstordenen, überführt. Mannheim. Professor Häußer, der seit 1889 am hiesigen Realgymnasium thätig war, ist einem langen schweren Leiden erlegen. Mühlenbach. Der 20 Jahre alte Emil Krämer war im nahe gelegenen Walde mit seinen Brüdern u M tolzfällen beschäftigt. Man ließ die tämme zu Thal gleiten. Dabei wurde der Genannte von einem Stamme an den Kovf aetroffen.

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