Indiana Tribüne, Volume 28, Number 191, Indianapolis, Marion County, 5 April 1905 — Page 4
mSS 1 Jndtana Tribüne. S April 1903. i
na
HHHBKS Js'A VNi:
- " j1-'"' " 'VP; -' . - , .'-.-,- - '.T' "UP," "WJUJWW"W -.5iW JIP . . I. IJ ' "
ndiana Tribüne. HrauSaekedrn von der Gtedg EO. Indianapolis, Ind. Aarrtz O. Thndmm ... Präsident. Geschäfts loc alt Ro 31 Süd Delaware Straße, 'respnoe ses.
Ured zi ihe Post Office ot Indianapolis as second class matter. Der Geniestreich des Kaisers. Die Marokko-AngelegenHeit ift abgethan und zwar in einer so köstlich schneidigen Art, daß England und Frankreich selbst das sonst dergleichen Fragen begleitende Säbelgeraffel dergatzen. Ohne Flausen und grad von der Schulter, wie die Amerikaner bewundernd zugeben, hat Kaiser Wilhelm ein für allemal den englisch-franzöfi-schen Plänchen betreffs Marokko'S einen Riegel vorgeschoben. Daß Deutschland in der MarokkoAngelegenheit gänzich auf dem Rechtsboden steht ift selbst seinen enragirteften Gegnern klar. Der Vertrag von 1891, der Deutschland Rechte meist bevorzugter Nationen in Marokko einräumte, besteht noch auf unbestimmte Zeit in Kraft. DaS private Abkommen, welches zwischen England und Frankreich vor einem Jahre geschloffen wurde und Marokko der französischen InteressenSphäre zuspricht, kann an dem Vertrage zwischen dem souverainen Herrscher Marokko's und dem deutschen Reiche nichts ändern. England hat kein Recht Frankreichs Freundschaftsdienst, indem eS feine Anfprüche auf Aegypten förmlich anerkannte, durch ein Protektorat über ein Land, über welches England nichi das geringste iVerfügungSrecht befitzt, zu erwidern. Das Frankreich selbst die Sache nicht recht koscher war, geht da raus hervor, daß Delcaffe nur beiläufig bei einem Tischgespräch dcn deutschen Gesandten in Paris auf das Uebereinkommen mit Großbritannien aufmerksam machte, anstatt ihn offiziell zu benachrichtigrn. In genialer Weise hat der Kaiserbesuch in Maiokko ein nicht mißzuverstehendes Veto gegen das saubere Plänchen eingelegt, anstatt daß man zu weitläufigen diplomatischen Erörterungen, welche leicht zu ernsten Verwicklungen führen und Deutschland in ein schiefes Licht stellen könnten, seine Zuflucht nahm. Der deutsche Kaiser hat ganz einfach die Abmachung zwischen England und Frankreich ignorirt, der Vertragsmacht Marrokko einen freundschaftlichen Besuch abgestattet und. in offenen nicht mißzuverftehenden Worten erklärt, daß das deutsche ' Reich seine Handelsintereffen in Marokko, welche durch bindende Verträge gewährleistet find, zu schützen wiffen und für die offene Thür in Marokko eintreten werde. Darob ein gewaltiges Ueberschäumen der englischen Preffe, welche die britische Schacherpolttik durchkreuzt sah und ein ruhigeSZSchicken Frankreichs in das Unvermeidliche. Die Episode aber kann der ehrlichen Politik Deutschlands nur zu hoher Ehre gereichen. Merkwllrdigeund schülerhafte Ideen über die Angelegenheit werden üöer die so einfache Angelegenheit von einem Theile der englisch - amerikanischen Preffe, so auch in der NewS", verzapft. Dieselbe bespricht die Jsolirung" Deutschlands und faselt über den Zusammenbruch deS DreibnndeS in ergötzlicherjWeise, ohne jede vernünftige Grundlage. Sie spricht von einer Spannung zwischen Italien und Deutschland, obwohl fie wiffen sollte, daß das Verhältniß zwischen den beiden Mächten ein -ungetrübt herzliches ift und jedenfalls auch bleiben wird. Am ersten April trat das neue Schutzmarkengefetz in Kraft, welches in den letzten Wochen der Session pasfirt wurde. DaS neue Gesetz schreibt vor, daß der Inhaber einer Schutzmarke, welche im zwischenstaatlichen oder internationalen Handelsverkehr benutzt wird, dieselbe unter gewissen Bedingungen regiftriren lagen kann, vorausgesetzt, daß er in den Ver. Staaten oder in einem Lande wohnt, welches den Bürgern der Ver. Staaten vertragSmäßig ähnliche Bortheile gewährt. Die Vorschriften gehen dahin, daß der Eigenthümer einer Schutzmarke dem Patent! ommissär ein Gesuch einzusenden hat, worin er die Waare spezifizirt unv beschreibt, was durch
die Marke geschützt werden soll; desgleichen muß eine genavi: Beschreibung der Schutzmarke beigefügt sein, und eine Erklärung darüber, wie dieselbe angebracht werden soll. Eine Zeichnung der Schutzmarke muß dem Gesuch beiliegen. Ferner mutz dem Kommiffär eine Erklärung übermittelt werden, worin gesagt ist, daß die Person, Firma oder Korporation, welche Anspruch auf die ausschließliche Benutzung der Schutzmarke erhebt, überzeugt sei, daß keine andere Person, Firma oder Korporation Anspruch auf diese oder eine ähnliche Schutzmarke habe, damit Täuschungen nicht vorkommen können. Hierauf soll verhindert werden, daß eine Firma eine Schutzmarke wählt, die mit einer bestehenden verwechselt werden und dadurch die Täuschung hervorrufen kann, diese Waare sei jene andere, die bereits unter einer bekannten Schutzmarke fich einen Markt gesichert hat. Alle Entwürfe für Schutzmarken müffen acceptirt werden, ausgenommen unmoralische Bilder, oder die amerikanische Flagge, das Wappen der Ver. Staaten, oder Jnsignien der Ver. Staaten, Wappen von Staaten, Städten oder auswärtigen Ländern. Namen können als Schutzmarke dienen, wenn fie in Handschrift gegeben, oder in einer eigenen Weise gedruckt, eingewoben oder eingepreßt find, oder in Verbindung mit einem Portrait deS Individuums, welches die Schutzmarke beansprucht. Ein Portrait einer anderen lebenden Persönlichkeit kann nur mit der Zustimmung derselben als Schutzmarke regiftrirt werden. Sobald daS Gesuch eingelaufen und die Gebühr bezahlt ift, wird die Schutzmarke einmal in der offiziellen Gazette deS Patentamtes publizirt, und Personen, welche fich durch die Gewährung derselben geschädigt glauben, mögen innerhald 30 Tagen nach der Publizirung ihren Einwand kundgeben. Wird dem Kommiffär ein solcher innerhalb dieser Frist nicht zugestellt, so wird das RegiftrationS - Certifikat für die Schutzmarke emittirt. Sollte der Kommiffär die Ueberzeugung geMinnen, daß die neue Schutzmarke mit einer bereits bestehenden verwechselt werden könnte, so erklärt er, daß eine Jnterference" bestehe, und die Frage wird einem Referenten zur Entscheidung überwiesen. RegiftrationS - Certifikate bleiben zwanzig Jahre in Kraft, mögen aber aber nach Ablauf der Frist für eine gleiche Frist unter denselben Bedingungen, wie die Gewährnng einer neuen Schutzmarke erheischt, erneuert werden. Die Gebühren stellen fich im Einzelnen wie folgt: $10 für das Gesuch um Regiftrirung; $10 für Erneuerung einer Schutzmarke; K10 für die Regiftrirung eines EinwandeS gegen die Gemährung einer Schutzmarke; S15 für eine Berufung gegen die Entfcheidung des Referenten, den Kommiflär. Regiftrirung einer Schutzmarke ift als prima facie" Beweis der Inhaberschaft derselben anzusehen.
Laut den statistischen Berichten exiftiren jetzt 85 LebenSverficherungSGesellschaften in den Vereinigten Staaten. Diese Gesellschaften haben inSgesammt 20.827,000 Verficherungpolicen ausgeschrieben, die einen Werth von S12,535,000,000 repräsentiren. Das Verficherungsgeschäft hat in den letzten Jahren einen bedeutenden Aufschwung genommen. Noch vor vier Jahren exiftirten nur 72 Gesellschaften mit 14,110,000 Policen zum Werthe von $8,481, 000,000. Unter diesen Gesellschaften befinden sich noch neun, welche außer der gewöhnlichen Lebensversicherung auch induftrielle Versicherungen unternehmen. Von diesen letzteren find 16,383,000 Policen ausgefertigt, die ein Kapital von 12,978,000,000. Die induftriellen Verficherungen betragen somit ungefähr 75 Prozent der gewöhnlichen LebenSverficherungen. Von den 85 Gesellschaften giebt eS 22, die jede mehr wie 1100,000,000 Versicherung gen übernommen haben, denn fie ver. fügen inSzesammt über 119,214,000 Policen zum Werthe von 111,197,000,000. Der Lohn der Arbeit ift der Tod", scheint die Maxime des KohlengrubenBesitzers Jos. Leiter'S zu sein. Wenn seine Arbeiter die Arbeit einstellen, besorgen die PinkertonS daS Morden für ihn während der Arbeit, aber die durch mangelhafte SicherheitS-Vorkehrungen erhöhten Gefahren der Tiefe. Bis jetzt find 37 Leichen fleißiger Familienväter aus dem Schacht geborgen worden. ES find Opfer gemeinsten Geizes.
MM
.. . -.'2
' " ? mfwi" , M- "r--.;:- - M TOTOf. MMMMU M , ' ; , -M HM 4M.ijr t'.. - . ;ü
r HS ? - m.MtpWy'' " Ä ?..:-., '.M'M ' ?MMLMKS - ? - OMMWW' a MMff? öi - - ST' ' MMW Hj . ? fü . '441 . ?i M , , -k SWW , - . o Die Japaner Zugskollifion. 2 Mann todt, 3 verletzt. C l e v e l-a n d, O., 4. April. Ein östlich gehender Schnellzug der Eleveland & Pittsburg Bahn stieß bei Coslonia, O., mit einem Frachtzuge zusammen. Getödtet wurden Lokomotivführer Ed. Füller und Heizer H. C. Eming; verletzt find Gepäckmeifter T. C. McJntyre und die Paffagiere I. N.Brown und G. I Leichner. Von Wellsville wurde ein Hilfszug abgeschickt. Verrückter Indianer. C o r r y , Pa., 4. April. Der Indianer Lefter Henry wurde nach einem Streite mit seinem Schatz anscheinend verrückt. Er erschoß zu Littl Valley einen Indianer und verwundete ein halbes Dutzend andere. Spä ter ließ er sich zu Versailles ohne Wiverstand gefangen nehmen; sein Anfall war vorüber. Receiver verlangt. Eleveland, O., 4. April. Generalanwalt Wade hat den gerichtlichen Antrag gestellt für die Mutual Home Fire Insurance Co." einen Receiver zu ernennen, weil die Pasfiva derselben ihre Aktiva übersteigen.
. - - -i ,ZsZ- - ???WA.' I
!W itt.tfetfe - . ;;',?,'.'.:.r '-. I
s W.'i . : - . . .. w&zymx- y,
MWHWB! W N?WöizMW f u ftj-ii aa via flWviTaaBa ix
Venezuela. Holländer entlassen. W i l l e m ft a d t, Insel Curacao, 4. April. Drei der fünf holländischen Matrosen, die seit 7 Monaten angeblich ungesetzlich von venezolanischen Behörden gefangen gehalten wurden, find entlasten worden. Ost-Afrika. Lord Milner abgereift. LorenzoMarquez, 4. Apr. Lord Milner, der seitherige Gouverneur von Transvaal, ift heute nach England abgereift. tm Bauerlaubnißschein e. Aetna Cabinet Company, Anbau, 321 W. Maryland Str., 1950. W. Lake. Reparaturen, 418 N. Weft Str., 12350. H. A. JohnS, Cottage, Germania Ave., nahe Walnut Str., 1860. William Brown. Reparaturen, 3017 N. Illinois Str., 11000. I. W. Baughman. Cottage, 789 Heath Str., 1800. William Christophe?, Anbau, 127 KansaS Str.. 1595. F. OwingS, Cottage, 1320 Wade Str., 1800. F. Doras, Wohnhaus, Haugh Str., nahe Walnut Str., 11700. R. Roß. Wohnh., Parkway. nahe 25., 11550. H. A. Smith, hölz. Wohnhaus, 2414 N. Alabama Str., 11800. C. G. Sanders, Fabrikgebäude, 409 Sanderö Str., 11200. Fran C. A. Hunt. Wohnhaus, 28. Str. und Senate Ave., 12700. T. I. Barker, Wohnhaus, 'New Jersey Str., nahe 19. Str., 16325. I. D. Hoß. 2 CotiageS, Station Str., nahe Maffa chusettö Ave . 11700. O. F. Ball, Cottage, 630 Oxfard Str. 1500. Charles Gemmer, Wohnhau, Lexington Ave., nahe Nelson Str., 12450. L. C. Thompson Manufacturing Co., Anbau, 1005 Oft 11. Straße, 11300. T Raucht die Tish I Mingo.
-v..H
':'' : in ZNukden. Polizeiliches. Mit zerschmetterter N ase, welche Dr. Wright. der Polizeiarzt, ihm später zusammenflickte, langte Frank Shepperson, ein Clerk des National Hotels, in der Station an. Shepperson, dessen Mutter das Hotel betreibt, hatte fich an eine Spree begebe und da man ihn unten im Restaurant nicht gebrauchen konnte, sollte er nach oben geschafft werden. Während dieser Prozedur nun stürzte Shepperson angeblich die Treppe hinab, fich so die Verletzung an der Nase zuziehend. John M. Sandel, ein Cigarrenmacher, 425 Hudson Str., wurde durch Detektives Simon und Manning verhaftet. Sandel ift beschuldigt, in ManSfield, O., als Gecretär einer Union Gelder unterschlagen zu haben. Die Polizei wurde gestern Abend um 8 Uhr nach der Ecke der Meridian Str. gesandt, um der Heilsarmee zu verbieten, dort weitere Versammlungen abzuhalten. Diesbezügliche Conferenzen sollen schon seit lüN' gerer Zeit zwischen über Polizei und Heilsarmee im Gange gewesen sein, da fich angeblich Geschäftsleute beschwerten, daß ihnen das Blasen der Hörner u. s. w. hinderlich sei. Fred F i f i e l d , No. 140 Süd Capitol-Avenue, wurde durch die Radlerpoliziften Bernauer und Kitzmiller verhaftet. FifieldZfteht unter dem Verdachte deS Kleindiebstahls. Harry Murphy, ein Conditor, No. 633 WeftjMaryland-Straße wohnhaft, wurdeZgleichfall unter der Anklage desDiebftahlö verhaftet. B e l l e G u n p e ck von No. 49 Süd JllinoiS-Stratzelbeklagte sich, daß ein Mann, den sie nur einen Augenblick mit ihrer Geldbörse allein ließ, fich diese aneignete und dann verschwand. Der Fremde beabsichtigte ein Zimmer zu miethen und die Frau ließ ihn zur Bewachung ihres Geldes im Zimmer zurück. Die Plolizei ift beauftragt, Nachforschungen zu halten nach Frank Weir, Win Averlll und Lee Wickard, alle im Alter von 16 Jahren, welche aus dem elterlichen Hause verschwunden find. Die resp. Eltern glauben, daß ihre hoffnungsvolle Sprößlinge nach Chicago gegangen find und die dortige Behörde ift benachrichtigt, nach den jungen Ausreißern Umschau zu halten. Rene Inkorporationen. JncorporationSgesuche wurden in der Office deS Staats - Secretärs wie folgt eingereicht: Die Alte Privat Bank" in Sandborn, Ind., unter dem Namen Sand born Banking Co. bekannt, hat fich mit 125,000 Kapital als Staatsbank incorporirt. Lewis W. Bailey ift Director und Jra V. Corbin Cafstrer. Die Whiteman Land Co.", South Bend; Capital 110,000; Directoren: William I. Whiteman, Max Living(ton, Marshall HugheS, George W. KalszynSki, GuS Peterson, Joseph Paedle und William Hpp. Die Parrish-Alford Fence Co.", KnightStomn; Capital 150,000; Directoren: William H. Alford. Edgar F. Hiatt, Wilfred Jeffup, William D. Williams und William N. Parrifh.
WVM' , ' . w rau V . '.'Wj.- w I jwsSfc " ÄW! .Xava'amtry g - iöä!Sb ..
KM7 - v - -. V W WMWZ-MV ? ' - - '. .- . ri ' WM
- : ....: v . .. .i jM K9gra.:
. - -x- '' - ' "-v.v v'K K T T": ' - " ' "? "' '''V'4rAi gjg?? Wgtjfc g , rr'sp.: -vJ
,.. - (V: . -L. ,.. " . . iIZS . , I
llMcrfanalikcr.
Die Ansichten der Javaner über den Gebrauch von Lsasscr. Tie auffallende körperliche Leistungsfäiaeit der Japaner ist großteniheil ihrem reichlichen E'ebrauch ton Waff zuzuschreiben. Sie nehmen nia;t nur täglich ein Bad, sondern halten auch dcu Wasser als Getränk für das wirtsamste Mittel zur Erhaltung der Gesundheit und für eine unfehlbare Waffe gegen Krankheiten. Die japanischen Athleten trinken taglich 4z Quart Wasser. Es ist interessant, wie diese Anschauungder Japaner begründet wird: Wasser reinigt das Blut wirksamer als jedes andere Mittel. Aeußerlich wird es hauptsächlich in Form örtlicher Umschlage ver-schied-ner Art und als Reinigungsmittel gebraucht. Es ist ein Irrthum, anzunehmen, daß vieles Wassertrinken schädlich ist. besteht doch der menschliche Körper zum großen Theil aus Wasser. Da Lungen. Nieren und Haut ständig große Mengen Wasser ausscheiden, muß dieser Verlust durch Aufnahme von 1 Quart Wasser täglich ersetzt werden, denn sonst verändert sich die normale Struktur der Gewebe und macht für den Angriff von Krankheiten prädisponirt. Eine genügende Menge Wasser ist aber zur Erhaltung des richtigen Verhältnisses der Flüssigkeiten in dem Körper nöthig. Der Japaner sucht durch reichlichen Wassergenuß die Bildung von Gallen- und Nierensteinen zu verhindern, ohne seine Zuflucht zu Arzneien nehmen zu müssen. Gicht und Rheumatismus sind in Japan thatsächlich unbekannte Krankheiten, was man gleichfalls dem Wassergenuß zuschreibt. Ebenso kennt man in Japan nicht das in anderen Ländern verbreitete Leiden der Verstopfung, weil vieles und häufiges Wassertrinken den Magen- und Darminhalt günstig beeinflußt. Die Gewebe und Organe verlangen nicht nur Wasser, weil sie zum wesentlichen Theil daraus aufgebaut sind, sondern auch, weil Wasser die Assimilationsvorgänge vollständiger macht und für eine richtige Entfernung verbrauchter Massen nöthig ist. Beim Baden bedient sich der Japaner nur heißen Wassers, weil dasselbe die Poren öffnet. Zur Erleichterung des täglichen Badens dienen die vielen öffentlichen Badeanstalten, deren Benutzung nur wenige Cents kostet, während die wohlhabenderen Klassen in ihren Wohnungen Badegelegenheiten haben. Die neueste Haartracht. Das Parlament der Friseure, die Academie Internationale de Coiffure," hat in einer feierlichen Tagung zu London die neuesten Formen der Haartracht festgelegt. Da die bizarre Form der modernen Frühlingshüte mit ihren dreieckigen, scharf heraufgebogenen Linien ähnliche Konturen der Frisur nothwendig erscheinen läßt, hat man sich für die sogenannte griechifche Frisur" entschieden, die ihren charakteristischen Ausdruck in der über die linke Augenbraue gelegten Locke findet. Das Haar legt sich in gewellten Linien zu einer kleinen Krone auf dery Scheitel zusammen; es wogt dann dicht gebauscht über die Ohren und findet seinen letzten Ruhepunkt in jenem schlichten griechischen Knoten am Hintcrkopf, dem wohl die Frisur ihren Namen verdankt. Diese kapriziose Gestaltung des Haares, die moderne Koketterie mit antiker Schlichtheit zu vereinen sucht, erhält nun ihren besonderen Schmuck durch den hohen spanischen Schildpattkamm, der zum Zusammenhalten der verschieden vertheilten Massen jetzt sehr beliebt ist. Man trägt jetzt auch als Kopfputz die spanische Spitzenmantille, die, leicht auf dem Haar ruhend, zur Schulter herniederfällt, und schöne Tiaren aus dem jetzt so allgemein beliebten Jet. wobei die Brünetten die matte und leuchtend geschliffene Schönheit des weißen Jets bevorzugen, während die Blondinen sich mit dem blitzenden Glänze des schwarzen Jets schmücken. Der Arzt als Tröster. Ich begreife ja sehr gut, daß Ihr Schmerz ein herber ist, gnädige Frau aber ein's muß Ihnen ein Trost sein: Der Dienst, den Ihr seliger Herr Gemahl der Wissenschaft geleistet hat. Sein Fall war der interessanteste und lehrreichste, der mir in meiner dreißigiäbriaen Vraris voraekommen ift!"
Ueberall Willkommen find hie Biere der Home Brewing Co. Schmackhaft Stärkend Absolut rein. Office-Telephon 1050. Auch in Flaschen durch das Flaschen-Devartemen zu beziehen. t fUu 1030 l 1050.
AAnrop äis ches 3T tp artemeni WmVnwww rW Zr-rxrsrLjj-SMj-Wechsel, Creditbriese, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Kchisssscheine von und nach Europa.
An- und Verkauf auszandi scheu Geldes. No. 35 Süd Meridian Str. Merchants National Bank. John C. Meiste, ...Rechtsanwalt... (Krühel Staat anwalt. 1 323-325 Jndiaua Trnft Gebttde Telephon (neu) 150. Unfälle. Dr. G. H. F. House, welcher den 17-jährigenj Walter V. Conover. 3027 Kenwood Ave. behandelt, der fich am Montag einen Schadelbruch zuzog, berichtet, daß der Knabe wahrscheinlich wieder genesen wird, wenngleich er noch nicht völlig außer Gefahr ift. Crawfordsville, 4. Avril. Charles W. Robinson, ein bekannter Bürger von hier, der seit fast zwei Iah. ren verschollen war, ift jetzt als eines der Opfer im Zeigler Grubenunglück gefunden worden. Er war einer der populärsten jungen Leute hier, bewegte fich in den besten Kreisen und gehörte zu den Elk und Knight TemplarS. Er bekleidete die Stellung als Superinteudent der städtischen elektrischen Werke. Seit dem 4. Juli 1903 war er spurlos verfchwunden,!bis gestern die Nachricht von seinem Tode kam.Er war Chef Elektriker jder Gruben nnter anderem Namen, doch soll seine Frau, die er nach seinemZ. Verschwinden heirathete, um sein Geheimniß gewußt haben. Sein Vater wird die Leiche hierher holen und beisetzen lassen. H a m m o n d, 4. ?April. Waö der Polizei und den Detektives zweier Staaten? nicht hatte gelingen wollen, brachten zwei aufgeweckte Farmerbur fchen fertig. In der letzten Zeit waren verhültnißmäßig viele Pferdediebstühle vorgekommen im nördlichen Jndiana und Illinois, ohne daß man den Thätern auf die Spur kommen konnte. Als vor wenigen Tagen aus dem Stalle William Warner'S in Joliet zwei kostbare Pferde abhanden kamen, erreichte die Aufregung ihren Höhepunkt. Jeder Sheriff und Polizeichef der umliegenden CountieS-wurde benachrichtigt, aber wie es schien! vergeblich. Da erwischte die Diebe ihr Schicksal in der Gestalt zweier junger Farmer in Newton County.Sie isahen die Pferde, be nachrichtigten den Sheriff und die Uebelthäter waren nach kurzer Zeit im Garne. Sie gaben ihre Namen als Leo Meyers und Carl Schmidt an, heimathlos. Jung und Cromes, die beiden Farmer.Ibeanfpruchen die aus gesetzten $500 Belohnung.
kW hieß
