Indiana Tribüne, Volume 28, Number 188, Indianapolis, Marion County, 1 April 1905 — Page 6
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Vom Auslande.
Die Unfehlbarkeit des Äertillon'schen Verfahrens sieht in Frage. Bertillon erklärte kategorisch, daß ein wegen leichtsinnig contrahirier Schulden verhaftetes vierzigjähriges Fräulein mit einer 1899 aus Paris abgeschobenen Prostituirten Namens Adam identisch sei. Die Verhaftete machte aber solche Angaben, daß sie der Untersuchungsrichter provisorisch freiließ bis zur Ankunft des Barons Dusart de Boulant, des Statthalters der belgischen .Provinz Hennegau, für dessen Schwägerin die "Freigelassene sich ausgibt. Sie nennt sich Gabrielle de Lannoy, erklärt, sie sei in Gent geboren und eine Tochter Philipps von Lannoy, Urenkelin des Prinzen Josef Croy von Havre und Fontenoy. Ihr einziges Erbstück ist ein langes rostiges Ritterschwert. Eine junge Dame, die Gaslaternen ausdreht, dürfte zu den Seltenheiten gehören. Wie ein Vielefelder Blatt berichtet, besitzt aber diese Stadt ein derartiges Wesen. In der letzten Zeit kam es wiederholt vor, daß eine Gaslaterne in der Gütersloher Straße Nachts ausgelöscht wurde. Man legte sich nun einige Nächte auf die Lauer. Um die mitternächtige Stunde trippelte mit zierlich tänzelndem Schritt eine Maid auf die Mitte des Platzes, kletterte behende an der Laterne hinauf! Husch! erlosch die Flamme. Von rauher Hand wurde die laternenlöschende Jungfrau beim Abstieg festgehalten und von Gasarbcitern zur Polizeiwache geführt, wo rhre Personalien festgestellt wurden. Sie gab als Erklärung für ihre merkwürdige Handlung an, es mache ihr Spaß." Sie ist in einer Wäschefabrik beschäftigt und in der Nähe wohn- ' haft. E ine muthigeThat wurde Don einem Fähnrich zur See des LiTiienschiffes Mecklenburg" während der Bergungsarbeiten auf Hatter Riff ausgeführt. Der Dampfer Norder" hatte den Auftrag, eine schwere Schlepptrosse auszubringen, wobei eine Pinasse des Linienschiffes mit der Trosse collidirte, auf die Seite gedrückt und die gesammte Besatzung des Bootes über Bord geworfen wurde. Die meisten Schiffbrüchigen konnten schwimmen und waren leicht in Sicherheit gebracht. Für einen Matrosen, der nicht schwimmen konnte, wurde die Sache sehr ernst. Der im Belt lausende Strom packte ihn und nahm den hülflosen Menschen mit sich. Von einem Fähnrich zur See war diese kritische Situation bemerkt, und kurz entschlössen sprang er über Bord. Es glückte ihm auch, den schon Sinkenden im Genick zu fassen und ihn in Sicherheit zu bringen. Als der junge Ledensretter das Fallreep hinaufstieg, gratulirten die Offiziere durch kräftiZen Händ:druck. Eine in Berlin verhafte t e Hochstaplerin, welche sich der Verwandtschaft mit hochstehenden Personen zu rühmen pflegte, ist entlarvt worden. Die Verhaftete, gegen die eitit Reih? von Strafanzeigen vorliegen, hat unter den Namen Wedekind, Amanda Lebaudy aus Paris und Anny von Senidow in Hotels ZechprelleTeien und bei Geschäftsleuten raffinirte Betrügereien verübt. Sie ist in vollem Umfange geständig und räumte schließlich ein, in Wirklichkeit Bertha d'Assard zu heißen und aus Odessa zu stammen. In den letzten Jahren ha.be sie sich abwechselnd in Paris, Vuenos Aires, Wien, Berlin und in ande.ren Großstädten des Continents aufgehalten. Die Berliner Polizei sandte nun eine Meßkarte von der geheimnißvollen Fremden u. a. auch an die Polizeidirettion in Wien, und diese ermittelte das Bild der jungen Russin" in .ihrem Verbrecheralbum. Sie ist iden.tisch mit der 31jährigen, aus Wien gebürtigen, berüchtigten Hochstaplerin Bertha Hannemann. Wie weiter festgestellt wurde, hat sich die Gaunerin bei Ausführung ihrer Schwindeleien uch die Namen Vertha Chavetty, Estella v. Assaty und Baronin Tinti beigelegt. Ein geheimnißyoller Mord ist nach einer Meldung aus Neapel bei Caserta, das an der Bahnlinie von Neapel nach Rom liegt, begangen .worden. In einer der kleinen Villen in der Nähe des freundlichen Städtchens lebte die Amerikanerin Miß McEredy. Ihr von. Gärten umgebenes Häuschen, in dem sie allein lebte. laq etwas abseits vom Wege; auch im JCause des Tages kamen nur wenige Leute daran vorbei. Deshalb fiel es nicht besonders auf, daß man die Amerikatterin während des größeren theils der vorigen Woche nicht sah, abtz am Freitag fcefcfilnfc man schließlieft doch, nach ihrem Verbleib zu forchen. Bei dem Suchen fand man bald am F'.che der Treppe ihre Leiche, und man sah sofort, daß hier ein Raub inoro vorlag. Am Halse zeigten sich Spuren von tief eingedrückten Fingern. Am Montag hatte man sie zuletzt gesehen, und es war klar, daß sie schon einige Tage todt war. Die Nachricht .hat bei den vielen Ausländern, die den Winter in den Bergen verbringen, .große Beunruhigung hervorgerufen; die Polizei that ihr Aeußerstes, um die Spur des Mörders aufzufinden. Zwei .Verhaftungen wurden -auch bereits vorgenommen, und zwar sind die Verdächtigen Catarina Esposito, das ent'lassene Mädchen der Ermordeten, und .ihr Vater Francisco Esposito.
Europäische Nachrichten.
Frovinz 'Mrandenvurg. Berlin. In' weiteren Kreisen hat man mit lebhafter Theilnahme die Nachricht von dem Hinscheiden der Frau Mathilde Arnhold, der hochbetagten Mutter des Geheimen Commerzienraths Eduard Arnhold, vernommen. Durch einen Sturz aus dem Fenster ist der Invalide Böthe aus der Friedenstraße tödtlich verunglückt. Der Mann hatte ein Holzbein. Die 20 Jahre alte Olga Leutloff diente bei einer Herrfchaft in der Rosenthalerstraße. Kürzlich fand die Hausfrau sie mit Lysol vergiftet auf dem Bette liegen. Auf-dem Tische lag ein Zettel mit den Worten, sie gehe ihres Franz wcgen in den Tod, weil er ihr untreu ceworden sei. Wer dieser Franz lst. weiß man nicht. Die Vergiftete wurde in bedenklichem- Zustande nach dem Hedwigskrankenhause gebracht. Eduard Kneife, Josephstraße 5, der in seltener Frische und Rüstigkeit kürzlich auf eine 40jährige Thätigkeit im Hause Jacob Ravenö Sohne & Co. als Bor steher der Eisen - Abtheilung vttue Grünstraße 17 zurückblickt, wurde vom Kaiser durch Verleihung des Kronenordens vierter Klasse ausgezeichnet. Die 41jährige Arbeiterfrau Auguste Hein aus der Gräfestraße 35 wurde in der Gneisenaustraße von einem Wagen der elektrischen Straßenbahn übersahren und erlitt so schwere innere Verletzungen, daß sie im Krankenhause am Urban, wohin sie gebracht wurde, gestorben ist. Ein schweres Bauunglück ereignete sich auf dem Bau des Hauses Glogauerstraße 6. Die verheiratheten Maurer Fritz Zechel, der Warschauerstraße 62 wohnt, und Karl Martin aus der Fürstenbergerstraße 4 waren dort als Rüstungsgesellen beschäftigt. Infolge eines Fehltritts stürzten sie aus der Höhe von etwa sechs Metern herab und erlitten schwere Verletzungen. Der Stations - Assistent Peter Becker. Willdenowstraße 2, feierte sein 30jähriges Amtsjubiläum bei der Hamburger Bahn, wo er als Kassenbeamter am Frankaturschalter thätig ist. Mit Lysol vergiftete sich die 50 Jahre alte Frau Anna des Confektionärs Schreiber aus der Frankfurter Allee 103 nach einem vorausgegangenen geschäftlichen Streit mit ihrem Gatten. Potsdam. Auf der Rückfahrt von Kaputh nach hier sind zwei Manne; von hier, ein älterer und ein jüngerer, mitten auf dem Templinersee eingebrochen. Sie waren aber mit Bambusstangen und Dolchen ausgerüstet, sodaß sie sich, wenn auch mit vieler Mühe, selbst wieder auf das feste Eis bringen konnten. Charlottenburg. Für die neue Central-Markthalle, die bekanntlich südlich vom hiesigen Bahnhof errichtet werden soll, hat der Magistrat jetzt 6iMillion?n Mark bereitgestellt. Frredrrchshagen. Von schweren Schicksalsschlägen ist die hiesige Dachdeckerfamilie Hoffman betroffen worden. Kürzlich stürzte Hoffmann während der Arbeit von einem Dache herab und blieb hoffnungslos liegen. Er hatte eine Gehirnerschütterung, sowie schwere innere Verletzungen davongetragen und mußte in fast hoffnungslosem Zustande nach dem Krankenhause übergeführt werden. Groß-Lübbenau. Letztens unternahmen der frühere hiesig:Schulze Konzack und ein anderer Mann von hier eine kleine Eisfahrt. Auf dem Heimweg benutzten sie jedoch nicht das sichere Eis von Lehde nach Lübbenau, sondern begaben sich, um am Wege zu sparen, in der Richtung auf Boblitz nach Hause zu. Auf dieser Strecke müssen sie die tiefe, morastige, sehr warme und deshalb gefährliche Gorroscha Passiren. Beide brachen hier ein. Konzack vermochte noch seinen mit dem Tode ringenden Freund zu retten. Er selbst sank jedoch darauf ermattet unter das Eis und ertrank. Lichtender g. Dieser Tage wurde das 31 Jahre alte Dienstmädchcn Vertha Conradt, das bei dem hiesigen Gärtnereibesitzer Weber imDienst war. in ihrer Bodenkammer ermordet aufgefunden. Anscheinend war ein heftiger Kampf vorausgegangen; der Morder ist dann wahrscheinlich durch das Fenster geflüchtet. Der Tod war bereits vor Mitternacht eingetreten: das Sparkassenbuch der Ermordeten wird vermißt. H'rcrittz g)stpreuj)on. Königsberg. Hier starb der verlanvesgerlchis - Senats - Prä sident a. D.. Geheime Ober - SustU rath Dr. August Caspar im Alter von 79 Jahren. Er hatte 1851 das Exa men als Assessor abaeleat und war al Nichter zuerst 16 Jahre in Danzig thätig. Auf eine ununterbrochene 40jährige Thätigkeit konnte kürzlich der Reilende der hieftgen Firma D Ärnheim. Hermann Kühn, zuruckdllcken. Bentnersdorf. Der leidige Unfug der Kinder, sich an Schlittenfuhrwerke zu hängen, hat hier zu einem bedauerlichen Unfall geführt. Der achtjährige Sohn des Arbeiters Orzissek wurde, als er von einem schnell dahinfahrenden Schlitten absprang, von einem dem ersten folgenden Schlitten überfahren. Er erlitt so schwere Verletzungen, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. . E y d t k u h n e n. Beim Einfahren der Lokomotive eines Schnellzuges in den Maschinenschuppen sprang der Lo
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JNfe BöliM RtAIttCta F0R T'cv mmm m IR3CGULARITY OCASGERATIOM SUPPRESSlOM.efe. MWUFACTUflfO 630LO 91 MMkKSÄlMlM ruftTTAMnncÄ tpmm I 5 PricOnD(lUT M Ai wr i iSXZi komotivheizer Kuschel, welcher wahrscheinlich die Dienstordnung einsehen wollte, auf die fahrende Maschine. Kuschel konnte aber die Plattform nicht rechtzeitig erreichen, wurde von der Maschine gegen eine Mauer aedrückt und hierbei lebensgefährlich verletzt. I n st e r b u r g; Der 77 Jahre alte ehemalige . Fleischermeister und Pferdehändler, jetzige. Rentier August Trost befand sich aus dem Markt, um Enten zu kaufen. Während er sich mit zwei Herren unterhielt, spürte er plötzlich ein starkes Unwohlsein. Dann stürzte er nieder und war eine Leiche. Ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht. Labiau. Dem erkrankten Arbeiter Klung von hier war vom Arzt eine Arznei verordnet, von welcher er täglich drei Eßlöffel voll einnehmen sollte. Als eine Nachbarin nach ihm sehen wollte, fand sie ihn in seinem Bette todt. Er hatte, jedenfalls in der Absicht, seinem traurigen Dasein ein Ende zu machen, den Inhalt der ganzen Flasche auf einmal getrunken. Q s ch k e. Dem Besitzer Artschwager hier brannte sein ganzes Anwesen, bestehend in Wohnhaus, zwei Scheunen und zwei Ställen, nebst sämmtlichem Mobiliar. Futter- und Getreidevorrathen nieder. S kais girren. Hier wurden der Einwohner Josteit, dessen Schwiegermutter und ein junger Mann leblos aufgefunden. Der hinzugerufem Arzt konstatirte Kohlendunstvergiftung. Josteit war bereits todt. Der junge Mann wurde in's Leben zurückgerufen, während dies bei der Schwiegermutter erst nach vielen Bemühungen gelang. Dem Stadtrath a. D. und Ober - Vorsteher der hiesigen KaufMannschaft, Schlegelberger. ist der Rothe Adlerorden 3. Klasse mit der Schleife und dem Kaufmann, und Lotterieeinnebmer Saknick von bier der Rothe Adlerorden 4. Klasse verliehen worden. Arovlnz Westpreuhen. Danzig. Der Grenadier Weinert von der 5. Compagnie des hiesigen Grenadier Regiments Ro. 5, der auf der Lunette Borste! auf Posten stand, hat sich mit seinem Dienstgewehr erschossen. Furcht vor Strafe wegen eines Wachvergehens soll der Beweggründ zur That sein. Borgfeld. Kurz vor ihrer diamantenen Hochzeit ist hier die Frau des Altsitzers Friedrich Wölms im Alter von 85 Jahren verstorben, die Vorbereitungen für das selteneFest des sechzigjährigen Ehejubiläums waren bereits voll im Gange. D i r s ch a u. Maler Klawun feierte sein Lojähriges Jubiläum als Vorstands - Mitglied des hiesigen Kriegervereins; feit 14 Jahren ist er Schatzmeister des Vereins. G ö tz e n d o r f. Der 43 Jahre alte Kutscher Kaminski kam mit einer vierspännigen Fuhre Klobenholz aus dem Walde. In der Nähe von Frankenhagen stürzte er vom Wagen, wurde überfahren und unter den heiabgefallenen Kloben schwer verletzt liegend aufgefunden. Beide Beine waren ihm gebrochen. Als der telephonisch herbeigerufene Arzt eintraf, konnte dieser nur den inzwischen eingetretenen Tod feststellen. K a l i s ch. Der hiesige Gerichtsdiener Martin Vaier nebst seinen 5 Kindern sowie seine Schwiegermutter ist an Kohlenoxydgas erstickt. Die Ehefrau und deren Bruder konnten noch am Leben erbalten bleiben. Marienburg. Das dem Nachtwächter Trufchkowski in der Rosengasse gehörige Wohnhaus, in dem 6 Arbeiterfamilien wohnten, brannte bis auf seine Grundmauern nieder. P e tz i n. Das Fest der goldenen Hochzeit beging das Nachtwächter Krl Kobs'sche Ehepaar. N o f e n t h a l. Der Besitzer Arthur Ziltz von hier, 28 Jahre alt. verunglückte dieser Tage dadurch, daß er beim Häckselschneiden von seiner in das Schwungrad gerathenen Schaufel an den Kovf aetroffen wurde. Erver-
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Nkö'SMZekiTZnr allte Der WIne of Cardul ist eine milde Medizin, aber 'ein wirksames Stärkungsmittel, dessen Erfolg in der BeHandlung der Frauen - Krankheiten unübertroffen ist. Ueber 1,500.000 leidende Frauen sind von Leiden kurirt worden, von denen man gewöhnlich glaubt, daß sie die kostspielige Behandlung eines Spezialisten erfordern, indem sie das große Frauen-Stärkungsmittel brauchten. Der Wine ot Cardul empfiehlt sich für sittsame Frauen mit geringen Mitteln, weil er in der Zmückgezogen. heit zu Hause gebraucht werden kann, ohne sich einer beschämenden örtlichen Untersuchung und gefährlichen Behandlung unterwerfen zu müssen. . Die Behandlung ist nicht kostspielig, und jede Leidende kann 'sie selbst vornehmen. Wenn Sie ein Opfer von Frauenschwäche irgend welcher Art sind, dann ist der Wine of Cardul He Medizin, die Sie gebrauchen sollten, und Sie können es sich nicht gestatten, die Behandlung hinauszuschieben. Ihr Leiden wird immer schlimmer, nie besser. Der Wlne of Cardul verfehlt nie, selbst das chronischste Leiden der ernstlichsten Natur zu lindern, und in einem aus zehn Fällen bringt es absolute Heilung. 1.600.000 Zurirte Frauen empfehlen fcenWine of Cardu!. Sie sollten den Wine of Cardul geörauchm. verlangen Lie.itZn heuke von Ofjrern ilpotsjeftcr. Alle Apotheker verkaufen HI..OV-Flaschen.
lor sofort das Bewußtsein und war nach kurzer Zeit todt. H'rovinz sommern. T h o r n. Die Ehejubiläumsmedaille ist Nathan Cohn aus Anlast der goldenen Hochzeit verliehen worden. Stettin. Ein Brandunglück ereignete sich in einer Wohnung im ersten Obergeschoß des Hauses Ott'ostraße 9a. Die Ehefrau des WohnungsinHabers wollte das Feuer im Ofen anfachen und goß zu diesem Zwecke aus einer Blechkanne Petroleum in dasselbe. Der in der Kanne enthaltene Brennstoff etnzündete sich, das brennende Petroleum ergoß sich über den Oberkörper der Frau und ihres einjährigen Sohnes, der sich bei der Mutter am Ofen aufhielt. Beide Personen erlitten schwere Brandwunden. Alt - B a n z i n. Als Leiche ist der Arbeiter Gustav Kroll von hier neben dem Bahngeleise in der Gieskower Feldmark auiaefunden worden. Der 76 Jahre alte Mann ist auf dem Wege nach Sörlin irrthümlich in Thunow ausgestiegen, und hat sich alsdann auf den Weg gemacht, um das Geleise entlang bis nach Körlin zu gehen. Alsbald ist er aber vom Zuge erfaßt und getödtet worden. B u tz o w. Der vermißt gemeldete frühere Inspektor Otto Bluth ist in der Nähe von hier an einer Weide hängend als Leiche gefunden worden. Der Grund zu dem Selbstmord soll in mißlichen Vermögensverhältnissen zu suchen sein. G o l l n o w. Das Gespann des Besitzers Daberkow aus Krewitz scheute vor dem aus Naugard hier eintreffenden Zuge. Die Pferde gingen durch und stürmten auf das Geleise. Das Fuhrwerk wurde von der Maschine erfaßt, zertrümmert und die Pferde qetödtet. Daberkow erlitt sehr schwere Verletzungen. K ö s l i n. Der unbeaufsichtigte zweijährige Sohn desArbeiters Neuenfeldt goß Petroleum in das Herdfeuer.' Die Flasche explodirte und die Flammen setzten die Kleidung des Kindes in Brand. Obschon Hilfe sofort zur Stelle war, erlitt der Kleine so bedeutende Verletzungen, daß er nach kurzer Zeit starb. M e d e w i tz. Letztens wurde der seit über 100 Jahre bestehende Schmidt'sche Gasthos durch Feuer eingeäschert. In der Scheune brach das Feuer aus. sprang auf den Stall über und äscherte diesen und das Wohnhaus vollständig ein. P o l l n o w. Der achtjährige Max Rexhausen, Sohn des Eigenthümers Karl Rexhausen vom hiesigen Abbau, wurde unweit der Rotzoger Landstraße in einem Wasserloche todt aufgefunden. Der.Knabe hat auf dem Heimwege aus der Schule jedenfalls das Eis auf dem nur wenige Quadratmeter großen, aber verhältnißmäßig tiefen Loche probiren wollen, ist dabei eingebrochen und ertrunken. S e h l e n. Selbstmord verübt hat hier die 60 Jahre alte Wittwe Wilhelmine Rätz. welche am Ofenhaken erhängt aufgefunden wurde. Die 2t bensmüde wurde seit Jahren von .einem Nervenleiden geplagt. Treptow a. Tollensee. Der einzige, zwanzigjährige Sohn des Hofbesitzers Viederstädt Bucher erhängte sich, von einem Balle im Nachbarhause heimkehrend, auf freiem Felde an einem Baum. Allerlei slir'ö HauS. UmechteGranatenzureinigen, bindet man Kleie in ein wollenes Beutelchen und reibt damit die Steine, bis sie hell leuchtend sind. Altes Fleisch wieder schmackhaft zu machen. ' Nicht allen Hausfrauen dürfte eö bekannt sein, auf welche Weise man ältlichem Fleisch den unangenehmen Beigeschmack benimmt. Ein Aufguß von Kamillenthee, dem man nach einer Weile ein Abwäschen mit kaltem Wasser folgen läßt, thut in dieser Hinsicht Wunder-dienste.
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Bitterer Käse. Das Bitterwerden der Käse ist in seiner Ursache suf die Thätigkeit von Bakterien zurückzuführen, die man von Anfang an fernzuhalten suchen muß. In dieser Beziehung wird größtmöglichste Reinlichkeit schon bei dem Melken und in den Stallungen die besten Dienste leisten. Hat sich trotzdem diese Bakterie einmal eingenistet, so wird man zur Desinfektion des Stalles oder Uebertünchen der Wände, der Decken und des Bodens mit 50prozentiger Kalkmilch zum Ziele gelangen. Schlacht.- Hühner. Hühner, die man zu schlachten beabsichtigt, sollte man einige Wochen vorher in einem Käfig oder einem anderen kleinen Gelaß recht viel mit gekochten Fleischresten füttern. Die. Thiere werden dabei auffallend schnell fleischig und fett. - Tintenflecke aus weißen Stoffen zu entfernen, ohne daß dieselben angegriffen werden. Man bestreiche den Fleck mit Schmierseife, tröpfele Wasser hinauf, und lege den Stoff in die Sonne. Ist derselbe fast trocken, so feuchtet man ihn wieder an. Indem man mit den Händen die Stelle etwas reibt, fängt die Tinte schon an, sich mit der Seife zu verbinden. Nach etwa dreimaligem Naßmachen und Einreiben wasche man den Fleck und und fahre mit Einreiben von frischer Seife, Naßmachen und in die Sonne legen so lange fort, bis der Fleck verschwunden ist. Man bleicht solche Flecke im Freien. Hat man diese Gelegenheit nicht, so dient ein sonniges Fensterbrett und ein untergelegter Teller dazu. Bei großer Hitze soll man in dieser Weise Tintenflecke in wemgen Stunden aus weißen Stoffen bringen können. Gegen spröde Fingernagel wendet man am besten Lanolin an. Man kaufe in der Apotheke ' wasserfreies Lanolin, bestreiche mit diesem die Nägel, resp, die Fingerspitzen vor dem Schlafengehen und umwickle sie mit einem Streifen Gummipapier. Damit dies aber überNacht nicht abgestreift wird, sind festsitzende LederHandschuhe überzuziehen. Das Mittel muß mehrere Tage angewendet werden. Fettflecke aus Taffet oder Seidenzeug sind am besten durch Watte zu entfernen, welche man in heißen Spiritus getaucht hat. Man reibt die Flecke leicht damit ab; doch muß man recht vorsichtig beim Erwärmen des Spiritus sein, damit kein Feuer entsteht. Kartoffelkeimegiftig. Die Zeit des Keimens der alten Kartoffeln ist wieder gekommen. Wer mit derartigen Kartoffeln jetzt zu thun hat, achte darauf, daß sie an den Händen keinerlei Verletzung sei sie auch noch so unbedeutend befindet, da sich dadurch das in den Keimen befindliche Nachtschattengift der sonst so nützlichen Knollenfrucht auf den menschlichen Körper übertragen und zu schweren Krankheiten, ja zum Tode führen kann. Fensterkitt. Bei der Herstellung eines guten und billigen Fensterkittes'für Gärtnereien bewährt sich eine Mischung von Steinkohlentheer und Portlandcement. Der Steinkohlentheer wird erwärmt und dann mit Portlandcement zu einem zähen Teige verarbeitet, der ebenso wie der gewöhnllche Glaserkitt benutzt wird. Jedoch ist zu bemerken, da die Fenstersprossen vor dem Verkitten gehörig abgetrocknet werden müssen. Dieser Kitt hat neben der Billigkeit noch den Vorzug der Dauerhaftigkeit, indem er sich nicht ablöst. Verfahren bei Ohnmacht e n. Bei Ohnmachten aus irgendwelcher Ursache müssen zuerst alle beengenden Kleidungsstücke, besonders Kragen und Corsett, gelockert werden, nachdem man, wenn kein Bett oder Sopha zu erreichen ist, den Kranken der Länge nach auf den Fußboden gelegt hat. Dann wird er meist bald wieder zu sich kommen, weil das Blut so leichter zum Gehirn fließen kann.
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