Indiana Tribüne, Volume 28, Number 188, Indianapolis, Marion County, 1 April 1905 — Page 5
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F: cvr Y 6 mu MnilUt i Aus dem Leben cincr alten Frau Q tfon s. Barinkay KKKK)CKKKKO (Schluß.) Nun hatte sie ihren Willen vurcygesetzt. Das störende Element war aus dem Hause. Ihre Mama spendete ihr über diesen Beweis ihrer Macht lautes Lob. Das erfüllte Ada halb mit Vefriedigung, halb empfand sie ein ähnliches Gefühl der Scham, wie bei dem vielsagenden Blick ihres Gatten. Friiz ließ in keiner Weise merken, wie wehe sie ihm gethan hatte. Nach wie vor war er gleichmäßig gütig und liebevoll gegkn sie, berührte die Thatsache, daß die alte Frau eine Zeitlang bei ihnen geweilt, nicht weiter, und ihr Leben ging, den alten, ruhigen Gang. Nur kam es jetzt vor, daß der Professor öfter eine Stunde außer dem Hause verbrachte.. Ada wußte, wo! Sie trug ihm manchmal Grüße an die Mutter auf und bot sich einmal an, ihn zu begleiten. Das lehnte er so entschieden, wenn auch freundlich ab, daß sie zurückblieb. Und zwar gern. Der Gedanke, die müden, durchsichtigen Augen der alten Frau auf sich gerichtet zu sehen, war ihr peinlich. Wie ein dünner Haken bohrte sich aber doch eine leise Eifersucht ein. Zumal sie nun viel allein war. Ihre Mama kam nur selten und war auch nicht leicht daheim anzutreffen; die Hochzeit der 'Schwester stand vor ver Thür. Auch gab es nichts mehr zu sticheln, zu spotten und zu hetzen, was Frau Scemberg mit besonderer Lust that. Roberts hatte Arbeit über Arbeit, hatte für einen erkrankten Kollegen noch Pflichten zu übernehmen ge-, habt. Ada vermißte so sehr eine treue Seele. Sie hätte zu gern recht viel über das zu erwartende Glück geplaudert, nicht blos mit ihrem Mann, mit dem sie's ia tbat. sondern mit einem weiblichen Wejen, mit emem :useen, das selbst einst- Mutter war und voll verstehen konnte, wie sie fühlte und hoffte. Sich selbst überlassen, verfiel sie mancherlei trüben Gedanken, emPfand nicht so ganz die tiefe Freude über die niedlichen Sächelchen, die ihre fleißigen Hände schufen. Unruhe und Unzufriedenheit trieben sie umher. Dazu kam die Frühlingssonne, die sie mächtig aus dem Hause zog. Sie gewöhnte sich daran, ihren Gat.ten abzuholen, der mit ihr dann in der Regel einen kleinen . Spaziergang machte. Gegenüber dem - Gymnasium war eine Baumanlage, die im ersten, lenzlichen Grün stand. Frisch und zart dufteten die jungen Blätter und ihre dichtgedrängte Fülle warf bereits ziemliche Schatten auf die Sitzbänke. Auf einer davon ließ sich Ada stets nieder, wenn sie zu früh kam. Und sie kam mit Vorliebe zu früh, denn es saß sich so schön unter dem jungen Gezweig, in dem lustig die Finken schmetterten und die Meisen pfiffen. Einmal nahm sie auf einer Bank Platz, auf welcher zwei alte Frauen sich in eifrigem Gespräch befanden; die eine davon schlicht und einfach gekleidet, eine Greisin aus dem Volke, die andere mehr ein zierliches, zartes, wenn auch bescheidenes Dämchen. Ada kümmerte sich erst nicht weiter um die Reden der zwei, aber bald verfingen sie sich in ihrem Ohr, drangen in ihr Herz. Sagte die eine davon: Ja, es ist hart, in den alten Tagen den Mann, mit dem man eine so weite Strecke im Leben gewandert ist, zu verlieren und plötzlich allein dazustehen, ohne den Gefährten, der Freud' und Leid mit uns getheilt hat. Man hat ja Kinder! Ja, ja, Kinder! Ich habe einen Sohn, sonst Niemand als ihn; es geht ihm gut. und er hat Frau und Buöen und Mädels; aber das H'äuschen ist klein, und es ist kein Fleckchen für mich übrig! Und dann die junge Frau! Wie das so ist! Und so bin ich in einem Damenstift untergebracht!" Wie das so ist! Ja freilich!" meinte die andere, fast ein wenig bitter. Ich habe sechs Kindern das Leben geschenkt, und alle sind gesund und kräftig und fliegen in der Welt herum wie ausgelassene Vögel und denken nur an sich selber! Früher habe ich mir immer gedacht, wenn ich alt werde, hat's keine Not''! Sechs Kinder, die ich und mein Mann alle zur Arbeit und Rechtlichkeit erzogen, bei einem davon werden wir schon ein Plätzchen finden, wo wir ausruhen können, noch ein bissel mitreden und wirthschaften helfen und die Liebe bei den Kindern und Enkeln einheimsen. die wir einst so reichlich ausgesät. Dachte auch noch so, als mein Mann starb, der bis zum letzten Athemzug geschasst hatte. Für ein Einschichtiges ist ja noch eher Platz! Es kam aber anders. So ein alter dürrer Ast steht jedem im Wege und ist am besten im Spital aufgehoben. Das zusammengeschrumpfte, m allem rückwärts gehende und so altmodische Mütterl darf noch froh sein, wenn's die Kinder nicht verachten und sich seiner gar schämen! Mit einem der Meinen, mit dem liebsten und letzten Mädcle ist's mir so ergangen. Das hat eine gute Heirath gemacht und genirt sich nun über die Mutter, die schlecht und recht sich gibt, wie sie es gewohnt ist und die noch dazu
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tm Spital ist! Ja. ja! So geht's Und das ist das' Schlimmsie noch nicht! Da haben wir.ein Fraule, das ist schon furchtbar lange Wittwe und .hat den einzigen Sohn mit Sorgen und Plagen großgezogen, und hat gedarbt und gehungert und gefroren, damit er was lernen konnte und es im Leben zu was bringen sollte! Na, er hat es auch zu dem gebracht, steht gar hoch oben, aber der ungebildeten Mutter schämt er sich, sieht sie lieber nicht, thut fremd und ist nun weit fort, wo'Niemand weiß, woher er stammt! Sein Mütterl ist im Spital! Ja, ja! Im Spital wie ich! Nun, ich kann ja nicht klagen. Es geht mir da ganz gut. Aber man ist eben nur so eine einzelne, armselige Person, um die sich Niemand herzlich und ehrlich kümmert. Das thut oft so weh da innen, so weh, wenn man zurückdenkt, was man geopfert, wie man sich geplaat hat." Das zarte Frauchen nickt schmerzlich. Ach ja, die Familie vermißt man so schwer! Die traute Zusammengehörigkeit, das Gefühl, daß man irgend wem noch etwas (jilt! So ist man kalt .;estellt, ist werthlos geworden und hat nur noch an den Tod zu denken. Das Empfinden, als befände ich mich, direkt auf der Reise zu ihm, überschleicht knich manchmal, wenn ich mich mit meinen Genossinnen an die lange Tafel fetze, steif und ceremoniell, ohne alle die süße Vertraulichkeit, die ein enger Familienkreis ausathmet. Wieder einen Tag weiter voran wieder, eine Station weiter, auf der man in Gemeinschaft mit Reisegefährtinnen den nothwendigen Imbiß einnimmt! Und ich hab' mir .das Alter emmal so schön vorgestellt! Von meinem Jungen und seiner Frau hochgehalten, mit Rathschlag und Erfahrung ihnen beistehend, ihren Kindern eine Zuflucht in den kleinen Schmerzen und Sorgen, eine liebe Märchenerzählerin, die so manches Schöne und Gute einpflanzen kann in die kindlichen Seelen! Ganz anders ist's nun geworden!- Ich besuche die Meinen allsonntags, aber wir werden doch nicht warm zusammen. Ich fühle mich nicht heimisch bei ihnen, kenne ihre Interessen nicht; zwischen den Kindern und mir schlingt sich kein trauliches Band, sie dürfen sich nur artig und von ihrer besten Seite zeigen. Meine Lebensweise hat' für. Niemand dort etwas Fesselndes; es spinnt sich also kein enger Faden von einem zum anderen!" Ada blickte stumm auf. die Sprechenden. die ihre Schmerzen und Enttäuschungen voreinander ausbreiten und froh sind, jemand gefunden zu haben, d ähnlich empfindet und denkt. In ihrem Geiste schiebt sich eine Wand auseinander, und sie sieht plötzlich in weite, weite Fernen. Sie sieht das Geschöpfchen, dem sie so ehnsüchtig entgegenharrt, groß und elbstständig,.sie sieht sich selbst. alt und ?erbraucht von ihrem eigenen Kinde, das sich einem Manne einem Weibe, eben einem nderen Menschen angeschlössen, beiseite geschoben. Eine Ahnung von der Pem emes einsamen Alters senkt sich in ihre Brust und sie erschauert. Daö Alter ist liebebedllrft?g, das sagen ihr d:e Klagen der beiden Frauen, das sagt ihr das eigene Empfinden! Das Alter rechnet auf die Dankbarkeit der Jugend, , und es hat em Recht auf diese Dankbarkeit, ein heiliges Recht! Und es findet dieses so selten! Gedanken stehen in ihr auf, zünden grelle Lichter an und beleuchten die Selbstsucht, die einen so großen Raum im Mcnschcnheren emnimmt und es unbewußt zu Grausamkeiten verleitet. Sie denkt an die Mutter ihres Fritz. und ihr ganzes Wesen durchdringt eine heiße Sazam. Wie klem, wie kurzsich tig, wie unedel und lieblos hat sie ge handelt! Wie muß sie vor ihres Man nes innerem Gesichte stehen?! Wie ärmlich und engherzig! Gedanken über Gedanken, Gefühle über Gefühle strömen über sie hin,und als die ersten Knaben aus dem Portal stürmen, erhebt sie i:ch und verschwindet angstlich in einer Seitengasse. Nach einer schlaflosen Nacht und nachdem Morgens ihr Gatte fort war, verließ sie das Haus. An einer Straßenecke kaufte sie einer Händlerin einen Srrauß Veilchen ab, holte sich Kuchen und eme Flasche Wem. So ging sie zur Mutter ihres Fritz, scheu, schüchtern, mit glühenden Wangen. Die Greisin ließ den rosarothen Km derstrumpf vor Schrecken fallen, als sie ihre Schwiegertochter vor sich sah. Und so ganz anders wie einst. So voll stiller Abbitte, einem völlig anderen Benehmen und einem eigenen Glanz m den Augen. Ich habe Sehnsucht nach Dir be kommen, Muttchen!" sagte Ada warm. Ich mutzte Dich aussuchen! Sie setzte ihre Geschenke nieder und suchte wie ein verlegenes Kind nach den welken Handen. Die alte Frau ging mit stillem Takte über alles Gewesene hinweg und erwi derte den warmen Ton. Es wurde ihr ja so leicht. Da Alter verzeiht gern und tst dankbar für jede bewiesene i!CCC. Ada zog sich einen Schemel nahe und setzte sich zu Füßen der Mutter, trotz ihres Protestes. Und dann begann sie zu erzählen von Fritz und seinen guten Eigenicharten, von seiner autiaen. fe:n sinnigen Art und wie sie sich freuten aus das kleine, große, lebendige Gluck Sie betrachtete dabei das Gesicht, das ihr. so häßlich erschienen, und sie fand es nun gar nicht mehr häßlich,' so strahlte es in Freude. 3n den Blicken
war ein Ausdruck von Milde und Sanftmuth, der sie rührte. Sie. hatte
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ästhetischeAnsprüche an dieses verblühte Antlitz stellen wollen und dabei übersehen, daß ihr die höchsten Schönheiten entgegenleuchteten: der reine Stolz einer iw ii r'.r. v r"-Li ' jf. i 3 vJtuutT, mt iqe uno Zariiicuicil ciuc treuen Herzens ! . Von Reue, Scham und aufkeimender Neigung für die Frau, der sie den gelievten Mann vervankte. ergrissen, schwatzte sie sich alles von der Seele, was sie in den letzten Wochen der Einsamkeit gedacht und geträumt. Und die Greisin nahm mit stillem Entzücken dieses Vertrauen hin. Taglich erschien nun Ada bei ihr; ste wußte, daß Fritz durch Jerufspflichten ferngehalten war. Als em freier Tag kam, an dem sie annehmen konnte, daß er seine Mutter aufsuche, führte sie den Entschluß aus. den sie schon im ersten Impuls gefaßt, aber nicht zur Tha: gemacht hatte, um sich zu prüfen. Sie ging zitternd, aber doch von ernsthaften Willens zu der alten Frau. Muttchen." sagte sie und faßte di? Hände derselben. ..ich habe eine große Bitte an Dich! Willst Du. sie mir erfüllen?" Wenn ich kann, gerne! Du kannst, wenn Du willst! Wollen sollst Du eben! Du mußt wieder zu uns kommen! Hörst, Du?! Ich war ein thörichtes, oberflächliches, herzloses Ding und lvußte Dich nicht zu schätzen! Ich war abscheulich gegen Dich und will meme schwere Schuld abtragen und Dich hegen und lieb haben und gut zu machen suchen, was ich gefehlt. Es soll ganz anders werden bei uns, ganz anders." Die alte Frau begann zu zittern. Nein nein!" stammelte sie. Das geht nicht! Du würdest wohl bald bereuen, daß Du " Das darfst Du nicht sagen! Du sollst an mich glauben! An meinen guten Willen und und an die iebe für die Mutter meines Fritz! !l,.rgiß und verzeih, daß ich so gefühllos und häßlich gewesen bm, und versuch es nochmals mit mir." .. Gequält sah das faltige Gesicht geradeaus, der Kopf bewegte .sich verneinend. Ada schlang erregt die Arme um die Schultern der Mutter. , Sag nicht nein! Du darfst nicht nem sagen! Meines Mannes, innigster Wunsch ist es. Dich bei uns zu haben! Er leidet, da er ihn nicht erfüllt sieht! Und durch meme Schuld! Nimm die Schuld von mir komm zu uns!" ,-. . Mem Sohn hat eingesehen daß, es besser so ist; daß ich nicht zu-Euch r . er e r r - ympa e, oan icy em unsrelwimger Störenfried bin!" ': Aber, Mutti, der Störenfried war meine gedankenlose Lieblosigkeit, Du warst es ja nicht! Ich brauche Dich ja iefet! Ich brauche ein Gronmutterchen für mem Kmd! Du mußt es mir lieb haben-und umsorgen und Pflegen und großziehen helfen! Du hast za Deine Mama! Ada erröthete und schüttelte den Kopf. Das echte, rechte Großmutterchen kannst nur Du sem! Du mit De: nem zärtlichen, von mir so verkannten Herzen!" Forschend sah sie in die Mienen der alten s?rau. Der abweisende Zua darinnen machte sie traurig. Du willst nicht? Du strafst mich so hart? Ehe eine Antwort gegeben werden konnte, klopfte, es und die Thür wurde geöffnet. Auf der Schwelle stand Fritz Roberts und schaute verwundert auf die beiden Frauen. Ada stürmte auf ihn zu. Geliebter, hilf mir! Unser Muth ist eigensinnig' Es will nicht zu uns .kommen, obwohl ich's so inständig bitte! Es traut mir nicht recht! Es ist darauf verpicht. hier in diesem einsamen Zimmer zu bleiben als ein gar selbstsüchtiges Frauchen, und wir haben's doch so nöthig. nicht wahr, Fritz! Wir müssen doch ein Großmütterchen im Haus haben, wenn der Junge eintrifft! Sprich ihr zu! Zanke sie! Sage. ihr, daß sie mir jetzt vertrauen darf! Dir.glauot sie eher! Jnnia-ernst blickte ihr der über raschte Mann in die von Erregung und Liebeselfe? glanzenden Augen. Du hast Dich wiedergefunden, liebes Weib?" sagte er leise und küßte sie Ohne Ada freizugeben, zcq er dann seine Mutter heran. Zärtlich strich er das welke Gesicht. Wir bitten zu zweien, Mutti! Probir's noch einmal! Du wirst sehen, es geht! Und sollten wir biöweilen fehlen das Dritte. das kleine füße wundermächtige Dritte macht alles wieder gut! Glaubst Du mcht, Großmutterchcn?" Und jetzt glaubte sie es. i Ein sehr aufmerksamer Gatke verspricht der deut'.che Kronprinz zu wer den. Er schickte, wie gemeldet wird, seinen Kocy,rn.ceumann, nach Cannes um im Haushalt der - Großherzoain Anastasia drei Wochen lang die dorti e Zubereilurg der Speisen kennen zu lernen, 'sän besonders scll cr au die Lieblingsgerichte der Herzogin Ce cilie achten, um der Kronprinzessin r. i . Ii - n . . ü" ' . Mler oie von iqr orvorzugien tpei sen in gewohnter Art bereiten zu kön nen. . Der erste farbige Stimm geber.' David Strother. ist in El Paso. JlL gestorben. Er war der erste Reger. welcher semer Zeit das seiner Y . FP c " 3 nasie m oen er. Staaten verliehene ?ttmmrecht ausgeübt hat. Die Ein , . C i rr i. ivoyner oes. ounlys. m welckem er 41 Jahre lang gewohnt hat, erwiesen ? rwi c . . ' .1 igm in Masse otc letzte Ehre.
MsMttMausche. ; Die Nachahmung der Naturgewalten hinter den Kulissen.
Winderzeuger in Aktion 2er Donnerer Vi Künstler eigener Art - Tle Knerre all SÄicszapparat-Glockengekäut und andere Geräusche. Zur Erzielung ' von Bühnengeräuschen verwendete man früher Maschinericn von oft sehr primitiver Art; namentlich bei der Nachahmung des Geräusches des Windes und des Donners bediente man sich hinter den Kulissen häufig sehr 'sonderbarer Instrumente, deren Anblick den auf's Tiefste erschütterten Zuschauer gewiß zu einem Heiterkeitsausbruch veranlaßt haben würde. Das sogenannte Donnerblech führte lange Zeit ein anerkanntes Dasein. Dieses Blechstück wurde in Schwingungen gesetzt und erzeugte so em inat.ternöes Geräusch, welches willige Ohren als das Rollen, des. Donners erkennen konnten. . Ein dünnes Holzstück an einer Schnur befestigt, in kreisende Bewegung gesetzt gab das Sausen des Windes an. ...... In . neuerer Zeit aber, in der das Raffinement der Bühnenwirkungen auf's Höchste gestiegen ist, in der das Publikum Nicht mehr so naiv ist, wie in früheren Zeiten und eine genaue Nachahmung der Natur verlangt, sind auch me Ansprüche an den Bühnentechniker gewaltig gestiegen, und er muß oft lange sinnen, um den Borschriften der Dichter gerecht zu werden. In Ueber unsere Kraft" muß zum Beispiel das Geräusch eines über eine Brücke- dahinsausenden EisenbahnzugeS nachgeahmt werden; dann wiederum soll ein Kavallerie-Negiment im Borbeuitt geHort, oder der Lärm einer revoltirenden Volksmenge nachgeahmt werden, lauter Ausgaben, deren Durchführung große Schwierigkeiten bereitet. . . Am häufigsten kommt die Windmaschme in .Anwendung Sie besteht aus einer in einem Lager ruhenden großen hölzernen Trommel,' .deren Rundung aus einigen scharfkantigen Stäben besteht, und über die em 'rauher Seidenstoff gespannt ist. Bei langsamer Drehung der Trommel ergibt das Reibegeräusch den sanftesten Wind, der bei rascher Drehung, bei stärkerer Spannungl. des' Stoffes , zum pfeifenden Sturm, zum dröhnenden Orkane anzuwachsen . vermag. Und nicht weit von dieser Maschine steht ein Mann, oe? ein großes Drahtsieb, welches mit Erbsen gefüllt ist, in beständiger Vewequna .erhält. Eine langsame Bewegung der üKer das Sieb hinrollendm Erbsen und eije rieselt der Regen; em krafuge? 'jQirif und Herschütteln des Siebes und 'prasselnd schlägt der Regen, wie mit' Hagelschauer vermischt, zu Boden. Den Donner erzeugt em mit zwei großen Schlägern bewaffneter Mann, indem er damit einen großen mit einem Trommelfell bespannten Kasten bear beizet. Ein leises andauerndes Wirbeln der Schlager, und der. ferne Don ner grollt;, einzelne Schläge in den Wirbel gemischt und der Sturm tobt und endlich furchtbares Krachen, der Blitz hat eingeschlagene Ein Arbeiter hielt an. einem Strick mehrere -durch Seile zusammengehaltene Bretter, die prasselnd zusammengestürzt sind. Eine weitaus stärkere Wirkung laßt .sich erzielen mittelst einer breiten viereckigen Holzröhre, die an ihrem oberen Ende in einen großen, mit eisernen Kugeln gefüllten Kasten mundet. Durch Weg ziehen eines Schiebers entladen sich die Kugeln in die Röhre und stürzen mit donnerndem Einschlag" bis in die Untermaschinerie herab, wo sie in einem großen Kasten aufschlagen. Aber nicht nur die Natur, auch die rohe Gewalt verlangt hinter den Kulissen ihre Darstellung. Den feigen Mörder, der meuchlings seinOpfer mit einem Schusse niederstreckt, den besorgt wohl der Inspizient, der einen bereitgehaltenen Revolver abfeuert. Aber wenn der Aufruhr, der Krieg durch die Straßen heult. wenn'Beletonseuer ver nichtend durch die Massen fährt, tritt ein Arbeiter in Aktion, der an einer Art Knarre einzelne Schüsse oder auch ganze Salven abzugeben vermag. Zur Hervorbringung von Glockenge läut dienen eine Menge verschieden tig abgestimmter Metallplatten. Man nigfach sind noch verschiedene andere Apparate. Eine Kegelkugel in einem Mit Sand füllten Kasten bewegt deutet das Knirschen von Wagenrädern n; der Hufschlag eines Pferdes wird mittelst Hammerschlagen auf emem Brett markirt. So emfach rne Hano habung dieser harmlosen Apparate aussieht, so muß sie doch ein geschultes IVrsnnrrT rtitafi?firrr hrrmH btT Qt yj vv ii4 5 uuw 7 v v---wünschte Eindruck auch erzielt werde. Unverhofft reich geworden. In Neulerchenfeld bei Wien wurde jüngst eine Frau Marie Hammerl zu Grabe getragen. Die Eröffnung des Testamentes der Wittwe brachte eme große uever rasckuna. Die kinderlose Wittwe ver machte hren beiden Dienstmädchen, fOT W V V ' Q Marie unb Nosa Ninner. ihre bxtl Häuser, die ungefähr einen Werth von 300,000 Kronen ($60,900) reprai.entZren. 5brem Bruder, einem Dorfwirth.' und ihrer an einen Arbeiter verheiratheten Schwester hatte yxau Hammer! nur je 9000 Kronen ausge setzt. ... .
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