Indiana Tribüne, Volume 28, Number 188, Indianapolis, Marion County, 1 April 1905 — Page 1
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Kleine Ftadtnachrichten.
Harry Leighton. der in der Mhe von Acton durch einen Zug über. fahren und getödtet wurde, wurde zur Beerdigung nach Cincmnati gesandt, ss.ttntn. Auditor ßdnis I. Clark erschien heute glatt rasirt in seimm Bureau. Er batte sich den ' ! Schnurrbart, den er' seit 25 Jahren aetraaen batte. absckneiden lassen, um f5n ffÄfinrtm an ih?rrathm. " " ' . I W ill WVUtlVUhU W I ' m i Ein Bauerlaubnißschein lur einen an oer uapiioi uc. """ m . rr . : 1 -T nri. v , uqioök. zu cxiiqjKnu uuuuyu r ' r , jci v cv.xitt- I Hof, wurde von der Indianapolis Trao iion & Terminal erlangt. Die Bau. lurnrne nno nui BnBcHcHcu. - . . . , Anr rrr . C I Bit T r u n e e s des AUnven Instituts, fowie auch die TrusteeS der i i Taubstummen.Anftalt, hielten gestern im Staatshause ihre regelmäßige Sitzungen ab. Die . Contracte für Vorräthe des kommenden Monats wur denvergeben. H e u t e N ach m i t t a g hielt der m?.; lr,n ys.?,,,wvs iinh Putuivn vvi Ö Horticultural Club" seine regelmäßige monatliche Versammlung im Staat. hause, Zimmer 12 ab. Frau Eftella Eschdach und Prof. . E. Van Orman hielten Vorträge. D i e Straßenbahngesellschaft trifft ihre Vorbereitungen für den kommen, . den Sommer. Eine Anzahl der Som. rmr.WaggonS wurden bereits gestern nach den Remisen gesandt,' damtt die. felden dort emer Inspektion unterzogen und wenn noiyig. repariri weroen ion 4. ... . 1 . V nen. Der C o r on e r gab gestern in dem Rebecca RogerS Todesfall sein Verdict dahin ab, daß der Tod durch eine Magenentzündung herbeigeführt tturbe. Nach Aussagen deS Deputy. CoconerS war nicht genügend Gift im Magen vorhanden, um ein Urtheil auf Selbstmord zu rechtfertigen. Zwei' felSohne hatte das Mädchen zu einer Zeit Corogve Gifte zu sich genommen. Yiftfr fi trthr nitSrtpfjrnrr VtblktVbtt MWbk VtfcV M.MVVWHH W Gov. Hanlyhlelt gestern eine Konferenz mit der Polizei-Kommission von Muncie ab. Der Gouverneur drückte in sehr bestimmter Weise seine Ansichten aus und äußerte den Wunsch, daß die Kommission Hand in Hand mit ihm gehe behusö Durchsührung der Gesetze. Konferenzen mit Kommis. sionen anderer Städte im Staate werden folgen, da der Gouverneur seine persönlichen Wünsche betreffs Verwal. tung der Städte klar zu legen beab. sichtigt. Northwestern Av e.Grundei. genthümer kamen heute in dem Bureau des Kommissärs für öffentliche Arbei. ten zusammen, da endgültig über die vorzunehmenden Verbesserungen der Straße von Fall Creek bis 32. Straße berathen werden follte. Ursprünglich hatte man sich für Ziegelsteinpflage. rung entschieden, inzwischen waren lber drei weitere Petitionen eingelaufen und manche der Interessenten hatte mehrere der Petitionen unterschrieben, wodurch große Konfusion entstanden ist. Der Vorsitzende Downing wollte die Streit. fache . nicht vor der Kommission von neuem verhandelt sehen und entschied, daß die Straßen entsprechend den Wün. scken der Mehrheit der Jnteresftrten ae. pflastert werden würde. Coroner Farrell vonHankock County entschloß sich gestern Abend. den Fall deS September Smithey, bm man Donnerstag erschossen in seinem Bette auffand, nicht vor nächster Woche zum Abschluß zu bringen, um den Ver wandten des jungen Mannes eine Ge legenheit zu geben, die Angelegenheit durch einen Detektiv zu untersuchen. Superior C o u r t. Lafayette A. Jackson wurde im Superior.Gerichte ein Urtheil zu seinen Gunsten ertheilt. Jackson behauptete, daß ein von Harry Rosentha! gekauftes Pferd sich als störrisch erwies und daß Aosenthal sich weigerte, nachdem er das Pferd zurückerhielt,' dasselbe umzutau fchen oder auch das Geld zurückzuzahlen.
Zog Klage nach dem Tode der
Gattin zurück. JameZ E. Fennessey, ein Theater eigenthümer aus Cincinnat!, dessen junge Frau Grace E. Morand Fennessey vor mehreren Monaten sich dort i.l w r vergmett. on Die gegen oie rau ein gereichte ScheidungZttaze zurückgezo Frau Fennessey, die Tochter von 3ohn E. Morrand, dem Präsidenten v cv , ra:v . cv: ws: üiui u uuu nvnupvs ä ? . ? . . ? r . Wanat)oIifetin. Sie war 19 Jahre ransrer o.nrnnanien. mar eine rn alt. wabrend ibr Matte üb-r das mitt ' , Alter bereit? binwea i. Beide fi t . .ufömmm Unb Klaae wurde ,ur 5Zeit durck - " ' " - tine e,flenHaBt bt jugm Frau Je anlworlei. Eve levoch diciklde vor Gericht kam, beging dieselbe Selbst mord. Fennessey reichte auch gegen Jesse Bloow, einem jungen Cincinna tier, eine Klage auf S50.000 Schaden ersatz ein, weil dieser ihm angeblich die Zuneigung der Frau abspenstig ge acht hatte und kürzlich reichte Fennes. wciuiv k.tt, iurf; juv j Handlung kommen zu lassen. Durch Tribüne" vereint. Nach jahrelanger Trennung trafen ftch gestern Franz Rall, der jetzt hier in Ux Stadt wohnt, und sein vor mehre n Tagen aus Württemberg hieran gelangter BruderEugen Rall imPrince n Hotel. Die Freude deS Wiederse hs war nach fast 12jähriger Tren nung natürlich eine große. I - ' Der soeben Gelandete, wußte natür I lieb seinem biefiaen Bruder viel auS der alten trauten Heimath zu erzählen. ---l'U.sodaß eS kein Wunder nahm, daß beide noch zu später stunde in traulichem Verkehr zusammen saßen. Der Xl düne" wurde von Herrn Eugene RsU der Dank, ihm seinen Bruder durch den m semen Spalten veröffentlichten Aus ruf zugeführt zu haben, übermittelt. lk NgeN0vli0Ner. I rV f f r i tt I CT 1 iilhAM .VMVM. tMI fciMM .HV. I Jtnc ictycii llllilUlCV IV IC VlVUUiU aus. sagte der Laufjunge im Grand Hotel, wo zur Zeit die South In diana Lehrer Association weilt. Der Junge war verwundert über die ver. gnügten glücklichen Gesichter der Dele gn im Vergleich zu den sinfter drein schauenden Mienen der Lehrer aus seiner Juaendttit. Lehrer sind nicht mehr die gesürchte ten Peitschenschwiner, wie Superinten dent Jeremiah Robinson von der Mar. tinZville Schule sich ausdrückte. Das Schlagen in der Schule ist außer Mode gekommen, fuhr er fort, während er ftme Blicke über die Versammlung von wohlgekleideten Herren und Damen glelten ließ. Die öffentliche Meinung lft dagegen eingenommen und die Leh. r haben sich dem zu fügen. Die Lehrer . Versammlung wurde gestern Vormittag eröffnet und wird morgen Abend geschlossen. Stimm-MaschiNkN. Der Beschluß des County.CouncllS, Stimm.Maschinen anzuschauen, sowie die allgemein günstige Stimmung für dieselben, läßt die Columbia Voting Machine Company auf gute Geschäfte hoffen. ' Die JncorporationSpaplere wurden gestern bei dem Staatssekretär eingereicht. Die Commission für StimM'Maschinen hat sich für die Er. Zeugnisse genannter Gesellschaft entschie den. Dieselbe ist eine hiesige Firma und vorzugsweise von hiesigen Kapita listen unterstützt. DaS Grundkapital beträgt $250,000. Der Direktorenrath setzt sich aus folgenden Herren zusam men: Albert Lieber, Jesse Overstreet, Henry I. Lawrence, Eddy M. Camp' bell. William Clark, I. M. WoodS, F. C. Meredith, John B. Cockrum. Ernest H. Tripp, Hugh I. McGowan und John M. Shaw. PolizistHillman fand gestern Nachmittag ein auf, den Namen Mary I. Bybee ausgestelltes Bankbuch, wel. cheö in.der Polizeiftation jetzt der Ei genthümerin harrt.
BorfiandS-Sitznng des Südseite-
Turnvereins. Gestern Abend fand die Vorstands. Sitzung des Südseite Turnvereins statt. Erster Sprecher, Henry Victor, rief die zahlreich besuchte Versammlung zur Ordnung, der zweite Sprecher, Fred. Mack, war durch anderweitige Beschäf tigung abgehalten, sich an der Versammlung zu betheiligen. Nach Erledigung der Correspondenzen wurde be schlössen, die technischen Turnerangelegenheiten in einer (Zxtra.Vorstands. Sitzung am 6. April zur Erledigung zu bringen. Sodann überreichte der erste Sprecher, Henry Victor, das bei folgende Schreiben: An die Mitglieder des Vorstandes des Südseite Turnvereins! Unter Bezugnahme auf mein Schrei, ben vom Anfang d. M.. in welchem ich meine Resignation als Schatzmeister des Südseite Turnvereins anzeigte und den Betrag von $191.98, den KassenBestand per 23. Februar beifügte,' übereiche ich hierbei, das von mir in Verbindung mit dem Schatzmeister. Amt, seit dem I. Januar 1896 1. geführte Hauptbuch, zu meiner Entlastung, zugleich übergebe ich die dem Südseite Turnverein gehörenden 2. 111 Shares in der Südseite Turnhalle.BaU'Gesellfchaft, lautend über je $25, dieselben reprüsentiren einen Gesammtwerth von $2,775. Von diesen Shares wurden 35, seitens 10 Mitglieder und Freunde dem Verein zum Geschenk gemacht; der Rest von 76ShareS ist baar bezahlt, der Werth derselben beträgt S1.900, hierbei ist jedoch zu erwähnen, daß auf ver schiedene der ShareS Anzahlungen sei tenS der ersten Zeichner gemacht waren, deren Summa etwa $120 .betrügt, welche dem .Südseite Turnverein zu gute kamen, so, daß derselbe thatfäch lich nur $1,780 baar zu verauslagen hatte, während die DamenSection ei nen Betrag von $1.850 für 74 Shares feit dem Bestehen der TurnhalleBaü Gesellschaft anlegen konnte. Ferner übergebe ich: . , " 3. Das Jnvoice.Buch, Vol. III. welches sämmtliche Belege, respective Quittungen, seit dem 1. Januar 1901 enthält und noch Raum genug bietet für das laufende Jahr. Vol. I und II werde ich. einstweilen in Verwahrung behalten, bis geeigneter Raum für deren Unterbringung be schafft worden ist. 4. Das Bericht'Buch,. in welchem alle statistischen Nachweise bezüglich der Verbindung mit dem Vororte des Indiana.TurnbezirkS, sowie die Monatsberichte der verschiedenen Beamten: Schatzmeister. Turnlehrer, Turnrath, Turnwart, Zeugwart, Collector :c., seit der Zeit vom 1. Januar 1897 ent. halten sind; ebenso auch die Aufnahme Urkunde inl den ZNordAmerikanischen Turnerbund vom 10. November 1893 und das EintragungS-Dokument von der SekretärS.Ofsice deS Staates Indiana. ,5. Eine Versicherungs.Police (No. 15039) über $1000 für Turngeräthe von der Germania-FeuerversicherungS Gesellschaft, gültig bis zum 2. Januar 1906. 6. Eine VersicherungS.Police (No. 7174) über $200 für die Vereinsfahne und den Schrank von der Germania Feuerversicherungs-Gesellschaft, welche am 13. April d. I. auSläuft. 7. Einen Garantie.Bond für den Collector Otto Graf über $200, aus gestellt von Bernhard Maier in Edin. bürg, Ind. Mit der llebergahe der vorstehend aufgeführten Dokumente verbinde ich den Wunsch, daß der Südseite.Turn. verein auch in Zukunft, wie es bisher der Fall wa, sich die Achtung nicht nur der Bewohner der Südfeite, sondern auch der deutschen Bewohnerschaft von Indianapolis im Allgemeinen bewahren möchte, und .daß diejenigen Mitglieder. welche Aemter übernehmen, ihre Pflichten im Interesse des Vereins sorgfältig ausüben. . 'Mit Turner.Grüß Henry Victor, 1. Sprecher;
Borbercitungen der Parkbehörde.
Alle Angestellten werden Uniformirt sein. Die Parkbehörde ernannte gestern folgende Parkauffeher, die alle am 15. April in Stellung treten werden: Jroington Place, I. C. Dreßlar, $45; Jndianola, Thomas Manion, $60; Highland Place, David O'Con. nor, $45; Centrum der 32. Straße. William Cook. $45; Flower Misston. Park. Joseph Scherer. 860; Highland Square, Frank Stoltz, $60; Morris. Park, A. R. Angle, $60; Morton Place, Charles Schmidt, $60; Spades Place, William Ash, $60; gleicherAoenue, Hendricks. und- Oriole Str.. Centrum, , $60. Brookside Park, George Doodall, Wächter; Garfield.Park, Fred Vehling, Wächter. Auch wurden 40 Arbeiter ernannt, die in den ver verschiedenen Parks nach Bedarf zur Verwendung kommen werden. Stadtanwalt Henry Warrum rieth der Parkbehörde, die zehn Grundstücke im; Riverside Park, von denen man kürzlich ermittelte, daß dieselben seinerzeit nicht mit in den Parkverkauf einge-schlössen-waren, jetzt noch nachträglich zu erwerben. Der Superintendent wurde beauftragt, die Sache zu übernehmen, und, falls nöthig, das Enteignungsverfahren einzuleiten. Verzierte Laternenpfosten .für eine Anzahl der Parks wurden bestellt. Die Kosten derselben werden auf $20 bis $30 pro Stück zu stehen kommen. Auch wird an jeder Seite der Riverside Park Brücke an der 35. Straße ein großes Bogenlicht angebracht werden. Die An gestellten in dm öffentlichen Parks wer den von jetzt ab in Uniform erscheinen Ein blauer Anzug mit Messingknöpfen und, blaue Mütze zum Gefammtpreife von $13 wurden zu, diesem Zwecke aus gesucht. Auch die Arbeiter werden alle gleiche Anzüge erhalte:'. Die Aufseher tragen , an ihren Mützen ein von der Be hörde zu lieferndes Metallschild, die Ar beiter werden ein an dieBrust zu stecken oeS Abzeichen und graue Schlapphüte tragen.. Alle .Vorbereitungen für die Parksaison sind jetzt vollendet. Der städtische Markt. Weizen günstig. Mehlumsatz nicht ganz ' so bedeutend als vorige Woche. Der Preis für Eier wird wahrscheinlich sinken; , dieselben bringen .jetzt 15 CtS. Butter ist um 1 Cent in die Höhe ge gangen. LandbutterZ steht niedrig, hiesige Händler zahlen nur 15 Cents, ein Rückgang von 2 Cents. Küse hält seinen Preis und ist kaum eine Preisänderung zu erwarten. Erd beeren bringen 20 und 25 Cents pr. Quart. Für Gemüse erwartet man aerinaen Rückaana im Vrelse am Sonnabend. Früchte behielten ihren bisherigen Preis. Peru. 31. März. Frau L. To. land, 83 Jahre ült, welche in dem Hause von Bert Rouch lebte, beging gestern Selbstmord. Da sie keine An gehörige hier hatte und nach dem Ar menhause übersührt werden sollte, nahm sie Morphium zu sich. M u n c i e , 31. März. Der zweite Versuch innerhalb 2 Wochen, den Geld schrank der Cincinnati, Chicago und LouiSville Passagier - Station zu be rauben, war gestern früh 1:30 Uhr erfolgreich. DieDiebe erbeuteten$76.41. ühersahen aber einen gleichen Betrag. Ein Flagman hörte die erste Explosion in einer Entfernung von drei Straßen, die zweite war aber so laut, daß sie im ganzen nördlichen Stadttheile gehört wurde. Als Polizisten und Einwoh. ner an dem Orte der That erschienen. waren die Thäter entstoyen, yauen aber ein Kouvert, $40 enthaltend, ver. loren. Leo Neid, ein bekannter junger Mann, der einige Straßen davon entfernt war, hatte wenige Minuten nach der letzten Explosion einen Wagen in rasendem Galopp über die Whitley Brücke fahren sehen. Der Geldschrank war völlig zerstört. Zwei Hämmer und ein Brecheisen, mittels derer die Diebe sich Eingang erzwungen hattm, würden am Boden gefunden.
Nachrichten aus Jndiana.
Muncie, 30. Mürz. Elmer Vcwen, 22 Jahre alt, wurde deS MordeS beschuldigt, und von den Graßgeschworenen in Anklagezustand versetzt. Er oll John Dickover durch einen Schuß getödtet zu haben. Tra falgar. 31. März. Pitcher & BridgeS Apotheke wurde letzte Nacht von Dieben besucht. Mittels Nitro. glycerin wurde der Geldschrank gesprengt, und gänzlich zerstört. Dabei betrug der ganze Gewinn für die Diebe nur circa $4. Garret, 31. Mürz. Harry Löwe, ein junger Mann, der seit mehreren Monaten verschiedene Hautübertra-gungS-Operationen durchgemacht hat, wurde jetzt als fast geheilt aus dem Hospital entlassen. 35 verschiedene Freunde haben ihre Arme dazu hergegeben, um von ihrer Haut solche auf seine Wunden übertragen zu lassen. W orthington, 31. März. Frau Ward D. Walker, 83 Jahre, welche bei ihrer Tochter wohnte, beging gestern Selbstmord, indem sie sich kopfüber in jein Faß mit Regenwasser stürzte. Man glaubt, daß die Sehnsucht nach einer Enkelin, die anderweitig besuchsweise sich aufhielt, sie zu diesem Schritte trieb. ' Angola, 31. Mürz. Frau ChaS. Menzenberger, die Gattin eines wohl bekannten Mitbürgers, '.wird sich wegen Versuch, ihren Ehemann zu morden, vor Gericht nt verantworeen baben. Sie feuerte mehrere Schüsse, auf ihn, die aber glücklicherweise alle fehl gingen Eifersucht soll das Motiv zu der That gewesen sein. Die Frau ist entflohen K o k o m o, 30. März. Die Sub-post-Station in H. J.' Meck'S Apotheke wurde letzte Nacht 'beraubt. Post Funds zum'.Betrage von $20 wurden genommen, dagegen Briefmarken etc. übersehen. Außerdem erbeuteten die Diebe $15 aus der Schieblade der Apo theke und eine Quantität Cigarren und andere Gegenstände. Die Polizei glaubt e? mit ortsansässigen Dieben zu thun zu haben. BrownStown, 31. März.JameS Copeland, ein wohlbekannter Zimmer mann in Valonia, beging gestern Selbstmord, indem er sich eine Kugel durch den Kopf fchoß; fein Körper siel über die Brücke, dem Thatorte, wo Far mer die Leiche in dem seichten Wasser sanden. Der Grund zu der That ist nicht bekannt. Copeland war 55 Jahre alt und .hinterläßt Frau und zwei Söhne. Shelbyville. 31. März. Die Bewohner der Nachbarschaft von Cyn thiana wurde vorige Nacht durch eine starke Explosion aus dem Schlafe ge scheucht. Einbrecher hatten den Geld schrank im Laden von Jeagzr.ck Mar shall gesprengt. Die Diebe machten als Beute $50 in Briefmarken und $35 in Baar. Sheriff Newton verfolgte t.ie Diebe, aber keine Spur wurde ge funden. Tcrre Haute, 31. März. Die ganze erste Klasse der Marschall Hochschule in Jll., ist auf unbestimmte Zeit dispenstrt wurden, weil sie zu einem Picknick ein Faß Bier mitgenom men hat. Die Schulbeamten behaup ten, daß die Schüler angetrunken wa ren und sich höchst ungeziemend be trugen. Es sollen auch junge Mädchen an der Partie theilgenommen haben. Man ist im Orte sehr aufgebracht über die Affaire. . Bloomington, 30. Mürz. Ge. gen Robert A. Miller wurden in Richter Wilson'S Court AfsidevitS einge reicht, nicht nur, um seine Ausstoßung aus der Bar-Affociation zu verlangen, sondern auch, um ihn in Anklagezustand zu versetzen, wie auch Claude G: Malott, Mayor inBloomington. Den selben sollen solche gegen den srüharen Mayar, Arthur M. Hadley. folgen. Kelley Thresher, ein Farmer, beschul, digt dieselben, BestechungSaelder angenommen zu haben. Die Angeschuldig, ten find bekannte Bürger und erfreuten sich diSher eines ausgezeichneten RufeS; sie behaupten, unschuldig zu sein und stellen die Angelegenheit als eine perÄnliche Änfeindung hin. .
Dr. George Edenharter wieder-
erwählt. Die Mitglieder der BerwaltungS. Behörde für das Jrrenasyl waren geftern im StaatShaufe in Sitzung. Dr. George Edenharter der längjährige Su perintendent ber Anstalt, wurde auf 4 weitere Jahre wiederwählt. Die' Behörde komplimentirte dem fähigen und pflichtgetreuen Arzte für feine so pflichtgetreuen Dienste. Deutscher Militar-Berin. Heute, Sonnabend, den 1. April, ist Versammlung deS Deutschen Militär- , Vereins, verbunden mit Wahl eines ' TrusteeS. Alle Kameraden sind einge laden. Abenteuer einer Erenztruppe. Tin den Cottischen Alpen und in den lllves Maritimes berrsckten wäbrend öer letzten Woche heftige Schneestürm: bei verhältnismäßig milder Temperam. Bei olaern Wetter Pflegen Schmuggler und ähnliche unternehmend? Leute über die Hochpässe zu gehcn. Z?amentlick fürcktet man auf franko'sischer Seite das Heranschleichen von SiVilnrttrt Vrsr in initrt ?Trtr 5iltwf IWilvn, tviiuk vittc wttgtvk tiutv jw. nute zum Phowaraphiren der mit Forts bedeckten Bergzüge -benutzen, könnten. Darum erhielt ein Alpn- , iäger-Detachement den Befehl, von Larcelonette zum fcol oe Barche u)d Meter) und gegen den l'Enchastrayes zdob Aleter) vorzudringen. er Ma'rsck war äußerst ermüdend und anstrengend. Auch bestand große Lawinengefahr. wett der warme Wind von ser Seeseite webte. Geaen Mittag hatte das Detachement den Col de Lärche erreicht, über den die Grenze zieht; ein unermeßliches Weveime stieg ringsum aus den Thalern aus. Das Wetacyement wandte sich südlich dem l'Enchastrayes zu und g'erieth nun in den Nebel, so daß seine Lage kritisch wurde. Die Soldaten versanken tief in den lockeren Schnee. Vom Sturme gepeitscht und von Lawinen umdonncrt, mußte das Detachement wieder zurück. . Der Nebel wurde immer dichter. Da ertönte plötzlich aus nächster. Nabe, das alto la!", der Halterus der Italiener: eine italienische Finanzwachabtheilung stand den Franzosen gegenüber. Beit . I I . i? - ? verietts veyaupieie mau, auj eigenem Gebiete zu stehen. Endlich erkannten die Franzosen, daß sie sich verirrt hatten; sie befanden sich im Sturathal nordöstlich vom l'Enchastrayes. Mit Erlaubniß der Italiener traten sie sofort den Rückweg zum Col deLarche an. Die Italiener blieben ihnen bis dahin zur Ciite, wobei beide Theile in einen , Schneesturm kamen und furchtbar litten. Auf dem Col trennte man sich. Während des Abstieges gegen Westen brachen den Franzofen drei Mann aus Erschöpfung zusammen und mußten getragen werden; ein vierter stürzte in eine Schlucht hinab, wobei er sich ver--letzte und nur unter den größten Schwierigkeiten gerettet werden konnte. In übler Verfassung erreichte die Truppe spät Abends das erste Fort -oberhalb Barcelonette. Eine blutige. Hochzeit fand unlängst in den Reichslanden statt. Während einer Hochzeit in dem lothringischen . Jndustrieort Hayingen entstand Streit, wobei der 18jährige Lauer seinem Gegner, dem Bergarbeiter Müller, einen Stich in's Herz versetzte. Müller starb sofort. Lauer wurde gelyncht und erhielt siebzehn Stiche, an denen er hoffnungslos, daniederliegt. Unter den Hochzeitsgästen, die zwei-Parteien bildeten, entstand eine allgemeine Keilerei mit erheblichen Verletzungen. Ueber eine romantische Entführungsgeschichte, deren Hauptakt in Berlin gespielt haben soll, berichtet .man uus Bern: Ein großer Juwelier in einer Stadt Südrußlands schickte seine Gattin in Geschäften nach Berlin. Sie hattet die Summe von 30,000 Rubel in baar und Juwelen in demselben Werthe bei sich. In Berlin lernte sie einen verheitratheten Artisten kennen und branntö mit ihm nach Lausänne durch. Dort wurde die Frau krank und mußte sich in eine Klinik begeben. Der Gatte reiste, von einem russischen Polizisten begleitet, der ungetreuen Frau nach und entdeckte sie in Lausanne. Der Artist wurde verhaftet. Die Frau besaß die genannten Werthe noch zum größten Theils Praktisch. Freund' (zum zungen Ehemann, den er eben vom Pferdemetzger -kommen sieht): Wie, Deine Frau kocht Pferdefleisch?- Wa. rum nicht? Sie verdirbt ja einstweilen 'doch noch Alles. Auf diese Weise wird die Kocherei wenigstens - nicht so sehr theuer!" . .
