Indiana Tribüne, Volume 28, Number 187, Indianapolis, Marion County, 31 March 1905 — Page 4

Jndtana Tribüne. St März l3.

Indiana Tribüne. HrrauIgtAeden von Ux utea Indianapolis, Jnd

Harry O. Thndium Präsident. GeschaftSlocal: No, 31 Süd Delaware Straße. Telephone s9. n;.tered at the Post Office ot Indianapolis a secoad class matter. Kein Bluff". Was für ein frischer Zug das Justiz. Departement feit der letzten Wahl durchweht, kann der Bürger mit Genugthuung. der CorporationSfünder aber mit Grauen bei der Untersuchung deS gleischtruft wahrnehmen. Die Lauheit, welche früher bei Verfolgung von. rieggen Interessen, welche die Gesetze übertreten hatten, zu bemerken war. hat einer gesunden Energie Platz gemacht. So wird au Chicago über den Prozeß gegen den Pökel'Trust fol gendermaßen berichtet: Einer von den Bundesanwälten, welch: bei der Untersuchung in Sachen deö angeblichen Fleischtruft mitthun, versicherte heute, daß das Publikum im Irrthum sei, menn eS annehme, eS handle sich bei dieser Untersuchung Ie diglich um eine Spiegelfechterei, welche die Regierung in Scene fetze, um die Leute glauben zu machen, sie habe we nigstenS den guten Willen, dem Trust zu Lcibe zu gehen. Dieser Eindruck sei wohl vornehmlich auf den Bericht zurückzuführen, welchen Kommissär Garsield dem Kongreß über die Zu stände in der SchlachthauS.Jnduftrie unterbreitet habe. Nun sei aber der dem Kongreß zugegangene, bezw. zur Veröffentlichung gelangte Bericht nicht weniger als vollständig gewesen. Derselbe habe nur die Informationen ent halten, welche dem Korporations'Bu reau von den Schlachthausbesitzern gegeben worden sind Den wichtigeren Theil habe Präsident Roosevelt im Intereffe des Strafverfahrens, welches nunmehr eingeleitet worden fei, zurückgehalten. Wie weiter unten mitgetheilt, hat die Distriktsanwaltschaft gestern die Großgeschworenen zur Erhebung einer Anklage gegen Herrn Thomas I. Con norS von bn Firma Armour & Co. veranlaßt, der angeblich versucht haben soll, den Zeugen Edward ShieldS zu beeinflussen. Heute ist auch SbieldS selber in Haft genommen worden, allerdings nur in Zeugenschaft, aber er hat S1000 Bürgschaft dafür stellen müssen, dah er sich im Juli zu der Pro. zessirunz ConnorS einfinden wird. Wie Herr Pagin von der BundeSanwaltschaft sagt, ist eS keineswegs aus geschlossen, daß in den nächsten Tagen auch noch gegen andere Personen aus ähnlichen Gründen Anklage erhoben werden wird, wie eS gegen ConnorS schon geschehen ist. Man werde allge mach zu der Ueberzeugung kommen, sagt Herr Pagin, daß eS selbst für Schlachkhausbesitzer und bevollmäch tigte Vertreter von solchen kein Kinderspiel ist, wenn Uncle Sam und seine Groß'Geschworenen sich mit ihnen be schüftigen. ' ConnorA, der Generalsuperintendent von Armour & Co., wurde gestern Abend in seinem Wohnhause, 3124 Michigan Ave., verhastet. Er war anscheinend sehr überrascht und bestellte sogleich Edward Tilden, Präsident von Libby. McNeil & Libby, und Alfred R. Urion, Hauptanwalt für Armour & Co., nach der Bundesgerichtskanzlei, wo diese Herren, die auf 35000 ange setzte Bürgschaft stellten. Sollte Con. norS der ihm zur Last gelegten That übersührt werden, so mag er bis zu $300 Geldstrafe. 3 Monaten GefSng niß, oder zu Leidem vernrtheilt wer den, je nach dem Ermessen der Geschwo renen. Sollte es sich ferner bewahrheiten, daß eine Verschwörung zur Be einflussung von Zeugen besteht..so droht den Betheiligten eine Geldprase von $500 bis $5000. . Schon vor mehrerm Tagen geflan nen die Großgeschworenen aus dem Be nebmen mancher Zeugen die Ueberzeu gung, daß eine oder mehrere Personen . sich bemühten, die Aussagen zu beem flussen. obwohl die Vorgeladenen be ständig von Bundes Geheimagenten überwacht wurden. Als nun John E. ShieldS von New York, ein früherer Angestellter von Armour & Co. in ibrem Geschäfte in der östlichen Han delimetropole. auf dem Zeugenftande war, gellte DiftriktSanwalt Morrison oam unvermuthet an ihn die Frage, ob sich ihm jemand genähert habe in der Absicht, seine Aussagen zu beein

flussen. ShieldS'. Antworten waren

zögernd; er gab schließlich zu, daß Con nors angeblich versucht : habe, ihn zu überreden, über Armour & Co. gün stige Angaben zu machen. ConnorS soll sich dem Zeugen gegenüber seit dessen Ankunft von der liebenswürdigsten Seite gezeigt haben. So hat er ihm angeblich die Geschäftsstelle von Armour & Co. zur Besorgung seiner Ge schäfte mit seinen Theilhabern in New Jork zur Verfügnng gestellt, ferner die freie Benutzung der Privat-Telegra-phen'Linie van Armour & Co. zwischen Chicago und New Jork, auch hat er ihm die Schlachthausanlagen gezeigt und sich in anderer Weise deö Besuchers angenommen. , Wie ShieldS aussagte, brachte ConnorS gelegentlich auch das Gespräch auf den Zweck deö Besuches in Chicago. Dabei soll er die Untersuchung mit dem Zeugen erörtert und ihm nahe gelegt haben, Armour & Co. und ConnorS selbst günstige Aussagen zu machen, oder aber die Antwort zu verweigem. Sofort erhoben die BundeS'Großgeschworenen jene Anklagen, in denen die angeführten Punkte berührt sind und ConnorS ferner bezichtigt wird, versucht zu haben, andere vorgeladene Zeugen zu beeinflussen. Deren Namen lsind den Großgeschworenen aber noch nicht bekannt. ConnorS Versuch, den Vorfall zu verheimlichen, mißlang infolge ablehnenden Verhaltens des GerichtSfchreiberS. Die Pökel-Mvgnaten, die der Ansicht waren, daß der gegen sie eingeleitete Prozeß nur ein Bluff sei, beginnen nun einzusehen, daß eS bitterer Ernst wird und schießen in. ihrer Angst so heillose Böcke, daß sie sich nur tiefer hineinrennen. '.' " Die Wiener Kunst hat ihren größ. ten Namen und ihren tüchtigsten Mann verloren. Rudolf von Alt, ein 93jähriger, doch immer noch lebenS- und humorvoller Patriarch, ist gestorben. Ich weiß nicht, ob fein Name nach Gebühr bekannt ist, obgleich manche seiner Arbeiten ihren. Weg zum Beispiel nach England gefnnden haben. Vielleicht war er doch gar zu innig mit dem Wie uer Boden verwachsen. Denn in ihm verliert die Stadt Wien ihren Chronisten, einen Chronisten, wie ihn kaum eine zweite Stadt je besessen hat. Von det Zeit, da er als Gehülfe seines Vaters Wiener Veduten lithögraphirte, stach und tuschte, bis zu seinem Tode selbst ist er nicht müde geworden, sein geliebtes Wien abzuschildern. Er malte seine Kirchen, seine Paläste, saine vor nehmen Plätze und lauschigen Winkel, seine Vororte, Märkte und Vergnügun gen, und. er . malte aus allen Dingen immer und immer wieder das Wahrzeichen der Stadt Wien: den Stephansthurm, bald sein steinernes Spitzenwerk mit äußerster Feinheit nachwebend, bald die großen Formen des Bauwerks mit geübter Hand festhaltend. Von Haufe aus war er Architekturmaler, und sein erstaunliches Verständniß für die Werke der Baukunst, ihren Aufbau, ihre Ornamentik kann ganz wohl nur ein Architekt würdigen. Aber er blieb nicht Spezialift der Architektur. Malerei. Er hatte ein offenes, ein unbestechliches echtes Malerauge. Er konnte die unbedeutendsten Motive vor nehmen, von ihm gesehen, sahen sie sehenswürdig aus. Ohne je in Frank reich oder, in England gewesen zu sein. fand und entwickelte er ganz so, wie Menzel in Berlin aus sich heraus die Prinzipien der modernen Luft und Lichtmalerei und wurde so in aller Stille und Bescheidenheit ein moderner Landschafter ersten Ranges. Niemand übertrifft ihn in der Schilderung der flammenden Glutb südlicher Sonne, wie er sie in seiner Darstellung deö TitusbogenS oder der Basilika in Vi cenza gegeben hat. Wald-Jnterieurs von ihm .'athmen die köstlichste Wald frische und find reich an zauberhaftem Lichtspiel. Die Sonnensinsterniß von 1842 hat er groß und ernst, mit dem Pinsel und dem Geiste eines Turners wiedergegeben. Kurz,' so bescheiden der Mann war, so groß war seine Künstlerschaft, und nichts ist bezeichnender, als der Umstand, daß das jüngste Wien, verkörpert in der Sezefston, sich den Alten zum Präsidenten erkoren hat. Er war jünger, als die Jungen, mo derner, als die Modernen, und hat fast bis zu seinem letzten Lebenstage mit erstaunlicher Frische und Gesundheit ge schafft. IH In einer Coaferenz zwischen den Arbeitgebern und den Klempnern sollen die Vergleiche soweit gediehen sein, daß die Gefahr eines Streikes

j fast völlig beseitigt ist.

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Präsident Castro und Grundeigenthums Nebertragüngen. John I. Cooper au John I. John. son, 16 Lots, Cooper d Picken'S Nord. oft Add., 35 bei 125 Fuß jede, vacant. nördlich von 19. Str., östlich von At las Engine-Works. und. vier Lots in Mullaney u. A. Add., 37 bei 110 Fuß jede, vacant, nördlich von 23. Str., westlich vom Canal. S7,000. John M. Mendenhall an Emma R. Beakley, Theil von Sectiön 11' Town ship 14,.Range 2, 11 Acker, Decatur Township. L962. '.'- Jadie B. McMains an Henry S. Trent, Lot 4, Fletcher'S Senate Ave. And.. 40 bei 100 Fuß, vacant, Ost. feite von Senate Ave., nördlich von 22. Straße. $700. : : Charles W. Bachfield an Ada .N. Tuley, Lot 29, Block 4, Nord Jndia. napoliö, 30 bei 125.9 Fuß, verbeffer, Nordseite Eugene Str., östlich., von Cliston'Str. S1.500. . , ' Ada N. Tuley an Charles W. Bach. field, Lot 14 und Theil 13, Block dieselbe Add. 35 bei 125,9 Fuß; ver bessert, Südseite 13. Str. östlich von Cliston Str. S2,500. . - JameS S. Stoner an Thomas E. Smith, Lots 25 bis 33, Morris' Erste Addition, Brightwood,'40 bei 113.8 Fuß, vac., Südseite von 31. Straße, westlich von School Str., $1800. Robert H. Richardson an Cl'yde R. Richardson, Lot 55, Downey's Arsenal HeightS Addition, 40 bei 130 Fuß, verbessert, Oftseite von Beville Ave., südlich von 10. Straße, $3500. Mary C. T. Howe an Beulah Bu. chanan, TheilZvon Lot 189, Talbot't'S Addition und Angrenzendes. 32 bei 117 Fuß, vac., Oftseite von Taldott. Avenue, nördlich von 20. Straße, $1500. Harry.D. Kramer an John P. Tay lor, Lot 36, Dennison Park Addition, 37.50 bei 161.5 Fuß, vac., Nordseite von 27. Straße, westlich von Meridian Straße, $1050. William Ward und Andere an Jda M. Ashley, LotS 32 und 33, Block 30. North Indianapolis, 60 bei 125.9 Fuß, verbessert, Nordseite von 26. Straße, östlich von Rader Str., $2800. Frank R. Pixler an Edwin P. Car. ter. Lot 2, Latta'S Erste MeridianStr.. Addition, 100 bei 296.73 Fuß, vac., Westseite 'von Pennsylvania Str., nördlich von 54. Straße. $700. in" Emma Altrogge an' Michael Lutz, Lot 48, Hyde Park. Nordostecke 30. Str. und Graceland Ape. $3600. Harry I. Milligan an.Cora Rusch. Haupt u. A., Lot 22, Walker's Sunny. fide Addition, Nordoftecke Butter und Dillon Ave. $1100. Hugh Kerr an Philip L. Bamber ger, LotS 2, 4. 5 und Theil von Lot 3, Stolte's Nachlaß Subdivision, Wayne Township. $5000. .. Marion Trust Co., Vormund, an Frederlck W. Ballmeg u. A, ein Drit tel eines Theils von Outlt 118, West feite der Madison Ave. nördlich von

Morris Str. $8333.34 ' (

Gesandter Bowen.

Emil Dieß an dieselben, ein Drittel desselben Eigenthums. $8333.34. Geo. W. Dietz an dieselben, eiuDrit. tel desselben Eigenthums. $8333.34 William M. Kindel att NicholaS Heeb, Lot 25. in Moore'S südlicher Ad. ditipn, ' 40 bei 130 Fuß, verbessert. Südseite von Weghorst Str., östlich von Wright Str $1480. ' Hermann W. Ott an Sophia A. Warnte,' Lot 37 in King's Subdivi. sion von Bryan'S Addition, 40 bei 130 Fuß, .vacant, Ostsette von Hamilton Avenue,' südlich von Tilden Straße. $625. College HeightS Realty Company an John I. Johnson, Lot 30 von Block 2 in Schosield'S Addition. 41.11 bei 140 Fuß, vacant, . Nordweg.Ecke von Co. lümbia Avenne und 27. Str.' $550. ! Spaan Realty Company an Horace C. Keever, Lot 4 und Theil 3, Svaan'S Subd., T'heil von Außenlot 4. 32 Fuß, verbessert, Südöstseite von Fort Wayne Ave. südlich von Walnut Str. $4000. 5 ' -John I. Cooper an 'denselben, Lot 1, Johnson's Ost Washington Str. Add., südliche Seite der Washington Str.. westlich von Beville Ave.; Lot 89, Johnson's Ost Ohio Str. Add., östliche Seite, der Keystone Ade., südlich von New York Str.; Lot 41, Ri. denour'ö Highland Home Add., östliche Seite der State Ave., südlich von Sturm Ave., und Lot 569, McCarty's 12. Westseite Add.. östliche Seite der Arbor Ave., südlich von McCarty Str. $10,000. Bauerlaubnißschein e. John E. Scott, Wohnhaus, 21., nahe New Jersey Straße, veranschlagt auf $3500. John Plaeger. Cottage, Meridian, nahe Tabor-Straße, $500. William St. Clair, Wohnhaus, 30. und Elmira-Straße, $1700. Wadash Realty Company, Reparatu. ren, No. 740 Jndiana.Avenue, $900. .Wabash Realty Company, Anbau, East und Buchanan.Straße, $500. L. E. Randall, Cottage, No. 1024 Beville.Avenue, $928. John Eve rett, Wohnhaus, Douglas, nahe Wash ington.Straße. $2500. I. White. Cottage, Addison-, nahe New Jork Straße, $1300. I. B. Power, Wohnbaus, No. 1013 Harlän.Straße, $1200. F. Prauge, Wohnhaus, No. 636 Arch. Straße, $1800. Georg H. Metzger, Cottage, Capitol Avenue, nahe 24. Straße. $1535. Major W. H. Haverftick, Inspektor der GouvernementS'Gebäude, inspkzirte heute zum letzten Male das alte Post gebäude. Gleichzeitig besuchte er mit A. I. Z)oung das neue BundeSgebüude. Major Haverftick, der jedes Bundes gebäude. in den Ber. Staaten besucht hat, war äußerst zufrieden mit dem neuen Bau. Die . Räumlichkeiten für die Briefbeförderung sind, wie er sagt, in keinem Postgebäude besser und kein BundeZgebäude schöner und seiner Vollendung näher. Major Haverftick reifte heute nach LouiSville ab, um dort die Bundesgebäude zu inspiziren.

Thüringer' Höhlmbewohnkr. In einer Schlucht , am Hainberge bei Greiz, Thüringen, wurde unlängst ein origineller Kauz erfroren aufgefunden. Ter Mann hieß im Volksmunde Finger" und war der letzte dortige Höhlenbewohne?. Sein richtiger Name war Frotscher. Vor Jahren hauste der jetzt Erfrorene mit seinem gleichgesinnten Kumpan Lieb" in einer Höhle am Papiermühlenfelsen. Obwohl es sich hier um' eine eigenartige Duldung des Vagabundenthums handelte, konnten die beiden Gesellen-doch Jahre hindurch ungestört in der Höhle hausen. Es bestand die Streitfrage, zu welcher Gemeinde sie gehörten. Natürlich hatte kein Gemeinwesen sonderlich Verlangen nach ihnen. So wurden die Höhlenbewohner zu einer Art Berühmtheit, und kein Fremder besuchte Greiz, ohne dem Göltzschthale und den Höhlenmenschen einen Besuch abzustatten. Die Lebensweise der beiden war die der Naturvölker. . Katzen, Hunde und sonstige von den anderen Menschen nicht gerade bevorzugten Thiere dienten ihnen zurNahrung. Da Lieb" und Finger" klug genug waren, die Neugier der Menschen auszunützen, so empfingen sie ihre Besuche? stets in höchst theatralischer. Pose vor der Höhle. An Trinkgeldern fehlte es dabei natü?lich nicht. AuÄ Ansichtskarten gab es, auf denen die beiden Wilden," vor der Höhle sitzend, zu sehen waren. Als man immer eindringe licher gegen die beiden vollkommen harmlosen Menschen sprach, wurde ihnen schließlich das Wohnen .in der Höhle verboten, und Lieb kam nach Altensalz in das Armenpflegehaus, wo er bald starb. Bei Volkszählungen waren die beiden Höhlenbewohner als solche stets mitgezählt worden. Gelöstes Mumiengeheimnw. Der Pariser Chemiker Berthelot glaubt durch Untersuchungen an den Mumien des Louvre-Museums in Paris entdeckt zu haben, durch welches Mittel die alten, Egyptex die Leichname in so bewunderungswürdiger Weise einzubalsamiren gewußt haben. Berthelot hat für seine Forschungen Sarkophage aus der 3. und 6. Dynastie gewählt (etwa 3500 v. Chr.)' und hat gefunden, daß das zum Einbalsamiren benutzte Oel einfaches, Castoröl gewesen sei, wie es noch heute in Egypten angewandt wird. , Castoröl ist . nur ein anderer Name für Ricinusöl und wurde früher auch als Christpalmöl bezeichnet. Bei den egyptischen Mumien hat dieser Stoff durch Einwirkung des Sauerstoffs eine gewisse VerÄnderung erlitten,, aber seine konservirenden Eigenschaften .durch die Jahrtaufende hindurch bewahrt. . . . Kaiserlicher Adjutant als Rauhbein. Zwischen dem Flügeladjutanten des türkischen Sultans, Major Aschky Bey, und einem vor Kurzem wegen schlechter Konduite aus der Kriegsschule entlassenen Mohammedaner Namens Tadschdin kam es in einem Konstantinopeler KaffeeHause zu einem Streite wegen des Musikstückes, das vom Orchester des betreffenden Kafes zuerst gespielt werden sollte. Aus dem Wortwechsel darüber entwickelte sich eine Prügelei, worauf ein Austausch von Revolverschössen erfolgte. Nachdem Aschky alle Kugeln verschossen hatte, warf er sich mit einem Stilet auf den Gegner, dem er das Gesicht in zwei Theile spaltete. Hierauf entfernte sich der Major ruhig, ohne im d':ringsten behelligt zu werden, während der Schwerverletzte in's Spital überführt wurde. Mit Blut geschriebener Brief. Ein gewisser Joseph Jona, der im Gefängnisse zu Steinamanger, Ungarn, internirt war, hatte sichln Ermangelung von Feder und Tinte eine kleine Wunde am Arm beigebracht und mit feinem Blute einen Brief mit einem Nagel geschrieben. Den Brief versuchte er aus dem Gefängnisse zu schmuggeln, doch wurde er von der Behörde abgefangen. Joseph Jona

und sein Vater Stephan Jona waren i rr . . . f i . l' unter oer eiazuiolgunz veryasiei worden, einen aewissen Sipos um die Summe von 2000 Kronen M06) zur Ermordung einer Frau Vilma ' Nemethy gedungen zu haben. Bei der, Verhandlung'leugneten dies die beiden Jona, doch der Staatsanwalt leqte den mit Blut geschriebenen Brief Joseph Jonas dorin dem e? bat, nicht gegen ihn auszusagen. Die Jury verurtheilte Sipos und Stephan Jona zu lebenslänglichem, Joseph Jona zu zehn Jahren schweren Kerkers. B r ü ck e n-E i n st u r z. Die über den Los Angeles Niver führende Brücke in Los Angeles, Kal.,' brach jüngst zusammen und mehrere Menfchen stürzten in den Fluß. Zwei unbekannte Männer wurden durch die Fluth davongerissen und sind ertrunken, während die, übrigen gerettet wrden konnten. Eine Frau wurde jedoch durch, die auf sie fallenden Brückentrümmer lebensgefährlich verletzt. Eine beträchtliche Schaar Neugieriger hatte sich auf der Brücke zusammengedrängt, um sich den, aus seinen Ufern getretenen Fluß zu betrachten, und das Bauwerk brach theils UNter dem Gewicht, theils unter dem Anprall der Gewässer zusammen.. E i n T e p p i ch von 24 . Fuß Länge und li Fuß Breite ist gegenwärtig in Covent?Y, England, ausgestellt, welcher .urf Jahre 1634 in'Lähore, Ostindien, für einen .Direktor der Ostindischen- Gesellschaft" hergestellt ward. . -

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