Indiana Tribüne, Volume 28, Number 182, Indianapolis, Marion County, 25 March 1905 — Page 6

Europaische Nachrichten.

Frovinz Wrandenburg. Berlin. Pfarrer Weidling ist im vollendeten 92. Lebensjahre gestorben. Er war der Zweitälteste hiesige Geistliche und, bis zum Jahre 1895, volle 42 Jahre Prediger an der Petrttirche, an der die zweite Predigerstelle seit mehreren Jahren unbesetzt ist. Der 25 Jahre alte Heusdiener Wilhelm Piechacz bedrohte im Hause Friedrichstraße 76 die dort dienende Karoline Brauer, die nicht weiter mit ihm vcrkehren wollte, mit einem Messer und versuchte darauf, seinem Leben ein Ende zu machen, indem er sich die Pulsader an der linken Hand durchschnitt. Der Verletzte wurde nach der Charitee gebracht, wo festgestellt wurde, daß er sich auch mit Sublimat vergiftet hatte. Maler Dvorak, dessen Name mit der Geschichte des Theaters des Westens verknüpft ist, ist. 43 Jahre alt, in der Landesirrenanstalt zu Brunn gestorben. Hier hat sich der Kassirer des Verbandes deutscher Xylographen, Felix Pfeifer, in seiner Wohnung Hauptstraße 22 erschossen. Das Vermögen des Verbandes ist in Zürich deponirt; um zu dem Depot zu gelangen, hatte Pfeifer die Unterschriften der Verbandsvorsitzenden gefälscht. Letztens sollte die Kassenübergäbe erfolgen; da Pfeifer die Entbedang seiner Unterschlagung vor Augen sah, verübte er Selbstmord. Ad. Philipp, derDirektor des DeutschAmerikanischen Theaters, feierte dieser Tage das Jubiläum seiner fünf und zwanzigjährigenThätigkeit als Schauspieler. Die Firma Lexow, Ges. m. b. H., hat aus Anlaß ihres 50jährigen Bestehens und bei Gelegenheit der eingetretenen 80. Wiederkehr des Geburtstages ihres Begründers den Beirag von 25.000 Äark ihrem Arbeiter - Unterstützungssonds überwiesen. Diamantene Hochzeit beging das Ehepaar Franz und Susanne Nickel in dem nahen Charlottenburg, Kursürstendamm 229. Beide Eheleute stehen im 83. Lebensjahre. Die Frau ist seit Jahren infolge von Krankheit bettlägerig. Selbstmord in der Droschke beging in der Philippstraße der 23 Jahre alte Hausdiener Heinrich Ahrens, Jagowstraße 18. Er war mit der Tochter seiner Wirthin verlobt. Dieser Tage sollte die Hochzeit stattfinden. Während nun seine Braut im Krankenhause lag, wurde er leichtsinnig und lebte verschwenderisch. Die Neue trieb ihn zum Selbstmord. Angermünde. Die Kinder des Arbeiters Eschert, ein Knabe von 9 und ein Mädchen von 7 Jahren, brachten ihrem Vater, der beim Eishauen beschäftigt war, Kaffee. Anstatt nach Hause zu gehen, begaben sie r ir . r " i f ya) aus oen ?ee uno oracyen an einer Stelle, die nur dünn zugefroren war, ein. Der Vater konnte nur noch die Leichen seiner Kinder bergen. Brandenburg. Lebendig verbrannt ist die 2jährige Tochter des Vroeicyen yepaares, yierjeivst. In Abwesenheit der Eltern spielte sie mit Streichholzern; dabei fmgen ihre Klei der Feuer. Friedeberg. Hier lockte der SchuhmachergeselleVück ein Mensch mit einem Stelzfuß und ca. 27 Jahre alt das 14 Jahre alte Aufwartemädchen seines Meisters Kirmis in die Werkstatt und gab auf dieses aus einem Revolver 2 Schüsse ab und verletzte das Mädchen durch einen Schuß ziemlich schwer. Hierauf erschoß er sich selbst. Kreuz. In der hiesigen Kunst und Handelsgärtnerei von Spender setzten die Kinder des Spender durch unvorsichtiges Umgehen mit Streich hölzern ihre Kleider in Brand und erlitten schwere Verletzungen. Lübbenau. Das Fest seines 25jahngen Bestehens feierte der hie sige Vaterländische Frauenverein. Er hat m dieser langen Reche von Jahren unendlich segensreich gewirkt und viel Noth gelindert. R a t h e n o w. Beim Eislaufen auf der Havel ist der 17jährige Sohn Wilhelm des Dachdeckermeisters Meineberg vor den Augen semer Kamera den unter der Eisenbahnbrücke einge brochen und ertrunken. Den Kamera den gelang es, sich zu retten. We.ndisch - Nietz. Im Beeskow - Stokower - Kanal ertrank hier der 11jährige Schulknabe Paul Schuster, der auf Schlittschuhen von der Schule nach Hause laufen wollte, wobei er auf einer dünnen Stelle ein brach. Seine Mitschüler liefen davon und thaten nichts zu seiner Rettung. Woldenberg. Der pensionirte Bahnwärter Dräger aus Wutzig, der sur den Zimmermann Koock m Wol denberg Langholz aus dem Walde holte, wurde :n Folge Ausgleitens so unglücklich überfahren, daß er alsbald starb. Provinz Ostpreußen. x Königsberg. Sein. 25jähriges Dienstiubilaum beging der Calku lator bei der Ostpr. Generalland-schafts-Direktion Eduard Möller. Die Feier des. 50jährigen Jubiläums beging dieser Tage die Firma HofPeinmetzmeister A. Pelz in der Börsenstraße. Das Geschäft ist im Jahre 1856 von dem Vater der jetzigen Inhaber, Adolf Pelz, begründet worden. A n k r e h n e n. Bei dem Besitzer Homke entstand Feuer, das größere Dimensionen annahm. Scheune.

SKuvven und daö Jnsthaus waren

bald ein Raut der Flammen. Gumbinnen. Der Generatmajor z. D. Julius Brunsig Edler von Brun ist hier gestorben. Er war 1824 in Trier geboren. . w . ncrt i 5? a n l o w ? tz. Wer menge lüitnn Fritz Badallus wurde cuf dem Wege von Talem nach hier todt aufgefunden. Er war m Gr.-Gardunen und hat stcy auf dem Heimwege verirrt. Jedenfalls ist er vor Müdigkeit emgelchtasen uno erfroren. Mobrunaen. Beim Baaermeister Weroldt auf dem Markte brach 5?euer aus und übertrua sich auf das Kaufmann Simon'fche Grundstück. Beide Hauser brannten gänzlich meder. Außerdem wurden drei größere Speicher in der Hinterstrane durch das Feuer vernichtet. Peyse. &tx Arveuer erwien war länaere Äeit verschollen. Kürzlich ist er in der Nähe des Weges, der von Flschhausen durch die Forst nach hier fuhrt, als Leiche ausgesunden worden. Gerwien batte sich, auf dem Rückwege ermüdet, auf einen Stubben niedergelassen, um auszuruhen, und ist dabei wohl eingeschlafen und erfroren. Tilsit. Beim Nanairen wurde auf dem hiesigen Bahnhof der Arbeiter Hans Heyer aus Kallkappen gequetscht und starb alsbald an den erlittenen Verletzungen. Wittairren. Das Wognyaus des hiesigen Gutsbesitzers Adolf Schmidtke brannte nieder. Die Einwohner, welche bereits fest schliefen, wurden durch das Prasseln der Fiammen geweckt. Da die Ausgänge ebenfalls schon brannten, konnten sie sich nur mit knapper Noth durch die Fenster m s Freie begeben. rsvinz Westpreußen. Danzig. Der hiesige Bauaewerksmeister Röhr ist unter Zurücklassung emer betrachtlichen Schuldenlast von hier verschwunden. Die Passiven werden von Leuten, die einen Einblick in die Verhaltnisse haben, auf über eme Million Mark geschätzt, denen an Aktiva nur 25 bis 30,000 Mark gegenüberstehen. A l t f l i e ß. Mit seinem Revolver hat sich der Katner Szycorra von hier durch Unvorsichtigkeit getödtet. S. wollte seinen Revolver reinigen, dabei entlud sich die Waffe und der Schuß traf ihn m den Kopf. F l a t o w. Der Holzschlager Kutz wurde in dem derHerrschaft Sypniewo gehörigen Forst von einem gefällten und niederstürzenden Baumstamme getroffen und so schwer verletzt, daß er nach kurzer Zeit, ohne die Besinnung wieder erlangt zu haben, starb. Groß - Bandtken. Die hiesige Schule nebst Wirthschaftsqebäuden, sowie zwei dem benachbarten Gutsbesitzer Ortmann gehörige Insthauser sind rnederaebrannt. Ein Theil des Viehes ist in den Flammen umgekommen. Neuen bürg. Vor einiger Zeit begingen die Inhaber der hiesigen Firma I. Meyer ihr 25jäbriges Geschastsjubuaum. Dr. Rausch über brachte im Namen der Handelskam mer Graudenz, deren Mitglied David Meyer ist, deren Glückwünsche und überreichte ein künstlerisch ausgeführtes Aiplom. P o d g o r z. Von hier sind die Schulknaben Karl und Daniel Veyer, Sohne des Arbeiters Beyer, verschwunden. Man vermuthet, daß die 13 und 7 Jahre alten Knaben ertrunken sind. , W o l l e n t ß a l. Ein großes Feuer vernichtete die Gastwirthschaft des hiesigen Gastwirths Blenski. Mährcnd das Gebäude versichert war, erleidet Blenski durch die Vernichtung . 3 : je 1 1 rr i mn , -. . vc illllMernerieii cooittars uno der Waarenbestande herben Verlust. Ueber die diesjährige Feier zur Erinnerung an die Grundung des Deutschen Reiches wird aus Sydney, Australien, berichtet: Die Feier wurde am 21. ds. M. abgehalten und gestaltete sich, wie man allaemein erwartete, für etwa 2000 Kinder unierer deutschen Heimath zu ei nem begeisterten Feste. Es fand in Eorreys Eardens Cabarita statt. Von 10 Uhr Morgens bis 3 Uhr Nachmittags verließen Vergnügungsdampfer in kurzen Pausen hintereinander Fort Macquarie mit Hunderten unserer Landsleute. In Cabarita waren Vergnügen aller Art für Jung und Alt vorbereitet. Eme große. Anzah junger Leute hatte die Volkstracht deutscher Gaue angelegt. Nachmittags machten sie einen Umzug und wurden von allen Seiten lebhaft begrüßt. Wahrend des Tages spielte die Mili tärkapelle von Neu-Südwales und die Liedertafel gab schöne Gesangsleistungen. Allgemeine Lieder wurden fröhlich dazwischen gesungen. Im Gebaude tanzte man, draußen gab es allerHand Sport. Nachmittags sammelte sich alles vor dem Gebäude, um die Reden anzuhören. Auf König Edward sprach in trefflichen Worten Herr C. Wellmann, dann brachte W. Flnselbach ein Hoch auf Australien aus. Um 6 Uhr fand ein Mahl statt, auf dem der stellvertretende Generalconsul Münzenthaler auf das Wohl des deutschen Kaisers trank. Unter den Anwesenden befanden sich die Capitäne und Offiziere der verschiedenen deutschen Schiffe, die gerade rn Sydney lagen, sowie eine Anzahl Cadetten des Lloydfchulschiffes Herzogin Sophie Charlotte."

r?

wj

Während den letzten drei lange Nacht des Elendes. Es Zeit nur auszuhalten im Stande

laufen, und erlitt außerdem gleichzeitig einen schweren Sturz. Dies geschah unglücklicher Weise während der monatlichen Periode, und die Folge war so schlimm, wie man sich nur denken konnte. Entzündung und Eiterung folgten, nicht nur in der Mutter, sondern auch in den Eierstöcken und den fallopischen Röhren.

MlKcZWsZ

Mein Arzt that sein Linderung sei nicht möglich, -cn

lehnte. Ich probirte dann verschiedene berühmte Heilmittel, ohne irgend welchen Erfolg, bis meine Mutter mir empfahl, den iWIne ot Cardui zu probiren, da derselbe ihr empfohlen worden sei. Ich nahm ihn, wie eine ertrinkende Person noch nach einem Strohhalm greift, und er erwieS sich,. wie von Gott gesandt, für mich. Meine Schmerzen wurden allmählich geringer, das

tägliche Kopfweh, das ich zu ertragen hatte, verschwand. Meine Gesundheit im Mgemeinen

besserte sich, und in dreizehn Wochen war ich vollständig genesen. Keine & äK. A & m. m W '

wenoig. er ine or uaniui Retter, und ich bin sehr Kur zuzuschreiben. Englisches Biey In prähistorischer Zeit beherbergte Europa zwei Arten von Rindern, die als kurzh'örnig" und großstirnig" von der Wissenschaft unterschieden werden. Daneben ezistirten bereits Auerochs und Wiesent, deren letzten Reste jetzt der Vernichtung entgegengehen. Der Auerochs ist nur noch in der russischen Kronforst von Bialowice in etwa 300 Exemplaren vorhanden, neuerdings auch nach Metzercize in Oberschlesien verpflanzt, wo er in halber Freiheit gut gedeiht. Die letzten Nachkommen des großen Wisentstammes sind die nordamerikanischen Vüffel. Es ist unzweifelhaft, daß unser Hausrind von den prähistorischen Arten und wohl auch vom Auerochs abstammt; es wäre aber vergeblich, den Zusammenhang einzelner Rassen mit den Stammeltern herstellen zu wollen. Denn im Laufe der Zeit haben lokale Einflüsse, sowie zielbewußte Züchtung zu einer weitgehenden Differenzirung der Arten beigetragen. Man kommt auch nicht mehr mit der Unterscheidung von Steppen-, Niederungs- und Gebirgsvieh aus, denn, um nur ein Beispiel anzuführen: die in den Niederungen Hollands heimathberechtigten Schläge sind schon seit langer Zeit nach Ost- und Westpreußen verpflanzt worden und haben dort trotz reichlicher Zufuhr frischen Blutes aus dem Stammlande einen etwas anderen Charakter angenommen. Das wesentlichste Merkmal für die Unterscheidung bildet jetzt die Zweckbestimmung. Danach unterscheidet man Schläge, die sich durch Milchergiebigkeit, Schläge, die sich durchMastfähigkeit, und Arten, die sich durch Arbeitsfähigkeit auszeichnen. Die englischen Nassen haben sich der dortigen Entwicklung des Wirthschaftsbetriebes konform ausgebildet. Bekanntlich ist England unter derEinWirkung des Freihandels, der die Einfuhr billigen Getreides begünstigt, zur extensiven Landwirthschaft übergegangen, d. h. der Körnerbau ist auf ein Minimum eingeschränkt;- das Land wird nur als Weide und zur Gewinnung von Futterkräutern benutzt. Die natürliche Folge ist , eine Vernachlässigung der Arbeitsfähigkeit zu Gunsien der Mastfähigkeit und Milchergiebigkeit. Gegenwärtig unterscheidet man in England acht Schläge, darunter das in Schottland beheimathete ungehörnte Gallowayvieh, das sich in den Gebirgsgegenden auch in der Folgezeit behaupten dürfte. Die anderen Rassen werden unaufhaltsam von dem Shorthornschlag verdrängt. derMilchergiebigkeit und Mastfähigkeit in sich vereinigt. Die Hautfarbe ist entweder weiß . oder braunroth mit weißen Flecken. Bei den Bullen wird die ganz weiße Färbung bei starker, krauser Behaarung bevorzugt. Die Körperform entspricht in geradezu idealer Weise dem Zweck. Sowohl Bulle wie Kuh sind hoch gebaut, am Widerrist genau so hoch wie am Hintertheil. Der Rücken verläuft in einer geraden Linie. Der Kopf klein, mit winzigen Hörnern. An Mastfähigkeit übertrifft der Shorthornschlag alle anderen Rassen, denn ein gemästeter Ochse erreicht nicht selten 3000 Pfund Gewicht. Ein höflicher Schutzm a n n. Wissen Sie vielleicht, wo hier Schneeglöckchen stehen?" Ei ja wohl hier gleich unter den Beimen!"... (Einige Minuten später zu dem pflückendenSpaziergänger): fta, hamm Se welche gefunden?" Ja, ein ganzes Sträußchen!'' So, nu da sein Se so gut und gomm Se 'mal mit auf die Wache. Abgeflickt darf hier nischi wern!" Aber Sie haben mir doch selbst die Stelle gezeigt?" Nu, mer werd doch noch heeflich sein gennl" (5in guter Vater. Herr Commissionsrath, auf Ihrem Hofe steht ja ein Möbelwagen!... Wollen Sie denn umziehen?" Bewahre! Mein Söhnchen hat sich vorgestern einen Möbelwagen gewünscht, und dsbaö' ich ihm einen oekauft!"

ZA

Lake Geneoieve, Wis.. den 20. 5!ov.. 1903. Jahren war mein Leben, meiner Gesundheit halber, für mich nur eine

schien, daß ich all das Elend zu erdulden war. Vor nunmehr drei Jahren erkältete denkbar Bestes zur Linderung, jedoch nach genommen durch eine Operation, welche ich erwies ncy als meinen erfreut, ihm allein meine 8thel

zweite Vice.Präsldentt Teachers' Asjociatio.

Gist in dcn Speisen. Dtk Umfang der NahrungsmittelverfAlschum gen in den LZcr. Staaten. Neuerliche Bestrebungen im Kongreß, in Staatslegislaturen und städtischen Verwaltungen zur Bekämpfung der Nahrungsmittelverfälschungen lenken die Aufmerksamkeit auf ein wahrhaft trauriges Kapitel in der Ernährungsfrage dieses Landes. In den Städten besonders dürfte es nur noch wenige Einwohner geben, die des Glückes theilhaftig werden, keine gefälschten Speisen zu genießen. Der Arme, der zum Frühstück z. V. Fisch, Kaffee und Brot verzehrt, muß in den meisten Fällen gewärtig .sein, damit verschiedene Mengen Borax zu verschlingen, in dem der Fisch präparirt war; das Brot besteht zum guten Theile aus Schwerspath, schimmeligem Mehl und Alaun, der Kaffee aus gemahlener Kakaonußschale und zerkleinerter Schweinsleber. Auf der Tafel des Wohlhabenden erscheint Salat, der mit Baumwollsamen- oder Peanut (Erdnuß-) Oel hergerichtet ist, Das Oel entstammt aber einer Flasche, deren Aufschrift den Namen einer berühmten italienischen Firma trägt und besagt, daß die Flasche das beste Olivenöl enthalte. In die Kuchengewürze werden pulverisirte Pappel-, Ahorn-, Ulmenblätter und Nußschalen gemischt. Billige Eßwaaren versieht man mit Anilinfarben, um ihncn das Aussehen von guten Sorten jener Materialien zu geben. In analisirter Butter hat man Käse, Mehl, Kalk. Gips, Glukose, Bor- und Salicylsäure gefunden, sowie Farbstoffe wie Anilin, Safran, Möhren- oder Ringblumensaft. Für die Herstellung von Oleomargarin (Kunstbutter), das in reinem Zustande aus hochbekömmlichem und nahrhaftem Rindsfett besteht, verwendet die Schwarze Kunst" Abfälle aus Schlachthäusern, Schweinefett, Glycerin, abgerahmte Milch, Baumwollsamen- und Erdnußöl. Eingemachte Früchte und Gemüse, Gelees, Marmelade und Sirup bilden für die Th'ätigkeit der Fälscher ein weites Feld. Untersuchungen, die man mit Marmeladen anstellte, ergaben, daß diese fast ausschließlich aus Glukose, mit Holztheerfarben versehen, bestanden. Für Fruchtgelees benützt man Maisstärke, Anilinfarben und Salicylsäure. Letztere setzt man auch eingemachten Früchten und Gemüsen zu, um sie vor dem Verderben zu bewahren. Die Säure ist aber ungemein schädlich für den Magen. Zwischen konservirten Erbsen ist sogar Kupfer entdeckt worden, das den Früchten die frische grüne Farbe erhalten sollte. Von dem auf den Markt gebrachten Ahornzuckersirnp ist, wie festgestellt worden, nur etwa der vierte Theil rein, und dieser ist ungemein theuer. Für Vanille verkaufen die Schwarzkünstler" Tonkabohnen, ganze Kaffeebohnen stellen sie aus Kleister oder gar Lehm her, dem die entsprechende Farbe verliehen wird. Thee fabrizirt man aus allerlei Baumblättern, denen man Berliner 'Blau, Indigo, Gips oder Seifenstein als Farbstoffe zusetzt. Bier bereitet man zum großen Theile aus Glukose und Salicylsäure, billigen Whisky aus kölnischem Spiritus und Pflaumensaft. Viele der genannten Fälschungsmittel sind für die Gesundheit schädlich, und insonderheit ist ihnen das Vorherrschen von gastrischen Krankheiten in den Ver. Staaten zweifelsohne zum großen Theile zuzuschreiben. Zwar existiren gesetzliche Bestimmungen gegen Nahrungsmittel - Verfälschungen, doch sind die Strafen hierfür im Verhältniß zu den immensen Profiten, welche die Fälscher aus ihren Manipulationen erzielen, meist so geringfügig, daß sie dem Uebelstande keinen oder nur wenig Einhalt gebieten. So wurde unlängst ein gewisser Verghoff aus Johnstown, N. F., der zur Fabrikation von Sirup" 75 Prozent Glukose, einen geringen Bestandtheil Honig und sonstige Ingredienzen verwandt hatte, zu nur Z50 Buße verurtheilt.

hatte, was eine Frau in diese?

ich mich beim Schlittschuh drei Monaten erklärte er. auf das Entschiedenste ab Operation war noth Saker, Vettlcrsakrikanten. I3ie man gesunde und kräftige Menschen zu elenden Krüppeln umgestattet. Ein großer Theil der armen und elenden' Bettler, die man in den Straßen herumstehen sieht, und denen man mitleidsvoll einen Cent in die Hand drückt, sind, wie männiglich bekannt, Schwindler. Weniger bekannt dürfte jedoch die Thatsacbe sein, W? es auch Leute gibt, deren Geschäft darin besteht, aus einem gesunden, aber arbeitsscheuen Menschen schnell einen tadellosen Bettler herzustellen. Wie fast alle größeren Städte, so hat auch London seine Bettlerfabrikanten. Ein Bettler, der sein Geschäft nicht gründlich versteht, hat heutzutage keine Chance mehr. Auch das Vetteln muß gelernt sein, und außerdem gehört dazu eine Ausrüstung, wie zu den meisten anderen Berufen auch. Eine Frau z. B. kann niemals mit Erfolg betteln, wenn sie nicht ein kleines Kind am Arm trägt. Von zehn Bettlerinnen haben aber, höchstens zwei oder drei eigene Kinder, die. gerade das vorschriftsmäßige Alter haben. Den anderen hilft der Bettlerfabrikant. Es gibt genug Mütter, die selbst arbeiten müssen und daher froh sind, wenn sie ihre Kinder tagsüber anbringen können, vorausgesetzt, daß sie wissen, sie werden gut versorgt und bekommen satt zu essen, und obendrein bringt das Ausleihen solcher Kinder dann noch etwas ein. Die Bettlerinnen müssen die Kinder Abends in gutem Zustande wieder abliefern, sonst bekommen sie keine wieder. Eine erfahrene Bettlerin kann leicht 50 Cents per Tag für ein solches Kind zahlen. Die Kinderabtheilung ist aber nur ein Theil des ausgedehnten Geschäftes dieses Künstlers, dem es eine Leichtigkeit ist, aus jedem auck noch so gesund und kräftig aussehenden Manne einen armseligen Bettler zu machen, der unbedingt das Mitleid aller Vorbeigehenden erwecken muß, innerhalb zehn Minuten ist die Transformation geschehen. Es gibt eine besondere Art Pflaster, die die Haut, wo ste angeklebt wi'd, dermaßen aufzieht, daß der Betrefsende an einer fürchterlichen Hautkrankheit zu leiden scheint, natürlich muß der übrige Theil des Gesichtes dementsprechend gemalt werden. Lahme Bettler tragen gewöhnlich lange Röcke, und das hat seinen guten Grund.' Wenn man nämlich zwei Beine hat, dann ist das zu viel des Guten für einen Bettler, und da muß der Doktor" wieder eingreifen. Nach der Ansicht dieses Mannes ist nichts leichter, als nach einiger Uebung ein Bein so zu biegen, daß es unter einem langen Rock so aussieht, als fehle es vom Knie ab, und da wird dann ein Holzbein angebracht. Blinde Bettler müssen einen Hund bei sich haben, und diese Hunde sind nicht ganz billig, denn sie müssen besonders darauf dressirt sein, einen blinden Mann zu führen Wenn man keinen Hund bekommen kann, nimmt man ein Kind, aber eines von den beiden ist unbedingt nothwendig. Viehmästung. Nach jährelanger Erfahrung werden von einem englischen Mäster im Live Stock Journal" Hafer und Hafermehl als diejenigen Futtermittel empfohlen, welche das brauchbarste Fleisch mit gleichmäßiger Schichtung von Fett- und Magerfleisch liefern. Als Schlußfutter werden für Rinder und Schweine Hafermehlkugeln empfohlen, und zwar wird das Hafermehl mit kaltem Wasser zu einer Teig, masse angerührt und zu Kugeln geformt. Für Schafe ist der Hafer zu quetschen. FürdenJmker. Die Nahmchenzahl muß sich stets nach der Volksstärke richten, denn unbelagerte oder schwachbesetzte Waben werden weder zum Brutansatze noch zur Honigaufspeicherung benützt und kühlen besonders im Herbst und Frühjahr den Brutraum unnöthiger Weise ab. Mit dem Zusammenziehen des Volkes gegen den Herbst zu soll auch das Verengen des Stockes gleichen Schritt Kalten.

Eth'ei Baker ff IZVicePresJeachßfsibsnyy ! lake Geneva.Wb

'ZZkl

v

. 1 C 1

v m

Warum nicht Ihr Heim anziehend machen, durch den Se irkuch eineö . , Garland Ofen... ....und... Range... Dieselben übertreffen alle andern in Schönheit. Dauerhaftigkeit, Heizkraft und Sparsaaikeit im Kohlen Verbrauche. ' Dieselben werden mit Vergnüge gezeigt, in ...Möbel-Handlung... 141 West Washington Straße. JOHN H. MDING, Nachfolger von Edward Müller, HO Nord Dclaware Str. lTomlinson Halle gegenüber) Offerirt für die Fastenzeit die feinsten importirten u. einheimischen JJgLzkms AndwgS spezieller Kaffee 30c daS Pfd. Ein Genuß für Feinschmecker. sowie alle saisongemäßen Delikatessen. Freie Ablieferung. 7 r?mc Telephon 987. Wie Perfect as Range wird zum Kostenpreise verkauft, abgeliefert und aufgestellt ohne Unkosten. Der sparsamste Ofen für KunstgaS. Sprechen Sie vor und sehen Sie dieselben im Gebrauch. TUE INDIANAPOLIS 6AS GO,, 49 S. Pennsylvania Str. Dichmann (Irabhorn, .Fabrikanten von seineu. Schau-Kaften. Olas Ladentische und Cigarren-Tische G22 Ost Washington GttA&c litt V5ov ruiotn 135. :smmi I 43 Ckmd verdat Genant ttsfe Vufluß au den UriOraane durch Vantal'NNv aufgehoben iC7N vdne Unbequemlichkeiten. Ptl kisTI 51.00 Ui alle Druggisten od ryfJ V. O. vor 081, Stao Bort w-X

vg m M&!m' AMM

s

mw

)KVf

V

w