Indiana Tribüne, Volume 28, Number 181, Indianapolis, Marion County, 24 March 1905 — Page 3
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Bcsindct sich mit seiner Armee in einer trostlosen Lage.'
Dem Großfürsten Wladimir sollte eine Blamage erspart werden. Generalgouverneur von Warschau. Acht Bauern erschossen. -Kaiser Wilhelm von Cnxhapen abgereist. Neue Mißstimmung im Ruhr-Gebiete. Die Ungarn erbittert.
Schlechte Aussichten. St. P e t e r 5 b n r g , 24. März. Die strategische Schwäche von General Linewitsch'S Stellung, wenn er Wetter nördlich zurückgeht, wird durch eine Depesche vom Gunshu-Passe erklärt. Sie sagt, wenn Linewitsch nicht die Chunchiatsu- und Tsungari'Linie halten könne, werde eö schwer sein, eine andere Stellung vor Harbin zu halten. Dort aber sei die Gefahr einer Umgehung und Einschließung groß. ES werde rüthlich sein, Wladiwostok auf zwei Jahre mit Munition und 2e benSmitteln zu versehen. Der Corre spondent schätzt, daß Linewitsch um 200.000 Mann verstärkt werden müsse. Daß der Censor eine solche Depesche durchließ, kann als bezeichnend betrach tet werden. Wenn General Linewitsch dem Zaren AehnlicheS berichtet hat, so kann man sich erklären, daß Letzterer sich mehr geneigt zeigt, Frieden zu schließen. Die Ernennung des Großfürsten Wladimir zum Oberbefehlshaber in der Mandschurei erfolgte angeblich nicht, weil man ein Mitglied der kaiser. lichen Familie nicht der Blamage einer Niederlage aussetzen wollte. Militärische Autoritäten find der Anficht, daß Gen. Linevitch die ganze Armee aus'S Spiel setzen würde, wenn er seine Truppen auf der Sungari. Linie konzentrirte und dieselbe dann nicht halten könnte. Ein weiterer Rück zug würde ihm im Falle einer Niederläge, abgeschnitten sein. Im KriegZ-Minifterium hat stch nun auch eine FriedeZpartei gebildet. Allerlei von der Armee. G un sh x.Paß , 23. März. General Linewitsch, der neue OUu befehlShaber der Armee, empfing heute die Mitglieder seines Stabes. Die Gerüchte von japanischen Um gehungSdewegungen auf beiden rusfi schen Flanken erhalten fich. Chinesen behaupten, daß die Japa. ner viele chinesische Banditen angewor. den haben, und daß fie jetzt sowohl in Cavallerie wie in Infanterie den Ruf sen an Zahl überlegen find. Die Zweiganftalt der rusfisch.chinefi schen Bank ist von Kirin nach Harbin verlegt worden, nachdem eine Volks menge einen Angriff auf die Bank gemacht hatte, bei dem zwei Beamte durch Steinwürfe verletzt wurden. Feldmarschall Oyama hat General , Linewitsch mittheilen lassen, daß alle russischen Aerzte, die in Mukden zurückblieben, unverletzt und wohl find. Changtu besetzt. Tokio, 22. März. Eine De pesche aus dem Hauptquartier sagt: Unsere Truppen, welche den Feind verfolgen, besetzten Changtu am 21. ' März. .Eine große feindliche Abtheilung zieht fich längs der Bahnlinie nach Nordoften in Unordnung zurück. .Ein Theil der feindlichen Kavallerie hielt an einem Punkte, 2 Meilen nörd lich von Changtu " I n l a n d-A n l e i h e. St. Petersburg, 23. März. Mit einer Anzahl russischen Banken wurde heute vorläufig ein Vertrag über Ausgabe von S75.000.000 der beab fichtigten Jnland-Anleihe von $100, 000,000 abgeschlossen. Die Bondö tragen 5 Prozent Zinsen per Jahr und find noch 50 Johren rückzahlbar, eie werden zu 96 ausgegeben. Wladiwoftock macht sich bereit. St. Petersburg, 23. März. ES wird angekündigt, daß alle Frauen Befehl erhielten, Wladiwoftock zu ver lassen. Schritt zum Frieden. St. Petersburg. 23. März. Die Ass. Presse erfährt, daß .die Frie densfreunde einen Sieg erfochten haben und ein Schritt bevorsteht oder schon gethan ist, um zu erfahren, welches die Friedensbedingungen Japans find. W a s h i n g t o n, 23. März. Das plötzliche Erstarken der FriedenSwünsche in russischen offiziellen Kreisen kommt
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Neuer dem hiesigen auswärtigen Amte nicht überraschend, da eS den letzten Nach, richten von der Botschaft in St. Pe tersburg entspricht. ES lagen' seit einiger Zeit Anzeichen vor, daß auf Drängen auswärtiger Freunde Ruß. land sich entschließen möchte den ersten Schritt zu Friedensverhandlungen zu thun, aber auf diesem Punkte angelangt sürchteten die Freunde wiederum. der Friede möchte ihren Interessen nach. theilig sein, wenn er nicht durch sie selbst arrangirt würde. ES ist jedoch guter Grund zu der Annahme Vorhan den, daß die großen finanziellen Jnteressen zu London, Berlin und Paris über nationale Empfindlichkeiten gesiegt haben. Der neue Generalgou v e r n e u r. Warschau, 23. März. Der neue Generalgouverneur Maximovitch kam heute hier an. Nach einem Gottesdienfte in der orthodoxen Kirche begab er sich nach der katholischen Käthe. drale, wo er vom Erzbischofe empfan gen wurde und der Messe beiwohnte. ES war dies das erste Mal feit der Re. volution von 1831, daß ein General gouverneur bei seinem Amtsantritte dem katholischen Gottesdienste bei. wohnte. Später stattete der General gouverneur dem Erzbischofe einen 'Be such ab und erbat die Unterstützung deö katholischen KleruS bei Wlederherstellung der Ordnung in Polen. Die Ernennung Maximovitch'S zum Generalgouverneur wird hier als ein Anzeichen betrachtet, daß die Petersburger Regierung den Polen gegen, über eine freundlichere Politik ein schlagen will. Acht Bauern g e t ö d t e t. Warschau, 23 März. Zu Lamonta kam eS zu Unruhen, als Pferde für die Mobilisirung requirirt wurden. Der Polizei'Chef von Kutno erschien mit einer Compagnie Jnfan terie auf dem Schauplatze und befahl der Menge, auseinanderzugehen. Die polnischen Bauern verstanden ihn nicht und blieben stehen. Erst als die Sol daten die Gewehre anlegten, suchten sie zu fliehen. Die Soldaten feuerten drei Salven ab; 50 Bauern stürzten, zwei davon waren todt. Der Polizei Thef ließ die Verwundeten auf Bauernwagen packen und noch Kutno schaffen. Unterwegs starben noch sechs aus Man gel an ärztlicher Behandlung. . Dem Begräbnisse wohnte heute Mor. gm eine ungeheure Menschenmenge bei. Deutschland. 'Kaiserabgereist. C u x h a v e n, 23. März. Kaiser Wilhelm trat heute auf dem Dampfer Hamburg seine Reise nach dem Mittelländifchen Meere an. Der Dampfer wird von dem Panzerkreuzer Prinz Friedrich Karl begleitet. Neue Mißstimmung im Ruh rG e b i e t e. Barmen, 23. März. In eint gen Bezirken deS RuhrRevierS macht sich wieder eine lebhafte Mißstimmung bemerkbar, welche in den von den Gru benbesitzern angeordneten und durchge führten Maßregelungen mißliebiger Arbeiter ihren Grund hat. Am Sonn tag Nachmittag und Abend fanden in mehreren Hauptorten des Kohlenge, biets Protestversammlungen statt, in welchen über die Willkür der Zechenbarone bittere Klage geführt wurde. ES sind noch mehr Versammlungen angekündigt worden, und die Behörden fürchten, daß eS zu ernsten Unruhen kommen mag, da auch die gewerbSmä ßigen Hetzer sich die herrschende Unzu friedenheit wieder zunutze machen. Russische Finanzen. Berlin, 23. März. Von einem hervorragenden, mit den russischen Finanzverhültnissen beftvertrauten Ber. liner Bankhause wird anläßlich der neuesten russischen Finanzoperationen die nachstehende Mittheilung gemacht: Mit den russischen Kriegsfinanzen steht eS keineswegs so schlecht, wie eS vielfach geschildert wird. , Die Russen haben noch 450 Millionen Rubel freie Reserve, befolgen aber grundsätzlich die
Vorsichtsmaßregel, ihre Fonds auf Monate hinaus zu erneuern, um die Reserve nicht antasten zu müssen. Die Ausnahme einer neuen Anleihe in Frankreich ist nicht gescheitert, son. dern auS Klugheitsrücksichten verschoben worden, weil das Publikum gegenwärtig infolge der jüngsten furcht, baren Niederlazeik der russischen Was. fen um Mukden mißtrauisch geworden ist. Vorläusig deckt Rußland seinen Kriegsbedarf durch die neue innere An leihe, deren amtliche Bekanntmachung in wenigen Tagen zu erwarten steht." KühleNachrufe für Hamm e r st e i n. Berlin, 23. März. In dem preußischen Abgeordnetenhause widmete der erste Viceprüsident. Dr.' Porsch. dem gestern verstorbenen Minister deS In nern, Freiherrn v. Hammerstein, einen Nachruf, der indeß so kühl gehalten war, daß es allgemein aufgefallen ist. Freilich sind auch die heutigen Nekro loge der Blätter in nichts weniger als warme Worte gekleidet. Alle geben zu, daß Freiherr v Hammerstein ein Pflichttreuer Beamter war, sind aber ebenso einmüthig in ihrem Urtheil, daß er ein herzlich schlechter Politiker war., Gegen Rollen der Schiffe. Berlin, 23. März. Die Ham burg.AmerikaLinie richtet einen Dam. pfer auf den Vulkan - Werken zu Stettin mit einer Ersindung des Hamburger Ingenieur? Schyck aus, die das Rollen des Schiffes, wie man erwartet, auf ein Minimum reduziren wird. Dieselbe besteht in einem massiven Balancirrad, welches der Aenderung der Lage des Schwerpunktes des Schiffes entgegenwirkt. Bis jetzt sind nur Versuche mit Mo bellen angestellt worden- doch sind die Beamten der Hamburg.Amerika Linie von dem Erfolge der Ersindung fest überzeugt. Unter Umständen ist sie besonders für Kriegsschiffe von großem Werthe, wenn fie den Geschützftänden Stabilität verleiht. Stadterweiterung. Königsberg, 23. März. Zur Entseftigung von Königsberg plant man vorläufig die Schleifung der Nordwestfront, wodurch der Stadt ein BebauungSgelünde von etwa 110 Hek. taren gewonnen und die Vereinigung mit den Hauptvororten ermöglicht wird. Oesterreich'Ungarn. Ungarn erbittert. Wien, 23. März. Gewaltige Erbitterung haben in Budapest die Aeußerungen deS neuen österreichischen Ministers der Landesvertheidigung, Schünaich, hervorgerufen, der fich in der schärfsten Weise gegen jede militürische Konzession an Ungarn auSge sprochen hat. Schönaich's entschieden ablehnende Stellungnahme in der Heeresfrage hat die ungarischen Chauvinisten um so empfindlicher vor den Kopf gestoßen, als den früheren Nachrichten aus Wien zufolge der Kaiser-König Franz Joseph eine gewisse Bereitwilligkeit an den Tag gelegt haben soll, den Ungarn einige militärische Zugeständnisse zu machen, um dem Grafen Julius An drassy die Bildung eines Kadinets zu ermöglichen. Frankreich. Kaiser Wilhelm 'S Befuch in Marokko. P a r i S, . 23. Mürz. Depeschen von Tanger, Marokko, melden, daß dentsche, spanische und maurische Elemente einen großartigen Empfang für Kaiser Wilhelm vorbereiten. Man ist hier nnn allgemein überzeugt, daß der Besuch deS Kaisers keine Demonstration gegen Frankreich ist. Die Regierung hofft, daß er keine Rede halten wird, da eine solche möglicher Weise demBesuche einen politischen Anstrich geben würde. Italien. Ehorrock von Ascoli. Rom, 23. März. Die italienische Regierung hat den Grafen SarSfield Salazar nach London geschickt, um aus der Morgan.Summlung im South Kenfington Museum den berühmten Chorrock zu holen, der aus der Käthedrale zu AScoll gestohlen wurde. Morgan hat angeordnet, daß der Rock an Italien zurückgegeben werde. Chile. . Astronomische Expedition. Santiago, 23. März.' Die astronomische Expedition, welche vom Lick-Observatorium hierher geschickt wurde, hat ihre Aufgabe erfüllt. 20 Doppelsterne wurden entdeckt.
Bahnen in New York. 8230,000,000 lur Neubauten.
New Jork, 23. Mürz. Die Be. hörde für Schnellverkehr veröffentlichte heute Pläne der New York Cit R'y Co." und der -Jnterborough Co.", de ren Ausführung auf $230,000,000 be. rechnet ist. Die Projekte der ersteren Gesellschaft sollen 8165.000,000 tosten. Canada. Repressalien. St. Johns, R. T., 23. März. Die Regierung hat allen Zollkollek. toren befohlen, amerikanische Fischer in diesen Gewässern zu verhindern sich Köder zu verschaffen. Die Regierung wird in der Legisla tur scharfe Bestimmungen zur Durchführung des Köder-GefebeS gegen Amerikaner vorschlagen, weil der ante ritanifche Senat nicht den Bond-Hay Vertrag angenommen hat. Ost-Afrika. Russisches Geschwader. Port LouiS, Insel Mauri tiuö, 23. März. Ein Dampfer, wel. cher von Colombo, Ceylon, hier ankam, berichtet, daß er in der Nacht deS 16. Mürz ein russisches Torpedoboot sich, tete, dem in ein'ger Entfernung ein Geschwader folgte. Die Zahl und Klasse der Schiffe waren nicht zu .erkennen. Grokbritannien. London, 23. März. Zwischen Chamberlain und Balfour ist über die Fiskal Frage offener Krieg auSge krochen. Philippinen. Aufstand auf Samar. Manila, 23. März. Gen. Allen berichtet von Samar, daß der Aufstand der Pulajanes unter Kontrolle ist, und, daß die regulären Truppen zurückge zogen werden sollen. Cuba. Begeisterung. H a V a n a, 23. März. Der Höhe Punkt der Begeisterung über den arne rikanischen Besuch wurde heute bei einem Frühstück im Nationaltheater er. reicht, daS den amerikanischen Ossizieren von cabanischen Veteranen gegeben wurde. ES hielten Reden Gen. Gomez, der Minister deS Innern, Commander Colby usw. DonLuisMazzantini, der Veteran der spanischen Toreadors, der sich jetzt in Mexiko befindet, wo er goldene Lorbeeren einheimst, erklärte einem Berichterstatter, daß er sich in'5 Privatleben zurückziehen werde. Ueber die Gründe, die ihn zu diesem Entschluß brachten, erzählte er folgendes: Das Interesse an den Stierkämpfen ist im Abnehmen begriffen, die Stierkämpfe ßnd degenerirt. Wenn ich als der letzte wirkliche Toreador vom Schauplatz abtrete, giebt es unter den Stierkämpfern nur mehr MittelMäßigkeiten, um Buben zu amüsiren. Die Stiere sind ja noch gerade so kampflustig wie früher, aber die Toreadors von heute haben keine Kunst mehr, keine Dramatik, sie nehmen ihre Profession nicht ernst. Ich habe keme Lust, mit Clowns in der Arena zu erscheinen. Ich trete nur noch in Madrid, Barcelona, Sevilla, Bilbao und San Sebastian auf, dann beschließe ich meine Laufbahn." Don Luis Mazzantini hat sich ein Vermögen von 600,000 Francs erworben. Alle Kenner bestätigen, daß er der letzte große Stierkämpfer sei, dabei ist er sehr gebildet und malt sehr hübsch in Aquarell. Bis in die schwedische Hauptstadt hinauf haben sich die Gedenkfeiern für den dahingegangenen großen deutschen Maler Adolf v. Mcnzel erstreckt. Im Kupferstichsaal des dortigen Nationalmuseums waren 14 Nachbildungen von Menzel's Werken ausgestellt, darunter das für Schweden besonders interessante Bild: Gustav Adolf empfängt seine Gemahlin vor dem Schloß von Hanau".Das die Begegnung zwischen dem größten Schwedenkönig und der schönen brandenburgischen Marie .Eleonore darstellende Gemälde zeigt eine bei Menzel nicht stets angetroffene warme Empfindung und hat ein so frühes Ent, stehungsjahr wie 1847. Die Tafelrunde von Sanssouci" und das berühmte Flötenkonzert" des großen Preußenkönigs fehlen natürlich nicht, ebensowenig wie König Wilhelm's Abfahrt nach dem Kriegsschauplatz 1870- und das .Berliner Hoffest von 1870" oder das Walzwerk"; sehr merkwürdig ist ein Steindruck von 1852: Christus als Kind im Tempel" und eine Zeichnung des Ausblicks vom Dresdener Zwinger. Die Ausstellung, aus der noch'die Adresse vom Berliner Magistrat und Stadtverordneten anläßlich der Mündigkeitsfeier des spä- . teren Kaisers Friedrich 1850 hervorzuheben ist,, wird in den Stockholmer Blattern mit dem lebhaftesten Interesse I besprochen.
Der schon lange gehegte Plan der Errichtung einer Station für wissenschaftliche arktische Forschung auf Grönland ist, wie aus Kopenhagen mitgetheilt wird, jetzt durch die Stiftung von $10,000 , zu diesem Zwecke durch den Zeitungsverleger Holck gestchert. Die Station wird auf der Disko -Insel eingerichtct werden. Die Unterhaltungskosten on $3,000 jährlich trägt die dänische Regierung. . D erdreißigjährigeBaron Raoul de Vaux, Sekretär der royalistischen Vereinigung Weiße Nelke" in Paris, wird von den Jntimen der letzte Jncroyable" genannt, weil sein Gehaben an den aus der Operet Madame Angot" bekannten Verschwörertypus erinnert. Im Hochverrathsprozesse 1899 spielte er eine ganz untergeordnete Rolle; er wurde freigesprochen. Dem Gerichtshofe war allerdings unbekannt, daß der Baron feit Neujahr 1899 als Pächter einer dem Staate gehörigen Villa des Boulogner Hölzchens Namens Chalei de la Mouche daselbst das Hauptquartier der royalistischen Verschwörung eventuell das Versteck des Prätendenten durch komplizirte bauliche Veränderungen vorbereitete. Fünfzigtausend Francs hatten die unterirdischen Räume und Korridore schon gekostet, als de Vaux durch einen Wechsel in der Person des Hauptpächters zum Verlassen der Villa gezwungen wurde. Sein Nachfolger Herr Dubais erstattete kürzlich von seiner Entdeckung Anzeige. Der Baron leugnet jede politische Absicht und erklärt, daß er spiritistische Seancen vorhatte. E i n Aufsehen erregender Giftmord wurde in dem anhaltischen Dorfe Leitzkau verübt. Der 27jährige Gutsbesitzer Heyer erkrankte plötzlich
nach dem Genusse von Schnaps, den ' r v lym zeme tftau gerelHt naxtt. cyon tags zuvor war ihm der Schnaps, den ihm gleichfalls seine Frau gab,, recht sauer vorgekommen, so daß er sich äußerte: Da ist wohl Gift drin." Der Genuß des zweiten Schnapses brachte ihm denn-auch den Tod. Er starb unter furchtbaren Qualen. Vor seinem Ende konnte er noch zu dem ihn behandelnden Arzt bemerken:' Die haben mich vergiftet!" Er meinte mit dieser Aeußerung seine Frau und Schwiegermutter, mit denen er, trotzdem er erst vier Jahre verheirathet war, in fortgesetztem Unfrieden lebte. Die Sektion der Leiche, die beschlagnahmt worden war, stellte denn auch Giftstoffe im Magen fest. Die Haussuchung, die im Hause des Verstorbenen vorgenommen wurde, förderte mehrere verdächtige Flaschen zutage, die confiscirt wurden. Nach Aussage eines Knechtes und eines Dienstmädchens soll Frau Heyer an dem Todestage ihres Mannes eine Flasche an einem Brunnen ausgespült haben. Die Errichtung eines Shakespeare - Instituts in London, das den weitestgehenden Wissenschaftlichen und kulturellen Zwecken dienen soll, wird von einem Comite unter Leitung des Londoner Lord-Mayor in die Wege geleitet. Die ursprüngliche Idee war, ein großes ShakespeareStandbild in London zu schaffen; Doch ist- man sehr bald zu dem Entschluß gekommen,. den großen Dichter durch ein nationales Pantheon zu ehren, das seinen Namen tragen wird. Es soll ein hervorragendes Bauwerk werden, das der Literatur und den Künsten gewidmet ist, denn es soll um fassen ein Theater, eine ShakespeareBibliothek, einen Vortragssaal und vut große Halle, in der neben einem Denkmal Shakespeare's zahlreiche andere, jetzt in der Westminster Abtei befindliche Bildwerke Unterkunft finden sollen. Ein Theil der Kosten soll durch die Veranstaltungen einet Shakespeare - Woche" beigebracht werden, die in diesem Jahre stattfinden wird und in Aufführungen Shakespeare'scher Stücke unter freiem Himmel, Festspielen und Umzügen bestehen soll. . Öl COLLEGE OF tlUSIC, 550 Nord Meridian Str. ...Schule jett eröffnet.. .. Tag-Schüler sowie auswärtige Schüler, selche hier im College völlige Aufnahm, zuchen, können zu jeder Zeit eintreten. Si noderneS gut ausgerüstetes Institut, voll Mnvig in allen Abtheilungen deS Lernen? Ht Kuuft der Mufik und den verwandter duften. Katalog frei. Edward Taylor, Direetor. 18 M Qablirt 1863, nimmt jederzeit Sngage ents entgegen. Irgendwelche Orchester. Yufik und irgend eine Anzahl von Nustkm, vird geliefert. Neue Ausstattung und nem Zniformen. R. . Niller, Direetor. henr? Spregpfeil,Seschäfttführn. 31 Kenruck? Ovenue. lekvhon $ t Neu 45LS. John F. Gartlein THE MERIT BAR & CH0P H0USE Feine Liquöre, Cigarren und Tabak. MahlzeUt und Lunch tt jeder Tageszeit auf veflelluvg. 5?o. 2522 Oest Nichigan Otraße, ' HanghviLe.
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