Indiana Tribüne, Volume 28, Number 173, Indianapolis, Marion County, 15 March 1905 — Page 4
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Jndiana Tribüne. Hnanzea.eden vou tt utntberg Indianapolis, Ind.
Sarry O. Thudinm t Präsident. SeschäftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße TELEPHONE SS. rtered at the Post Office of IndUnapoli as tecond dass matter. Unser Nauchinspector. Der Nauchinspector scheint sich nicht bewußt zu sein, daß er dazu da ist. da für zu sorgen, daß die Anti-Rauch-Or-dinanz befolgt wird. Cv scheint seine Stellung so aufzufassen, als ob er den Rauchproducenten die Mittel und Wege angeben müsse, auf welche Art und Weise sie den auS ihren Schloten strö-wenden-Qualm verhindern können. Das ist aber durchaus nicht seine Pflicht. Diese geht einfach dahin, die Rauchpro. ducenten aufzufordern, innerhalb der geschlichen Frist den Rauch abzustellen und dann, wenn seine Aufforderung unbeachtet bleibt, die Schuldigen wegen Uebertretung der Rauchorvinanz zu Prozessiren. Wenn Jemand die Straße versperrt, so ist e5 die Pflicht der Polizei ihn auf. zufordern dem Uebelstande abzuhelfen ohne ihm Rath zu geben, auf welche Weise dies zu geschehen hat. Folgt er der Weisung nicht, so wird er einfach gemeldet und wegen Uebertretung der städtischen Ordinanz bestrast. In dieser Weise hat auch der Rauch, inspector seine Pflicht zu erfüllen. Daß er dieS'nicht thut, kann man aus dem jammervollen Zustande der Atmosphäre im unteren Stadttheile leicht ersehen. Warum er es aber nicht thut und allerlei Rücksichten nimmt, dürste wohl einer Untersuchung bedürfen. Der Schaden, den der Qualm anrichtet, ist gar nicht zu ermessen. Wohl ist nicht zu erwarten, daß unsere Stadt wieder so sauber wird, wie sie eS zur Zeit der NaturgaS-Periode war; aber es sollten doch alle möglichen Anstrengungen ge macht werden, um dem Rauchüb.'l zu steuern. Der Rauch'Jnspektor und seine Gehilfen haben eS bislang der füumt, ' den Beweis zu erbringen, daß sie nutzbringend thätig find. Die Salaire, welche die Stadt für diese Posten zahlt, scheinen gänzlich weggeworfen zu sein. Der RauchInspector ist angestellt worden. Ab' hülfe gegen das Qualmübel zu schaf. fen. ES besteht eine Ordinanz, deren Befolgung der Nauchinspector gesetzlich erzwingen kann, wenn er sieht, daß im Guten nichts auszurichten ist und die genannten Rauchproduzenten die ihnen gesetzte Frist verstreichen lassen, ohne einen Finger zu rühren. . . .- Können wir den Rauch nicht loSwer den. so brauchen wir auch keine Jnspectoren und können den Sold der Leute für wirkliche Verbesserungen verwenden. Die Stimmaschinen werden sich als beste Waffe gegen Waschinen'Po litiker bewähren. Der Countyrath hat wohl daran gethan, den Ankauf von genügend Maschinen für Marion County zu beschließen. Andere Coun tieS im Staate werden nun sicher nicht hinter Marion County zurückstehen wollen und somit dürste ein dahnbre chendeS Beispiel gegeben sein. Aus dem deutschen Schutzgebiet Kamerun wird geschrieben: Die Regierung bildet seit 2 Jahren nur noch Kameruner als Handwerker aus. Sie schienen Anfangs nicht so geschickt und eifrig wie die Togo, und Akkraleute. DaS war eine falsche Annahme, denn zum Beispiel gerade der Duala ist zu allen Handwerken geeignet. Er derlangt weniger Arbeitslohn, als die er wähnten Ausländer. In Buen ist der beste Drechslerlehrling ein Bakwiri. Die Togo und die Akkraleute gingen, wenn sie genug gelernt hatten, stets in ihre Heimath .zurück oder wanderten aus. Maurer und Zimmerleute bieten sich zur Zeit genug an, so daß die Löhne gesunken find. Neueren Datums, ist die Heranbildung zu Schlossern und Tischlern. Schneider find genug vorHanden, es fehlt ihnen aber auch nicht an Arbeit. Dagegen mangelt es an Schustern vollständig. Köche und Waschleute sind zumeist Togoleute. Hier ist e5 Pflicht der Weißen, einhei. mische Kameruner anzulernen. Die Löhne find übrigens keineswegs nled rig. 60 Mark monatlich mit freier Verpflegung (Werth 16 Mark den Mo. nat) war der Durchschnitt. ES kamen
aber auch Löhne von 100 120 Mark bei sreier Verpflegung vor. - Der weiße Handwerker wird in Ka merun nur zur Aussicht und Anlernung verwendet, mit .Ausnahme des Personals in der Reparaturwerkstatt. Die Anzahl der den Weißen unterstellten Eingeborenen ist im Allgemeinen so groß, daß der Auffichtsdienft den Mann vollständig beschäftigt und daß er daher zum handwerksmäßigen Arbeiten selbst nicht kommt. Nur wenn der Aufseher etwas zeigen und lehren will, muß er selbst mit Hand anlegen.
Tem Berl. Tageblatt" wird aus Weimar geschrieben: DaS von der Deutschen Shakespeare Gesellschaft gestiftete und im vergangenen Jahr ein geweihte Shakespeare Denkmal im großherzoglichen Park ist, wie schon in Kürze gemeldet, in scheußlicher Weife durch eine schwarze ätzende Flüssigkeit verunstaltet worden, die bislang allen Bemühungen, sie zu beseitigen, Hohn gesprochen; der schöne, blendend weiße Marmor ist derartig besudelt (mit Steinkohlentheer und- Bleimennige), daß an eine Rehabitilirung" deö Mo numentS kaum gedacht werden kann. Man könnte nun unter dem Ausdruck des Abscheus und Bedauerns über den Bubenstreich zur Tagesordnung über gehen, wenn man hinsichtlich der Thä ter, beziehungsweise der Anstifter nach Lage der Sache müssen bei Ver Übung des Aktes mehrere Personen thä tig gewesen sein nicht zu eigenthümlichen Schlüssen käme, sobald man die Vorgeschichte und noch verschiedene an dere Begleitumstände nach der Errich tung des'DenkmalS in Betracht zieht. Man wird fich erinnern, daß das von dem Berliner Bildhauer Professor Otto Lessing geschaffene Denkmal alsbald dem heftigem Widerspruch eines großen Theiles der Weimarer Künstler- und Laienwelt, wie auch der Presse begegnete.' Man warf damals die Frage auf, wie intelligente Männer hätten zu der Auffassung kommen können, daß ein Geist wie Shakespeare durch diese Figur eines wie ein Statist oder allenfalls Schauspieler im Kostüm daliegenden Menschen mit eingedrücktem Brust kästen und einem kümmerlich lächeln den Gesicht" geehrt würde. Ein angeseheneS Fachdlatt schrieb wörtlich: DaS denkwürdige und mit Geist und Fleisch gearbeitete Monument Schiller's und Goethes, das wir alle kennen, wäre in Weimar besser ohne die Gesellschaft dieses Denkmals geblieben, das den ge nialen Briten in einer unsere Zeit beschämenden Weise oberflächlich charakte risirt." Beim Suchen nach den Thä tern wird man sehr vorsichtig bezüglich der Verdachtsmomente sein müssen; doch wäre eS leichtfertig, in der Combi nation beim Suchen nach Verdachts spuren die erwähnten Momente unbe rückfichtigt zu lassen. Die Bevölkerung Weimar'S hat bis aus den heutigen Tag selbst in ihren untersten Schichten sehr selten Neigung zu dsrartigen Roh. heitSdelikten gezeigt. Gelegenheit zu Attentaten gegen Denkmäler wäre dabei in Weimar in Hülle und Fülle vorhanden. Das giebt auch diesem Falle ein besonderes Ansehen. Bier Mädchen verhaftet. Eine Serie von Untersuchungen, welche sich der Aussindung der Kindes leiche anschloß, sührte zur Verhaftung von vier weißen Mädchen, welche alle in der Nachbarschaft des Fundortes wohnten. Thelma Stone, 21 Jahre alt, welche angeblich aus Eolumbus, Ind., nach hier kam, Lena Johnson, Ruby WoodS und Mary Carl sind die Na men der Verhafteten. Was diese vier über die KindeSleiche im Afchenhaufen wissen, bleibe dahingestellt. Thatsache ist, daß Thelma Stone zugesteht, Mut. ter eines Kindes zu sein, über dessen Verbleib si? Rechenschaft cbzulegen haben wird. Die drei anderen Mädchen bezeugen diese Thatsache. Lene Johnson sagte, daß das Kind kurz nach der Geburt ge starben sei und daß sie dasselbe in die Heizungsanlage steckte. Es sei zur Zeit nur wenig Feuer in dem Furnace ge wesen und was aus dem Kinde wurde, weiß sie nicht. Die beiden Mädchen. Ruby Woods und Mary Carl, scheinen nicht weiter in die Affaire verwickelt zu sein, nur daß sie um d'.. Geburt des Kindes wußten. - - Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'S Longfellow. .
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General 5inevitch, welcher mit klingendem Spiele im Tie-passe einrückte.
Schulbehörde in Sitzung.' Während der Sitzung der Schulde hörde wurde gestern ein Brief der Was serwerke verlesen, in welchem die Com pagnie es als selbstverständlich betrach tet, daß die von der Gesundheitsbehörde vorgebrachte Opposition -gegen das Trinkwaffer in den öffentlichen Schulen sich hauptsächlich gegen die offene Ver bindung zwischen der oberen Gallerie der Riverside Pumpstation und die ge schloffene Gallerie richtet. Der Brief besagt, daß diese Verbindung durch' ein Ventil geschloffen und durch die Stadtbehörden mittels Siegel geschloffen werden köune. Dieses Arrangement wird noch vor der Anlegung von Tief brunnen bei den Schulgebäuden been det fein. Der Superintendent wurde gebeten, Eltern zu benachrichtigen, daß Schüler Waffer in Flaschen zur Schule bringen sollten und daß die Flaschen in Obhut genommen würden. Das FinanzComite wird $25,000 in Grundeigenthums und . Äer besserungS-BondS herausgeben und diese Summe, wird zu Bondzwecken ver wandt werden. ' Am 31. Mürz werden alle Schulen für die FrühjahrSFerien geschloffen.' Der Bericht deS Bibliothekars zeigt, daß 379 neue Bücher während des MorzajS der Bibliothek hinzugefügt wurden,! so daß jetzt Über einen Bestand von 109,120 Bänden verfügt wird. Rech nungen im Betrage von $14,609 tvur den bewilligt. Polizeiliches Allerlei. ' Ein junger, gutgekleideter Mann, der angiebt, eine Chicagoer Droguen Firma zu vertreten, treibt augenblicklich in der Stadt fein Wesen und ist nun die Polizei bemüht, seiner habhaft zu werden. lEr verkaufte an Sallie Atkinson, 327 S. Erie Str., eine Flasche Medicin und bemerkte, die ihr gleichzeitig mitgegebenen Tickets könne sie gegen Möbel im Hause 416 Washington Str. einlösen. Bei Nach frage stellte sich indeß heraus, daß dies ein Lagerhaus ist und Niemand von derartigen Geschäften wußte. GeorgeJackson, ein Jarbi ger, 526 Bright Str. wohnhaft, wurde gestern infolge einer Anklage wegen KleindiebftahlS verhaftet. Er gestand, $6 von seiner HauSwirthin, einer Frau Kelly, gestohlen zu haben. Walter V. Adams, der sich der New Jorker Polizei gegenüber als einen Einkäufer für eine Jndianapoliser Firma ausgab, wurde kürzlich dort verhaftet, als er einen Check auf eine St. Francisco Bank Ordre H. B. Claflin, in Zahlung geben wollte. Er steht unter S1000 Bürgschaft. Louise Burshon, eine Farbige, die in die Mordaffäre der Maggie Middleton verwickelt sein soll, wurde kürzlich auf Requisition des Gouver neurö von Illinois nach dort auSgelie fett. Sie wurde hier im Februar we gen Morde verhaftet, setzte aber ihrer Auslieferung ihrem früheren Einver ftändniß zuwider Schwierigkeiten ent gegen. ' SSiffsnachrichten. New York; Fellkc" von Neapel.
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i üv t.-.-w ? .i f j M, Neue Klagen. Mollie Whitestine reichte gegen Wm. H.' Mohs, die Home-Brauerei und Pe ter Frick eine Klage auf 82000 Schadenerfatz ein. Mohs betreibt No. 1109 Shelby.Straße eine Wirthschaft, welche der Mann der Klägerin häusig besucht haben soll. Gegen Mohs wird die Be schuldigung vorgebracht, daß er, obgleich ihn die Frau warnte, ihrem Gat ten dennoch Getränke verabfolgte. Als eine Folge, sagt Klägerin, vergeudete ihr Mann sein Geld, verlor Arbeits zeit und kam dann oft in einem Zu stände zurück, daß er sich so weit ver gaß, sie zu schlagen und sogar aus dem Hause zu treiben. ; Mary Ryan beschuldigt ihren Gatten Michael Ryan, daß er sie vor ihren Kindern der Untreue beschuldigte und daß er dann sich von ihr wandte. Sie beantragt auf Scheidung. Weil sie ihn nicht liebte und zuletzt ihn gar verließ, sagt Ed. Green, wünscht er die Ehefeffeln, welche ihn an Macy Green ketten, los zu sein. . Nachdem er vergeblich alle? in seiner Macht stehendes anwandte, sie vom schlechten Wege abzulenken, sagt Willis E. Purden, entschloßt sich, von seiner Frau Gertrude Scheidung zu verlangen. Anstatt sich zu Hause aufzuhal ten, soll sie sich seiner Aussage nach in Wirthschaften und Weinstuben umher getrieben haben und und trotzdem er sein Bestes versuchte, sie an sich zu hal ten, ließ sie sich doch nicht beeinflussen. Laura B. Wilson sagt von ihrem Gatten George, daß er bei der gering ften Veranlassung sich so in Wuth arbeitet, daß sie unmöglich weiter mit ihm fertig werden könne. Auch soll er nicht für ihren Unterhalt sorgen. 94 Die größte und pas sendsteAuswahl von Schnitt blumcn und Vlumenstücken für alle freudigen und traurigen Ereignisse. Wir find jederzeit gern bereit bei der Auswahl behülflich zu fein. Bertermann Bros. (5o. 241 Mass. Ave. Tel. 840. Bauerlaubnißschein e. William F. Kühn, Anbau, 225 Oft Maryland Str., S13,000. Jda Bat lentin, Reparaturen, 653 Ost Pratt Str., $75. American Foundry Co., Anbau, Harris Ave., nahe Vandalia Eisenbahn, S1630. E. L. Cothrell, Cottage, 603 Cottage Ave.,- S1000. D. H. Smith, Wohnhaus, Beville Ave., nahe 10. Str.. S1500. B. L. Dougherty, Wohnhaus, College Ave., nahe 24. Str., S2000. ChaS. Rinne, Schuppen, 2529 Broadway, S350. Charles Holden, Wohnhaus. 11. Str., nahe Brookside Ave., S2350. Central Chair Co., Reparaturen, Georgia und Missouri Str., S5000. G. M.Moun tain, Reparaturen, 1119 Süd Capital Ave., S300. I. L. Klnnett, Cottage. 2014 Hazel Str.. $374. Wabash Realty & Loan Co., Reparaturen, 1701 Süd Meridian Str., $200. C. E. Brooks, Backftein.Gewölbe, 546 Holmes Ave., H3500. F. W. Hetz, Wohnhaus, Northwestern Ave., nahe 26. Str.. $1800. O. M. Jsensee, Bault, 30. und Illinois Str., H200. Martda Carter, FrameCottage, La Salle Str., nahe New Jork, tz1000.
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Nachrichten aus Jndiana.
Utic a. Adam Bruner, 70 Jahre alt, ein Pionier dieses Countys, wurde gestern Nachmittag in seinem Gehöste todt aufgefunden. Bluffton. Unter Abweisung eines Antrags zwecks eines neuen ProzesscS, verurthcilte Richter WatkinS gegern William Cook wegen des Mordes an Preston Sanderson zu einer leben? länglichen Gesüngnißstrafe. Muncie. Eine hübsche junge Frau, angeblich eine Frau Albert BiggS, beging gestern wegen unermi derter Liebe Selbstmord. Das Paar war kürzlich aus Cincinnati nach hier gekommen und erregte großes-Auffehen nachdem bekannt wurde, daß dasselbe gar nicht vrrheirathet sei. BiggS, ein ungewöhnlich schöner Mann, bemerkte Montag Abend Freunden gegenüber, daß er sein Geld mit jener Frau theile daß sie sich aber trennen müßten. Gestern nun beging die Frau Selbst, mord, indem sie Morphium verschluckte und hinterließ noch eine Anzahl zärtliche, an BiggS gerichtete' Liebes briefe. New A l b a n y. John Dickover. ein 22 Jahre alter Mann aus Selma. wurde hier von Delmer Bowen, 18 Jahre alt, geschossen und nach Aussage des ihn behandelnven Arztes lebensge fährlich verwundet. Bowen war be trunken und wurde zur Zeit als Dick over mit seinem Buggy Heranfuhr, gerade aus einem Restaurant auf die Straße geworfen. Dickover erhielt einen Schuß durch die Lunge, einen zweiten durch den Magen. Bowen verschloß sich nach vollbrachter That in einem Leihstalle, wurde aber durch den Marschall mit vorgehaltenem Gewehre zur Uebergabe gezwungen. B r o o k v i l l e. Ein hiesiger Bürger, intimer Freund von O. A. Baker, besser unter dem Namen CigarretteN'Baker bekannt, soll kürzlich Baker in Louiöville, Ky., getroffen haben und dieser sagte ibm, daß er zweimal in Marion, Ind., war, seitdem er IndianapoliS verließ. Sein Aeußereö soll, da er die Perücke ablegte, so ver ändert sein, daß eS selbst für seine Freunde schwer fallen würde, ihn wie derzuerkennen. Baker sagte dem Brook viller Mann, daß er die Versicherung erhielt, selbst wenn er entdeckt und verhastet werden sollte, würde Gouverneur Beckham keine Requisition zur Auslie ferung nach Indianapolis bewilligen. Das Tenementhaus-Feuer New York, den 14. März. Bis jetzt find als todt festgestellt: Rache! Solomon, Jacob Solomon, Jsaac Solomon, Jesse Cohen, Rose Weiner, Samuel. Weiner, Jda Mus kowih. Harry Kaufmann, Rose Miller, MorriS Miller, Sarah Kline, Beliga A. Seidler und Harry Seidler. Möglicher Weise werden 3 andere Leichen niemals identificirt. Man nimmt an, daß es Besucher indem Hause waren, da über den Verbleib der Personen die im Hause wohnten kein Zweifel besteht. Die Stadt Norwich, Conn., hat vom Stadtrath von Norwich, England, ein gesticktes Kissen auö der Zeit Cromwell's, wie solche von den Honoratioren der englischen Stadt auf ihren Sitzen in der Kathedrale Mitte deö 17. Jahrhunderts gebraucht worden sind, als Geschenk erhalten. Das Kissen rührt von dem einstigen Mayor der englischen Stadt, Th. Baret, her, von dem ein Nachkomme in Norwich, Conn., mit etwas verändertem Namen (Barrctt) lebt. Einen Prügelpfahl für keifende Weiber verlangt eine Frau selbst; nämlich Frau Wilbur Rogers in Meriden im Staat Connecticut, verlangt für Frauen, die gegen ihre Ehemänner keifen, Prügelstrafe. Das sei ein fast ebenso häßliches Verbrechen, wie das Frauenprügeln, meint sie. Frau Rogers will der Bill geaen Frauenprügler, die zur Zeit de: Gesetzgebung von Connecticut vorliegt, ihren Paragraphen angehängt haben. Sie ist Präsidentin der dortigen Humane Society". Wie durch ein Wunder dem Tode entgangen ist der Farmer Sivert Hanson von Peterson in Fillmore County, Minn. Er war , auf dem Heimwege von La Crosse, Wis., und fuhr gerade vor einen Zug der südli chen Minnesota - Bahn, der den hinteren Theil des Schlittens traf und denselben in Feuerholz verwandelte. Der unter dem Schlitten lausende Hund wurde gerädert, die Pferde entrannen dem Unheil und Peterson wurde in hohem Bogen in eine Schneewehe geschleudert, so daß er sanft fiel. Auf bloßer Erde würde ihm kein Knochen heil geblieben sein. Er trollte sich mit seinen Pferden ruhig nach'Hause.
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