Indiana Tribüne, Volume 28, Number 170, Indianapolis, Marion County, 11 March 1905 — Page 6

6

Europäische Nachrichten. r

M j 1 Die Folge 1 elr schlimmen S I Erkältung S ist gewöhnlich ein böse? 2 I Husten. Dl sofortig Anwendung von AI D Dr. August KSnig'z D WamöurgD Arufüüee I 3 lft in prompte Heilung beider. 3 klar in Original-Packeten. 5&

.Warum nicht Ihr Heimanziehend machen, durch den Gekrauch eines 'MMFPkz l WWÄ JZUMst" U 1 f r "rfcY Ä-S? Garland Ofen... ...und.. .. Range. Dieselben übertreffen alle andern in Schön heit. Dauerhaftigkeit, Heizkraft und Spar samkeit im Kohlen Verbrauche. ' Dieselben werden mit Vergnüge aezrigt, in willig'S ...Möbel-Handlnng... 141 West Washington Straße. John Baist, Weine, Liquöre und Cigarren. .Schöne Tanzalle... und Sommer-Garten. Ecke Michigan Stratze und War Ulan Avenue. .... Haughville .... .... G?d)tc. ... hio Jackson Kohlen ' $4.25 per Tonne DieS sind die besten Kohlen, welche aus den Vinen der Jackson Felder gewonnen . werden. Wir Larantiren sie. Ein Versuch wird Sie überzeugen. Oir gehören nicht z dem Trust. Home Fuel Co. Neue? Pbone 9291. AlteSPhone, Main llöS. US ERIE & WESTERII R.R. ....Fahrzeit der Züge... bsahrtSukunl ZüUlo. rhiea, nd Mchtzan itS.t 7.15 noja rokd. retroit nd hicaza Lim ll.to f 8.U Vtchtg iry, STtancic .LasayetteLpl. 7JW fio.15 tZglich . f auleomen Lovutagl. $AgnsAlLllllD Ja 4? Cklnd tonbcn GwwrrfcLi n ütWä au vm uii uvaantn durch SttalMiHy aufgehobn, w nr . . v r a .00. Ixt alle Druagiste der unoeqnniUKStcittn. Preig y. O. Sei 2081, Ne York.

M i" 3fr4-si7TrV2ir W

- k. - Y üT-

,Jfr-

fjv Vor

i'Vill

iMÄM

O

5 i

VU.

(AID)

, g)eslerreict)-!grn. Wien. Kürzlich ist es vier Unter-

suchungshäftlingen gelungen, aus dem Arrests der Rennweger Artilleriekaferne zu entkommen. Dlc Namen der Entsprungenen sind Joh. Beer. Hüttner, Harrer und Tomann. Aus dem Donaukanal unterhalb der Augartenbrücke wurde die Leiche eines Greises gezogen. Nun wurde festgestellt, daß der Todte mit dem 75jährigen Privaten Johann G'örlach, Wichtelgasse 63 wohnhaft, identisch ist. Der 62 Jahre alte Fechtmeister und Turnlehrer Alexander von Szabo wurde in seinem Zimmer, Stolberggasse 13, todt aufgefunden. Er dürfte einem Schlaganfall erlegen sein. Der 68jährige Oberkarirer Hermann Engel, Ottakringe: Straße 128 wohnhaft, wurde von seinem Sohne Hermann erhängt aufgefunden. Engel.dürfte den Selbstmord im Laufe der Nacht verübt haben. Der Landschaftsmaler Rud. Ribarz, Profejjor an der Kunstgewerbeschule des österreichischen Museums Hierselbst, ist, 56 Jahre alt, im IrrenHause, wo er sich seit längerer Zeit befand, gestorben. Budapest. Der Staatssekretär tni iz-ütizmlnl lerlum r. 'leranoer Mohay ist im 54. Lebensjahre gestorren. G o d i n g. Der der kaiserlichen Gutsherrschaft Tscheitsch zugetheilte Praktikant Graf Karl Kuenburg hat sich, als ihm seine Bedienerin das Essen brachte, mit feinem OffiziersDienstrevolver erschossen. G r a z. In der hiesigen Trainkaferne hat sich der Korporal Lerner erschössen, well er erne Strafe wegen Schuldcnmachens bei der ihm unterstehenden Mannschaft zu befürchten hatte. Professor der Philosophie Dr. Karl Ueberhorst, in Westfalen im Jahre 1847 geboren, ist hier gestorben. Habersdorf. Bei Hartberg wurde der Grundbesitzer Pischler mit schweren Verletzungen am Kopfe und an der Brust auf einem Baume hangend aufgefunden. Lemderg. Aus Jaroslau wlrd gemeldet, daß sich daselbst der Ober- , l i i r r. r i ort . leumanr oes 4u. ZNsamerle Regiments, Josef Lauterbach, wegen Schulden, die er nicht bezahlen konnte, erschössen habe. . Neubaus. Der Präsident und LandtagZabgeordnete der Budweiser Handels- und Gewerbekammer, BuchHändler Josef Hol, ist gestorben. T r o p p a u. Professor Ferdinand Richter ist im Alter von 56 Jahren gestorben. Professor Richter genoß nicht bloß den Ruf eines ausgezeichneten Pädagogen, sondern auch den eines humane; für das Wohl der nothleidenden Menschheit stets mit Eifer und Hingebung eintretenden Mannes. W i s ck a u. Eine schwere Ver letzung trug die 11jährige Fuhrwerkstochter Marie Veniczka davon, die mit der rechten Hand in eine Dreschma schine gerathen war. Luxemburg. Luxemburg. In Bonneweg wurde die 9mbnae Bertha Leon von einer Kutsche überfahren, so daß das Kind nach Hause getragen werden mußte. A s s e l b o r n. Es entstand Feuer bei Asselborn m den zu Leeresmuhle gelegenen und dem Kaufmann Lamberty aus Boegen zugehorenden .Gebau lichkeiten. Dieselben wurden nebst Stallung, Scheune, Fuhrwagen und landwirthschaftlichen Geräthen ein Raub der Flammen. Differdingen. Hier fiel der ,28jährige Anstreicher I. Grethen 'aus Bonneweg von einer 9 Meter hohen Leiter herunter und blieb nuf der Stelle todt. Grevenmacher. Hier starb im Alter von 79 Jahren Herr Theodor Waldbillig. Der. Verstorbene war von 1884 bis 1904 Bürgermeister von Grevenmacber. 'Vergeblich. Vorsitzende (des Comites für ein Wohlthätigkeitscon cert): Daß Sie mir aber während der Vortrage die Thuren geschlossen halten!" Thürsteher: Nützt nichts. gnadige Frau neulich sind die Her ren durch's Fenster geklettert!" E in mißtrauischer Richter. Zeugin Huber, wie alt war Ihre Mutter bei Ihrer Geburt?" Zweiundzwanzig Jahre!" Und wie alt ist sie etzt?" Sechsundfünfzig!" Schreiben Sie: Alter der Zeugn:: Vierunddrcißig Jahre!" B ewundernswerthe O bj e k t i v i t ä t. Herr Professor, Jh ren Hausherrn müssen Sie verklagen Der hat Sie einen alten Narren und einen Simpel geheißen! Nun nun, nur gemach. Wer weiß, ob der mn ri . ? r l. Alarm nicyl von fernem lanopunu aus Recht bat!" Indirekte Kur. Arzt Haben die Schlafpulver geholfen? Konnten Sie auf dieselben besser ruhen?" Patient (Gatte emer schwatzhaften Frau): Gewiß! Ich habe jeden Abend meiner Frau zwei Stück davon gegeben, und da hab' ich immer famos geschlafen!" Aus dem Gerichtssaal. Der Bichelbauer soll bezeugen, daß der Schmiedtoni dem Hortwastl eine Ohrfeige gegeben hat. Richter: Wie war die Sache, Zeuge Bichelbauer?" Zeuge: I' hab' gar nix g'seh'n, Herr Richter i' hab' mi' glei' um'dreht, wie er i., lvnr' 'otb'n bat!"

W

!m EimpfsiiniQszimmeit

v

KuMcher ZZlcfllttcntrMsport. Langsame Beförderung, Maugcl an Aufsicht uuv verkrümelte" Soldaten. Ueber den .Verwundetentransport in der russischen Feldarmee schreibt der unlängst aus der Mandschurei nach Berlin zurückgekehrte . Kriegskorrespondent Oberst Gadke dem Berliner Tageölatte" Folgendes: Mir ist immer aufgefallen, wie groß die Zahl der Leute war, die zur RückLe,l'iderung der Verwundeten aus der Schlachtlinie verschwanden. Bei einer einzigen Tragbahre habe ich manchmal bis zu neun Mann geseben, nämlich vier Mann zum Tragen, eine Ablösung dafür und eir.en Unteroffizier. So entgingen mit einem Verwundeten zehn Gewehre der Gefechts front. Alle dteje Leute aber brachten ihre Last m dem dem Russen eigenen langsamen Tempo und. unter öfterem Ausruhen zu oem mehrere Kilometer rückwärts befindlichen Hauptverbaiidplah, und nachdem sie den Verwundeten abgeheuert Hatten, war selbstverständlich eine neue ErHolungspause erforderlich, die sie oft dazu benutzten, in ihren Theetöpfen sich den labenden Trank zuzubereiten. Ereignete es sich dann auf dem Rückmärsche, daß die. Japaner gerade das Gelände hinter der Front unter Feuer hielten, so entstand ein weiterer Aufenthalt dadurch, daß sie sich im Schutze emer Dorfmauer oder hinter den häufigen chinesischen Grabhügeln niederließen, um erst abzuwarten, bis diese verdreh 'e Laune des Gegners vorubergmg. Manchmal aber kehrten sie gar nicht zurück. Es fehlte den Russen an jedweder Aufsicht auf dem Schlachtfelde, hinier der Front der kämpfenden Truppen ebenso, wie es an einer Straßen- und Marschvolizei fehlte. Während der Kampfe am Tummlmg sah lch am Morgen nach der Erstürmung der kleinen Sobka lange, lange Zuge von so!chen Krankentransporten mit Hunderten von Trägern durch das offene Thal im Angesichts des Gegners zurückziehen. U'ebrigens schössen die Japaner nie auf Verwundetentransporte. Ein Divisionskommandeur, mit dem ich mich über diese allzu zärtliche Fürsorge unterhielt, mißbilligte ebenfalls den gefährlichen Abgang von Feueraewehren aus der Gefechtsfront und hatte semerseits Maßregeln dagegen ergrissen, aber auch er hieli es nicht für zuviel, wenn für einen am Fuße oder Bein verletz'en Mann, der zwar noch gehen konnte, aber dazu einer Unterstützung bedürfte, zwei Helfer abgetheilt wurden. Daß es unter Umständen erforderlich sein könne, leichter Verwundete zunächst nur b'.Z hinter die nächste Deckung zu bringen, wenn die Zahl der etatsmäßigen Krankenträger (16 in jeder Kompagni) nicht ausreiche, wollte ihm gar nicht in den Sinn. Uebrigens hatte man im russischen Heere eine große Angst, irgend einen Verwundeten in die Hände der Japaner fallen zu lassen. Aelmliches wird vielleicht bei allen Heeren sich zeigen, aber im russischen hat meiner Ueberzeugung nach nie mehr als die Hälfte der vorhandenen Gewehre die Schlachten durchgeschlagen. Die russischen Gefechtslinien entbehrten darum in hohem Maße der Tiefe und der nachhaltigen Kraft. So waren die russischen Angriffe oft mehr ein Versuchen als ein ernsthaftes Anpacken, und das erklärt ihre häufigen Mißerfolge. Zwei Kompagnien am Fuße der großen Sobka zählten am Abend noch je 60 beziehungsweise 63 Gewehre; zu dem für die Nacht beabsichtigten Sturm standen aber nur noch 30 beziehungsweise 38 zur Verfügung: einige ahmen für den Küchenwagen, als Burschen der Offiziere und als Ordonnanzen ab, der Rest Hatte sich verkrümelt," als das Wort Sturm ertönte. Inr Zweikel. Alte Kokette: ...Mir Habn letztes Jahr drei Zigeunerinnen prophezeit, daß ich einen Mann krieaen würde! Das Jahr ist zu Ende und sch habe noch keinen! ... Nun weiß ich ich?, sind die Zigeunerinnen so unzuverlässtg oder die Männer?"

E r CA

Der Vlns os Cardul ist eine Medizin für alle Frauen. Er baut die Kräfte einer Frau auf und macht sie für alllj ihre Pflichten tüchtig. Wenn sie leidend ist, dann bringt er ihr beste Gesundheit. Wenn sie krank ist, dann kurirt er sie von solchen Leiden, wie unregelmäßiger Monatsfluß, nieder, drückende Schmerzen und alle weiblichen Schwächen. Sie brauchen aber nicht erst krank zu sein, um den Wtai os Cardul zu gebrauchen. Dieses natürNche Frauen-Stärkungs Mittel ist zu jeder Zeit zuträglich. Periodischer Gebrauch des Win os Cardul thut den meisten Frauen noth, ttelchs mit Gesellschaftspflichten belastet sind, und Frauen, welche junge Kinder zu pflegen haben, und ihre Arbeit selbst verrichten müs, sen. Sie finden, daß dieses berühmte Stärkungsmittel ei wohlthuendes Gefühl erzeugt, wenn sie matt, nervös und er schläfst sind. wollen 8te anen versuch mit Wine ol Cardul machen? Alle Apotheker verkaufe SI.'OV-Flaschen.

Vom Zakaien nun Hofrath. Als Marie Antoinette einst mit einer von ihren Hofdamen eine Ausfahrt unternahm, und zwar in einer offenen, mit vier raschen Pferden bespannten Equipage, schwirrte summend plötzlich eine dreiste Biene in den Wagen und immerfort um die Köpfe der beiden hochfrisirten Insassinnen herum. Die Königin und deren Begleiterin versuchten eö vergeblich, mit lhren Fächern das Thierchen zu verscheuchen. Es wurde dadurch nur noch wilder und versetzte schließlich der dabei entsetzt aufschreienden Hofdame einen Stich in di: Wange. Da neigte sich auf einmal der Arm des einender beiden hinten auf dem Wagenbrett stehenden Lakaien in die Kalesche hinein, fing mit raschem geschickten Handgriffe die tückische Biene und warf sie hinaus. Bravo, tapferer Eampan!" rief beifällig die Königin.' Hätten Sie -es nur eine halbe Minute früher gethan, bevor das blutdürstige kleine Geschöpf das Unheil anrichtete! Thut es sehr wehe, liebe Gräfin?" Ach ja!" seufzte die Hofdame. Ihre Wange ist an der Stelle, wo Sie den Stich empfangen haben, stark geröthet." Ja, da schmerzt es." Wünschen die Frau Gräfin es selbst zu sehen?" fragte, ehrerbietig der Lakai. Ich habe ja leider keinen Spiegel fei mir." H5 ist einer." Eampan zog aus seiner Tasche einen zusammenklappbaren kleinen Handspiegel und überreichte denselben. Die Gräfin blickte hinein und murmelte: Das ist ein böser Stich. Meine Wange wird aufschwellen." Am besten ist es, wir fahren sogleich nach dem Schlosse zurück," meinte die Königin. Kutscher, wenden Sie um!" Der Leibkutscher wollte eben den Befehl befolgen, da sagte Eampan bedächtig: Wenn die Frau Gräfin einige Tropfen Salmiakgeist auf ihr Taschentuch träufeln und damit die entzündete Stelle auf der Wange betupfen wollte, so würde sie sogleich erhebliche Linderung des Schmerzes verspüren." Sehr wahr. Eampan," sprach die Königin. Aber um das thun zu können, müßten wir Salmiakgeist bei der Hand haben, und das ist leider nicht der Fall." Ich bin damit versehen, Majestät," versetzte der Lakai. Für etwaige Be-darfs-und Nothfälle trage ich immer eine kleine Taschenapotheke bei mir." Er brachte ein ledernes Etui zum Vorschein, welches -einige zierliche kleine Flacons enthielt. Eines dieser Fläschchen überreichte er der Gräfin. Es enthält Salmiakgeist," sagte er. Wahrhaftig, Eampan, Sie sind ein vortrefflicher und aufmerksamer Diener!" rief Marie Antoinette. Wie gut ist es, daß Sie vorsorglicher Weise an dergleichen zu denken pflegen!" Die Gräfin betupfte ihre Wange mit Salmiakgeist, linderte dadurch die Schmerzempfindung, und die Fahrt konnte fortgesetzt werden. Eampan war in der That ein merkwürdig vorsorglicher Mensch. Es lag wohl so in der Besonderheit seines ordnungsliebenden und etwas pedantischen Wesens. Vielleicht aber war auch etwas schlaue Berechnung dabei. Auch bei anderen Gelegenheiten hatte er immer das Nöthige, was gerade gebraucht wurde, in irgend einer von seinen Taschen. Zerriß eine Prinzessin oder eine andere vornehme Dame an einer Dornenhecke ihr Kleid, so wurde gerufen: Eampan!" Zu Befehl!" Haben Sie Stecknadeln bei sich?" Jawohl." Vielleicht auch Nähnadeln und Seidenzwirn? Habe ich auch." Und eine kleine Scheere?" Auch die." Und er brachte alles Gewünschte aus seinen Taschen zum Vorschein, zur Heiterkeit und Zufriedenheit der Königin und ihrer Damen. Seine unerschopf lichen Taschen wurden zuletzt bei Hofe sogar sprichwörtlich. Man interessirte

D)nr)n j Ju uUvJ)

und in den daß er ein recht gebildeter Mann sei, der auch die Feder geschickt zu führen wisse. Man kam also zu der richtigen Einficht, daß der brave Eampan wohl für einen besseren und wichtigeren Posten die geeignete Persönlichkeit sei. Die Königin ernannte ihn daher zu ihrem Privatsekretär mit dem Titel eines Hofraths. Auch in solcher Eigenschaft zeichnete er sich vorteilhaft aus durch hechf : Pünktlichkeit, Genauigkeit und Sorg-, fält. Er dachte stets an alles, vergaß oder versäumte niemals irgend eine Angelegenheit, und versah alle Obliegenheilen des ihm anvertrauten Amtes zur vollkommensten Zufriedenheit feiner hohen Gebieterin. Seine Schwiegertochter war die Kamnierzofe Marie Antoinettes, Je-' anne Luise Henriette Genest, die durch ihre interessanten und historisch werthvollen Denkwürdigkeiten über das. Privatleben der Königin Marie Antoinette" sich später sehr bekannt und berühmt machte. Ein nnbrschricbcncs Blatt. Ter neue russische Minister dcS Inneren, eine bisherige Thätigkeit. Wenn der neue russische Minister des Inneren, Alexander Grigorjewitsch Bulygin vorläufig auck noch ein unbeschriebenes Blatt ist, so gibt doch seine Ernennung für den wichtigen Posten der Vermuthung Raum, daß man in den höchsten Kreisen Rußlands noch nicht gewillt ist. neue Pfade einzuschlagen und die Hoffnungen, welche die dortigen Liberalen an die Amtsthätigkeit des Vorgängers Vulygins. Fürst Swiatopolk-Mirski, geknüpft hatten, zu erfüllen. Bulygin, der 55 Jahre alt, sehr reich und unabhängig ist, war bis vor kurzer Zeit Gehilfe des ermordeten Generalgouverneurs von Moskau, Großfürst Sergius, dessen Todfeindschaft gegen alle liberalen Bestrebungen bekannt wär und dessen AmtsWWKS WßWU :i?ifes Vr::::::vViSÄÄÄLLt?? WWUhM. mMM. .H Itsk iJS. $W mßmrk t jrt Alexander Grigorjewitsch Bulygin. führung die Anschauungen des Altrussenthums zum schärfsten Ausdruck brachte. Alexander Grigorjewitsch Bulygin ist ein Zögling der Petersburger Rechtsschule und hat eine Reihe juristischer Aemter bekleidet, bis er 1887 Gouverneur von Kaluga wurde. Man schreibt Bulygin, der Hofmeister und Reichsrathsmitglied ist. einen strengkonservativen Charakter, Festigkeit und Selbstbewußtsein zu. Ob er staatsmännische Fähigkeiten besitzt, muß sich, wie bereits angedeutet, erst zeigen. Während des 'Schlafes erblindet ist eine bejahrte Wittwe in Solingen, Rheinprovinz. Sie hatte sich am Abend völlig gesund in's Bett gelegt; während der Nacht trat Grüner Staar ein. In dem Dorfe Meavy, England, sieht eine alte Eiche, welche schon unter der Regierung des Königs John grünte und der voraussichtlich noch eine lange Lebensdauer beschieden sein dürfte, obwohl .sie durch vier Stützen aufrecht erhalten wird. , (Gewähnt., Was, jetzt nach zehn Jahren müssen Sie noch eine Landwehrübung mitmachen? Da wird Ihnen aber das Gehorchenmüssen unangenehm sein!" O nein, ich bin ja verheirathet!"

...:.:: i--fc:t;tw.tp? ? j ,V. Vk ;.-. WMMWÄÜK

l

:'.iAmwva wmr.. Asjte-.

lXuehe.

o r -v

Eine eigenthümliche und verwickelt? Heirathsgefchichte wird aus Menominee, Mich berichtet. Die dort wohnende Frau Mary Eondee machte die Entdeckung, daß ihr erster Mann, den sie fei: fünf Jahren todt wähnte, noch lebe. Da sie sich aber seit der Zeit mit einem anderen Manne verheirathet hatte, so ließ sie sich kurz entschlossen von ihrem ersten Manne scheiden und mit ihrem zweiten Gatten noch einmal trauen. Frau Eondee hatte sich vor Jahren mit einem gewissen Eon'-ik: trauen lassen, der sie aber verließ, nachdem sie ihm zwei. Kinder geboren hatte. Bald darauf wurde sie von den Eltern des Deserteurs benachrichtigt, daß ihr Gatte gestorben sei und sie Geld zur Bestreitung der Beerdigungskosten schicken möchte. Dies geschah und die Frau heirathete nach einem Jahre einen gewissen Wilfred Easteel, mit dem sie 5 Jahre in glücklicher Ehe lebte, als dieser Tage die Nachricht eintraf, daß ihr erster Gatte noch lebe. Sie ließ sich jetzt von diesem scheiden und wieder mit ihrem zweiten Gatten in aller Form trauen. Schlau.' KundZn: Mit der Zahnburstt haben Sie mich angeführt, nicht einmal drei Monate hat sie gehalten." Händler (galant): ,Was die gnädige Frau aber auch für eine.Men ge Zähne zu putzen haben!" M i ß v e r st ä n d n i ß. Haus arzt (zur seetüchtigen Patientin): In ein Seebad müssen Sie unbedingt, ber ich schwanke noch zwischen He ringsdorf, Swinemünde, Borkum und Ostende!" Patientin: Ach, das ist herrlich; da kann ich mir ja gleich ein Rundreifebillet nehmen!" Zumuthung. Dorfpolizist (zum Vagabunden, ihm sein Notizbüchel hinhaltend): Du, Kerl, mich friert so sehr in die Finger, schreib' mal da in das Notizbüchel, wo Du her bist und alles daß D' aber net , lügst!" H mm m Umkehr. Abgebrannter (nachdem er mit dem Revolver herumgefuchtelt): Was? Ich will mich erschießen, weil ich kein Geld habe! Ist denn der Revolver kein Werthgegenstand?"... (Rennt schleunigst über dieStraße und versetzt ihn.) Ein Tranmist. inNorfolk, Conn., dem 71jährigen Grove Aale, welcher seit fast einem halben Jahrhundert total erblindet war, verhängnißvoll geworden. Aale hat sich während des Schlafs mit einem Revolver, welchen er stets unter seinem Kopfkissen hatte, durch das Bein ge, schössen, indem er träumte, daß er von Weselagerern angegriffen werde.

' M

J l 'Sl

sich für ihn und brachte es bald heraus.