Indiana Tribüne, Volume 28, Number 169, Indianapolis, Marion County, 10 March 1905 — Page 7
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Jndlana Tribüne, 10. März 1903.
3m Aampfs mit dem Schicksal. Roman von SttaS tt. Hocking, übersetzt von B. Treumann'ttoner.
( ttoitsetzung.) - " . Aöc? er weiß sicher, wer du bist," sprach Jasper; der, und gewiß noch viele andere. Wo du tagtäglich hier zur Schule kommst, da kennt dich gewiß schon ganz Stamer. Ja, ja, die Stadtleut' verstehen stch aufs Auskundschaften." Nach dieser allgemeinen Betrachtung Jaspers war nicht weiter zwischen ihnen von dem unbekannten Stadtherrn die Rede aewesen. Inzwischen war der Winter herangekommen mit den kurzen Tagen, und Eva hatte wieder ihren ritterlichen Begleiter. Aber die Unterredung zwischen Reginald Mayne und Hans Milwar!) sollte diesem Verkehr eine neue, gewis sermaßen eine reale Basts geben. We nigstens dachte der junge Anwalt so. Er hatte jetzt einen legalen Beweggründ, ja sogar die Pflicht, seiner kleinen" Freundin persönlich näher zu treten und stch auf dem Crantockhose späterhin in aller Form vorzustellen. Vorher galt es, ste in unbefan gener Weise auszuhorchen, und noch heutt wollte er den Versuch machen. Zu gewohnter Zeit stand er also an seinem Bureaufenster. Alle Schulmädchen gingen vorüber, nur Eva kam noch immer nicht. Das Tageslicht schwand schnell dahin, und der Laternenanzünder begann seine Runde. Da endlich ließ Eva stch blicken. Wenige Minuten später wanderte Reginald auf dem dunkeln Landweg ihr nach. Sie hörte seine Schritte und blieb stehen. Ach, wie gut, daß Sie kommen," rief ste erfreut, der abscheuliche Herr de Graff hat mich so lange in der Klavierstunde behalten." - Ich habe dich etwas fragen wollen," sagte er etwas ernster als sonst. Und ich wollte Ihnen etwas erzählen," erwiderte ste. Nämlich mein Bruder Hans lebt er war wenigstens vor - drei Jahren noch am Leben " und in einem Athem war die ganze Geschichte heruntergehaspelt. Ei, das interessirt mich außerordeutlich," sprach der junge Mann, als ste innehielt. Kannst du mir nun auch wohl sagen, was du von deiner Mutter und deinen ersten Lebensjahren noch weißt oder gehört hast?" Warum fragen Sie mich das?" Ich habe meine Gründe, die ich dir nicht alle nennen kann. Du mußt wissen, ich bin Rechtsanwalt." Ein Rechtsanwalt? Und der Onkel Jaspe: hielt sie für einen Doktor." Und du glaubtest, ich sei ein Schneider, weißt du noch? Ach was! Das dacht' ich ja nur einen Augenblick. Aber daß Sie ein Rechtsanwalt stnd, sinde ich sehr nett." Was findest du denn daran so nett?" Ich meinte nur so. Aber ich denke, nur Mädchen fragen so viel." Mädchen und Rechtsanwälte stellen viele Fragen. Wollen Sie mein Anwalt sein fragte sie. V Wenn du meine Klientin werden willst, gern." Ei, das wird hübsch." Dann mußt du aber jede Frage be antworten, die ich dir stelle." Zuerst, wie alt ich bin, nicht wahr?" Natürlich muß ich das wissen." Nun denn erst vierundzwanzig. Und wie alt stnd Sie?" Vierundzwanzig?" Was? Sie wollen auch vierund zwanzig sein? Wer das glaubt? Drei ßig sind Sie wenigstens." Ich hab' doch nicht mein Alter gemeint? lachte er gutmüthig. So? Also meines? Wie' unhöflich. Denken Sie, daß ich noch alter bin? Rechtsanwälte dürfen nit immer sagen, was ste denken," belehrte er ste scheinbar streng. Ach! Ich möcht' aber gern wissen, siM hinJeu Nun aber höre auf mit bernel Querfragen. Wie soll ich dabei etwas aus dir herausbekommen? Aus mir ws heraus haben wollen Sie? Wie neugierig, hahaha! Nr warte ich werde dich " .Erst mich fangen!" Und wie der Wind war ste davon, den Weg entlang. Er blickte ihr seufzend nach. Wie kam es nur, daß er dieses sonmge We sen mit den lachenden Augen so innig liebte; ein Kind, das noch so gar keines Verständnisses, nicht der geringsten Würdigung seiner Liebe fähig war. Von einem Juristen kaum zu glau , ben," sagte er in grimmiger Selbstver spottung zu stch. Unsereiner soll kühl und nüchtern denken, und da bin ich mit scchsundzwanzig Jahren der Sklave dieses übermüthigen kleinen Mädchens. Ein wahres Glück, daß niemand drum weiß. Sonst Ainge mein ganzer Advokatenruf flöten. Ein weites Stück lief Eva nicht, und auf dem übrigen Ende Wegs war sie ganz vernünftig. Obgleich ste aber alle Fragen ihres Freundes ernsthaft beantwortete, erfuhr er nicht viel mehr, als er schon durch Hans wußte. Tante Lea, io meinte sie indessen, wurde ihm o, so viel erzählen können. So werde ich nächstens' deiner Tante eincn Besuch machen. Und
dann fatzte er ihre kleine 'Hand und j
hielt' sie emen Moment in der seinen. Mit einem leisen Gute Nacht, Eva" wandte er sich ab und war im' Dunkel verschwunden. Wäre Eva zwei Jahre älter gewesen, so hätte sie vielleicht gewußt, was sein Handedruck bedeutete, und ,yr Herz hätte ihr gesagt, was in dem weickzen Ton seiner Stimme laa. Sie war aber noch zu sehr Kind, um die Symptome der Liebe zu verstehen. Ihr Herz blieb unberührt von -der tiefett Leidenschaft, die zugleich Glück und Schmerz birgt, deren Flamme oft mehr brennt als wärmt, und vielen statt des errräumten Paradieses bittere Kümmernisse bereitet. Laster körte sie sinaend ms aus treten, und sein ernstes, nachdenkliches Gestcht wurde heiter. Strahlend kam te in die Stube und reichte ihrem Pflegevater den Mund zum Kuß. Du bist lanae ausaeblieven. Kmo, ; sslsite er. mit der Karten, fckwieliaen Hand zärtlich über ihr Haar streichend. Daran ist Herr de Graff schuld, der .nicht- pünktlich zur Stunde heimam. .Na. laß nur gut sein. Wir haben aber schon mit dem Thee gewartet." Und ick bab auch einen furchtbaren Appetit darauf," lachte sie und flog die Treppe hman. EinundzwanzZgstes Kapitel. Schatten der Vergangenheit. Neqinald Maync ging mit einer vielleicht zu weit getriebenen Vorsicht zu Werk. Er wollte Evas Seelenruhe nicht stören, ehe er einen triftigen Grund dazu sah. Ein schon erfahrener, bejahrter Advokat würde die Sache wohl etwas energischer betrieben haben. Und ein Einheimischer wäre auch eher zum Ziel gekommen. Der junge Mann besaß lvenig LokalkenntNlsse, wie hatte er wissen sollen, was vor fünfundzwanzig Jahren in Stamer Stadtgespräch war. Er kannte Jsaak Pengarth wohl dem Namen nach, aber er hatte stch nie genug für den Alten interessirt, um nach dessen Vergangenheit zu fragen. Ter Mann genoß noch denselben Ruf, wie ehedem. Direkte Unehrenhaftigkeit konnte ihm niemand nachweisen, doch Gutes sagte Wen ihm auch Nicht nach. Nie Ware es jemand, der in Noth und Sorge steckte, in den Sinn gekommen, sich an ihn um Hufe zu wenden. Im Gememderath wurde der Besitzer von. Stamer-Höh als ein nützliches Mitglied erachtet, wenn es galt, den Widerpart zu halbiert, sobald einmal das Gemüth bei der Majorität mitsprechen wollte und das Herz mit dem Kopfe durchzugehen drohte. Jsaak war kein Gemüthsmensch, jegliche Theilnahme für andere war ihm fremd. Er kannte nur einen einzigen Maßstab das Geld. Und in diesem Punkt hatte er nach der Stameriten Meinung . unverschämtes Gluck. Er hatte zweimal aehelrathet. jedesmal mit Geld, und in beiden Ehen hatten die Frauen ihn mit ihrem Vermögen schalten und walten lassen, rr -Y- ?? . , v w lill) uoeroaupi in auem oone muxxtn seinem Willen gefügt. Sodann war ihm alles geglückt, was er mit dem Gelde unternahm, daß er sich je einmal verspekulirt hätte, wußte sich keiner zu erinnern. In seinen FamilienverhältNissen ging ihm alles nach Wunsch Sein einziger Sohn Tom war ein solider und äußerst sparsamer Mensch, und seine Stieftochter Emmy Dean hatte einen hergelaufenen Menschen gcheirathet und war bald darauf gestorben, ohne Kinder zu hinterlassen, wie allgemein angenommen wurde. Im Elend war sie gestorben, daran zweifelte Niemand. Gluckliche Menschen lassen von sich hören und kehren zurück, um sich in ihrem Glück zu zei--gen. Die gescheidten Leute in Stamer hatten es ja auch gar nicht anders ervartet. Ach Gott, die arme Emmy! um mitleidiges Achselzucken. Und dann war sie vergessen. Wann und woher eigentlich das Gerücht ihres Todes gekommen, das wußte kein Mensch mehr. Der einzige, der es hätte sagen können, war Jsaak Pengarth selber, und aus dem war nichts herauszubringen. Jemand hatte mal die Frage an ihn gewagt: Eure Stieftochter ist ja wohl gestorben?" Ein eisiger Blick, und die mürrische Antwort Jawohl, gestorben!" Und damit kehrte er dem Frager kurzweg den Rücken. Und jetzt war über En:my Deans traurige Geschichte längst Gras gewachsen. Für die Leute in Stamer war sie nämlich immer Emmy Dean geblieben. Daher konnten Reginald Maynes Erkundigungen nach .einer Frau Milward zu nichts führen. Endlich ging er zum Pfarrer und bat um Erlaubniß, im Kirchenbuch nachschlagen zu dürfen. Als er den Namen nannte, schüttelte der Geistliche den Kopf. Seines Wissens war keine Familie Milward im Kirchspiel wohnhaft gewesen indessen vielleicht vor seiner Zeit. Er war erst vierzehn Iahre hier im Amt. So faß der junge Anwalt denn -stundenlang bei der interessanten Durchsicht sämmtlicher Geburten, Trauungen und Todesfälle, die sich um die Zeit vor etlichen zwanzig Jahren in Stamer zugetragen hatten. Die moderig riechenden dicken Folianten gaben die gewünschte Auskunft nicht, und gerade wollte er, enttäuscht und abgespannt, die kalte, dumpfige Sakristei verlassen, als sein Blick auf eine Eintragung fiel, die in schon fast
verblichener Schrift einen ihm bekannten Namen auswies die Trauung Israel Pomerys, des ältesten Einwohners der Stadt. Der war fein Mann! Warum er nur nicht früher an den alten Schuhmacher gedacht hatte, der die Stadtchronik der Stameriten wie kein anderer kannte. Bitte, sprechen Sie nicht über meine Nachforschung," sagte er zu dem Geistlichen, der ihn über den Kirchplatz begleitete. Selbstverständlich nicht, aber wenn ich Ihnen irgendwie dienen kann, verfügen Sie über mich." Sehr gütig, Ehrwürden. Werde nicht verfehlen" und hastig, ohne dem guten Pastor, dem die eugier auf dem Gesicht stand, Zeit zu theilnehmenden Fragen zu geben, verabschiedete er sich und ging nach seinem
Bureau, um seinen neu gefaßten Plan zu überdenken. Am nächsten Tage begab er stch nach Pomerys Werkstatt. Der Alte freute stch nicht wenig über den Besuch des feinen Kunden, der schon aus dem Grunde seme Hochachtung genon, mD er seine Stiefel nach Maß bei ihm bestellte, und den neumodischen fertigen Kram des Schuhwaarenladens schrägüber verschmähte. Der zunge Rechtsanwalt hatte es nicht schwer, nachdem die etwas umständliche Prozedur des Maßnehmens beendet war, die Unterhaltung in Fluß zu bringen. Der biedere Israel liebte nichts so sehr, als über alte Zeltan zu plaudern, besonders wenn er dabei allein das Wort führen konnte. Reginald ließ ihn eine ganze Weile fortschwatzen. Endlich warf der aufmerksame Zuhörer die Frage hin: Sie scheinen zu Ihrer Zeit aber auch alle Leute gekannt zu haben, wenigstens alle Leute in Stamer. Erinnern Sie sich vielleicht eines gewissen Milward?" Milward Milward? In Stamer hat's keine Milwards gegeben?" Zeitweilig muß der Mann aber doch hier gelebt haben. Er hat, glaube ich. seine Frau hier kennen gelernt, die eine Stamerin war." So? Wie mag die denn vorher geheißen haben?" Das weiß ich nicht." Was hatte der Milward hier zu thun? Was war sein Stand und sein Gewerbe?"' Maler Kunstmaler, so viel ich weiß." Das ist so einer, der Bilder malt, nicht wahr? Wie lange ist die Brautschaft. wovon Sie sprechen, denn her gewesen?" So einige zwanzig Jahre." Israel schüttelte den Kopf und sann nach. Ich wüßt' bloß von einer, die einen Maler zum Mann genommen hat, und das ist an die dreißig Jahe her," sagte er nach einer Weile. Das arme Ding ist bald darauf gestorben." Hat ste Kinder hinterlassen?" Kein einziges. Wie immer hat der Jsaak auch darin Glück gehabt." Jsaak? Welcher Jsaak?" Na, wer denn anders, als der Jsaak Pengarth? Keinen Jsaak sonst kennt man um Stamer herum." Und das junge Mädchen, von der Sie sagten, daß sie vor dreißig Iahren einen Maler geheirathet hat, war das feine Tochter?" Seine nicht, aber von seiner Frau war sie die Tochter. Sie müssen nämlich wissen" und nun kam eine umständliche und noch mit Zusätzen ausgeschmückte Geschichte, die aber leider in den wesentlichsten Punkten nicht recht mit Reginalds Daten übereinstimmte. Der alte Schuhmacher konnte sich des Namens von Entlly Deans Malersmann", wie er sich ausdrückte, aar nicht erinnern. Abe Milward nein;, so hieß er sicher nicht. Und dann war John Deans Tochter bald nach ihrer Hochzeit gestorben, hatte auu seine Kmder aebabt." So endete die Unteroältuna. und der Anwalt sagte sich, als er die Werk statt verließ: Wieder mal nicht die richtige Fährte." Und doch dies und jenes, was der Alte vorgebracht hatte, gab dem jungen Mann zu denken. Die Folge war, daß er am nächsten Tage seine Forschungen nach verschiedenen Richtungen hin fortsetzte. Ihn leitete eine neue Idee. Aber was er im Sinne hatte, behielt er streng für sich. Auch vermied er, viel auf einmal und von denselben Personen zu erfragen. . Inzwischen hatte Jsaak Pengarth einen mächtigen schreck bekommen, ei nen Schreck, wie ihm all seine Lebtage noch nicht widerfahren war. Seme Winterstiefel bedurften der Ausbesserung, und er ging überdies gern zu dem alten Schuhmacher, der noch ein Jugendgesahrte von thm war. Die beiden Grauköpfe wurden nicht müde. lhre gemeinsamen Erinnerungen auszukramen. Meister Pomery, der schon lange nicht mehr selbst auf dem Schu sterschemel saß, aber doch ein wachsa mes Auge auf die Gesellen hatte, führ te seinen Besucher sofort in das gemuthliche Hinterstubchen, von wo er stets die Werkstatt übersehen konnte, zu einem, ungestörten Plauderstund chn. Bald waren die Pfeifen angetaucht, und wohl eine halbe Stunde hattenJsrael und Jsaak geschwatzt, als ersterer seinem Gast den erwähnten Schreck ermagte. Es war eine kleine Pause in der Unterhaltung eingetreten, die der Schuhmacher mit der Frage unterbrach: Sag' mal, Jsaak, hat der Mensch, den dazumal John Deans
Tochter heirathete, wohl Milward ge
eiizenz Mit einem Ruck richtete Pengarth sich aus seiner Sofaecke auf. Wer hat dir gesagt, daß er Milward hieß?" rief er sichtlich erreat. Niemand ich memte nur so." Was geht's dich denn an?" sprach der andere bissig. Na, na: ich dacht' mir Nichts weiter dabei. Und auf 'ne höfliche Frage hätt' ich mir folch einen Anschnauzer nicht vermuthet." Ach. Israel," sagte jetzt Pengarth in begütigendem Ton. Du darfst mir's nicht übelnehmen. Die alte Wunde schmerzt noch immer, wenn sie berührt wird. Die Unselige mag sie in Frieden ruhen bat uns viel Kummer bereitet, als sie heimlich mit dem elenden Wicht davonlief, und mehr noch grämten wir uns über ihren Tod. Wir sprechen niemals mehr von der traurigen Geschichte, und der Name des erbärmlichen Burschen, der das Unglück über uns gebracht hat', wird in unserem Hause nicht aenannt. Als du ihn aussprachst, durchfuhr es Mich wie ein Dolchstotz. Du begreifst also, Israel. Aber wie in aller Welt bist du darauf gekommen?" Bloß durch ein Gespräch mit einem guten Kunden von mir, Rechtsanwalt Mayne. Wir redeten über dies und jenes, aus den alten Zeiten. Und da fragt er, ob ich was wüßt von einem Milward, der eine Stamerin geheirathet hatte, ein Maler fei s gewesen.' Ich konnt' mich erst nicht entsinnen, und dann fiel mir die alte Geschicht' Mit der Emmy ein, und ich hab' aefragt, wann die Heirath gewesen sein sollt'. Zwanzig Jahr' ei's ber. sagt' er darauf. Nein, hab' ich da gesagt, die Emmy Dean hatr zwar einen Malersmann geheirathet, aber vor dreißig, nicht vor zwanzig Jahr, und Milward nein, so hab' er sich nicht genannt." So, so, und weiter hast du nichts gesagt?" Wahrhastig, kein Wort, betheuerte Israel. Aber es wollt' mir nicht aus den Gedanken seitdem, und ich konnt' den Namen, den richtigen, nicht finden, fo viel ich mir auch den vergeßlichen alten Kopf zerbrach." Thut nichts, Israel, laß doch die Todten ruhen. Und der Lump ist wahrlich nicht werth, daß ein ehrlicher Mann noch von ihm spricht. Was mag den Rechtsanwalt nur zu der Frage veranlaßt haben?" Das kann ich dir Nicht sagen, sehr schien ihn die Sache auch nicht zu ineressiren. Er meinte, es müßt' wohl also ein anderes Madchen gewesen sein." Kommt auch nichts daraus an, was mich aufgeregt hat, war bloß die'plötzliche Erinnerung, weißt, du. Und die Stiefel, Israel, bekomm' ich doch bald, ich brauch' ste nothwendig." Mit kurzem Gruß gmg er davon und steifnackig überschritt er die Straße. Aber er war durchaus nicht so beruhigt, wie er sich stellte. Er suhlte - ne seltsame Unsicherheit in den Beinen, und das Herz klopfte ihm noch einmal so stark, wie sonst. Wenn sie doch nicht gestorben ware," murmelte er vor sich hin. Aber n:in sie hä'tt'.doch wohl mal wieder an ihre Mutter geschrieben. Ja, ja, sie ist todt, ste muß todt sein." Je mehr er stch indessen seine Besorgniß auszureden suchte, desto aufgeregter wurde er, und als er sein Haus erreicht hatte, war er dem Umsinken nahe. Seit wie langen Jahren hatte er sich als unumschränkter Herr des Eigenthums von John Dean gefühlt, das ihm zugefallen war, ohne daß er nur den Finger danach ausgestreckt hatte! Niemand konnte sagen, daß er etwas dazu gethan hätte, wie die Dinge sich gestaltet. Es war alles von selbst geschehen, er hatte nur ebeic nichts gethan . Jetzt war seine Frau altersschwach, sast immer bettlägerig, aber wenn sie auch dispositionsfähig gewesen wäre von ihr hätte er keine Einmischung zu befürchten gehabt. Für den Fall ihres Todes Ware allerdings laut Testament ihres ersten Gatten alles der Tochter Emmy zugekommen, aber wenn weder sie, noch ihre Kinder sich meldeten, wenn sie verschollen blieben, fo war eben kein Anspruch nachweisbar, mithin auch niemand imstande, ihm den Besitz streitig zu machen. Sagt doch schon ein altes Wort: Sei im Besitze, und du bist im Recht." Und nun diese jähe Erschütterung seines Glaubens an seine Besitzrechte! Ihm war zu Muthe, als schwanke der Boden unter ihm, als drohe ein Erdbeben, ihn zu vernichten. Wie war nur der Anwalt zur Kenntniß des Namens Milward ge langt? Was bedeutete seine Ausfrage rei? Nechtsanwälte stecken nicht aus purer Neugier ihre Nase in die Privatangelegenheiten anderer Leute." Bringe mir ein Glas Wasser, aber rasch," befahl er der Magd, die ihm das Haus öffnete. Ich bm wohl et was zu schnell aeaanaen." Kaum war er in seinem Zimmer, so fiel er keuchend m einen Lehnsessel. .Es steckt was dahinter," stöhnte er. Aber was auch im Werk sei, ich muß es heraus haben. Mag's biegen oder brechen, ich weiche nicht vom Platz. Bei St. Georg und seinem Drachen, ich setze Gewalt gegen Gewalt. (Fortsetzung folgt.) '
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vandalia Abgang St. Louiö Spcl., tägl .. 12 3033m St Loui5 Ltu taglich s d & b 6 60 rn Cavital Exvreb tag! b d 7 0093m St Louiö Ac tögl 7 2653m Ch St L Erpreß täglicy 6 s. 12 LONm St Louil Erpreß tägl 3 15N. ! H k singham Aee tägl. 4 00 Nm Et L gaft Matl täglich.... 8 3691
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