Indiana Tribüne, Volume 28, Number 169, Indianapolis, Marion County, 10 March 1905 — Page 3
Jndlana Tribüne, 10. März 1905
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er Fu-Paß
General Baron Kaulbars kann allein eine cntschcidcndc Niederlage licrhutcn.
Russische Bauern auf dem Krieslspfade. Die Bcnlcnpest in Indien. Hoch hat auch Opfer aus Nixdorf. Der Hochzeitstag deS Kronprinzen. - Die Vkinistcrkrise in Norwegen.
Kampf um Bahn l'i nie. M u k d e n, 9. März. Während der Nacht brachen, die Japaner durch die russischen Linien und beschädigten die Eisenbahnlinie. Die Russen trieben später die Japaner zurück und reparir ten die Bahn. Heute Morgen wurde der Kampf erneuert. ES wird gemeldet, daß ja panische Kolonnen weit im Norden in westlicher Richtung marschiren. Mulden, 9. März. Die Japaner haben heute früh die Brücke zum Fv'Paß am Hun-Jluffe bombardirt. Der Fu.Paß befindet sich zwölf Meilen östlich von Mulden. Die russische Ar. tillerie antwortete. Die Kanonade dau erte eine Stunde. Die Russen umgangen. Japanisches Hauptquar t i e r. über Fusan, 9. März. Die ja. panischen Umgehungskolonnen haben, von Westen kommend, die Bahn zwischen Mulden und dem Tie-Paffe zerstört. Die Russen ziehen sich über die nörd. lichen Straßen zurück. Die linke japanische Kolonne stand gestern bei Likampu, 7 Meilen nördlich vom Hun-Jluffe und 5 Meilen westlich von der Bahn. Dieselbe hatte einen heftigen Kampf mit dem dreifach überlegenen Feind zu bestehen. Das russische Zentrum zieht sich in großer Verwirrung zurück. Die Japaner griffen gestern das Dorf Pudisia an nordwestlich von den Kaisergräbern. Die Russen mußten sich zurückziehen. Gm. Nogi'S Armee legte bei der Umgehungsbewegung täglich 25 Mei len zurück. In Verbindung mit Oku'S Armee schnitt sie 80,000 Russen vom Tie.Passe ab. Die Japaner ließen eine russische Division in jener Gegend unbeachtet. Elft als die Umgehung vollzogen war, griffen sie die Division von allen Seiten an und vernichteten sie. Nördlich vonMukden. Tokio, 9. März. Trotz heftigen Widerstandes der Russen besetzten die Japaner Siaochitun, 5 Meilen nord westlich von Mulden, Pachiatzu, 2 Meilen nordöstlich' von Siaochitun und Santaitse, 5 Meilen nördlich von Mulden. Die Japaner zerstörten die Eisenbahn nördlich von Mulden. Bericht vom Rückzüge. St. P e t e r 5 b u r g , 9. März. Gen. Kuropatkin meldet von gestern: Der Feind hat auf dem rechten Ufer de5 HunFlusse5 die Offensive gegen Mulden von Nordwesten aus Norden ergriffen. Das Zentrum und die linke Fkanke unserer Armeen haben sich ohne Kamps auf die verschanzten Stellungen auf dem rechten Flußufer des Hun-FlusseS zurückgezogen. Rückzug abgeschnitten. Niutschwang, 9. März. Es wird berichtet, daß vor dem Tie-Paß die Japaner stehen und daß General Kuropatkin innerhalb einer Woche genötdigt sein wird, sich zu ergeben. Javanische V e r l'u st e. Tokio, 9. März. Man schätzt, daß die Japaner in den Kämpfen um Mukden 50.000 Mann verloren. Japan auf neutralem Gebiete. Tientsin. 9. März. Die Ja. paner haben verlangt, daß 450 Ton nen Reis nach Sinmintin geschafft werden. Falls dies nicht geschieht, drohen sie die Eisenbahn mit Beschlag zu be legen, weil die Ruffen auch Weizen ohne Widerspruch der chinesischen Be hörden nach Sinmintin schickten. Heute beschlagnahmten sie das Telegraphen amt dort. England bereit, im Trü ben zu fischen. St. Petersburg. 9. März, 11.55 Abends. Rußland ist stetig be. dacht, feine indische Grenze durch Mannschaften und Kanonen zu stärken. Sensationelle Gerüchte über Entsen düngen von Verstärkungen nach dem russischen Turkestan liefen vor zwei
bombardirt.
Monaten ein, wurden aber ossiziell ab. geleugnet. Die Associirte Presse ist nan in der Lage, die Wahrheit der Ge rächte zu bestätigen, durch Zeugniß von Reisenden, welche von Taschkent kamen. Zwei englische Ossiziere, welche die neuen Bahnlinien zu aufmerksam betrachteten, wurden von den russischen Behörden verhaftet. Für die deutscheSprache. St. Petersburg, 9. März. Die baltischen Provinzen, deren Russifika tion als vollzogen galt, verlangen, durch die jüngsten Ereignisse ermuthigt, die Wiederherstellung ihrer alten Rechte. Eine gut geleitete Bewegung verlangt. von den Adel und den gebildeten Klas sen unterstützt, die Wiedereinführung des deutschen Unterrichts in den Schulen und die Verwaltung der Provinzialge schäste durch eingeborene Beamte. Innere Lage Rußland'S. Berlin, 9. März. Anläßlich deS erneuten AuSbruchS deS GeneralftreitS in St. Petersburg beurtheilen die hie sigen Blätter die inneren Wirren in Rußland in durchaus pessimistischem Tone. Die meisten erklären, sie hielten jede Besserung der Lage für unmöglich, so lange den vielen ReformVerheißungen des Zaren nicht auch die entfprechenden Thaten folgen. AuS gewissen neueren Vorgängen sei zu schließen, daß das alte System von Lüge, Willkür und Betrug nach wie vor im Schwünge fei. Dieselben Männer, welche die Entfesselung der KriegSfurie verschulde ten und für die furchtbaren Niederlagen deS russisches Heeres und den Fall Port Arthur's verantwortlich feien, hätten wieder voll: Gewalt über den schwachen Kaiser Nikolaus erlangt, welcher von Neuem der Spielball der Bureaukratie geworden sei. Die jüngsten schönsärberischen Be richte aus RussischPolen finden hier keinen Glauben. Man weiß, daß neuerdings in mehreren OrtendaS Standrecht erklärt worden ist und daß nur das Massennufgebot von Militär und Polizei größere Ausschreitungen der erregten Bevölkerung verhütet. Ziemlich allgemein herrscht hier die Ueberzeugung vor, daß die revolutio näre Bewegung infolge der abermals gen offenkundig reaktionären Haltung der maßgebenden Kreise nicht mehr aufzuhalten sein wird.
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General Baron Raulbars. Mukden, 9. März. Auf General KaulbarS, dem russischen Heer, führer deutscher Abkunft, beruht die ganze Hoffnung der Truppenmacht Kuro. patkin'S. KaulbarS hat die verzweifelte Aufgabe, den linken Flügel der japa Nischen Armee unter Oku und Nogi zurückzuhalten. Gelingt ihm dies, so kann sich Kuropatkin noch halten.
B a u e r n - A u f st a n d. London. 10. März. Eine De pesche von Kieff meldet, daß eine Rotte von 300 Bauern südwestlich marschirt und die Edclhöfe auf dem Wege niederbrennt und plündert. Auch die Mi chailow'sche Zucker-Raffinerie im Tischernikoff'Diftricte wurde eingeäschert, ebenso die der Krone gehörige Dru ginsky'sche Nassinerie. Eine Abthei. lung Militär rückt den Bauern ent gegen.' Attentat. S t. P.e t e r S b u r g , 9. März. Oberst Pogonkitzky, Gouverneur der Provinz Kutaiß, ist beinahe das Opfer von Meuchelmördern in Sukhum ge geworden. ES wurden sechs Schüsse auf ihn abgegeben. Deutschland. Polizeischuleeröffnet. Dortmuud, 9. März. Hier in der Provinz Westfalen ist die erste Polizeischule eröffnet worden. In ihr wird Schutzleuten beruflicher Unterricht ertheilt. Spitzelüberall. Berlin. 9. März. Berlim wim. mclt gegenwärtig von Geheimagenten der revolutionären Partei Rußlands. Diese Agenten haben ein förmliches System ersonnen, um Waffen und Mu nition in großen Quantitäten üb.'r die russische Grenze zu schmuggeln, was ihnen auch in ganz überraschendem Maße gelingt, trotz der Wachsamkeit der russischen Polizei, deren Augen in vielen Füllen durch den rollenden Rubel geblendet werden. Das hiesige Cen tral-Comite der russischen Rothen ist nämlich, wie in eingeweihten Kreisen versichert wird, ganz unheimlich mit Geld versehen und weiß dasselbe seinen Zwecken entsprechend am richtigen Orte" zu verwenden. Setbstverstünd lieh geschehen die Ankäufe von Waffen und Munitionen, welche nach dem Osten spedirt werden, mit größter Heimlichkeit, die auch hinsichtlich deren Transport über die Grenze beobachtet wird. Rigokommt nachRewBork. Berlin, 9. März. Der bekannte Zigeunerprimas und BiolinBirtuose Rigo, welcher seit geraumer Zeit in Berlin konzertier, ist sammt seiner Ka pelle für die Sommermonate unter den glänzendsten Bedingungen nach New Vork verpflichtet worden. Die b a p a g'S ch i f f e. B e r l i n, 10. März. Hamburger Berichte melden, daß die Hamburg Amerika Dampsschiffgesellfchaft Mann schaffn für die von den Russen gemie theten 14 Schiffe anwirbt und Kohlen verladet. Feuerim Palais. Berlin, 9. März. In den Kohlenkellern unter einem Flügel des Reuen PalaiS zu Potsdam brach heute
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Morgen um 3 Uhr Feuer auS, das erst nach sechsstündiger Albeit von der
Feuerwehr gelöscht werden konnte. Zmei Feuerwehrleute wurden vellcht. Die kaiferl. Familie befand sich zur Zeit in Berlin. Im Rosenmonat. Berlin, 9. März. Nach halb. amtlichen Berichten wird die Hochzeit des Kronprinzen mit der Herzogin Cäcilie am 6. Juni in Berlin statt. sinden. Auflösung der oftamerika Nischen Kreuzerdivision. Berlin, 9. Mürz. Die Kreuzer division der ostamerikanischen Station wird mit der Heimkehr des großen Kreuzers Bmela", der schon seit letztem Sommer nach südwestasrikanischen Gewässern lommandirt war, um die Operationen deS Generalleutnants von Trotha gegen die rebellischen Herero zu unterstützen, aufgelöst. Die Bineta" war bekanntlich daS Flaggschiff, der Kreuzerdivision. Die in den ostamerikanischen Gewässern verbleibenden deutschen Kriegs schiffe sind fortan ohne einheitliche Leitung. Hoch's Opfer aus Rixdorf. Berlin. 9. März. Unter den Opfern deS Frauenmörders Hoch, der in Chicago unter Anklage gestellt ist, befinden sich zwei Rixdorferinnen. Die erste, Wittwe Walker, übersiedelte im Juni 1901 nach Thicago, wo sie Hoch heirathete und bald darauf starb. Die zweite, verehelichte Fischer, brannte im Jahre 1902 mit ihrem Liebhaber nach Amerika durch und ließ acht unmündige Kinder in Rixdorf zurück. Sie heirathete Hoch in Baltimore. Franlreich. P a r i S, 9. März. DaS Syndikat, welches es unternommen hat, die neue russische Anleihe von S100,000.000 unterzubringen, erklärt, daß die VerHandlungen in der Hauptsache abgeschloffen seien. Die Anleihe wird je denfalls nicht vor Mai auf den Markt gebracht werden. Die Zinsen werden wahrscheinlich etwas über 4 Prozent sein. Eine Räuberbande pro Z e s s i r t. Paris, 9. März. Die größte Anzahl von Verbrechern, welche als Bande zusammen, in Frankreich unter Anklage steht, sieht ihrer Prozessirung vor den Assisen in AmienS entgegen. Diese Bande war trefflich orzanisirt und führte seit einer Reihe von Jahren die frechsten Räubereien in beinahe allen größeren Städten Frankreichs aus. Durch einen Kumpan, der den Angeber spielte, gelang es der Gesellschaft habhaft zu haben. Es werden gegen 160 Zeugen, sämmtlich Opfer der Verbreche?, vernommen werden. Die Gefängnißwagen, in denen die Verbrecher ins Gericht gebracht werden, sind stets, um Lynchjustiz verhüten, von Kavalle rie begleitet. Dänemark. Minifterkrife vorbei. Kopenhagen, 9. März. Die Minlgerkrisis in Norwegen ist durch die Bildung eines CoalifationS-Mini steriumS. von welchem Michelson Pre mier ist, erledigt worden. Lovland, ein früherer Minister, wird Vorsitzer deS StaatSrathS in Stockholm. Die anderen Minister sind: Gen. Olssen, und die Herren Lehmkuhl, Vogt, Ha. gerup. Bull, Vinjo, Arctander, Wexelfen und Knudfon. Indien. Die Beule n p e st. Calcutta, 9. März. Statistische Berichte ergeben, daß innerhalb weniger Jahre die Veulenpest drei WiU lionen Menschen dahingerafft hat. Im Jahre 1903 aLein waren die Todes fälle in Folge der entsetzlichen Pest in Indien 350,000 an Zahl. Jetzt ist die Krankheit auch nach Birma einge schleppt worden. Die dortige Regie rung läßt ganze Stadttheile nieder brennen, um die Krankdeitökcime zu zerstören. mm ,, Schiffsnachrichten. New York: Königin Lonfe" von Genua und Neapel. New Z)ork: La Lorraine" nach Havre; Großer Kurfürst- nach Bremen via Plymouth. Queenstown: Marion" von Liver Pool nach Philadelphia: Credic von Liverpool nach New Jork. Cherbourg: Kronprinz Wilhelm" von
Bremen nach New Dork.
Milde Strafe Für üb:rfü!zrte Gistmischerin.
Lynchburg, Va.. 9. März. 'vadie McHanna, welche sich schuldig bekannte letzten Monat 6 Personen ver giftet zu haben, wurde, da sie vorzog ohne Geschworene processirt zu werden, vom Richter zu 5 Zahren Zuchthaus bei harter Arbeit verurtheilt. Lillie Viar, die junge Negerin, welche den Opfern das Gift in dem Glauben eingab, daß es ein harmloser LiebeS trank" sei, wird morgen processirt wer den. Bryanerbtnicht. D a r t f o r d, Conn., 9. März. DaS Obergericht bestätigte heute die Ent scheidung des Superior-Gerichts, daß der dem Testament von Philo S. Ben nett beigefügte geschlossene Brief, in welchem Wm. Jenningö Bryan S50, 000 vermacht wurden, kein Theil des Testamentes ist. m Entsetzlicher Unfall. Sieden Grubenarbeiter gelöster. WijkeSbarre, Pa., 9. März. Als h Mann in der Clear Spring. Grube zu Tage gebracht werden sollten, riß das Seil des FörderkorbeS und die 7 Leute stürzten 250 Fuß tief. Alle wurden getödtet. ES sind: Geo. Haas, Anthony und Michael Janosky, Anthony GalligS, Stanley Blandis, Adam KantoSly, Anthony Jofephus. Zum guten Gedeihen der Topfpflanzen gehört es. daß die Erdoberfläche jeweilig mit einem spitzen Holze oder einer alt-n Gabel gelockert wird. Die Erde wird durch das Gießen zu einer ganz festen Schicht zusammengeschlemmt, so daß schließlich Luft und Wasser nicht mehr eindrängen können, letzteres verdunstet. ohne den Topfballen durchfeuchtet zu haben. Aber nicht nur das Wassir. sondern auch die Luft muß den Topfballen durchdrmgen können, denn auch diese wirlt äußerst belebend auf das Wachsthum der Pflanzen. Der Heizwerth unserer Hölzer. Allgemein wird angenommen, daß der Heizwerth der Hölzer um so größer sei, je härter sie sind. Das ist aber durchaus nicht der Fall, denn eines unserer weichsten Hölzer besitzt die größte Heizkrast, nämlich das Lindenholz. Nimmt man diese zu 100, so folgt an zweiter Stell? ein ebenfalls weiches Holz, die Kiefer mit 99; dann kommen Ulme und Tanne mit 93, Weide, Roßkastanie, Lärche mit 97. Ahorn mit 96, Schwarzpappel mit 95, Weißbirke und Erle mit 94; darauf folgt erst die harte Eiche mit 92, Weißbuche mit 91 und Rothbuche mit 90. Lebendig. begraben. Unfern Messsna, Sizilien, entdeckten junge Leute in einem entlegenen Acker das Skelett eines jungen Mannes, der seit einer Reihe von Jahren vermißt wurde. Der Vater dieses Verschwundenen hat in der Untersuchung gestanden, den Sohn unter Beihilfe seiner Frau vor 34 Jahren lebendig begraben zu haben. Der Vater wurde sofort verhaftet, der Frau gelang es, zu entfliehen.' Kartoffeln mit Aepf t I n. Aepfel werden geschält, in Viertel geschnitten, von den Kerngehäusen befreit und mit ein wenig Wasser und Butter zu' einem Mus gekocht. Kartoffeln werden geschält, gewaschen, in Wasser mit Salz gargekocht, abgegössen, mit den Aepfeln zu einem feinen Brei oestampft und gerieben, mit Milch verdünnt und mit viel Butter vermischt. Wenn die Kartoffeln angerichtet find, gebe man in Butter gelbgebratene geriebene Semmel darüber. Als Beilagen Kotelettes, gebratenes Rindflisch, gebratene Leber. Neunzigjähriger Ballg a st. Auf einem in Zeidler, Böhmen, abgehaltenen Balle des dortigen Mili-tär-Vetcranenvereines fand sich auch der im 90. Lebensjahre stehende langjährige frühere Vorstand des Vereines, Josef Pietschmann, gewesener Bäckermeister, ein. Von den Versammelten herzlichst begrüßt, durch einen dreimaligen Tusch der Musikkapelle empfangen, entschloß sich der Reunzigjährige, der eine geradezu bewunderungsWürdige Frische und Elastizität an den Tag legte, sofort zu einem Tänzchen, das er obne Ermüdung bis zum Schlüsse durchführte.. Der bejahrte Tänzer verließ das Fest erst beim Morgengrauen.' Wild gewordene Kub. In einer Straße Löwenbergs, Preu-ßisch-Schlesien, entriß sich eine Kuh ihrem Führer. Einen Briefträger schleuderte sie so heftig gegen eine Wand, daß der Mann schwere innere Verletzungen erlitt. Ein anderer Mann, den das Thier auf die Hörner genommen hatte, kam mit leichterer Verletzung davon, und ein Polizeisergear der das Thier aushalten wollte, wuroe mitten den Straßenschmutz geschleudert. Erst nach stundenlanger, , angestrengte? Mühe gelang es, das inzwischen müde gewordene Thier wieder einzusangen.
General Bsterhaus. Sie LZürdiguug seiner Verdienste im Vür gerkriege durch den Kengretz. Durch den Konzreßbeschluß, der den Präsidenten ermächtigte, den General Peter I. Osterhaus als Brigadegeneral auf die Pensionsliste zu setzen, hat eine neue und diesmal substantielle Würdigunz der großen Verdienste siattge-
im WJ&5 'ml Wmmk m wMA luk-v Jiwli WWMWM ' HxM. K Jm$mJ AwMfJiK Sj.
General Peter I. Osterhaus. funden, die der berühmte Teutschamerikaner im Bürgerkriege sich um die Sache der Union erworben hat. OsterHaus betheiligte sich im Bürgerkriege an nicht weniger als 30 Treffen. Seit vorigem Jahre weilt der jetzt 82 Jahre alte Herr, der 1900 seinen ständigen Wohnsitz in Bonn aufschlug, besuchzhalber in der Union. Einer seiner Söhne ist Ver. Staaten-Marii:eoffizier, ein anderer fiel unlängst als preußischer Major in Deutsch-Südwestafrika. Die drulschkn Handclsvkrlrügc. Ihr Abschlufz das Hauptverdicnst des Staat, sekretärs des Inneren. Wohl das Hauptverdienst, auf alle Fälle die Hauptarbeit hat bei dem Zustandekommen der neuen Handelsverträge des deutschen Reiches mit einer Anzahl auswärtiger Staaten der deutsche Staatssekretär des Inneren, Dr. Arthur Graf v. Posadowsky-Weh-ner gehabt. Arthur Graf v. Posadowsky, 1845 zu Großglogau, Preußisch-Schlesien, geboren, wandte sich nach Absolvirung seiner juristischen Studien denjenigen Disziplinen zu, die ihn zur Thätigkeit im praktischen Leben, zur Arbeit für das Gemeinwohl am Besten befähigten. In Landwirtschaft und Volkswirthschaft gründlich vorbereitet, wurde er 1873 Landrath in Posen. Von 1882 bis 1883 vertrat Posadowsky im preußischen Landtage den Wahlkreis Frau-stadt-Lissa-Rawitsch; 1889 begann er als Landesdirektor, später als Landeshauptmann von Posen eine Wirksamkeit, die durch erfolgreiche Reorganisation einer besonders schwierigen Pro- . n :&zkj 4 Tfltitif i MOp tVtJUr M V ,MWM mm0& '-fryr.riri' - - zSms- . c--' rififc.. '. - - - MM' Dr. Arthur Graf v. Posadowsky-Wehuer. vinzialverwaltung ein klassisches Vorbild deutscher Kulturarbeit in der Ostmark geworden ist. Ein Verwaltungsbeamter, der mit gründlicher Kenntniß aller Einzelheiten des wirthschaftlichen Organismus den weiten Blick des Staatsmannes verbindet, mit unerschöpflicher Arbeitskraft und Arbeitslust sich das immer neu anschwellende Riesenmaterial des modernen Staatslebens aneignet und stets doch die Dinge von hoher Warte überschaut, durfte nicht im Rahmen einer Provinzialverwaltung beschränkt bleiben. Kaiser Wilhelm II. erkannte das Verdienst des Grafen' v. Posadowsky und stellte ihn 1893 an die Spitze des Neichsschatzamtes, wo eine wohlthätige Wendung in der FinanzVerwaltung und eine Reihe wichtiger Steuerreformen die Thätigkeit Posadowskys bezeichneten. Im Jahre 1893 übernahm Posadowsky das Neichsamt des Inneren, mit dem die allgemeine Stellvertretung des Reichskanzlers verbunden ist. In dem Neichsamt des Inneren laufen alle Fäden des deutschen politischen 'und sozialen Lebens, die Nervenstränge des inneren Organismus sowohl wie die wirthschaftlichen Beziehungen zum Auslande zusammen, und der Posten stellt an seinen Inhaber hohe Anforderungen in Bezug auf Arbeitskraft und staatsmännisches Geschick. Jm'Verlaufe des Feldz u g e s gegen Frankreich wurden in der deutschen Armee im Ganzen 43,682 Eiserne Kreuze ausgegeben.
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