Indiana Tribüne, Volume 28, Number 165, Indianapolis, Marion County, 6 March 1905 — Page 7

Jndkana Tribüne, . März 1905.

7

3m Nampfs mit dem Schicksal.

Roman von SilaS K. Hocking, übersett von B. TreumanN'ttoner. 0 Fortsetzung.) Ein fremder Wanderbursch, be?" Und der Grobschinied sah den Eindringling scharf an. . Stimmt, Meister. Bin noch nie in der Gegend hier gewesen, so viel ich weiß." Dacht' mir's gleich. Ich vergesse so leicht kein Gesicht. Und was ist Euer Begehr, mit Verlaub?" Jiia, frei heraus ich wollt' mir gern einen Groschen bei Ihnen verdienen, zum Brückengeld." .So ganz auf dem Trockenen?" Aber ganz, Meister." Ein so gesunder, junger Kerl? Wie geht das zu?" Ist 'r.e langeGeschichte. die ich Euch erzählen müßt'." Und vielleicht 'ne faule, was? Am Ende gar Ihr habt ja so kurzgeschnittenes Haar gesessen?" Hans wurde blutroth im Gesicht. Er begriff, daß die Strafe eines Verurtheilten nicht mit seiner Gefängnißzeit beendet ist. Doch er besann sich, daß er ja unschuldiq war, und so wandte er sein ehrliches Antlitz mit treuherzigem Lächeln dem inquisitorischen Grobschmied zu. onnen Sie micy aus ein paar Stunden als Gehilfen brauchen? Wenn meine Arbeit nichts werth ist, brauchen Sie mir nichts dafür zu geben." Brav gesprochen, junger Mann," sagte der Schmied etwas freundlicher. Ich rede auch immer frei heraus, könnt' manchmal sogar lieber das Maul halten. Kommen mir grad' passend mit Ihrer Hilfe. Da kloppen Sie mir noch ein Dutzend Hufeisen zurecht, verweile ich die Nägel mache." Sofort warf Hans seine Jacke ab, und eine Stunde etwa war nichts zu bören. als das Prasseln des Scbmiede seuerZ, das Pochen deZ UJetji3 am Amboß und da drohnende Bum-Bum des wuchtigen Hammers, mit dem der neue Gehilfe daS rothgluhende Elfen bearbeitete. Ais das letzte Hufeisen geschmiedet war, fuhr Hans mit dem Hemdärmel über seine biße Stirn und griff nach semer Jacke. Ihr habt Euch wacker dazu gehal ien und drei Groschen ehrlich verdient lobte der Schmied. Danach, wie Jh den Hammer schwingt, könntet Ihr recht gut einer vom Handwerk sein, be?" Es freut mich, daß Ihr zufrieden seid, sagte Hans, ohne die mdirecte Frage des Anderen zu beachten, ich hätte Euer Geld sonst ungern genommen. Na. was das anbelanat," lachte der Grobschmied, Leute, die ihrGelo nicht voll haben wollen, könntet Ihr hier in der Gegend kaum finden. Na und nun wünsch' ich, daß dies Geld Euch Glück brinqt." Dank' schön. Könnt Ihr mir wohl sogen, wo man hier im Dorfe et was zu essen bekommt?" Schräg überm Weg, bei der Suse Vone. Die hat. Alles, was Sie haben wollen. Na, dann werd' ich einen großarti aen Schmaus halten! Gute Nacht." Die Wahrheit zu gestehen," sprach er zu der rundlichen Frau im Laden drüben, besitze ich nicht mehr als drei Groschen. Davon muß ich einen zum Brückenzoll behalten, bleiben mir zwei für mein Abendbrod. Was können Sie mir dafür geben?" Was für 'n Hunger, nicht wahr? Zuckerbrod dürft's nit fein?" Nein, etwas für einen tüchtigen Hunger. Und was für den Durst auch, mein' ich. Nun ja, Durst hab' ich, aber der macht mir keine Sorge. Wasser ist billig." Hu, Wasser bei der Kälte! Wie wär's mit einer Tasse Thee?" Die möcht' ich schon, aber dazu langt's nit," sagte Hans mit trübem Lächeln. Die Frau sah ihn wohlwollend an. Wissen Sie was, junger Mann? Ich habe grad mein bischen Abendbrot fertig, und auf eine Tasse Thee soll's mir nicht ankommen. Das Essen rechne ich Ihnen dann für Ihre zwel Groschen." Hans folgte der freundlichen Frau nur zögernd, er fühlte fast Bedenken, eme so weit aehende Gute anzunek mer, doch der Duft, der aus dem Ofen des Stübchens hinterm Laden ihm entgegendrang, beschwichtigte seine Skrupel. Geschäftig deckte seine Wir. thin den Tisch, holte einen frischgebackenen Brotpuddmg mit Hammel " fleisch aus dem Kochofen, und nahm aus einem Glasschrank zwei bemalte Fayencetassen, in die sie den Thee aus einem altmodischen braunen irdenen Theetcpf schenkte. Wollen Sie das Gebet sprechen? fragte sie ihren Gast. Hans stutzte und sah verlegen drein. Sie sind wohl nicht daran gewöhnt? Es denkt mancher nicht mehr daran, ich hatte aber noch fest an der guten alten Sltte. Und auf den Teller blickend, faltete sie die Hände und sprach ein kurzes Tischgebet. Hans saß wie ein Träumender da.

Eine Vislon aus ferner Zeit, hielt ihn

umfangen. Lanaen Sie doch zu, junger Mann." tönte die helle Stimme seiner Wirthin in seine Erinnerungen hinein und riß ihn aus seiner Versunkenheit. Immer essen Sie von dem Pudding, wenn er Ihnen schmeckt; und hier haben Sie auch Ihre Tasse Thee." Hans meinte, noch nie so aespeist zu haben. Und während des Essens regte sich in ihm ein wohliges Heimathsgefuhl, das acht Jahre Bagabundenleben und drei Jahre der Versumpfung im Gefängniß schon fast in ihm erstickt hatten. Draußen rüttelte der Wind an den Fenstern und fegte den trockenen Kies der Straße vor sich her. Das mahnte ihn daran, daß er bald wieder in Nacht und Frost ein Obdachloser seines Weges ziehen mußte. Wie anders, ein festes Heim zu besitzen, eine Hütte auch nur mit zwei Stübchen und Küche und eine Gefährtin, die ihn täglich liebend umsorgte! Doch er sah nicht Suse Bones plumpes gutmüthiges Gesicht, sondern ein zartes Antlitz von krausem Goldhaar umgeben Gemmas Bild, und jetzt erfüllte ihn die gleiche Sehnsucht, die ihm ernst an dem kleinen Zigeunermädel so seltsam gedünkt, er begriff das Ziel ihrer Wünsche, ein Heim, ein Haus! Das Mahl war zu Ende. Suse sprach das Dankgebet, und Hans sagte andäcktia Amen" dazu. Vielleicht kann ich's Ihnen noch mal vergelten," sagte er, als er ihr die zwei Groschen gab. Machen Sie sich doch deswegen keine Sorge," entgegnete die kleine Frau, und sie deutete auf den Spruch, der eingerahmt über ihrem Kamin hing. Er amg darauf zu und las die Worte: Was ihr gethan habt einem unter diesen meinen geringsten Vrlldern, das habt ihr mir gethan. Es ist mir nicht ganz .verständlich." sprach er sinnend. Aber Sie sind ein gute Frau, und ich werde es Ihnen nie veraessen. Ais er, von Sufes Segenswunscyer. begleitet, wieder hinauswanderte in Nacht und Wind, fühlte er sich doch nicht ganz so elend, wie am Morgen. So lange es noch Menschen gab, wie Tom Liddicoat und Suse Bone, brauchte man nicht an der Welt zu verzweifeln. Der Brückenwärter wollte gerade die Zollvarriere schließen, als Hans daherkam. Der Mann erkannte ihn trotz der Dunkelheit. Na, den Groschen gesunden?" rief er ihm zu. Gefunden nicht. Ich hab' ihn mir verdient." So recht, junger Mann. Auf die Art kommt man vorwärts im Leben." Jenseits der Brücke war der Pfad steil, aber rüstig schritt Hans den Berg hinan. Ob dahinter wohl das Gelobte Land ist, wovon der Gefängnißpredi ger so oft geredet?" dachte er. Zuweilen rastete er, wo sich am Weg ein wenig Schutz bot, und so meinte er, die Wanderung bis Polwhele über Nacht recht gut machen zu können. Es kam jedoch anders. Nach zwei Stunden gelangte er an .eine Stelle, die hieß Fünfer Wege End". Die Namen auf den Armen eines Wegweisers vermochte Hans aber in der Dunkelheit nicht zu lesen, und so gerieth er in eine falsche Richtung. Er wanderte und wanderte, bis erdlich gar keinen Weg mehr sehen tQtit.it, denn es fehlte an Graben. &eut X Wagenspur. Eine weite Ebene dehnte sich vor ihm aus, die in schwärzlichen Umrissen nur einiges Gestrüpp und Heidekraut auswies. Erschöpft und muthlos setzte sich Hans auf einen großen Stein. Wenn dies das Gelobte Land sein soll," dachte er so wär' ich lieber in der Wüste geblieben." Fünfzehntes Kapitel. . HansgehteinLichtauf. Während Hans auf dem Feldstein hockte und seine Augen anstrengt im Dunkeln hier einen Pfad zu entdecken, kam er auf eine Idee, die alsbald zu einer aufregenden Erkenntniß wurde: In ähnlicher Lage, und das an dem nämlichen Ort. war er schon einmal gewesen. Hier war's, wo er sich als kleiner Junge verirrt hatte, die Erinnerung an diese Heide war zu tief in seinem Innern eingewurzelt, als daß er die Gegend nicht unter allen Umständen hätte wieder erkennen sollen. Und wenn ich mich nicht irre, wenn es die Heide von damals ist, so führte ein Weg hier grade durch, ba war die Landstraße mit Gideons Ruh, wo Mutter gestorben ist!" Er fuhr mit der Hand über die Au gen, und dann sprang er auf, Müdig keit und Erschöpfung vergessend. O, wenn er Eva, seine Schwester, wieder finden könnte! Diese Hoffnung gab ihm neue Kraft, und mit raschem Schritte eüte er m der Richtung, aus der er gekommen, zwischen den Ginsterbüschen eine Strecke zurück. Ein scharfer Wind pfiff ihm um die Oh ren. Er blieb in der Richtung deS Windes und durchquerte so die Ebene, bis er.fchließlich eine Wagenspur fand. Wenn sie ihm auch m seiner Erin nerung breiter gedünkt hatte, eS mußte die Landstraße sem. Und nach wei teren zehn Minuten konnte er sich kaum eines Aufschreies enthalten.

Trotz der Dunkelheit gewahrte er den Halbkreis von Bäumen, verbunden durch eine Rasenschicht, ganz so, wie es seinem Gedächtniß sich eingeprägt vor langen, langen Jahren. Die letzten Schritte flog er mehr, als er ging, und

dann blieb er, am ganzen Körper zitiernd, stehen. Die Bank konnte er nicht sehen, es war zu finster, er tastete sich aber zu ihr hin, und dann, gegen die Wand von Moos und Rasen gelehnt, dersuchte er zu überlegen, was er zunächst thun könne, um das Problem seines Lebens zu lösen. Indessen, keines klaren Gedankens fähig, verfiel er nur in eine wirre Grübelei. Bild auf Bild tauchte aus der Vergangenheit empor, und an jede Erinnerung knüpften sich unzählige ungelöste Fracjen. Was für ein Geheimniß verdüsterte seiner Mutter Leben? Zu wem wollte sie, welchen Zweck hatte die Wanderung, auf der sie vom Tode so jäh ereilt ward? Die lchte Karte, von der sie gesprochen was hatte sie damit gemeint? In der ganzen Zeit, wenn er im Laufe der Jahre jenes verhängnißvollen Abends . sich erinnert hatte, konnte er sich nicht des Gedankens erwehren, daß es für ihn von hoher Wichtigkeit sein würde, das Geheimniß seiner Mutter zu ergründen. Als sie in London mit ihren Kindern eine dürftige Hinterwohnung inne hatte und so arm war, daß oft das Brot im Hause fehlte, schien sie durchaus nicht hineinzupassen in diese elenden BerHältnisse. Sie war nicht wie die anderen Frauen, die auf demselben Hose wohnten; gemeine Weiber, die auf den Thürstufen zusammenhockten und zuweilen Schnaps tranken und dann unflätiae Reden führten., Sie sab stets nett und sauber aus, und bei aller Armuth machte sie den Eindruck einer Dame. Ihm war das nicht entgangen, denn er neigte schon als Kind zum Beobachten- aber gewundert hatte er sich nicht darüber. Sie war eben anders als die Frauen der Nachbarschaft, denn sie war ja seine Mut,er. isr entfann flch auch noch, daß t Ringe und zierliche kleine Schmuckgegenstände besessen hatte, die sie nie, selbst wenn die . Noth noch so groß war, veräußerte, und fc3 weiteren er innerte er sich, daß sie mitunter gar feine, hübsche Sachen geschickt bekamen. Die breitete seme Mutter dann auf dem ärmlichen Bette aus, und dabei weinte sie, bis ihre Augen roth wurden. Das war ihm damals stets rathselhaft gewesen. Er pflegte diese Packete mit lautem Jubel zu begrüßen und beim Anblick der schönen Dinge ?n die Hände zu klatschen, und sie schien sich gar nicht zu freuen, sie wurde traurig darüber. Daß seine Mutter keine Person von niederer Herkunft war, daran hatte er längst nicht gezweifelt. Alles deutete darauf, was sie von ihrer Jugend und ihrer Heimaih erzählt hatte. Er erinnerte sich auch, daß sie gelegentlich einer Erwähnung ihrer Mutter angedeutet, sie werde von jemand ihr fern gehalten, und oft hatte er später, als er in die Fremde hinausgestoßen war, in seinem kindlichen Sinn darüber gegrübelt, wer wohl der böse Jemand gewesen sei. Zeitweilig waren dann diese frühen Eindrückt verwischt worden, es traten andere Interessen an ihre Stelle, besonders als er in Gemma ein Wesen gefunden hatte. das der Mittelpunkt für sein ganzes )edanlenleoen wurde. Jetzt aber, wo mit einem Schlage sein durch die lange Gefängnißhaft inzwischen schwerfällig gewordenes Denkvermögen aufgerüttelt war, stand alles wieder deutlich vor semem ruck blickenden Geist, alles aus der Zeit, bevor er zede Spur von seinen Angehört gen verloren hatte. Welche merkwür dige Fügung, daß er nun vom Schick fal wieder hierher geführt worden, wo jene Spur zu finden sein mußte, denn gerade hier hatte er sie ja verloren! Äollig beherrscht von diesem G'dan ken, sprang er auf und schritt itracks des Weges nach Stamer zu, da er sich genau der Richtung erinnerte, in welche seine Mutter ihn gewiesen hatte. Noch war es dunkel, die Nacht schien keine Ende nehmen zu wollen.Wäre es doch erst Morgen," mur melte er vor sich hin. Aber einmal wird's doch hell werden." Am Rande der Heide, wo es bergab gmg, führte der Weg durch hohe Hecken, und abgetheilte Felder deuteten darauf, daß das Land bebaut und be wohnt war. Ein Gebäude kam in Sicht, es war aber nur eine Scheune, und daneben eine hohe Strohmiete. Wie für mich gemacht," dachte HanS, ptx sich feit emer Stunde im höchsten Grade erschöpft fühlte. Und ohne sich lange zu besinnen, kletterte er eine Leiter hinan, die an der Miete stand, und machte es sich irk dem fri schen Stroh bequem. Als er aus seinem festen Schlum mer erwachte, war es schon recht he geworden. Er kroch aus seinem warmen Lager hervor und blickte neugierig um sich. Auf der einen Seite lag der Weg, den er vom Heidemoor gekommen war, auf der anderen ragte eine Kirchthurmspitze hmter kahlen Bäumen empor. Auf dem Stück Land. daö sich nächst dem Hochmoor in der Ebene zeigte, befand sich em aus meh reren Gebäuden bestehendes Gehöft, über dem aus einem der Schornsteine ine dünne Rauchsäule aufstieg Hatt: Hans geahnt, dass dies daö Heim seiner Schwester Eva war. ja, daß sie

selbst in diesem Augenblick mit ihrer

Notenmappe den Fußweg nach Stamer hinabtrippelte und leise vor sich hin sang wie rasch wäre er von der Leiter gesprungen und den Weg entlang geeilt. Statt dessen erregte eine andere Gestalt seine Aufmerksamkeit; kein so hübsches, anmuthiges Geschöpf, sondern ein vierschrötiger junger Mann, der wie ein Bauernknecht aussah. Er kam schreiend und gestikulirend über das Feld gerannt. Was will der Kerl nur?" dachte Hans. Der nächste Moment belehrte ihn darüber, denn kaum hatte er. von der Leiter steigend, mit den Füßen den Boden berührt, so fühlte er sich am Kragen gepackt, und es gelang ihm nur mit genauer Noth, einen derben Faust-, schlag abzuwehren. Willst mn wohl weglaufen, Hund verfl " Hans konnte diesmal nur durch einen gewandten Seitensprung dem wiederum Mi! erhobener Faust auf ihn losfahrenden Wütherich ausweichen. Hab' ich dich mal erwischt, so sollst du auch deine Tracht Prügel kriegen!" schrie der Mann wuthschnaubend und keuchend. Hol' der Kuckuck die Polizei! Auf die hab' ich nun lange genug gewartet! Will mir selber mein Recht verschaffen!" Wollt Ihr endlich mal aufhören," sagte Hans, als fein Angreifer von Neuem auf ihn losschlagen wollte; ich könnte Euch sonst emen Schaden zufügen." Mas? Ihr droht noch mir?" rief der andere höhnisch. Ich sollt' nur meine Peitsche bei mir haben " Ein Wort noch, Mann," sagte Hans, dessen Blut in Wallung gerieth. und es wird Euch gereuen! Der Mann spuckte verächtlich aus. Soll wohl noch viel Umstände mit Euch machen! Ein Strolch, der Ihr seid, gewiß ein Zuchthäusler " Da lag er auch schon, von emem scharf gezielten Schlag niedergestreckt, mit blutiaer Nase auf der Erde, ana hatte zwar im Gefängniß an Körperfülle, doch nicht an Kraft und Gelenklgkeit eingebüßt. Ihr wollt Euch mit mir hauen?" meinte er kleinlaut. Nein; bloß mich meiner Haut wehren," sagte Hans. Dafür aber habt Ihr nicht schlecht zugeschlagen. Feurige Funken sah ich fliegen! Zlann gleich nochmal damit auswarten," sprach Hans trocken. Oho, ich sollt' nur meine Peitsche haben!" brauste der Mann wieder auf. Aber so kommt Ihr mir doch nicht davon! Die Polizei soll Euch lehren, daß man nicht auf anderer Leute Stroh schlafen darf." 2öenn man aber kein eigenes Stroh hat und kein Geld zu Nachtquartier, was soll man da machen?" sagte Hans lachend. Macht's wie Ihr wollt, aber in meinem Stroh nächtigen, das verbitt' ich mir ein für allemal!" Ich weiß, es ist nicht erlaubt, aber ich war todmüd', und da -dacht' ich, dem Stroh geschäh' kein Schaden, wenn ich em paar Stunden dnn läge. Was? Ihr hättet 's erste Mal drin gelegen?" Mein Wort darauf, daß ich diese Stelle noch nie zuvor betreten hab '. Warum habt Ihr denn das nicht gleich gesagt?" Konnt' ich wohl? Ihr wart so er picht. Euch selbe? Recht zu verschaffen. daß Ihr mich gar mcht zu Wort kom men ließt." Hm! Ein bischen wild bin ich geWesen, das stimmt. Aber da werd' mal einer nicht wüthig, wenn er alle Morgen das bischen Stroh zertrampelt und einaestänkert find't! Hab' erst eben jung angefangen, und ein Kleinbauer kann nicht bestehen, wenn sem Stroh nichts werth ist." Hört mal, Bauer wie sagtet Ihr. das Ihr heißt?" Ist mir nicht eingefallen, Euch zu sagen, wie ich heiß' aber wenn Jhr's wissen wollt, Cox, John Cox." Also, Bauer Eox, es thut mir leid, daß ich Eure Nase blutig schlug, aber es war Eure eigene Schuld." Ich weiß, ich weiß. Aber wie konnt' ich auch denken, daß ich an so einen handfesten Kerl gerathe!" Im Grunde habt Ihr recht wegen des Strohes. Und ich bin in Eurer Schuld für ein Nachtlager. Geld kann ich Euch nun freilich nicht dafür geben, aber ich kann's bei Euch abarbeiten." Das ist 'n Wort, was sich hören laßt. Könnt Ihr mit Pserden umgehen?" Sehr gut." Habt Ihr schon den Pflug regiert?" Nein." Könnt's aber lernen?" Das kann wohl ziemlich ein jeder." Und dreschen?" Kann ich auch lernen." Gut. Ihr werd't aber gern etwas Frühstück essen wollen, ehe Ihr anfangt. Es gefällt mir von Euch, daß Ihr so redlich sprecht. Ein LandStreicher seid Ihr nicht, ich merk'ö auch, daß Ihr etwas Schulbildung habt. Und Euer Gesicht sieht ehrlich auö. Ihr seid unbekannt in der Gegend?" Ich will sie kennen lernen," antwortete Hans; doch zugleich muß ich mir mein Brot verdienen." ' ' (Fortsetzung folgt.)

WfflMdMM

vandalia bgang St. Louiö Spcl., tägl g.. 12 30Bm St Sowie Lio täglich sd&b 6 5')? rn Capital Expreß tag! b d 7 005ha St LouiS Ac tag! 7 2693m Ch St L Erpreß täglich ds.1 20Nm St Loui, Ezpreh tägl 3 T H k ifinghsm Aec tägl. 4 00 Nrn St L gast Mail täglich.... 8 3691

Lleveland, Cincinnatt, Chicago & St. Conis Railwaf. Sleveland Divisica.

Abgang American Expreß täglich.... 4 2093m Muneie FtW B H Ezp. . 7 OOVm N 0 & S Sirn täglich 8 j... 7 3093m Clevland Accour 10 4593m Andersen Exp . ,v 113033m 2C S & 33 LtM, tägl d s 2 65Nrn Nnion City Sr Elkh Aee tägl 5 ZONrn niekttbockn Sp tägl 6 Si . . 6 20 Am St fioitift New Fork Ltd tägl s 12 20Brn Lt LoutS Accom........ 7 16Bm Southweftern Lim tgl & 8... 11 46Vm 5t. LouiS Ltd tägl ds 3 15Nm lern (taute & Mat'n Aee.. S OONm American Expreß tägl 7 05Nm Cinc,3ndp!ö St L Cz tgl s 11 60NM S.ineinnati Cin LouS Nachtezpreß tgl g 3 46Vrn St Louö & Ein Nachtezp tgg 4 30rn Tincinnati Ezp täg ... 7 3025m Cincinnati Accom 1 OONm Cincinnati Sim tägl? ..... 2 L5Nrn Louiöville Erpreß 2 555Jrn Tine & Wssh g 8 tg d & p 8 205trn

V Chicago Division. Chicago Nachtexpreß tägl8..12 l5Vrn Sine Nachtexpreß, tägl 3 30Drn Kankakee Aeeorn 7 OOBrn Kankakee Aceom .10 30L Chicago gap Expreß tgl d p 11 50Vm Cine Faft Expreß tügl p d.. 2 405te White City Special d k p. 3 205km La Fayette Aceom 5 00 öagayette Accom 5 26m Cine & Wash F L.,p...... 6 055? Michigan Division. Benton Harbor Expreß 7 OOBm Elkhart Accom nur Sonntags 9 LöBm Michigan Mail Expreß p...ll 39Bm Etthart Expreß. ........ .10 4093m Elkhart Ace täglich 6 20Nm Benton Harbor Expreß p . . . 2 45Nm Michigan Expreß 8 OON Peria Division westlich yeoria Expreß täglich & ....12 lOVm ColumbnS & sne Sxp tgl 3 30L Peoria Expreß k Mail... 7 2SBrn Charnpaign Accom .10 3öBm Western Expreß täglich p d..ll 6vBm R S & Ohis Special 2 4bRm Charnpaign Aeeorn 4 lONrn Peoria Expreß täglich p&d 6 085lu Peoria Di kisi on ö st li ch. ColurnbuS Erpreß tägl.... 4 25Brn ColurnbuS Expreß tägl ....12 OöNtß Ohio Special tägl 3 OONrn Lynn Accorn ..10 00 Lynn Aeeorn - 6 löRrn Celumbuö Expreß töl 11 80V

piitsburgh, Qncinnati, Chicago dc St. Louis R'f. Indianapolis Division. Abgang Anknnfi Pittödurg Special, tägl s .. 3 30Vrn St Louiö Spezial tägl... z 12 lOVm ColurnbuS Accorn tägl..... 7 30Brn St Louiö Lim täglich s d d.. 6 45?s New Sork Expreß täg sd.... 8 lOVm Capital Expreß täglich sd. . . 6 60Vm Keystone Expreß tägl d fc 8. 3 05Nm Chic k St L Expreß tgl d s.12 ION Atlantic Expreß täglich ... k OONm SndianavoliS Accom 12 40Nm R S Lim täglich söd.... 6 bONm St LouiS Cxpr tägl d & s . . 3 05$ PittSburg Expreß, tag! sd.. 7 05Nm Nimt keine Passagiere tgl- LONm Chicago Di vi fi c n. Chicago Special, tgipd .. 113623m Southern Expr täglich .... 3 l5vm Lou & Cbi g Expr täglich 11 öONm Chic & Lou Expr täglich p d 8 40Nv ösniSville Division. Southern Expreß tägl .. .. 3 35Vm Louiöv & Madison Aee tägl 10 lOVm Vittö & Lou g tägl s.... 7 OOVm Chic F 3 tägl p d 11 3033m Mad Ace nur Sonnt 7 30Vm Louiöville u. Madison Ace.. ö 405T. Louisv k Madison Aeeo.. 8 0693m Louisv & Pittöb F L täglich s 6 3öN Chicago k Lou g L täglich p d 8 SöRrn Madison Aeeomrn Sonntagö 815? Madison Aeeorn täal... 8 6551m Lon k ChiF Expr. täglich 11.35 5!chj Louiöville Aeeorn tägl... S 46Nm ' Indianapolis & Omcennes R. A.

Cairo & Bineen Expr täglich 7 20Vrn Spencer & Vedferd Ae, tägl. 9 46S Bineenneö Expreß tägl 3 60Nrn VineenneS Expreß täglich.. 10 20Vs Spencer & Bedford Ac, tägl. 4 4ö5!rn Cairo Expreß täglich. ......6 IbN Cincinnati, amilton & Danton R. R. CincinnatiDivision.

Abgang Cincinnati Best täglich . . . . 4 OOVm Cincinnati Accorn täglich... 6 05Vrn Faft Mail taglich , 8 06Vrn Cincinnati k Det Expr p..!0 40Vrn Ein . & Dayton Veft. Exp p 3 OORrn Cincinnati Vefi täglich d p 6 OONm Cw & Detroit Expreß täglich 7 02Nrn

Springfield Division. Abgang Ankunft Springfield Mail.... 7 300m Springfield u Decatur Expreß 00V a Chicago Expreß p ..ll 6033m De?atur Accom 10 30 Decatur Aceom........... 8 30Nm Cincinnn:ti Expreß täglich p 2 45 Deet & Springf Sxp tg , d.U ION Springfield & Decatur Expr. 4 40Nm . kake Lrie &- weftern R. R. . Abgang Ankunf Mal und Expreß-... ..7 IkVm Indianapolis Expreß 10 2533 T Det M C Sx täglich.. 15 205! Mail & Erpreß 3 2551m Chicago Expreß 6 4051 Toledo Expreß 9 4651 & Chicago, Indianapolis & kouisville Ry. (ZNonon Route.) Abgang Ankunft Chic Vight Expreß tägl .12 i58 Cincinnati V,ft tögl s 3 9533 Faft Mail taglich s : 7 00? FaS Mail Ittßli 8 7 6033 Cbi Exvreß, nur Osn,pd..!1 507m Leonen Ac, tägl auSgSsnn,10 00? hi & Mich City Veft dp.. 3 355l Cincinnati Veft täglich d p. 4 62N Mönon Aee,....... 4 OORs Qia C.H. D. Ntz., (Weft) nb Noachdale. Thieago Expreß? ...11 50V Cincinnati Expreß?..... 2 455?

ltnU Qecper. F. Trtt C t- PMikiuCi-. -sei i. DDUlnf Ct

5 IMVVkVM.

kine. Ankunft PittSbu'g Spcl, täglich s.. 3 208m New Sork Expreß täglich sä 6 öOVm Schneller Mail täglich.... 7 5625 Terre Hzute Efsing Ace täg 10 2553 Keyßoae Expreß täglich d g. 2 508 Atlantie Erpreß täglich.... 4 4b The NA Limited tägl sdb 6 468m PittSv Ezp, lSglsct e 55ft Anrnnt ..IS 1033 . . 9 3693m ..10 40B ..11 25Vrn .. 2 45Nrn New Sork Ltd tägl g 6 . . . Union City Ae om, tägl. . gort Wayne fe Elk Erpreß Southwekiern Ltd tgl äs.. Anoerson Expreß p St Louiö Ltd tgl ä 3 American Expreß tö glich.. 8$& Union City Aceom. 3 OONw 6 453 8 OONrn Division. American Expreß tgl 4 OOVm SndS Col u Dayton Ez tgl s 4 20Bm St. Louis Expreß tägl s.. .. 7 15Bm Mat'n & T Haute Ace 10 36Bm R S k Boston Lim tägl 6. 2 007. St Louiö Aceom... 5 35R ntckerbocker Sp tägl s 6 . . . . 6 c5R Division. CineinnatiAee 10 25Lm Ehie & St LErpreß tgclüxs 11 3öVrn LouS t Ö & Chicago Erpreßl! 86B White City Spezial tägl p.. 3 055? Indianapolis Accorn täglich. 6 40Nrn Cme JndS SeStLEx tg ..11 403? Eine & Louisv Nachtekp tgl sll 60R Aukun? Cincinnati Vestibüle täglich , 12 458 FaS Mail täglich 6 35S Cincinnati Expreß täglich .. 10 OSVrn Cm Chi & St L Ex tgl p..ll 45 Cincinnati Best d & p 3 265? Cine & 3nv Accorn p...7 24Rm Cin 2nd St &fc Veo Ex tg a&clO 405!

Naucht die Tiah I Mingo.