Indiana Tribüne, Volume 28, Number 165, Indianapolis, Marion County, 6 March 1905 — Page 6

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Europäische Nachrichten.

Provinz Wrandenburg. Berlin. Die deutsche Phystkalische Gesellschaft feierte hier ihr sechzigjähriges Bestehen durch eine Fest- . , ... . trY... rrt 'rjc, (V-.n:i..i V. slyung trn Pyynlllttien 4iiiuui hiesigen Universität, in der mehrere interessante Demonstrationen vorgeführt wurden. Sein 50jähriges Dienstjubiläum feierte der Büchsenmacher Wilhelm Greifelt vom GardeKürassierregiment. Generalmajor a. D. Gustav v. Sommerfeld ist im 63. Lebensjahre in seiner Wohnung, Mauerstraße 37, gestorben. Er war als Oberst persönlicher Adjutant Kaifer Friedrichs und erhielt später den Charakter als Generalmajor. Eine schwere Krankheit hat den 72 Jahre alten Schriftsteller Charles Langhoff, Zwinglistraße 12, veranlaßt, seinem Leben ern Ende zu macren. irr an schon seit Jahren an Athemnoth. Letztens wurde er von der Wittwe Hohendorf, bei der er ein möblirtes Zimmer bewohnte-, in diesem todt aufgefunden. Er hatte sich an beiden Händen die Pulsadern durchschnitten. Ersroren ist ein Arbeiter Namens Rudolf . rr . i X. . . T-. S IC ! Upie. vJin Vcgugiiiujui uuu u;u auf dem Hofe des Grundstücks Fennstraße 30 bewußtlos liegen und brachte ihn nach der Unfallstation. Dort stellte der Arzt fest, daß der Mann nach übermäßigem Alkoholgenuß erfroren und bereits todt war. Selbstmord durch Erschießen beging der 25 Jahre alte Bankbeamte Otto Linebach, der seit vier Jahren bei der Berliner Bank angestellt war und ebenso lange am Planufer No. 13 ein möblirtes Zimmer innehatte. Der junge Mann ist der Sohn eines höheren Steuerbeamten aus Karlsruhe. Er soll sich überarbeitet haben und zeigte plötzlich Spuren.geistiger Umnachtung. Der Tischlergeselle Friedrich Held, 29 Iahre alt, Skolitzerstraße 129 wohnhaft, verunglückte in der Jalousiefabrik, Schmidstraße 3, beim Andrehen des Schwungrades dadurch, daß er mit dem Kopfe in das Rad gerieth und auf der Stelle getödtet wurde. Potsdam. Sein 50jähriges Berufsjubiläum beging der Buckdruckereifaktor Cäsar Tamanti di Batistelli bei der hiesigen Firma A. W. Hayns Erben. Charlottenburg. Ein schwerer Eisenbahnunfall ereignete sich auf dem hiesigen Bahnhofe Westend. Dort wurde der Lokomotivheizer Paul Glander aus der Sophie Charlottenstraße beim Ueberschreiten des Einfahrtsgeleises von der Maschine des vom Charlottenburger Bahnhofe kommenden Personenzuges erfaßt und sofort getödtet. Frankfurt a. Oder. OberPostrath a. D. Fischer ist hier im 90. Lebensjahre gestorben. K r a u s n i ck. Im nahen Forst ist die Leiche des Einjährigen Weber, der zu Pfingsten des Vorjahres während einer Urlaubsreise durch den Spreewald verschwand, gefunden worden. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist er einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Niederschöneweide. Hier brannte die große Dachpappenfabrik von Emil Reuter vollständig nieder. Achtzig Arbeiter sind brodlos. Der Schaden beträgt nach oberflächlicher Schätzung 150,000 Mark. R a t h e n o w. Der 18jährige hiesige Gewehrarbeiter Otto Preuß wurde von einem Schnellzuge überfahren und getödtet. Der junge Mann überschritt am Grünauer Weg den Bahnkörper, ohne zu bemerken, daß der Schnellzug herangesaust kam. Er wurde von der Maschine erfaßt und sein Körper völlig zermalmt. Zielen zeig. Der Gastwirth Paul Becker hantjrte mit seinem geladenen Jagdgewehr in feiner Gaststube so unvorsichtig, daß die Waffe sich entlud und ein auf der Straße vorüberfahrender Radfahrer von ca. achtzehn Schrotkörnern getroffen wurde. Der Bedauernswerthe, ein Kellnerlehrling, mußte nach Frankfurt a. O. mittels Krankenkorbs geschafft werden. FroVinz Hstpreußen. Königsberg. Infolge Kohlendunstvergiftung verstarb die Malerfrau Auguste Schoßnick in ihrer Wohnung No. 3 Sandgasse. Sie' hatte sich mit ihrem Manne in einem Zimmer ohne Ofen niedergelegt, nachdem sie zur Heizung einen Topf mit brennenden Kohlen aufgestellt hatte. Bald darauf fand man sie todt vor, während der Mann noch lebte. Erhängt hat sich auf seiner Stube in der Kaferne der Regimentsschreiber des hiesigen Feldartillerieregiments No. 52, Unteroffizier Krieger, gerade, als er er eine Strafe von 14 Tagen Mittelarrest antreten sollte, die ihm wegen Nachlässigkeit in seinen Dienstgeschäften zudiktirt worden war. Hierin dürfte auch die Ursache zur That zu suchen sein. A u s l a w k e n. Auf dem Rückwege von Wirballen fiel der Baüer Katschinowsky von hier zwischen Pogewohnen und Wystyten von seinem Schlitten, auf dem noch feine Frau saß, bei dem großen Schneesturm in einen Graben, aus dem er nicht heraus konnte. Grenzsoldaten fanden ihn auf ihrem Rundgange todt vor. Die Frau wurde noch lebend nach Wirballen zurückgebracht. Die Pferde selbst waren durchgegangen. Eng elfte in. Auf der Besitzung von Gähler hat der Knecht Stahl zu-

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Dr. N)m fflsler und seine Chloroform.Zdee. Professor Oöler von der Zobn HopkinS . Universität eiklürt, daß Leute über 40 Jabre geistig und körperlich leiftungsunfähig sind, und daß sie bei Erlangung des 60. Lebensjahres fo werthlos geworden sind, daß man sie dann einfach durch Chloroform in's bsssere Jenseits fpediren sollte. Die Hinfälligkeit seiner Theorie ist wohl am besten durch die sein Bild umgebenden Portraits bewiesen, die sämmtlich Männer darstellen, welche erst nach Erlangung deS 60. Lebensjahres ihre großen Erfolge erzielt haben.

erst seine Geliebte und dann sich selbst erschossen. G u t t fi a d t. Abbaubesitzer Schuhmachermeister Wolff aus Althof wurde auf dem Wege nach hier halb erstarrt im Schnee aufgefunden. Aerztliche Kunst vermochte ihm aber nicht mehr zu helfen. Wolff starb kurz, darauf. ' Linde. Der sechsjährige Sohn des Besitzers Kompa kehrte nicht aus der Schule zurück. Wie die Angehörigen in Erfahrung brachten, war er auf Zureden eines elfjährigen Mitschülers, eines Verwandten, nach Ortelsburg mitgegangen. In der ihm völlig unbekannten Stadt kam er feinem älteren Begleiter abhanden. Diesei kehrte ohne ihn zurück, und die von den Eltern noch an demselben Abend' aufgenommenen Nachforschungen über den Verbleib ihres Sohnes blieben erfolglos. Am anderen Morgen wurde das Kind in der Nähe des SchützenPlatzes im Walde als Leiche gefunden. Memel. Sein 25jähriges Jubiläum als Superintendent feierte letztens der erste Geistliche an der St. Johanniskirche, Orloff. 1879 wurde er in Heydekrug zum Superintendenten ernannt und kam als solcher später hier in unsere Stadt. Neu - Przygallen. Gutsbesitzer Ziehe konnte hier den Tag feierlich begehen, an dem vor 100 Jahren Zetne Familie in den Besitz des Gutes gelangte. Aus diesem Anlaß wurde Ziehe eine Ordensauszeichnung durch den Regierungspräsidenten überreicht. Prediger Böhme erlitt in der hiesigen Baptistenkirche auf der Kanzel einen Schlaganfall. Böhme wurde bewußtlos nach feiner Wohnung geschafft, wo er bald darauf verstorben ist. Wicknaweitschen. Besitzer Josef Segcndorf wurde von seinem Pferde mit dem Hufe in den Unterleib geschlagen. Der Vedauernswerthe ist an den Folgen des Unfalles verstorben. Provinz Westpreußen. Danzig. Tödtlich verletzt wurde vor einem Vergnügungslokal vor dem Petershagenerthor der Bootsmanns mat Jungjohann von dem Torpedoboot S. 101". Er war mit mehreren anderen Marine - Unteroffizieren in dem Lokal gewesen und von einigen Burschen belästigt worden. Vor dem Lokal wurde er dann von vier Burschen angefallen und nach verzweifelter Gegenwehr mit einer Zaunlatte niedergeschlagen und, als .er besin--nungslos am Boden lag, zerstochen. Der Hauptthäter, ein Arbeiter Laddey, erklärte nach seiner Festnahme ganz ruhig, daß er dem besinnungslos am Boden Liegenden sein Messer minbestens dreimal bis ans Heft in den Leib gestoßen habe. Jungjohann wurde ins Stadtlazareth transportirt, wo er seinen Verletzungen erlag. Deutsch - Eylau. In tiefe Trauer wurde der hiesige Rcntier Andree mit seiner Familie versetzt. Der Sohn, Drogeriebesitzer Hans Andree, verließ mit einem Tesching seine Wohnung. Das lange Ausbleiben erregte Besorgniß bei seinen Angehörigen. Als man sich auf die Suche begab, fand man ihn an der seinem Vater gehörtgen Badeanstalt erschossen vor. An der Unglücksstelle führt ein Steg längs

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der Badeanstalt in den Geserichsee hmein, dort an der Spitze lag der Bedauernswerthe, die Hälfte des Körpers auf dem Steg, während der Kopf die dünne Eisdecke durchschlagen hatte und sich im Wasser befand. Allem Anschein nach liegt ein Unglücksfall vor. Andree war erst zwei Jahre verheirathet und Vater von zwei Töchtern. Hoppenbruch. Der Infanterist Utecht, der als Ordonnanz beim Artillerie - Depot in Marienburg Dienst thut, wurde von mehreren Arbeitern überfallen und zerstochen. Der Soldat wurde in das Diakonissenkrankenhaus übergeführt. I a st r 0 w. Auf der Flederborner Chaussee ereignete sich ein bedauerlicher Unglücksfall. Auf einem vollbeladenen Wagen mit Stroh sitzend, fuhr Restaurateur Radtke nach Hause. Plötzlich wurden die Pferde scheu und gingen durch. Radtke rutschte vom Wagen und kam dabei so unglücklich zu Fall, daß ihm zwei Räder über den Leib gingen. Lebensgefährlich verletzt wurde er in ärztliche Behandlung gegeben. Klein - Czyste. Erhängt hat sich der 70 Jahre alte hiesige NachtWächter Zipp. Furcht vor einer gerichtlichen Strafe soll den Mann in den Tod getrieben haben. Neustadt. Der Gerichtsreferendar Rehefeld hat sich in seiner Wohnung erschossen. Rehefcld war den geistigen Getränken sehr ergeben und soll in letzter Zeit selbst den Dienst über den Bachusfreuden vernachlässigt haben. Der Selbstmord geschah ebenfalls unter dem Einfluß des Alkohols; Rehefeld hatte sich nach einem Kneipgelage bis auf das Hemd entkleidet und vor dem Spiegel stehend eine Kugel in den Kopf gejagt. S ch a r n a u. Der bei dem hiesigen Gutsbesitzer Rübner dienende Knecht Bettin verunglückte, als er mit dem Fahren von Zuckerrüben beschäftigt war. Die Pferde gingen durch, Bettin wurde vom Wagen gerissen, eine Strecke geschleift und schließlich von dem schweren Wagen überfahren. Der Tod trat auf der Stelle ein. Provinz Forninern. S t e t t i n. In den Waschkessel gestürzt ist der siebenjährige Erich Müller. Große Wollweberstraße wohnhaft. Der Knabe war mit seiner Matter in eine Waschküche in der Charlottenstraße gegangen, wo er sich, während die Frau beschäftigt war, auf den Kesseldeckel legte. Der Deckel glitt ab und der Junge fiel kopfüber in das siedende Wasser, aus dem er nur noch mit erheblichen Brandwunden gezogen werden und nach dem Krankenhause üöerbracht werden konnte. Den Tod durch Ertrinken hat der Werftstraße No. 2 wohnende Rentier, frühere Zieglermeister Willi Kühl gesunden. Man fand jetzt seine Leiche in der Oder beim Grabower Freistaden. - Alt-Zarrendorf.JmWohn-Hause des Försters Fahl entstand Feuer, wodurch dieses sowie das neAnstehende Stallgebäude in kurzer Zeit in Asche gelegt wurde. Boeck. Die goldene Hochzeit feierten die Schäfer Friedrich Pipenhagenschen Eheleute, umgeben von Kindern, Enkeln und einem Urenkel. Der GutsHerr Graf Arnim. aus Nassenheide

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Allerlei für'S HauS. Scharfe Kanten an Zähnen, welche die Schleimhaut der Zunge reizen und schmerzhaft machen, müssen so bald wie möglich beseitigt werden, will man nicht Gesahr laufen, sich schmerzhafte Geschwüre, welche unter Umständen krebsartig werden können, an der Zunge zuziehen. Ein jeder Zahnarzt glättet mit einer englischen Feile derartige scharfe Stellen in wenigen Minuten. Kann man nicht die Hilfe eines Fachmannes in Anspruch nehmen, so gelingt es, wenn man mit einem öfter in Wasser ein'getauchten Stückchen Bimsstein die scharfe Stelle so lange bearbeitet, bis sie einigermaßen glatt ist und nicht mehr störend wirkt. Im Nothfall muß man etwas gelbes Wachs darüber kleden, so lange biZ man zahnärztliche Hilfe erreichen kann. Um Sauerkraut vor Uebersäuerung zu sichern, bestreiche man die betreffenden Gefäße mit Kalkmilch und entferne die Kalkrinde erst beim Einfüllen des Krautes mit heißem Wasser. Da der Kalk die Säure sättigt, wird das Kraut besserschmcckend und hält sich länger. Nach dem Einfüllen empfiehlt es sich, einen birkenen Pfahl in das Kraut zu stecken, da derselbe die Uebergährung, sowie das Welk- und Käsigwerden verhindert. Fingerwurm. Gegen den sogenannten Wurm am Finger hat sich folgende Salbe sehr gut bewährt: Re:nes gelbes Wachs und Olivenöl, von jedem 3 Unzen, werden miteinander auf gelindem Feuer geschmolzen; sodann' gießt man unter fortwährendem Umrühren eine Viertelunze Perubalsam (Peruvian Balsam) hinzu und rührt die Masse so lange um, bis der Brei kalt und steif wird. Diese Salbe wird dick auf das schmerzende Fingerglied gelegt und wird den Schmerz bald aufheben. Das Mittel zeitigt die Eiterung auch viel früher als irgend eine andere Salbe. Thränende und brennende Augen deuten auf Augenschwäche hin, und in solchen Fällen hat sich der Fenchelspiritus, wie derselbe 'in den Apotheken zu haben ist, bewährt. Man nimmt davon einen Kaffeelöffel voll auf ein Weinglas Wasser, und mit dieser Mischung werden die Augen jeden Morgen bestrichen, worauf man sie eine Stunde lang gar nicht anstrengen darf. Nimmt man halb Fenchel-, halb Rosmarin - Spiritus, so soll die Wirkung eine noch bessere sein. UmLampenglockenzurein i g e n, reibe man sie mit Seife und einem wollenen Läppchen ab und spüle mit heißem Wasser nach. Oelflecken von den Petroleumglocken entfernt man leicht dadurch, daß man sie mit Ultramarin (Waschöläue) einreibt und abspült. Messer- und Gabelgriffe verlieren bald ihre schwarze Farbe, wenn sie mit dem heißen Spülwasser öfter in Berührung kommen; deshalb müssen die Bestecke nach dem Gebrauche nur mit Klingen in ein entsprechend hohes Gefäß mit heißem Wasser gesteckt und mit Putzpulver gereinigt werden. Die Hefte werden dann mit einem feuchten Tuch abgewischt. Um K i t t f ü r Knochen, Elfenbein, Perlmutter zu erhalten, wird guter Tischlerleim in Wasser aufgequellt und hierauf erhitzt, bis er in Lösung übergegangen ist. Dem vcrflüssigten Leim setzt man jetzt fo viel zu Pulver gelöschtenKalk hinzu, daß man einen dicken Brei erhält, der auf die zuvor erwähnten Bruchflächen geftrichen wird. Diese werden gut aufeinander gepreßt und durch Zusammenbinden fest aneinander gehalten. Di5 herausgequollene Masse muß mit einem Messer abgenommen werden. Nach einigen Tagen ist der Kitt erhärtet. Er muß jedesmal, vor der AnWendung frisch hergestellt werden. Aufbewahrung von Fischen. Um Fische ohne Gefahr mehrere Tage aufbewahren zu können, Lffnet und reinigt man sie (nicht wa--schen!) und bestreut sie ringsum und innen mit Zucker. Der Fisch bleibt auf diese Weise vollkommen frisch und behält seinen guten Geschmack. Moderne Köche behandeln beispielsweise den Lachs überhaupt in dieser Art, da er dadurch einen erheblich angenehmeren Geschmack erhält. Mittel gegen das sögenannteSodbrennen. Als solche werden empfohlen: Morgens nüchtern ein Glas Zuckerwasser zu trinken; Stockfisch mit Kartoffeln und Senf längere Zeit zu essen; ebenso trockenen Zwieback statt gewöhnlichem gesäuertem Brot. Gute Wirkung hat ein Theelöffel kohlensaures Natron, oder auch ein mehrmals den Tag hindurch genommener Theelöffel voll Citronenfast oder Weinessig; oder auch eine Messerspitze voll Magnesia. Ein Volksmittel ist das Zerkauen von Haferkörnern und danach ein Glas Wasser trinken. KaltesWasserfürdieAua e n. Die Sebkrait zu stärk? ,m

pfiehlt sich, sowohl die Augenlider" "s auch die Augenbrauen- und S .- gegend täglich, am besten' jtm Schlafengehen, mit kaltem Z, x zu befeuchten. Es giebt in i That nichts, was die Nervenkraft des AugeZ mehr und dauernder stärkt, als dieses einfach: und unschuldige Mittel. Man bediene sich desselben mehrmals, des Tages, wenn das Auge angestrengt wurde.