Indiana Tribüne, Volume 28, Number 162, Indianapolis, Marion County, 2 March 1905 — Page 5
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oooiJAUJAMy vvo o o geliefert von A. B. MEYER & CO. Telephone nf : - 2440" Neu - - 516" 10 Haupt-Vcrbmdungcn Wir sind zu jeder Zeit zu haben Kohlenhof nahe bei Ihnen. Sanpt Ossice : J9 Nord Pennsylvania Straße. Ziostbare Ucliquicu. ' Sie Scala Santa und das Vils ?lcheropiita ini Palast des Lateran. Gerade zur Fastenzeit wird vielleicht kein Ort in Rom von den Gläubigen mehr besucht, als die heilige Treppe bei S. Giovanni, deren marmorne Stufen einst zum Palast des Pilatus führten, und Kelche der Heiland während seiner Leidenszeit mehrfach betreten. Die Scala Santa wurde durch die Kaiserin Helena, Mutter Konstantin des Großen, nach Rom gebracht und befindet sich jetzt in der Vorhalle im Palaste des Lateran. Beim Eintritt in das schmale Atrium erblickt man drei monumentale parallele Treppen, von denen die mittelste das Heiligthum ist, dessen marmorne Stujen mit Holz verkleidet werden sind, da die Sinkt der frommen Besucher selbst im harten Stein ihre Spuren zurückgelassen. Tenn nur knieend darf die heilige treppe erstiegen werden, während die beiden anderen zum Heruntergehen bestimmt sind. Jedoch an Tagen, wie Freitags, wenn die Scala Santa ganz von frommen Pilgern bedeckt ist, kommt es auch vor, daß die gewöhnlichen Treppen knieend erstiegen werden. Auf den Stufen befinden sich hie und da Messingkreuze, welche die Stellen bezeichnen, wo das Blut des Heilands floß, und jeder Pilger verweilt und küßt andächtig die geweihten Merkmale. Oben angelangt, sieht man in die Sancta Sanctorum, die 'Kapelle der Reliquien, die reich und harmonisch mit schönen. . mittelalterlichen . Schnitzereien und Mosaiken verziert ist und über dem Altar einen massiv silbernen Reliquienschrein trägt. Darinnen befindet sich die kostbarste Reliquie, die selten und nur bei hohen Festen den Gläubigen durch ein Gitter gezeigt wird, das Bild Acheropiita (nicht von' Menschenhand gemacht), ein Gemälde auf Cedernholz, welches vom heiligen Lukas begonnen und von Engeln vollendet worden sein soll. Dicht bei der Kapelle der Sancta Sanctorum ist eine kleine Kirche der Passionisten, welchen die Obhut für die heilige Treppe anvertraut ist. In früheren Zeiten, als der Papst noch den Vatikan verließ, war er ein eifriger Vesucher der Scala Santa, und dies soll der letzte Platz gewesen sein, wo sich Pws IX. öffentlich gezeigt hat, an einem schönen Septembernachmittage des Jahres 1870, gerade am Abend vor dem Eindringen der italienischen Truppen durch die Bresche 'von Porta Pia. Wirkung des Kanonendonners. Ein russischer Arzt, Dr. Wassiljew, hat in einer Petersburger Fachzeitschrift Untersuchungen über den Einsluß des Kanonenschusses auf das Gehörorgan veröffentlicht. Die Unterfuchungen wurden angestellt nach dem Schießen aus Feldkanonen. Es wurden nur diejenigen Leute untersucht, die den Kanonen am nächsten standen, und circa sechs bis sieben Stunden nach dem Schießen. Subjektiv brachten die Patienten vor, daß sie Geräusche, Töne, Pfeifen verspürten, manche eine gewisse Betäubung. Das Trommelfell war bei vielen verändert. Die Veränderung bestand in einer Blutüberfüllung, die sich in einer röthlichen Linie der Gefäße bis zur, vollständigen Röthung des ganzen Trommelfelles, zuweilen auch in Blutunterlaufungen ohne Perforation anzeigte. Das Gehör war herabgesetzt mehr für hohe Töne als für. niedrige. Am 3. bis 4. Tage nach dem 'Schießen war das Gehör wieder normal, nur bei zwei Soldaten dauerte das Geräusch mehr als eine Woche. Alle Geprüften erklärten, daß das Schießen mit rauchlosem Pulver empfindlicher wirke. Das eigene Requiem. Bei der Beerdigung eines Kaufmanns in Cork, Irland, wurde auf den Deckel des Sarges ein Phonograph gestellt und in Bewegung gesetzt. Die Trauerversammlung in der Kirche hörte nun ein Requiem. daS der Verstorbene selbst in den Apparat gesungen hatte. Die Walze wird aufbewahrt werden, und an jedem Jahrestage seines Todes soll seine Stimme wieder erklingen. . Der Verstorbene besaß eine, schöne Baritonstimme, die bei mancher öffentlichen Feier seine Mitbürger entzückte. '
Winterabend.
Von Noda Roda. Es tanzt der Schnee in flockigem Reigen Und thaut zu nichts auf den Bürgersteigen. Bescheiden im Schleier glüh'n die Latcrnen. Gedämpftes Geschrei tönt aus den Tavcrncn. '- Die Wagen rasseln, es ftuthct die Menge Und stößt sich mit Ellbogen durch das Gedränge. Mein Weib nicht wahr? der Nebel, der rieselt Turch Mark und Vcin und fröstelt und nieselt Wir wollen nicht länger mehr draußen bleiben. Uns lieber zu zlvcicn die Zeit vertreiben. Wir machen ein Feuer im kleinen Kamine, Entzünden die Flamme - der TheeMaschine Tas Wasser singt uns leise im Kochen Ein Lied vom Honig der Honigwochen. . Wir wollen aufs neue uns Liebe schwören. ' . ' UnZ freuen.' daß wir einander gehören, Uns küssen und herzen und unterdessen Die Welt, die Menschen und' alles vergesfen. Närenjagd. Dumoreske von Ferd. Grüner. Im Rebenstüberl vom Rothen Krebs" saßen die Mitglieder des Hubertusbundes" um den großen runden Eichentisch, jeder ein volles Krügel vor sich. Alle rauchend, daß eine dichte Wolke über dem kleinen Raum schwebte. Mit offenem Munde hörte Jülg Franz, der Großbauer, der seit undenklichen Zeiten die Gemeindejagd gepachtet hatte, zu, wie Emanuel Jost, Steuerinspektor in Pension, von den Heldenthaten erzählte, die er auf gefährlicher Jagd gethan. Das rothe, dicke Gesicht des alten Herrn wurde noch röther, und ein paar Schweißtropfen perlten von der allzuhohen Stirn nieder auf die Wänglein, da er vermeldete, wie er einmal auf seiner Ferienreise im tiefsten, waldigsten und bergigsten Bosnien an einer Bärenjagd theilgenommen und ihn nur seine Geistesgegenwart rettete, mit welcher er der braunen Bestie das Messer zwischen die Rippen stieß: mitten in's Herz! Die Büchse hatte versagt, nichts, nichts konnte mich retten, als die Geistesgegenwart. Und über die verfüge ich immer!" schloß bescheiden-stolz Jost und blickte wie ein Triumphator um sich. Der Jülgbauer ging ein leises Gruseln durch die Glieder, während er die Pseife ausklopfte und noch hie und da ein fragendes Wort an den Beamten richtete, der in Steuersorgen zwar grau, aber auch recht behäbig geworden war. Der hagere, sehr kurzsichtige Lehrer blickte stumm auf sein Glas. Er dachte nach, wie er nächstens seinen Jungen an diesem Beispiel den ungeheuren Werth der Geistesgegenwart klar machen wollte. Adjunkt Flügge hatte sein von Schmissen zerrissenes Gesicht zum tiefsten Amtsernst gezwungen, nur manchmal wechselte er mit dem Oberförster Kröne einen eigenthümlichen Blick. Der Oberförster fuhr sich ein paarmal durch den langen Bart, dann nahm er einen tiefen, tiefen Schluck aus dem Krügel. Sich den Schaum aus den Mundwinkeln wischend, brummte er halblaut durch die Zähne: Geistesgegenwart, das kennen wir! Wahrscheinlich hat er ein Meerschweinchen für einen Bären angesehen." Und laut setzte er seine Rede fort: Es ist wahr, 'ne Bärenjagd ist eine gefährliche Sache, wenn sie nicht 'gelingt. Aber Gott sei -Dank, werden einem mehr Bären aufgebunden, als es wirkIich gibt. Herr Jost sah ihn ein wenig unsicher an. Sie meinen doch nicht Herr Oberförster ?" entgegnete er scharf. Der alte Forstmann that erstaunt. Die Anwesenden natürlich ausgenommen. Aber was die Geistesgegenwart betrifft, so haben Sie ganz recht, Herr Jost. Packte mirä da einmal, als ich mich im Walde draußen für eine Viertelstunde unter einen Baum gelegt hatte, um ein wenig zu nicken, ein elendiger Landstreicher an der Kehle und wollte mich in die besseren Jagdgründe befördern. hatte die Hände ganz merkwürdigerweise in den Taschen und konnte sie nicht herausbringen, wie sehr ich mich auch bemühte. Mir wurde schon himmelangst, da plötzlich spürte ich einen Biß in meiner Hand ein furchtbares Geheul ich riß die Augen auf und lag zu Hause in meinem Bette, mit den Fingern den Hals meines Karo umklammernd, der mich in seiner Todesangst gebissen hatte. Meine Frau war entsetzt hbe!gestllrmt. Ich weiß gar nicht, was sie von mir gedacht haben mag." Der Steuerbeamte sah den Oberförsier zweifelnd an. Ich verstehe nicht das heißt wie meinen Sie das?" Der Weidmann lächelte sanft. ..ch wollte nur sagen, daß man manchmal glaubt, sich in der Gefahr zu befinden, und man liegt ruhig zu Hause im Bette." Jost trank rasch sein Vier, aus und verabschiedete sich von den Hubertusbrüdern" von denen insbesondere der Oberförster und Adjunkt Flügge noch lange zurückblieben und die Köpfe zu einander steckten. Der Oberförster
machte em gnmmtges Gesicht, das aber allmählich freundlicher wurde, bis er schließlich still vor sich, hin.' lachte. Warte nur, Du mit Deiner Geistesgegenwart," brummte er, als er sich dann auch zum Heimgehen wandte und dem Adjunkten die Hand reichte. Ein paar Tage später, als derOberförster gegen Abend aus dem Forst zurückkehrte und dabei die Landstraße benützte, kam ein alter Zigeuner des Weges, der an Kette und Strick eine alte, abgemagerte Bärenmutter führte, die recht trübselia blinzelte und nur
Zuweilen einen zärtlichen Blick auf ihren putzigen Sohn warf, der trn Straßengraben einhertrottete. Der Forstmann blieb stehen, ein dergnügtes Lächeln flog über sein Gesicht und unwillkürlich stieß er einen Pfisf aus. Der Zigeuner blickte auf und zerrte energisch an der Bärin, als ihn der Oberförster herbeiwinkte. Küß sich die Hond, Euer Gnoden," kam es zwischen den weißblitzenden Zähnen des Nomaden, und tief senkte er das von grauen, langen Haarsträhnen umwucherte Haupt, während er den breitkrämpigen Filz schwenkte. Die Bärenmutter schien sehr müde zu sein, denn sie legte sich sofort nieder und stieß ein stöhnendes Brummen aus. Das Junge trampelte im Straßenraben weiter. Es schien sich um die Alte nicht zu kümmern. Haltet doch die kleine Bestie auf," rief der Forstmann, als der täppische Petz sich vergeblich bemühte, durch eine im Graben liegende Drainage-Röhre seinen Weg zu nehmen. Der Zigeuner holte mit ein paar kräftigen Fußstößen den Bärensohn zurück. Wohlgefällig betrachtete der Forstmann das junae Thier, welches die Größe eines mittelstarken Hundes hatte. Wollen's kaufen. Euer Gnoden?" fragte der Treiber. Iß gutes Bär." Der Oberförster schüttelte lachend den Kopf. Nein, nein, das nicht. Aber könntet Ihr mir dieses braune Bürschchen da nicht so auf zwei oder drei Tage überlassen?" Der Zigeuner sah ein wenig angstllch den Weidmann an. Euer Gnod'n sein Jäger. Wird da Marko nicht erschössen?" Nichts dergleichen. Ich liefere ihn wieder lebend ab. Also, was verlangt Ihr für zwei Tage? Aber Ihr dürft nicht mehr in's Dorf ziehen, fondern kommt jetzt gleich zu mir. Könnt auch die alte Bärin mitnehmen und bleibt die zwei Tage bei mir. 's . darf Euch Niemand sehen. Essen und Trinken bekommt Ihr auch. Also wollt Ihr?" O, je. Euer Gnod'n". lachte der Zigeuner und haschte nach der Hand des Forstmannes. Wird' sich auch altes Bär ruh'n aus, iß so nicht ganz gesund. Hot sich Fuß gestaucht." Also Ihr seid einverstanden. Fünf Gulden für zwei Tage und freie Zehrung für Euch und Euere Viecher." Küß die Hond, Euer Gnod'n, dank sehr scheen. Thun Euer Gnod'n nicht vielleicht brauchen kleines Bär auf länger?" Mir genügen zwei Tage. Also kommt!" Von der Landstraße abbiegend zum Forst, der nur wenige Schritte entfernt lag. zog die kleine Gesellschaft ohne daß sie Jemand bemerkte, auf versteckten Pfaden zur Försterei. Der große, luftige Schuppen wurde den Fremdländern zum Aufenthalte angewiesen. Wir haben doch übermorgen die Jagd drunten im Kuppenbufche angesagt?" fragte der Oberförster nun schon zum drittenmal den Adjunkt Flügge, der aus dem Lachen nicht herauskam, als er die seltsamen Gäste heranziehen sah. Ja, gewiß," gab dieser zur Antwort. Die Jagd wird prächtig werden," lachte der Oberförster. Aber reinen Mund gehalten über meine Gäste; sind Sommerfrischler!" wandele er sich scheinbar ernst an seinen Gehilfen. Gewiß! Werde Madame Bär und Baby nicht verrathen," erwiderte dieser ebenso. Zwei Tage später war die Jagd im Kuppenbusche. Ein prächtiger, sonniger Herbsttag. In der Försterei versammelten sich die Hubertusbrüder" vollzählig. Alle waren in heiterster Stimmung, denn das Frühstück, welches der Oberförster austragen ließ, war ganz besonders schmackhaft. Als letzter kam Herr Jost, Steuerinspektor i. P. angedampft. Der wohlbeleibte Herr, welcher einen knappsitzenden Jagdanzug trug und.ein Hütlein mit einem prächtigert Birkhahnstoß, hatte seine Büchse wie immer noch in dem braunledernen Futteral stecken. Er schwitzte furchtbar. Dem Frühstück sprach er aber wacker zu. Dann ging es unter des Oberförsters Führung hinaus zum Kuppenbusche. Es war ein harter Weg. Er dehnte sich unsäglich. Bergauf, bergab, durch Gestrüpp ging es wohl eine Stunde lang. Herr Jost seufzte, aber der Oberförster hatte taube Ohren. Adjunkt Flügge erbarmte sich des Keuchenden und erklärte sich bereit, ihm bis zur Jagdstelle die'Büchse zu tragen. Dankbar nahm Herr Jost dies . an, und etwas erleichtert bemühte er sich, mit den anderen Schritt zu halten. Endlich war der Kuppenbusch erreicht. Der Oberförster hatte hierher einen Mann mit Atzung gesendet, so
daß die ausgetrockneten Kehlen wieder vefeucyiet werden konnten.. Dann wurden hen Schützen ihre Plätze . angewiesen. Der Oberförster führte den Steuerbeamten i. B. ver- . sonlich auf feinen Stand. Er war I ziemlich weit entfernt auf einer schmaj len Lichtung, von drei Seiten mit jüngerem Dickicht umgeben. Nur auf der einen Seite standen mehrere hochstäm- .-( mige mannen. Hier haben Sie einen ausgezeichneten Platz. Halten Sie nur besonders die Linie rechts im Auge. Es wird ein ausgezeichneter Trieb werden. Ich glaube, Sie bekommen da das stärkste Hochwild zu sehen." Ich danke Ihnen," entgegnete Jost. Weidmannsheil!" Der Oberförster schlug sich in die Büsche. Herr Jost besichtigte genauer den Platz und ließ sich auf einem glatt abgesägten Baumstumpf nächst den Tannen nieder. Einige Minuten sah er aufmerksam nach der angedeuteten Richtung und horchte auf jedes Geräusch. Aber es war ganz still. Herr Jost bekam nach einer Viertelstunde den Krampf in die Waden, denn der Sitz war etwas niedrig. Aechzend ließ er sich auf das Moos zu Füßen der Tannen nieder. Es war ihm heiß, sehr heiß. So rückte er sich den Hut tief in die Stirn, lehnte sich mit dem Rücken an den Baum und sah nachdenklich aufstine blinkenden Röhrenstiefel. Allmählich fingen seine Augen n zwinkern an, und endlich nickte er ein. O, er schlief nicht, er hörte jedes Rauschen in den' Aesten und Es war gräßlich. Saß er da oben auf einem Thurm und sollte hinunterspringen in die gähnende Tiefe,- sobald die große Glocke zu läuten ansinge Bim Bam ! Es war ihm furchtbar zu Muthe. Jede Secunde zitterte er. dan die Glocke au läuten beginnen werde und jetzt der erste Klang. Er machte eine heftige Bewegung, verlor den Stamm im Rücken und lag nun der Länge nach auf dem Moose. Erschreckt riß er .die. Augen auf, ein furchtbares Heulen, nein Brummen war vernehmbar. Ein eisiger Schauer ging durch seine Glieder. Er schnellte mit dem. Rücken empor. Alle Heiligen, dort kam ein brummend Thier, ein Bär, heulend auf ihn zu! Blitzschnell war er auf denFüßen, das Gewehr kam ihm in die Hände. " Aber wozu erst schießen? Die Bestie trollte ja schon fünf Schritte vor .ihm. Er warf die Flinte . weg, faßte den Stamm der Tanne und stöhnend klimmte er hinan. Ein Gruseln überlief ihn, als am Stamm drunten die Bestie brummte. Nun hatte er Len ersten Ast erreicht. Freddestöhnend schwang er sich darauf, da - ein Knistern, der Ast bog sich, brach, und Herr Jost stürzte hinunter, der .Bestie auf den Rücken, die er am Halse umklammerte. Und fort ging die wilde Jagd, der Bär mit Herrn Jost! Er schrie nicht, er keuchte nur, und seine Hände hafteten wie Kletten an dem Thiere. Auf einmal lag er mitten? itn Kuppenbache Als er aus dem nassen Elemente sich mühsam erhob, standen der Oberförster, der Adjunkt und der Jülgbauer am Ufer und lachten, bis sie blau im Gesichte wurden. Etwas abseits stand ein Zigeuner, zwischen dessen Barturwald ein Loch starrte, aus dem ein sonderbares Glucken kam. Er streichelte dabei den Värensohn, der Herrn Jost so tödtliche Angst eingejagt. Das Bärlein streckte die Zunge heraus und sah mit einem ängstlichen Grunzen zu Jost hinüber, der mit ebensolchen Blicken den Bären maß. Herr Jost, Sie sind ein tapferer Mann, auf einer solchen Bestie getraute fö mich nicht zu reiten, zumal ohne Sattel," sagte sehr ernst der Oberförper. als der Steuerbeamte i. P. langsam dem Wasserbette entstieg. Ueber solche Geistesgegenwart verfüge ich nicht, der Gedanke wäre mir wahrlich nicht gekommen!" fügte der Adjunkt hinzu. 'Herr Jost überging diese Bemerkungen mit Schweigen. Ich schoß zweimal auf den Bären, fehlte aber wahrscheinlich," versicherte er und entlud die Röhrenstiefel ihres Inhaltes. So,' so," meinte freundlichst der Oberförster. Ich hätte mich dann aber nicht erst bemüht, meine Büchse wieder in das Futteral einzuzwängen." Futteral?" stotterte Herr Jost. -Nun ja, freilich, da sehen Sie doch." Der Jülgbauer reichte dem Sprachlosen seine Büchse, die noch immer in dem hübschen braunledernen Futteral steckte. Hot sich sehr gut," lachte der Zigeuner. Ledernes Gewehr." Herr Jost ittrt aus dem Hubertusbunde" aus und übersiedelte in das nächste Städtchen. Diese Bärenjagd wurde aber in den Jahrbüchern des Bundes verewigt. Stoßseufzer. Ach, wenn doch der Schöpfer aus Eva hätte 'ne alte Jungfer werden lassen!" Aus Erfahrung. Graf (der eine reiche Partie gemacht hat): Ich versichere Ihnen lieber Bredow, am vortheilhaftesten kann man sein Kapital in einer Heiraths annonce anle-
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