Indiana Tribüne, Volume 28, Number 160, Indianapolis, Marion County, 28 February 1905 — Page 7
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Jndkana Tribüne, 28. Februar 1905.
Im Kampfe mit dem SchZcksnl. Roman von SilaS 5k. Hocking, übersät von B. Treumantt. Koner. C Fortsetzung.) . i' Ringsum dicht, wie eine Mauer, und hohcZ Gestrüpp dahinter? Und innen stand eine Bank?" fragte er eifrig. Ja, ja aber kennst du den Platz?" ES muß Gideons Ruh" sein," sagte er mit bebender Stimme, wo Mutter starb; die Stelle, die ich immer gesucht und nie habe finden können." Es ist aber schrecklich weit von hier, Hans. Daß wir dort waren, ist viele, viele Wochen her." Ich werde doch noch mal hinkommcn," sprach er im Ton der Ueberzeu gung. Aber dein Vater ruft eben nach dir." Damit war das Gespräch zu Ende, denn sie mußten sich beeilen, den Wa gen einzuholen. Achtes Kapitel. Liebesahnen. Innerhalb der nächsten Heiden Jahre erlebte Hans nichts Besonderes. Mehr und mehr lernte er sich nützlich zu machen, bis er schließlich feinem Lehrmeister Sam Lazarus fast unentbehrlich war. Dieser behandelte ihn demgemaß rücksichtsvoller, und so weit es in ihren Kräften stand, ließen seine Pflegeeltern es an nichts fehlen, ihm das Leben angenehm zir machen. Wußten sie doch, daß sie, falls er eines Tages von ihnen gehen und sich selbstständig machen würde, keinen Ersatz für ihn finden konnten. Gelehrig, flink, von kräftigem und dabei geschmeidigem Körperbau, war Hans zu Allem geschickt, er konnte eben Alles, was er wollte. Noch immer mieden sie die kornische Hochebene mit der Pentarnum - Heide, weil sie sich seiner nur so lange sicher glaubten, wie er nicht mit seinerSchwester oder sonstigen Verwandten zusammentreffen konnte, die sich seiner etwa noch erinnertcn. Und wie sie überHaupt darauf bedacht waren, ihn ganz von seiner Vergangenheit zu lösen, jeden Gedanken an seine früheren Beziehungen in ihm zu ersticken, so suchten sie anderseits sein Interesse für ihrNomadenleben und Alles, was damit zusammenhing, rege zu erhalten und lhn völlig in ihren Jdeenkreis hinein zu ziehen, bis er selber sich gänzlich als zu ihnen geho'riq betrachten, keinen andern Wunsch und Willen haben sollte, als einer von ihnen zu sein. Allem Anschein nach konnten sie denn auch mit dem Erfolg ihrer Erziehungsmethode zufrieden sein. Nicht nur war Hans Lazarus, wie er immer genannt wurde, der hübscheste, stärkste und leichtfüßigste unter seinen Kämeraden, der sie in allen zigeunerischen Künsten und Kraftproben übertraf, sondern auch der Verwegensten einer, der vor keinem Wagestück zurückschreckte. Dabei gleich rasch im Rächen einer Unbill, wie im Verzeihen, war er beliebt und gefürchtet zugleich. Ueber die Vergangenheit zu sprechen, hatte er längst aufgegeben. Es schien wirklich, als sei durch die sieben Jahre Zigeunerleben, und gerade die Jahre, in denen das Gemüth am bildsamsten ist. seine ganze Natur umgewandelt worden. Trug er nock nach einem festen Heim, einer seßhaften Lebensweise Verlangen, so behielt er diesen Wunsch doch klüglich für sich. Und wenn er mitunter über das Schicksal seiner Schwesi? nachsann und das Glück, ihr zu begegnen, immer noch erhoffte, so sprach er auch davon nicht mehr. Trotz seiner Jugend hatte er einsehen gelernt, daß es thöricht ist, daS Herz beständig auf derZunge zu haben, und daß man über feine intimsten Angelegenheiten am besten schweigt. Nur Gemma gegenüber machte er eine Ausnähme, sie gehörte zu seinem Leben, von Jahr zu Jahr fühlte er sich mehr zu ihr hingezogen, und ob er auch Monate lang nicht mit ihr zusammen war, sah er beständig nach ihr aus. Auf eine Viertelstunde Weges erspähte er den Banfyld'schen Reisewagen, und Gemmas von lichtem Haar umflattertes Köpfchen hätte er gleich unter Tausenden erkannt. Wo Gemma erschien, war sie der erklärte Liebling im ganzen Lager, und ihre Ankunft rief stets einen stürmischen Jubel hervor. Bei diesen lärmenden Vegrüßungsscenen verhielt Hans sich merkwürdig still, und wer ihn so abseits stehen sah, hätt sicher geglaubt, daß ihn Gemmas Kommen völlig kalt ließ. Sie aber kannte ihn besser und nach einem Weilchen suchten sie einander auf. Hans sprach dann fast schüchtern: Ich mochte mich nicht zwischen die Anderen drängen, aber daß du wieder da bist, freut keinen so, wie mich." Das weiß ich, Hans, und ich hab' mich auch auf dich am meisten ge freut." Hans schwieg dann. Er hatte sei nen großen Wortvorrath zur Verfügung, und was die Seele am tiefsten bewegt, läßt sich auch am schwersten in Worten ausdrücken. Gemma pf!:gte durch die Frage, wie es ihm ergangen sei und was er inzwi schen erlebt habe, die Unterhaltung rn's Geleise der Alltäglichkeit zu,bringen. Am liebsten hörte er nur zu, wenn
sie plauderte, und betrachtete' sie von der Seite. Immer von Neuem war er verwundert, daß die Sonne ihre Haut nicht bräunte und sie nach der heißesten Zeit des Sommers ganz so weiß aussah, als sie im Frühjahr die Stadt verlassen hatte. Sieh mich dagegen an, Gemma sagte er, seine ausgestreckte Hand mit nicht eben beifälligen Blicken musternd. Hat Lala nicht recht, wenn sie sagt, daß ein angebranntes Stück Holz hell gegen meine Haut absticht?" Statt der Antwort legte sie lächelnd ihre feinen weißen Hände quer über seine braunen, doch nur, um sie ganz kurze Zeit da liegen zu lassen. Hatte doch Hans meist nichts Eiligeres zu thun, als sie fest zu halten und viel länger zu drücken, als ihr nothwendig schien. Ist es nicht ganz verkehrt, Gemma," sagte er einmal, daß du, eine geborene Zigeunerin, so weiß bist, während ich. der doch kein Zigeuner, so dunkel wie ein Mohr geworden bin?" Ach, die Farbe, das ist noch das Wenigste," meinte sie. Ich weiß was, das ist nochviel verkehrter." Was denn?" fragte er gespannt. Daß du, obwohl nicht als Zigeuner geboren, ganz zufrieden als Zigeu ner lebst. Ich aber habe nie ein anderes Leben kennen gelernt und kann es nicht lassen, mich nach einem hübschen Haus zu sehnen, wo ich jahrein, jähraus drin wohnen mochte." Das ist freilich kurios. Aber ich fühle mich auch nicht so glücklich, wie es dir scheint. Ja, solange Alles ehrlich zugeht, bin ich ganz vergnügt. Aber so Manches, was ich sehe, will mir gar nicht gefallen," Jeder muß zusehen, wie er das Meiste kriegen kann," sagte sie. Ich fordere für meine Waaren immer doppelt fo viel, wie sie eigentlich kosten sollen." Ja, das ist eben Geschäft," entgeg nete er nachdenklich; es ist doch nicht gerade stehlen." Das ist allerdings was Anderes," antwortete sie mit einer fast würdevollen Miene. Wir Banfylds stehlen nie. Es ist gemein." Ach so" sagte er etwas ungläubig und sprach dann nicht weiter. Die Pause, welche hierauf entstand, wurde von Gemma unterbrochen, wobei sie sein Kinn in ihre weißen Hände nahm. Du weißt nicht, was ich weiß." WaS denn, Kleine? Ist es etwaS Gutes?" Ich dürfte es dir eigentlich nicht sagen. Die Mutter würde schelten." Wie sollte sie denn schelten können? Sie hört's ja nicht. Oder meinst du, ich sei so einer, der 's Maul nicht halten kann?" Ich möcht' es dir doch lieber nicht sagen Jungen muß man keine GeHeimnisse anvertrauen." Oho! Bekanntlich sind Mädel Plaudertaschen." Na, ich willdir's ja sagen aber wirst du es auch ganz gewiß keinem Menschen erzählen?" Da du es nicht wünschest, gewiß nicht." sagte er. Vtun denn" dabei sah sie aus iyr Kleid nieder und zupfte daran herum die Mutter sagt, weil ich mir doch immer ein Haus wünsche ich .bekäme eins, wenn ich groß bin " .Ah -" Ja, und sogar ein sehr großes, schönes, wenn ich siebzehn Jahre geworden bin. So, nun weißt du'." Aber warum gerade, wenn du siebzehn bist?" Weil nun, weil mein Prinz dann kommt." Dein Prinz?" fuhr er auf. Was für ein Prinz?" - Aha! Jetzt wirst du neugierig, Hans!" lachte sie vergnügt. Du weißt wohl nicht, daß wir Banfylds alle aus fürstlichem Geschlecht sind?" Hat dir deine Mutier den Unsinn in den Kopf gesetzt?" fragte er verächtlich. Es ist kein Unsinn," entgegnete sie ernsthaft; der letzte Zigeunerkönig ist ein Banfyld gewesen, und Mutter sagt, daß an unserem Stammbaum so recht weiß ich freilich nicht, was das ist unsere Linie direkt auf ihn zucuckfüi." Und dein Prinz was hat der damit zu schaffen?" Nichts weiter, als daß mir die Mutter gesagt hat, ich wäre Prinz Williams Erkorene" ja, so sagte sie die erkorene Baut von Prinz William." Was? Die erkorene Braut von Prinz William?" wiederholte er langsam ihre Worte, als habe er Mühe, zu begreifen. Aber von so einem Prinzen habe ich nie was gehört." Ich auch nicht, bis Mutter mir von ihm erzählt hat. Er wohnt sehr' weit von hier in einem mächtig großen, schönen Hause. Und er ist der älteste Prinz der Familie Banfyld." Und wenn er kommt, wirst du ihn dann auch mögen?" In seinen forsehend auf sie gerichteten Augen war ein seltsamer (Uanz. O, ich denke wohl Mutter sagt, Fürstlichkeiten werden nicht gefragt, ob sie einander wollen," erwiderte sie gleichgiltig. Es wird Alles von ihren Angehörigen bestimmt." Hm, es würde eine große Beränderung bringen," meinte er nachdenklich, und als spräche er mehr zu sich selbst. Ja, nicht wahr? Besonders für mich. Denke dir ein eigenes Haus
und eine feine Equipage! Und noch viel mehr schöne Sachen! Mutter sagt, ich kann dann haben, was ich will." Du freust dich wohl sehr darauf?" fragte er mit truder Miene. Natürlich! Ich habe schöne Sachen ja so gern."
Und mich wirst du dann mcht mehr kennen," sagte er traurig. Du wirst viel zu stolz sein, mich auch nur azusehen." Ich werde allerdings einePrinzessin sein, aber nicht stolz gegen dich, Hans. Ich bleibe immer deine Freundin." Und wann soll das Alles vor sich gehen?" Spätestens wenn' ich siebzehn bin, vielleicht auch schon früher, wenn er abkommen kann. Und, wie du weißt, bin ich jetzt zehn." Ja, und ich bin vier Jahre älter," sagte er, finster vor sich hinstarrend. Ich wollte, es wären zehn." Warum das?" n Statt vierzehn wäre ich dann zwanzig Jahre und ein Mann. Ich würde mit dlr davonlaufen, und käme der Prinz, fo würde ich mit ihm fechten!" Du wirst doch nicht?" Gewiß werde ich!" rief er mit blitzenden Augen. Ich will nicht, daß aus deiner Heirath mit dem Prinzen was wird! Du brauchst keinen Mann zu heirathen, den du nie gesehen hast!" Aber Hans, dann bekäme ich das schöne Haus nicht und keine schönen Sachen." Ja, ja, so seid ihr Mädchen. Schöne Häuser und feine Kleider sind Alles für euch. Und wer kein schönes Haus und keine feinen Sachen hat, der gilt euch nichts. Pah, was nutzt da alles Reden? Ein Thor, der es anders verlangt." Er wandte den Kopf und wischte sich die Augen mit der Hand. Ich dachte, du würdest dich darüber freuen," begann sie nach einer Pause. Und nun sprichst du so " Ich freue mich ja ganz furchtbar freue ich mich!" fagte er in scharfem Tone. Und dann milder: Wenn du nur glücklich wirst, das ist für mich die Hauptsache wahrhaftig, mehr als" ein Druck im Halse hinderte ihn am Weitersprechen, und seine Augen wurden abermals feucht. Gemma sah es nicht, ihr Blick war in die Ferne gerichtet. Wie schade," sprach sie zögernd, daß du' kein Prinz bist. Du weißt ja, daß ich dich am liebsten habe." Mag sein," entgegnete er bitter. Aber schöne Sachen hast du noch viel lieber. Darauf kommt es vor Allem an, und ein armer Junge, wie ich, was ist an dem gelegen?" O, Hans! Hätt' ich dir's doch nicht zählt! Jungen sind zu unverständig. Nun bist du mir böse, daö hab' ich davon." . Ich dir böse, Gemma?" sagte er traurig. Das kommt dir nur fo vor. Ich kann dir ja gar nicht böse sein." Du bist aber nicht ein bischen nett. Anstatt froh zu sein " Aber ich bin ja frob!" unterbrach er sie mit erzwungener Lustigkeit. Ich bin wirklich sehr froh! Weißt du auch, warum? Daß du nicht älter als zehn Jahre bist. Und wenn der Prinz erst kommt, wenn du 'siebzehn bist, dann " Nun, dann?" fragte sie gespannt.' Ach, ich meinte nur " und um seinen Mund zuckte ein schwaches Lacheln was kann in sieben Jahren nicht Alles geschehen!" Hans," sagte sie halb abgewendet, mit schmollender Miene, ich glaube, wenn's nach dir ginge, du littest am Ende gar nicht, daß der Prinz kommt." Da hast du am Ende so unrecht nicht," antwortete er mit einem Anflug seines alten Humors. Ode? meinst du, ich sollte mich freuen, wenn du fortgingst?" Sie sagte hierauf nichts. Und dann nur: Du weißt doch, daß du mir versprochen hast, mit Niemand davon zu reden." Er nickte, und sie lief davon. Hans quälte sich noch bis spät in die Nacht hinein mit Gedanken über Gemmas Eröffnungen, ohne daß ihm jedoch das geheimnißvolle Gespräch Bob Banfylds mit Sam Lazarus einfiel. Nichts in des Kindes überraschender, doch immerhin glaubhafter Erzählung erinnerte ihn daran. Und gar sie selbst, ihr heiteres Gemüth, ihr ganzes ihm-so vertrautes Wesen war eher dazu angethan, nkle, unheimliche Vorstellungen zu verscheuchen, als zu erwecken. Ihre helle Farbe war allerdings etwas Merkwürdiges. Aber es mochte eben ein Zeichen ihrer fürstlichen Abstammung sein. Er zog ihre Angaben keinen Augenblick in Zweifel, denn oft schon hatte er von der verganaenen Herrlichkeit alter Zigeunergeschlechter und ihrer Könige gehört. Und wüs die Erwachsenen erzählten, spielten die Kinder, wobei jedesmal ohne Widerstreit die Rolle der Könwin Gemma zufiel, wenn sie gerade im Lager war. Wenn also nun in Wirklichkeit für irgend einen Ziaeunerprinzen eine Braut gesucht worden, weöhalb sollte die Wahl nicht auf Gemma gefallen sein? Eine Schönere, Lieblichere und Klügere würde man schwerlich , finden können, meinte Hans. Je erklärlicher ibm die Sache schien, desto weniger tröstlich war sie aber für ihn. . ES war ihm jo weh urn'S Herz
und so seltsam zu Sinn, noch ganz anders, als wenn er an die verlorene kleine Schwester dachte. Und dabei war Gemma keine Schwester, nicht einmal eine Verwandte von ihm. Sie hatte ihm über ihr Thun und Lassen keine Rechenschaft zu geben, und doch fühlte er sich gekränkt, im Innersten verletzt. Visher hatte er nicht gewußt, welchen bedeutenden Antheil sie an seiner Zufriedenheit mit dem Vagabundenleben hatte. Das Herumschweifen mit ihr, das gemeinsame Entdecken traulicher Stellen im Wald und auf der Heide, die dann zu ihren LieblingsPlätzen wurden, wo sie einander trafen und über ihre Erlebnisse und Gedanken plauderten; und wenn sie getrennt waren auf Wochen und sogar Monate das Denken an die Zeit, wo er wieder mit ihr zusammen sein werde es war ihm dies Alles unentbehrlich geworden, es gehörte zu seinem Dasein, und er konnte sich nicht vorstellen, daß es ihm jemals fehlen solle. Wenn er sich mit Plänen für die Zukunft beschäftigte und welcher aufgeweckte Junge von vierzehn Iahren thäte das nicht? so spielte in der
Welt seiner Träume stets und ständig seine kleine blonde Gefährtin die Hauptrolle. Immer war sie mit dabel. wohm auch der Flua seiner Phantasie sich wenden mochte. In jedem Bilde, das er sich ausmalte, hatte sie ihren Platz. Da er wußte, das Gemmas höchster Wunsch ein schönes Heim war, baute er im Geiste die schönsten Häuser für sie wie er deren, von sckattiaem Buschwerk und Wiesenarün umgeben, auf feinen Wanderungen sah, und er dekorirte und möblirte Alles .so hübsch und fein, wie sie es nach seiner Meinung selber nur wünschen konnte. , Nun war's mit einem Male aus und vorbei mit dem Plänemachen und Luftschlösserbauen. Die Geschichte vom Prinzen William hatte Hans mit einem Schlag aus seinen erträumten Himmeln gestürzt. Die in den strahlendsten Farben ausgemalte Zukunft hatte jetzt allen Reiz für ihn verloren; sich mit ihr zu beschäftigen, war überflüssig. Er nahm sich vor, gar nicht über den Tag hinaus zu denken, was morgen kommen würde, war ja doch gleichgiltig. Ueberhaupt nicht nachdenken, das war das Beste. Wenn das nur so leicht gewesen wäre! Er gab sich die größte Mühe, brachte es jedoch nur zu einer zeitweiligen Betäubung durch tollkühne Streiche, durch Aufsuchen und Bestehen gefahrvoller Unternehmungen und Abenteuer. Wenn irgend ein solches Wagestück im Zigeunerlager geplant wurde, erbot er sich dazu, und je größer die Gefahr, desto lieber war ihm der Auftrag. Die älteren Männer betrachteten ihn mit Wohlgefallen. Jim Vradley, ein alter Gauner mit tiefliegenden Augen und niedriger Stirn, erklärte und bekräftigte es mit einem derben Fluch, daß die ganze Truppe stolz auf den Jungen sein könne. Bloß z'wider is mir's," fuhr er in seiner, an einen Vertrauten gerichteten Rede fort, daß der Sam Lazarus den so ganz allein für sich ausnutzt. Noch 'n bissel de richtige Anleitung, und der Bursch' is 'n Vermögen werth." Möcht'st ihn wohl selber anleiten?" sprach der Andere, ein gewisser Sockett. Ein fizes Bürschchen is er, und gescheit auch." Er is noch viel mehr als das. Ein Genie is er, ein wirkliches Genie! Und 's Fürchten kennt er nit, der nimmt's mit 'n leibhaftigem Satan auf!" Lockett nahm ein Priemchen Tabak aus dem Munde und sagte hinter der vor den Mund gehaltenen Hand im Flüstertone: Da könnten wir ihn vielleicht für das Penoyker Geschäft anwerben, Freund Bradley?" Just was ich sagen wollt', bloß aber nit merken lassen dürften wir ihn, was dahinter sieckt. Das würd' ihm den Spaß dran verderben." Hast doch eben noch gesagt, daß er keine Furcht nit kennt!" fuhr Lockett auf. (Fortsetzung folgt.) DerPraktikus. Na, h'ören. Sie, rechts von Ihrem Landsitz haben Sie eine Knochenmühle, links eine Gerberei, rückwärts eine Schlächterei und vor Ihnen 'ne Schmiede wie halten Sie denn solche Nachbarschaft aus?" Sehen Sie, jedes Ding hat auch seine gute Seite. so weiß ich jeden Morgen wenigstens schon nach dem Geruch, aus welcher Himmelsgegend der Wind weht." m. Nach der Fels stürz -Katastrophe von Nesdal am See Loenbanbeb in Norwegen befürchtet man weitere derartige Naturkatastrophen. Man macht darauf aufmerksam, daß der hohe Felsgipfel Hornelen seit längerer Zeit von dem Zusammenbruch bedroht ist; er zeigt bereits mehrere tiefe Risse, und im Frühjahr bei der Schneeschmelze bröckeln jedesmal große Felsstücke ab; man hält ihn für so unsicher, daß bei seinerPassage den Dampfern die Anwendung derPfeife strengstens verboten ist, weil ihr Echo den Gipfel in's Rollen bringen könnte. Die norwegische Presse regt jetzt die staatliche Untersuchung des Zustandes bezw. die Abfprengüng der gefährdetsien Partien an, ehe ein neues großes Unglück eingetreten sei.
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