Indiana Tribüne, Volume 28, Number 158, Indianapolis, Marion County, 25 February 1905 — Page 4

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Jndiana Tribüne. Herausgebt von de, uteerg tt. Indianapolis, Ind. Karry O. Thudinm Präsident. Geschäflöloeal! No. 31 Süd Dclaware Straße. telepho:e ssv. r.tsred at the Post Office of Indianapclij as second das matter.

Wie andere denken. Die Chicago Abendpost beleuchtet un sere Budel-Affaire folgendermaßen : Nichts ist erfolgreicher als der Erfolg, und der Erfolg läßt als kluge große That erscheinen, was ohne ihn als Dummheit oder Schlimmeres bezeichnet werden würde. Daß Herrn BakerZ Vorgehen etwas sehr theatra lisch war und nach dem bekannten Spiel für die Gallerie" schmecktest doch kaum zu leugnen, und gewiß er innert seine wiederholte wortreiche Be theuerung der Ehrlichkeit der Gesetz, gebung, und seiner eigenen im Beson deren, an die Fabel von dem Wolfe, der seine Unschuld an dem Tode des LümmleinS betheuerte, ehe er deS Mordes" angeschuldigt war. Da, außer vielleicht von dem von Baker erwühnten, schon vor längerer Zeit er schienenen Zeitungsartikel, die Ehrlichkeit des Hauses nicht in Zweifel ge zogen war, waren die wiederholten Be theuerungen völlig überflüssig, und Herr Baker hätte sich nicht zu wundern brauchen, wenn daS HauS eben diese Betheuerungen seiner Ehrlichkeit .und Unverschämtheit zurückgewiesen hätte. DaS damit verfolgte Ziel die Geg ner der Vorlage einzuschüchtern war leicht genug zu erkennen, und sonst gilt doch daS Wort: Man merkt die Absicht und wird verstimmt". Die große Mehrheit deS Abgeordnetenhauses von Jndiana wurde nicht verstimmt", sondern stimmte freudig für die Bill, von der erst viele der jetzigen Mehrheit nichts hatten wissen wollen. DaS heißt im günstigsten Falle: der Einfchüch terungSverfuch gelang ; im andern: man ließ in der elften Stunde den Trust in Stich, aus Angst vor einer Enthüllung. ES mag ja sein, daß der betreffende Trust- wirklich Gesetzgeberstimmen gekaust hatte und daß ohne diese kleine Theatervorstellung deS Herrn Baker die Anti'Cigaretten-Bill" von diesen Stimmen geschlagen worden wäre; eS ist ober doch auch sehr gut denkbar, daß eine Mehrheit aus ehrlicher Ueberzeugung gegen die Bill gewesen wäre; ja, sogar, daß die ganze BestechungS' geschichte' deS Herrn Baker erfunden war und die kleine Comödie im Auftrage der Ckgarettenfeinde aufgeführt wurde. Daß gewisse eifrige und thatkräftige Reformverbindungen gern nach dem Wahrspruche Wurst wider Wursthandeln und auch ihrerseits den Dollar sprechen lassen, weiß man. Der Zweck 'heiligt die Mittel, und wenn man durch das Opfer einer S100-Bill den Staat von dem Sargnagel" befreieu kann, scheint das billig. Wenn Herr Baker wirklich, wie er'ö für möglich hielt, $10,000 in dem Briefumschlage gefunden und diese Summe dem Sprecher übergeben hätte, dann wäre die Geschichte überzeugender. Doch das sind nur Möglichkeiten. Angenommen die Geschichte ist buch stüblich wahr. Dann hat zwar Herr Baker dem Staate und der Gesellschaft einen großen Dienst geleistet, indem er die Machenschaften dtf Trust enthüllte und zu einer gerichtlichen Verfolgung seines Unterhändlers den Anstoß gab die Gesetzgebung beging aber auch dann einen schweren Fehler, indem sie Dank der Baker'schen Enthüllung die in Frage stehende Bill so Hals über Kopf annahm. Denn wenn'S nicht schon geschah, dann wird'S, angesichts jener großartige Wirkung, ganz ge wiß nicht mehr lange dauern, bis man solche BeftechungSgeschichten frei erfin det, zweifelhaften' oder schlechten GesetzeSvorlagen zur Annahme zu verhel fen. ES gehört nicht viel Phantasie dazu, im Geige gerade die Budler" ?hr nieder mit den Beftechern" rufen zu hören, wie die Spitzbuben ihr Haltet den Dieb. Denn was gestern inj Jndiana geschah, geschah vor ein paar Tagen in KansaS (hinsichtlich der Oel-raffinerie-Bill) und früher schon in verschiedenen anderen Staaten. Statt auf solche Anschuldigungen hin die betreffende Vorlage Hals über Kopf anzunehmen, sollte eine sofortige Untersuchung angeordnet und die Abftimmung bis nach Beendigung dersel--Im verschoben werden.

. Herr Benedict hat jetzt die gleiche Gelegenheit zu zeigen aus welchem Holz er geschnitzt, wieFokk von Missouri. Gouverneur Hanly scheint sich über die Budel-Geschichte nicht aufzuregen und gerade er sollte die leitende Rolle spielen, wenn eS gilt Corruption der gesetzgebenden Körperschaften aufzudecken. Die Herren Repräsentanten sind eisrig mit der Frage beschäftigt, waS mit den Baker'schen Budelgeloern geschehen. Sie scheinen naiv genug zu glauben, daß sie Versügungsrechte darüber haben. Die Herren sollten wissen, daß das Sündengeld als Bewelsmaterial sofort dem Staatsanwalt eingehändigt werden muß. County Staats'Anwalt Benedict sollte sofort Besitz davon sowie den Begleitbrief ergreifen. Elliotts Antrag im Hause, daß die Schuhe der Repräsentanten m& Senatoren auf Staatskosten gewichst werden sollen, zeigt weß GeifteSKind der Vertreter von Fayette und Wayne ist. Wenn schon für'S Schuhputzen warum nicht auch für'S rasiren? Ein Antrag für Bäder auf Staatsunkosten wäre vielleicht Zeitgemäßer, denn eS giebt leider entsetzlich viele Schmutzsinken unter der ehrenwerthen Gesellschaft.

Wo steckt denn die Citizen-Liga. dieses Monopol für Ehrlichkeit und Reform? In dem Baker Fall hat man noch nichts von ihr gehört. Liegt ihr nur daran ein paar schon gefallene Frauenzimmer zu retten und ist ihr die Proflituirung der Gesetzgeber gleich giltig? Jetzt hat die Liga die beste Gelegenheit zu zeigen, wo sie steht. Also rauS mit der Sprache, ihr Herren von der Liga, greift in die Tasche und unterstützt die Staatsanwaltschaft in Verfolgung der Budler. Wieviel aus dem Gebiete des KmderschutzeS noch zu thun bleibt, hat die letzthin in New Bork abgehaltene Iahresversammlung deS National Child L aborComite" erkennen lassen. DieVerfammlung betrieb ihre Menschenfreundliche Agitation in sehr praktischer Weise, indem sie den Nachweis zu erbringen bemüht war, daß sich Kinderarbeit im industriellen Leben weit weniger gut verlohnt, als man anzunehmen pflegt. Daß eS für die Industrie unprositabel ist, Kinder in jugendlichem Alter zu schwerer Handarbeit heranzuziehen, lernt man erkennen, wenn man ge. nauer betrachtet, waS für Arbeit diese um ihre Kindheit beraubten Unglücklichen theilweise zu verrichten haben. Sie müssen in ihrer geistigen und kör perlichen Entwickelung zurückbleiben, und in der nächsten Generation bietet sich eine Arbeiterklasse dar, die weniger leisten kann, und den Schaden hiervon haben die Arbeitgeber natürlich mitzutragen. DaS einzige Tröstliche in der Statiftik ist, daß von den 1,266,050 Knaben und 486.137 Mädchen im Alter von 10 bis 15 Jahren, die nach dem Census von 1900 in den Ver. Staaten um Lohn arbeiteten, zwei Drittel der Knaben, nämlich 354.957. und fast die Hälfte der Mädchen, nämlich 207,294, in der Landwirthschaft beschäftigt waren, wo die Arbeit der gesunden EntWicklung deS Körpers zumeist nicht hinderlich ist. Die Gesammtzahl der L ohn verdienenden Kinder beträgt ungefähr ein Fünftel aller Kinder dieses Alters in den Ver. Staaten und die Zahl derjenigen, die außerhalb der Landwirth schaft um Lohn arbeiten, nicht viel weNiger als 10 Prozent aller Kinder. Von diesen dienten in häuslicher Beschäftigung 137.951 Knaben und 142.. 192 Mädchen, im Handel und Tranöportwefen 100.313 Knaben und 22.. 194 Mädchen, und in der Industrie 170,980 Knaben und 113,350 Mädchen. Noch deutlicher sprechen die Zahlen, die man findet, wenn man auf die einzelnen Berufe eingeht. Von Kindern unter 15 Jahren waren 1900 beschäftigt als Anetten Mädchen Lehrer 39 414 Schankwärter 367 Kellner resp. Aufwarte rinnen 19,961 118,323 Fuhrleute und Kutscher. . . 11.5S4 &4 Boten und Officeöedienung 37.835 4,210 Verkäufer linnenZ 13,367 6,966 Bergwerksarbeiter 24,113 104 In Baumwollspinnereien . 21,005 23,422 In Tabaksfabriken 5,000 6,372 In der Schneiderei 3,561 7,366 AlS Maschinisten u. Heizer 434 AIS Clerks und Schreiber. 17,733 4,264 Was speziell die Knaben unter 15 Jahren anbetrifft, so finden sich unter ihnen 23 JanitorS und Küiter, 3 VootS- oder Seeleute, 125 Fischer und Aufternfünger , 10 Holzhacker, 3 Schmiede, 193 Glaser. Anstreiche? und Lackierer, 12 Küfer, 23 Graveure und 93 Tapezierer. In der That, Kinder, die in zartefter Jugend so beschäftigt werden, können nicht starke und tüchtige. Arbeiier und Arbeiterinnen werden.

Jndkana Tribüne, i Alls der Legislatur. Die Hochglleife - Vorlage ist vom Hause angenommen worden. Jetzt fehlt nur noch die Unterschrift Hanly'S. Auch die AmendementS die der Senat der Krankenwärterin-Vorlage anhängte wurden vom Hause angenommen und ist die Vorlage nun bis aus die Unterschrist des Gouverneurs zum Gesetz erhoben. Repräsentant Elliott von Fayette und Wayne reichte, einen Beschlußtrag ein, der bestimmt, daß dem SchuhPutzer im StaatShaus täglich zwei Dollar vom Staate für Schuhputzen der Mitglieder bezahlt werden. Die Vorlage deS Abgeordneten Ruick, welche daS SonntagS-Bafeball-Verbot annulliren sollte, wurde abgelehnt. Das Haus vertagte sich um 2 Uhr. . Der Senat machte sich dadurch unsterblich lächerlich, daß er die Dadis Anti-Freipaß-Vorlage annahm. Die Vorlage verbietet jedem Bürger des Staates Freipüsse auf Bahnen zu benutzen. Die Borlage bestimmt 'eine Strafe von $200 $2000 für Ausstellung eines Passes und von $20 $200 für Annahme eines solchen. Im Original war das Verbot nur auf öffentliche Beamte beschränkt und da die Senatoren die Freiyässe-Privile-gien nicht verlieren, aber auch zugleich dem Wunsch der Oeffentlichkeit anscheinend Folge leisten wollten, so verball hornisirten sie die Vorlage in einer Weise, daß sie überhaupt jede Wirk. samkeit verliert. Der Senat wies in Berathung des CiiminalCodex das Amendement auf Abschaffung der Todesstrafe in Indlana ab.

Gottlied L eukhardt, Die gemüthliche Ecke,- . Ecke Noble und Market Str. Indianapolis Neger als MesserHeld in Ctncinnati. William Ogleöby, ein Indianapolis Neger verwundete in Cincinnatl' den Bahnbeamten Amzi FlowerS und wurde durch den Bahnwächter Harry Kloftermann dann in das Bein geschössen. - . ' FlowerS Wunde ist direkt über , der linken Niere, vier Zoll lang und män glaubt, daß er derselben erliegen wirö. i Die Affaire trug sich im Union Bahnhose zu und die größte Aufregung herrschte unter der Menschenmenge. Oglesby hatte sich in der Station niedergelegt, um von einem Rausche aus zuschlafen, als er von dem Beamten geweckt wurde. ; Er wurde grob nnd als dann Flowerö verlangte, daß er fein Billett zeige oder das Gebäude verlasse, griff er zum Messer und gestochen taumelte FlowerS zurück. Während einzelne, der Augenzeugen sich dem Verwundeten zuwandten, machten sich andere zur Verfolgung deS Schwarzen auf, der jedoch zweifelsohne entkommen., wäre, wenn ihm nicht Klosterman die Flucht vereitelt'hätte. Oglesby wurde zur Station gebracht und unter die Anklage des Angriffes mit tödtlicher Abficht gestellt. FlowerS, den man nicht nach seinem Haufe befördern 'konnte, wurde ins Hospital überführt ZnauguratZons.Excursionen ; Nach Washington via Pennsylvania Linien. ExcursionsTicketS nach Washington, in Anbetracht der Präsidenten Jnaugurations Ceremonie, werden am 1. und 2. März via Pennsylvania Linien verkauft. Retourfahrt limitirt auf einschließlich 8. März. Für Einzelnheiten über durchlaufende Züe und WaggowBedienung, Zeitverlängerung und andere Auskunft wende man sich an die Pennsylvania Linien Ticket Agenten. Eine Anzahl Beschwerden sind bei der Behörde für öffentliche Arbeiten eingelaufen, daß Wasser im westlichen Stadttheil in die Keller laufe. Der Superintendent des Straßenreinigung'DepartementS wurde beauftragt für Fortschaffung deS EiseS zu sorgen, damit daSWasser seinen Abfluß erhalte. Overton Margason, ein Handelsmann, 122 Ost Vermont Str. wohnhaft, war nicht wenig erschrocken, als er gestern Abend in seinem Keller einen fürchterlichen Spectakel hörte. Bei näherem Nachsehen fand er, daß sein Pferd durch daS Kellerfettfter gefallen war. Das Thier, welches in der Alley nahe dem Fenster gestanden hatte, war auSgeglitten und somit rückwärtS zu Falle gekommen. . Infolge der durch den Fall erhaltenen Verletzungen mußte das Thier getödtet werden. ' i

25 Februar 1903 Wie ein tapferer russischer Spion . starb, wird in der folgenden ergreifenden Schilderung berichtet. Der Mann wurde in den japanischei: Linien entbtdt; er gestand, daß er ein Spion Kuropai uns sei, und wurde zum Tode verurtheilt. Obgleich die Worte des Nickt-rs Hamano den Russen ,Ryabow tief gefressen haben mußten, zeigte sein Gesich! nicht die geringste Bestürzung. Wenige Tag? darauf fand die Hinrich tung sta it. Ryabow stand an einem Narabaum in einem von hohen Felsen eingeengten Thale. Vier Soldaten zogen ihm gegenüber auf. Die Richter waren anwesend, um die Ausführung ihres Urtheil-sspruches zu überwachen, j Dazu hatten sich noch viel neugierige Soldaten und Zivilisten eingefunden, die einen Russen sterben sehen wollten. Der Verurtheilt: wurde vom Leutnant Fugita aufgefordert, vor dem Narabäume niederzuknien. Von seinen Handgelenken wurden die Stricke entfernt. Darf ich -zu meinem Gotte beten?" fragte der Knieende den Leutnant. Dieser gewährte bereitwilligst eine Frist, und nun betete der Russe inbrünstig. Sind Sie verheirathet?" fragte der Richter. Ja, ich habe eine Frau und zwei kleine Kinder." Jetzt bebten seine Lippen, seine Stimme zitterte, und große Thränen traten aus seinen Augen. Der Gedanke an seine Familie war zu viel auch für seine eisernen Nerven. Selbst die Gendarmen blickten auf ihre Stiefelspitzen, als. ob, sie sich ihrer Weichheit schämten. Hamano nahm des Russen Hand und sagte: In meinen Augen sind Sie einer der tapfersten und ehrenwerihesten Russen. Ich bewundere Sie von ganzem Herzen und bedauere das harte Geschick, das Ihre Tage so verkürzt, wenn ich auch dazu mit beitragen mußte. Wenn Sie über Ihren Besitz Verfügungen treffen wollen, will ich. soweit es in meinen Kräften steht, Ihre Wünsche gern Ihrer Familie üvcrmitteln." Diese Worte rührten den Gefangenen wieder zu Thränen, sein Körper. wurde vom Scklucvzen erschüttert. Dann biß er die Zahne zusammen, um sich zu beherrschen. Schließlich sagte er: Seit meiner Verhaftung war ich auf dieses Schicksal vorbereitet. Ich, schäme mich meiner Thränen und bitte Sie, darüber zu lachen. Meine? Familie habe ich leider nichts zu hinterlassen, ich hoffe, die Regierung wird für sie sorgen. Für Ihre Theilnahme danke ich Ihnen, und nun bin ich bereit, vor meinen Schöpfer zu treten." Hamano drückte dann dem Gesängenen die Hand und zog sich zurück. Ein Gendarm verband dem Gefangenen mit einem weißen Tuche die Augen. Ein junger Offizier zog seinen Säbel. Die Gewehre klappten ein-, zwei-, dreimal. Das verhängnißvolle Wort wurde gesprochen. Ehe wir -es mußten, war Alles vorüber. 'Der Arzt eilte zu dem Gefallenen und stellte den Tod fest. - So starb der Gemeine Ryabow für-seinen Zaren."

Neue japanische Rüstungen' Die japanische Regierung beabsich tigt ein grcßesFlottenprogramm durch' zuführen.. Es wird die sofortige Kiellegung eines Linienschiffes v.n 19,00 Tonnen und 184 Knoten Geschwindigkeit erfolgen. Ferner wcrden zwei gepanzerte Kreuzer gebaut werden. Der. Kiel, des einen ist bereit 5 gelegt. Man erwägt auch den Bau weiterer Kreuzer von 12.00) Tonnen. Die Torpedobootszerstörer und : Torpedobootsf.'otille sollen erheblich verstärkt werden. Für dieses ' Jahr sind 13 Unter:boote ro.ges he', von denen bereits einige eingetroffn siid, sie liegen in Jckohama. Es finden Verhandlungen wcg:n Anlaufs eines chilenischen Kreuzers statt. Die japanische Mannschaft hat Jap-n zur Uebernabme be?eits verlassen. Am 25. Dezember war die Au befs r n ; der ganzen Flotte beendet. Tei Vnneo liegen drei Kreuzer und rer chiedene Zerstörer. Eine andere Kreu er flotte 'geht nach dem SLen. Die A?mirale Toao und Kaminmura fo'gm mit drei SchlOch'schi'fen. Drei Kreuzer erster Klasse kreuzen in te: Tongarustraße, drei ungepanzerte Kreuzer und das alte chinesische Linienschiff Tschinjen" bewachen die Tsu'chimastraße. Die Erklärung der Vb'ad von Wladiwostok wird erwart t A f fformosa landete eine D'v'sion. Der Kreuzer zweiter Klasse Takascgo" ist offenbar verloren geaang n, da die Namen d:r ganzen Besatzung in der Verlustliste- erschienen sind. Es wird ein fünftes japanisches Armeekorps aufgestellt. Ende des Mon.its whd die ganze Armee Ncgis mit 'Oraa vereinigt sein. Die Truppe befinden sich in. vorzüglicher Verfassung. Alle Leute unter 40 Jahren werten einexerziert. Jrl Tokio' Uegen 30.00 Verwundet. Der Gencralst-bsckef des Generals Negi ciebt die Verluste bei der Erstürmung des 203 MeterHügels auf 25.000 Todte und, Vermundete an. Die Ve-eiste:ung deS Volkes ist nach wie vor groß, j Im letzten Vierteljahr 1904 sind von deutschen Berichten siebzig . verschiedene Druckschriften in der Hauptsache wegen unzüchtigen InHalts, aber auch wegen Majestätsbeleidigung, Aufreizung zum Klaffenhaß, Beschimpfung der Kirche und ähnlichen Delikten beschlagnahmt, beziehungskveise vernichtet worden. .-,

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1030 Olt 1050. Dir sprechen in irgeick einem EtadUheil für ' Wäsche vor. 824 W. Narhlasd. Bei vioneZ Cd. Neber die Russendedatie in der französischen Kammer wird aus Paris geschrieben: Die Worte, dieDelcasso in Erwiderung auf die antizaristiiche Redewendung des Sozialsten Allard sprach, und die größtenteils im Lärm untergingen, lauteten: Ich habe im Interesse des-gut;n Namens unseres Landes -die Pflicht,. hier energischsten Protest (stürmische Unterbrechungen links) gegen dte unqualifizirbare Sprache zu erheben . '." (erneute Unterbrechungen.) Rouanet: Es ist die Sprach: 'der Civilisation und Menschlichkeit'-! (Stürmischer Beifall links.) Delcass (fortfahrend): .... die schwer auf denen lasten wird, die sie geführt haben (Lärm links) und draußcn den Freunden Frankreichs keine Freude bereiten wird. Sie können die , Ereignisse bedauern und die Opfer' beklagen. (Larm und Zwischenrufe-, links.) Die Opfer, deren Zahl iibrigens viel weniger groß ist, als man gesagt hat. Sie sind aber keine Richter. Diese Dinge fallen nicht in Ihr Vereich. (Stürmischer Protest. Tu-, mult links. Sehr gut! im Centrum.) Zevaes (Sozialist): Sie sprechen wie Trepow!" Delcassö: Ich spreche als guterFranzose und sage, daß die Empfindlichkeit, die Sie selbst, und auch, ich gegen . die Einmischung in unsere inneren Angelegenheiten zeigen würden, Ihnen die Pflicht auferlegt, die Vorgänge in ci nein anderen Lande mit Zurückhaltung zu beurtheilen. (Großer Beifall im Centrum, links Lärm.) Auf welche Beweise wollen Sie ein unparteiische Urtheil begründen? Ich denke nicht, daß Sie es auf Mittheilungen desAuslandes stützen wollen, deren Verfasser selbst erstaunt wären, wenn man glauden wollte, sie lzätten nur berichtet was sie zu kontrolliren vermöchten. (Tumult links.) Jaurs: Für die Ehre Frankreichs, das ein Land der Freiheit ist. sage ich, daß unser Minister des Aeußeren kein Recht hat, sich zum Advokaten der Erwürgung eines Volkes zu machen. (Stürmischer, lang anhaltender Belsau links.) - Dlcass6: Ich bin und, das genügt mir. Advokat der Interessen Frankreichs, denen Sie in dieser Stunde einen schlechten Dienst erweisen. (Stürmischer. Beifall im Centrum und rechts, großer Lärm links.) WaS kostet dem preuszischttt Staate der Landtag ? Nach dem Etat für 190506 belaufen sich die Kosten, die der Staat fih seine beiden Kammern aufbringen muß, auf 1,959,874 Mark, davon sind veranschlagt auf Ausgaben 1.995.590 Mark, auf Einnahmen 35.716 Msrk. Das Abgeordnetenhaus kostet dem Staate 1.674.769 Mark, davon sind 1,121,150 Mark für Tagegelder und Reisekosten in Anschlag aebracht, sodaß die Verwaltung nur 553,559 Mark kostet, während die des Herrenhauses 285,165 Mark kostet, für jährlich lc Satzungen, die das Haus abhält, etwai viel. Im Herrenhause scheint üöerHaupt etwas viel ausgegeben zu werden. Deshalb mußten jetzt 23,795 M. für Personalvermehrung ausgeworfen werden, während im AbgeordnetenHause dieser Fonds, um. 3980 Mark verringert wurde. Hat das Herrew haus wirklich sö viel zu thun? Betreffs der Tagegelder im Abgeordnetenhause seien folgende Zahlen mitgetheilt: Es werden täglich ausgezahlt 430 X 15 6450 Mark, bei einer Durchschnittssession von 5 Monaten 967,500 Mark. Die Reisekosten werden mit 153.650 Mark vergütet, es kommen also auf jeden Abgeordneten für Hinund Rückreise bei Beginn und Schluß der Session durchschnittlich 35 Mar! 72 .Pfennig, thatsächlich werden die wirklichen Kosten zweiter Klasse vergütet; selbst wenn ein Abgeordneter in. Berlin stirbt, werden noch die Reisekosten erstattet. '