Indiana Tribüne, Volume 28, Number 157, Indianapolis, Marion County, 24 February 1905 — Page 4

Judtana TribSne, 23. Febmar 1905,

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Jndiana Tribüne. HnanZzeen von der atm a

Indianapolis, Ind. 0000400000000m Qaxt$ O. Tbudium 0 0 0 yrisideut. GeschSftSlocal: No, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 26. T.tered at the Pott Office ot Indianapolis aa sccond dass matter. Korporationen und das Volk. Nun erst, seit die einzelnen Staaten zur Unterstützung des Präsidenten Roosevelt seinem Kampfe gegen die Trusts sich ermannen, ist die Hoffnung vorhanden, den Monopolen ernstlich ihre Flügel zu beschneiden und ihre Uebergriffe zurückzuweisen. EZ ist eine -sireng gesetzliche Revolu. tion, zu der stch das Volk unter der Führerschaft RooseveltS ermannt. Eine Erhebung de- Volkes gegen die Trustkönige der Vereinigten Staaten. Im Lasten, im Staate Kansas, wurde der Anfang gemacht, die ver haßte industrielle ZwangSvirthschaft abzuschütteln durch StaatSkonkurrenz gegen den Oel-Truft, diesem Über müthigsten aller Monopole. In Mis. souri werden jetzt gleiche Maßnahmen ergriffen und auch unserer Legislatur in Jndiana wird die Aufgabe bald ge stellt werden, sich den erwähnten Staa ten in ihrer Bewegung anzuschließen. Andere Staaten werden folgen, denn sie sehen den Erfolg voraus. Der Kongreß hat in unzweideutiger Weife die Kanfaö Idee endofsirt und strenge Untersuchung angeordnet. Der Senat allein dürste das einzige Bollwerk der Monopole bilden; aber auch diese Körperschaft wird sich genö thigt sehen, den patriotischen Zielen des Präsidenten kein Hinderniß mehr in den Weg zu legen. Er lernt begreifen, daß, wenn sich das Volk um Roosevelt im Kampfe gegen die Trusts fchaart, er ohnmächtig ist. trotz aller Aldriche. dem ausgesprochenen Willen des Volkes zu trotzen. Die Ehicanen, die er den Plänen des Präsidenten in den Weg gelegt hat, finden jetzt durch daS Volk ihre Verurtheilung. Man hat erkennen gelernt, daß der Senat zum Brutneste der Eorruption geworden, daß er seine Macht zur Erreichung selbstsüchtiger Zwecke miß. braucht hat; daß von ihm aus der Schleim der Eorruption ausgeht, der die gesetzgebenden Körperschaften in Staaten und Städten überzieht. Die großen Riefen - Monopole, in denen nahezu jeder Bundeöfenator direkt oder indirekt intereffirt ist,, sind eS, welche durch ihre Agenten die Volks Vertreter in den Legislaturen corrum piren. ES sind nicht die Schätze, die sie aus dem Markj des Volkes saugen allein, die sie verderblich machen, son dern der Gebrauch derselben aus sonst ehrlichen Dienern deSZ Volkes Schufte und käufliche Subjekte zu machen. Während der das Volk mit den Er eignissen im spanischen Kriege, der Erhebung der FilippinoS- beschäftigt, dem Anwachsen der Trusts keine Auf. merksamkeit schenkte, konnten die Dol larkönige ungestört ihre Herrschaft der. breiten. . Nun diese Ablenkungen vorüber, hat TOrttt ftS WVirnlmRrMlim Qtt UU3 Jv4l 4ilV wb sich um die inneren Angelegenheiten deö Landes zu kümmern. ES sah, wie die ehrlichen Bemühungen deS Präsidenten vom Senate gehemmt wurden und die natürliche Folge ist die staatenweise Front gegen Monopolsübergriffe. Auch unserejLegiSlatur ist wie an dere ein Spielball der Eorporationen geworden. Eine Lobby, die sich daran - gewöhnt hatte Gesetzgebung zu inspi rlren oder zu entmuthigen, ist so unver schämt geworden, daß sie die Bestechung nahezu offen betrieb. Der Baker.Fall beweift dies. Auch bei unS ist eine fin,ttrt ttfii&ttf und sollte mit Kner ki " i sie betrieben werden. Wir versprechen unS keine Erfolge von einer Untersuchung im Busen der legislativen Familie. Sie würde so erfolglos verlaufen, wie alle Lexow Untersuchungen. Anwalt Benedict ist der Mann der die Sache verfolgen muß. Die Be weise und Zeugenaussagen sollten nur vor ihm und den Geschworenm beleuch tet werdend DaS Haus hat das Recht, eine Dis ciPlinarUntersuchung anzuordnen aber erst muß dem StaatSanwalt die Ge legenheit gegeben werden, schnell und kräftig vorzugehen. Auch in der Illinois Legislatur hatte

ein Mitglied Anklagen über Bestechlich. Mi der Mitgleeder erhoben. Auch dort wurde eine Hausuntersuchung abgehal ten mit dem Ergebniß, daß der Anttä ger einfach auZgegoßen wurde. Dadurch kam der Fall verspätet zur Kennt nißnahme der Großgeschworenen und die Folge wird sein, daß der weiße Raabe zum Schuft gestempelt wird. Der BakerFall gehört in erster Linie vor die Staatsanwaltschaft, was das Haus in der Angelegenheit thut ist Ne bensache.

Wer sind die Anderen? Eine F.age. die Herr Benedikt lösen sollte. Es sind nicht immer gerade zu viele Köche, die den Brei verderben, mitunter thun'S auch die Baker". Die Erhebung der Staaten gegen den Standard Oil Trust ist ein gutes Zeichen von Vertrauen in die Kraft des Volkes. Die Baler Bestechungs Epile ist nicht als innere FamilienAngele genheit des Hauses zu betrachten. Sie gehört vor die Geschworenen in erster Linie. Die Staats-Anwaltschaft sollte weitere Zeugen Vernehmungen im Hause in der BakerAngelegenheit der. eiteln. Ihr muß das frische Beweis Material zur Verfügung stehen, ehe Spuren verwischt werden können. Ganz merkwürdig ist die Erttä rung unseres Freundes Ananias, daß er, ehe er um Erlaubniß im Haufe nachsuchte, daS ttwußte Eouvert vor aller Augen zu öffnen, schon vorher eine kleine Ecke abgerissen hatte, um den Inhalt zu prüfen. Er war jeden falls entrüstet, 5 lumpige Zwanziger anstatt 5 Hunderter zu finden und fühlte fich bitter in seiner Werth, schätzung gekränkt. Bald wird eS auch den Unersabre nen klar werden, daß alle die Vorlagen, welche zumeist zur angeblichen Hebung der Moral in den Legislaluren eingereicht werden, nur moderne Er preffungSmethoden sind. Durch die Anti'CigarettenVorlage erwarteten gewiffe Heiligenscheinträger eine nette runde Summe aus- dem Ta bakstruft herauszupreffen, während man Temperenzvorlagen einbringt, um denselben Zweck bei den Brauern zu erreichen. Die ganzen Moralbestrebun gen angeln nur nach Grast". mW i n g a t e. Frau Rosa CornS würd.: durch die Explosion einer Kero sineLampe so schwer verbrannt, daß sie wenige Stunden später ihren Geist aufgab. Rising Sun. Ein neuer Zeuge im Gillespie Prozeß ist entdeckt worden. Ein alter Mann will gesehen haben. wie JameS Gillespie nach dem Seward Hause lies, nachdem der verhängniß volle Schuß auf Elizabeth Gillespie abgefeuert war. Weiter heißt es, daß. wenn dieser Zeuge im ersten Prozeffe seine Aussagen gemacht hätte, JameS Gillespie ohne Frage mit dem Tode be straft worden wäre. Falls gegen die übrigen Beklagten ein neuer Prozeß anhängig gemacht wird, ' so steht zu er. warten, daß das Zeugniß jenes alten Mannes eine entscheidende Wendung in den vielfach verketteten Umständen her beiführen wird. R i ch m o n d. Walter W. Mod lin. der einen verzweifelten Versuch machte, seine Frau zu ermorden, befin det sich jetzt, total gebrochen, im County Gefängnisse. Seine Geistes beschaffenheit hat sich noch nicht gebes sert, und die Hallucinationen, an wel chen er leidet, werden von Tag zu Tage schlimmer, sie haben sich förmlich zu einer Krankheit ausgebildet. Seiner Frau geht eö besser. Obwohl ihr ein Geschoß von Kaliber 32 über dem Auge in den Kopf eingedrungen ist, hat man die Hoffnung noch nicht aufgegeben, daß sie genesen wird. ZionSville. George Zim merle, Sohn des Stadtmarschalls Adam Zimmerle wurde nahe dieser Station mit zerbrochenen Gliedern leb los aufgefunden und glaubt man, daß er von einem nach Westen bestimmten durchgehenden Frachtzuge herabstürzte und überfahren wurde. Sein Freuud William Doehlman aus Nord In dkanapoliö, befand fich mit ihm in demselben Zuge, als fich der traurige Vorfall ereignete. Zimmerle war 22 Jahre alt und verheirathet. .Seiner Frau, welche mit ihrer Mutter bei Be kannten zu Besuch, weilte, wurde die traurige Nachricht sofort übirbracht.

Aus der Legislatur.' DaS UntersuchungS'Comite über "den

Baker.Vorfall war gestern Vormittag und Nachmittag in Sitzung. Die Vertreter der Presse wurden nur nach langer Debatte und auch dann nur zu gewissen Zeiten der Zutritt zu der Comite-Verfammlung gestattet. Ueber die wirklich wichtigen Vorgänge in der Untersuchung wird geheimnißvolleö Schweigen beobachtet. . Verschiedenen Repräsentanten ist jedenfalls höchst ungemüthlich zu Muthe und harren in Bangen und Zagen der Dinge, die da kommen wer den. Der Thürhüter Hamilton. der als Zeuge vernommen wurde, behauptet, daß der Bericht der News", in wel chem mitgetheilt wurde, daß er, Hamilton, gesagt habe, er habe selbst anderen Mitgliedern ähnliche Briefe eingehän digt, erfunden sei. Der Berichterstatter, welcher diese Angabe gehört haben will, wurde eben falls vernommen. Er bestand darauf. daß Hamilton ihm gesagt habe, e r habe gleiche Briefe an verschiedene Reprüsent a n t e n a b g e l i e f e r t. Die 1" Repräsentanten, welche gegen die Anti'Cigaretten'Vorlage stimmten, bestreiten, bis auf Bosson Brunaugh Briefe von O. A. Baker erhalten zu haben. Letztere gaben an, daß ihre Briefe nur Circulare, enthalten hätten. Interessant ist, wie sauer eS dem Comite gemacht wurde, von AnaniaS Baker den Namen des BestecherS zu er fahren. Generalanwalt Miller richtete die Fragen an Baker. : . , .. Was sagten Sie, als Sie dos Couvert erhielten? Ich sagte, daß ich nie einen Freund verrathen würde. Was sagten Sie noch? Ich bin.zu nervös, um dessen zu er innern, später vielleicht. - Wann sprachen Sie zuerst über die Sache? , ' ' Seit den letzten drei Wochen. Wo sprachen Sie mit ihm? ; Im Denison Hotel und in English'S Hotel. Ueber was? Ueber die CigarrettenVorlage. Er sagte, er möchte gern mit mir darüber plaudern und ich sagte, ich sei.WillmS zuhören. Ich sägte ihm, eS'.sechie die Saloon-Frage. Wenn man den Cigarretten Leuten einen Zoll gäbe. so nehmen sie eine Meile. ? Dann sagte er, ich möchte gerne mit Ihnen über etwas sprechen, abersch fürchte mich. Sie brauchen fich nicht zu fürchten, sagte ich, ' wenn ich einmal mein Wort gebe, so halte ich eS. Er sagte dann, wenn Sie mir helfen die Bill aus dem Wege zu schaffen, dann sällt etwas für Sie ab. Ich sagte ihm, daß ich Niemandes Worten traue. (AnaniaS scheint also nur sein Wort hochzuschätzen.) Wenn ich sie morgen seden kann, dann will ich Montag mein Wort einlöseu, sagte er. Wann haben Sie ihn wiedergesehen? Am Montag in der Lobby des Hotel English. Worüber sprachen Sie in .Ihrem Zimmer im Hotel ?- Ich habe Ihnen Alles gesagt, ant wartete Baker. Erst nach langem vergeblichem Win den und Krümmen seitens AnaniaS ge lang eS Herrn Miller, eine direkte Ant wort auf feine Frage zu erlangen. Die ersten Worte, die er. sagte, waren, ich will aber keinen Trubel. Ich sagte ihm, da würde kein Trubel sein. Er meinte, später würde er mehr geben." Er gab Ihnen daS Eouvert der schlössen ? Nur nach längerem Drängen gelang eS eine bejahende Antwort von AnaniaS zu 'erlangen. Was thaten Sie nun? Ich ging in mein Zimmer und dachte darüber nach was wohl in dem Eouvert sein könne. Ich schlitzte das Ende des Eouvert auf und überzeugte mich, daß dasselbe einige Zwanzig'Dollarscheine enthielt. Wie viele eö waren erfuhr ich erst, als ich das Eouvert im Hause öffnete. Nach weiterem Drücken und Quet scheu brachte Anwalt Miller aus dem unseligen AnaniaS heraus, daß er den Besteche? schon seit 10 Jahren kenne. Dann nach weiterem Drängen während dessen AnaniaS mit seinem a n a e b l i ch e n Gewissen zu Rathe ging, nannte er den Namen O. A. Baker. Bemerkenswerth find die Angaben eines jungen Anwalts, Namens Frank N. Fitzgerald. Derselbe behauptet. während der gegenwärtigen Legislatur 81400 damit verdient zu haben, daß er für gewisse Interessen mit Repräsentan ten in Verbindung trat.

Der ZNardi gras-Rarneval Ein denkwürdiges gesellschaftliches Creigniß der Stadt New Orleans.

Strakenaufzüge - KarncvalsVesellschaftcn. Sehcimthuerci ZLergleich mit der Kola nialzeit - Tle Ballkönigin" - Kolossal,? Auswand. Der Glanz des Mardi Gras"-Kar-nevals zu New Orleans, La., ist so allgemein bekannt, daß interessante Einzelheiten dieses in seiner Art großartigen Festes gewiß bei allen Lesern Anklang finden dürften. Seit dem Bestehe des Mardi Gras"-Karnevals ist das Bestreben der Karnevalgesellschaften Knight of Momus," ctreroe of Proteus," Krewe of Comus" und Re? Association" stets darauf gerichtet gewesen, die Karne-val-Aufzüge und -Bälle des vorhergehenden Jahres an Pompentfaltung und Großartigkeit zu' übertreffen, eine Aufgabe, welche die Arrangeure allemal mit einem so überaus glänzenden Erfolge lösen, daß man nicht umhin kann, ihrer Phantasie und Geschicklichseit in der Verwirklichung ihrer Ideen uneingeschränktes Lob zu zollen, umso mehr, als sie dabei auch dem Amüsement aller Schichten der Bevölkerung in anerkennenswerther Weise Rechnung tragen. Die Straßen-Aufzüge der Karneval-Gesellschaften gehören zu den denkwürdigen Jahresereignissen der Stadt View Orleans, und von ihrer Popularität zeugt die Theilnahme, welche man in allen Kreisen diesen Umzügen entgegenbringt. Dagegen haben die Maskenbälle dieser Gesellschaften wegen ihres exklusiven Charakters nie einen Zug von Volksthümlichkeit getragen, weil sie nur solchen Leuten zuganglich sind, die von den Mitgliedern der Gesellschaften eingeladen werden. Ueber die Einzelheiten der StraßenUmzüge wird seitens der Arrangeure tiefes Schweigen bewahrt, kein Sterbens!öörtchen dringt über die Vorbereitungen m die Oefsentnchkeit und die Spannung wird demgemäß mit jedem Tage, mit dem man dem Ereigniß näher kommt, intensiver, um zuletzt in einer allgemeinen Mystifikation zu kulminiren. Aber gerade in dem Geheimmßvollen, das die ganze Affare umgibt, liegt der Zauber des Karnevals. Die Erwartungen der Einwohner, wie hoch sie auch gespannt sein mochten, sind niemals enttäuscht worden. Die Kar-neval-Gesellschaften entfalten einen kolossalen Aufwand, um das Beste zu bieten und, um zu jeder Zeit auf der Höhe der modernen karnevalistischen Belustigungen zu stehen, beginnen sie ihre Vorbereitungen für den Karneval. sobald der vom Jahre vorher vorüber ist. Bemerkenswerth ist auch die Thatfache, daß die Einwohner die Namen der Männer, welche, die geheimen Ge-. sellschaften bilden, nicht kennen, ebenso-' wenig wie die Quelle, aus der die alljährlich verausgabten ungeheuren Summen fließen. Die Aufnahme in diese Gesellschaften erfolgt unter Bedingungen analog denjenigen, welche die Mitgliedschaft der College-Fraternitä-ten regeln. .Die um Aufnahme Nachsuchenden müssen pekuniär gut gestellt sein, zumal die Beiträge sich auf $50 bis $100 jährlich beziffern, von den übrigen Ausgaben, welche der Karneval und die Beschaffung der zumeist aus Paris bezogenen Masken und Kostüme erheischten gar nicht zu reden. Die Mitglieder rekrutiren sich denn auch aus den wohlhabenden Kreisen und sind in der Mehrzahl Männer von Bildung und Charakter. ' Die. Mardi Gras"-Masken-Bälle entwickelten sich unzweifelhaft aus einem Brauche, der viele Jahre lang in Louisiana existirte. Auf oen Bällen in der Kolonialzeit war es Sitte, einen Niesenkuchen, in den gewisse Gegenstände hineingebacken waren, zum Mittelpunkte des Festes zu machen. Eine Dame, die beim Vertheilen des Kuchens einen dieser Artikel in ihrem Stück fand, wurde als Vallkönigin" erklärt, welche sich nach Belieben einen König" aussuchen konnte, der gemeinsam mit ihr den Vorsitz führte. Heutzutage wählen die Gesellschaften die Ballkönigin" und die Rcx Associationwählt sogar auch einen König." Das Resultat der Wahl bleibt ein Geheimniß bis zum Karnevalsabend. Es gilt als eine der höchsten gesellschaftlichen Ehren, welche einer 2ame in New Orleans zu Theil werden kann, wenn sie zur Karnevalskönigin- auserkoren wird und die also Ausgezeichneten scheuen keine Kosten, um sich einer Konigin" würdig herauszuputzen. Es sind schon $2000 für Kostüme und Ge-wänder-der Königin" verausgabt worden und bei der'Rex Association" .ist es Usus, die Huldigung der Mitglieder in Gestalt einer herrlichen Juwelgarnitur der Karnevalskönigin" zu Füßen zu legen. Ausgerechnet. Die wissenschaftlichen Forschungen des Professors John C. Merriam von der geologischen Abtheilung der Universität in Berkeley, Kal., werfen auf das erste Auftreten des Jchtyosaurus (Fischeidechse), jenes Riesenthiers einer längst vergangenen EntWickelungsperiode der Erde, ein neues Licht. Der Professor hat berechnet, daß zwischen dem ersten Erscheinen dieser Thiere, zur Zeit, als sie nur auf dem Lande lebten, bis zu ihrer weiteren Entwickelung, da sie die Meere belebten, und dem bis zu ihrem Untergange ein Zeitraum von ungefähr 8,000,000 Jahren liegt. , :

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UM Wir und die Tchwcsterrepubll ken". Tie Beziehungen zwischen . dem Präsidenten und dem Bundcssenat sind zur Zeit nicht die besten. Unser Senator S. M. Cullom ist Vorsitzer des Comite's für auswärtige Ange legenheiteil'. aber. unzufrieden damit, daj Herr Roosevelt die ,'Schicdsge richts.Verträge mit mehreren aiiswär tigm Mächten vereinbarte, ohne sich vorher mit dem Vundessenat ins Ein vernehmen zu setzen. - Herr Cullom. der ein sehr ruhiger, besonnener Mann ist. sagte über die Aendenm gen, welche der Senat an jeiien Ver trägen gemacht hat und welche Herr Roosevelt als unannehmbar bezeichn nete: Die Haltung des Senats ist vollständig in Ordnung. Der Prä sident wird dorans die Lelire ziehe, daß er den Senat in's Vertrauen zie len musz. wenn er küiiftig etwas thun will. Dazu mag etwas mehr Zeit ge hören; doch im Ucbrigen sehe, ich nicht ein. dak, soweit die Auslegung des Präsidcilten über sein Recht, Handelsverträge abzuschließen, in Betracht kommt, zwischen ihm und dem Senat eine Meinungs-Verschieden heit herrscht." ' Im Interesse des Landes ist es zil wünschen, daß die versöhnliche Stim muiig, welche Herr Cullom zum Ausdruck bringt, künftighin .vorherrschen möge.: demi es wäre sehr bedauerlich, wenn zwischen den: Präsidenten und dem Vundessenat ernstliche und andauernde Meinungs ' Verschiedenheit ten entstehen sollten. Das könnte unier Umständen einen Stillstand der Bimdesgesetzgebung zur Folge haben. E5 bestehen ohnelsin verschiedene Ansichten darüber, welche Stellung die Vereinigten Staaten gegenüber unseren amerikanischen Schwesterre publiken" einnehmen sollen. Die Mon roeToktrin. welche bei ihrem Ent steheii nur den Zweck hatte, europäische Staaten von der aewaltsamm Unterjochung amerikanischer Länder abzuhalten,- wird jetzt ganz .anders ausgelegt. Wir fordern jetzt, das; keine amerikanische Republik das Recht haben soll, Theile ihres Gebiets an irgend eine europäische Macht zu verkaufen, oder auch nur (als Kohlenstation oder zu andern Zwecken) zu verpachten. Ja es soll anch kein europäischer Staat berechtigt sein, seinen amerikanischen Besitz an eine andere europäische Macht abzutreten. Die Europäer solle:? auch dann nicht berechtigt sein, Theile einer Schwesterrepublik" zu besitzen, wenn diese ifa ren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommt, oder Angehörige europäischer Staaten beraubt oder gar todter und dabei jede Genugthuung ver weigert. Der Präsident Roosevelt sieht cin. daß es sich die Europäer auf die Aauer ?licht werden gefallen, lassen, wenn die Schwesterrepubliken" im Bertrauea auf den Schutz der Vereinigten Staaten mit Bürgern und mit den Jnteressen Europas einfach Schindluder spielen." Dies ist, abgesehm von Venezuela, neuerdings besonders von Seiten der Mulattenrepublik San Domingo und durch die Negerrepublik Haiti gchehen. Domwgo hat 18?045 Quadratmeilen . und 610.000 Einwohner, Haiti' 10,204 Geviertmeilen und 1.284,000 Bewohner. Beide Länder sind fruchtbar; aber die Hoffnungen von'' der hohen EntwickeHung derselben, welche man nach xxn Losreitzung von der europäischen Herrschaft hegte, haben sich 'leider nicht erfüllt. Fortwährende Bürgerkriege, Ausplünderung des Volkes durch oie grade siegreichen Parteien und Brandschätzung der Fremden sind in beiden Gemeinwesen an der Tagesordnung. DerPrästdent hat bekanntlich alsVrmittler zwischen Domingo und meh.eren europäischen Staaten mit d'ese? Schwesterrepublik"' "ein . Abkommen getroffen, nach welchem, amerikanische Beamte die Söffe erheben und die Ein

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Dir sprechen in irgrni einem Stadttheil ßr Wäsche vor. 224 W. Okaryl5k Leid hone . nahmen aus letzteren zwischen der do minikanischen Regierung und deren fremden Gläubigern nach einem kestimmten Prozentsatze vertheiln sollen. Im Senate herrschen bezüglich derTragweite, die wir der Monroe-Doc-trin aeben und wie weit wir urs auf' die Durchführung dieser Auslegung emlassen sollen, verschiedene Ansittei., Wenn wir die Europaer ver.Zi?dern. ihre berechtigten Forderun.'e.i v n g:tmnenlosen Schwesterrerubllken" einzutreiben und uns g'eich-eit'm weigern, diese Gemeinwesen zur Erfüllung xtt Verpflichtungen zu zwingen, dann müssen wir uns auf ernstliä e Streitizketten mit Europäern gefaht machen. Willigen wir aber in eine Politik, welche die Vereiniaten Staa'en ;u e'ner Massenverwalterln der scklect n Zahler untcr den Schwesterrepubken machen wurde, so können wir mit letzteren unter Umständen in 'Fend-' seligkeiten und in kostsplige mil tätische ExpeditioneTl v-rwkM werden Manche . Senatoren begünstigen die eine Politik, manche die andere , undeinige wenige meinen, wir sollten die moderne Auslegung der Monroe-Dok--trin ganz fallen lassen. Rechtrüstig mußsich wyhl ! QTi'Al in.:? w vjv V V ft v vvt vVbll l4 len, der sich dieser Tage auf dem Landrathsamte , in Weener (Ostfriesland) eine' Radfahrerkarte für seine Person ausstellen ließ. e u - ? e e l a n d , das gegen--wärtig noch im Zeichen der Landwirth--schaft und Viehzucht steht, dürfte sich infolge der geplanten Ausnützung sei--ner Flüsse und Wasserfälle zur Erzcugung von elektrischer Betriebskraft in. nicht mehr zu ferner Zeit in ein In--dustrie-Centrum verwandeln. gesunder Schlaf. In Milwaukee, Wis., schlief dieser Tage eir; gewisser Henry Niemann 30 Stunden ohne Unterbrechung. Er war währendder Zeit mehrmals geweckt worden und es hielt schwer, ihn davon zu Lberzeugen, daß er stch um einen Tag verschlafen hatte. P e ? Bamps au 3 d e m Zuchthaus. Aus dem Zuchthaus ' in Huntsville, Tex., entwichen, jüngst zwei Sträflinge, indem sie den Lokomotivführer' und Heizer einer Lokomo-. tive im Zuchthaushofe überwältigten und dann, unbekümmert um die Kugeln der Wachthabenden, auf der Loko? motive zum Hof hinaus dampften. Nach einer Fahrt von etwa fünf Meilen sprangen die beiden Durchbrenner ab und flüchteten sich in die Wälder. Einer der Ausreißer ist ein zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurteilter Vatermörder. Mardi Gras, Florida, der Süden. Spezial Ausflug für jndiana Tourl ften über die ytnnshlvauia Linie. Zu sehr angenehmer Zeit für eine Reise nach dem Süden kommt der spezielle MittWinter Ausflug sür Jndiana Touristen, eine nicht kostspielige Reise für Gesundheit Suchende nach den berühmten Ausflugsorten von Florida und deS Südens, einschließlicb zweier Vergnügungstage der bekannten Mard: GraS Festlichkeiten $ New Orleans. Ein massiver Pullman Zug verläßt den Jndiana poliS Union Bahnhof am 27. Februar um 7 Nhr Abends über die Pennsylvania Linien. Punkte von Interesse der Route entlang schließen in sich die-oerühmten Schlachtfelder Lookout Mountain, Chickamauga, Atlanta, Savannah, die Marschroute von Sherman nach dem Meer. Die Tour'umfaßt Ormond, der berühmte Winteraufenthaltöort; St. Augustine mit seinen alterthümlichen spanischen Bastionen : Pensacola, von Manne Interesse; Paß Christian, daS Nnvport des Süden, Mobile, Birmingham, Nashville, mit genügend Zeit zur 'Umschau. Zwei Tage Aufenthalt in New Orleans wäbrend deö sardi GraS. Elf Tage in dem sonnigen Cuöen, entfernt von dem Eis und Schnee des Nordens und der Kostenpunkt einschließlich PullmanS nur 555. Da die Schlafstellen zeitigst im Vor aus bestellt werden sollten fo sprechen Sie bald vor - oder schreiben Sie an W. W. Richardson, Assistant General Passagier Agent, Indianapolis, er wird alle Freien bereitwilligst beantworten.

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