Indiana Tribüne, Volume 28, Number 155, Indianapolis, Marion County, 22 February 1905 — Page 7
Jttdkaua Tribüne, 22. Februar 1905
3rn Kampfs tritt öcrn Schicksal. Noman von TilaS K. Hocking, übersät von B. TreumanN'Koner.
; C Fortsetzung.) Es hilft am Ende doch nicht," sagte er sich in der Bitterkeit seines Herzens. er liebe Gott kann's wahrscheinlich nicht hören bei solchem Wind." Schließlich stolperte er in eine von Ginstersträuchern überwachsene Bodensenkung und blieb dort liegen. Er hatte weder den Willen noch die Kraft, sich zu erheben. Das Sausen des Windes klang ihm fast wie ein Schlummerlied. Zu erschöpft, um Hunger oder Kälte zu spüren, hatte er weiter keinen Wunsch mehr als den, hier still liegen und ruhen zu können. Zweites Kapitel. Das Ehepaar Downderry. Als Hans den steinigen, breiten Fahrweg verließ, um den grünen Seitenpfad einzuschlagen, ahnte er nicht, wie oft das anscheinend Unbedeutende im Leben die schwersten Folgen nach sich zieht. Hätte er sich genau an die Weisungen seiner Mutter gehalten, so würden Jasper und Lea Downderry ihn auf ihrer Heimfahrt vom Polwheler Wochenmarkt getroffen haben, und alles wäre anders gekommen. Während der arme kleine Bursche in der Vertiefung lag, umgeben von nächtlichem Dunkel und Sturmesgebraus, rasselte das Vauernwägelchen droben auf dem Fahrdamm dahin selbst das Klatschen und Stampfen der Pferdehufe in den Wasserpfützen und das Rumpeln der Rädr hätte er dernehmen können, wenn er hingehorcht hätte. Doch er achtete nicht darauf. Hunger, Kälte und Schrecken hatten ihn in einen Zustand versetzt, der kaum noch dem Leben glich. Er konnte an nichts mehr denken, auch an Rettung nicht, und so blieb sie denn aus, die Rettung, welche die braven Bauersleute ihn gebracht haben würden. Der Hofbesitzer Jasper Downderry war ein Mensch von sehr langsamer Natur und sein Gaul Nero hatte sich gern und willig in die Art feines Herrn gefügt. Die Nachbarn witzelten darüber und meinten, Jasper würde von seinem Schritt nicht abgehen, und wenn ein Erdbeben käme. Er jedoch glaubte nicht an Erdbeben, so etwas lag außerhalb seines Jdeenkreises. Ein seltsames Gemisch von Widersprüchen war in Jasper's Charakter vereinigt. Er besaß einen ungemein praktischen Blick für alle Interessen des täglichen Lebens und war dennoch ein phet stischer Träumer, wie es in der Gegend keinen weiter gab. Trotz seiner tief religiösen Gesinnung versäumte er den Kirchenbesuch in schmählicher Weise; und obwohl er rationalistisch in Glaubenssachen dachte, hing er zuweilen allerlei abergläubischen Grillen nach. Lea war ganz daö Gegentheil von ihrem Manne. Immer geschäftig, ohne Ideen oder Ideale, verstand sie sich trefflich auf Buttern und Backen, Geflügelmast, Speck- und Schinkensalzen. Die Arbeit galt ihr als der höchste Lebenszweck, und daß Jemand für anveres aus der Welt Sinn haben könne, war ihr unbegreiflich. Das einzige, was sie an ihrem Mann zu tadeln hctte, war, daß er ihr nicht genug arbeitete. Schon mehrfach, wenn sie ihm Vormittags auf's Feld nachgegangen war, hatte sie ihn stehen sehen, wie er, lässig auf den Pflug gestützt, m's Leere starrte, während das Pferd in aller Nuhe die Hecke beknabberte. Einige Male hatte er Butter und Eier, womit sie ihn zu Markt geschickt, unverkauft zurück gebracht. Er war so spät in die Stadt gekommen, daß er den Markt verpaßt hatte. In solchen Dingen verstand nun Frau Lea keinen Spaß. Doch je mehr sie ihren Mann schalt, desto verträumter wurde er. Zanksüchtig war sie im Grunde nicht, und ihr Mangel an Einbildungskraft bewahrte sie vor bösen Gedanken. Hatte sie ihn also gehörig abgekanzelt, so ließ sie es dabei bewenden bis zum nächsten Fall. Jasper, der einen tiefen Respekt vor seiner Frau hatte, deren praktischen Beistand und wirthschaftlichi: Tüchtigkeit er aufrichtig bewunderte, hatte sich im Anfang ihrer Ehe bemüht, ihr klar zu machen, daß er nie bummele"; Denken sei auch etwas thun. Er suchte ihr dies durch Gründe zu beweisen. Alles, was v;n Menschenhänden gemacht sei, .habe erst erdacht werden üssen, und es gäbe keine großen Errungenschaften in der Welt, die n!cht, bevor sie ausgeführt werden konnten, ausgedacht worden seien. Vergebliche Worte. Von Gründen hielt Lea überHaupt nicht viel. Die brächten die Leute bloß von der Arbeit ab, jeder solle nur immer fleißig sein, ohne sich mit Gedanken aufzuhalten. Mit Gedanken kriegt keiner ein Feld gepflügt meinte sie, dazu braucht man Arbeit und weiter nichts." Mit der Zeit lernten sie sich ineinander zu schicken, wie die meisten Eheleute, und wenn Jasper über irgend eine schwer zu ergründende Frage grübelte, so behielt er das klüglich für sich; wohingegen Lea, die an jedem Tag für ein wohlgemessen Theil Arbeit sorgte, es so einzurichten suchte, daß ihr Mann möglichst wenig .sich selbst überlassen blieb. Unter ihren Augen arbeitete er wie der Besten einer, und solanae er
sie neben sich hatte, war er ganz auf dem Posten. Selbstverständlich ließ sie ihn auch nicht mehr allein zu Markte fahren, dann mußte es 'mal auf dem Crantock - Hof ohne die Herrin gehen. Crantock war das entlegenste Gehöft der ganzen Gegend. Es lag dicht an den Abhängen unterhalb der Pentarnum -Heide, doch seitwärts von der nach Stamer führenden Chaussee, mit welcher das Gut durch einen Landweg in Verbindung stand, der nur bis zu diesem und nicht weiter ging. Mithin war das Leben auf Crantock ein sehr einförmiges, und besonders im Winter konnten Wochen vergehen, ohne daß ein fremder Fuß den Hof betrat, der nur von vier Menschen bewohnt war, dem Hofbesitzer, der Frau, einem Knecht, Namens Charley, und einer Magd. Charley war ein plumper, vierschrötiger Bursche von einigen dreißig Jahren. Sein von struppigem, brandrothem Haar und gleichfarbigem borstigem Bart umrahmtes Gesicht war über und über mit Sommersprossen bedeckt, und eine breite Stumpfnase, kleine Schlitzaugen und ein sehr großer Mund würden feine Häßlichkeit vollkommen gemacht haben, wenn er nicht so gutmüthig ausgesehen hätte, daß ihn jeder gern leiden mochte. Und in der That gab es keinen besferen Menschen, wie alle wußten, die ihn näher kannten. Nur Frau Lea hatte in der ersten Zeit etwas gegen ihn ihre Mädchen gefielen ihm zu gut, und darauf schob sie die unliebsame Erfahrung, daß kein Mädchen bei ihr aushielt. Frau Downderry nahm grundsätzlich nur junge Mädchen, die alten seien nicht mehr anzulernen, meinte sie. Doch eine nach der anderen verließ den Dienst, sobald sie genügend ausgebildet war, und so hatte die Mühe des Erlernens kein Ende. Ich sage dir, daran ist nur der Charley schuld," sprach Lea zu ihrem Gatten. Solange er bleibt, behalte ich kein Mädchen. Er will bei jeder den Verliebten spielen." Was du sagst!" rief Jasper derwundert. Und das wäre ihnen nicht recht?" Wie kannst du so fragen?" entgegnete sie. Als ich ein junger Mann war, dachten die Mädel anders," sagte er, seine milden Augen mit einem lachenden Seitenblick auf sie gerichtet. Aber Jasper. wie kannst du nur so reden? Sieh ihn dir mal an. Da möcht' man sich doch lieber von einem Bären lecken lassen, als den zum Liebsten haben. Du mußt ihm den Laufpaß geben, es geht nicht anders." Jasper sah seine Frau groß an und schwieg einen Augenblick. So gut er ihr war und soviel er auf ihr Urtheil gab, in dieser Sache konnte er ihr nicht zu Wi:.:n sein. Er war ein sanftmüthiger, verträglicher Mann, aber gängeln ließ er sich denn doch nicht. Gar mancher, der eine viel lautere Sprache führte, konnte nicht so fest bleiben wie er.. Ich mein', du bist im Haus' deine eigene Herrin," fagte-er freundlich. Das mein' ich auch," erwiderte sie. Na also. Und ich bin auf dem Hof draußen der Herr. Ich rede dir
nicht drein über deine Mädchen. ' Um meinen Knecht hast du dich nicht zu bekümmern." Was? Du willst den Charley behalten!" rief sie. Ja. Charley ist brav und arbeitet für zwei. Häßlich ist er, das ist wahr. Aber so hat ihn unser Herrgott gemacht. Wir haben kein Recht, ihn deshalb zu verachten." Ja, aber was soll ich denn thun?" Thue, was du willst. In deinem Reich hast du zu bestimmen." Lea war sprachlos. Thränen des Zornes standen ihr in den Augen, und sie stampfte vor Aerger mit dem Fuße. Jasper blickte sie . ruhig an. Sei doch vernünftig," sagte er. Wenn ich Charley fortjagte und es käme ein hübscher Mensch auf den Hof glaubst du, daß die Sache damit gebessert wäre?" Ich würde wenigstens Mädchen im Dienst behalten," gab sie zur Antwort. Glaub's schon, Lea, aber das allein ist doch nicht zu bedenken." Aber so gib mir einen Rath," sagte sie schließlich. Sieh zu, eine Häßliche zu bekommen," sprach er und ging davon. Bald darauf kam Suse auf den Hof, und über die rümpfte selbst Charley seine breite Nase. Wenn er auch nicht eben eitel auf sein Gesicht sein konnte, so besaß er doch Schönheitsgefühl, und er dachte allen Ernstes daran, seinen Dienst zu kündigen, als diese neue Hausgenossin erschien. Sie täglich ansehen zu müssen, war ihm schrecklich, und dabei war sie so alt na, an die Vierzig gewiß! Mit der Zeit gewöhnt sich der Mensch an vieles, und in den sieben Jahren, die Suse nun schon auf dem Crantock - Hof diente, hatte Charley sich allmählich darein gefunden, daß sie da war. Für Frau Lea hätte es kein besseres Dienstmädchen geben können. Suse war willig, rechtschaffen und ganz so frei von Einbildungskraft, wie ihre Madam. Und letztere konnte wegen Charley unbesorgt sein. Dieses weiblicr 'Wesen hatte sich über Huldigungen ron ihm nicht zu beklagen. So ging denn die Wirthschaft ihren ruhigen Gang, in bejj rmr die Zurü-
stungen zu den Markttagen etwas
Wirrwarr brachten. Der Novembermorgen, an welchem die Eheleute hatten anspannen lassen, um nach dem Polwheler Markt zu fahren, war hell Und sonnig gewesen. Erst der Nachmittag wurde stürmisch, und während ihrer Rückfahrt erreichte dann das UnWetter seinen Höhepunkt. Als sie den Weg zur Hälfte zurückgelegt hatten, war es beinahe dunkel auf der Heide, und der Wind rüttelte in heftigen Stößen an dem Gefährt, auf dem die beiden schweigend saßen, jedes in seine Gedanken vertieft. Jasper war wie gewöhnlich in träumerisches Sinnen verloren, Lea hingegen strengte ihren Kopf damit an, die heute für ihre Waare erzielten Preise zu summiren. Plötzlich fuhr sie zusammen und bog den Hals vor. Jasper, hörtest du das?" Der Wind heult, weiter höre ich nichts;" antwortete er. Ich habe etwas anderes noch gehört, ein oh, da hör' ich's wieder!" KlagendeTöne wimmerten durch die Luft. StaSptx, was kann daö sein?" Jasper horchte gespannt. Vielleicht das Geschrei von dem armen Powell, er soll ja in solchen stürmischen Nächten, wie dies eine ist, immer viel Rumor machen," meinte er nachdenklich. Ach, Unsinn," sagte sie, doch nicht ohne einen leichten Schauder. Powells Gebeine liegen nun schon vierzig Jahre ruhig begraben." Ich will's ja nicht gerade sagen aber es ist das erste Mal, daß ich auf der Heide schreien höre. Mir deucht, es kommt von Gideons Ruh". Da kann's Powell freilich nicht sein." Schon wieder! Jetzt weiß lch's. Da schreit ein Kind! Es muß ein verirrtes Kind sein." Aus dem Wege, den jeder hier kennt? Wie sollt' übrigens ein Kind hierherkommen?" Es könnte ja ein fremdes Kind sein. So höre doch Mama! Mama!" Der Nero siehst du der hört's auch!" Wahrhaftig! Ganz nah " Und da stand auch schon der Gaul von selber still. Sie hatten Gideons Ruh" erreicht, von wo der flehende kindliche Klageruf abermals erscholl:Mama, o liebe Mama, wach' doch auf!" Jasper warf seiner Fraudie Zügel zu und stieg so flink wie nooh nie vom Wagen. Emily Milward war von ihrem Sitze herabgesunken und lag platt aus der Erde. Sie war ohne Besinnung. starr und leblos. Die kleine Eva strebte, sich von dem großen Tuch zu befreien, das fest um sie zusammengeknüpft war, und schrie immerfort aus Leibeskräften. Umsonst kein Ton drang mehr an daö Ohr der Mutter. Was fehlt dir, Kleine?" fragte Jasper freundlich. Bitte, bitte, Mama aufwecken! Mama spricht nicht. O Mama! Hör' doch, Ma ma!" Ja, Kindchen, laß dich nur erst in den Wagen fetzen, darnach weck ich dir deine Mama." Fahren soll ich?" fragte sie, ihre Angst vergessend, freudig erregt. Ei ja, fahren sollst du," sprach er liebevoll und hob sie auf. Er trug das kleine Geschöpf behutsam zum Wagen und legte es in die Arme seiner Frau. Das Kind wog so leicht, wie kaum eins von zwei Jahren, obwohl es nahezu dreijährig war. Lea bebte am ganzen Leibe, und sie bewunderte im Stillen ihren Mann, der sich von einer Ruhe und Besonnenheit zeigte, als sei nichts Außergewöhnliches geschehen. Ma fährt doch auch?" fragte das Kind, sie groß anblickend. Hoffentlich, mein Kleine," sagte Lea mit vor Aufregung stockender Stimme. Warum ist denn die Straße so dunkel? Kommen die Laternenmänner noch nicht?" Laternen gibi's hier keine, mein Kind." Keine Laternen?" Inzwischen hatte Jasper sich vergeblich bemüht, die besinnungslose Frau vom Boden aufzurichten. Es gelang ihm nicht, sie vom Platze zu bewegen. Schließlich ging er zum Wagen zurück und flüsterte Lea etwas zu, worauf diese einen leisen Schrei ausstieß. Nein, Jasper, o, ich kann's nicht! Mir zittern alle Glieder." Sie ist für mich allein zu schwer. Wenn ich nur Charley hier hätte, der hat Kräfte wie zwei. Thäten wir nicht besser, mit dem Kinde vorerst nachHause zu fahren und Charley zu sagen, daß er mit dir hierher kommen soll?" flüsterte sie, während sie die Kleine unter ihren weiten Mantel nahm. Jasper kehrte zu der Stelle zurück, wo die fremde Frau lag und leuchtete ihr mit einem Streichholz in daö Gtsicht. Er fuhr zusammen und rasch wieder zuLea gewendet, sagte er: Hast recht, wir machen's am besten so. Nun aber schnell zufahren, jüh!" . Und in einer Gangart, die ihm seit vielen Jahren nicht zugemuthet worden, legte Nero den Weg nach Cran-tock-Hof zurück. - Drittes Kapitel. Die Hand des Schicksals. Das war eine Ueberraschung, als
die Madame- die Thür aufriß und II . : . . c e l. cv
um tuicm inoc aus oem uim verein trat! Charley, der am Kamin saß und rauchte, richtete sich kerzengerade auf, und feine kleinen Augen blickten starr. Suse, aus der Milchkammer kommend, blieb ein Bild des Staunens auf der Schwelle stehen. Dann aber kam Leb:n in ihr gutes, plumpes Gesicht und helle Freude sprach aus ihren Blicken. Ein Kind! Das Dasein auf dem Crantock - Hofe vollkommen zu machen, hatte nur ein Kind im Hause gefehlt. Immer schon war es ihres Herzens Sehnen gewesen, irgend ein Kind pflegen zu dürfen, und nun schien sich auf einmal dieser Wunsch zu erfüllen. Ei, was für eine kleine Schönheit!" rief sie entzückt, als Eva jetzt auf den blank gescheuerten Fliesen vor dem breiten Herde stand und mit großen Augen verwundert um sich sah. Charley, der die Pfeife aus dem Munde genommen hatte, war dagegen keines Wortes mächtig. Ja, Charley hatte einen Blick für dqs Schöne, und dieses kleine Mägdlein mit dem sonnigen Goldhaar, den blauen Augen und den beiden Grübchen in ihren rundlichen Wangen war einfach bezaubernd. Der Athem stockte ihm schier, und Der Tausend, na, so was " war alles, was er herausbrachte und schwerfällig sank er auf seinen Stuhl zurück Ach, bitte, bitte," ließ die Kleine, nachdem sie die staunenden Gesichter ein Weilchen neugierig angeblickt, hatte, sich jetzt vernehmen. Etwas zu essen möcht' ich haben." Was zu essen, du Engel? Gleich sollst du zu essen kriegen!" rief Suse erregt. Aber was süße Mehlsuppe?" Wo ist denn meine Mama? Sie soll mir meine Suppe kochen," sprach das Kind. Suse sah ihre Herrin fragend an. Dann zu der Kloinen gewandt: Laß Suse nur machen. Was recht Gutes sollst du haben!" Nun kam Jasper &on draußen hereingetrappst und rief: Bist du fertig, Charley?" Fertig? Womit denn. Herr?" Hast du es ihm nicht gesagt, Lea?" O du meine Güte!" schrie sie auf. Nein, ich fand noch keinen Augenblick Zeit dazu." Na, es schadet nichts," sagte er gutmüthig. Komm, Charley, wir müssen zusammen ein Stück Wegs zurückfahren. Zieh' dir aber deinen dicken ?rlusrock an." Ohne Säumen war Charley bereit, und so fuhren die beiden Männer in der finsteren Nacht bei Ne gen und Sturm dem Heidemoor zu. Charley hörte schweizsam an, was sein Herr ihm über den Zweck der Fahrt erzählte. Sie gebrauchten ziemlich viel Zeit, bis zu der Pentarnum - Höhe zu gelangen, denn es ging meist steil bergan, und der Nero, dem diese zweite Fahrt anstatt der wohlverdienten Ruhe im Stall durchaus nicht gefiel, war langsamer, denn je. Ich fürchte, sie ist todt, Charley," sprach Jasper, als sie sich Gideons Ruh" näherten. Charley überlief ein Schauer. . In so einer grausigen Nacht auszufahren, um eine Leiche aufzuladen es war ein verdammt unbehagliches Geschäft. Ihm kam dabei Powell, der gehenkte Wilderer in den Sinn. Ob die auch nachher auf der Heide. umgehen wird?" mußte er denken. Und wenn sie nun todt ist, Herr," sagte er nachdenklich, nach Crantock brauchten wn sie doch nicht just zu bringen. Was sollen wir da mit ihr?" Wo meinst du denn, daß wir sie hinfahren könnten?" fragte Jasper. I, der Wirth vom Einhorn hat wohl die besten Räumlichkeiten, und von wegen Gericht und Leichenschau wär's am Ende gut, wir brächten die todte Frau nach Stamer." Hast eigentlich recht, Charley. Du, mir ist gar nicht wohl bei der Geschichte zu Muthe." Mir auch nicht, Herr. Ob der Powell sich wohl heute wieder hier herumtreibt?" Still, Charley. wir haben genug an der einen abgeschiedenen Seele." Wär's nicht möglich. Herr, daß die dem armen Powell Erlösung bringen thät? Und wenn nicht da hätt' er doch an ihr 'ne Art Gesellschaft." Kann schon sein, kann schon sein. Aber da sind wir brr. Nero!" Beide Männer erhoben sich im Wagen und lugten nach Gideons Ruh" hinüber. Kannst du sie sehen, Charley?" fragte Jasper mit gepreßter Stimme. Scharf in die ihm von seinem Herrn bezeichnete Richtung blickend, antwortete Charley: Ne. Herr!" So dunkel ist's aber nicht, daß sie nicht zu sehen sein müßt', wenn sie da wär'," sagte kopfschüttelnd Jafper. Das stimmt. Herr. War's denn aber auch wirklich hier?" Ganz genau weiß ich's. Da drinnen habe ich bei ihr gestanden, hab' sie angefaßt und konnt' sie nicht heben! Ruhig, Nero!" Na, aber Herr," hier zitterte Charley's Stimme ein wenig der Satan wird sie doch nicht weggeschleppt haben?" Ach, waS!" sprach Jasper mitNachdruck, die Leiber der Menschen nimmt der nicht. Er lauert blos auf die Seekn." (Fortsetzung folgt.)
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vandalia Abgang St. LouiS Spcll, tägl g.. 12 30Vm St Loulv Lin täglich 8 d & b 6 69? m Capital Cxpreb tügl d.. .. 7 OOVm St LouiS Ac tägl 7 2593m Ch St L Erpreh tägttcy ds.iz 209cm St Loui Ezpreß tägl 3 1591 r T H k Ejfingham Aee tägl. 4 00 Nm St L gaft Matt täglich.... 8 3öRv
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