Indiana Tribüne, Volume 28, Number 155, Indianapolis, Marion County, 22 February 1905 — Page 1

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1 (Qvfdjtlnt jeden NaU:nrittag. . Jahrgang 28. Indianapolis, Ind., Mittwoch, 22. Februar 1905. No. 155.

Zum Tode dernrtheilt.

C'rowu Point. Edward Do. nahue, der Ermordung, von Arminter Northrup schuldig befunden, wurde heute Vormittag zum Tode verurtheilt. Falls ein neuer Termin verweigert werden sollte, wird Donahue nach Mich! gan Elth gebracht und dort gehängt werden. Damen-Berein des Nnabhängigen Turnvereins. Am Donnerstag Abend, beginnend Punkt 8.30 Uhr, hält der DamenVerein seine monatliche Euchre Partie für Herren und Damen ab. Die Vorbereitungen liegen in den Händen deS Februar VergnügungS-ComiteS, von dem Frau Max Koeckert Vorsißerin ist ; Assistirt von Frau Emil Müller. Frau George Killinger und Frl. Alma SchergenS. Für Nichtkartenspieler wlrd ein gemüthllcheS Lottosplel arran girt. Ein oder mehrere Skattische stehen für die Wenzelritter bereit. Schaß seine kleine Schvester. M un cie, Ind. Der kleme vier Jahre alte Rudyard Foust schoß mit. tels Revolver gestern seme drel Jahre alte Schwester und die Kleme lft so schwer verwundet, daß man ihre Genesung als sehr zweifelhaft betrachtet, Der ?kunae muk auf einen Kasten ae I klettert sein,' um sich den Revolver auS einem verschlossenen Koffer zu holen, muß sich denselben selber geladen und dann sein Schwesterchen mit demselben hnhm. D't, Mutter der Kin der laa im Nebenzimmer kran! im Bette - I und wußte nichts von der That, bis der I o leint mit dem Revolder in'S Zimmer l i i Keine Stimm-Maschlnen. Nach Ansicht von Mitgliedern des Eounty.Eouncil würde eS zu spät sem, Stimm.Maschinen für die nächste Wahl anzujchaften, lelbu wenn man Mcyes zu thun gedächte, und dasselbe würde , rw . rr . . v r;i leme Äunoroerungen xii nochmalige Sitzung des County.Eouncll slusicnoen. mnz ooje &u luuiue wieder benöthigt fein, um die Mitglie- - r i rr- prr . f 1 1 v.I der zu benachrichtigen, sechs Wochen rw r cvr c-i.l routoen mii oen nzugrn ,ur nsoie oernre,qen uno eine ocye sur noere Hindernisse, würden die Sache genügend verzögern, daß man vor dem ersten Mai nicht zur Unterzeichnung emes Kontraktes kommen wuroe. Avcy louien. oic Jett ver erneuung in e. . v. om rjti . c I . n t er . I uümi gezogen, 01c wawmn, um nc zu , prooiren, mlnoeuens einer, uionai üüi v cm-cr r i: -.n.rri r,: I cci vnm icuifl wuixi inn. acy AnnZk ves epmy Auonors rw p v W, . i . rw t . 1 kann keine der Fabriken in den noch übrigen 5 Monaten die nöthigen 140 Masc, herstellen, so daß dleselben für den Gebrauch bei der Novemberm . M -m nm Pvv st I way: lemg stnv. Aue cylnen sur w ... i .r..-v . k? . I oen -laa! nmana namuq munen ,pezieu geserngi meroen, oa oie,eioen großer sino, roie oic in anocten emu ten aebräuckllcken. Frl. Neimer'S Tod. Auf Wunsch der Familie der Verstor. be.nen Frl. Minnie Reimer, nahm vliss-oroner xmmaog eine ecirung oerelqe vor. rouroe seugeui, , e, . . irnivx. v. .sl.fz.v. I . . n-. . w. r n . . n . n i I oflß oas arme luoqen an oer sonno oarm'Entzündung siard. Dem gemeinen Versuch der Sun das Andenken der Verftorbenen au schmähen, nur um ein sensationelles i Item zu haben, ist damit jede Spitze geo roqen. Ein schlauer Dieb fiahl in Christ. Bernloehr'S Juwelenhandlung zwet.Dlmantrmge. Eein A Karat und i . . m . . aral.Nmg werden vermißt. m Fremder, der in'S GeschSst trat, um m i i e t. n r i t er lamanirmge zu ,eoen, neor im er. dachte, doch ist der VerzSufer leider mqr im sranoe eme Ve,cyreloung ves Mannes zu geben.

Ein prächtiges Programm

Zur 2. Dedikation des Deut schen jcuies. Die schöne Melusine. E!n reicher muftkalischer Genuß steht den Besuchern der heute Abend stattfin denden DedikationS-Feier im Deutschen Hause bevor. Zwei Orchester-Nummern, der Festmarsch von Stuck" und Elsässifche Szenen" von Massenet. erönnen das Conzert, da letztere Musikstück ist Hier theilig. ES führt den Zuhörer an der Hand beschreibender Musik, das Sonn tagsleben der Elsässer Landbevölkerung mit wunderbarer Poesie vor Augen, der Sonntag Morgen, dann das Zu sammentreffen im Wirthshaus, der Tanz unter der Linde und die Sonn tags'Abendstimmung, werden in köst licher Weise vorgesührt. Dann folgt die Aufführung de Musikstückes Die schöne Melusine", durck Solisten aemischte Cböre und Orchester. Die Solopartien vertheilen sich fol gendermaßen: Melusine. Frau Helen Thorner; Raymond, O. I. Ehrgott; Clothilde, gtl. Bertha A. BalS; Sintram und Nixenkönig. Herr H. W. Laut. Herrn John Jaegers neue Wirth schast befindet sick No. 1233 Oliver ve., m West JndlanapoUS. StellenvermittelnngS - Agent verhastet. rrc f.. rr cn r v. "rns, ü" lT.. i..cwc..icw i r k rr - uaraniee Aroen Ageniur, 00 alowi . 4 k. i . on w . wmoevom Mpu.y unc omt..Tf t nrtr v. : ?n , ri ... jjiuihuu umet auiiuyc, uic vül ou i . . . velrugertjcyen Zwecken benutzt zu yaven. verhastet. Vor Bnndes'Eommi Howard Joung verzichtete er aus ein Vorverhör und wurde unter $300 Bürgschaft, die er in Baar stellte, den Großgeschworenen überwiesen. M. (. 5)erseved. Voliofnce 5Eni - - mr - w r i - fhe!tor fiatt e Den fall in Sünden und ke Verhaftung wurde durch die ver. 1 1 aufgehende Festnahme von S. B. E,. nd ffrau in EvanSville veranuiu ie BundeSbehörden hegen den zzerdackt. dak miscken BurnS und den EleyS irgendwelche Verbindung be nd angeblich waren die Metho. beiden identttck. die EarledS. hU n ansville die Suretv ArbeitsAgentur betrieben, wurden dort durch die Stadt. Behörden festgenommen. ndem sie etwas über drei Wockien im Geschäfte waren. 1 sagt, daß sie durch An0N cm bekannt machten, daß sie Anfiel M 1 1 lunaen ,n hrfaratn im Ktand? Mtn OO Irl I un. ttcnst bmn bet mhtjiicant b Rin, .Seiten wünkckte. wurde ibm aelaat. n vor $5 zu zahlen habe und dak die Stelleu eiaentlick nickt direkt forgt würden. Angeblich verdienten ' u ' 815 b b si6 bur ' " " b Mjhooe. BurnS soll ein ähn Geschäft betrieben haben. QTQKtz unv pa sendsteAuöwahl on Schnitt vlumen und Blumenstöcken für alle freudigen und trau iaen KreianiNe. Stti fttib jederzeit gern bereit beider Auöwabl bekülttiÄ tu fein. ' ' ' VerterwaNN BroS.'Co. 241 Mass. Ave. Tel. S40. OllI Freedoin anst Kidlt. Hr Adolph Frey, besser' bekannt qt nib Nreedom and Riabt" beaebt n - - w heute am 22. Februar zugleich mit dem zgater des Landes seinen GeburtStaa. Hr Frey, der durch seine Thätigkeit Qtt öffentlicher Notar in den weitesten I Kreisen bekannt ist. wird beute 66 Iah alt. Er wird jedenfalls mit I Gratulationen, denen der Telearavb die feine ufüat. überbäukt werden. Seine Adresse ist. 970 W. Walnut I i v w V w y - - " - - Str. Tel. 2776 braun.

Das Urtheil zn seineu Gunsten kam zu spät. DaS Appellgericht entschied gestern, daß ein Arbeitgeber, der mit seinem Angestellten ein Abkommen trifft, demsel den Gehalt während seiner Krankheit und Anstellung, sobald gesundet, ver sprechend, denselben nicht entlassen kann, sobald derselbe wieder einigerma ßen hergestellt ist, um so sich der Ver antwortlichkeit zu entziehen. Die Sache, welche zur Entscheidung kam, war der Fall der American OuarrieS Co. in Bedford, die eine Absindung von einem ihrer Arbeiter erlangte, indem sie feine Doctorrechnung beglich und ihm dann für die Zeit eines Monats noch Beschäftigung gab, ihn aber entließ, sobald eS sich herausstellte, daß die Verletzungen den Mann hinderten, ein volles Arbeitspensum zu leisten. DaS Gericht erlaubte ihm $4500 Schadenersatz, der Fall jedoch wurde appellirt und während die Verbandlunzen in der Schwebe waren, starb der verletzte Arbeiter, so daß jetzt die Anwälte und die Verwandten des Mannes, die ihn in'S Armenhaus gehen ließen, den Vortheil deS bestätig ten Urtheiles genießen werden.

Des DlebstahlS bezichtigt. Harry E. DaviS, 26 Jahre, ein hie siger Schneider, der mit.Frau Jacob Schucherer aus Shelbyville, Ind., zufammentraf und mit derselben nach einem Hotel sich begab, wurde gestern unter der Anklage, 2 Diamantringe, einen Opal-Ring und $15 in Baar, die der Frau gehören, an sich genom men zu haben, verhaftet. Davis be hauptet, daß die Frau ihm indem Hotel, wo er die Nacht verbrachte, die Ringe gab. Davis wird sich unter der Anklage veö Großdiebstahls zu verthei digen haben. Nach Saufe abgereist. Gestern Abend reiste Frau Daisy Bowers in Begleitung ihres Gatten und ihres kleinen Töchterchens Katherine nach Lafayette ab. : Der Fall der Frau ist mit einigem Geheimniß umwoden, da sie behauptete, den Weg nach hier in Begleitung eines MänneS, der nach Angabe des Gatten, ein persönlicher Freund dessel ben ist, zurückgelegt zu haben. Herr BowerS wird den Fall näher untersu chen. Die kleine Eatheline und ihre Mutter schieden mit Dankesworten für die gute Behandlung von allen Anwe senden in der Station. Südseite Turnverein Kinder Maskenball Freitag, den 24. Februar. Angreifer bestrast. John Mountain, der beschuldigt ist, Frl. Elsie Miller angegriffen zu haben, wurde durch Richter Alford mit 214 Jahren Gefängniß bestraft. Am 31. Januar fuhr Mountain mit einem Brightwood Straßenbahnwagen, auf welchem auch Frl. Miller als Paffa. gier war. An der Hillflde Ave. und 18. Str. stieg diese ab und Mountain folgte. Ich kenne dich und ich weiß auch wo du arbeitest- soll er gesagt haben, das Mädchen jedoch eilte weiter. Dann hielt er ihr ein in Chloroform getränkteS Taschentuch über den Mund und schleppte die Ohnmächtige später in den Hof einer Kirche. Der Richter be dauerte, Mountain keine größere Strafe auferlegen zu können. Moun tain bekannte sich schuldig. Im Claypool. Hotel fand gestern eine Versammlung der Beamten der American Bell Telephone Co. statt, in welcher H. D. McBride von der New England Telephone Co. einen Vortrag über Ausbildung der Telephonmädels für den Dienst- hielt und welcher von den Anwesenden lebhaft diökutirt wurde. Herr Rogers hielt sodann einen Vortrag über LokalDienft'Pro ben" und Herr Corrigan leitete die sich hierüber anschließende DiSkusston.

Nach Jndiana zurückgebracht. Muß in's Zuchthaus wandern.

Fred Glacking, ein Justizflüchtling von Jeffersonville. Jndiana, wurde von öem Hülss'Superintendenten der Jndiana.Reformschule hierher gebracht und im PolizeiGewahrsam einquar tiert. Glacking wurde von Hutchinson, KansaS, zurücktranSportirt, wo er we gen schweren DiebstahlS einen fünf. jährigen Straftermin verbüßen sollte. In Hutchinfon war Glacking unter dem Namen George Scott vor etwa zwei Jahren wegen DiebstahlS verhaftet worden. In Jeffersonville war er unter dem Parole-Gesetz entlassen worden. Als man erfuhr, daß er sich in Hutchinson, Kansas, in Haft btfinde, wur den die dortigen Behörden ersucht, ihn auszuliefern. Das Gesuch wurde be rücksichtigt und Glacking muß nun in Jeffersonville den vierzehnjährigen Strastermin verbüßen. Heute wird er die Rückreise nach dort antreten. Weitere Stimmung für SochbahnGeleise. Der EommercialElub nahm in der gestern stattgehabten Ver sammlung der Direktoren Behörde einen dahingehenden Beschluß an, daß in Anbetracht der vielen schon vorge kommenen Unglücksfülle auf Eisen bahn''UebergSngen die Stadt da für Sorge tragen solle, daß der dafür bestimmte Fonds für Geleise erhöhungen, bald zu den nöti tigen Ausgaben usw. disponirt-werde. Auch möchte Senat und Legislatur da hin wirken, daß die Gesetzvorlage be treffö der HochbahnGeleise bald in Kraft trete. Neues Beweismaterial. Nach Angaben deS StaatSanwalteS Benedict gelang eS. neues Beweismate rial zu beschaffen, .so daß seiner Anstcht nach kein Zweifel an ThomoS Hale's Schuld unter den Geschworenen ent stehen kann. Hale wurde bereitsein mal unter Anklage, Thomas Seibert getödtet zu haben, prozesstrt, doch konn ten sich die Geschworenen nicht auf Wahrspruch einigen. Hale ist beschul digt, Thomas Seibert mit dem Kopfe durch eine dicke Spiegelscheibe an der Washington und Illinois Str. Ecke, gestoßen zu haben, so daß derselbe kurz darauf seinen Verletzungen erlag. Personal-Notizen. Frau August Carl Tamm veranstaltete gestern Abend in ihrer Wohnung, No. 1005 Ost Market Straße, eine Washington GedurtZ tagSfeier, zu welcher sich eine Anzahl Freunde und Freundinnen einfanden, die sich mit Spielen und in geselliger Unterhaltung bis zur späten Stunde im Hause der Gastgeberin unterhielten. Küche und Keller lieferten ihr Bestes, so daß neben dem geistigen, auch für das leibliche Wohlergehen der Gäste bestens gesorgt war. Auf dem Seitenwege an der Washington nahe Pennsylvania Str. glit; gestern Vormittag Frau Fred 3 v i ck e r, sr., aus und stürzte so un glücklich auf das Pflaster nieder, daß sie sich den linken Vorderarm brach. Die Verletzte wurde von Freunden mittels Straßenbahn nach ihrer Woh. nung gebracht.' Der Unfall ist um so bedauernswerther, da Herr Zwicker selber auch schon seit längerer Zeit krank zu Hause sich' aushält. Mardi GraS Excursioncn. Nach New Orleans, Mobile und Pensacola via Pennsylvania Linien. ExcursionS Fahrkarten nach New Orleans, La.. Mobile, Ala. und Pensacola, Fla., via Pennsylvania Linien, werden verkauft von 1. biS 6. März, einschließlich. 'Man frage bei den Ticket-Agenten der Pennsylvania Linien für weitere Information über Fahrpreis, Abfahrtszeit und Gepäck'Beförderung U. s.w. an.

Aus der Legislatur. Die CodexComission'Vorlage über

Drainirung wurde mii verschiedenen Amendementö. znr Reinschrift vorge schoben. ": Das Rechte, und Privileglen'Comite des Hauses berichtete die im Senate angenommene Vorlage der eminent Domain der Codex-Commission günstig em. Der Senat nahm die Hausvorlage zur Ctablirung eines Staats-Labora-toriumS für Hygiene unter Aufsicht der StaaiS.Gefundheitsbehörde an. Auch die Vorlage für Hochlegung der Geleise in Fort Wayne, wurde ohne daß sich die Bahn-Lobby beson derS dafür zu interessiren schien, vom Senate passirt. Die Hausbill welche eine Prüfung?. Behörde für Krankenwürterinnen schafft und deren Reaistriruna bestimmt. nahm der Senat mit geringen Verän derungen an. Rene Inkorporationen. Jncorporationögesuche wurden in der Osflce des Staats - Secretärs wie folgt eingereicht: Die Fort Wayne Builderö' Supply Company", Fort Wayne; Capital S50,000 ; Directoren : Ferdinand Meier, I. Hilgeman, I. Sulzer, Jr , C. Vermuth, H. Mollet, F. I. Rnmp, H. Keller. Die Ofsian Cooperative Com pany", Osstan, Wells County; Capi tal S10,000; Directoren: G. W. Rup. right, Evan L.CHalfant, J.W.MettS, L. C. Cotton, W. H. Sommers, Leonard Springer, JohnDettmer, Jr, Clyde White, George Hall. Die MerchantS' Printing Com. vany", Elkhart; Capital S5,000; Di rectoren: Jda C. North, Manda Blair, J.A. North. Die National School of Telegraphy, Greencastle; Capital 51,000; Directoren: William W. Ray, Lewis E. Bailie, William L. Williamson. Leiden eines Handelsmannes. Die Leiden eines Handelsmannes wurden gestern im Polizeigerichte vor die Oeffentlichkeit gebracht, als Jacob Colter, 540 Süd Illinois Str. unter Anklage des thätlichen Angriffes abge urtheilt wurde. Colter versuchte im Hause der Frau Mollie Weidlach, 514 S. Capitol Ave., seine Waare zu verkaufen und traf in Abwesenheit der Mutter, die mit häuslichen Arbeiten be. schäftigt war, deren Tochter Lulu, der er eine Taille zu verkaufen suchte. Im Angreifen der Waaren kitzelte er das Mädchen unters Kinn und nannte sie ein nettes kleines Mädchen usw., bis das Mädchen in ihrer Angst die Mutter rief, die sich dann mit einem Befen be waffnete, zur Verfolgung aufmachte. Der Handelsmann konnte mit seinen Bündeln natürlich, nicht schnell laufen, wurde nachdem er sich in einem Hühnerstalle verkrochen, eingeholt, mit dem Besen gehörig bearbeitet, und verhaftet. Richter Whallon diktirte ihm S10 Strafe zu. Peru. Superintendent L. F. Ferriton von der Wabash. Eisenbahn, welche hier ihr Centraluureau hat. machte ofsiciell bekannt, daß den Güter zug. Angestellten an dem Eisenbahn Unsalle bei Delphi keine Schuld beizu messen sei. Hierbei wurden bekanntlich der Lokomotivführer J.L. Furgeson und der Conducteur Bailey Beedle. Beide aus Peru, getödtet. Es hat sich herausgestellt, daß die Bremser ord nungSgemäß die Weiche gestellt hatten, nachdem der Zug auf ein Nebengeleise gefahren war. Eine Anzahl Brücken Arbeiter war nahe der Stelle des Zu sammenftoßeö beschäftigt und eS wird angenommen, daß einer derselben die Weiche verstellte. Eine Untersuchung ist eingeleitet worden. Albert Hunte, r, 3922 Ost 26. Str., wurde durch die Detektivs Lancafter und Löwe verhaftet. Hunter soll ein aus Jeffersonville parolirter Sträfling setn, der seine Parole ver letzte.

Der ehemalige Hamburger Bahnhof in Berlin soll zu einem Eisenbahn - Museum umgebaut werden. Minister Budde hat einen langgehegten Wunsch der Verkehrstechniker Preußens erfüllt und die Herstellung eines Verkehrs- und Baumufeums beschlossen, das auch der allgemeine Besichtigung geöffnet sein wird. In dem Museum sollen vor allen Dingen die zahlreichen Modelle von Betrieseinrichtungen und Bauwerken, die seiner Zeit für die Ausstellungen in Chicago, Paris und Düsseldorf von der preußischen Eisenbahnverwaltung hergestellt sind, untergebracht werden; ebenso auch Modelle und Pläne aus dem Gebiete des Hochbaues und des Wasserbaues, die bisher leider nur nothdürftig in dazu eingerichtete Stadtbahnbögen aufgehoben. sind. Die Eröffnung desMuseums soll im Jahre 1906 erfolge. Zur Feier bei E r ö f fnung der neuen Simpson - Bahn soll in Mailand im nächsten Jahr eine internationale Ausstellung veranstaltet

werden, die den Künsten, der Eisenbahnindustne und den Sports gewidmet ist. Zum Bau der verschiedenen Gebäude und für andere Ausgaben steht dem Ausschuß eine Summe von über 9,000,000 Lire zur Verfügung Der König von Italien hat eine Summe von 100,000 Lire beigesteuert. Ein Gebiet von 1S,000 Quadratmeilen ist in der Abtheilung für dekorativeKunst für alle fremden Völker zusammen bestimmt worden; Frankreich verlcngte jedoch für sich allein einen Flächenräum von 100 Quadratmeilen. Man hat deshalb beschlossen, eine besondere französische Abtheilung zu bauen. In wenigen Tagen wird man mit dem Ausbau der Gebäude beginnen. Ame--rika wird sechs Lokomotiven schicken, die die Geschichte der Eisenbahnindusine und ihre Fortschritte zeigen. ' Eine F e i n d s ch a f t, e n t -standen aus gekränktem Ehrgeiz, hat in Warschau zu einem blutigen Kampfe zwischen zwei Künstlern geführt, der, mit dem Tode des einen Betheiligten endete. Der Maler Wenzel Pamlicek war durch die Zurückweisung seiner Bilder durch das Comite des KunstVereins verletzt und schrieb an die Jury einen Brief, in dem er beleidigende Beschuldigungen gegen Professor Ruszczyc von der Akademie und ebenso gegen den Bildhauer Dunikowski erhob. Ruszccyc sandte seine Zeugen; doch Pamlicek nahm die Forderung nicht an. Bald darauf forderte er , Dunikowski. Dieser -verweigerte indessen die Genugthuung, weil. Pawlicek nach Verweigerung des erstenDuells als satisfaktionsunfähig galt. Nun lauerte Pawlicek Dunikowski auf und traf ihn zuletzt in der Gesellschaft eines Bilderhändlers in einem Restaurant. Er ging mit erhobener Hand auf ihn los; Dunikowski zog einen Revolver und schoß auf Pawlicek. den er ins Hirn traf. Dieser starb wenige Stunden später im Krankenhaus. Er hinterläßt eine alte Mutter und ein kleines Kind. Dunikowski, der sich selbst anzeigte, ist Oesterreicher und wurde an die Warschauer Akademie berufen. Pawliceks Kriegsbilder sind sehr bekannt. Eine Unschuld vom Lande, die Tochter des Oberförsters", ein Fräulein Elfe Rotte! in Berlin, hatte es mit ihrem hübschen Gesicht, ihrer ebenmäßigen Gestalt, ihrem bescheidenen Wesen und vor allem ihren vielen Tausenden" einer ganzen Reihe von jungen Männern angethan. Bekanntschaften zu machen, wurde ihr bei ihren vielen Vorzügen nicht schwer. Aber. als Tochter eines Oberförsters mit einer Mitgift von 40,000 Mark wußte sie die Männer auch so zu fesseln, daß sie ihr gern die Ehe versprachen - und dann auch auf die künftige Mitgift bereitwilligst größere oder kleinere Vorschübe Laben oder sonstwie Opfer brachten. Rührend wußte sie zu schildern, weshalb sie zu Hause nicht bleiben könne; bei der bösen Stiefmutter war es nicht auszuhalten. Bei jedem Liebhaber führte sie einen anderen Namen. Zuletzt hieß sie Anna Haas, weil sie einen Schirm gestohlen hatte, in dessen goldener Krücke dieser Name eingeschnitten war. Früher hatte sie andere Namen geführt. Ein junger Mann, den sie unter Vorspiegelung einer Erbschaft, die jeden Tag eintreffen sollte, bedeutend erleichtert und dann versetzt" hatte, traf die Ober-försterStochter-später zufällig auf der Straße und ließ sie festnehmen. Jetzt erfuhr er ihren richtigen Namen und die unangenehme Thatsache, daß Elfe Rottet schon zweimal imZuchthaufe gesessen hat. f Verplappert. Bauer: Aber Herr Doktor, Sie müssen doch wissen, was meinem Gaul fehlt? Thierarzt: Bedaure, ich bin mehr Rindvieh als Roßarzt.