Indiana Tribüne, Volume 28, Number 154, Indianapolis, Marion County, 21 February 1905 — Page 5

Jnbkana Tribüne,' 2N Februar

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ooo ooo preise geliefert von A. B. MEYER & CO. Pennsylvania Anthracits. .. .$7.50 Pocahontas Lump . .. 5.50 Smokeleß Lump 5.50 Ohio Cannel Lump 5.50 Ohio Cannel Egg 5.50 Kanawha Lump. . 4.50 Pittsburg Lump 4.50 Brazil Block 4.25 Hocking Valley 4.25 Straight Crsek Lump 4.50 Straight Cree! Egg 4.25 Greene County, No. 4, Vein Lump .... 3.50 Greene (Seimig, No. 4, Vein Egg.. .... 3.50 Jackson Ohio Lump 5.00 Oven Co?e Egg 5.50 Gas House Lump Coke 5.50 GaS House Crushed Coke 6.00 SrtraBerechnung wo solche getragen werden äffen. Auf schreckliche Weise kam bei Elgm in Nebraska die Frau von Joseph Reuß um's Leben, doch bewies sie sich, dabei als große Heldin, indem sie nach ihrer schrecklichen Verwundung ihre Binder rettete und das brennende Haus. Frau Reuß war damit beschäftiat, mittelst Gasolin Kleider zu irinia.en, und sie hatte den gefährlichen Stoff in einem offenen Behälter nicht' weit vom heißen Küchenofen. Plötzlich erplodirte das Gasolin und setzte die' Kleider und Haare der Frau in Brand. Sie versuchte mit Decken das Feuer zu löschen, doch auch die Decken fingen Feuer. Nun lief sie, mit Brandwunden bedeckt, hinaus und erreichte einen Wasserbehälter im Statt. Sie sprang in das eiskalte Wasser und das Feuer an ihrem Körper wurde gelöscht, aber die Kleider waren schon so von den Flammen verzehrt, iafc die letzten Fetzen herabfielen, die Frau fast nackt lassend. Mit Niederkämpfung ihrer Schmerzen lief sie zum Hause zurück, und es gelang ihr, das Feuer daselbst zu löschen und ihre kleinen Kinder zu retten. Dann sank sie, zum Tode erschöpft, in einen Stuhl, wo sie der einige Stunden später nachHause kommende Gatte fand. Sie lebte noch eine Nacht und einen Tag unter gräßlichen Schmerzen, dann starb sie. Frau Reuß war früher Fräulein Gertrud Eichmann von Carroll in Iowa. EineNegerinNamenS Susan Robinson, die nach dem Ausweis ihrer alten Bibel, die sie lange Zeit benutzt hatte, fast 109 Jahre alt war, starb im Heim ihrer Tochter in Jeffersonville, Ind. Die ganze Stadt kannte sie als Tante Susan,", und sie hatte die Kinder vieler prominenter Familien abgewartet. In der Bibel steht aufgezeichnet, daß die Frau am 21. Juni 1796 in Winchester, Ky., geboren sei. Wer diese Aufzeichnung vornahm, ist nicht zu ermitteln, aber die alte Frau bestimmte ihr Alter auf andere Art. Sie erklärte, als die Sterne sielen", sei sie 37 Jahre alt gewesen. Das bezog sich auf den Sternschnuppenfall vom 13. Novemder 1833, und demnach wäre sie thatsachlich im Juni 109 Jahre alt geworden. Ihr Tochter, bei der sie lebte, Ellen Thornsberry, ist im 73. Lebensjähre. Eine Schwester lebt noch, in Chicago. Da sind die letzten beiden von einundzwanzig Geschwistern. Es sind Enkel der alten Susan vorhanden, die das halbe Säkulum überschritten haben, aber im Ganzen hinterläßt sie nur zwei Töchter, drei Enkel, zehn Urenkel und zwei Ur-Urenkel. Tante Susan" war eine große Frau und bis vor etlichen Wochen wunderbar auf dem Damme". Sie nähte ohne Brille und hatte ein zweites, aesundes Gebiß. Als Negerin war sie Sklavin bei unzähligenHerren gewesen und hatte stets viel Geld gekostet. Das freie Leben nach der Emanzipations - Erklärung hat ihr nie völlig behagt, doch hat sie seit dem Kriege fast immer in Jeffersonville gelebt. Cy'enille - Portieren wSscyk man auf folgende Weise: Gute Seife in warmem Wasser lösen, die Partie ren darin durchkneten, dann ein zweiteö Mal in ebensolchem Wasser. Nachher wird sie durch mehrery reine Wasser, in die man eine Hand voll Salz gethan hat, hindurch gezogen, dann durch den Wringer' rollen lassen. Im Schatten trocknen. Maben Sie je genaue Rechnung geführt über die Haushaltskosten für einen Monat ? Wenn nicht, so Probiren Sie es. Notiren Sie genau jeden verausgabten Cent. Am Ende des ersten Monats werden Sie überrascht sein über die Geldsumme, welche unnöthig verausgabt wurde. Fünfundzwanzig Cents pro Tag von den Familien-Ausgaben abgenommen oder hinzugefügt erscheint recht klein, doch, wenn dieser Betrag mit dieser Gesellschaft deponirt wird, so ergicbt sich in zehn Iahren die hübsche Summe von $1,048.81. Probiren Sie es. INDlANi THUST CO., Capital $1,000,000' Ueberschuß $250,000 Ecke Washington Str. und Virginia Ave..

Guter Ralh ! Humoreske von H. du Vleffac. Autorisiert Bearbeitung von 51. Friedheim Frau von Valom, 28 Jahre, mit blonden Haaren, die glänzen wie reife Kornähren, auf denen der Sonnenschein liegt, äußerst elegant, was noch weniger ihrer sehr seinen Toilette, als ihrer angeborenen Grazie guzuschreiben ist. Ganz ausfallend schone Gesichtszüge, die jetzt allerdings in heftigem Zorn verzerrt sind. Frau von Kroilieu, vielleicht eben so alt. groß, mager, von eckigen Bewegungen mit schmalen, . zusammengekniffenen' Lippen, ohne jeden Liebreiz, den Frau von Valom in so reichem Maße besitzt. Die Scene spielt sich bei letzterer in ihrem entzückenden Boudoir ab. 1. Scene. Frau von Kroilieu: ftun, nun. . . meine Liebste,. erregn Sie sich nicht so furchtbar, Si: schaden sich damit und vor allen Dingen überlegen Sie reiflich, bevor Sie einen Entschluß fassen!. . Frau Valom: Ich habe nichts weitcr zu überlegen!. . . ich werde sofort Herrn von Estef schreiben und ihn bitten. jemand' anders seine Huldigungen darzubringen!. . . es ist ja unerhört! Vor drei Tagen erst hat-er mich hier an derselben Stelle beschworen, meinem.Wittwenthum zu entsagen und ihm mein' Jawort zu geben, und gestern ist er in - Damengesellschaft verreist!" Frau von 'Kroilieu: Das spricht ja allerdings gegen ihn, ich gebe zu; aber. .Frau von Valom: Da gibt's kein aber"!. ... es war eine junge und hübsche Dame. . . Sie haben mir das selbst gesagt!. Frau von Kroilieu: Ich. bin kurzsichtig. . ." V. ". Frau von Valom: Eine elegante Erscheinung, wie Sie auch .sagten, und Herr von Estef war ganz beflissene Aufmerksamkeit. . . er trug ihre Tasche und den 'kleinen SchoßHund. . Frau von Kroilieu: Ja, den Hund abe ich ganz genau gesehen. Frau von Valom: Nun also!. . . wenn, ein Mann, der wie Herr von Eief zur besten Gesellschaft gehört und Kavallerieoffizier ist, den Schoßhund einer Dame trägt, so will er ihr gefallen. . . das liegt doch auf der Hand!" Frau von Kroilieu: Ja, gewiß, gewiß. . . aber, denken Sie sich doch mal an meine Stelle.. . . der Zufall hat es gewollt, daß ich gerade auf dem BahnHof ankomme, als Herr von Estef abfahren will. . ." Frau von Valom: In Damengesellschaft!. . . Warum hat er mir denn nichts von seiner geplanten Reise gesagt?.,..." ....... ' Frau von Kroilieu: Er braucht Ihnen doch nicht über seine Handlungen Rechenschaft abzulegen!. . . Sie sind ja noch nicht einmal seine Braut. . . . oder irre ich mich?. . Frau von Valom: Nein!. . . . glücklicherweise noch nicht!. . . . Ich habe ihm zwar halb und halb Hoffnung gemacht, daß ich wahrscheinlich bald. . ." Frau von Kroilieu: Nun also!. . . Sie sind demnach doch nicht gebunden, und Ihr Herz hat gar nichts dabei zu thun. . . denn Sie haben doch keine Herzensneigung für Herrn von Estef? " Frau von Valom: Ich hasse Herrn von Estef!. . . Ich verabscheue ihn!, soll ich Ihnen einen Beweis dafür geben?. . . Ich werde ihm sein Bild zurückschicken und meins wiederverlangen!" Frau von Kroilieu: ,.Q! Sie hatten sich schon Ihre Photographien gegeben?. . ." (für sich) die höchste Zeit also." Frau von Valom: Einfach gesellschaftliche Höflichkeit, weiter nichts . . ." sie zieht die Schieblade eines kleinen Schreibtisches auf, nachdem sie den Schlüssel aus ihrem Portemonnaie genommen hat, hier ist die Photographie!" Frau von Kroilieu betrachtet sie aufmerksam: Ja, das ist er. . . vielleicht ein bißchen geschmeichelt. . . das machen die Photographen ja immer. . . so hat Herr von Estef auf dem Bilde eine ganz gerade Nase, während sie in Wirklichkeit etwas schief ist!. . . Und die Augen!. . . Sind Ihnen seine Augen nicht aufgefallen?" Frau von Valom, zögernd: Ja. manchmal ... ich fand ihren Ausdruck sehr weich. . ." Frau von Krolieu: Und falsch! gerade solche Augen, wie sie zu einem Manne passen, der den Schoßhund einer Dame trägt, während er einer andern den Hof macht!" Frau von Valom: Ja, Sie haben recht. Mir fällt das jetzt auch auf!" Frau von Kroilieu, noch immer mit dem Bild in der Hand, während sie es betracktet: Und -wie eitel und selbstbewußt er dasteht!. . . als wenn er sagen wollte: Seht nur, wie schön ich bin!". . . . und dann die auf die Hüfte gestemmte Faust!. . . und eine Reitgerte in der andern!. . . Sein Bild mit einer Reitpeitsche in der Hand an eine Dame zu geben, .die man heirathen will, ist allerdings viellagend!. . . Gerade, als wenn man ihr zu verstehen, geben will: Mit mir heißts Order pariren. . . oder es setzt was!" Wie brutal!.'. . Ja, der Mann

muß ganz roh sein!. . .Seine SoldaUn hassen ihn gewiß." Frau von Valom: O nein; mir ist erzählt worden, daß sie ihn vergöttern." . Frau von Kroilieu: Na ja, er im, ponirt ihnen eben mit der Peitsche in der Hand. . . seine Frau wird, schon mal sicher nicht glücklich!" Frau von Valom: Ich werde, dem Schicksal nicht ausgesetzt sein!" '. Frau von Kroilieu: Liebste, be-. denken Sie, daß ich Sie nicht beeinflusse!. . . Ganz im Gegentheil, ich nehme. . . diesen Herrn noch in Schutz . . . von allem. bin ich aber Ihre Freundin, Ihre treu ergebene Freundin!. . . Was hätte ich denn auch wol sonst für ein Interesse daran, Sie von einer Heirath mit Herrn Estef abzuhalten, wenn es Ihnen wünschenswerth wäre?. . . Ja, wenn Herr von Estef alle Eigenschaften hätte, um Sie glücklich zu machen, dann wäre ich die erste!. . . aber so . . . überlegen Sie reiflich, ich habe es nur für meine Pflicht gehalten. Sie aufmerksam zu machen. . . Wissen Sie was! Fragen Sie Frau von Damber. . . mit der sind Sie ja so befreundet!" Frau von Valom: Was denken Sie nur: Die hat mir ja gerade Herrn von Estef zugeführt und ist für die Heirath. ... die wird doch nur Herrn von Estef das Wort reden. ... ich brauch' auch gar keinen weiteren Rath: Ihre Ansicht genügt mir vollständig!" Frau von Kroilieu: O! Ich gebe aber keinen . . . Sie müssen das allein entscheiden. . . Frau von Valom: Gewiß, treueste Seele, ich entscheide auch ganz allein! . . . Ein Mann, der heimlich mit einer Frau und ihrem Schoßhund eine Reise macht!. . Passen Sie nur aus!" Sie geht an ihren 'Schreibtisch, und die Feder fliegt nur so. über den Vriefbogen, den sie genommen ,ht. Eine ziemlich lange Pause. Frau von Kroilieu: Wenn Sie ihm wirklich schreiben, dann' schreiben Sie aber deutlich, nickt zwischen den -Zeilen; halbe Maßregeln sind die allerschlimmsten!" Frau von Valom: Bitte lesen Sie selbst." Reicht Frau von Kroilieu das Briefblatt, dieselbe liest laut: Herrn von Estef. Ich weiß alles. Sie haben mein Vertrauen auf das schmählichste mißbraucht und mir halb unb halb das Jawort" entlockt. Ich nehme dasselbe zurück.und'zwar inJhrem eigenen Interesse und weil ich es mir selbst schuldig bin. . . Wenn ich mein Wort hielte und Ihre Frau würde, wäre Ihnen jeder Zwang bei etwaigen Ausflügen, die Sie in angenehmer Begleitung machen wollen, doch nur höchst lästig. . . Sie scheinen auch gern Schoßhündchen zu tragen, und ich habe derartige Thiere nie leiden können und werde sie auch nicht um mich dulden. . . ich ersuche Sie also von jetzt ab an mich nur wie 'an eine ganz Fernstehende zu denken und mich zu vergessen. Es wird Ihnen das ja nickt schwer wer-' den, denn an Trost wird es Ihnen ja nicht fehlen. Für mich ist die ganze Angelegenheit schon erledigt. . Einliegend finden Sie Ihre Photographie. Ich hoffe, daß Sie als Mann von Ehre keinen Augenblick zögern werden, mir sofort mein Bild zurückzuschicken. Ich wünsche überfeine weiteren Erörterungen; dieselben' waren ganz überflüssig. ' ' , Carmela von Valom." Frau von Kroilieu, in befriedigtem Ton: Ein bißchen sehr -scharf, aber doch gut!" - Frau von Volom, die nervös aufgestanden und geklingelt hat, zur Jungser gewendet, die sich meldet: Juliette! Tragen Sie diesen Brief sofort selbst nach der Post!. . . . aber sofort, derstehen Sie!. . . Ich weiß, wie zerstreut Sie sind, wenn Sie es nicht gleich thun, vergessen Sie es nachher, und die Sache ist sehr wichtig und eilig!" Juliette: Gnädige Frau können unbesorgt sein: in fünf Minuten steckt der Brief im Kasten." Sie schiebt den Brief in ihre Schürzentasche und geht hinaus. Frau von Valom: Herr von Estef wird ihn finden, wenn er von seiner berühmten Reise zurückkommt!. . . und damit ist die Sache für mich abgethan. . Frau von Kroilieu: Und ich muß jetzt gehen. . . ich' habe noch viel zu besorgen. . . . denken Sie auch an das, was ich Ihnen gesagt haben. . . Sie selbst haben den entscheidenden Schritt gewollt . . ." Frau von Balom: Ich freue mich darüber. . . bin glücklich, so und. nicht anders gehandelt zu haben. . . es ist mir gerade, als fielen Fesseln von mir ab. Adieu, Liebe! Gute! . . Für den Freundschaftsdienst werde ich Ihnen jiets dankbar sein. . ." Frau von Kroilieu geht. Frau von Valom bleibt einen Augenblick unbeweglich mitten im Zimmer stehen, dann schlägt sie plötzlich die Hände vorZ Gesicht und sinkt weinend in den Lehnstuhl. 2. Secene. Am nächsten Tage weint Frau von Valom Ficht mehr, aber sie liegt blaß mit gerötheten Augenlidern auf der Chaiselongue und sinnt vor sich, hin, als ihr Faru von Damber gemeldet wird. Diese ist eine kleine, rundliche, rosige, lustige Dame und kommt wie ein Wirbelwind ins Zimmer, wäbrend fit

' laut ruft: Auchhe!"

Als sie Frau Von Valom auf der

Chaiselongue sieht, stutzt sie und fragt: .Sind Sie'krank, Liebste?" Frau von Valom, kalt und verlegen: Oh, es hat nichts zu sagen, gnädige Frau, ein bißchen Migräne, weiter nichts." Frau von Damber, heiter: Nun, das ist schön! Ich habe etwas, um sie zu verjagen!. . . Einen Brief. . . oder vielmehr zwei Briefe!. . . einen von Herrn von Estef!" Frau von Valom: Ich würde Jhnen sehr verpflichtet sein, gnädige Frau, wenn Sie mir von Herrn von Estef nichts mehr erzählen wollten!. . . Ich bedauere sehr. . . ich bedaure unendlich, daß ich den. . . Herrn bei mir habe ein- und ausgehen lassen!" . Frau von Damber: Gnädige Frau!". . . den Herrn!" . . . Nun! Was geht denn hier vor?. . . sind wir schlechter Laune, liebstes Kind?. . . Erklären Sie mir doch das ein bißchen!" Frau von Valom: Da ist gar nicht viel zu erklären. . . ich verzichte auf die Ehre, Frau von Estef zu wer den. . . ich danke Ihnen sehr für das freundliche Interesse, das Sie mir ent gegengebracht haben, wünsche aber, die ganze Sache abzubrechen." Frau von Damber, vollständig ruhig: Schön! Das wäre also abgemacht!. . . Wollen Sie mir als Belohnung für das freundliche Interesse, welches . Sie' doch anerkennen, einen Dienst erweisen?" Frau von Valom: Gewiß, gnädige Frau." Frau von Damber: Immer noch gnädige Frau!" . . . nun, mir soll's recht sein!. . . . Also, gnädige Frau, da wir uns nun doch einmal so nennen. . . antworten Sie mir offen und ehrlich auf eine Frage: wer ist seit. . . seit vorgestern bei Ihnen gewesen?" Frau von Valom, etwas verlegen: Das weiß ich wirklich nicht mehr. . . viel Besuch ist gekommen. . . Herr Carlier, Frau Vertrand. . . Herr Preval. . . wer denn noch?" Frau von Damber: Ja, wer denn noch?. . . Ueberlegen Sie mal ordeutlich ' Frau von Valom: Frau Hubert. . . und und . . .ja. . . .und noch Frau von Kroilieu. . Frau von Damber: Das genügt! Weiter will ich gar nichts wissen!. . . Und die liebe Frau von Kroilieu hat Ihnen eine ihrer kleinen Bosheiten einfiltrirt, die sie bei .ihrem liebenswürdigen Charakter immer auf Lager hat, und sicherlich hat sie, da es sich um Herrn von Estef handelt, noch einen ganz besonderen Tropfen Gift heingnnischt!" Frau von Valom: Frau von Kroilieu hat durchaus keinen Grund gegen..! . den Herrn, von dem ich spreehe, eingenommen zu sein. . . wenigstens ' ist mir nichts Derartiges bekannt." Frau von Damber: Daß Sie nichts wissen, ist möglich; aber mir ist etwas bekannt, und das macht einen kleinen Unterschied!" ' Frau von Valom: Frau von Kroi lieu hat über Ihren Protege nichts Schlechtes gesagt." . Frau von Damber: Dazu ist sie viel zu klug! Sie hat es nur so einzurichten gewußt, daß Sie selbst über . . . den Herrn aburtheilen; das ist ihre Taktik." - Frau von Valom: Und sie hat mir ein Faktum, ein unleugbares Faktum gesagt und weiter nichts!" Frau von Damber: Und worauf beruht das?" , Frau von Valom: Ich habe gar keinen Grund, "Stillschweigen zu bewahren: es ist sogar meine Pflicht, Ihnen, liebe gnädige Frau, davon Mittheilung zu machen. . Frau von Damber für sich: Hoha, sie sagt schon liebe"." Frau von Valom:. . . Und Ihnen den Grund meiner Handlung zu verbergen." Sie betont jedes Wort: Herr von Estef, der mir vor drei Tagen die Ehre erwiesen hat, mir einen Heirathsantrag zu machen, der gesagt hat, daß er mich innig liebe, ist am nächsten Tage in Damengesellschaft verreist, was er mir natürlich nicht, mitgetheilt hat, denn die Dame, mit der er verreist ist, ist jung, hübsch, und er scheint sehr intim mit ihr zu sein. ; da er ihre Reisetasche und.- . . ihren Schoßhund trug." Frau von Damber, in größter Gemüthsruhe: Ja, das stimmt alles! Frau von Kroilieu ist bei ihren Erzählungen merkwürdigerweise einmal genau bei der Wahrheit geblieben, ost passirt ihr das ja nicht! Sie hat nur vergessen. Ihnen Namen zu nennen. Ich will annehmen, daß sie dieselben nicht gewußt hat. Der Hund, der übrigens eine Hündin ist, heißt Fifi". Aber! das ist nebensächlich. Was die Dame anbelangt, die übrigens wirklich jung und hübsch und elegant ist, so ist sie allerdings sehr intim .mit Herrn von Estef, aber Sie werden zugeben, daß das ganz. in der Ordnung ist, wenn ich Ihnen sage. . . daß sie. . :. Herrn von ' Estefs Schwester ist." .Frau von Valom: Seine . Schwester?" Frau von Damber: Von Vaterund Mutter - Seite . . . also so Schwester",, wie das überhaupt nur möglich ist!. . . Frau von Vayard lebt in Caen, was Ihnen Herr von Estef vielleicht erzählt hat, und hat sich mit ihm hier in Paris getroffen, um mit

ihm zusammen eine kleine Reise zu

unternehmen, die Ihnen rücksichtsvoll verheimlicht worden ist, da Sie der Beweggrund dazu waren. . ." Frau von Valom: Ich?". . . Frau von Damber: Ja, Sie. . . Herr von Estef hat einen alten Onkel, einen Oberst a. D., der sehr reich 'und Junggeselle ist und die Marotte hat, daß ein Offizier sich nicht verheirathen darf. Er hat nun gedroht, seinen Neffen zu enterben, falls er daran denken würde, eine Ehe einzugehen. Herr von Estef bat seine- Schwester, die sehr viel Einfluß auf den alten Herrn hat, mit ihm zusammen hin zu fahren und ihn umzustimmen. Das ist die ganze. Geschichte. . . ich habe nur noch hinzuzufügen, daß der alte Onkel nachgegeben hat, als er sah, wie sehr das Herz des Neffen im Spiel ist und als er' hörte, was seine Nichte alles Gutes und Schönes über Sie zu sagen wußte. . . was übrigens nur auf Wahrheit beruhte. Das ist das Verbrechen, das Herr von Estef begangen hat! . . . soll ich ihm nun noch von Ihnen mittheilen, daß alles zwischen ihnen aus ist und daß Sie auf den Rath von Frau von Kroilieu nichts mehr von ihm wissen wollen?" Frau von Valom: Oh, Liebste, wie glücklich bin ich!" Frau von Damber: Und er erst! Na!. . . lesen Sie die beiden Briefe, welche die Geschwister mir geschrieben. . . er vergöttert Sie einfach!" Frau von Valom mit niedergeschlagenen Augen: Ich habe ihn ja doch auch lieb!" Frau von Damber: Das weiß ich, und Sie passen sehr gut zusammen! Oho, Frau von Kroilieu!. . . Sie sind zu dürr!.-. ." Frau von Valom: Was meinen Sie?" Frau von" Damber: Was jeder ganz genau weiß, nur Sie nicht. . . daß Frau von Kroilieu seit zwei Iahren nach Estef angelt, um ihm ihre ganze dürre. Person zu eigen zu geben. . . da 'mußten Sie doch entfernt werden." Frau von Valom, erregt: Oh! mein Gott. . . und mein Brief?" Frau von Damber: Welcher Brief?" - Frau von Valom: In dem ich von Estef mein Wort zurückfordere. . . sehr scharf! . . Ich habe ihm sogar .sein Bild zurückgeschickt. . ." Frau von Damber: nun ihrerseits erregt: O, o, das ist allerdings schlimm! Estef ist sehr empfindlich, Mißtrauen in feine Handlungsweise kann er nicht vertragen, derBrief kann alles verderben!" Frau von Valom ' klingelt heftig. Die Jungfer erscheint. Juliette, auf welches Postamt haben Sie meinen Brief getragen?" . Juliette: Welchen Brief, meinen gnädige Frau?" Frau von Valom: Den ich Ihnen gestern um 4 Uhr gegeben habe, um rbn sofort in den Kasten zu stecken." Juliette schreit auf: Ach Gott! Ach Gott! Gnädige Frau. . . verzeihen mir gnädige Frau doch nur diesmal noch!. . . ich habe den Brief in der Tasche behalten. . . hier ist er!. . ." Frau von Valom greift hastig nach dem Brief: Dem Himmel sei Dank! . . . Sie sind eine treue Person, Juliette! Ich lege Ihnen 20 Mark Lohn zu!" Juliette geht kopfschüttelnd hinaus. Na nu? . . . Wie? die legt mir zu, veil ich was vergessen habe?. . . das kann ich dann ja öfter thun!" Frau von Valom ruft Juliette zurück: Juliette, ich bitt' mir aber aus, daß Sie nicht vergessen, daß ich für Frau von Kroilieu nie zu Hause bin . . . verstehen Sie wohl... . nie zu Hause!. . . Vergessen Sie das nicht. . . denn ich würde Sie nicht wie heute belohnen." Unglaublich, avcr wahr! Während des Manövers so erzählt ein preußischer Offizier komme ich . eines Tages bei großer Hitze im Quartier bei meinem Bauern an und pralle entsetzt zurück ob der unzähligen Fliegen, die in dem mir zugewiesenen Zimmer schwirren. - Ums Himmelswillen, Michalek," sage ich zu meinem braven Burschen aus Polen, sofort Fliegen fangen!" Ich' höre ihn noch gerade Zu Befcll, Pan Leitnant!" stammeln - und gehe in den Krug, um den Durst zu löschen.. , . - Bei meiner Rückkehr tritt mir Mi chaleck mit seinem Kochgeschirr (!) entgegen. Nanu, was soll denn das?" Michaleck grinst: Fliggen, Pan Leitnant, waren hier so kleine, habe ich große im Pferdestall gefangen, hirr, Pan Leitnant!" Dabei hebt er den Kochgeschirrdeckel hoch, und rrr surrt mir ein Schock Pferdebremsen um die Ohren. Tableau! Berlin besitzt 64 Speiseanstalten, in denen eingestandenermaßen Pferdefleisch servirt wird; in wie Vielen andern Lokalen dasselbe geschieht, davon schweigt des Sängers Höflichkeit. Eine prächtige römische Tempelanlage wurde bei Pola in Jstrien freigelegt. Der Tempel ist halbkreisförmig angelegt und hatte im Mittelpunkt ein aroßeö- Standbild. Münzen eö - Claudm, die man im Schutt fand, weisen auf die friihtKatV serzeit hin.

Leuer - Signale.

i Pcmsylv tüaxltt ! Snsilift'l Opa.Htttt 5 EsI und N'V Vork f Noble und ZKichigan i N. Jersey u. Mass 2U j Pine und NorU) . ( Wartet und Pine I Vermont nah Saft 'S No. S Spnenhaus Mass. Avc nahe 3l-.Mt i Dawäre und Walnu! 4 Z!. Jersey u Ca:tra!Ä. und Sorne? Av 18 sh m.d 11. Straß 17 Park Ave und 12 S . Columbia unt Hillsid 15 Highland Ave u. Pratt II Jllinoii und Et. Joe J Pennfylv. und Prart ii Meridian und li. St? il ?!?.KEpridaHauS!5. nah JllinotZ Senate Ave u. EtTIan Jllinoi, und Michigan fr Le tshlvania und 14. 29 Senate Lve. und 13, No. 1 CprttzenhauA In LdenaheMichiaan tt Mcridia und Oalnnt vl California u Vermont 16 Blake und New Acre Ind. v.u.Et,Clätr 17 ty Hospital 6 Blake und Norty ' Michigan und 2neZ No. 6 Spritzenhaus Washington nahe Welt 2 Ssendorf u Wash.. a Missouri u New Aork & Meridian u Wash 6 JllmoU und Oh '7 Tapitol Vv.u Wash .5 Smgan'S Porkhaus 19 Straßenbahn Ställe W. Washington Stk U No.ia'Svritzenhaut JlllnoU u errill ! Jllino u Louisiana 3 West und South H West und cCarth Senate v. u Henrv n Meridian und Aay . S!o. 4 Spritzenhaus Madiso v. orrt MMon Lv.n Dunlop B No Haken Leiterhau South nah Delawar a Pnm.u ZRerri!I Delawa u. VrSartH $&3 NW Jersey . irg. Lv. u radsha Saft und Prospekt U Vicking und High n Ns. 11 Spritzenhaus fiir Slv. nah Hur, t East und E'orgia i Tedar und Ein , 74 Davidson u Seorgia h English Av.u Pin '6 Shelby und Lates "S No. S Spritzenhaus Prospekt nah Shellh gleicher Slv. u Shelbh', Ji Market u. New Jersey 8 Delawar und Wash. Eafi u Washington x New York u. David? Taubstummen Anstalt -2 83er. Staaten ArsenaZ 7 Orient! und Wash. i9 ffrauen-Resormat. 1 No. 13 Spritzenhaus Marhland nahe Mer. A Meridian a. ?eorqia. 1Z Meridian und South H PnmsylZ u. Loutsians '5 Lirgini Ave u. Älab. m Hauptquartier. 57 Grand Hotel. IS Capital Nve und Ohi 43 No. 16 Spritzenhaus 16. und Ash. 21 Alabama und 1k. i5 Central Ave und li. , ?z Z)ndk und IS. L7 Brookside und Jupii 23 Centra! 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Spritzcnh Udell und Rac 33 UdeU Ladd rr 239 Jsabcl Und 27. 211 Meridian und 24. 242 Illinois u St. Glocx. 2z Eldridge und 28. 812 2cft und SBalmi 818 West und 12. 814 Howard und is.. 815 To.-bet und Paca 815 Capital Ave und 1 517 Northweftern Ave uva 818 Gent und 18. 819 Sana! und 10. 824 Serealine Works 824 Vermont und Lynn 825 BiSma,Ku Erande 826 No. 20 Spntzcnhaul Hauahville, 527 Michigan u. Helmes, 828 Michan U. Conun 341 We? und VcJntyre 412 Missouri u. Marhlan 41Z Misscuri und Ohi 415 Capital ''Seorgia 416 Migourtu entuöyÄ. 417 Senate 2v u. Wash. 421 P und E ttundkau W. Washington. 28 Irren-Hospital. 424 Miley Ave .JDuZKV 425 Wash and Harr 426 No. 18 Spritzennch W. Washington 427 Oliver und Birch 428 Oliv nd Osaood 429 Nordhke und Von 4Z1 Hadley Ave u. Morris 482 River Ave u. Morris IU River Ave und &3 435 Harding .Big 4? 486 Harding und tffeft 457 No. 19 SprttzmhqZ Morris und txvttar 43Gs3c3CCSl 4 et 451 Reisn und 3 15t Howard und Qet 458 Morris und oppsi 4 Lamiert und 457 Nordysk Wh a. Et um Work? 813 Weft und Nah 518 enwikh Lvu.Srid 14 Meridian und Morr Kls JIinois nd SUac& 517 Morris und DaKta 518 Morris nd Ehurch öl? Capital A. u VcTar 521 Meria und Palm 628 Pine und Lord 24 Madisor.LvLinrk 24 Meridian und elt-SB 527 Carlos und Ratz ' 523 Meridian und Srizeas 29 Meridian, Raymond LZl Meridian u. McCa&t 532 No. 17 SvritzentLuS Morris nahe Weft I McKeraanund Dou H. 418 Cast u. Lincoln htm. 4 Eaft und Beecher it Wright uno Landes 417 McCarty und Leaty 18 New Jersey uOirAv 712 Spruc und ProspeeZ 7 frnglish Ave. tu Laurel 714 ta8üxu. Snlt 5 71t Shelby und L:ch ni Stai Ave uni Oran? 718 Orange und Sauxxl 719 Shelby .ctaae Sj 781 Lexington A. mcch 728 Flkichcr Avu.Sprua 724 State Ave u. Pleasaw 7 Prospekt und kaa:A 724 Orange und Harlar 728 Liberty und Mm 79 Noble und South 812 No. 15 Spritzenhaus Ost Washington VU 81s Market und Noble 814 Ohio u. Highland Av SiSMhizanu. Highlan! S16 wartet Arsens! W 17 Ost Clair und NnKn Bahn Geleise. 821 Pan Handle Shops 28 Ccrntont UN Wal L24 Wash. und Statt Atz. 226 Madden's Lounae Fad, 826 Tucka und Dorsch 887 Wash. und BeviLe Att 9 No. 12 Spritzenhaus . VcdiÄ nahe Michig, 881 Southeester Ave nt? Qoodside. I 63t Wa?h. end Turrkorr 884 Sotheafter M Arsenal Aves. 885 New Aork nd Zm&i 113 Minois nd Martz l. is Mnoit und Markt. 14 Penn, nd Cftft lö'Dekwa nnd Vagl Opezial, Signale. Ersten Schlag, zweiter Alarm, . . Zweite Schläge, dritter Alar.. Orittm 2 Schläge, d UxUi Alarm. ' '.-2-1, Feuer au und Schlauch lsgervS. 5 Schläge, Lbaflerdruck ab. j Schlage, 12 Uhr Mittags. Die o bezeichneten Signale werden nur o rhr dSchter angegeben da an den dctrtftc&d Strah 5eupm6 kein SlarmViten maedrch4 $sfe Eine bemerkenswerthe Entscheidung fällte dasMetzerSchwurgericht. Ein 22jähriger Postgehilfe hatte die Einnahmen aus Postanweisungen in Höhe von 800 Mark für sich verwendet und die . Veruntreuungen durch Fälschung der amtlichen Bücher zu verdecken gesucht. Zu seiner Entschuldigung machte er geltend, daß er im ersten halben Jahre seiner Dienstzeit keinerlei Gehalt und später nur ein Jahresgehalt von 650 Mark bezog, wovon die PostVerwaltung noch einen Theil zurückbehalten habe. Die Geschworenen sprachen den jungen Beamten, der sich bisher eines auten Rufes erfreute, mit der Begründung frei, daß er sich in einer Zwangslage befun-den-habe. Für die Behörde Ist der Ausgan'a dieses Prozesses nichts weniger als schmeichelhaft.