Indiana Tribüne, Volume 28, Number 154, Indianapolis, Marion County, 21 February 1905 — Page 4

Jndtana Tribüne, Ql Februar IS0S UTZ

Indiana Tribüne. Heran Igten von Itx utikS Indianapolis, Ind. varry O. Thudium ytafldCili GöschäftSloeal: No, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269.

Kt.tered t the Pot Office ol Indianapolis as secocd dtis matter. Volk und Corporationeu. Die Unverschämtheit, mit der die Bahnaesellschasten eS wagen, der gesedgebenden Köiperschast des Staates InKiana Vorschriften über Annahme oder Ablehnung gewisser Gesetze, welche im Interesse der Bürgerschaft der LegiZla tur vorliegen, zu machen, ift durchaus nicht befremdend. Hat sich doch die L egislatur in der Rolle deZ Mmdikanten gefallen, als sie sich bereit erklärte, noch weiter sich von den Bahnen mit Freipässen traktiren zu lassen. Wer Geschenke annimmt, fühlt sich jedenfalls den Gebern gegenüber verpflichtet, und die Bahncorporationen verlangen nun von den Legislaturmit gliedern, daß sie die eingegangene Verpflichtung einlösen. CZ liegt auf der Hand, daß diejeni gen Mitglieder der Legislatur, welche für die Verwerfung der Anti-Paß.Vor. läge stimmten, sich nicht scheuen werden, weitere Geschenke" aus derselben Hand anzunehmen, und sich dadurch still schweigend lbereit erklären, nicht gegen die Interessen der großmüthigen Geber zu legiZliren. ES ift dleS eine Schmach, aber leider nur zu wahr; denn eine Körperschaft, welche allen Ernstes über eine Anti Treat Vorlage diskvtiren kann und Anti'PaßTreatVorlage einfach nieverlacht, ist wohl zu Vielem fähig. Wir sind der Ansicht, daß Mayor Holtzman, als er vorschlug, daß die Stadt 25jiProzent der Unkosten der Geleise Erhöhung tragen solle, den Bahncorporationen schon übergenug entgegengekommen war. Richtiger wäre eS gewesen,' wenn die Bahnen, denen das Privilegium unsere Straßen zu benutzen, von der Stadt gewährt wurde, die Kosten der Geleiseerhöhung allein zu tragen verpflichtet würden. Die Legislatur hat bislang nichts gethan als um billigen Applaus von Moralheuchlern das Richolson-Gesetz zu verschärfen. Die Session naht ihrem Schluß und zwei der wichtigsten Gesetzvorlagen im Interesse der Bürger schaft liegen zur Annahme vor. Die Vorlage zur staatlichen Regu llrung der Privat-Banken, welche für alle ' Bürger des Staates von hoher Bedeutung ist. Die Vorlage für Eeleise-Erhöhung. die speciell die Bürgerschaft unserer Stadt Znteressirt. Korrupte Einflüsse durch prosessionelleLobyisten sind an der Arbeit, um die Annahme dieser Gesetze z u v e r e i t e l n. Selbst in den Berathungszimmern der Legislatur machen sich die Korrum Pisten derartig breit, daß Sprecher Cantwell dem Agenten der Cifenbahnan Einhalt gebieten mußte. Im Interesse des Gemeinwohls ist eS nöthig, daß sowohl die Geleife-Erhö-hungS'Vorlage sowie die Vorlage über Privatbanken angenommen wird. Die Mitglieder dieser Legislatur haben noch denBeweiS zu e r b r i n?g e n, daß sie die In teressen der Bürgerschaft ernstlich z u Iv e r t r e t e n g e s o n n e n s i n d. Eine Ablehnung der Vorlagen oder ihre Schwächung durch AmendementS würde Evidenz sein, daß der KorruptionSfond der Corporationen daSGewissen der Gesetzgeber erstickte. ES wäre wirklich an der Zeit, daß der Staat Jndiana dem Beispiele des Staates Kansas folgt und dem Standard Oel Monopol den Krieg erklärt. Ob die Straßen unserer Stadt, den Bahngesellschasten oder den Bü? gern gehören, darüber wird die gesetz gebende Körperschaft da5 entscheidende Wort sprechen entscheidet sie für die Bahnen, so weiß jeder Mensch warum. Aus Washington wird berichtet: Seitdem der Kongreß vor einigen Iah ren einen Beschluß angenommen, daß in den Kapital Restaurants fernerhin keine spirituösen Getränke verkauft wer den dSrfen, werdm von den Herrschaf

ten, welche in beiden Flügeln des Ka pitols Gesetze für das Volk zubereiten, gar absonderliche flüssige Erfrischungen genossen. DaS komplicirteste dieser seltsamen Getränke läßt sich Senator Frye zur Frühstückszeit brauen, und wenn der Spezialift im Restaurant diese Mischung fabrizirt, hat er zumeist eine bewundernde Schaar um sichversam melt, die der Operation mit Ehrfurcht und Schaudern beiwohnt. Das Re cept ist folgendes: Der Saft mehrerer Orangen wird in ein langes Glas aus gedrückt und mit Zucker und Seltzer Wasser gemischt. Dann wird ein Wein glas dicker Sahne hinein gegossen, eine Quantität Muskatnuß wird hinzuge sügt. und- schließlich zwei rohe Eier. Die Mixtur wird nun kräftig geschüt telt, bis alle inkongruenten Jngredien zien vollständig mit einander vermischt sind, in ein langes Glas gegossen, und im raschesten Tempo dem Privatzimmer des Senatsprüsidenten zugeführt. ES ift sicherlich ein Getränk, welches des Vertreters des ältesten Temperenzstaa teS würdig erscheint. Bundessenator Mitchell von Oregon sitzt tief in der Tinte. ES sind be kanntlich Beschuldigungen gegen ihn in Verbindung mit dem Orcgoner Land schwindel erhoben, und die Großge schworenen haben ihn auch bereits in Anklagestand versetzt. 'Sofort eilte Senator Mitchell auf Windesflügeln nach Washington und hielt vor seinen Kollegen eine hochpathetische Rede. Mit Thränen in den Augen und mit vor Erregung halb erstickter Stimme Der sicherte er ihnen, daß er so unschuldig wie eine weißgewaschene Jungfrau und noch immer der olle, .ehrliche Schwede sei, für den man ihn bisher gehalten hatte. Der Theatercoup gelang, denn die Herren Kollegen, die sich vor Rflh rung selbst die Thräne im Auge zer drücken mußten, eilten quf ihn zu, schüttelten ihm die Hand und erklärten ihm, daß sie von seiner Ehrlichkeit und Tugendhaftigkeit überzeugt seien. Doch die Nemesis schreitet schnell; Bundes anwalt Haney, der mit der Strasver folgung in dieser Angelegenheit betraut ift, befindet sich im Besitze eines höchst gravirenden Briefes, den der Senator an seinen Theilhaber geschrieben hat und in welchem er denselben ersucht, alle Briefe, Dokumente und Bücher wohl zu verwahren, damit sie nicht in die Hände der Bundesbeamten fallen. Auch Znstruirte er ihn, was er vor den Grsßgefchworenen aussagen soll, und schließlich ersuchte er ihn, diesen Brief sofort nach Durchlesung zu verbrennen. DieS ist indessen zum großen Leidwe sen deS Senators nicht geschehen. Repräsentant John N. Williamson aus Oregon, gegen welchen am letzten Samstag die Grandjury des Bundes gerichtS in Portland, Ore., die Be

schuldigung erhoben hat, daß er sich der Verschwörung zur schwindelhaften Erlangung öffentlicher Ländereien schuldig gemacht habe, erklärte jüngst, er werde während deS Schwedens seines Prozesses an den Sitzungen des HauseS nicht theilnehmen, da er dies mit der Würde des HauseS für unvereinbar halte. Eine Erklärung bezüglich der Anklage lehnte er ab. Repräsentant Binger Hermann, welcher sich in der selben Lage wie Williamson befindet, hat dagegen an den Congreßsitzungen nnbeirrt weiter theilgenommen. Se nator Mitchell bekennt sich jetzt als Ur Heber des gestern veröffentlichten Arie feS an den Theilhaber an seiner An waltssirma, Richter A. H. Tanner, und sagte, der Brief erkläre sich sehr einfach dadurch, daß er Tanner als sei nen Hauptvertheidiger gewählt und dieser die Stellung angenommen habe. Senator Fulton habe sich gleichfalls bereit erklärt, bei der Vertheidigung mitzuwirken, und deshalb habe er Tan ner ersucht, zur Berathung mit ihm und Fnlton herüberzukommen und die Firmenbücher mitzubringen,' damit man sie genau bei der Berathung einsehen könne. Aus besonderen Grün den habe er gewünscht, daß über die Konferenz nichts bekannt werde, und daher habe er Tanner ersucht, das SchreibmS als ein vertrauliches zu be handeln. South Bend. Edward Kepp ler aus CrumStown starb kürzlich in folge der erlittenen Brandwunden, die er sich dadurch zugezogen hatte, daß er Gasolin anstatt Petroleum zum Feuer anmachen benutzt hatte. Der sofort von Flammen eingehüllte Mann sprang durch'S Fenste. Er verletzte sich hierbei auf gefährliche Weise. Seine Frau, die gleichfalls durch's Fenster gesprun gen, wird als in kritischer Lage be sindlich gemeldet. .

Grundeigenthums Uebertragungen. Arthur V. Brown an Arthur Dona worth, Lot 47 in Ardmore, 50 bei 132 Fuß, verbessert, Nordseite der Park Ave., nördlich von der 38. Straße. S1. 350. Agit Sahm an Eugene Moran, Lot 74 in King's Subd. von Bryan's Add.. 40 bei 130 Fuß, vacant. West leite der Hamilton Ave., südlich von Tilden Str. $550. George H. Brannon an Frank Neß Ier, Lot 5 in Block 7 in Lincoln Park, 40 bei 140.75 Fuß, vacant, Westseite der Central Ave., nördlich von 23. Straße. S1.650. AgneS F. Loutt an JameS H. Chis man, Lot 4, Coburn'S Subdivision, Theil von Coburn'S 3. Addition. 36.4 bei 140 Fuß. verbessert, Südseite von Lamdert Str., östlich von Lee Str., 8500. Emma I. Berthold an Alice M. MeanZ. Lot 80. Cooper'S Pleasant Park -Addition, 36.5 bei 116 Fuß. vac., Westseite von St. Peter Str., nördlich von Nebraska Str., 450. George H. Barnhill an Thomas I. Linton, Lot 183, Bradley'S zc. Ost Washington Str. Addition, 40 b:i 133 Fuß, vac., Westseite von Bradley Str., südlich von Michigan Str., 8500. John R. Welch an Wm. Anderfon, Lot 153, Wiley'S Suddivision, Out. 162 und andere, 33 bei 120 Fuß. verbessert, Westseite von Paca Str.,' südlich von 10. Straße, $1300. Joseph Michener an L. F. Potter, Lot 6, Schrolücke'S Madifon Avenue Add.. 30 bei 120 Fuß, verbessert, Ost feite Madifon Ave., nördl. von Ray. mond Str. $2500. Stanley P. Wellner an Mary S. LewiS, LotS. 62 und 63. Downey'S Arsenal HeightS Add.. 80 bei 120 Fuß. vac., Westseite Keystone Avenue, südlich von 10. Str. $750. Elizabeth A. Moore an John B. Sherwood, LotS 1 und 2, Block 10, Nordseite.Add., 80 bei 169 Fuß, der bessert, Nordosiecke Martindale Avenue und Fleet Str. $3000. JameS W. JinkinS an Owen E. Day. Theil nordwcftl. Viertel. Section 7, Tfhp. 16, Range ö, 49.26 Acker, Lawrence Tshp. $4500. Bernard Sheridan an Elizabeth Sheridan, Lot 60 in Wiley'S Subd.' der Außenlot 161, verbessert, Südseite von St. Clair Str., westlich von Calisornia Str. $1200. Louife Chevalier an John W. Neu man u. A., Theil LotS 1, 2 und 3, Little'S Subd. von Theil der Außenlot 84, 30 bei 105 Fuß, verbessert, Nord oftecke East und Pearl Str. $5000. Andrew .H. Kraft an Walter S. Reynolds, Theil südöstliches Viertel, Sect. 10, Tshp. 15, Range 5,' 40 Acker, Warren Tsp. $2050. FranceS Perigo an Oliver L. Car ter, Theil von Section 12, Township 16, Range 3, '2.57 Acres, Washington Township, $4,900. ' David A. Coulter an Wharton R. Clint, Lot 4. WoodS Sub. von westliche Seite von New Jersey Str., südlich von North Str. , $6,000. Christian W. Frank an Elenora C. Mithoefer, östliche Hälfte, nsrdwestl. Viertel, Section 20, Township . 16, Range 5, 80 Acres, Warren Town ship, $5,200. Hugh Kerr an U. G. Michener. Lot 161 Reagan Park Add., 32 bei 140 Fuß, westliche Seite von Cornell Ave., $3.000. John W. Whitsett an Ada M. Black, Theil von Lot 5 in Square 1, Rhodeö' N. Illinois Str. Add., 50 bei 137 Fuß. verbessert, Westseite de Illinois Str., nördlich der 22. Str. $4,000. Martin L. Mote an John A Hart man, Theil vom südöstlichen Viertel, Sec. 12, Tp. 16, Range 3, Washing. tonTp. $2.230. Harry I. Milligan an Edward R. Wolf u. A., LotS 66 und 67 in Sun nyside Add., Jrvington, 80 bei 123.72 Fuß, vacant,. Nordost Ecke der Pennsylvania Eisenbahn und Butler Ave. $700. Jennie L. Cokefair an Katharine R. Hill, Lot 9 in Ritter'S Subd. u. Add., 70 bei 120 Fuß, verbessert, nordöstliche Ecke der Jrvington Ave., nördlich von Washington Str. $3,900.

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Oelm Zahnarzt.

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Mein Herr, Sie haben mir ein Gebiß eingesetzt!" .Ich weiß es." . Sie haben mir versprochen, daß es vollkommen den natürlichen Zähnen gleichen wird." Ich hatte das noch immer aufrecht." Aber Ihre falschen Zähne machen mir fürchterliche Schmerzen!" Nun sehen Sie doch, daß sie ganz den Echten ähnlich sind." - Ohne R ü ck s i ch.t. Commeccienräthin (die ihr neu erworbenes Schloß bezogen hat, zum Inspektor): Veranlassen Sie doch, daß die Schweine nicht immer grunzen, wenn ich über den Gutshof gehe. Gebildet. Hausfrau: Ich hoffe, Sie werden wegen irgend eines kleinen Verdrusseö nicht gleich den Dienst kündigen." . Neue K öch i n: Unbesorgt. Madame, ich nehme meine Zuflucht nicht so rasch zur ultima ra'tio." Die theure Gattin. A.: Wie geht es Ihrer Frau? V.: Soweit ganz gut, aber ihr Kopf macht ihr viel zu schaffen. A.: Leidet sie an Migräne? B.: Das gerade nicht, aber sie brauch: alle vier Wochen einen neuen Hut. Durch die Blume. Studiosus: Ich denke tagtäglich an Sie, Nofa." Kellnerin: Das ist nicht nöthig, denken Sie nur am Ersten an mich!" m r Falschverstanden. ,Sie haben Ihren Nachbarn einen Äffen genannt. Ich denke, Sie werden diesen Ausdruck als übertrieben zurücknehmen?" Stimmt schon, Herr Schiedsrichter! Dös is noch ka Äff, dös is erscht a Halbaff!" Kindlicher Wunsch. Pyroiechniker: Das sag' ich Euch ein für allemal: daß Ihr mir nicht mit dem Licht oder mit Zündhölzern in' die Nähe des Laboratoriums kommt; es könnte sonst passiren, daß wir alle in die Luft fliegen!" Kinder:, Ach, wir möchten zu gern einmal in die Luft fliegen!" I m E i f e r. Bekannter: Also, einer 'von Ihren Töchtern hat sich' im Bade verlobt; welche denn?" HausHerr: Ja, da muß ich erst den Brief noch - einmal. durchlefen; . einstweilen habe ich nur rasch meine Einwilligur.g hintelegraphirt!"

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Teltpboneö: ?Ieu Meik Dabcrsllck's Zchrcibcbricf. Ko. SSO. Seöhrier Mister Edithor! Ich hen den annere Dag zu den Mister Mehr gesagt: Mister Mehr, hen ich gesagt, ich hen en Eidie. Do Hot er gesagt: For Hewwen Sehks, halt se fest, bikahs wann du se fort schnieke läßt, dann kriegst du se sei Lebdag nit mehr; also feier eweh. Do hen ich gesagt: Luckehier, mir sin doch in Neu Johrk gewese un hen e ganze Latt Impruhfrnents gesehn; warum gehn mir nit her un gehn hin un duhn auch hier in Appel Jäck emol so ebbes mache? Do Hot der Mister. Mehr gesagt, das wär e große Eidie un ich sollt ihn nur emol sage, was ich denn for en Impruhfment hen wollt. So weit stn ich off Kohrs noch nit mit meine Eidie gewese. Ich hen e klein wenig nachgedenkt un dann hen ich gesagt: Well, mehbie mer könnte so e UntergraundNehlweh mit en Saluhn in Kohneckschen uffmache. Do Hot der Mister Mehr gesagt: Ich wär en sehr guter Kerl, awwer ich wär doch e großes Kameel, for was ich denn ennihau denke deht, daß, so e Untergraund - Rehlweh in Appcl Jäck gut wär un'ob ich mehbie en Eidie von en Begriff hätt, was so e Ding koste .deht? Sell Hot mich keinder mähd gemacht. Ich hen gedenkt es wär nit nöthig gewese, daß er so e stronge Lengwitsch gejuhst hätt. Off Kohrs is er der Mehr un so en großer Mann kann stch das schon erlauwe. Wie ich äckting Mehr war, hen ich ja auch Worte zu den nämliche Effekt gejuhst; awwer dieselwe Zeit macht's eim doch nit gut fühle, wann mer so en Rohst kriege duht. Ich hen auch gar nicks mehr gesagt un sin fort. Was kann mer denn mit so en Bullhett anfange! Wie ich heim sin' komme, Hot die Selma e schreckliches Fehs gemacht un ich hen zu mich'gedenkt, well, was is denn do Widder die Mätter? Ich hen se gefragt un do Hot se gestart zu greine. In dich sin ich arig mißtehken gewese, Hot se gesagt, ich hen immer gedenkt, daß du en diesenter Mann wärscht. Bei Tschinko, hen ich gesagt, do Host du auch verdollt recht gehabt, un wann ich Jemand höre deht, wo e differente Oppinjien von mich hätt, wei, mit den dcht ich den Flohr schwiepe. Do sagt die Selma, sie hätt ihre Dauts in Riegards zu das. Ennihau könnt se keine sehr gute Oppinjien von en Man hen, wo die junge Mehdercher nachlaufe deht. Do sin ich awwer in e Wuth komme, daß ich mich fascht nit mehr gekennt hen. Meine miehsam erworbene Reppetehschen laß ich mich von Niemand speule. Ich hen mein Hut fortgeschmiffe, hen mei Koht ausgezoge un dann hen ich mich uff die Selma gesterzt, als wann ich se hätt umbringe wolle. Hen Se schon emol den Otello gesehn? Wisse Se, an den Platz, wo er sich uff den Kaufmann von Venedig sterze duht un sagt: Der Knabe Karl fängt an ferchterlich zu werden un deshalb Sein odder Nichtsein das is die Kwestschen." Sehn Se, den Wzg hen ich jetzt gefühlt. Ich hen gehallert: Pruhf was du sage duhst odder es gibt e Unglück!" Die Selma war von meine Mohschens so geschkehrt, daß se all iwwer getrembelt Hot un off Kohrs Hot se auch Widder gestart zu greine. Se Hot gesagt: Der Pruhf kommt heut Obend um acht

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Biere öer 1030, mt 1050. Qi? sprechen in xtt?l einem StadttheU ßk Wäsche vor.' 224 C3. Öiarylesd. Brite hone tCS.

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Uhr; bikahs dann kommt das jungeMehdch: Widder." Damtt Hot se michstehn losse un is Widder fort. Well, das Ding Hot mich doch ,e ganze Latt zu denke gewwe. Bei Galle, die Selma duht mich doch keine Stohries sage; wer kann das Mehdche.denn nur sein? So viel ich mich auch mein Kopp verbroche hen, ich sin grad so dumm gebliwwe, wie vorher. Es is noch früh gewese, un do hen ich gedenkt, ich bes-. ser geh noch e wenig nach den Saluhn, dort kriegt mer doch e wenig annere Gedanke un auch e wenig mehr Korretsch. Nach e kleine Weil is auch der 'Christ hin gekomme un den hen ich mich emol bei Seit geruse un hen ge- . sagt: Seh, Christ, wann ich ausfinne.. daß du an mich gesündigt Host, un daß' du mich in Trubel bringe duhst, bei Galle, die Piebels, wo ich gekillt hen. die lewe all noch, awwer bei dich deht ich en Eckzeppschen mache. Der Christ Hot gar nit gewißt, was er Hot sage . solle un Hot mich schließlich gefragt, ob ich mehbie schon e kleine Kischt gerehst hätt. Do hen ich gesagt: Ich will, daß du um acht -Uhr heut Nacht mit mir heim bist, bikahs es wer'n sich schreck--liche Sache ereigne. ' Der Christ Hot -noch dummer geguckt wie zuvor un ich hen noch schnell e Battel Wein geordert; die hen mer gedrunke un dann sin mec heim; an den ganze Weg. hen ich kein Wort gesagt un der Christ Hot auch nit gedehrt zu spreche. So bei ' un bei sin mer heim un die Selma Hot do gesosse un Hot immer noch gegreint. Well, hen ich gesagt, die junge Lehdie Hot noch nit ihr Eppierienz gemacht, Hot se? Jeys, se Hot, sagt die Selma, jeis in den Parier; ich kann doch deine Kompenie nit in die Kitschen for dich warte losse. Das Hot se mit en Ton gesagt, daß ich gefühlt hen, als sollt ich sie die Nohs abbeiße. Well, neugierig sin ich awwer doch gewese. was das for t Lehdie sein konnt. Ich sin also irr den Parler un schuhr genug, do Hot se gesosse! Awwer wie ich se angeguckt.. -hen, do hen ich doch so hart lache müsse, daß ich gedenkt hen, ich müßt . -boßte. Denke Se emol an, es Zs das kleine Dehgo - Mehdche gewcse, wo ich in Neu Jork bei die Emmigränts gefünne hen, un wo ich geholfe hen, daß' se nit toidder nach die alte Kontrie reduhr geschickt is worde. Jetzt is se do . gewese un wollt von mich wisse, ob ich se nit zu en Schapp helfe konnt. Das Hot se off Kohrs nit sage könne, awwer se Hot en Schlipp Pehper gehabt un do Hot's Jemand for se in englisch druff geschriwwe. Ich hen gleich die Baldrians herbei geholt un hen alles ecks-. plehnt un do is die Selma Widder froh ; gewese. Se Hot gesagt, sc hätt's iw.werhaupt nit geglaubt; dofor wär ich, en viet zu diesenter Schentelmann Awwer so mitaus Trubel is die Sach doch nit iwwer gange un das will ich Jhne das nächste Mol erzähle. ' Mit allerhand Riegards JuhrsTrulie, Meik Habersack, Eskweier un Scheriff von Apple JaS Holie Terrer Kauntie.

r Eine Klage, bei welcher es sich um von 2 bis 4 Millionen Dollars Steuerbeträge handelt, ist auf Anregung der Steuerzahler von dem Countyanwalt gegen die Amana Mennoniten Colonie im Kreisgericht zu Iowa City, Ja., eingereicht worden. Die Amana - Colonie ist die größte und reichste Communisien - Gemein- ' schaft in den Ber. Staaten und dabei steuerfrei. In der Klageschrift wird ausgeführt, daß in der Colonie Feldbau und Handel betrieben werden, gerade wie bei anderen steuerzah lenden Bürgern, und daß es diesen aegenüber höchst unrecht ist, daß eine so reicht Gemeinschaft nichts zu den Kosten der öffentlichen Verwaltung beiträgt. Unterdessen haben die Mennoniten ihre Steuerfreiheit verbriefen lassen als sie die Colonie gründeten, es wird sie aber -mehrere Millionen -kosten, sollten sie den Prozeß verlieren. -