Indiana Tribüne, Volume 28, Number 152, Indianapolis, Marion County, 18 February 1905 — Page 6

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....Deutsche Advekawr. . . . 07 Qtate Life Gebüude.

Der flüchtige Tvdescandidat. Episode aus dem canad'sch-nordmestlichen Polizeireiter-Dienst. Don Richard P. 1. Es war noch Hochsommer, und heiß flimmerten die Ebenen. Ein zuckender Himmelssaum umrahmte die gelb wogende Grassläche. Da kam vom südlichen Horizont her ein Reiter gesprengt, dessen Gestalt sich dunkel vom Sonnenlicht abhob. Sein Pferd war von so falber gelber Farbe, wie das Gras, fein Hemd und seine wasserfesten Arbeitshosen waren ganz grau von Staub, und das Einzige, was ihm Farbe gab, war sein großes blutrothes Taschentuch,-das um den Hals flatterte. Es war ein flüchtiger Cowboy", schon hoch im mittleren AI ter, und sein wettergebräuntes Gesicht hatte einen verzweifelnden Ausdruck. Mit rasender Hast galoppirte er vorwärts. Vom Norden her aber kam zur selben Zeit ein anderer Reiter über die Graswogen heran, ein wahrer Zierbengel im Vergleich zum Ersteren. Scharlachroth schimmerte seine schmücke Jacke, mit glänzendem gelben Zubehör, und die Flanken seiner gut gehaltenen, sauber geputzten kastanienbraunen Stute hatten im Sonnenschein einen roth-goldigen Anflug. Das a: ein Constabler der berühmten Militärpol'zei des kanadischen Nordwestens, e; strammer junger Mann, im Patrouillendienst. Wohlgemuth summte er eine Weile zum leichten Trab seiner munteren Stute, welcher er von Zeit zu Zeit den Kopf hochhielt, damit sie nicht in freudigem Kraftgesühl bockig werde. Es war ein Gegensatz, wie zwischen Tod und Leben, zwischen den beiden Reitern, welche von verschiedenen Richtungen auf einander zu kamen, über die unabsehbare Ebene dahin.

Naher gekommen, zog der Polizei Cavallerist die Zügel seines Rosses an und erhob die Hand, um das Friedenszeichen zu machen. Salloh . rief er dem Rmdermrten ahnungslos entgegen; hah, du bist's?" fügte er hinzu, seine Person erkennend und zugleich sehr erstaunt; ei, was ist denn pajslrt'i" Auck der Eowbon war einigermaßen überrascht. Da& du gerade kommen mutzt, Jlmmy! nes er aus, lyn anstarrend; ich hätte dich freilich schon von Weitem erkennen sollen, denn du reitest so steif wie immer. Na, ich denke, du bist gerade so gut für mich, wie irgend einer der Anderen. Ich mache keinen Scherz, ich folge mei nem Schicksal." Nanu," warf der canadische Qrdnunassoldat ein. du bist ja verwundet. sehe ich!" Der Cowboy blickte aus seinen Arm, mit dem er den Kappzaum hielt, und an welchem tiefrotbe Streifen theilweise den Hemdsärmel befleckten. Meinst du das?" wate er. o das 1 1 nur ein Kratzer, und es ist jetzt keine Zeit an Lappalien zu verlieren." Er blickte über die Schultern nach Süden zu. Wozu lange Umstände machen! iubr er erreat fort, hier ist mein Schießeisen nimm mich mit!" Und mit zitternderHand hielt er dem Landjäger den Griff seines Revolvers hin. Aber warum denn das?" frua dieser, noch immer sehr verwundert. Weil ich dein Gesanaener out. Komm' nur und thu' deine Pflicht." Mein Gefangener, bei Gott noch einmal, was hast du denn angestellt?" O, nur em Mord, versetzte der Cowboy bitter, das ist Alles. Na, komm' doch!" Er spornte sein Pony auf's Neue an. Ist's weit zu Eurem verdammten Posten?" Mord?!" rief der Polizeisoldat entsetzt aus. Jawohl, entgegnete der Cowboy mit erhobener Stimme: ich habe Pete du Plessis, unsern Vormann, erschossen. Wir haben gestern Abend eine kleine Rempeler gehabt, und er ist jetzt scher todt. Jetzt aber nicht mehr geadtUl Ich hab's gethan, damit 8ato." - Der Landjäger zögerte immer noch. Ich weiß nicht, ob du cs gethan hast," sagte er, und ich glaub's nicht, du bist ein Lügner." Hab' schon viel zusammengelogen, da hast du recht," stimmte der Rindslümmel bei, aber bei Allem, was dir heilig ist. Jimmy: was ich dir soeben gesagt, ist nur zu wahr!" Nun, gut denn" der Polizeisoldat sprengte unmittelbar an Kit beran, packte feinen Zügel und riß das Pony herum aber hör' einmal, solche Geschäfte machen wir Zwei nicht mit einander. Der Teufel auch! Ich hab' dich wochenlang nicht gesehen; ich kann dich geradeso gut auch heute nicht gesehea haben; ich hab' auch .don der Schicßerei Im Var-Zee-Lager nichts gehört, bis ich dorthin komme. Was du aber zu thun hast, ist: nach der Whiskeys Schlucht zu reiten. Bist du einmal über die Grenze, so bist du in den Ver, Staaten wohlgeborgen. Dann verschwindest du in Sweet Graß oder Bear Paw, und sie werden dich nicht zur Auslieferung packen können. Da, nimm dein Schießeisen zurück- und mach' daß du fortkommst!" Laß dir doch sagen, es hat gar keinen Zweck!" erwiderte der Cowboy. Die Jungens sind mir auf ben Fersen. Sie hatten mich gestern Nacht schon an unsern Wagen gebunden; aber ich habe die Rindshaut-Riemen durchgebissen und bin davon nach den Ver. Staaten zu. Doch sie haben mir

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den Weg verlegt und mich zurückgetrieben; sie treiben mich jetzt, und wenn sie mich fassen, werden sie huh, da sind sie schon!" Am südlichen Horizont wurde eine Gruppe Reiter sichtbar, die rasch näher kamen. Sie werden mlcy oyne Wenere aufknüpfen," fügte Kit hinzu, ich wett' einen Dollar drauf." Und ich wett' einen Dollar, daß sie es bleiben lassen," versetzte Jim, du behältst deinen Balg." Besser ist's aber, wenn wir eilen, daß wir ihnen aus dem Weg kommen," meinte Kit. .Was ausreißen?" erwiderte Jim lebhaft; was würden die Jungens von mir denken, wenn sie mich den Rücken wenden sähen? ' Ich bin die Polizeimacht, ja, ich bin Canada! Sie sollen's nur einmal Probiren, an mich zu kommen und mir mein Fleisch wegzustehlen! Hier" er öffnete seine Satteltasche und riß ein Paar Handschellen heraus, die er dem Gefangenen zuwarf leg' die an, um dich zu schützen!" Ist das hier Gesetz?" Das eiserne -Gesetz! Und wenn die Jungens etwa dummes Zeug machen wollen, halte dich nur hinter mich." 2. Bei Sonnenuntergang bewegte sich eine Gruppe Reiter in das Fort MacSteele hinein, und der Constabler Jimmy Riggs meldete sich mit seinen Gefangenen in der Wachstube. Sofort führte ihn der Ordonnanz-Cor-poral vor den Vater vieler Kinder", wie die Landjäger ihren Oberbefehlshaber nannten. Nun, was hast du zu bestellen, mein Sohn?" fragte dieser. Habe weiter nichts zu berichten, als daß ich Kit aufgegriffen habe, seinen anderen Namen weiß ich nicht, er ist als der Rothäugige Kit" bekannt. Cr sagt, er habe den Vormann des Var-Zee - Viehhirtenlagers getödtet, deshalb brachte ich ihn hierher und außerdem seinen Revolver und sieben Zeugen, und ich sandte einen Botenreiter nach dem Bar-Zee-Lager, um die Leiche zu holen." Gut gemacht," sagte der Vater dieler Kinder. So kam Jimmy in hohe Gunst bei dem Obercommando, und seine Kämeraden in den Baracken beneideten ihn um die Aussicht, bald befördert zu werden, und ersehnten eine ebenso gute Gelegenheit, einen Mords-Häscher-dienst zu leisten. Jimmy selber aber war es recht katzenjämmerlich zu Muthe. Und er hatte Grund genug dazu, wenn ihm wirklich an Kit etwas gelegen war! Bon des Grenzers Standpunkt aus ist das Todten eines Menschen mehr ein mißlicher Zwischenfall, als eine Missethat. Es mag durch einen schlecht gewürdigten Scherz im Rausche verursacht worden sein; die Etikette mag es gefordert, Spielerei mag es heraufbeschworen haben, kurzum. Jeder kann leicht dazu kommen. Aber nach den eisernen Gesetzen der Dominion ist so etwas ein fürchterliches Mißgeschick, und in Hochnoth--peinlichenAngelegenheiten werden diese Gesetze gewöhnlich durchgeführt! Böse konnte man dem Rothäugigen Kit eigentlich nicht sein. Er war eine lustige alte Haut und bedauerte es genng. daß seine Kugel so kurzen Proceß mit dem Vormann gemacht hatte, welcher bei den Jungens riesig populär geWesen. Jetzt, nachdem er sich dem Gesetz in die Hände gegeben, fühlte er, daß das Schlimmste vorüber war. Alles wird seinen normalen Lauf nehmen, wenn derselbe auch für ihn wohl ein heklemmendes Ende haben wird. Die Leichenschau, den Proceß und die unvermeidliche Schuldigsprechung ließ er mit Gleichmuth über sich ergehen, die Verkündigung des Todes - Urtheils nahm er mit burschikosen Scherzworten entgegen, und in den nachfolgenden Tagen der Vorbereitungen für . die Hinrichtung schien er sich vollkommen mit seinem Loos versöhnt zu haben. Schlimmer kann's ja nicht werden," sagte er, höchstens besser," - und die

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Hunderitausende von Frauen leiden an unregelmäßigem Monatsflusse. Tausende leiden an niederdrückenden ScLmerzen. Andere sind nervös und haben allerlei Schmerzen im Unterleib, Rücken, Hals, in den Gliedern und im Kopse. Der Wine of Cardul kurirt alle diese Leiden. ?5. 6iebr Zaum ein Heim, wo nickt eme Frau das Opfer von Frauenschwache irgend toeU eher Art ist. In hrem Haus befindet sich eine Leidende. In Ihres Nachbars Haus befindet sich eine Andere. Der Wine of Cardul wird Sie kuriren, Ihre Schwester, Mutter vder Ihre Tochter. Er wird Ihre Nachbarin Zuriren. Ueber 1.500.000 leidende 5?rane finh frnnfi Winonf nni ..Vm-u...

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fl''jj " -w cTnTY rzi cv Jungens, welche die Tooienwache zu halten hatten, stimmten ihm vollkommen bei. Kit war ein so musterhafter Todescandidat, wie es nur irgend ein Weißer sein konnte, und wurde auch dementsprechend behandelt. Niemand in der Schwadron fühlte sich berufen, einen Stein auf ihn zu werfen. Man kaufte ihm Kannen Tomaten auf Credit oder borgte ihm Novellen und Zcitschriften, damit es ihm nie an UnterHaltung gebrach. Ein Messerchen durste man ihn nicht haben lassen; daher brachte man ihm den Kautabak schon geschnitten; und die gefüllte Pfeife reichte man ihm allemal schon brennend in die Zelle hinein. Wenn die Zelle rauchig wurde, schützte der Profoß-Sergeant, statt von dem verbotenen Geruch Vermerk zu nehmen, lieber Erkältung vor. Täglich kam auch der Hospital-Sergeant, um die Wunde an Kit's Arm neu zu verbinden, und der Padre vom benachbarten Dorf pflog lange Unterhaltungen mit dem Delinquenten, die sich übrigens nicht blos auf religiöse Gegenstände, sondern auch auf Jagd und Fischfang und andere Dinge erstreckten, welche den biederen Todescandidatcn interessirten. Die letzte Nacht vor dem Hinrich-tungs-Datum kam endlich heran! Um halb 10 Uhr ließ der Profoß-Sergeant den Gefangenen in den Corridor heraustreten, untersuchte die Zelle nochmalö und fand Alles Xn gewöhnlicher guter Ordnung. O," sagte Kit, meine Ohren werden Nachts so kalt. Darf ich eine Pelzkappe haben?" Ich kann Ihnen eine leihen, wenn Sie wollen," antwortete dieser. Kit bückte sich und hob zwischen den Wassereimern eine Regiments - Pelzkappe auf. Einer der Jungens hat mir die schon geliehen," bemerkte er. Gut," sagte der Profoß-Sergeant, und Kit mit seiner geborgten Kappe wurde für die Nacht eingeschlossen. K"lb 3 Ubr Morgens als der Gefangene laut um Hilfe rief. )er Mann, welcher gerade den Wachdienst hatte, kam herbeigelaufen. Es war ein junger Rekruj. und er ließ die Thüre, die nach der Wachstube führte, weit ofsen stehen. ' Helloh, Kit," rief er, was ist denn los?" Meine Wunde," stöhnte Kit kläglich; ich habe die Bandage abgerissen, und ich verblute mich jetzt, öffnen Sie schnell die Thüre!" Der Rekrut erfüllte diese Bitte ohne Weiteres. Jetzt aber die Hände hoch!" rief ihn Kit mit anderer Stimme an, und der erstaunte Nekrut fühlte an seiner Stirne das kalte Ende eines Revolverlauses und gehorchte prompt. Behend wie eine Wildkatze riß ihm der Gefangene den Revolver aus dem Halfter, schlug ihn mit dem Griff zu Boden, rannte den Corridor hinauf und war mit einem Sprung in die Finsterniß der Ebenen verschwunden. Drei Minuten später erscholl das bedeutungsvolle Horn-Alarmsignal: .In die Stiefel und in den Sattel!" 3. Mit strengem und zugleich kummervollem Gesichtsausdruck saß der Vater vieler Kinder zu Gerichte. Vor ihm fiel das helle Sonnenlicht, welches durch die Fenster strömte, mit verklärendem Glorienschein auf die scharlachrothen und goldigen Uniformen, den blitzenden Stahl und die gebräunten Gesichter der Polizeisoldaten, die den greisen Befehlshaber verehrten und liebten. Er ließ die Blicke von einem Gesicht zum andern schweifen, zum Sergeant-Major, zum Profoß- und zum Ordonnanz-Sergeant, zur schwer bewaffneten Escorte und. endlich zum Gefangenen: dem Constabler Jimmy Riggs, den er mit seinen Augen zu versengen schien! Du bist angeklagt," sagte er, Re-gierungs-Eigenthum entwendet zu haben, deine Pelzkappe. Was hast du zu deiner Vertheidigung zu sagen?" '

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llu imiyer s elipie Nicyr nachahmen, indem Sie' mit dem vmg oz Cardul emen Versuch machen und dann anderen Leidenden von Ihrer Heilung erzählen? . . . 1603 Mavle Str., LouiSville. M,., den 2S. Juni, 1S04. Ich erachte es als meme Pflicht, Ihnen für das Gute zu danken, das der-vis ot Cardul an mir voN bracht bat. Ich war nerbös. erschlafft und beinahe erschöpft. Die göttliche Vorsehung leitete eweS Jh rer BuchleinS in meine Hände, und ich kaufte eine Flasche Win of Cardul. Ich hatte ihn nur drei Tage gebraucht, als eine entschiedene Veränderung wahrnehmbar war. Was er für mich that, wird er auch für irgend eine andere Frau thun und ich lasse nie eine Gelegenheit vorübergehen, ihn als ein zuderlSsfiaeA und sicheres Heilmittel zu empfehlen. Fr Beffke F. Smitier.

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Sie ist unter Reparatur, Herr," antwortete Jimmy. Um für den Winter bereit zu fein, heh? Nun, wer hat sie denn in Arbeit?" Der Schwadrons-Sattler, Herr." Sergeant - Major, ich will den Constabler Robinson herbeigebracht sehen." . Ich habe gelogen, Herr," rief der Gefangene; die Kappe wurde gestern Nacht gestohlen, um auf mich die Anschuldigung zu bringen " Kit fortgeschafft zu haben?" Der Oberbefehlshaber nahm vom Tisch ehe schwarze Bärenfell-Mütze, mit dem breiten gelben Abzeichen des Corps. Ist das deine Kappe?" frug er. ..Jawohl. Herr." Deine Regiments-Nummer ist aus dem Futter herausgeschnitten. Ei, Constabler Riggs, dein Feind war sehr rücksichtsvoll, wollte dich wohl aus der Patsche retten, heh?" Das ist nicht meine Kappe, Herr!" Sergeant-Major, ich möchte sogleich sehen, ob ihm die Kappe paßt!" Ich gestehe, ich hab's gethan." Du gestehst, daß dies deine Kappe ist ?" Ja." Gut, diese Anklage wird fallen gelassen; aber, Gefangener, ich muß dir eröffnen, daß jetzt die schreckliche Anklage gegen dich erhoben wird, einen verurteilten Criminalverbrecher bewaffnet zu haben, zu dem ausdrücklichcn Zweck des Modes! Es mag geltend gemacht werden, daß du diesen i Mann nur zum Zweck des Seiostmordes bewaffnet habest, aber selbst das ist ein Todesverbrechen. Gegenwärtig sind beinahe drei Divisionen mit einem Versuch beschäftigt, diesen ausgebrochenen Delinquenten ohne Menschenverlust wieder' einzufangen urid wenn es ihm gelingen sollte, irgend einen deiner Kameraden zu tödten, so wirst du ohne Zweifel mit deinem Leben dafür zu haften haben. Ich will jetzt nichts von der Schmach fagen, welche mich, meine Division und dem ganzen Dienst Sr. Majestät befallen hat. Ich kann nur an die vielen wackeren Leute denken, welche wir schon durch Desperados aus dem Hinterhalt verloren haben. Ich bin dein Richter in dieser Sache nicht. Aber ich empfehle dir, wenn du allein bist, niederzuknien und für unsere Kameraden, zu beten, wie ich es thun werde, doch was ist das?" Näher und näher kam aus der Stille der Ebenen das Rasseln von Rädern, das Getöse von Cavallerie, und die zurückkehrende Berfolger-Colonne kam vor das Gebäude gesprengt, machte Halt und formirtö' sich in Reih' und Glied. Die Thüre öffnete sich. und. ein Ossicier schritt, militärisch grüs ßend, herein und auf den Befehlshaber zu. Nun?" fragte dieser, tiefe Besorgniß auf seinem Gesicht.. Niemand verletzt, Herr, ich habe Kit's Leichnam nach dem Wachthaus gesandt," rapportirte der Ossicier. Todt!" schrie Constabler Jimmy Riggs und seufzte schwer. Stille!" gebot der Sergeant-Ma-jor; Gefangener rechtsum kehrt!" Nun, komme, was wolle," rief Jimmy, ich habe recht gethan, denn Kit war mein Vater'" Jimmy wurde natürlich verurtheitt, aber begnadigt. Glücklicher machte ihn das nicht. Auch eine .auuuuw8. Sie sprechen immer von selbst erworbenem Vermögen; das Geld, welches Sie besitzen, hat Ihnen doch Ihre Frau mitgebracht!" .Ja, denken Sie denn vielleicht, es kostet keine Mübe. so eine Frau zu kriegen?" - Angenehme Perspektive. Bewerber: Mein Gehalt ist zwar augenblicklich noch klein." ..... Mutter der Braut: O, das schadet nichts; Sie werden sich das Bieririnken und -Cigarrenrauchen abgewöhnen, nachher wird's schon reichen!"

'ui im iv vuiucu. yutivivuuu Gesundheit, weil eine interessirre - V . . . " was oie es wunoervare Mauen1 " . . V!ne of Cardul1 Europaische Nachrichten. g)esterrcich-'Zigcrrn. W i'e n. Ein 27jähnger BindergeHilfe Julius Vfeffer wurde in Favoriten, beim Matzleinsdorfer Viadukt, als er die Straße übersetzen wollte, von einem in scharfem Tempo heranfchren den Automobil zu Boden gestoßen. Er wurde ins Kaiser Franz JosephsSpital gebracht. Gegen den Lenker des Automobils, den 36jährigen Geschäftsführer Franz Kowarik, ist die Strafamtshandlung eingeleitet worden. Die fünfjährige Hilfsarbeiter, tochter Maria Waschatka, die in der elterlichen Wohnung in , Floridsdorf dem geheizten Ofen beim Spiel zu nahe kam und gefährliche Brandwunden am ganzen Körper erlitt, ist diesen Verletzunqen erlegen. Eisengießergehilfe Franz Kucera, Meidling, Ratschkygasse No. 12 wohnhaft, hantirte in Gegenwart feines 17jährigen Sohnes Eduard mit einem geladenen Revolver. Er that dies so unvorsichtig, daß plötzlich ein Schuß losging und die Kugel Eduard Kucera am Mund schwer verletz. Der junge Mann wurde ins Kaiser Franz Josephs - Spital gebracht. Im Tunnel nächst derStadtbahnstation KarlsPlatz der Wienthal - Linie ist ein zur Vornahme von Reparaturen aufgestelltes Gerüst eingestürzt. Die darauf beschästigten Arbeiter fielen zu Boden. Der 40jährige Anstreicher Alfred Lederer erlitt eine Quetschung der linken Brusthälfte. Aerzte der Freiwilligen Rettungsgesellschaft leisteten ihm Hilfe und brachten ihn in seine Wohnung, Engertstraße No. 202. Der ein Jahr alte Franz Fürst, Sohn des Wirthschaftsbesitzers Johann Fürst, Simmering, Kleebindergasse No. 2 wohnhaft, überschüttete sich, während er sich unter Aufsicht seiner elfjährigen Schwester befand, mit heißer Milch. Er erllty schwere Brandwunden und ist, da sich eine Gehirnhautentzündung dazu gesellte, bald darauf gestorben. Der Intendant des naturhistorischen Hof museums, Hofrath Dr. Franz Steindachner, vollendete sein 70.Lebensjahr. Aussig. Commerzienrath Ed. I. Weinmann stiftete zum Zwecke der Errichtung eines Kinderhortes in Aussig ein Kapital von 50.000 Kronen. Ohm Unterschied der Confession erhallen schulpflichtige Kinder in der schulfreien Zeit während der Schulmonate in der zu errichtenden Anstalt Beaufsichtigung und nützliche Veschäftigung durch geeignete Personen. B o z e n. Hier hat sich der Assistent der Sudbahn, Rudolf Porsche, ein gebürtlger Wiener, erschossen. Ueber da3 Motiv des Selbstmordes des jungen Beamten, der sich unter feinen Eollegen allgemeiner Werthschätzun erfreute, verlautet, daß die Unmöglichkeit, aus schweren Geldcalamitäten sich zu befreien, Porsche in den Tod getrieben habe. Gr az. Seit dtm 30. November v. I. ist aus Graz der 35jährige Condukte'ur der Südbahn, Johann Glöcker, zu Graz geboren, abgängig. Er entfernte sich in Condukteuruniform mit Röhrenstiefeln vom Hause und dürfte 140 Kronen bei sich gehabt haben. Luxemvurg. Luxemburg. Es starb hier im Hause seines Sohnes, des BergbauIngenieurs V. Dondeldinger, der Ehrenbaucondukteur Michel Dondeldiner auö Echternach im Alter von 76 lahren. Assel. Als mehrere Arbeiter von Assel im Walde beschäftigt waren Holz zu hauen, fiel eine Buche so unglücklich auf einen der Arbeiter Namens Mat thias Aust, daß er nach Hause trankportirt werden mußte. Am selben Abend erlag er seinen Verletzungen. Kautenbach. Als der Zug von Kautenbach nach Wiltz fuhr, siel der Heizer H. Wilmes aus Niederwiltz von der Maschine und wurde überfahren. Man fand die Leiche schrecklich verstümmelt mit abgetrenntem Kops auf dem Bahnkörper liegen.

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