Indiana Tribüne, Volume 28, Number 151, Indianapolis, Marion County, 17 February 1905 — Page 4
Juvtana Tribüne,
17 Februar 1905.
Jndiana Tribüne. Hnau!Aea,den von Ux Sntntdera G. Indianapolis, Ind.
garrh O.THndiu B B Präsident. OeschäftSlocal: Sto, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHOrE SSL. K tred t the Post Office ot Indianapolis as sccond dass matter Deaifälatti$ neue Handels' Verträge mit sieben Staaten des europäischen Kontinents. Die (Mitbestimmungen der andelZvertrSge, die Deutschland nach zweijährigen Verhandlungen mit 331 gien, Italien, Rußland, Rumänien, Serbien, Oefterreich-Ungarn und der Schweiz abgeschlossen hat, wurden in Deutschland soeben bekannt gemacht. ES ergiebt sich daraus, daß eS sich wiederum, wie vor 12 Jahren, um lang jährige, d. h. 12-jährige HandelSverträge handelt. Spätestens am l.'Juli 1906, voraussichtlich aber schon etwas früher, werden die zwischen den acht Staaten' festgesetzten neuen Zolltarife in Geltung sein, und bis zum 31. De zember 1917 bleiben die Verträge in Kraft. Nur Oesterreich'Ungarn hat sich das Recht vorbehalten, schon zum 31. Dezember 1915 zu kündigen. Obwohl die neuen Handelsverträge in der Form von Zusatzanträgen zu den bestehenden sogenannten Caprivischen abgefaßt find, so bedeuten sie infolge der Tarifänderungen doch den Anfang einer neuen Epoche des kontinentalen HandelSauStausckeS. Das Wichtigste, was aus den alten Verträgen hinüber genommen wird, ist die Meiftbegünfti gungSllausel, die als prinzipielle Ergänzung der Tarifabreden in Geltung tritt. I. Landwirtschaftliche Erzeugnisse. Die Verhandlungen haben sich so lange hingezogen und so viele Schwie rigZeiten gemacht, weil Deutschland in seinem Tarif eine wesentliche Erhöhung der Zölle auf die hauptsächlichsten land wirthschaftlichen Produkte zum Schutze seiner Landwirthschast um jeden Preis durchsetzen wollte. Hatte sich vie Regierung deshalb doch durch den vielumstrittenen Minimal tarif des ReichStagSbeschlusseS vom 25. Dezember 1902 die Grenzen der mög lichen Konzessionen vorschreiben lassen. Jnbezug aus Roggen, Weizen, Hafer und Braugerste treten denn auch die er warteten Erhöhungen deS Zolles von 1j 2 Mk. pro Doppelzentner, d. h. um 40 50 Prozent ein. Dagegen hat Rußland eS für sich und damit auch für alle anderen Vertragschließenden durch gesetzt, daß Futtergerste mit 1.30 statt 2 Mk. also 34 Prozent geringer als nach dem vom Reichstage zugestandenen Minimalsatze besteuert wird ES ist sicher, daß dennoch die Zustimmung der ReichStagSmehrheit leicht, zu erreichen sein wird. Die wenigen Zoll Mäßigungen für landwirthschaftliche Erzeugnisse, die der deutsche Tarif im Vergleich mit dem bestehenden aufweist, kommen meist Italien zu Gute; denn sie betreffen Mandeln, Apfelsinen, Ei tronen und sonstige Südfrüchte. Von sonstigm Eßwaaren zeigt Chokolade eine Zollherabsetzung von 80 Mk. auf 50 Mk; die schon jetzt in . Deutschland so verbreiteten Fabrikate KohIerS, Suchard'S und Lind'S aus der Schweiz werden also noch weiteren Boden ge winnen. Bei der Zollnormirung für die Pro dukte der Forstwirthschaft zeigt sich bei schärferer Differenzirung die Tendenz der Herabsetzung der Zölle auf Nutz holz und Eisenbahnschwellen. Dies wird besonders der Forstwirthschaft in Polen zu Gute kommen. Für ihre hauptsächlichsten Produkte der Viehzucht haben Belgien und die Schweiz ganz spezielle Zugeständnisse erlangt. Jenes für feine Flamländer, Brabanter und Ardenner Pferde, diese für die als Nutzvieh exportirten Alpen rinder. Da Deutschland diese Kalt blutpferde als eine in seinen Grenzen nur venig betriebene Zuchtart so sehr begünstigte, so war eS nur recht und billig, daß Oesterreich für feine export fähige Kaltblutrasse deS nordischen Schlages (die sogenannten Pinzgauer) dieselben Zugeständnisse erhielt. Im Ganzen bringt aber der neu. Tarif der deutschen Landwirthschast einen stärkeren Schutz, als sie ihn bis her genoß. Kleinere Erleichterungen oder Erschwerungen, die der deutschen
Ausfuhr landwirthschaftlicher Erzeug nisse in die Nachbarländer bevorstehen, spielen keine große Rolle, da eS sich nur um verhültnißmäßig kleine Gesammt werthe handelt. II. Die Tarife für indu.
ftrielle Produkte. Bei der Festlegung der Industrie zölle kam eS der deutschen Regierung nicht so sehr auf stärkerem Schutz der deutschen Industrie an, als auf Ver kehrSerleichterungen in einigen, und Abwehr der prohibitiven Schutzzoll Bestrebungen in anderen Nachbarlün dern. Da Deutschland in den Reichs tagöverhandlungen des Jahres 1902 seine Absichten dekouvrirt hatte, so konnten sich die anderen Staaten durch hohe autonome Tarife eine starke De fensivstellung für die Verhandlungen schaffen. Um für die do ut des Politik der Zollverhandlungen genau den Werth der Forderungen und Zuge ftändnisse zu kennen, hatte man in Berlin 2000 Interessenten und Sach. verständige zu Worte kommen lassen. Das Resultat war eine viel größere Spezialisirung deS Tarifs, als man sie früher gewohnt war. Nahe an 1000 Rubriken mit zahlreichen Unter abtheilungen. Die Tarifpositionen lesen sich fast wie ein Waarenverzeich niß Um so schwieriger ist eS, das Resultat zu übersehen und zu beurthei len. Aus der HandelSwelt hören wir die Beurtheilung, daß der Vertrag mit Belgien am meisten befriedigt, dann folgt der mit Italien, Serbien und mit Rußland. Gegen den schweizer! schen, rumänischen und österreichischen hat man viele Einwendungen. Am wichtigsten erscheinen dabei die verschiedenen BeHandlungsweisen der Eifenzölle und Maschinenzolle, für die eher Zollerleichterungen erhofft wur den. Die deutsche chemische Industrie hat besonders über Verschlechterungen bei der Einfuhr nach Rumänien und Oesterreich zu klagen. In der Textil industrie wird die Seidenweberei einige Erleichterungen erfahren, die Baum Wollindustrie sich nur unbedeutend, die feinere Wollenweberei sich am meisten verschlechtern. Auch in der Lederwarenfabrikation und der Papierfabrik tion richten sich die Beschwerden beson derZ gegen die Zollerhöhungen der Schweiz und noch mehr Oesterreichs. Am zufriedensten ist man in den Kreisen der deutschen Spielwaarenin duftrie. Von allgemeiner Bedeutung ist, daß in den neuen Handelsverträgen für solche Fälle, in denen die Rubrizierung der zu verzollenden Waaren streitig ist, ein gemischtes Schiedsgericht als letzte Instanz vorgesehen ist. Eine genauere Würdigung des Erreichten vom Wirth schaftlichen Standpunkte wird erst mög lich sein, wenn der genaue Wortlaut der Vereinbarungen bekannt sein wird. Das; Selretar Hitchcock dem Oel Syndikat in der Osage Reservation zu Leide geht ist sehr verdienstvoll, aber eine Schmach war eS, daß derartige MillioneN'Privilegien von der Regie rung so ohne weiteres vergeben wurden. Daß die Eas.Gesellschaft den EinhaltSbefehl gegen die Stadt erhalten würde, war jedem vernünftigen Menfchen klar, der News", dem Mayor und Bruder Warrum nicht, wie sie vorgaben. Wir halten aber alle Drei für zu gescheut, um jemals geglaubt zu haben, daß die 50 Cents GaS-Ordi nanz Gültigkeit vor dem Gesetz haben könne. Mardi Gras, Florida, der Süden. Spezial Ausflug für Indiana Tonri sten über die yennsylvania Linien. Zu sehr angenehmer Zeit für eine Reise nach dem Süden kommt der spezielle MittWinter Ausflug für Jndiana Touristen, eine nicht kostspielige Reise für GesundheitSuchende nach den berühmten Ausflugsorten von Florida und deö Südens, einschließlick zweier Vergnügunzstage der bekannten Rard: Gras Festlichkeiten zu New Orleans. Ein massiver Pullman Zug verläßt den Jndiana poliS Union Bahnbof am 27. Februar um 7 Uhr Abends über die Pennsylvania Linien. Punkte von Interesse der Route entlang schließen in sich die berühmten Schlachtfelder Lookout Mountain, Chickamauga, Atlanta, Savannah, die Marschroute von Sherman nach dem 3fleer Die Tour' umfaßt Ormond, der berühmte Winteraufenthaltsort ; St. Augustine mit seinen alterthumlichen spanischen Bastionen ; Pensacola, von Marine Interesse; Paß Christian, daS Neaport des Süden, Mobile, Birmingham, Nashville, mit genügend Zeit zur Umschau. Zwei Tage Aufenthalt in Nett Orleans wäbrend deö Mardi GraS. Elf Tage in dem sonnigen Süden, entfernt von dem Eis und Schnee des Nordens und der Kostenpunkt einschließlich Pullmans nur 555. Da die Schlafstellen zeitigst im Vor aus bestellt werden sollten so sprechen Sie bald vor oder schreiben Sie an W. W. Richardson, Assistant General PaffagierAaent. .?indianavoliS. er wird alle grasen bereitwilligst beantworten.
Sekz- und Lichtanlagen sollen zahlen.
Der Behörde für öffentliche Arbeiten wurde gemeldet, daß eine Anzahl Pri vatanlagen, denen keine Freibriefe er laubt wurden, dennoch die umliegen den Gebäude mit Licht und Hitze Her sehen. Der Stadt Ingenieur wird die Sache untersuchen. CineS der gro ßen Osfice'GebSude im StadtCentrum hat eine Anzahl Abonnenten angenom men, die durch dasselbe mit elektrischem Licht und mit Dampf für Heizung? zwecke versorgt werden. Ein greßeö Lagerhaus soll eine ähnliche Methode befolgen. Man glaubt, daß diese Unternehmen sich gute Einkünfte sichern, ohne die Gerechtsame. daS Gefchäst betreiben zu dürfen, zu haben. Nach Ansicht deS Vorsitzenden Downing ist eS nur recht und billig, wenn eine Gesellschaft ge halten wird, sich einen Freibrief zu sichern und Abgaben zn zahlen, andere gleichfalls dazu anzuhalten. Die Heiz und Licht'Anlagen, welche durch Frei brief Berechtigung existiren, müssen 5 Procent ihrer Einnahmen in die Stadtkasse zahlen, und Herr Downing dringt darauf, daß auch die übrigen, die ohne Freibrief operiren, diese Ab gäbe zahlen. Das Programm für die Schiller Feier ist. wie an anderer Stelle dieses Blattes zu sehen, der großen Gelegen heit würdig. Stenercollectoren melden Besuch an. Die sieben Collectoren in de: Ossice des County'SchatzmeisterS bereiten sich auf einen allgemeinen Angriff für den 1. März auf die mit ihren persönlichen Steuern im Rückstände sich befindenden Bürger vor und interessante Ereignisse werden mit Spannung erwartet. Man nimmt an, daß sich etwa 3000 saum selige Steuerzahler in der Stadt besin den, die dem County von $1 $75 schulden. Die einzelnen denselben über sandten Notizen wurden mit schnippischen Bemerkungen versehen, zurückge sandt und ein sich in guten Verhaltnissen befindender Grocer soll sogar die Nachricht übermittelt haben, daß es einen todten Collector geben werde, falls einer derselben bei ihm im Hause er scheine. County.Schatzmeister O. P. Enöley hat mih dem County.Anwalt Rücksprache, bezüglich der Befugniß der Collectoren genommen und eS hat sich ergeben, daß dieselben in die Wohnung eines mit seinen Steuern sich im Rück stände befindenden Bürgers begeben können, und daß die Collektoren am 1. März den Rückständigen ihre Besuche abstatten werden. Falls die Steuern nicht beglichen werden, -wird gesagt, werden die Personal Effekten aus dem Hause geholt, nach einem Lagerhause oder sonst geeigneter Räumlichkeit be fördert und dort für daS Steuergeld verkauft. - Domnetz-Str.-Ban- und Leib . Berein. Der neue Downey-Str. Bau und Leih-Verein No. 7 erwählte gestern Abend folgende Beamte: Präsident, Jonathan T. Warner; Vice.Präsident, Wm. KleiS; Sekretär, Peter Ohleyer; Schatzmeister, Fred Hosherr; Direktoren: Geo. Derleth, Geo. Schmidt, Fred Heß, Michael Dammel, Christ. Reimer. Anwälte für den Verein: Jlorea und Seidenfticker. Colonisten Ticket? nach dem Westen und Südwesten, via Pennsyl vania Linien. Februar 21. und März 21 . werden spezielle einen Weg, zweite Klasse Colonisten Tickets verkauft nach allen Punkten im Westen und Südwesten, via Pennsylvania Linien. Für völlige Einzelnheiten hinsichtlich Raten und Fahrzeit etc. spreche man bei dem nächsten Ticket Agenten dieser Linien vor. Wird nach (Zreenöbnrg gesandt. Albert Beach, 19, ein Musiker, der neulich hier verhastet wurde, weil man eine Menge Schuhe, die aus einem Eisenbahg'Frachtwagen in Greenöburg gestohlen waren, in seinem Besitze fand," und zur Zeit freigelassen hatte, wurde gestern wieder verhaftet und er wird bis zur Ankunft deS.SHeriffeS aus GreenSburg hier gehalten. Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'S .Longfellow. ,
Dnkel Sams Forstwesen. Wichtige KongrehbiU und Geschichte der Yorstreserven-Ter Chefförster. Einen großen Fortschritt in der Forstpolitik der Ver. Staaten involvirt eine Bill, die kürzlich fast unbemerkt im Kongreß passtrt und vom Präsidenten unterzeichnet wurde. Durch die Bill wird die Verwaltung der ForstReservationen dem Ackerbau-Departe-ment übertragen und der Beamtenstab des bisherigen Forstbureaus als Forstdienst des Ackerbau-Departements" unter Leitung seines bisherigen Chefs, Gisford Pmchot, organistrt. Den Anstoß für die Schaffung des neuen Gefetzes hat zweifellos Präsident Roostvelt gegeben, der in feiner jüngsten Botschaft auf die Unzuträglichkcit hinwies, daß die Arbeiten der Regierungs-forst-Angelegenheiten auf drei verschiedene Departements vertheilt seien, und empfahl, sie dem Ackerbau-Departement zu unterstellen, das so wie so schon den größten Theil de? einschlägigen Arbeiten verrichte. Die Pflege des Forstwesens ist in den Ver. Staaten verhältnißmäßig neuen Datums. Die Regierungs-Abtheilung für Forstwesen wurde zwar bereits 1876 kreirt, aber erst zehn Jahre später wurde der erste Chefförster angestellt. Durch Kongreßakte erfolgte 1891 die Errichtung der ersten Forstreserve, indem der Fellowstone-Park als solche erklärt ward. Im Jahre 1901 zählte man bereits 38 Bundes-
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Gifford Pinchet. Forstreserven mit einem Gesammtflächengehalt von 46,828,449 Ackern. Anfang 1903 hatten diese Forstreserven eine Gesammtausdehnung von über 50.000,000 Ackern. Hierzu kamen verschiedene Staats- und private Forstreserven, wie die von Pinchot eingerichtete, 100,000 Acker umfassende Vanderbilt'sche Anlage in Viltmore, N. C. Papierfabriken legten, um für die Zukunft zu sorgen, Forstreservcn an, und die Hochschulen des Landes wandten der Sache ihre Aufmerksamkeit zu. So wurde 1893 eine Schule für ForstWesen an der Cornell-Universität, N. F., und 2900 eine solche an der JaleUniversität, Conn., gegründet. Gifford Pinchot, der das Amt eines Bundes-Chefförsiers seit 1898 innehat, ist hierzulande die erste Person, die sich das Forstwesen als Profession erkor. Geboren 1863 in Simsbury, Conn., siudirte Pinchot nachdem er 1889 an der Fale-Universität graduirt hatte, drei Jahre das Forstwesen in Frankreich, Deutschland, Oesterreich und der Schweiz. Er bereiste zum Studium der Forstreserven fast die ganzen Ver. Staaten, wurde Mitglied der Nation nalen Forstkommission, bethätigte sich in der Wiederaufforstung großer Landsirecken in Minnesota und weilte auf den Philippinen behufs Kennenlernen der dortigen Wälder. 'Frankreichs neuer Premier. , Der Nachfolger ombeS' einer der gewieg testen Kinanjmänner deS. Landes. Maurice Rouvier, der nach dem Rücktritt des Ministeriums Combes die dornenvolle Aufgabe des französischen Premiers übernommen hat, wurde 1842 zu Aix in der Provence geboren. Der Deputirtenkammer gehörte er seit 1871 an, wurde im Kabrnett Gambetta zuerst dann 1887 Präsident des Mini sterraths und Finanzminister, , welches Portefeuille er seitdem, nicht weniger als fünfmal vermaltet hat. Im Januar 189.resignirte er inMaurice Rouvier. folge der Panama - Affäre, wurde aber im selben Jahre abermals in die Kammer gewählt und hat seitdem wieder einige Male, zuletzt im Kabinett Combes, als Handels- und Jnianzminister fungirt. Rouvier ' gilt tn Frankreich als einer der gewiegtesten Finanzmänner des Landes. In poli tischer Richtung gehört Rouvier der gemäßigten republikanischen Partei an. Die E r r i ch t u n g v 'o n Handelskammern in Rußland ist von dem dortigen Finanzminister angeregt worden.
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fuautschous Entwicklung. Hafenverkehr, Eisenbahnen, Einkünfte und Leitungen der Kolonie. Ueber die wirthschaftliche und kulturelle Entwicklung des deutsch-chinest-schen Schutzgebietes Kiautschou ist jüngst eine interessante Denkschrift erschienen. Laut derselben wurde am 6. März 1904 die Mole I des großen Hafens dem Betrieb übergeben und die Bahn, welche das Meer mit Tsinanfu, der fernen 'Hauptstadt der Provinz Schantung, verbindet, der Mole angeschlössen. Kaum hatten die ersten Seeschiffe von der neu geschaffenen Landungsgelegenheit Gebrauch gemacht, als sich schon die Nothwendigkeit herausstellte, neben den Moleschuppen noch Platze sur neue Lagerhauser zu schassen und die Fertigstellung der Mole 11 zu beschleunigen; bereits am 1. eptembe: 1904 konnte eine Seite dieser Mole für das Anlegen von Schiffen Verwendung finden. Der Bau der Eisenbahn ist unter Einhaltung der konzesstonsmäßigen Frist vollendet worden. Am 1. Juni 1904, genau fünf Jahre nach dem Tage der Konzesstonsertheilung, sind sowohl die Hauptlinie bis Tst nanfu in einer Länge von 245 englischen Meilen als auch die Zweiglinie im Ponschanthale in der Länge von 25 Meilen dem Betriebe übergeben worden. Die Einnahmen des Schutzgebietes stiegen von 305.037. Mark im Geschäftsjahre 1903 auf 501,914 Mark im Jahre 1904; der Schiffsverkehr nahm von 273 Schiffen auf 337 zu mit einem Gehalt von 388,323 Registertonnen statt 286,260; die. Einnahmen des in Tstngtau zugelassenen chinestschen Seezollamtes steigerten sich von Z441.000 auf Z618,000 und der Werth des Durchgangshandels von 817.276,732 auf Z24,8?1,262 und das alles, obgleich seit Ausbruch des russifch-apa-Nischen Krieges der vorher bestandene japanische Schiffsverkehr und Handel mit Tstngtau aufhörte. Auf der Schan-tung-Bahn werden jetzt wöchentlich 12,000 bis 15.000 Personen befördert, gegen 8000 bis 10,000 vor einem Jahre. Der Güterverkehr, der in den ersten neun Monaten 1903 sich auf 27,000 Tonnen Fracht- und Eilgut belaufen hatte, stieg im gleichen Zeitraume des Jahres 1904 auf 88.000 Tonnen. Die Frachtgüter bestanden zumeist in Seide, Strohgeflechte. Glas- und Töpferwaaren, Gemüse. Oel, Tadak und Cerealien. Die Forstkulturen haben sich in günstiger Weise entwickelt. Die Entwicklung Tsmgtaus zu einem beliebten Seebade hat rasch weitere Fortschritte gemacht. Zur Badesaison wurde das an der Au-
Willkommen
Biere der Wir sprechen tn ireenL einem Stadttheil str Wäsche vor 224 W. Cl&rt)te& CeiW CftoneS K9. 1 1I i n 1 1 1 niwwtw alten Telephon 2440 oder am neuen guste Viktoria-Bucht erbaute Strand Hotel in Betrieb genommen. Die Zakil der fremden Badegäste betrug gegen 500. Eine neu eingerichtete Druckerei verlegt die erste deutsche Tageszeitung, am Platze, nämlich die Tstngtauer Neuesten Nachrichten," die im Vereine mit dem Wochenblatte TeutsaAstatische Warte" und zwei chinesischen Zeitungen die Bevölkerung über die wichiZn rr-.r rr. , , "Ultt vsicigiujje llnierricylen. sjxt Missionen haben sich der Pflege westlicher Kultur unter der einheimischen Bevölkerung insbesondere durch ihre Schulen und Hospitaleinrichtungen dauernd mit Erfolg angenommen. Der Verkehr mit den chinesischen Behörden hielt sich in freundlichen Formen. Auf Ersuchen des chinesischen Provinz gouvernnirs wurde für das neubegründete chinesische Krankenhaus in Tsinanfu ein deutscher Marinearzt zur Verfügung gestellt. Chinesische Polizisten wurden dem Polizeiamt in Tstngtau zur Ausbildung überwiesen, deutsche Forstbeamte zur fachmännischen Beurtheilung chinesisch Projekte eingeladen. Der schlaue Hund. Die .Frankfurter Zeitung" ver öffentlicht die Zuschrift emes Gewährsmannes. Der Erzähler verkehrt im Hause eines Gelehrten, der einen Hund tyii und in seiner Bibliothek einen Korb sammt Decken aufgestellt hält, der dem HUilde als Liegestätte zugewiesen ist. Allein der Hund hält sich nicht an diese Vorsckrift und okkupirt, wenn immer ihm dies möglich ist, den Lehnftuhl seines Herrn vor dem Schreibtisch, auf dem er. sich seinen Traumen hingibt. Vor Kurzem besuchte der Gewährs mann des Blattes den Gelehrten und wurde in die Bibliothek geführt, wo der Hund wieder auf dem Lehnstuhl lag. Sein Herr jugte ihn davon und setzte sich selbst in den bequemen Sessel. Der Hund war über diese Störung seiner Behaglichkeit indignirt und gab seinem Unmuth durch mißbilligendes Knurren Ausdruck. Er wanderte unruhig hin und her und lief endlich zur Thüre, an der er zu kratzen begann. Dies that er gewöhnlich nur dann, wenn, er das Zimmer aus Gründen der Wohlanständiakeit zu verlassen wünschte. Der Gelehrte stand denn auch von seinem Ttuhle auf und öffnete dem Hunde die Thüre, um ihn hinauszulassen. Aber der Hund machte, als sein Herr die Thürklinke gefaßt hatte. Kehrt, lief zu dem nun frei gewordenen Sessel und lagerte sich in aller Gemüthlichkeit wieder darauf. Sein lebhaftes zufriedenes Schweifwedeln ließ erkennen, daß er über das Gelingen seiner List große Nreude empfand.
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