Indiana Tribüne, Volume 28, Number 151, Indianapolis, Marion County, 17 February 1905 — Page 1
V
I J Sn O oq jgSSt- ! Z.MSASZÄ jg Tage mb $ ' T s n 1 CY lO fi (Ectae Ilnk v c 8 CstüiftnstAfjfiH H f 9 4 - 3 roir.ihustMaH S V ..w--i-pr l Oc per Woche. H. U-.xO TSSVSSLSLSEVS
2!
O'nv?
'ft Ny-Lx l
U
;: per OfllC. 8 3 LVLSVSLSL
SS
, i Erscheint seden Nachmittag. Jahrgang 28. Indianapolis, Jnd , Freitag, 17. Februar 1905, No.' löl. : ' i rrs ' ' '. : '
T
r x V
Großfürst ?ergius ermordet. Wird mittelst Bombe in die Luft gesprengt.
f0!V1 jfjtT - -. &w , j&a ' - vs-r ' jyjz ' v z fu? tj. 0Äff , 3VC C V ' - jfY " yl Jf jf -:-fr- - .,"... - &fk - " tVL' äff - x . i'A. V VtA wytt!&!irrt 7A ? U.-- - - ?r? -X -y W ss , - Vxkv V äff V ?rXv i::-:vj;: r - , ' r , svA AiJ : f v v a s V .?v3 -i i : M W-xs:; ßl s - vvvVt;U'v, - " 7 v VUV- - A- -w - : " ? - Mf ' 7- Vt - t - 'i v'st -r&5Kv'--: y X-r: rriV'--St,', - v s "' r m t . ? c1' -fji! r V ,-, ' ' . F - V t4 'Sv""a KR F ' y rsy - il Bf , ' A f v 4iF.i?t & ::-.-:ä 5 fft ' - . s . ' - Jt y fi ' S-:-: -- U , ' T 0 s s ? v ' i; - L." i , H 1 ' " - 7 - ' vv ? vv" y , v i IV I - ' itvvi. - - - vil I . " M-Vvii V " ' s sv fi - . ihvw i - - . vAv?'v ; 4 ay--j I : tf , -'Aj ; -I I . r '-C '5- s x'V' z I ' - - , - : ,. Z').., t-ZJs. ' 5 i - i: '&l : : ht :: II v i J li - ' - -c T vwwvb - -if 1 v " ' - 3 ä -. ' v -vi iv trvcÄ V ' - 's 55?"! --r 'V-' ' - ' r t l . I W - ' Äxr jf ? - '"-ÄSjS5s& V" Fd r x" irJTiff f-fXb-xfl W - v-t lZ s - vyyv''" vIän i$4 f 12 U Vr v ff 4 . r U( 1 V v j- ' V f?ii f f S r 1 Teifc fV i' MM ' fJmß&J fmM W FFbWDR' S-i:' l ' - " f& Xvf "' ' vj r yZ kJN'tift v,-v - .i. '--
Großfürst
L o n d o n. 17. Febr. Ein Telegramm des Reuter Vureaus euS Ct.
Petersburg meldet, daß aus MoScow eine telephonische Nachricht eintraf, welche meldet, daß im Kremlin Palae, in welchem Großfürst Sergius wohnte, eine
Crplosion stattfand und daß der Eroßsürft getödtet wurde. Ein Telegramm meldet, daß die Einwohnerschaft von MoScow sich in größter Aufregung befin
dei. Laut eines anderen GerüöteS wurde eine Vombe unter die Kutsche deS
Großsüisten geworfen eine fürchterliche
wurde in Stücke zerrissen. Die Attentäter wurdm veihaftet.
Später. Der Großsürst befand sich auf, dem Wege vom historischen Museum nach dem Kremlin und befand sich in Nähe des GerichlSgebäudeS, als die Bombe
explodirte. Mehrere Studenten wurden
Onkel deS Zaren war unter der Bevölkerung allgemein gehaßt. Seit langer
Zeit hatte er spezielle Schutzvorrichtungen gegen Anschläge treffen lassen und nach den Massenmorden am Blut'Sonntag" zog er seiner eigenen Sicherheit
wegen nach MoScoco. SergiuS wurde Prinzessin Elizabeth im Jahre 1834. Gouverneur von MoScow. wurde aber war schon lange von den Revolutionären 17. Februar 3 Uhr Nachmittags getödtet. i Mutter Marh St. Anselm. i Der plötzliche Tod der Mutter Mary St. Anselm, der Grüderin und Superorin der Anstalt des guten Hir ten, an der Raymond Str. nahe Me ridian, beraubte die Anstalt deram meisten geliebten Beschützerin. Aber nicht nur Indianapolis allein, auch St. Louis. LouiSville. Peoria und Chicago betrauern den Verlust der Dahingeschiedenen. Die Superiorin war Vorsteherin des Klosters seit 1900. Die Verstorbene war die Tochter reicher Eltern, die früh starben, denen zwei ihrer Kinder schnell im Tode folgten. Die Waise erhielt ihre Erziehung in der Schule der wohlthätigen Schwestern in New York. Als sie das Kloster des Guten Hirten in St. LouiS betrat, war sie erst 19 Jahre alt, aber viel gereist. 13 Monate später wurde sie nach Chicago versetzt, wo sie während deS großen FeuerS sich als ein wahrer Segen für die armen Geschlagenen erwies. Im Jahre 1873 kam sie nach Indianapolis ins hiesige Kloster. Zehn Jahre später wurde sie nach LouiSville und von dort nach Peoria versetzt. Im Jahre 1900 kehrte .sie nach hier zurück.. Mutter Mary An selm wurde 1840 geboren. Hoch'Meffe wird am Samstag 9 Uhr Morgens ge halten. Die irdischen Reste werden zur Zeit in dem Gewölbe deS Klosters beigesetzt, später aber auf dem Friedhose deS Klosters zur letzten Ruhe gelangen. Damen-Berein des Socialen Turnvereins. Der Damen-Berein des Socialen Turnvereins wird am nächsten Sonn tag Nachmittag eine gesellige Unterhat tung abhalten.
SergiuS.
Explosion folgte , und der Großfürst verhastet. Eroßsürft SergiuS, der 1857 geboren, verheirathete sich mit der Eine Zeitlang war er der General seiner Grausamkeit wegen abberufen, zum Tode verurtheilt, und wurde kam Bedford. Richter Wilson hat die Großgeschmorenen für nächsten Montag, dem ersten Tage des Februar Termines deS KreiSgerichteS einbe rufen, damit in der Untersuchung deS angeblichen Geständnisses Elmer Browning, daß er und Frank EvanS Frl. Schäfer ermordeten, keine Zei verloren werde. DeputyProfcecutor Fletcher und Anwalt I. H. Underwood, welche die Verhöre Browning's und Evans leiteten, behaupten, eine sowei noch nicht vorgeführte Kette von Um standsdeweisen zu haben, welche sie den Großgeschworenm zu unterbreiten ge denken. K o l o in o. AIS die Folge emeS Schlages auf den Kopf, zog sich Tho maS Herren 14 Jahre alt, eine Ver letzung zu, welcher er gestern erlag Zur Zeit als er den Schlag erhielt ahnte der Knabe die Größe seiner Ver letzung nicht, und spielte ruhig weiter. Vor ein paar Tagen jedoch erkrankte er schwer und der Zustand des Jungen verschlimmerte sich so, daß er einem Gehirnschlage erlag. L a s a y e t t e. Grade als die letz ten Töne des Hornes, welches er soeben für Sammeln" zum Effen geblasen, stürzte William H. Cremin, der alte Hornist des Soldatenheims, zu Boden und starb innerhalb weniger Minuten. Cremin kam am 11. Mai 1900 von Indianapolis nach dem hiesigen Sol datenheim und er war einer der am besten bekannten Insassen desselben,der, trotzdem er verschiedentlich krank war, doch immer zur Hand war, um seine Trompete zu blasen. Um die Verschönerung der Stadt zu begünstigen, vertheilt die Munizipalität von Paris jährlich drei goldene Medaillen für diejenigen, welche die künstlerischsten Wohngebäude entwerfen. Den Besitzern solcher Häuser wird die Hälfte der jährlichen Grundteuern erlassen.
Die Schlller-Feler.
Da? Comite für bic Schiller.Feier hielt gestern Abend im Lokal des Unab. hangigen Turnvereins eine Versamm ung unter Vorsitz von Herrn Joseph Keller ab. des 100. Todestages des unsterblichen , 1 DicbterS in mei Tbeile fallen soll. Erstens : Eine Gala.estvorstellung . . . - ., . I von Tchiller'S Wiloelm Teu" im Enalilb Overa Saus am 10. Mai. l?in. n?.d.mis ttr m Deutschen Hause am 11. Mai. . Sie aen.aufjüitunfl soll o5ne Rück. , ., B1u., ,m uiutuuinnii rtrirtenrtll renn I. .u.. Es soll eine SubskriptionZ-Vorstel. ung ,em, zu roezazer oie Vise cyon IM April verkauft werden sollen. Die akademische Feier nimmt um 3 Uhr im Deutschen Hause ihren Ansang, Der Eintritt ist f r e i, doch müssen Karten, die zum Einlaß berechtigen, in der Osfice der Gutenberg Co. abgeholt werden und zwar an noch festzustellenden Tagen. Keine Familie ist zu mehr als drei Karten be recktiat. Das Programm für den Festaktus ist folgendes; 1. Ouvertüre zu Tell, Orchester. 2. Maffenchor,. von Männerchor, Lie derkranz und Musikverein. 3. Festrede. 4. Tableau Wallenstein's Lager." 5. Orchester. 6. Deklamation Bilma von Hohenau" 7. Tableau Die Bürgschaft". 8. Männerchor. 9. Orchester. Nach dem AktuS findet in der Säu lenhalle des Deutschen HauseS eine Nachseier statt. Die Betheiligung hier. zu kostet 25 Cents, wofür Erfrifchun gen verabreicht werden. Die Nachfeier besteht aus Einzelchören der Gesang Vereine, Ansprachen und Deklama. tionen. Den Schwaben Vereinen werden be sondere Ehrenplätze eingeräumt werden. Hierauf Vertagung bis zum 27. dS. MtS. m Eine interessante Rechtsfrage. Eine interessante Rechtsfrage scheint aus dem Lee Dillon Falle erwachsen zu wollen. Dillon, der wegen Betriebes einer Opium.Höhle zu S200 Strafe nebst Kosten und 90 Tagen Arbeits Haus verurtheilt wurde, theilte gestern durch seinen Advokaten dem Stadtclerk mit, daß er seinen Fall zu appelliren beabsscbtiae. Der Advokat benackricktigte auch zugleich den Clerk, daß sein Client nickt im Stande sein werde, die vom Svttialrickter Witkinion fessae setzte S500 Appell.Bürgschaft zu stellen. daß derselbe aber dennoch zu appelliren gschte. Deputy Ankläger Holmes wurde in Beratbuna ae,oaen und er drückte fifi dabin aus. dak Niemand obne die nöthige Bürgschaft appelliren könne, DillonS Anwalt saat. dak er nickt glaube, daß irgend ein Gesetz einem mittellosen Mengen, der nickt ver. mögende Freunde zur Hand habe, das ntiZpk? lünrt f?M fCrtN , I" ' ü:" i wcim u iiwt uuoa wuwc vy uijuum wie ver Aliiluger aus uno Zo wie die Sache letzt steht, kann der Fall nicht vor das KreiSricht gebracht m. Dlllons Freunde beabsichtigen werd' durch ein HabeaS Corpus Verfahren die Rechtmüßigkeit der Entscheidung zu prüfen. Meine Stadtnachrichten. Die Pläne für den Bau der Capital City Brauerei'Gebäude an der Ecke der West Wisconsin Str. wurden durch Bau.Jnfpektor G. M. Stanley gutge heißen. . Das Gebäude wird aus Stein und Eisen aufgeführt wer den,' es wird 5 Stockwerke hoch fein nd dasselbe verspricht eines der schön ften Gebäude seiner Art für den mitt leren Westen zu sein. Der Erlaubniß, schein besagt L65,000, die veranschlag, ten Kosten des Gebäudes belaufen sich auf S60.000.
Scheint falschen Namen gegeben
zn haben. Gestern traf in der Polizeistation eine junge Dame ein, welche sich als Frl. Edith McCalvin vorstellte und die an aab. dak der Gebrauck des anaebUck I- ' f T Ö ' falschen Namens, den das weaen des Shortridge Hochschul.Diebstahls ver hastete Mädchen angab, ihr viele Unannehmlichkeiten bereite. . Die Poli 4! &:Ti CtT).(v.. V c ! cn.c ült "h "ö "ijui tete auf der Südseite wohne und die Detektivs wurden nach dort gesandt. anben Qbet eine 5ömle mit Önberem Mtsltnpti tslf . Utbe.haupt wurden .ine Menge ver. eill(j)et jj, untnnomme denn bi I II. I WMVU IltWt llllb ItllUkUfc Wtl Mti.l ,z.l,l iR jt jx h x. chen angegebene Addresse als die, rZchtkae befunden worden. ' Um ifir, Addresse befraat. oiebt das Müd I II I 11 r l) chen stets Cincinnati als ihre Heimath stadt an. weigert sich aber, anzugeben. wo ihre Sachen zu finden sind, und wo sie sich soweit aufgehalten hat. Ihre Ppotographie sowie auch die Bertillon Maße wurden nach dem National Bu reau zur Jndentisikation gesandt, soweit jedoch trafen von dort keine Meldungen ein. Concert in der SandfertigkeitsHochschule. In festlicher Begehung deS 10. Iah. reStages der Manual Trammg Htgh School" wird morgen Abend, Eamstag, den 18. Februar, ein interessant zusammengestelltes Programm zur Aus sührung gelangen. Orchester Musik wird mit Sopran- und Männerquartett Gesang in paffend gewählter Weise abwechseln. . ' Programm. 1. Cymbelyne-Ouverture . . Grünwaldt (Orchester.) 2. Selection, (Quartett.) 3. BabeS in Toyland" lOrckester.) I ' r 4. SopranSolo . (Frl. Esfie Wilson.) 5. Selection, (Quartett.) 6. Serenade....... ..Till (Orchester.) 7. Tenor-Solo (Herr W. P. JeffrieS.) 8. GeburtstagS.Musik" Böhm (Orchester.) f John Llohd Moore . John L. Moore, ein wohlbekannter ehemaliger Wholesale Grocer der Süd Meridian Str., ist gestern in seiner Wohnung, 7it mt etr. aeporven. Der Verstorbene litt seit etwa 2 Jahren an Nieren, und Herzkrankheit; die birelle Ursache jedoch war Herzkrank heit. Moore kam im Jahre 1880 nach Indianapolis und etadlirte. sich mit Wiles lm tzngros . we,azai!e. kaufte dessen Jntereffe später auf und das Geschäft bis vor etwa fünf Jren fort, wo er pcy, uacyoem das Geschüft verkaufte, zur Ruhe setzte, Er hinterläßt Frau und zwei Klnder, Harry C. und Lillian E. Moore. - tetm John Jaeger'S neue Wirth. Wstft befindet sich No. 1233 Oliver Av. n West Indianapolis. AnsS UuSseheN vird NichtS gk- , geoen. ' James Morgan, 55 Jahre alt, der das Aussehen eines ehrlichen, sich in guten Vermö gensverhältnlssen besin denden Farmers besitzt, wurde gestern durch Richter Alford im Criminalge. richt mit 17 Jahren Gefängniß bestraft. Morgan ist in unserer Stadt ein Fremder. Vor mehreren Wochen langte er hier aus dem Westen an und beschwindelte Frau Emma Leyendecker um 8150, indem er ihr einen Antheil an einer sogenannten Peerleß Automa tic Nähmaschine verkaufte. Nachdem er das Geld gezogen, machte sich Morgan nach St. Louis auf, wo er dann verhaftet wurde. Er bekannte, sich schuldig. .
Dentsch-amerikanischer Demokra-ten-Clnb.
Obiger Club hielt gestern Abend in Ottomar Keller's Halle seine monat liche sehr gut besuchte Versammlung ab. Nachdem die laufenden Rontine-Ge schüfte erledigt waren, berichtete das Comite, welches beauftragt wurde, Vorschläge zu machen betreffs eines Zu satzes zur Versassung. Der Comitebericht empfahl die Nomi Nationen für Beamte in öffentlicher Versammlung durch Zuruf zu machen. Derselbe wurde einstimmig angenom men und dann zur. Nomination über gegangen. Folgende Herren wurden nominirt: Für Präsident Geo. Wolf, Paul Kroesing, O. R. Wald, August Tamm. Für Vice.Prästdent Lawrence Will hoff. Jakob Dux. ChaS. Koester. Fred. Schrader. Für Sekretär George Schauer. Für Gehülss.Sekretär Wm.Roesin. ger uud Henry Kreft. Für Finanz- Sekretär Michael Robinius. Schatzmeister Julius Reinicke, Geo. Roth. Fahnenträger Wm. Simendinger, I. C. Hindley. Marschall Joseph Bayer. Thürhüter Bernhard Riedel. Direktoren: Peter Scheid. . Albert Sahm, Joseph Schaub, C. C. Lutz, Fred Mack, Henry Ruth, Fred Grss sart. Jakob Vuennagel, August Kühn, John W. Holtzman, Gzorg Paetz, Ja kob Wüßner, Geo. Herpich, L. A. Greiner, Christ. Ries, Hermann Vahle, Wm. Weiland, B. I. T. Jeup. Jakob Backer. Wm. F. Kleiß, Wm. I. Weiß. Nach der Nomination wurde von verschiedenen Mitgliedern angefragt, wie sich der Club zu dem Verhalten der gegenwärtig tagenden Legislatur stelle, welche durch die Annahme des famosen MooreAmendementS den Bürgern ' des Staates wieder eine weitere Ein fchrünkung ihrer persönlichen Freiheit aufgehalst habe. Einstimmig wurde das Verhalten der vom Volke erwählten Gesetzgeber verdammt und folgender Beschluß ge faßt: Protest g.egen die MooreBill. Der Deutfch'Amerikanische Demokra ten Club von Marion County, In diana, verdammt auf das Entfchie denste die Annahme des MooreZu fatzeS zum NicholfoN'Gefetz als unge rechte und einseitige Gesetzgebung. Die Annahme dieses Zusatzes betrachten wir als einen Schlag gegen das ganze libe rale Bürgerthum des Staates. Wir. als der älteste-politische Club des Staates Jndiana, huldigen jetzt noch wie immer dem Grundsatze, daß einem jedem Bürger die größtmöglichste Freiheit in der Verfassung des Landes garantirt ist und daß einseitige Ge setzgebuug, wie die Dunkelmänner sie befürworten, blos zum Ruin der frei beitlichen Einrichtungen deS Landes führen. . Kam leichten Kaufes davon. Arthur Pfeffey, ein gutgekleideter junger Mann von 19 Jahren wurde gestern vor Richter Alford, unter der Anklage,- seinem Arbeitgeber, Frank Butz, S14.40 unterschlagen zu haben, prozessirt. Die Eltern deS Angeklagten waren erschienen und sie versprachen dem Richter, im Falle er dem Sohne Gnade vor Recht ergehen lasse, würden sie ihn aus der Stadt fortnehmen und besser Obacht auf ihn geben. Pfeffey bekannte sich schuldig. Er sagte, daß er schon einmal unter ähnlicher Anklage stand, daß jedoch keine Beweise gegen ihn vorgebracht werden konnten. In Lnbetracht dessen, daß die Eltern deS Jnngen achtbare Leute waren, ent. schloß sich der Richter demselben noch eine Gelegenheit zu geben und er entließ Pfeffey mit verhängtem Urtheile, machte ihn aber zugleich darauf aufmerksam, daß ihm beim nächsten Male daS Zuchthaus winke. Pfeffey der sprach, niemals wieder zu stehlen. '
Nachrichten aus Jndiana.
Noblesville. Tausende von Wachteln gehen jetzt in Central.Jndiana wegen der großen Kälte zu Grunde. Noblesville. Motormann Charles Mowery aus LoganSport wurde in Folge des ZusammenftoßenS zweier Jnterurban-Wagen am bergan genen Montag so schwer verletzt, daß' ihm das linke Bein "amputirt werden mußte. Man glaubt, daß er auch sei. nen Verstand zu verlieren in Gefahr steht. -t Clinton. Die Leiche eineS bis. her unbekannt gebliebenen HausirerS wurde in der Nähe von Hume, 23 Meilen nordwestlich von hier aufgefun. den. Er versuchte von dort aus nach einer in der Nähe gelegenen Stadt zu gehen, muß aber vom Wege abgekom . men und verirrt sein.' Heftiges Schnee, treiben hatken den Weg verschneit, so daß der Mann in der Kälte seinen Tod fand. Midletown. Eine Reihe der auf den hiesigen Panhandle Geleisen stehenden Frachtwagen geriethen auf eine unerklärliche Weise in Bewegung ' und sausten mit rasender Gefchwindig keit einen Abhang hinab uld' dem Bahnhofsgebäude zu, wo dieselben entgleisten 'und mit furchtbarer Gewalt in das Gebäude hineinrannten, dasselbe zum großen Theile demolirend. Ft. W a y n e. Der frühere Poli zeibeamte Adolph I. Hines beging hier Selbstmord, indem er sich an einem Halfterriemen in seiner Scheune er hängte. Die Abreise seiner ältesten. Tochter nach Lockport, N. Y., welche sich am 3. Februar verheirathet hatte, machte den Mann, obwohl er noch vier Kinder be! sich ,u Hause hatte, so schwermüthig, daß er d's Lebens über drüssig wurde. Anderson. Wegen der noch Verschneiten Wege ist eS den Landdrieftrügern unmöglich, die Post auch nur einigermaßen pünktlich auszutragen und auch die Kinder konnten die Schule nicht besuchen. Wegeauffeher in der Nähe der Sladt engagiren fortwährend mehr Leute, welche die Landstraßen von den großen Schneemässen zu befreien haben. B e r n e. Die von einem' früheren Brande her geretteten Lagerbestände der Schnittwaaren - Firma Simison & Soldner, welche einstweilen in, einem Gebäude der Berne Grain Compagnie niedergelegt "waren, geriethen gestern Morgen in Brand. Der Werth der Waaren belief sich auf etwa S13,000. Die Versicherung betrug S16.000. Man nimmt an, daß noch Feuer in einzelnen der Waarenstapeln glimmte, welches sich entfachte, und als das Feuer weiter zum Ausbruch kam, konnte an eine Rettung der Waaren nicht mehr gedacht werden. Die Gebäude hatten einen Werth von S3000, waren aber nur theilweise versichert. C o l u m b u S. Gewiß eine der traurigsten Erfahrungen, welche einer Tochter je widerfahren können, machte' Frau Amanda Baugham aus Neosha, Missouri. Sie war auf die Nachricht hin, daß ihre Mutter, Frau Elizabeth Sweeney, schwer krank in Columbuö darniederliege, sofort nach der Eisenbahnstation geeilt, um mit dem ersten Zuge nach ColumbuS zu eilen, bevor das Schlimmste eintrat. Als sie dort anlangte und den Bahnhof kaum verlassen hatte, begegnete ihr ein Leichenzug und sie sah in den dem Sarge folgenden Kutschen einige ihrer Verwandten. 'I Sie erfuhr auf ihr Befragen, daß ihre Mutter grade zur letzten Ruhe bestattet würde und daß der ihr begegnende Leichenzug der ihrer Mutter sei. In einen der Wagen einsteigend, folgte sie ihrer Mutter zum Grabe. Durch den heftigen Schneefall war der Zug, wel cher sie nach hier brachte, verschieden:, lich verzögert und ein Telegramm, welches ihr über den Zustand der Mutter Kunde bringe sollte, konnte nicht rechtzeitig abgeliefert werden. V3 Naucht die Tish I Mingo.
