Indiana Tribüne, Volume 28, Number 148, Indianapolis, Marion County, 14 February 1905 — Page 5

ndtsna Trtdüne, IS Februar 1 903.

Der spate Gast. Novell-tte von Robert Halifax. ' Wer ist's?" Ein Mr. Gcoffrey Arnold, Sir," versetzte die alte Dienerin zögernd, mit einem bangen Blick auf die am Fenster lehnende schlanke Mädchengestalt. Er läßt Sie bitten, ihm nur ein einziges Mal auf fünf Minuten Gehör zu schenken. Leben und Tod hängt für ihn.davon ab, soll ich sagen." Welch' dramatischer Coup! Ersuche den Herrn, mein Haus zu verlassen, und sage ihm, daß ich meine Nichte nicht für Lebensdauer an einen Glüösjäger gefesselt sehen will, mag er nun ein musikalisches Genie sein cder nicht." Nein. Onkel, das kannst, das darfst du ihm nicht sagen lassen!" Doch ohne Notiz davon zu nehmen, winkte der alte Herr der Dienerin, das Zimmer zu verlassen. Minutenlang herrschte tiefes, todtliches Schweigen in dem hohen Gemach, bis das dumpfe Zufallen der Hausthür emporklang und die Madchengestalt am Fenster sich wandte und der Thür zueilte. Einen Augenblick!" klang es ihr aus dem Lehnsessel am Schreibtisch in einem Ton entgegen, der sie unwillkürlich an den Fleck bannte. Ich habe deinem Vater einst gelobt, dich vor dem verhängnißvollen Irrthum so vieler Frauen zu bewahren. Soll das nun das Resultat all meines Bemühens sein? Nein, bleib, Annie! Alle Thränen der Welt ändern nichts an der Thatsache, daß dieser Mann ein Abenteurer ist. dessen Geigenspiel und dramatische Allüren sich dir gegenüber sehr wirksam erwiesen haben. Kannst oder willst du die Wahrheit nicht erkennen? Willst du für die Dauer deines Lebens dieses Mannes Spielzeug werden?" Nicht sein Spielzeug, sondern sein Weib. Ich setze unbedingtes Vertrauen in hn und seine Ehrenhaftigkeit, und ftiich du wirst einst erkennen, daß er meiner Liebe würdig ist," klang es voll sanfte? Bestimmtheit von Annies Lippen. . Gut. Die Sache wäre also erledigt," versetzte der alte Herr steif und kühl. Ueber das, was ich für dich zu thun gedachte, brauche ich nun kein Wort mehr zu verlieren. Das ist vorbei. Ich will dir einen Check auf zweitausend Mark ausstellen; dann kannst du gehen und dich mit ihm verheirat then, wie und wann du willst." Mit geschlossenen Augen und zusammengepreßten Lippen lehnte er in seinem Sessel. Sekunden vergingen. Dann'schlangen sich zwei weiche Arme um seinen Hals. Lebwohl, bester Onkel!" flüsterte eine bebende Stimme an feinem Ohr. Lebwohl! deinen Check kann ich nicht nehmen. Darum ist es uns nicht zu thun und wird es hoffentlich niemals fein. Du kannst meinetwegen ganz unbesorgt sein. Zwar können ihm noch Jahre voll harter Kämpfe beschieden sein; doch bedarf er nicht gelade in dieser Zeit am meisten des Trostes und Beistandes einer Frau? Und magst du noch lange, lange leben, lieber Onkel, um unseres Glückes theilhaft zu werden und zu erkennen, daß der Irrthum auf deiner, nicht auf meier Seite gewesen." Sie küßte ihn aus die Stirn, strich mit liebkosender Hand über das dünne graue Haar und schien zu warten. Doch kein Wort kam über seine Lippen. " Dann schloß sich die Thür er war allein. Und wiewohl er sich's nimmer eingestanden hätte, war es ihm, als sei in jenem Moment aller Sonnenschein aus jenem Leben geschwunden. Etwa sechs Wochen mochten seither vergangen sein, alsMr. Graftons Waxen eines Abends an der Ecke einer obskuren Vorstadtstraße hielt. Dort stieg der alte Herr aus. schlug seinen Rockkragen empor und schritt die Straße hinab, bis ihm an einem der kleinen villenartigenHäuschen ein Porzellanschild mit der Aufschrift Geoffrey Arnold. Geigenlehrer" entgegenleuchtete. Durch die Spalten einer Jalousie schimmerte Lampenlicht. Grafton drückte den Kopf an die Fensterscheibe und spähte so angelegentlich wie ein Dieb hinein, bis es ihm gelang, das weiche Profil derjenigen zu entdecken, die ihn um jenes anderen Mannes willen verlassen hatte, dessen einziger Halt und Lebensanker eine seltene alte Geige und ein anerkanntes musikalisches Talent war. Und gleichsam zur Bestätigung dieses Talentes erklangen plötzlich die langgezogenen Töne eines Bogens, der liebevoll, kosend über die Saiten glitt. Grafton lauschte wie elektrisirt. Es klang wie die Stimme eines geliebten und verlorenen Weibes, wie sie mitunter durch unsere Träume klingt. Nie hätte er geglaubt, dafr ein Mensch derart spielen könnte. Und nun begannen die bebenden Tonwellen anzuschwellen in stetem Crescendo, wie das Präludium himmlischer Heerschaaren. Dann erstarben sie plötzlich zu einem Flüstern gleich Windesrauschen in fernen Wipfeln. Und so ging eS weiter durch eine Fluth von Melodien, bis der unsichkbare Geiger mit einer Reihe Herrlicher, volltönender Akkorde schloß. Wie ein Schlaftrunkener taumelte Grafton zu seinem Wagen zurück. Nun war sein Wunsch erfüllt: er hatte

wieder einmal ihr Gesicht gesehen, und

bn dieser Gelegenheit zufällig' das Geigenfpiel dessen gehört, der ihm seine Annie geraubt hatte. Fortan waren beide ausgelöscht aus seinem Leben. - " Sieben Jahre hatte die tödtliche Leere seines Lebens gewahrt, urr war mtttlerweile ein gebeugter, weißhaariger Greis geworden. Einmal nur ein einziges Mal hatte Annie ihm geschrieben, er aber hatte sein Herz geflissentlich verhärtet und nicht geantwortet. Selten unterbrach irgend ktms sein tristes, monotones Dasein. i - -- - - -1 - - f i heute aber harrte seiner eine zwiefache Emotion. Mit bebender Hand öffnete er den Brief, den ihm die Morgenpost gebracht hatte. r-y w - 4 W V Vierer 2jnm saus :cy oia? noaz so nennen darf wie habe ich gewünscht und gehofft, nimmer in die Lage zu kommen, deiner Hilfe zu bedürfen. Dennoch ist es so weit gekommen, und um meines theuren Mannes willen wage ich es, eine Abweisung zu riskiren. Wir sind sehr glücklich miteinander gewesen, doch leider hat Geoffreys schwankende Gesundheit momentan eine Krisis herbeigeführt. Er weiß um mein Schreiben nicht, und ich wage nur so viel zu sagen, daß ein Darlehen kein Geschenk . der Hälfte jener Summe, die du mir dereinst angeboten, uns augenblicklich weit wehr bedeuten würde, als du je ahneu kannst. Darf ich auf eine Antwort hoffen? Falls du dich zu einer pekuniären Aushilfe nicht verstehen kannst, würde es mir doch zum Trost gereichen, zu wissen, daß du mir verziehen hast. Deine Annie." Lange starrte Grafton regungslos auf die vor seinen Augen verschwimmenden Zeilen. Dann schob er den Brief entschlossen beiseite und griff nach seiner Zeitung. Eine Weile flog sein Blick darüber hin ohne den Inhalt zu erfassen, bis ihm plötzlich ein Name in's Auge fiel der Name des Gehaßten Gcoffrey Arnold! . Der betreffende Artikel besagte, daß Arnold sich unter den fünf auserlesenen Geigenvirtuosen befand, welche die Jury des großen Danesbury-Preises zwanzigtausend Mark und eine Professur würdig erachtet und zur definitiven Preisconcurrenz zugelassen hatte. Musiker aus allen Welttheilen hatten sich an dem musikalischen Wettkampfe betheiligt, und dieser obskure Arnold zählte zu denen, die als Sieger daraus hervorgegangen waren. Das letzte Preisgeigen sollte bereits in zehn Tagen stattfinden. Und doch schrieb Annie in so augenblicklicher Verzweiflung, um - seine finanzielle Hilfe zu erbitten! Nein, sie hatte dereinst zwischen ihm und jenem gewählt und mochte nun auch die Folgen tragen. . Doch trotz dieses grimmen Veschlusses fand der alte Herr keine Ruhe. Un ablässig quälte ihn der Gedanke: was ist's, was sie in ihrem Schreiben nicht auszusprechen gewagt hat? Drei Tage waren bereits vergangen, und die Ungewißheit lastete immer drückender auf ihm. Er wollte dorthin gehen und wie dereinst vor sieben Jahren versuchen, Annie zu sehen, sonst nichts. Und nun stand er wie damals vor dem Hause, und wie damals leuchtete ihm im Lampenlicht das Schild mit dem gebaßten Namen entgegen. Doch die Fenster waren dunkel und drinnen alles still. Noch ein letzter Kampf, dann zog er entschlossen die Glocke. Alles hing jetzt von der Person der Oeffnenden ab. War es Annie, so wollte er die Geschichte ihrer Ehe hören und ihr einen Vorschlag machen; war er es, so würde er ihm verächtlich den Rücken wenden und schweigend von dannen gehen. Doch nichts regte sich drinnen. Grafton neigte sich, um durch den in der Thür angebrachten Vriefspalt zu spähen. Doch im selben Moment überrieselte ihn ein eigenthümliches Gefühl. Was war das? Drinnen, nur einen Zoll von ihm entfernt, athmete etwas. Große braune Augen schienen in die seinen zu starren anscheinend mit bangem, angstvollem Ausdruck. Wer ist das?" stieß er erreat hervor. Bist du's Annie?" Ach, woher wissen Sie denn meinen Namen?" ertönte ein feines, erstauntes Silöerstimmchen jenseits der Thür. Und ich habe ja doch gar kein Geräusch gemacht! Ja, ich bin die kleine Annie. Bitte, wer sind Sie?" Verdutzt starrte er auf die Thür. An die mögliche Existenz einer kleinen Annie hatte der eingefleischte Hagestolz nicht gedacht. Wer bin ich?" entgegnete er. Ja, dann bin ich wohl dein Großonkel." Ja? Wirklich? Mein Großonkel? Ach. ich möcht' dich ja schrecklich gern einlassen. Du bist gewiß der Onlel, um den ich den Weihnachtsmann gebeten habe, daß er ihn hersenden soll, weil Mama ihm so gut ist. Aber du kommst sehr spät, weißt du, und ich darf nicht öffnen keinenFinger breit. Ich habe Mama versprochen, gar nicht an die Thür zu gehen, wegen der Diebe, weißt du. Du könntest am Ende ein Dieb sein, der das vom Großonkel bloß so sagt; nicht wahr? Könntest du dich nicht ein bischen tiefer bücken?" Er that es. Nun, sehe ich etwa aus wie ein Räuber? ... Wo ist dein Vater? Aus? Und Mutter ebenfalls? Hm. Nun, ich kam, um euch zu besuchen. Laß die Thür meinetwegen

ganz todt offen, damit du davonlau sen kannst, wenn ich solch' eine Schrei

gestalt bin. Nun öffne, schnell!" Zweifelnd, zögernd wurde die Thür ein paar Zoll geöffnet. . Ungeduldig stieß Grafton mit seinem Stock auf den Boden, doch, sein Unwille schwand beim Anblick eines süßen, ovalen Gesichtchens mit großen, bangen, braunen Augen und blondem Gelock, das leibhaftige Ebenbild der kleinen Annie, die er von ihres Vaters Sterbebett zu sich in sein stilles Haus genommen hatte. Heimliche Angst malte sich in den kindlichen Zügen, als er, über die Schwelle tretend, die Thür schloß und zum nächsten Zimmer schritt. Er konnte ja doch ein Räuber sein. Nach Kinderart suchte sie ihr Bangen hinter lebhaftem Geplauder zu verbergend Nächste Woche hab' ich Geburtstag," erzählte sie. Dann werde ich sechs Jahre. Mama ist schon seit dem Frühstück fort. Sie mußte gehen. Aber ich versprach ihr, brav zu sein und gut das Haus zu hüten. Die arme Mama weint jetzt so viel, aber Papa darf es nicht sehen, weil er so eleild ist und nicht schlafen kann." Hm. Und warum kann er nicht schlafen?" Wie soll ich das wissen? Vielleicht, weil er nicht auf seiner Geige spielen kann. Neulich sagte er, es wäre sein Toh, wenn er am Preisabend nicht spielen könnt'. Ich weiß nicht, wo sie geblieben ist. Die Saiten werden wohl wieder entzwei sein. Wo Vati .ist? Ach, der geht alle Morgen aus und kommt spät heim, und dann sagt er immer, er hat jemand getroffen und schon gegessen. Mutti ist wegen diefern Brief da fortgegangen. Vati soll es aber nicht wissen." Mechanisch zog Grafton den Brief, auf den die Kleine gedeutet, hinter einer Vase hervor und las: .Geehrte Frau! Durch eine Bekannte habe ich gehört, daß Sie . Phantasiearbeiten übernehmen wollen. Wenn Sie sich morgen um 10 Uhr hier einfinden wollen, könnte ich Sie täglich mehrere Stunden beschäftigen." Also dorthin war sie gegangen. Arbeitet dein Vater nicht? Wohin geht er denn alle Tage?" fragte Grafton. Ist er noch immer leidend?" Ja, wissen Sie's denn nicht? Die Doktors sagen, er darf seine Augen nicht mehr gebrauchen, weil etwas drüber wächst. Und manchmal sieht er mich groß an und sieht doch nicht, daß ich da bin. Ein großer, dicker Doktor hat gemeint, er könnt' Papas Augen bei sich zu Haus gesund machen, aber er wollte gleich vierzig Mar: haben, und die hatte Vati nicht. Ich glaube, er geht jetzt immer aus, um alte Freunde zu suchen, die ihm Geld leiben, aber er findet sie nicht sie müssen wohl verzogen sein." Hm, die Sorte von Freunden scheint in der Regel unauffindbar zu sein." meinte Grafton. trocken. Mit zusammengepreßten Lippen schaute er sich um in dem schlichten aber freundlichen Gemach. Sein Blick fiel auf das auf dem Kaminsims stehende Porträt eines jungen Mannes mit sympaihischen. durchqeistigten Zügen. Ist ist das dein Vater?" fragte er. Ja, kennen Sie ihn denn nicht?" klang es verwundert zurück. . Ach.' bleiben Sie doch bis er kommt. Oder kommen Sie wieder. Wenn wir den Preis gewinnen, dann können Sie euch zum Thee und Abendbrot kommen. Wär das nicht schön? Jetzt geht das nicht, denn Vati hat so viel Geld für Schulden und Doktors bezahlen müssen." Immer noch starrte er auf das intelligente, sensitive Gesicht des Künstlcrs. Näher und näher zog es ihn zu dem Bilde. Dann fiel fein .Bild plötzlich auf ein daneben stehendes Körbchen, worin ein eigenartiges Kartonbild lag. Em mit großenBuchstaben gedrucktes Wort leuchtete ihm entgegen. Er fuhr jäh zurück. Dieses, eine Wort hatte ihm die ganze Tragödie enthüllt. Ein Pfandschein! Arnolds kostbare, alte Geiae befand sich in den

o r 1 Ö'ifl I ir!!Afi il'ffCl ijw -

E; O. Gasaway, MD., der zuverlüssige Spezialist.

Der Mann der kurirt.

Klauen eines Pfandleihers. Und der

nacyne Donnerstag war der Entscheidungstag für den Danesbury-Preis! Falls 'Arnold bis dahin nicht 950 Mark aufzutreiben vermochte, waren seine Aussichten vernichtet. -Mit völlig verwandeltem Gesicht, in dem es konvulsivisch zuckte, neigte Grafton sich zu der Kleinen herab und faßte ihre Hände. Höre, Annie, du bist ein braves Kind. Willst du mich nach einer Stunde wieder einlassen ' und bis dahin keiner Menschenseele verrathen, daß ich hier gewesen bin?" Die Kleine nickte. Die Sache erschien ihr ganz märchenhaft. Und als er gegangen war, saß sie mit fest zusammengepreßten Händen, wie ein Bild von Stein und lcruschte in's Dunkel hinaus. Dann nach schier endloser Zeit klang ein Klopfen draußen. Es war derselbe sonderbare alte Herr mit einem großen Packet unterm Arm. Leise ging er in's Wohnzimmer und legte seine Bürde dort nieder! Rühre es nicht an!" flüsterte er Annie zu. Gib mir einen Kuß und sage ja sage, daß Onkel Grafton da war und möglicherweise wieder kommt, daß er aber keinen Dank will. Willst du das behalten?... Und das hier ist für die kleine Annie. Kaufe ein Patentschloß. damit keine Diebe und Räuber iu's Haus kommen können. Adieu, mein Kind!" Gleich darauf war er verschwunden, und Annie saß und schaute mit großen Augen auf den schimmernden Sovereign in ihrer Hand. Da klang ein Schlüssel an der Flurthür. Annie flog hinaus. Sieh, sieh nur, Mutti!" rief sie strahlend Ach. warum bliebst du nicht noch länger fort? Dann wär' er vielleicht noch einmal gekommen. Der Onkel war da ein Großonkel! Und sieh' nur, ein Sovereign! und dort auf dem Tisch da liegt was es sieht beinahe so aus. wie Vatis Geige . .. O, nicht weinen Mutti! Er hat nichts gethan bloß was ganz Kleines vom Kamin aenommen irf habe immerzu aufgepaßt . . . Hat er Vatis Geige gestohlen und wieder zurückgebracht? Und werden wir nun den Preis gewinnen?" Die Mutter vermochte nicht zu antWorten, doch acht Tage später bejahten die Zeitungen der kleinen Annie Frage. Und ein grimmer, alter Räuber" las dort das Ergebniß des musikalischen Wettkampfes. Er hatte nicht danach gespäht bewahre! sein Blick war ganz zufällig darauf gefallen. Und am selben Abend stieg er abermals . an der Ecke der obskuren 'Vorstadtstraße aus. Und es sah ganz so aus, als hatte er an seiner ersten Spitzbüberei so viel Geschmack gefunden, daß er eine neue in's Werk zu setzen gedachte. - ... üi. m Französischer Witz. Salongespräch. Man unterhalt sich über Lüge und Nothlüge. Ich habe in meinem Leben nur dreimal gelogen," sagt die schöne Herrin des Ha-üses. Heute mitgerechnet also viermal," wirft der unausstehliche Hausfreund ein." Sein A m t. Der Chef zum neuen Lehrling: Der Buchhalter wird Ihnen wahrscheinlich schon "gesagt haben, was Sie Nachmittags thun sollen?!" Ja. ich soll ihn wecken, wenn der Herr Chef kommt!" : In der Ausstellung der Künstlerinnen. Wie kann Ihre Freundin für ihre Bilder nur so schreiende Farben wählen?" Ja, wissen Sie denn nicht, daß sie taub ist?" Der zärtliche Gatte. Was würdest Du thun, mein Schatz, wenn ich plötzlich aus diesem Leben abberufen würde?" Ich glaube, ich würde verrückt werden!" Würdest Du noch einmal heirathen?" .Nein, so verrückt würde ich nicht werden!" Arbeitseintheilung. Tante: Was treibt Ihr denn. Kinderchen?" Nichte Dora: Wir spielen Phonograph." Tante: Wie macht Ihr denn das?" Nichte Dora: Ich singe und die Toni macht's Nebengeräusch." DR. Dr. Gasaway Varicocele, tzyvrocele, Motto: Unter keinen Umständen werde ich einen Fall annehmen, den ich nickt kuriren kann. Dr. Ssn,ay. werde Wfnit

$500 für jeden Fall den ich

m

remen Tag von Ihrer Arbeit adyatten. Ich kurtrc vakicocele um surrn u vielven für ewig. Dr. Sasaway'S Anzeige wde in allen leitenden Zeitungen de Staates gesehen und Patienten wurden in beinahe jeder Stadt schon kurirt. Wenn Sie ein Leidender sind, so verweise ich Sie auf Ihre Rachbar, (mit deren Erlaubniß) die ,ch behandelt und Tr. Gasaway sieht und behandelt alle Patienten persönlich, und schenkt zeitigen Lorsprechern seine schatzbare Zeit. Freie on, sultattonen und Untersuchungen. Absolute Geheimhaltung aller meiner professionellen Unterhandlungen ist eine meiner eisernen Regeln sprechen Sie heute vor. OsflceStunden: Abend, : Wittrvoch und JP ßASAWAY & s!st XU Utn irnttlffittn , 9vi12, S bis k. amftag, 7 bl S Nhr. . JJi XXfL&H 11 IX A. C LU. Speziallften. ConnUfil:30 bli 11:30. Cüdost Ecke Jllmoi u. Market Str. (Eingang an Market St.) Tni'Hniinrml? Tfls! Gegenüber der Termin! Stotion. J.UUldlUllHmS X11U,,

Europäische Nachrichten.

rsvinz ScHreswig-Kokstei. Schleswig. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ist die Beerdigunz des kürzlich unter eigenthümlichen Umständen verstorbenen Kutschers Kober verhindert worden. Es soll durch eine gerichtliche Sektion der Leiche die Todesursache festgestellt werden. ' Alt - Benebek.- Das Gewese des Landmannes Adolf Wigger ist niederg.:brannt. Mobiliar und Inventar sind verbrannt. Das Vieh wurde gerettet. Die Entstchungsursache des FeuerS ist unbekannt. B u ch h o l z. Den Eheleuten Rsnt ner Martin Reimers wurde anläßlich ihrer goldenen Hochzeit die Ehejubiläumsmedaille verliehen. Eckernförde. Durch ein Schadenfeuer ist das Gewese des Tapezirers und Sattlers Reinccke am Steindamm völlig vernichtet worden. Da mehrere fertig gepolsterte, im Laden ausgestellte Möbel und das gesammte Lager an Polsterstoffen nebst Polsiermateriäl verbrannt sind, ist der schaden recht bedeutend. H c d e. Auf dem Holzlagerplatze Karl Köstcr hierfelbst verunglückte der lljähr'ge Knabe SobisjLwski. Mehrere Knaben hatten dn auf dem Platze befindlichen Laufkrahn in Bewegung gesetzt. Durch einen Haken wurde dem SobisjewSki ein Stück Fleisch bis auf den Knochen aus dem Bein herausgerissen. , Es mußte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Ki el. Dem Pastor an St. Nicolai, Kirchenpropst Becker, ist der Kronenorden 3. Klasse und dem Pastor an der Heiligengeistkirche, Mau, der rothe Adlerorden 4. Klasse verliehen worden. Nahe bürg. Die goldene Hochzeit feierten der frühere Briefträger Horstmann und Frau. Der Mann ist ein 48er Kampfgenosse; zur Zeit der schleswig - holsteinischen Erhebung diente er in Kiel beim 5. Jäger - Bataillon und wurde im. Gefecht bei Bau verwundet ' und gefangen genommen. Nach seiner Auslieferung trat er hier in den Postdienst, in dem er 80 Jahre lang bis zu seiner Pensionirung blieb. Rondeshagen. Von einem bedauerlichen Unfall wurde der Amtsdiener undSchuhmacher Schwartz auf der Jagd betroffen. Bei Abgabe eines Schusses platzte der Lauf des Gewehrs und riß dem Schützen den Daumen der linken Hand weg. rorinz Schkesten. V r e 5 l a u. Auf den zum Zwecke der Sandabfuhr durch zwei Sandgrubenpächter erworbenen Bauplätzen Matthiasstraße 201209 war der 38 Jahre alte Arbeiter Karl Raake damit beschäftigt, Sand aus einer 2 Meter tiefen Grube nach oben .zu, werfen. Hierbei stürzte die Sandwand ein und die auf dieser liegenden Erdmassen l'rschütteten den Mann- vollständig. Die Feuerwehr grub ihn zwar , bald aus, jedoch konnte ein Arzt nur den bebeitö eingetretenen Tod, anscheinend durch innere Verletzungen herbeigeführt, feststellen. Der bei der Firma Wanger, Schokoladenfabrikangestellte 17jährige Laufbursche Hermann Jrmer wurde, als er mit ienem Handwagen über : die Universitätsbrücke fuhr, an der Werderstraße von einem Lastwagen so unglücklich überfahren, daß er auf der Stelle liegen blieb. Der Verunglückte, der anscheinend innere Verletzungen erlitten hatte, wurde nach dem Allerheiligen - Hospital geschifft, woselbst er verschieden ist. Bogutschütz. Durch herabfallendes Gestein erlitt auf der Paulinengrube der Häuer Thomas Schekirka bedeutende Verletzungen am Kopfe; auch wurden dem Vedauernswerthen veide Beine und ein Arm gebrochen. Sein Mitarbeiter, Häuer Kopietz, erlitt einen Beinbruch. G r e i f f e n b e r g. In Friedersdorf brannte die Wünschesche Besitzung nieder. Hermsdorf (Waiden iur g). Der Berginvalide und Grubenbote Mayx von der consol. Glückhilf - Friedenshoffnungsgrube feierte das 60jährige Bergmannsjubiläum. Grubenrepräsentant Sprotte überc v GASAVVAY & G0ÄSc

SWm

ist eine kannte Autorität in Behandlung von

ffimn2eUen

MV 5

Bruch, Nerdöse Debilität. Proftatische Beschwerden, Nieren- und BlasenKrankheiten, Strictur und alle unnaiürlichen Abflüsse

Einc siarlr Behauptung.

viricocele-Jch kurire Baricocele in lg Tagen. Wenn Sie au Baricocele leiden so sprechen Sie m meiner Ofnce vor und ich Ihnen bereitwllligst meine BehanvlungS-Methode erklären und Sie von diesem Leiden kuriren. Ich kurire 6ie in 10 Tagen. tth bis s nickt tdue to kostet es f bne n keinen ttent. Meine edaadluna iii schmerzenSlo . kein schnelden. kein Blut, und wlrd ic

reichte die Ehrengabe der Gewerkschaft, die Werks- und Bureaubeamten spcnbeten gleichfalls werthvolle Geschenke. L ö w e n b e r g. Der seit kurzem vermißte Häusler Gottlieb Seidel aus Welkersdorf wurde im dortigen Kalkofenteick todt aufaefunden. Sckwer-

-muth dürfte die Ursache zum Selbstmoroe gewesen sem. Neustadt (Tberschlesien). Zur Errichtung einer Volksbadeanstalt haben die Inhaber der großen L.nenfabrik S. Fränkel Hierselbst dem Magistrat 200.000 Mark als Geschenk zur Verfügung gestellt. Pudigau. Das Stellenbesitzer Geisler'sche Ehepaar feierte im hohen Alter von 87 bezw. 82 Jahren das seltene Fest der diamantenen Hochzelt. Roßwitz (Nimpsch). Die Dienstmagd Anna Seidel wurde von der Dreschmaschine erfaßt und zu Boden geschleudert. Die Verunglückte lieat hoffnungslos darnieder. Schmiedeberg. In überaus seltener Rüstigkeit feierte der Stadtälteste Rudolf Brüngger seinen O0jährigen Geburtstag. Brüngger bekleidete von 1858 bis 1877 das Amt eineö Stadtverordneten und war von da an bis 1896 Mitglied des Magistrats)!legiums. Ain junger Mann von einundzwanzig lp Jahren der in die Zukunft blickt, glaubt, zwanzig Jahre von jetzt sei eine lange Zeit. Derselbe Mann mit einundvierzig Jahren, schnell in das mittlere Alter eintretend, vielleicht mit einer Familie zu unterhalten, betrachtet jedoch die verflossene Zeit als wirklich sehr kurz. Würde dieser Mann die Vorsicht gebrauchen, 55.00 von seinem Verdienst jeden Monat in ein Spar Conto anzulegen, welches er ohne Zwnfel leicht thun könnte, die hübsche Summe von $1,641 59 wäre daö Resultat. Warum nicht sofort mit diesem Vorschlag beginnen ? Wir können Ionen helfen. IND1 AN i TRUST CO., Ecke Washington Str. und Virginia Ave., Capital $1,000,000 ttebcrschuß $250,000 YT YT l?M o o o y v vu v yy v v o o o preise geliefert von A. L. MEYER & CO. Pennsylvania Anthracits $7.50 Pocahontas Lump. 5.50 Smokeleß Lump 550 Ohio Cannel Lump. . .. 5.50 Ohio Cannel Egg 5.50 Kanawha Lump 4.50 Pittöburg Lump 4.50 Brazil Block 4.25 tzocking Valley 4.25 Straight Creek Lump 4.50 Straight Creek Egg. .. 4.25 Greene County, No 4, Vein Lump .... 3.50 Greene County, No. 4. Vein Egg. ..... 3.50 Jackson Ohio Lump 5.00 Oven Coke Egg 5.60 GaS tzouse Lump Coke 5.50 GaS House Crushed Coke 6.00 kxtra.?ertchnllng roa solche setrazen werden raSisev. W "U CtaMirt 1863, nimmt jederzeit Sngage, tzmti entgegen. Irgendwelche Orchester rwfik und irgend eine Anzahl von Nustkn Wird geliefert. Neue Ausstattung und neue Uniformen. R. A. Niller, Directsr. venry Opregpfeil,SeschäftSführer, SOI Kentucky Statue. Telephon Neu mi ERIE & VESTERII !).(!. .... Fahrzeit der Züge . . .. Abfahrt nkunf loltdo, hicai und Michigan zrreß.t 7.16 no.il Xolebo, Detroit und hicazo Lim 12.zo 1 M vttchigan ity, Mnnrie u.Lafayttteepl5 7.20 fiiftS tödlich t attBgtaomoutt Sonntags. n.AA Acccptitt und verfehle zu kuriren. nv lt. ccwliftetu

( u

i II I

YT i

Ich werde $500 verwirken an irgend Jemand, den ich e behandelt habe und nicht genau gethan habe, wie ich vereinbarte zu thun. Wenn Jemand da ist so spreche er vor. ti macht keinen Unterschied. waS dai Leiden war der wann behandelt.