Indiana Tribüne, Volume 28, Number 147, Indianapolis, Marion County, 13 February 1905 — Page 4

Juvtana Tribüne, 13 Februar iS

Jndiana Tribüne. HerauIzAedn von der nteerg JndianaVoliS, Ind. Sarry O. Thudlum - Präfideut.

GeschäftSlocal: No 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269 Artered a the Pott Office of Indi&napoli x ccond dass matter. Präsident nd Senat. Der Bundessenat ist bockbeinig. Er fühlt sich in seinen Rechten beriefet, die wie man glauM, der Präsident, zu usur piren beabsichtigt. ES handelt sich um die Uebereintommm betreffs schiedsgerichtlicher Erlebt gung von Streitfragen zwischen den Vereinigten Staaten und anderen Möchten. Der Präsident hatte den Senat darauf aufmerksam gemacht, daß falls die Etadlirung schiedsgerichtlicher Erledigung von Streitfragen überhaupt wirksam sein soll, das Wort Vereinba rung anstatt Vertrag am Platze sei. Denn Vertrüge könne nur der Senat ratisiziren, während bei Bereinbarun gen di? Executive gleich handeln könne, was bei Erledigung internationaler Verwicklungen mitunter von größter Wichtigkeit sei. Der Senat bestand aber auf sein Pfund Fleisch und erklärte mit großer Majorität, daß durch Amendement das Wort Vereinbarung durch Vertrag zu ersetzen sei. UnS will eS scheinen, als ob der Se nat sich unnöthig aufregt. ES handelt sich um ein Uebereinkommen für Schiedsgerichte nicht um Verträge im wirklichen Sinne de Wortes. Unter Verträgen die erst vom Senat ratificirt werden müssen, verstanden die Verfertiger unseres RegierungZ Systems Abmachungen zu gegenseitiger Hilfe im Kriegsfalle, HandelS-Verträge oder Ueberlassung oder Erwerb von Territorium und auch Auslieferung?' Verträge. Diese Schiedsgerichts Einverständ nisse aber haben absolut nichts mit Verträgen im erwähnten Sinne gemein. Sie sind nur angethan, der Diplomatie zur Erhaltung des Friedens eine ge wisse Form zu geben, die der schnellen freundschaftlichen Erledigung von Differenzen dient. Der Senat hätte sich keiner Prärogative begeben, wenn er dem Wunsche des Präsidenten in dieser Hinsicht willfährig gewesen wäre. Er bleibt! nach wie vor die Körper schaft, welche allein StaatZverträge mit anderen Mächten ratisiciren kann, und gerade im gegebenen Falle hätte er seine Würde besser gewahrt, wenn er den SchiedZgerichtSabmachungen kein Hin derniß in den Weg gelegt hätte. Der Einfluß von Morgan ' und Aldrich machte sich in der dem Präsidenten bereiteten Niederlage fühlbar. Sie wollten ihn für seinen furchtlosen Kampf gegen die Trusts bestrafen und haben dieseZMegenheit dazu benutzt Man kann annehmen, daß der Prä sident, wie man ihn jetzt kennen gelernt hat, nicht der Mann ist, sich einschüch. tern zu lassen, sondernldaß er gerade im Gegentheile !mit doppelter Energie gegen die Uebergriffe des Großkapitals in'S Feld ziehen wird. Er weiß, daß er das Vertrauen des Volkes besitzt. Der Senat hat in den letzten Jahren wiederholt solparteilich im Interesse des Großkapitals gehandelt, daß die Bevölkerung an rein patriotischen Re gungen desselben schwere Zweifel hegt. Wohl ist er dazu bestimmt, bei unüberlegten Handlungen der Executive als Hemmschuh zu fungiren; aber dies darf ihn nicht dazu führen, vernünftige und heilsame Absichten deS Präsidenten zu durchkreuzen.. Herr Roosevelt wird trotz der SenatS.slörgelei seine Mission furchtlos erfüllen.. Er, weiß, daß das Volk zu ihm steht. in Am Schlüsse mehrerer Aufsätze über die Weltausstellung in St. Louis, die sich besonders mit den für Medizi ner und Naturforscher wichtigen Dar bietungen der Ausstellung beschäftigen, kommt Professor Waldeyer im neuesten Heft der Dtsch. Medizin. Wochenschr." auf den internationalen Gelehrten Eongreß in St. LouiS zu sprechen. Die Sätze, die er dieser Veranstaltung wid met, sind von so allgemeinem Interesse, daß sie auch an dieser Stelle wieder gegeben zu werden verdienen. Wenn diese Zeilen die Presse derlassen schreibt -Prof. ' Waldeyer dann wird man im Foreft-Park am Mississippi schon mit der Abrüstung

beginnen; nach Jahr und Tag wird

man sich unter den inzwischen wieder schattenspendend herangewachsenenBäu men vergebens nach den in der Sonne schimmernden Palästen umschauen, wel che einstmals hier das Wissen, oaö Können und die Arbeit der ganzen civilisirten Welt vereinigten. Indem ich vom Wissen" spreche, gedenke ich noch mit einigen Worten deS Eongreß of ArtS and Science", welcher vom 17. bis 24. September die Gelehrten und Vertreter aller Wissenschaften aus dem Erdenrund in St. Louis vereinigte. 'Der weitaus größte Theil der Gela denen ist dem Rufe gefolgt, und in mehr als 300 Vortrügen hat jeder ver sucht, ein Bild des Standes der von ihm vertretenen Disciplin zu entwerfen, wie es zu Beginn des 20. Jahrhurr derts ihm vorschwebte. Zahlreiche Zu Hörer haben diese Vorträte nicht ge funden und konnte sie auch nicht sin den; ich habe daS in einer Ansprache, die ich bei der Eröffnung deS EongresseS zu geben hatte, vorausgesagt; nichts destoweniger muß die Bedeutung deS EongresseS, dessen Zustandekommen an sich schon eine große That ist, hoch an geschlagen werden. Das wird erst her vortreten, wenn die in St. LouiS ge haltenen Vortrage, wie von vornherein in Aussicht genommen war, durch den Druck festgelegt und jederman zugangig geworden sind. Wenn längst das Le den und Treiben vergessen ist, welches damals, im denkwürdigen Jahre 1904, im Mittelpunkte der großen amerikanischen Union, in der Stadt deS heiligen Ludwig, beim friedlichen Trachten nach dem .Besten in der Culturarbeit sich entwickelte während am Ostufer des Großen Oceans Slaven und Mongolen sich in beispiellos blutigem Ringen um die politische Vorherrschafs stritten , wenn das Andenken an jenes prüch tige Bild, welches mehr als ein hal' beö Jahr die AuSstellungS.Paläste bei Tage im Glänze der Sonne, am Abend im Funkeln von Tausenden elektrischer Lämpchen dargeboten haben, erloschen ist, wenn Niemand mehr daran denkt, daß zu derselben Zeit dort deutsche Glocken vom Thurme des Deutschen HauseZ in harmonischem Klänge tüg lich die Mittagsstunde eingeläutet ha den: dann werden jene Vorträge noch lebende Kunde geben von dem großen, in St. Louis zum ersten Male der wirklichten Gedanken, das Ergebniß der wissenschaftlichen Arbeit -aller Völker nach bestimmtem Plane in Vorträgen und in einem Grundduche zusammen fassen und das werkthätige Cultur schaffen durch der Hände harte Arbeit, in Handel und Industrie mit der ftil. len Denkarbeit zu einem großen Ge sammtbllde 'zu vereinigen. In dank barer Anerkennung wird man der Männer dauernd sich erinnern, die dies mit großen Opfern zu Stande brachten, und neben den Namen der Schöpfer und Leiter der Ausstellung auch der Veranstalter des Congreß of ArtS and Science" Präsidenten Harper, Jessen, Pritchett, Putnam, Skiff, Buttler, welche unter Herrn H. I. Rogers die Administration führten, und bor Allem der Leiter der Vortrüge in St. LouiS: S. Newcomb, H. Münfterberg und A. W. Small, gern gedenken. Ehe man an's Hochlegen der Ge leise denkt, sollte die Administration den Schnee tiefer legen. W. v. Blume (Staat und Gesell schast in einem großen Kriege unserer Zeit" D. R.) hält die vielfach der breitete Ansicht, daß ein Krieg zwi schen europäischen Großmächten nur von kurzer Dauer sein könne, für ir rig und gefährlich. Mit der Größe der Heere steigern sich alle kraftrau benden Einflüsse, setzen die LeiftungS und Widerstandsfähigkeit der Truppen herab; die Fortschritte der medizinischen Wissenschaft und die Vervollkommnung deS FeldsanitätLwesenS dülften schwer lich ausreichen, um die Folgen des ftür keren Krästeverbrauch in künstigen Kriegen auszugleichen. Die Gtfamml Verluste an Todten und Verwundeten sind im allgemeinen wohl mit der Größe der Heere gewachsen, aber im Verhältniß der Stärke der Heere fort schreitend geringer geworden. Besucht Floridas Nesorts. Higo. rische Schlachtfelder. Das berühmte Mardi Gras mit Soezial Tour. Solider Pullman Zug, verläßt den Indianapolis Union Bahnhof am 27. Februar, Abends 7 Uhr, via Penn sdloania Linien. Die Unkosten für elftagige Reise, einschließlich Vullman sind $55. Man schreibe an 8. 33. Richardson, Assistent General Passagier Agent, Indianapolis, für Reservirung von Schlafstellen.

ZUas war es?

Skizze von Maria Holma. . ' Wir saßen beide, einen gemein schaftlichen Freund erwartend, in den großen, juchtenledernen Sesseln des Berliner Hotelö. Warme, wohlige Wärme, ein feiner Duft eines diskreten Parfüms. Das Licht der Glühbirnen schimmerte bläulich weiß durch die kleinen Schirme. Vorn am Vureau drängten sich die neu ankommenden Fremden. Tadellose Gentlemen, den Cylinder auf den Kops, elegant:, seidenrauschende Amerikanerinnen. Die kleinen Pagen und Liftjungen in ihren kleidsamen braunen Uniformen liefen geräuschlos umher. Wir waren beide in unsere Zeitung vertieft. Er verschwand gänzlich hinter seinem Ostasiatischen Lloyd", den er . als alter Uebcrseer" stets zu lesen pflegte. Dann ein Kleiderrauschen, ein seitsam fein starker Geruch eines unbekannten Parfüms.. Ein Paar, He und Dame in Abendtoilette, ging an uns vorüber. Er groß, blond und breitschultrig, der unverkennbare Typus des Hamburger Großkaufmanns, sie schmal, fast kindlich zart, mit straffern, blauschwarzem Haar, sehr rothen Lippen, seltsam verschleierten Augen. Die Toilette zu elegant, um wirklich vornehm zu sein. Die Haut bräunlich dunkel. Unverkennbar farbiges Mischblut. Sie gingen leise plaudernd an uns vorüber, und wir sahen sie .in eine bereitstehende Equipage steigen und fortfahren. Jansen war aus seinem Stuhl aufgefahren und hatte dem jungen Weibe verblüfft nachgesehen. Kennen Sie denn die Dame?" fragte ich. Ich hatte Peter Jansen nie anders denn als eingefleischten Weiberfeind gekannt. Die Dame," sagte er, in seinen' gewohnlichen ironischen Ton fallend, nein, die kannte ich nicht. Wahrscheinlich eine kleine Schönheit von den Philippinen oder den Sunda-Jn-seln, die sich dieser ehrenwerthe Kaf-fee-oder Zuckerimporteur in sein ehrsames hanseatisches Heim mitgebracht hat zum Entsetzen der Sippe. Aber seltsam," fuhr er langsam fort, daß eine flüchtige Ähnlichkeit, ein Duft, den man vor vielen Jahren einmal empfand, auf einmal wieder ein todtes Gefühl, eine alte Welt wieder aufwecken kann. $ch möchte Ihnen die Episode aus' meinem Leben erzählen: ' Es war in Genua vor. etwa vier Jahren. Ich hatte einen sehr schweren Malaria - Anfall drüben durchge macht, ich war eigentlich nur nach Europa gekommen, um meine Gesundheit ganz wieder zu gewinnen. Das Hotel, in dem ich abstieg, war ein wahres,, Karawanserei. Zahlreiche Holländer.die ihren Dampfer nach den SundaInseln erwarteten. Junge Deutsche auf der Hochzeitsreise. Langweilige Engländerinnen. Unter -den zahlreichen weiblichen Schönheiten, an denen diese internationale, täglich wechselnde Gesellschaft reich war, fiel sie mir auf. Sie hatte das gleiche bräunliche Gesicht, die gleichen .straffen, dunklen Haare wie jene junge Frau, die wir vorhin sahen, und als sie als meine Nachbarin sich zu mir beugte, um mir eine Schüssel zu reichen, wehte der gleiche, seltsam betäubende Duft zu mir herüber. Aber das seltsamste waren die Augen und der Ausdruck ihres Gesichts. Sie sah zuweilen ganz jung aus, fast kindlich, und dann wieder war es zuweilen, als ob in diesem mädchenhaften Kindergesicht die Augen einen seltsamen Ausdruck des Alters, Tausender unbewußter Ersahrungen trugen, als ob sie Hunderte von Jahren alt wäre." Ich sah meinen Freund spöttisch an. Mein lieber Jansen, wenn ich nicht wüßte, daß Sie Zeit Ihres Lebens ein einigermaßen vernünftiger Mensch gewesen sind, mit Additionen und Subtraktionen vertraut, wie sich geziemt für einen Bremer Patriziersohn, so möchte ich fast sagen, Sie haben Ihre räthselhafte Nachbarin einem Romane entnommen." Er hörte nicht zu, sondern fuhr fort, wie in Erinnerungen versunken. - Nie habe ich eine so seltsame Macht gespürt, eine Gewalt, die einMensch über den andern haben könnte. Von ihren seltsam funkelnden Augen, von ihren Fingerspitzen ging eine lähmende Kraft aus." Sie waren eben verliebt in diese exotische Schönheit!" Ich war nicht in sie verli-.bt, ich hatte ein Grauen vor ihr, ich hätte sie von mir stoßen mögen um den Bann abzuschütteln, den sie auf mich übte. Wir sprachen gar nicht miteinander, nicht einmal die gewöhnlichsten banalsten Höflichkeiten, und doch war es, als ob zwischen uns eine Fluthwelle von Empfindungen hin- und herwogte. Ich wußte nur ihren Namen aus dem Fremdenbuch, Maria van Geldern. Also eine. Holländerin, mit vermuthlich malaiischem Mischblut in den Adern. Kolonisten heirathen sehr häufig eingeborene Frauen dort. Ihre Augen folgten mir, wohin ich ging. Wenn ich die steilen Straßen der alten Stadt emporging, da war es mir, als ob ich die schmale dunkle Gestalt neben mir sähe als Schatten, die eigenthümlichen, zwingenden Augen. Als ob ich den Duft athmete, der ausging von ihr. Sie reiste am Ende der Woche ab,

und nun geschah daS Seltsamste. - Er sah mich zweifelnd an. : Auf die Gefahr, daß Sie mich für

einen Wahnsinnigen halten. Es war am 23. September 1900. Ich kam spät Abends in's Hotel zurück. Sehr verwundert, daß alles Leben im Hause zu schlafen schien. Die Thür zu meinem Zimmer stand offen" Jansen zitterte am ganzen Körper und mitten im Zimmer im hellen Mondlicht stand Maria van Geldern in L:bensgröße, vielleicht etwas blasser als sonst. Alles Blut erstarrte in meinen Adern, und dann war es auf einmal, als ob eine jauchzende Freude die Bande sprengte. Ich wollte auf sie zu, ste in meine Arme schneßen. Ich konnte es, mcyt. Ich. war gelähmt, als mich ihre zwingenden dunklen Augen trafen. Aber sie kam auf mich zu, mit kleinen geräufchlosen gleitenden Schritten und als ste dicht bei mir war, da wehte mir der gleiche sellsam betäubende Duft entgegen, den ich an ihr kannte. Sie schlang ihre weißen, eiskalten Arme um meinen Hals, küßte mich mit eiskalten, feuchten Lippen. Da fiel ich bewußtlos zu Boden. Am nächsten Tag fand man mich in einem tollen Fieberanfall am Boden. Ich fragte später nach ihr. Niemand hatte sie gesehen." Ich sah meinen Freund sprachlos an. An den Spuk werden Sie wohl selber nicht glauben. Eine gewisse Suggestivkraft mag das Mädchen aus der Fremde" ja ' gehabt haben. Eine PostHypnose gehört nicht in's Reich der Unmöglichkeit. Der Zustand Ihrer Nerven, das ausbrechende Fieber ergänzt das übrige." Aber hierfür giebt es keine Erklärung!" Er holte aus einer inneren Brusttafche ein Päckchen heraus. Er entfaltete es. Es war ein kleines Frauentaschentuch. In der Ecke standen die Initialen M. v. G. Es schien alt und vergilbt zu sein, aber noch jetzt strömte ein starker, betäubender Geruch aus von ihm. Das," sagte er, das fand man am nächsten Morgen neben mir liegen, und hier" er entfaltete ein kleines Stück Papier. Das stand am 28. September 1900 in dem Amsterdamer Tageblatt. Die Liste der am 20. September Nachts mit der Batavia" untergegangenen Passa giere, von der ostasiatischen Linie und unter den zahlreichen mit Herkunft und Familie benannten Maria van Geldern, Herkunft unbekannt." Donnerwetter!" entfuhr es mir. Ist das nicht ein schlechter Scherz?" In seinem ernsten blassen Gesicht zuckte es. Ich gäbe viel darum, wenn es ein Scherz gewesen wäre, im übrigen lassen wir die Todten ruhen. Es giebt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als unsere Schulweisheit sich träumen läßt. Ich versuche nicht, eine Erklärung zu suchen. Ignorabirnus. Im übrigen: Carstens scheint nicht zu kommen. Trinken wir eine Tasse Kaffee." Und haben Sie keine Lust, wenigstens die bildhübsche Doppelgängerin kennen zu lernen, die vorhin an uns vorbeirauschte?" Sein alter Humor kehrte wieder. Frau Mercedes Förster oder Schultze aus Hamburg - Uhlenhorst? Nein, die möchte ich wahrlich nicht kennen lernen. So viel Pietät ist man auch seinen Geistererscheinungen schuldig." Und Arm in Arm stürzten wir uns in das Gewühl der Weltstadt. (Aalgenhumor. Als der alte Dessauer" (Fürst Leopold von Anhalt) einige Jahre vor seinem Tode (1747) seinen alten Kanzler, Herrn von Milagsheim, besuchte und diesem alten Freunde aus seiner Jugendzeit klagte, daß ihm doch recht vor der Gebrechlichkeit des heranrückenden Alters bange, erwiderte der greise, durch seine sarkastischen Bemerkungen bekannte Hofherr: Durchlaucht dürfen nur nicht ängstlich sein; was mich betrifft, so habe ich eine dreifache Zunahme von gewissen Funktionen mit dem Eintritt des Alters beobachtet: Ich sehe mehr als früher, meine Kräfte sind bedeutender als sonst und ; ich habe endlich auch mehr zu befehlen als in meinen jungen Jahren." Wie ginge denn das zu?" fragte Fürst Leopold gespannt. Nun", erklärte der Schalk, meine alten Augen leiden setzt zuweilen am Doppelsehen", dann muß wohl auch meine Kraft größer als früher sein, denn wenn ich vom Pferde heruntersteige, so ziehe ich allemal den Sattel mit herab, und wenn ich jetzt meinen Dienern etwas befehle, was früher gleich beim ersten Wldt ausgeführt wurde, so muß ich jetzt meinen Befehl zehnmal wiederholen, ebe es dem jetzigen Geschlecht einfällt, zu gehorchen." '. ' Anzüglich. Herr (der einem Bettler fünf Pfennige geschenkt hat): Sie scheinen bessere Tage gesehen zu haben? O ja; fünf Pfennig hätt' ich früher keinem Bettler angeboten!" Kopfscheu gemacht. Hausdiener (auf dem Wege von dem Bahnhofe zum Passagier): Unser Chef ist sogar adelig . . ." seine Ahnen kann er bis zu den Raubrittern zurück verfolgen! Passagier: Da haben Sie 50 Pfennige und bringen Sie mir doch meine Sachen lieber in ein anderes Hotel!

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