Indiana Tribüne, Volume 28, Number 146, Indianapolis, Marion County, 11 February 1905 — Page 6
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Europäische Nachrichten
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Freie gtäbte. Sambura. Ein Schwefelsäure-
Attentat und einen Selbstmordversuch fübrte ein Tiscklerae elle Kodler aus. Köhler haite mit der Putzarbeiterin Kauschen ein Liebesverhältnih unterhalten. Dies war aber von seiner Geliebten kürzlich qelöst worden. Aus Rache lauerte Köhler der früheren Braut in der Schulstraße auf und goß lhr aus emcr Flasche Schweseljaure in's Gesicht. Dann lief er davon und trank in selbstmörderischer Absicht den Rest der Säure aus. Die Kautschen bat schwere Wunden an der rechten Hals- und Gesichtsseite erlitten. Köhler wurde kurz nach dem orsgll sengenommen und da die genossene Schwefelsäure zu wirken begann, dem Hafenkrankenbause zugeführt. Der Tapezierergehllse S.erers, der die &t natorswittwe Dürfeldt beraubt und tödtlich verletzt hatte, ist zu 15 Jahren Zuchthaus verurtheilt worden. Der Seemann Gorat, der sich in seinem Logis in der Gr. Freiheit über die Pulsader des Imken Hanogelenls und am Salie schnitt, so dak er ms Krankenhaus befördert werden mußte, ist daselbst semen Berletzunaen erlegen. Bremen, !öre aoldene öocrnett feierten der pensionirte Laternenwärter L. Mever und 5?rau. Borcherswea 2. Beide sind noch recht rüstig und haben somit Aussicht", sich noch lange lhres Lebensabends in Gesundheit erfreuen zu können. Lloydcapitän H. rrt. ?n - rr. ; ri ? o.t- c rv r . Viqniiojjeis ii in cqe an ocn folgen emer Operation gestorben, cr. gehörte zu den bewährtesten und beliebtesten Schnelldampfercapitänen des Norddeutschen Lloyd. Es war ihm gönnt, mit den von ihm befehligten Damvfern volle 200 Rundreisen alücklich zu vollenden. Aus Anlaß der Jubiläumsfeler der 200. Rundreije am 2. December 1900 wurde ihm der Rotbe Adlerorden vierter Klasse derliehen, auch wurden ihm seitens des Norddeutschen Lloyd besondereyrungen zutheil. L ü b e ck. Die Sandlunasnrma 3. A. Suckau Hierselbst, Beckergrube No. 16, konnte letztens auf ein dfyaynges Bestehen zurückblicken. Der Begründer der Firma war viel im öffentlichen Leben thätig. II. A. war er 15 Jayre lang, von 1874 bis 1889, Präses der Handelskammer. Der jetzige Jnhader, I. I. A. Suckau. Consul für Oesterreich - Ungarn, ist der Sohn des Grunders. Schweiz. Basel. Die theologische Fakultät der Universität Gießen in Rheinhessen hat bei Anlaß der Feier zum Gedachtniß Philipps des Großmüthigen Prof. Eberhard Bischer hier zum Ehrendoktor der Theologie ernannt. B e (Waadt). Eine Feuersbrunst zerstörte die Holzpfropfenfabrik. Der Schaden an Maschinen, Holzvorrathen und fertigen Waaren wird auf mehr als 50,000 Francs geschätzt. Die Brandursache ist nicht bekannt. G r i n d e l w a l d. Herr Coo lidge schenkte dem bernischen historischen Verein zur Förderung von dessen Publikationen 5000 Francs. Er soll dafür in der nächsten Sitzung laut Bund" zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt werden. G l o v 1 1 i c r (Bern). Zwei junge Burschen geriethen hier auö politischer Ursache in Streit. Der 33 Jahre alte Joseph Herzisen wurde von seinem Gegner, dem 27jährigen Josef Bernier, mit Messerstichen so schwer verletzt, daß er im Spital zu Delsberg starb. Der Mörder sitzt in Haft. L o h n st o r f (Bern). Aus unbekannter Ursache brach in einem kleinen Bauernhause Feuer aus. Bei dem heftigen Westwinde griff es mit rasender Schnelligkeit um sich, so daß in kurzer Zeit sieben Firsten eingeäschert wurden.' Sissach. Der hiesige Herbstmarkt, welcher bei ausgezeichneterWitterung stattfand und eine Menge Bolkes aus dem Oberbaselgebiet herbeizog, hatte leider auch einen verhängnißvollen Unglücksfall zur Folge. Hans Thommen. Gastwirth zum Bären" am Bahnhof, , machte ganz allein einen Rundzang durch seine Stallungen und andere Räumlichkeiten, welche zur Unterbringung der Pferde hergestellt waren. Dabei wurde er von emem sog. Schläger" derart an die Stirn getroffen, daß er eine große klaffende Wunde erhielt. Bald darauf zeigte der Getroffene Symptome von Ge Hirnstörung und Thommen starb im Kantonshospital an den Folgen des Schlages. Der Verblichene war ein äußerst jovialer Gastwirth. Vevey. Zwischen den im Alter von etwa 40 Jahren stehenden Eheleu ten Richon entstand ein heftiger Auf tritt. Sie lebten schon lange in schlechtem Einvernehmen. Der Gatte versetzte seiner Frau verschiedene tiefe v I ... ' . i . rc-t.. ZUZUnoen in oit ixnic eile, ujjcuum mit der Absicht, das Herz zu treffen. Dann schnitt er sich mit einem Rasir messer den Hals durch. Hesterreich''Zlnaarn. Wien. Der berühmte Ophtalmologe, Hofrath Prof. Karl Stellwag von Earion, ist hier im 82. Lebens jähre gestorben. Kaufmann Leopold Ruff, Chef der protokollirenden Firma Ruff & Co., Nürnberger- und Galan teriewaaren - Handlung, Salvator
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gasse Ro. 10 etablirt und Leopold-: stadt, Lilienbrunngasse No. 13 wohnhaft, hat sich während eines Besuches bei seiner Tochter m Hletzmg, Huttelberggasse Ro. 9, durch einen Revolverschuß getödtet. Der beim Gastwirth Kozy im Hause 2. Bezirk, Blumauergasse 2, bedienstete 27jährige Schankbursche Franz Kugler stürzte sich aus einem Fenster des vierten Stockes in den Hofraum und starb infolge der erlittenen Verletzungen. Der Kaiser hat der vom biesiaen Schwurgerichte wegen Ermordung ihres drei Jahre ; azien oynes Paul zum ove vurq den Strang verurtheilten Dienstmagd Christine Riczek die Todesstrafe nach, gesehen, worauf der Oberste GerichtsHof eine Kerkerstrafe in der Dauer von ' M.. M zwois Jayren uver ste verhängte. In seiner Wohnung im Schottenhof , ist der Primarius des Allgemeinen ; Krankenhauses Dr. Leo Redtenbacher i gestorben. Im zweiten Bezirke ist j der tzstrasrichter Dr. Emil Helfer abgängig. Dr. Helfer und seine Gemahlin reisten nach Triest und schifften sich dort nach Amerika ein. Zur Zeit dürften sich Dr. Helfer und seine Frau bereits auf amerikanischem Boden befinden. Der Schuldenstand Dr. Helfers wird auf 100,000 Kronen geschätzt. In der im ersten Stocke gelegenen Wohnuna der 60iähriaen Privaten Cäcilia Bierbuvfl. Kulmaasse 26, kam ein Brand zum Ausbruch, welcher die Wohnungseinrichtungsgegenstande ergriff und vollständig einäscherte. Als Nachbarn und die Feuerwehr in das mit Rauch füllte Zim mer drangen, fanden sie die allein dort ; wohnende mau Blerbups bewustlos im Bette. Man trug die alte Frau sogleich aus den Korridor, berief die Freiwillige Rettungsgesellschaft, welche aber Hilfe zu leisten nicht mehr im Stande war; die alte Frau hattrden Tod durch Erstickung gefunden. A n z b a ch. Bor einiaer Zeit wurde hier der pensionirte Oberlehrer Josef Pojch lm 95. Lebensjahre unter außerordentlicher Betbeiliauna von Nab und Fern zu Grabe getragen. Der Berblichene entstammte einer alten Lehrerfamilie, die vom Jahre 1724 bis 1881, also ununterbrochen durch 157 Jahre das Lehramt besorgte. Baden. Der Pachter der hiesigen Bade- und Heilanstalt Drl'Endlenberger ist mit Hinterlassung einer Schuldenlast von mehr als 20,000 Kronen verschwunden. Die Gläubiaer des Dr. Endletzberger sind außer der gemeinde, die über 30,000 Kronen Pachtrückstand zu fordern hat, zumeist hiesige Geschäftsleute, deren Credit der Pächter der Heilanstalt bis zum äußersten .m Anspruch nahm. H ü t t e l d o r f. Am Sanberae bat sich der 33jährige ehemalige ArtillerieOderleutnant Franz Schmzl, Wieden, Starhembergergasse No. 6 wohnhaft, erschossen. In einem zurückgelassenen Brief bezeichnet Schinzl Stellenlosigkeit als Motiv des Selbstmordes. Er hatte die Charge verloren und konnte seither keine Beschäftigung sinden. L i e s b e r g. Unweit von Pitten an der Aspangbahn, in dem der Baronin Kielmannöegg gehörigen Schlosse, brach letztens ein großer Brand aus. Die Fabrikfeuerwehr von Erlach und die Feuerwehr von Pitten waren rasch zur Stelle und arbeiteten in angestrengtester Weise an der Lokalisirung des Feuers. Trotzdem konnte nur ein Theil des Schlosses gerettet werden. Linz. Der Rekrut Julius Rudolf Erd, von der 8. Compagnie des 59. Infanterie - Regimenls, Uhrmacher und Realitatenbesitzerssohn aus Braunau am Jnn, durchschnitt sich mittelst eines Rasirmessers den Hals. Er war sofort todt. Perchtoldsdorf. In der elterlichen Wohnung kam die fünfjährige Grundresitzerstochter Marie Strebl dem geheizten Ofen zu nahe. Ihre Kleider fingen Feuer und sie erlitt lebensgefährliche Brandwunden am ganzen Körper. Wiener - Neustadt. Der wegen Meuchelmordes an seinem Vater
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Der Win ol Cardul ist eine Medizin für alle Frauen. Er kaut die Kräfte einer Frau auf und macht sie für allkj ihre Pflichten tüchtig. Wenn sie leidend ist, dann bringt er ihr beste Gesundheit. Wenn sie krank ist. dann kurirt er sie von solchen Leiden, wie unregelmäßiger Monatsfluß, nieder, drückende Schmerzen und alle weiblichen Schwachen. Sie brauchen aber nicht erst krank zu sein, um den WIni k Vmlu! zu- gebrauchen. Dieses natürliche Franen.StSrknngS. Mittel ist zu jeder Zeit zuträglich. Periodischer Gebrauch de5 Win es Cardu! thut den meisten Frauen noth, welche mit GeseNschaftspflichten belastet sind, und Frauen, welche junge Kinder zn Pflegen haben, und ihre Arbeit selbst verrichten us sen. Sie finden, daß dieses berühmte Stärkungsmittel ein wohlthuendes Gefühl erzeugt, wenn sie matt, nervös und er schläfst sind. Mollen 8ie emen Versuch mit Wiae ok Cardul machen? Alle Apotheker verkaufen SZ..v-Flaschen.
angeklagt -jiuj. juemqauxier söhn Johann Kohl wurde zum Tode durch oen Strang verurtheilt. Frovinz 'ZZrcrndenvurg. Berlin. Geh. Medizwalrath, Augenarzt, Professor Dr. Julius Hirschberg, beging kürzlich sein silbernes Professorenjubiläum. Der frühere natlonamberale Reichstags- und Landtagsabgeordnete Friedrich Hammacher ist hier gestorben. Mit Ham macher. der am 1. Mai 1824 in Essen geboren war, istiner der fähigsten Parlamentarier der neueren Zeit aus dem Leben geschieden. Vater, hilf mir, sie kommen", mit diesen Worten sprang der 22 Jahre alte Handlungsgehilfe Georg Krohn, der Sohn eines Malermeisters aus der Weißenburgstraße 50 aus dem Fenster der im vierten Stock des Vorderhauses belegenen Wohnung seiner Eltern. Schon längere Zeit in ärztlicher Behandlung wegen -nervöser Ueberreiztheit, führte er zuweilen Reden, die auf VerfolgungsWahn schießen ließen. Der Unglückliche fiel mit der rechten Körperseite auf eine spitze Stange des eisernen Vorgartengitters. Er starb unter den Händen zweier Aerzte, die aus der nächsten Nachbarschaft sofort erschienen. ' Während der Bescheerung nahm sich am Heiligenabend der 71 Jahre alte Bahnarbeiter Ernst Kaiser aus der Hagelsbergerstraße 35 das Leben. Der alte Mann lebte mit seiner 37 Jahre alten Frau in unglücklicher Ehe. Die Nachbarn hörten häufig Zank und Streit, so auch am Heiligabend wieder. Als dann die Frau den Christbaum anzündete und die 10 und 8 Jahre alten Kinder beschenkte, sch'.oß sich der Greis in der Küche ein und erhängte sich an der Thürklinke. Der Dichter und Schriftsteller Professor Dr. Rudolf Gense feierte hier seinen 80. Geburtstag. Der dreißigjährige Kunsthändler Karl Mauve aus Bromberg vergiftete sich in einem Hotel in der Mittelstraße. Er hatte sich dort unter dem Namen Lehrer Müller auS Rintelbuchen ein Zimmer gemiethet und wurde am nächsten Morgen todt im Bette aufgefunden. Geh. Regierungrath Heinrich Kelchner ist hier an Herzlähmung gestorben. Vor kurzem noch konnte er sein fünfzigjähriges Jubiläum feiern und erhielt bei dieser Gelegenheit den Titel Geheimer Regierungsrath. Potsdam. Schuhmacher Ernst Thoma, Charlottenstraße 36 wohnhaft, blickte auf eine 25jährige Thätigkeit als Laternenanzünder zurück. Charlottenburg. Durch die Unsitte, den Spazierstock wagerecht unter dem Arm zu tragen, verlor der ! Modelltischler Hermann Regener, Grunstraße30 wohnhaft, das linke Auge. Als Regener, der in den Eisenbahnwerkstätten Grunewald beschäftigt ist, nach Hause ging, rannte ihn ein Herr, der einem Straßenbahnwa- ' gen nachlaufen wollte, an. Dabei drang dem Unglücklichen der Stock . in's linke Auge. Regener mußte soj fort zur Rettungswache gebracht wer- ' den, wo ihm das Auge Herausgenom- ; men wurde. Dahnsdorf (Zauch-Vel-zig). Einen fast versteinerten Wald hat man auf der hiesigen Feldmark etwa 4 Meter unter der Erde ausge funden. Auf dem Gelände befinden sich Meraelqruben, die guten süßwasser kalkhaltigen Mergel enthalten und deshalb ausgeschachtet werden. Zwischen den Mergelschichten wurden nun wahre Riesenbäume auö vorweltlicher Zeit, die theilweise schon zur Kohlenversteinerung neigen, entdeckt.' . Umsonst geträumt.Frau: Weißt Du, Emil, was mir heute geträumt hat? Daß Du mir einen neuen, schönen Hut gekauft hast!" Mann: Wirklich? Da laß Dir nur jetzt träumen, wo ich das Geld daiür hernehmen werde!" - Die befte ö Eent Mgarre in .der Stadt. Mucho'S Longfellov".
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mimd n den Allerlei för'S Haus. Beschmutzte Seidenkleid e r, besonders die Schleppen,- kann man mit Spiritus reinigen. Natürlich nicht Holzalkohol", fondern gutem 95prozentigem. Vorsicht ist geboten wegen seiner Feuergefährlichkeit. Man gießt über die beschmutzten Stellen reichlich Alkohol und reibt mit reinen, weißen Flanelllappen, bis trocken. Auch bei hellfarbigen, seidenen Ballschuhen kann dies Verfahren angewendet werden. TintefürGlas. Nach folgendem Verfahren kann man sich eine Tinte zum Schreiben auf Glas herstellen. In 5 Unzen Alkohol bringe man 1 Unze braunen Schellack zur Lösung, die sich leicht vollzieht. Andererseits werden l1 Unzen Borax in 8 Unzen weichem Wasser ausgelöst und dann beide Losungen miteinander langsam vermischt, indem die erstere in die zweite gegossen wird. Als Färbstosf genügen 15 Gran Anilinblau. Das Ergebniß ist eine schöne farbige Tinte, mit der man auf jeder Glasfläche schreiben kann. Um Fettflecke aus Filz zu e n ffe r n e n, nehme man 4 Eßlöffel voll Salmiakgeist, 4 ' Eßlöffel voll Salz. Man schüttle das Ganze rn einem Glase gut durcheinander und reibe den Fleck mit einem Schwämme, den man in diese Flüssigkeit getaucht, tüchtig ab. Mit obengenanntem Gemisch kann man alle Fett- und Oelflecke entfernen; Flecke von Harz und Theer müssen erst durch ein wenig Butter erweicht werden. FlaschenreifeWeine. Traubenweine, Beerenobstweine und Obstweine werden im Haushalt oft in Fla'chen abgefüllt, bevor sie eigentlich fla'chenreif sind, und die Folge davon ist, )aß sich ein mehr oder minder starker Satz bildet, der bei Bewegung der Flaschen sich wieder mit dem Weine mischt und diesen trübt. Ein Wein ist erst dann flaschenreif, wenn die Gährung ganz fertig ist. Wer Wein in Flaschen abfüllen will, sollte immerhin vorher eine Probeflasche füllen und diese, mehrere Wochen lang, Höheren Wärmegraden, etwa in der Nähe eines geheizten Ofens aussetzen. Geht der Wein in der angegebenen Zeit keine Nachgährung mehr ein, so ist er flafchenreif, gärt er aber in der Wärme nach, so muß er noch im Fasse bleiben. Wer mit der Probe schneller fertig sein will, setze eine Flasche des abzufüllenden Weines einige Minuten einerTemperatur von 140 Grad aus. Wenn sich der Wein bei diesem Erhitzen nicht trübt, kann mit dem Abfüllen begonnen werden. Die Reife des Weines wird in erster Linie durch öfteres Umfüllen beschleunigt. Wer möglichst rasch einen fertigen Wein haben will, darf also das Ablassen nicht sparen. Dabei darf der Wein mit der Luft nicht in Berührung kommen, weil dadurch das Ausscheiden der Extraktstoffe beschleunigt wird. Um Petroleum zuverbesfern, gibt man in dasBassin der Lampe, je nach dessen Größe, einen Theelöffel bis Eßlöffel voll Kochsalz. Dasselbe braucht sehr selten erneuert zu werden. Man kann auch eine Hand voll Salz in die Petroleumflasche oder Kanne thun, um dieselbe Wirkung zu erreichen. Das Petroleum brennt entschieden heller und explodirt weniger leicht. Tuch kleid er zu waschen. Um Tuchkleider gut zu reinigen, nimmt man 50 Gramm Rauchtabak, der in 2y2 bis 3 Quart Regenwasser aufgekocht wird. Dann taucht man eine feste Bürste in die Brühe und bürstet das Kleidungsstück, welches vorher tüchtig ausgeklopft worden ist. Wenn die Flüssigkeit gut in das Tuch eingedrungen ist, so bürstet man e3 nach seinem Farbenstrich und hängt es zum Trocknen auf. Das Tuch wird rein und glänzend und nimmt keinen Tabakgeruch an. - .Um', das , Einfrieren der P u m p e n zu verhüten, wird daS
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Pumpenrohr 'unterhalb derFrostgrenze (in der Regel 3 bis 4, Fuß unter dem Brunnenkranze) angebohrt. Die Oeffnung braucht nur ganz klein zu sein. Nach dem Pumpen sinkt alsdann der Wasserspiegel im Rohre bis zu diesem Bohrloche, also unter die Frostgrenze, und die Pumpe kann niemals einfrieren. Den geringen Wässerverlust verspürt man beim Pumpen kaum. Wer will, kann während des Sommers die Oeffnung auf beliebige Weise verschließen, doch darf nicht versäumt werden, den Verschluß vor Winter wieder zu entfernen. Elfenbeinartikel und gelb gewordenes Elfenbein weiß zu machen: Man löst 1 Theil frischen Chlorkalk in 4 Theilen Wasser, legt die Gegenstände hinein, läßt sie etwa 8 Tage darin liegen, bis sie weiß geworden sind, spült sie dann tüchtig mit reinem Wasser und läßt sie an einem schattigen Orte abtrocknen. Vergilbte Messerhefte und dergleichen Gegenstände aus Elfenbein werden vollständig gebleicht, wenn man sie 2 bis 4 Stunden in einer Lösung von schwefliger Säure in Wasser einlegt. Gasförmige schwefkige Säure macht das Elfenbein rissig und sollte deshalb nicht angewendet werden Auch durch Anfeuchten mit Wasser und durch Aussetzen der so befeuchteten Gegenstände unter Glasglocken an das direkte Sonnenlicht wird das durch Alter unansehnlich gewordene Elfenbein wieder schön rein. Der aus England gemeldete Klippensturz bei Dover ist der bedeutendste an der englischen Südküste in den letzten fünfzig Jahren. Es bröckeln dort beständig Theile der Klippen ab, aber eine solche Masse wie jetzt ist selten auf einmal abgestürzt. Der Sturz erfolgte ohne, jede Warnung. Am vorhergehenden Nachmittag hatten, die Küstenwächter beim Patrouillengange keine Sprünge und Risse, die sonst einen derartigen Sturz anzukündigen pflegen, wahrgenommen. Am nöchsten Morgen war ein kleiner Sturz erfolgt, und die Bewohner von St. Margarets - Bai eilten nach den Klippen. Manche von' ihnen entgingen mit knapper Noth der Gefahr, von den Massen verschüttet zu werden. Die Felsen stürzten mit furchtbarsterWucht ab, so daß in den benachbarten Orten die Häuser wie bei einem Erdbeben .schwankten und der Schaum bis zum Gipfel der Klippen flog. Sie bilden einen hohen Wall von fast einerViertel Meile Länge im Meere. Der Riß in der Felswand, der durch den Sturz gebildet worden ist, hat eine Breite von mehr als 200 Fuß. Man schätzt das Gewicht der Masse auf 250,000 Tonnen. Theorie und Praxis. Pastor (zu einem Ortsarmen): So, Peter, jetzt gehe zu den Leuten, die, ich Dir genannt habe und sage: Ich gratulire zum Neuen Jahre und wünsche Ihnen alles Gute! Sollte ich Ihnen je etwas zu Leide gethan haben, so bitte ich um Verzeihung!" dann werden sie Dir wohl etwas schenken!" Peter: Ich wollt auch schönstens gratuliren, Herr Pfarrer, zum Neuen Jahr, und wünsch Ihnen alles Gute! Sollt ich Ihnen etwas zu leid gethan baben, so schenken S' mir was!" Im Cri mir. algericht in Jersey City, R. I.. erschien dieser' Tage Marie Harnisch, daö elfjährige Töchterchen einer Polin, und plaidirte vor dem Richter als Anwalt seiner eines Vergehens angeklagten Mutter. Sehen Sie, Herr Richter," sagte die Kleine, wir -wohnen in Gammentown, und wenn Sie wissen, was da5 für eine Gegend ist, so wissen Sie auch, daß die Leute daselbst kein Geld für Advokaten haben. Meine Mutter spricht kein Englisch, ich aber.binAmerikanerin. , Da hab ich'S gufgeschrieben, wie Alles sich zugetragen. Mutter ist unschuldig.": Und die Mutter wurde freiaesprochen. -Der . kleine Anwalt, der für sie plaidirte, appellrrte mit der Txeuherziqkeit eines Kindes an daö Herz des Richter?. . .7
