Indiana Tribüne, Volume 28, Number 144, Indianapolis, Marion County, 9 February 1905 — Page 4

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Indiana Tribüne. Heraul geaede von der Outtntera SB. Indianapolis, Ind.

öarry O. Thudium yräfldent. VeschäftSlocal: Sto, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. tercd t the Post Office ot Indianapolis K, stcond dass matter. Das neue französische MiniZ steriutn. Aus Paris wird und geschrieben: EZ hat länger als eine Woche ge dauert, ehe nach dem Sturze.deZ Herrn Comdes das neue Mmifterium gebildet werden konnte. Der Tod der Mutter deS Präsidenten trug nicht allein und uicht in erster Reihe die Schuld an dieser Jögerung, sondern der Wunsch Rouvier's. dem neuen Ministerium eine möglichst breite Basis in der Deputirtentammer zu schaffen und ihm dadurch eine möglichst lange Lebendauer zu garantiren, machte die Wahl schwierig. Auch hatte Herr CombeS durch feinen AbschiedSbrief, in dem er verlangte, daß keiner der Verräther", die ihn zu Falle gebracht hatten, Mitglied deS Ministeriums werden dürfe, seinen bisherigen College einen Knüp pel zwischen die Beine geworfen. DaS Verlangen des Herrn CombeS ist erfüllt worden und deshalb zeigen sich die Radikalen, trotzdem das Minifterium in seiner Gesammtheit ein we nig conservativer ist, als das vorige, einstweilen befriedigt. Auch die Melinisten, die Klerikalen, die Nationalisten und die Monarchisten, kurz alle Gegner des. BlocS der Linken", sind für den Augenblick zufrieden, weil sie Herrn FombeS derart gehaßt haben, daß jedes andere Ministerium, mag eS zusammengesetzt sein wie eS will, ihnen sympathischer ist als ein comdes'fti tische?. AuS dieser relativen Zufriedenheit der gegnerischen Parteien darf man aber nicht ohne weitere günstige Schlüsse auf die Lebensdauer des neuen Ministeriums ziehen. Abgesehen üon den großen Schwierigkeiten, die die Er ledigung der progressiven Einkommen steuer und die Frage der Trennung der Kirche vom Staate bieten, birgt die Angelegenheit der Denunziationen in der Armee große Gefahren für das Mi ninisterium in sich. Ja,' hinter dieser Frage dürften die Steuerfrage und der Kirchenkampf einstweilen zurücktreten. Man muß nur daran denken, daß die Haltung der hohen Offiziere in der Zeit des Dreyfus-Skandals bei allen Gegnern der- Republik, also bei den Monarchisten, der Nationalisten und der Klerikalen, die Hoffnung erwecken dürste, daß im gegebenen Augenblicke die Armee als Werkzeug für die 93nichtung der Republik würde benutzt werden können. Faßt man diese That sache in'S Auge, so ist man sich ohne weiteres klar darüber, daß die morafische Entrüstung dieser Gegner der Re publik über die Angebereien im Heere nur eine Komödie ist; ihre Wuth ist vielmehr darauf zurückzuführen, daß die rücksichtslose Entfernung antirepub likanischer Offiziere in der Armee die Chancen eines Putsches zu Gunsten der Wiederherstellung der Monarchie auf ein Minimum herabsetzt. Unter diesen Umständen versteht eS sich von selbst, daß unter dem Vorwande deS Kampfes gegen Unehrlichkeit und gegen Unsittlichkeit die Bemühungen, diejenigen hohen Offiziere, die antire publikanifche Kameraden herauöge drängt haben,zu beseitigen, werden fortgesetzt werden. . Indem man ein Exempel an diesen Generalen statuiert. hofft man zugleich der Purifizierung der Armee von republikfeindlichen Elemen ten auf dem Wege der Einschüchterung Stillstand zu gebieten. Gelingt dies Manöver, so ist für die Feinde der Re publik noch nicht alle Hoffnung ver loren. denn gegenwärtig befinden sich noch taufende von antirepublikanischen Offizieren im Heere und wenn erst eine Anzahl dieser Offiziere auf dem Wege deS Avancements in hohe Stellungen gelangt ist, dann ist die Möglichkeit eines Staatsstreiches ebenso gegeben. wie sie zu den Zeiten des Generals Boulanger und noch zehn Jahre später vorhanden war. Deshalb also verlangt man stürmisch von dem neuen Ministerium die Begra fung deS Generals Peigne, der am rück fichtsloseften die antirepublikanischen Offiziere ausgemerzt hat. Ist erst Peigne gefallen, so wird man nach anderen Opfern suchen. Und man wird nicht lange zu suchen brauchen.

da noch gegen zwei andere KorpZkom

mandeure, gegen zwei DivifionSgene rale und gegen vier Brigadegenerale Material vorliegen soll, durch daS dewiesen werden kann, daß sie ähnlich wie Peigne durch den Freimaurerorden Auskünfte über die Gesinnung der Ofsiziere erlangt haben uno daß sie je nachdem diese Auskünfte lauteten, die Offiziere begünstigt oder aber zurück gesetzt haben. Wiewohl nun auch in aufrichtig republikanischen Kreisen Abneigung über die Angebereien besteht, so würden doch die radikalen Parteien stutzig werden, wenn daS Ministerium dem Drängen der antirepublikanischen Gruppen nachgäbe und nicht nur den General Peigne, sondern noch eine Anzahl anderer Generäle über die Klinge springen ließe. Man weiß in diesen Kreisen sehr gut, daß damit die Arbeit der Feinde der Republik besorgt würde. DaS neue Ministerium läuft also große Gefahr, sich zwischen zwei Stühle zu setzen. Deshalb will eS nnS sehr fraglich erscheinen, ob ihm eine lange Lebensdauer beschicken ist, zumal da kein Mitglied des neuen Ministeriums die staatsmännische Sicherheit eines Waldeck-Rouffeau oder die Rücksicht losigkeit eines CombeS besitzt. - Wenn von Ungarn in der Presse berichtet wird, so sind eS in der Regel politische Skandale, OdstruktionSszenen und sonstige politische Anekdoten etwa dubiöser Natur, , die den Inhalt der Berichte bilden. Dabei wird jedoch übersehen, daß auch hier zu Lande ge diegene gesetzgeberische Arbeit geleistet wird, freilich, wie wir zugeben wollen, nicht ganz in dem Maße und auch nicht immer ganz in der Art, wie eS wünfchenSwerth ist. So ist z. B. von dem Gesetze, über daS wir berichten wollen, die erste Hälfte sehr gründlich durch. berathen, die zweite aber in größter Eile abgethan worden. Die Haupt sache aber bleibt doch, daß das Gesetz gut ist, und es verdient um so mehr Beachtung, als eS eine der wichtigsten Fragen der modernen sozialen Gesetzge bung behandelt. Seit dem 1. September 1903 nämlich, wo dies Gesetz in'S Leben trat, besitzt Ungarn einen ganz hervorragend organisierten ftaat lichen Kinderschutz. Die Organisation selbst ist recht eigenthümlich. Sie be steht nämlich erstens in Kinderasylen. In diesen Asylen, aber finden nur dauernd kranke oder ständiger Beodach tung bedürftige Kinder bleibende Auf nähme; alle übrigen werden hier nur solange verpflegt, bis sie anderweitig versorgt werden können. Diese ander weitige Versorgung wird nun über nommen durch die Kolonien". Kolo nien werden dort gebildet, wsich min bestens 30 geeignete Familien zur Uebernahme von Pflegekindern melden. Jede Familie übernimmt höchstens drei Pflegekinder. Auch könnten söge nannte Familienkolonien" gegründet werden, in denen höchstens zehn Kinder vorgerückten Alters unter Leitung ge eigneter Persönlichkeiten vereinigt wer den. Die Asyle erfüllen zugleich die Funktionen administrativer Central Stationen in den Koloniebezirken. Der ungarische Staat übernimmt durch das Gesetz prinzipiell die Fürsorge für alle .verlassenen" Kinder bis zum fünf zehnten Lebensjahre. Seit dem 1. September 1903 sind nun bisher 13 Asyle und 760 Kolonien gegründet worden, in denen 8058 Knaben und 7400 Mädchen, zusammen 15,458 Kinder verpflegt wurden. Bedeutsam ist noch die Bestimmung des Gesetzes, daß alle seine Festsetzungen auch auf die in Ungarn befindlichen, unter fünfzehn Jahre alten, ausländischen verlassenen Kinder Anwendung finden. In einer Arbeit über das Gesetz, die Rosika Schwimmer in der bekannten Berliner MonatSschrist Deutschland" veröffent. licht hat, weist er mit Recht darauf hin, daß diese Bestimmung den -Grundstein des internationalen KinderrechteS zu bilden geeignet sein dürfte. Bauerlaubn iß schein e. E. A. Werk, 2 hölz. Wohnhäuser, New Jersey, nahe 21. Str. 511,000. MertenS & EhlerS, Reparaturen, 318 West Chesapeake, $1925. Nardi GraS Exkursionen. Nach New Orleans, Mobile und Pensacola via Pennsylvania Linien.' ExcurswnS Fahrkarten nach New Orleans, La.. Mobile, Ala. und Pensacola, Fla., via Pennsylvania Linien, werden verkauft von 1. bis 6. März, einschließlich. Man frage bei den TicketAgenten der Pennsylvama Linien für weitere Information übe?. Fahr preis, Abfahrtszeit und Gepäck'Beförderung u. f. w. an. ' ; : i ;

Der efeuerreiler.

von Arthur Schubart. - Da lag er nun endlich, der schlaue Sechserbock, der mich so oft genarrt hatte! Zehn vergebliche Birfchen, sechsmal umsonst geblattet! Auch heute war s erfolglos gewesen scho wollte ich m 'N Versteck verlassen, da hörte lch s brechen in den Buschen, ein schwa ches Schmalreh raste daher in angstvoller Flucht, und dahinter der Kapitale das massive GeHorn hochgeperlt, fast schwarz dumpf rollte der Schuß durch den morgenflillen Buchenwald ja, die Liebe! Aber, was nun? überlegte ich, als der Taumel der ersten Freude verflogen war; der Boa hat aufgebrochen noch seine dreißig Pfund, wenn nicht mehr: mit dieser Last drei Stunden lang auf der endlosen Landstraße heimlaufen in der stechenden Augustrntze ich danke! Wenn sich nur ein Fuhrwerk auftreiben ließe: hart wnd stch's freilieft machen um diese Jahreszeit aber vielleicht gelmgt's doch. .. versuchen wir's einmal droben in Grub ... So wanderte ich denn gebeugt unter der schweren Bürde meines Rucksacks nach dem nahen Weiler, dessen Kirchthurmspitze die goldgelben, wellenformig verlaufenden Kornfelder überragte. Endlich hatte ich den letzten Huael erreicht und stand schwer athmend still. Lmks unter mir an der Straße erhob sich ein einzelner, ziemlich stattlicher Hof, während die übrigen, wie es mir schien, ärmlicheren Hauser um em alterthümliches Kirchlein geschaart weiter gegen den Forst zu auf emer dunn bewaldeten Höhe lagen Mir zur Rechten zog sich ern emgeplankter geräumiger Wiesenhang hin; ich gewahrte dort zu meiner Freude einen Schecken, der behaglich graste, und schritt wohlgemuth auf einen Bauern zu, der neben dem einförmig rinnenden Brunnen saß. Der etwa dreißigjährige Mann war gerade'damit beschäftigt, die verbogene Klinge einer Sense glatt zu klopfen, und gewahrte mich erst, als ich vor ihm stand und mit einem Seufzer der Erleichterung meine Last niederjetzte. Srid's auf der Jagd g'we'n?" sagte er mit einem flüchtigen Blick auf meine Buchse. Ja, und an Bock hab' i g'schoss'n, der zieht g'hörig bei der Hitz!" antwortete ich, mir die Stirn trocknend.' An schwar'n aa no'!" nickte er anerkennend. Dann stellte er die Sense beiseite, hob den Rucksack neben sich auf die Bank und betastete das 'starke, edel geformte Eeyorn. San S' auch Jäger?" fragte ich, durch seine Antheilnahme geschmeiche!. Naa, d' Jagd thuat koa gut net für 'n Bauern," erwiderte er bedächtig, 's kimmt nix G'scheit's 'raus dabei für unseroan. Bal der Bauer geht zag n. werd der Hof eahm vertragen, hat-der Vater seliq all'wei' a'faat...": Er schwieg, klopfte umständlich feine Pfeife aus und schien -die Fortsetzung des Gesprächs von mir zu erwarten. I hatt' halt an Anlieg'n . . begann ich endlich. Der Bock is gar schwer, und hübsch -heiß macht's auch heut', und auf Mesbach sind's an die drei Stund' zum geh'n. Drum hatt' l halt frag'n woll'n. ob S rnr net ner fabr'n könnt'n auf Miesbach?" Dös werd net guat geh'n, sagte er langsam und stocherte mit emer zerzausten Rabenfeder in der Pfeife, ,,d' Nooß san drent in der Mühlau ... und kemma crscht.auf d' Nacht hoam . . . Aber da drob'n is do' a Gaul? wandte ich ein und deutete auf den ahnungslos grasenden Schecken, g'hört de? net Jhna?" Sell wohl," antwortete der Bauer ablehnend. Oder geht er am End' krumm?" Naa, krumm geht er net, der aber sei' kann's halt do' net guat." Ja wissen S' es wär' net umsonst, i ließ mer's scho' 'was kosten." drängte ich. Mag scho' sei', aber es werd do' net Vh'n." . Fünf Mark wär'n mer net z' viel, bal S mr fahrn, warf ich em. Fünf Mark san a schön's Geld, meinte er unbewegt, aber fahr'n kann i do' net!" " Ja. aber warum denn net?" rief ich ärgerlich, bal Sie aa selber net fahr'n, an Knecht ham S do' g'wiß?" Dös waar 's G'ringst', aber i kann net, wiar i sag'!" Und bal. i sechs Mark zahl...aa net?" Aaa net!" beharrte er gleichgiltig. Ja. sag'n S' mer nur g'rad', warum 's net sei' kann?" Weil's kalt amal net geht." Weil S' net mög'n.drum geht's net weil S' ung'fälli'.san!" brach ich jetz unwillig los. Naaj'weg'n dem net!" sagte er gM lassen, A?!ß net!" Ja, netz,weiß i nimmer is der Gau denn verhext?" Naa, verhext is er net, aber mein Bauern hat er derschlag'n vor zwe Jahr, und seitdem laß i 'n nix arbeit'n mehr . ...er lebt halt a so bei mir aus!" Ich war derart betroffen, daß ich keine Erwiderung fand; Rührung, Vewunderung und Staunen über den seltsamen Kauz kämpften in mir, während er unbekümmert um den Eindruck seiner Worte die Pfeife zu stopfen begann... Da tauchte auf dem Hügelkamm vor uns eine weibliche Gestalt auf, rannte in fliegender Hast den Abhang herunter und keuchte athemlos:

Vrenna thuat's Linner. brenna!

Bein Lechner brennt's, und unser Stadl brennt, aa scho'! Mir wiss'n uns aar nimmer z'.' helf'n, mir kriag'n net gnua Wa l er aus 'n Teich. Schauq nur g'rad'. daß glei' oaner abireit' auf Au ir d' 5?eueslyrid'n!" Der Bauer war aufgesprungen und schaute besorgt nach der Höhe hinüber. Dichter gelbgrauer Qualm schlug dort an mehreren Stellen empor zum ninen tiefblauen Morgenhimmel. Ja. mach' nur g rad , Lmner, daß oaner abireit't!" drängte angstvoll das Mädchen und lehnte sich erschöpft an den Brunnen. D' Roß san in der Mühlau," sagte der Bauer dumpf, i thaat's ja sonst gern!" Na nimm in Gott's heiligen Nam n Dein' Scheck'n!" flehte die Dirn. Der Bauer schwieg einen Augenblick. I kann net, Vroni, Du woaßt do', der Tiger ..." ' woaß freili, aber sei do' barmherzi', Linner!" jammerte das Mädchen händeringend, bal Du uns net hilfst, na brennt all's nieder mitsammt der Kirch'..." Fmster schüttelte der Bauer den Kopf. I kann net, Vroni, i hab' mer's zug'schwor'n, der Tiger )veard net g'fahr'n mehr und net, g'sattelt, seitdem er dazumal ... Linner, i bitt' Di', sag' dös net! Derweil mer da red'n, brennt der ganz' Ort z'samm'; hab' do' Erbarmen, Linner, bedenk' nur g'rad', wann die ganz G moand druber z' Grund' geht..." Ja, Linner, 's Mädel hat recht!" fiel ich lebhaft ein, so an Ausnahm' verzeiht Euch der Himmel ganz g'wiß und Euer Vatter selig thät's auch sag'n . . ." Der Bau:r war unschlüssig, da stürzte ein schlanker Bursch' aus dem Haus, weit jünger als der Linner, doch von unverkennbarer Aehnllchkeit mit dem Bauern. Brenna" thuat's, Vronerl, brenna sagst D' und bei Dir z' Haus?" rief er aufgeregt. ' Loisl!"' schrie die Dirn freudig erschreckt, weil nur g'rad' Du da bist. setzte sie aufathmend hinzu, gel Du fyHtd ) OtnH . um s.Iv' iit int, ii uiiiti. viu ii um tiu Tiger?" w::r: Geh', Linner. kannst D' 's denn länger mit anschau'n die Noth und den Jammer?" drängte ich. Und bal'B 'm Brüdern aa net rech! waar, i frag'. net danach, i reit' abi auf Au!" rief der Bursche Und stürmte den Hang hinauf, um den Gaul zu holen. Mißbilligend und doch mit zart lichem Stolze sah ihm der Bauer nach. All's z' hitzi' is er all'wei', der Loisl!" murmelte er, und die G'recht' ham's scho' derwisckt aa zu dera Botschaft!" Dabei streifte sein Blick die erröthenke Dirne, die verlegen den Kopf senkte. Inzwischen brachte der Loisl den mächtigen Scheckhengst herbei, dessen milchweißes Fell wie mit Pech beklext war von tellergroßen tiesschwarzen leuchtenden Flecken. Willig folgte der Gaul der starken Faust, die sich in seine zottige Mähne eingekrallt hatte aber aus seinen blaugrauen Klugen sprühten Bosheit und Trotz. Als der Loisl jetzt versuchte, ihm den rasch herbeigeholten Sattel anzulegen. da bäumte das Thier wild auf, ließ sich jäh niederfallen' und feuerte mit den beiden Hinterfüßen zugleich aus, daß die Steine herumspritzten. Laß ihn aus, Loisl! es hilft nix!" schrie angstvoll der Linner, es hat ihn nra koaner xelt'n konnt als wm der Vater . . . und iatz scho' gar! . . . Laß ihn aus, sag' i, .er is 's nimmer g'wohnt, sonst g'schiecht a Unglück, wia dazuznal . . . Ja. Loisl, i bitt' Di'. laß ihn aus!" beschwor auch die Dirn', bal er Dir was z' leid thaat . . . naa . . . naa . . . liaber brennt mir all's mitanand' z'samm'!" Naa, auslass'n thuar i net, i net!" preßte der Bursche erbittert hervor. während er mit seiner ganzen riesigen Starke den wüdsieigenden Hengst me derzuhalten versuchte ... 'X Es war ein aufregend schöner Anblick, dieses Ringen zwischen den beiden kraftstrotzenden prächtigen Geschöpfen! Dazwischen klang , seltsam ergreifend das bange, fast väterliche Abmahnen des sonst so gelassenen Bauern, herzzerreißend jammerte die Vroni, schwankend zwischen der Sorge um ihren Schatz und der Hoffnung auf Hilfe und von drüben wimmerte unaufhör.uch die kleine Sturmglocke. Iatz woll'n mer do' sehg'n, - wer Herr is!" keuchte endlich triumphirend der Loisl. Er hatte dem Hengst die schwere Eisenstange in's schäumende Maul gezwungen. ; Damit war der wüthendste Widerstand, des Thieres gebrochen; wohl schlug und stieg der störrische Schecke noch immer, aber zetzt wurde es den beiden Männern nicht allzu schwer, ihm den Dattel auzuschnallen. Soo ... und jiatzt pfüat Gott beisamm'!" rief der Loisl und schwang sich gewandt aus den Gaul: kimm scho' bald wieder, hab' nur koa Sorg' net, Bronerl!" Hoch bäumte der Hengst auf, als er die ungewohnte Last fühlte, dann schoß er davon, schneller und immer schneller die abschüssige Straße hinunter. Jetzt hatte er die scharfe Bieauna er reicht wenige Sätze noch, und er tauchte unter im Wald da schien er vor einer Martertafel zu scheuen,

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sprang zur Seite, stieg terzengerade empor ... Jess' Mariand Joseph!" gellte eo neben mir unten auf -dem s.emigen Weg lag der Loisl und regte sich nicht mehr; der reiterlose Schecke aber kam wiehernd den Lerg heran fgetrabi, den buschigen Schweif hoch erhoben, mit flatternder Mähne. Grad' wie beim Vattern selig!" stöhnte der'Linner heiser und taumelte aschfahl gegen den Vrunnentrog ... und wieder erklang das entsetzliche Wiehern... S o n d erbarer Betrug. Der Buchbinder Bauer und der Taglöhner Schleicher in Nürnberg hatten sich aus dem Adreßbuche eine Anzahl Namen notirt. Diese Namen schrieben sie als Adressen auf eine Anzahl leerer Briefumschläge. Bauer,- der eine Postdienstmütze besaß, trug die Briefe aus, gab sich als Postbote aus und verlangte, da diese Briefschaften nicht frankirt waren, die Zahlung des Strafportos. Ten Erlös, 50 bis 60 Pfennig, theilten die Beiden. Bauer wurde einschließlich einer ihm vom Schwurgerichte zuerkannten Gesangnißstrafe von einem Jahr zwei Monaten zu einer Gesammtgefängnißstrafe von einem Jahr sieben Monaten verurtheilt. Schleicher kam mit einem Monat Gefängniß davon. Haßte d i e A e r z t e. Der Oekonom Rhode aus Oldenburg verletzte in dem südtiroler Kurorte Arco den Arzt Dr. Gerke durch sieben Messerstiche und erschob sich dann... In Gardone hatte, er vor mehreren Jahren einen Prozeß gegen einen Arzt, den er wegen angeblich falscher Behandlung hatte, verloren. Seitdem litt er an der fixen Idee, daß er sich an dem Aerztestand rächen müsse. In Arco, wo er schon einige Winter zur Kur weilte, fiel er durch sein verschlossenes Wesen auf. Mit Gerke stand er in gar keinen BeZiehungen. In der Wohnung Rhodes fand man Revolver, Stiletts und an dere Waffen. ' 28 e r I o r s c i n G e d ä ch t -n i ß. Ein Mann, der den Namen Elmer Anderson angab, sonst aber über sich keine Auskunft zu geben vermochte, befindet sich im Stadthospital in 'St. Paul, Minn., , in gefährlich krankem Zustande infolge einer Verletzung. Er wurde jüngst früh Morgens auf fcem Bürgersteige vor dem Hospital in bewußtlosem Zustande aufgefunden und in . das Krankenhaus aufgenommen. Eine oberflächliche Untersuchung brachte keine Verletzung zu Tage, doch, war wahrscheinlich eine innerliche Verletzung des Rückgrats schuld an seinem Zustände, da er zu Zeiten inTobsucht verfiel und dann wieder vernünftige Augenblicke hatte, aber sonst über sich nichts zu sagen vermochte. .

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1 l'MI 1 1 1 1 1 II 1 1 1 1 1 1 1 1 1 0 0 EÜOUISE. pezwlMg Oir sprechen in fce3 einem Stadttheil für Wäsche vor. 224 W. OkarylQ Erifc carrncl tc 444 33iele Personen, wenn sie dazu angeW spornt werden, ein Spar Conto zu beginnen, machen die Entschuld!gung, daß es ihnen unmöglich ist, eine genügende Summe aufzutreiben mit welcher sie beginnen können. Dies ist ein großer Fehler. Mit den Vorzug lichen Facilitäten, welche unsere Eesellschaft osserirt, sollte Niemand ohne ein Spar Conto sein. Bedenken Sie, es ist das wenige und oft" welches die Börse füllt. Thun Sie , es jetzt. Machen Sie einen Anfang mit irgend einer Summe die Sie entbehren können. Sie werden es nie bereuen. INDlAffl TRUST CO., Ecke Washington Str. und Virginia Ave., Capital 81,000,000 Ueberschuß. $250,000., ißurton &5tahl, ...Rechtsanlviilte... 5 W. H. Burton, früher Konsul in Teutschland. John Stahl, früher. GehtlsS - Staatöanwatt. Deutsche Advokaten und Notare Praktiziren in allen Gerichten der Ver. Staaten. 607 State Life Gebäude. -. Reue Telephone 594. 4S Jüün C. Mm. Rechtslwwalt... (Früh, e taatk allwalt. 1 323-32 Judiana Trust Gebäude Telephon (neu) 160. 1 Prozent MUH. Zinsen zahlbar vierteljährlich, Dividenden zahlende Mtien in etablirten Manufakwr Geschäften- in Indianapolis. Ebenso BondS, GwndeigenthumS'öypothe ken und alle Sorten Geldanlagen ersten Ran geS. Bessere Sicherheit als.eine Bank. Um wechselbar in Baar aus 10tägige Kündigung. BURTOK & STAHL ..--. ....Deutsche Advokatur . 607 ötatt Life Gebäude.

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