Indiana Tribüne, Volume 28, Number 144, Indianapolis, Marion County, 9 February 1905 — Page 1

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Erscheint seden Stcutrotittag. ' Jahrgang 28. ' Indianapolis, Ind., Donnerstag,- 9. Februar 1905. No. ui

Bombardement am Shakhe Niver.

Tokio. 9. Feb. Eine Meldung vom Haupiquartier der Mandschurei besagt, daß die Russen ihr Bombardement in der Richtung deö Shakhe Flus. seZ seit der Nacht des 7. Februar fort setzen. Verschanzungen vor Lanchen pao und in der Nachbarschaft von Heikoutai werden weiter aufgeworfen. Der Eindruck ist hier vorherrschend, daß die Schlacht zwischen den Armeen des Feld marschall Oyama und General Kuro patkin vor Anbruch deZ Thauwetters geschlagen wird, da diese das Land in einen Morast umwandelt, welcher die Transportion der Geschütze, Munition und deZ Gepäcks bis zur AuStrocknung der Wege unmöglich macht. Eine schöne Feier. Die Mitglieder deZ 30er Unter-stützungk-VereinZ Deutscher Frauen ver sammelten sich gestern im Hause der Frau Peter Sprecher, 1103 Ost 22. Str., um daZ Fest des 14jährigen Be ftehenS ihres Vereins durch eine im MitgliedSkreise gefeierte kleine Festlich, keit zu begehen. Frau Sprecher hatte zum Empfange ihrer Freundinnen ihre Wohnung in festlicher Weise dekorirt und auch für die Unterhaltung der voll zählig erschienenen Mitglieder wurde bestens gesorgt. Unter Beihilfe deS aus den Damen Frau Brennan, Frau Schad und Frau Kempfer bestehenden Comites wurde der Tifch gedeckt, um auch für das leibliche Wohl der Befu. cher zu sorgen. Erst am späten Abende endete diese in aller Stille veranstaltete zufriedenstellende Feier deZ JahreSfefteS des 30er UnterftützungS'VereinS Deutscher Frauen. Zerovetter vorausgesagt. Vom Wetterbureau wird gemeldet, daß die Temperatur heute Abend bis auf 10 Grad, bis morgen früh aber auf den Nullpunkt herab sinken wird. Wahrlich keine angenehme Aussicht, wenn man den augenblicklichen Zustand unserer theilweise schon mit Glatteis überzogenen Straßen bedeckt. Drei Vermißte gemeldet. Drei Vermißte wurden gestern der Polizei gemeldet. Frau Clara Drake, die mit ihrem Gatten von ihrer Farm wenige Meilen südlich von der Stadt nach hier kam. meldet, daß sie ihren Gatten verlor. Als beide hier anlangten, begaben sie sich auf die Suche nach Arbeit und einigten sich auf einen Platz, wo sie sich zu treffen gedachten. Die Frau, welche in 310 N. East Str. Quartier nahm. vergaß jedoch den Ort und wandte sich deshalb an die Polizei, ihr behilflich zu sein. Walter Blackford, 19, No. 6 Nord Blackford Str., verließ am Montag seine Wohnung und seine Verwandten befürchten, daß er verunglückte. George Redd, ein geistesschwacher Knabe, der bei seinen Eltern, No. 730 Highland Ave. wohnt, wird seit DienS tag vermißt. Die Polizisten haben die Beschreibungen der Vermißten er halten, so daß man annehmen kann, daß dieselben in Kürze gesunden werden. Stellte anstößige Bilder zur Schau. Fred. Warner, Besitzer der S. Jlli noiö Str. Schießbude, erhielt eine Strafe von $25 nebst Kosten und eine suspendirte Jailstrafe von 30 Tagen, die gegen ihn zur Ausführung gebracht wird, sobald er sich wieder demselben Geschäfte widmet. Warner war vor einiger Zeit wegen Schaustellung anstößiger Bilder verhastet, bewies aber, daß er in seinem anderen Geschäfte zur Zeit gewesen und gab an, daß eS sein Bruder war, der die Bilder feilftellte. Warner'S Anwalt Machte vor, daß der Mann seinen Bruder entlassen habe und daß er daS Schauftelien derartiger Bilder aufgab. Er zahlte seine Strafe und wurde entlassen.

Eine mysteriöse Sache. Die Detektivs untersuchen die Gerüchte, daß der Versuch gemacht wurde, die Family L aundry an der Ost Market Straße in die Lust zu sprengen. Laut der dem Detektiv Kinney durch den Be sttzer der Wüscherei -gegebenen Aufklü rangen,, wurden große Quantitäten Seife in dem Wüfchereikessel vorgefun den. Durch Beimischung von Seife gerieth das Waffer ins Schäumen und das WafferglaS zeigte einen, durch den Schaum gespeist, viel höheren Waffer. stand im Kessel an, als derselbe eigentlich enthielt. Hätte eine Exploston statt, gesunden, würden zweifelsohne Mcn fchenleben verloren gegangen sein.

Soll Briefkasten beschädigt haben. Deputy Ver. St. Marshall Tom Martin und Asstftent.Distriktanwalt Jeffe M. La Follette kehrten gestern au? Bloomington, Jlls., zurück, wo hin sie sich begeben hatten, um Gilbert Renard, der angeblich eine Anzahl Landbriefkästen abriß, zu verhaften. Als sie dort anlangten, fand eS sich, daß Renard bereits durch den Sheriff einer kleinen Stadt in der Nähe von Bloomington wegen ihätlichenAngriffeS verhaftet wurde und in der Jail saß. ES wurde beschaffen ihn in der Jail zu belassen, damit er erst seine Strafe ab diene und ihn dann später wieder zu verhaften. Südseite Turnverein Großer Maskenball Heute Abend. In Lawrenceburg derurtheilt. William MoSby, ein 35 Jahre alter Neger, der vor etwa 2 Monaten in Lawrenceburg, Ind., einen 80 Jahre alten Mann, Frank Messing, auf der Straße anfiel und um Uhr, Geld unb andere Werthsachen beraubte, wurde vort gestern zu 214 Jahren Gesäng nißftrafe' verurtheilt. MaSby war ein JndianapoliS-Genie. Betheuert seine Unschuld. Albert G. FieldS, ein Fuhrmann, 616 Profpect Str., wurde unter der Anklage deö GroßdiebgahlS verhaftet. FieldS ist beschuldigt, ein Faß Whiskey aus dem Frachthause der Panhandle Eisenbahn entwendet zu haben. Er besteht darauf, zwei Fässer mit Farbe uttd mehrere Kisten aus dem Wagen ge yavk zu yaven, gteot aber vor. von dem Whiskey absolut nichts zu wissen. Personal-Notizsn. Durch Herrn Pastor F. Nickisch wur den im engsten Familienkreise gestern Abend der wohlbekannte Baukontraktor Herr Wilhelm Schulz und Frau Marie Werther im Hause der Braut, 704 Ost New York Str., getraut. Scheint viel gesucht zu sein. Harvey Kimberlin, aus Nabb, Ind., wurde gestern unter Anllage des GroßdiebftahlS durch die Detektivs Gerber und Trimpe verhaftet. Kim berlin hatte eine Anzahl Bücher bei sich, die er an der Nord Illinois Str. abzusetzen versucht hatte. .In einem der Bücher wurde der Stempel der Bcn DaviS Hochschulen Bibliothek vorgefunden. . Nach Angabe! der Polizei ist Kimberlin ein viel ge suchteS Jndiidium. Er f,ll die Woh nung seiner Schwester, Frau Alber fcame, uoto &tr., um eine goldene Uhr, einen Revolver und verschiedene seltene Münzen beraub haben. . I. . K. V. Grober JahreSball deö F. O. ?. V. Ordens im Deut schen HauS Dienstag, den 14 . Februar. Eintritt 50c.

Maskenball deS'Sndseite-Turn-

Vereins Aufruf deö narrischen Prinzen. Wir. Prinz Karneval, Rex von koS apolitischen Völkergnaden, Beherrscher aller Narrenreiche auf dem Gebiete deö possirlichen UlkS, geistblitzenden Witzes, harmlosen HumorS und der beißenden Satvre mit allen ihren Karrika und Kreaturen, entsenden hiermit vergnü gungSvoll unseren Gruß an Jedermannund jede Frau, Jungfrau und den Nest der anständigen Mensch heit aller Nationen, alle Widerwärtigleiten einmal bei Seite zu setzen und an unserem großen Maskenbälle heute. Donnerstag, den 9. Februar, in der prachtvoll dekorirtcn Südseite-Turnhalle heilzunehmen. Wir werden euch allda den Zauber piegel zeigen, der alle Eigenthümlich eiten der Völker in unserem Kreise widerstrahlt, die Narrhelten, Licht und Schattenselten des scheinheiligen und übergeschnappten MenschengewimmelS und Getümmels, glosftsch in Gruppen proteSken Pantomimen und Karricä turen bewunderungswürdig darstellt. zum Zweck, der wohlthätigen Erschüt terung deS Zwerchfelles, frobsinnver breitender Lebenslust, Selbsterlenntniß und anderweitig belehrender Weltkennt niß, sowie um alle Lebenksorgen feucht fröhlich zu verscheuchen. Alle Mitglieder des Vereins müssen kommen und alle seine Freunde sollten kommen. Die Arrangements sind ein zig in ihrer Art. Gütlich beigelegt. Die von John M. und Edward Schmidt gegen den Droguisten Julius D. Pearson, Ecke .Washington und Alabama Str., erhobene Klage auf Besitz deS von Pearson benutzten .Ge bäudeS, sowie auf $2500 Schadener satz, wurde außergerichtlich geschlichtet. Die Commercial - Club - Räumlichkeiten. Heute -werden die renovirten Räum lichkeiten des Commercial-Clubs den Mitgliedern wieder zum Gebrauche ge öffnet sein. Alle nöthigen Vorberei tungeu sind getroffen und die Mitglie der werden eines der feinsten Clublokale deS Staates besitzen. Das achte Stockwerk des Gebäudes wurde mit einem Kostenaufwande von $5000 eingerichtet und wird ausschließ lich den geschäftlichen und gesellschaftli chen Zwecken deS Clubs dienen. DaS Eßzimmer ist ohne Zweifel einer der schönsten Räume deS GebüudeS: hoch oben, weit über dem Straßenlürm und Staub erhaben, qcnießt man mit der Mahlzeit einen köstlichen Anblick der Stadt und Umgegend. Außer dem Haupt'Speisesaale, sind noch vier Pri vat'Speisezimmer eingerichtet, welche eS möglich machen, zur Zelt eineS großen Bankett noch privatim zu serviren. Im 7. Stockwerke , ist ein Garderobe Zimmer für Mitglieder und Freunde eingeräumt. Eine Versammlungshalle, in welcher 300 Leute bequem Sitzplätze sinden können, wird für Conventionen und Versammlungen reservirt. Damen Empfangszimmer, Billard und Kar tenZimmer stehen den Mitgliedern deö Clubs zur Verfügung. Am 13. Februar wird die Direktoren Versammlung abgehalten. Unfall. Albert W. N e l i g h, No. 526 Harris Ave. wohnhaft, ei Angestellter der Enterprise Fsundry. gerieth zu fällig mit seinem Handschuhe in die Zähne einer ZahnradtranSmission. We Hand wurde in die Maschinerie hineingezogen und so schwer verletzt, daß eS nöthig wurde, dem Mann einen Finger zu amputiren. Man besürch tet, daß eine Amputation der übrigen verletzten Finger nothwendig sein wird. Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'ö Longfellow".

Starb an Karbolsäure -Lergif-

tnng. Loli Lembert, die wie gestern berich et, todt in ihrem Bette aufgefunden wurde, anscheinend einem Herzschlage erlegen, starb an Carbolfäure-Vergif ung. Dem Berichterstatter, welcher die Leiche im Todtenhause besichtigte. sielen die auf Carbolvergiftung hin deutenden Symptome auf, und eine Untersuchung wurde eingeleitet. Frau Kubitz, 220 Edan Place. sagt, daß das Mädchen, welches dem Alkohol genusse ergeben war, am Abend, etwas nach 6 -Uhr sich vom Hause entfernte, und daß sie um etwa 10 Uhr Abends betrunken wieder heimkehrte. Sie habe selber das Mädchen entkleidet und zu Bette gebracht, wo sie am Morgen noch genau so gelegen, wie sie sich am Abend hinlegte. In dem Zimmer aber wurde nach Aussagen der Frau Kubitz weder eine Flasche mit Carbolsäure. noch sonst etwas vorgefunden, was darauf hindeuten könne, daß das Mäd chen das Gift in dem Zimmer oder im Haufe zu sich nahm. Um 6fr Uhr Abends verließ, nach Aussagen der Frau Kubitz. Loli Lern bert die Wohnung mit der auSgespro chenen Absicht, ihrem Liebhaber einen Diamantring zurückzugeben, welchen derselbe ihr zu Weibnachten aab. und um 10Uhr AbendS kehrte sie wieder in'S HauS zurück. Ihrem Liedhaber, der sie nach Hause begleiten wollte, soll sie gesagt haben, daß sie zu müde sei, um den Weg zu Fuß zurückzulegen, und daß sie mit einer Droschke heimfahren werde. Wo sie sich aber das Gift be schaffte und wo sie später daS gläschchen ließ, konnte bis jetzt noch nicht ermittelt werden. Festlich begangen. DaS 13. Stiftungsfest des Jndiana Unter stützungs-Verems. Am Dienstag Abend feierte der In diana UnterstützungS'Verein fein 13. Stiftungsfest mit einem Banquet in der Wohnung seines Mitgliedes Herrn Mm Remetter. .Von den Mitglie dern waren ungefähr 60 mi ihren Frauen erschienen, die sich alle berzlich aut amüsirten und' dem Gastmahl alle Ehren angedeihen liehen. Manches Glas wurde auf das fernere Wohlergehen deS Vereins, der sich der schönsten Blüthe erfreut, geleert. Erst in früher Morgenstunde .suchten die Gäste alle wohlbefriedigt ihre Behau sung auf. Raucht die BONANZA. Sunde- und GeflugelanSstellnng Die Happy Hooligan Schautruppe passirte gestern auf ihrer Reise von Ko komo nach Terre Haute unsere Stad und als der Gepäckmeister hier den Ge ftückmagen öffnete, sprang die fürSchau zwecke abgerichtete Dogge der Compag nie zur Thür hinaus und wurde nich mehr gesehen. Die Annahme, daß sich der Hund hier nach der im Masonic Gebäude abgehaltenen Hunde und Ge flüaelausstelluna beaab. um dort ml einigen alten Vercnandten und Bekann ten ein paar freundliche Worte zu wech feln, hat sich nicht bewahrheitet, da er bis zur späten Abendstunde sich dore noch nicht hatte sehen lassen. Die Abtheilung für Hunde und Katzen ist in diesem Jahre nicht so gu beschickt wie in den früheren Jahren und dieS ist dem Umstände zuzuschreiben. daß die üblichen Anstrengungen, di, Züchter zur Betheiligung heranzuziehen diesmal unterblieben. Ein echter Fox Terrier, msuöfarbig. ein freundliches und treues Thier scheint schon seiner eigenartigen Farbe wegen den Haupt anziehungspunkt in der HundeauSstel lung zu bilden. M. Z. Ryan ist der Schiedsrichter in der Hundeabtheilnng, während Coroner Tutewiler die Preise unter den Katzen zu vertheilen auöge wählt wurde. Die Geflügelabtheilung, mit Aus nähme von nur noch wenigen 'Klaffen, hat die Prämien bereits erhalten.

Zwei Spritzenhäuser für die

Südseite. Die dem Sicherheitsrats unterbreite en Pläne für zwei neue Spritzenhäuser, welche auf der Südseite errichtet wer den sollen, wurden gestern gutgeheißen, und falls es sich später ergeben sollte, daß die AuSsührung dieser Pläne zu viel Kosten verursache sollten, werden andere Pläne berücksichtigt werden. Bauplätze sür die Spitzenhäuser wur den soweit noch nicht berücksichtigt. Verschiedene dem Rath vorliegende Beschwerden wurden untersucht. Polizist Ed. Hartnett gestand müh rend der Dienstzeit betrunken gewesen zu sein und er wurde durch den Sicher heitSrath vom Dinste entlassen. Die gegen den Polizisten JameS T, Vaught vorgebrachte Anschuldigung, daßjer den Farbigen H. D. Twynam mit unnöthiger Schärfe behandelt habe, konnte nicht zur Genüge bewiesen wer den. Matthew A. Mullally wurde als Er satz-ffeuerwehrmann ernannt. Her mann Laatz wurde in den regulären Dienst befördert. Der Bau In spektor wurde ermächtigt, ein Fahrrad für den. Gebrauch des Departements anzukaufen. m Werden zugleich verhört. Am Samstag'werden die des Karten diebftahles angeklagten Knaben vor Richter StubbS zum Verhöre kommen. Die Knaben brachen vor einiger Zeit in ein leerstehendes Haus ein und nahmen etwa 600 Spiele werthvoller Spielkar. ten. Sechs der Knaben sind über 16 Jahre alt, zu" alt eigentlich, um vor Richter StubbS verhört zu werden. Um eS jedoch möglich zu machen, daß alle zusammen prozessirt werden, ernannte Richter Whallon vom Polizcerichte, Richter StubS zum Spezialrichter in diesem Falle. Kehrte zu selner Familie zurück. Würden Sie lieber in'S ArbeitS HauS oder zurück zu Ihrer Familie ge Hut?'', fragte Richter Whallon den des Verlassen? der Seinigen angeklagten Sanford Tribbe. Dieser entschied sich, lieber heimzugehen und für seine Familie zu sorgen. Tribbe verließ vor etwa einer Woche seine Frau und sein 18 Monate altes Kind und wurde nicht eher wiedergese hen, bis er durch die Polizei verhaftet ward. Die Frau erzählte dem Richter, daß sie nicht in der Lage fei, selbst ih ren Unterhalt zu erwerben. Neue Inkorporationen. Die Joseph Keller Dry GoodS Com. panie wurde gestern mit einem Aktien Capitale von S25,000 incorporirt. Joseph, Keller, Robert Keller und Bertha Keller sind die Jncorporatoren. Meerrettichsauce. Man rühr: Butter und Mehl zusammen. gebe geriebenen Meerrettich und Brühe dazu und lasse die Sauce emmal aufkochen; statt in der Brühe kann man ihn auch mit Milch aufziehen,, nimmt dazu aber ein wenig Zucker und feingewiegte Mandeln. Verunglückte eidtrag e n d e. In einem baufälligen einstöckigen Hause im Londoner Stadttheile Whitechapel war eine alte Wittwe gestorben. Der Sarg wurde im Vorzimmer auf zwei Holzbl'öcke gestellt; die Leiche war hineingelegt, und die Verwandten und Freunde, neun Personen im Ganzen, kamen, um sie vor Schließun? des Sarges noch einmal zu sehen. Plöh'ich brach der Fußboden des alten Hauses durch, und die Leidtragenden, die Möbel des Zimmers und der Sarg mit der Leiche stürzten mit einander in den Keller hinunter. Eine Frau hatte noch die Geistesgegenwart, auf die brennende Petroleumlampe, die mit hinabgestürzt war, Kleidungsstücke zu werfen und so noch ein großes Brandunglück zu verhüten. Sie verbrannte sich dabei selbst am Arm, und auch andere Personen, wurden bei dem Falle verletzt. MU Hilfe von Brettern und einer Leiter wurden bald alle Personen wieder heraufgebracht, aber die Heraufholung des Sarges mit der Leiche machte einige Schwierigkeiten.

Nachrichten aus Jndiana.

F r a n k f o r t. Hyram P. HayS, 7. Gatte der Frau Nancy HayS, erhielt ein Urtheil über $150.61 gegen feine Frau. Dies ist in Verbindung mit der Thatfache, daß er zugleich eine Hy pothek welche er gegen ihr HauS hielt, zum Abschlüsse brachte, vielleicht der ein zige derartige Fall im Staate. Wie verlautet, suchte die Frau einen Gat ten, der die Hypothek an ihrem Hause abzahle und HayS versprach dieses zu thun, falls sie ihn heirathe. Sie teil ligte ein und das Paar heirathete sich. Anstatt aber die Hypothek abzuzahlen, kaufte er dieselbe direkt auf und sobald der Zahltermin velflossen war, reichte er Klage auf Abschluß der Hypothek ein und erwirkte das Urtheil gegen seine Frau. Zwischen beiden ist auch eine Scheidungsklage in Schwebe und Frau HayS sagt, daß, obgleich sie bereits sie den Male verheirathet gewesen, daS schlimmste Geschäft, welches sie je unter nohm, die Heirath ihres jetzigen Gatten gewesen sei. N o r t h V e r n o n. Lemon R. Jounz, 35, ein prominenter Farmer aus Alpha, wurde beim Baumfüllen erschlagen. Fast jeder Knochen im Leibe wurde dem jungen Mann ge brachen. Joung diente 4 Jahre auf d?n Philippinen, ebenso war er ein Mitglied des Odd Fellow OrdenS. - Erlangte sein Eigenthum zurück. Mike Wells, ein Wirth an der In diana Ave., wurde gestern um eine goldene Uhr und einen werthvollen Diamanten erleichtert, die dann später auf eigenthümliche Weise wieder in seinen Besitz zurückgelangten. WellS hatte in seiner Wirthschaft schlafend gesessen und beim Erwachen vermißte er die Sachen. Er' kämen tirte und kurz darauf erbot sich JameS Finley, ein Farbiger, die . Sachen ge gen Belohnung zurückzuerlangen. Fin ley ging, und kehrte kurz darauf mit der Uhr zurück, für die er $5 Finder lohn entgegennahm. WellS machte die Polizisten Kurtz und Christ auf seinen Verlust aufmerksam, und diese machten sich auf die Suche nach den Thätern. Kurz darauf ging Polizist Kurtz in eines der benachbarten Gebäude hinein, wo er nach den von ihm gehörten Aus rufen, ein Würfelspiel vermuthete und da er die zum Zimmer führende Thüre verschlossen fand, stellte er sich vor der selben auf, bis einer der Schwarzen aus dem Zimmer heraus wollte. Kurz nahm den Mann' wieder mit in'S Zimmer und verhaftete dann Wm. Howard, der unter die Anklage, eine Spielhölle zu betreiben, gestellt wurde, sowie auch die 7 anwesenden Neger, welche er durch Vorhalten des Revol Vers an der Flucht behinderte. Einer aus der Gesellschaft mußte dann zur nächsten Feuerwehrstation sich begeben und von dort aus den Polizeiwagen herbeizurufen. Unter den Verhafteten befand sich Wm. Hert. 421 West 12. Straße, der unter Anklage des Groß diebstahls gestellt wurde, er. soll näm lich den Diebgahl an WellS begangen haben, sowie auch JameS Finley, 759 Warren Ave., der Hehlerei beschuldigt. Die Diamantnadel wurde später von '.einem anderen Gefangenen an den Schließer übergeben. Der Mann de hauptete , dieselbe in Wm. Hart'S Tasche gesunden zu haben. Sechster JahreS.Vall der ttnightö of Mdettty in der Südseite Turnhalle am Mttwoch Abend, den 15. Februar. Eintritt $1.00 Qlte Yionieriu gestorben. Gestern Abend starb nach langer Krankheit IFrau I. H. Jaschke, 767 W. New sBork Straße, an der Wasser sucht. Frau Jaschke, die Mutter deS verstorbenen Sergeanten Fred. Kurtz und des Polizisten Jacob Kurtz, wurde in Lafayette, Ind., geboren und stand im annähernd 65. Lebensjahre. Sie ist die Wittwe des früheren Polizeichefs I. Kurtz. . Die Leiche wird nach Lafa yette zur Beerdigung gesandt werden..

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