Indiana Tribüne, Volume 28, Number 143, Indianapolis, Marion County, 8 February 1905 — Page 5

Jndeana Trtvüne, 8 Februar 1903.

.:. ..Äyres Bulletin...

..ür das Baby.. 'AQr schwarze Hosen Gamaschen in QH l Größen von 2 bis 8 Jahren, einige davon in weiß, regulärer PceiS $1.00 daS Paar. ftC Flanellette Nachtgewänder, QN Jöl rosa, blau oder tan, mit Wollschnüren und Bander ausgestattet, in Größen von 2 bis 12 Jahren. Der früher e Preis war $1.75 bis $3.25 das Stück. $1 i Q Babv Mützen von farbi tQU QLLd ger Seide und. Sammet?, Seide gefüttert, einschließlich solcher Mützen die so hoch wie $2.75 waren. Zu C1 OX Eiderdown Roben, blau vLouO rtx.r rtsth für Madcöen von 4 bis 12 Jahren und wurden regelmäßig verkauft zu $2.75 bis $4.50 das Stück. w 1 LSillSIl. Zndicma' größte Dr, Sood Händler. Sparsamer Fiskus. Das Amtsgericht in Bochum, Westfalen, hatte jüngst an die sämmtlichen dortigen Zeitungen das Ersuchen um kostenfreie Aufnahme" einer Lokalnotiz gerich!et, in der diese hohe Obrigkeit mehrere Scheuerfrauen suchte.. In Düsseldorf, Rhemproöinz, hatte die Postbehörde in gleicher Weise ihren Bedarf an Hilfskräften für den Weih-nachts-und Neujahrsverkehr gesucht. Die Porzellantaube, auch Porzeltaube genannt, wird meistens nur als Varietät der Eistaube angesehen. Jener ist dieselbe zwar fast gleich, jedcch verstreuen sich über das Gefieder schmale, weiße Fleckchen,, die schwarz besäumt sind. Diese sehen an einigen S:c;cn wie ein durchaus geregelies Adcrsystem aus, und hat es in Folge befTen den Anschein, als ob die Tauoc gewissermaßen von einem sich dicht anschmiegenden, fein gewebten Netze umgeben wäre. Es kommt öfters vor, daß Weine, welche längere Zeit auf einem Fasse gelagert haben, beim Umziehen eine schwärzliche Farbe zeigen. Solche Weine stellt man meistens durch längere Ablagerung wieder her; soll das Uebel schnell gehoben werden, so müssen sie geschönt und darauf nochmals umgezogen werden. Der i Wi (Nadlirt 1863.) ...Jndlana'S größter Laden... ...Sorosis Schuhe... reduzirt. Dieser Verkauf von SorosiS Schuhen ist sehr wichtig. Sie kaufen die selben zu einer Ersparniß von $1.00 am Paar. Schuhe die nie für weni ger verkauft werden wie $3.50, aber die 10 Muster die in diesem Verkauf osserirt werden, erden nicht mehr auf Lager gehalten. Gutes Leder an jedem Paar Schuhe, so lange welche da sind das Paar $2.50 Männer Sorosis Schuhe. 12 Muster in Enamel Calf, Vici Kid, Heath Calf und Velour. Reguläre S5.00 Werthe, in diesem Verkauf das Paar 83.30 Hinten im Hauptflur. 'niHü'QL 000 000 preise geliefert von A. B. MEYER & C0. Pennsylvania Anthracits... , Pocahontas Lump Smokkleß Lump Ohio Cannel Lump... Ohio Cannel Egg Kanawha Lump Pittsburg Lump Brazil Block Hocking Valley StraZght Creek Lump .$7.50 . 5.50 . 5.50 . 5.50 .5.50 ,. 4.50 . 4.50 . 4.25 . 4.25 . 4.50 . 4.25 . 3.50 . 3.50 . 5.00 Straight Creek Egg. Greene County, No 4, Vein Lump.. Greene Count?, No.'4,Vein Egz.... Jackson Ohio Lump. Oven Coke Egg GaS House Lump Coke GaS House Crushed Coke ..1 . 5.50 . 5.50 . 6.00 ?rt?aVechnung wo solche getragen werden müssen. IAKE ERIE & VESTERN R. R. .. ..Fahrzeit der Züge.. .. Zlbsart nkuns loltlo, hieazo und VNchigan xprett 7.1 tl0.ll Toledo. Detroit und hieaza Lim li.10 f IM ?ichtga CUy, Muncik n.LasayetteGpl.'f TJW flO.15 . tSglild t aulsenommen Lonntagl.

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5)kidmschc Eskimos. "

Ihre mo?Mttschcn . Begriffe und religiösen, Ansqauungc. Ein Theilnehmer der dänischen literarischen Grönland-Expedition schreibt über die moralischen Begriffe und religiösen Vorstellungen der am Kap Z)ork lebenden heidnischen Eskimos: Die Form des Selbsterhaltungstriebes des, Polareskimos, die Jagd, ist zugleich seine gailze Leidenschaft. Darum laufen für ihn die Jahre sorglos hm. Er zählt nicht die Tage und hat keine Zeitrechnung; sobald er em tüchtiger Jager geworden, rechnet man ihn für voll. Fragt man einen Eskimo, der in Eedanken versunken scheint, woran er denke, so antwortet er lachend: Wir denken nur an unsere Fleischtöpfe, 'und weil ich Fleisch genug habe, warum sollte ich da denken?" Wenn das Essen ausreicht, dann sind die Eskimos allezeit froh und denken nur daran, sich zu vergnügen, was natürlich nur im Essen geschehen kann. Es ist unglaublich, was bei einer Eskimotafel verzehrt wird. Als em Däne einmal seine Theilnahme an der Mahlzeit mit den Worten ablehnte, er habe schon gegessen," da lachte man ihn aus und sagte: Du sprichst wie ein Hund. Ein Hund kann satt werden, aber Menschen können doch immer essen." Tritt Krankheit oder Tod ein, so ergreift die Eskimos ein wilder Schrecken vor dem'böfen Schicksal," und es bemächtigt sich ihrer eine Nathlosigkelt, wie ernst der ersten Menschen, da sie den Tod sahen. Um dem bösen Schicksal" zu entgehen. baben die Eskimos um Reibe von Vor sichtsmaßregeln ausgestellt, die überaus naw anmuthen. Eme Gruppe dieser Regeln bezieht sich aus das Verhalten bei einem Todesfalle. Der Todte muß so schnell wie möglich begraben werden. Die ficirne wendet das Angesicht dem Ausgang der onne zu, ist völlig bekleidet und mit Fanggerathen versehen; denn die Seele setzt das Leben fort und mochte für d:e Ausrüstung Gebrauch haben. Wer die Beerdigung besorgt hat, muß fünf Tage lang unter freiem Himmel zubringen, darf nicht arbeiten, kem Essen bereiten und sich nicht entkleiden. In fünf Taqen meidet man die Spur des Leichengefolges. . Am sechsten Tage wäscht man sich an Körper und Händen und betrachtet alsdann die Gefahr als überstanden. Schiefe Bauten. Durchwea gilt es für eine Grundregel der Baukunst, daß bei einem Eebäude vor allem sämmtliche Theile im Loth und in der Waage stehen und bei ihrer Anordnung zum Ganzen m den Maßen übereinstimmen. Ein Brüsseler Jachmann zeigt aber, daß zahlreiche berühmte Gebäude ohne Scheu gegen diese geheilraten Gesetze der Regelmäßigkeit verstoßen und kühne Abweichungen vom Winkelmaß und, von der Symmetrie aufweisen, die dem Beobachter häufig entgehen. Die Alten setzten sich eben über örtliche Schwierigkeiten bei Bauten leicht hinweg, indem sie entweder auf die geometrische Genauigkeit wemger Werth leglen oder auf die Mängel des menschlichen Gesichts rechneten. Unregelmäßigkeiten, die man als Unbeholfenheit oder Nachlässigkeit betrachtet, sind zuweilen absichtliche Kunstgriffe und finden sich in den größten Werken jeden Stils. So weichen gewisse Baulinien zur Erzielung einer bessern perspektivischen Wirkung von der Wagerechten, andere, optischen Täuschungen nachgebend, von der Senkrechten ab,' und wieder, andere sind, um dem Auge gerader zu erscheinen, leicht gekrümmt. Derartige Baukünsteleien finden sich selbst am Parthenon zu Athen. Keinem Bildhauer wird es einfallen,' ein Standbild völlig symmetrisch zu gestalten, denn es würde kalt und steif wirken; ebenso belebt der erfahrene Architekt absichtlich seinen Bau durch Abwechselung. Auch die Steine haben ihren persönlichen Charakter, und wenn auch die Wandslachen emes Gebäudes gleich sind, so hat doch jede ihr eigenes Gesicht. Nur eine Hinrichtung. Die einzige Hinrichtung, die jemals im Staate Wisconsin stattgefunden. war diejenige John McEaffreys, welcher am 21. August 1S50 an de'r Stadtgrenze von Kenosha gehängt wurde, nachdem er der Ermordung seiner Gattin, die er in der grausamsten Meise in der Zisterne ertränkt hatte, schuldig befunden war. Die Hinrichtung wurde öffentlich und vor den Augen von 3000 Personen vollzogen. Im folgenden Jahre wurde die Todesstrafe durch ein von der Legislatur angenommenes Gesetz abgeschafft. Dieser Tage, wurden dem Sheriff Vietch von Kenosha County die Handfesseln, welche der genannte Delinquent bei der Einrichtung getragen hatte, zum Geschenk gemacht. Sie werden als Andenken an die einzige Hinrichtung, die jemals in ZÜisconsin stattgefunden, aufbewahrt werden. ' Die Zahl der Hospitantinnen an den technischen Hochschulen Deutschlands beträgt (ohne Aachen und ohne Danzig) zusammen 454, und zwar im einzelnen in BerlinCharlottenburg 16, Hannover 75, Karlsruhe 26, Darmstadt 34, Stuttgart 158, München 10, Braunschweig 130 und Dresden 5. Von den in Vraunschweig studirenden Dcrmen ist ausdrücklich bemerkt, daß sie Vorlesungen über Literatur- und Kunstgeschichte besuchen, bei den anderen fehlen nähere Angaben.

SUesmullerchen.

. Von Emil Marriot. Die junge Frau hielt einen kleinen Strauß aus Stiefmütterchen in den Händen und blickte sinnend auf die zarten Blumen herab. Sie sind doch auch schön," sagte sie leise zu ihrem Gatten. 'Richt. wahr, Ernst?" Er nickte ihr zu und lächelte sie an. Es war viel Liebe in seinem Blick und viel Vertrauen. ' Sie kehrten von der Hochzeitsreise heim. Im Grunde war es gar keine Hochzeitsreise gewesen: sie fuhren eben nur von ihrer Vaterstadt, von Köln am Rhein, nach der seinen, nach Wien. Blos in München hatten sie sich einen Tag lang aufgehalten. Wir wollen später reisen." hatte die junge Frau gesagt. Mit dem Kind. Das Kind muß dabei fein, Ernst. Für's Erste aber will ich nach Hause, zu Deinem . . . zu meinem Kind," hatte sie zaghaft hinzugefügt. Sie war nicht seine erste und auch, nicht feine liebste, Liebe: das wußte sie wohl. Sein Erstes und Bestes und Tiefstes lag mit einer Todten begraben: seiner ersten Frau. Und sie hatte ihn immer geliebt. Jlre Kinder- und Jugendliebe war er gewesen. Aber er war fortgezogen von Köln am Rhein und war in Wien geblieben; hatte da geliebt und gefreit und Köln mit der blassen Kousine vergessen. Richt einmal geschrieben hatte er. Vielleicht weil er zu glücklich gewesen war. Dann aber war das Leid gekommen und der Tod. Nach zehnjähriger Ehe hatte er seine junge Frau begraben. Und da hatte er wieder nicht geschrieben; vielleicht, weil er zu unglücklich gewesen war. Nach drei einsam und kummervoll verlebten Trauerjahren war er nach Köln gekommen. Nur ein paar Tage hatte er bleiben wollen. Aber er hatte seine Kousine wiedergesehen und war länger geblieben. Nach einer Woche schon waren sie verlobt, und drei Wochen später heiratheten sie. Es hatte sich so wundersam rasch gefügt, weil er so trostbedürftig war und so einsam, und weil sie ihn noch immer liebte und so zart und liebevoll, zu trösten wußte. Er hatte ein Kind, einen zehnjährigen Sohn. Viel und oft hatte er ihr von seinem Kinde erzählen müssen, denn sie begehrte Alles zu wissen:, was für einen Charakter der Kleine habe, womit er sich am liebsten beschäftige, wem er ähnlich fei. Und die Photographie des Knaben, die der Vater stets bei sich trug, bat sie immer wieder ansehen zu dürfen. Und wenn sie das Bildchen ansah, fragte sie sich angstvoll in ihrem Herzen: Wirst Du mich lieögewinnen? Vertrauen zu mir haben? Mir nicht argwöhnisch .und feindselig entgegenkommen?" " Wie sie vor diesem Kinde zitterte, vor diesem unerbittlichen Richter, dem sie Stiefmutter werden sollte. Der Vater hatte dem Sohn geschrieben, daß er ihm eine neue Mama mitbringen würde. Und auch sie hatte an das Kind geschrieben: voll bittender, demüthiger Liebe. Der Knabe hatte wohl geantwortet. Aber nur seinem Vater. . Und von der neuen Mama stand .in dem kurzen Briefe kein Wort. Wie sie vor diesem Kinde zitterte! . " Auch jetzt noch, jetzt, wo sie' ihm so nahe war, noch mehr. Stiefmütterlein! Muß es denn immer eine böse und harte Stiefmutter sein? Es war ja sein Kind! Ernst," sagte sie, als der Wagen am Thor seines Hauses hielt, 'warte noch einen Augenblick. Ich . . . ich fürchte mich." Er sprach ihr Muth zu. Erwin sei gut und liebebedürftig, sagte er. Der Trotz werde sich geben. Sie müsse nur Geduld haben, dem Kinde Zeit lassen, sich an sie zu gewöhnen. Er babe eben seine Mutter so unaussprechlich lieb gehabt ... Wie Du," dachte sie traurig. Wie Du!" Der Trost des Wittwcrs war sie und nicht mehr. Wenn seine Frau noch lebte, hatte er nie, me, nie an sie gedacht. Aber schnell unterdrückte sie die Regung von Bittnkeit. Muß man immer und überall das Erste und Einzige sem? War es nicht qenua. einem aeliebten Menschen Trost sein zu dürfen? Sie lächelte ihm zu. Ja, es war genug. Komm." sagte sie. Wir wollen zu Deinem Kinde. Ich fürchte mich nicht mehr." . Entgegen lief er ihnen nicht. Als er sie eintreten sah, den Vater mit der neuen Mama," schoß er einen scheuen und trotzigen Blick nach ihr hin. Aber er rührte sich mcht von der Stelle. Da ist die neue Mama," sagte sein Vater in entern etwas unfreien Ton. Willst Du ihr nicht einen Kuß geben. Erwin?" Nein, das wollte er nicht. Unbeweglich blieb er stehen, wo et stand. Sie ging Mit ausgestreckter Hand zu ihm hin. Ein schöner Junge war's, mit einem aufgeweckten Knabengesicht, dunklen ' Locken und dunklen Augen, und dem Vater so ähnlich! Sie wollte nach seine? Hand fassen, ihn an sich ziehen. Er aber wich ihr aus und stürzte zu seinem Vater hin und hängte sich an den Vater und schluchzte. Ich will nicht, Papa! Ich mag keine neue Mama! Meine, meine Mama will ich haben! Keine andere!" Erwin." sagte sein Vater mit einer gewissen Strenge, Du bist nicht mein lieber und guter Junge. Wenn Einem Jemand einen Kuß geben will, stößt

an ihn nicht von sich. Das ist sehr enfreundlich." - 'Das Kind blickte ihn starr an, riß sich los und lief aus dem Zimmer. Es ist . ärger, als ich. fürchtete," sagte sein Vater und furchte die Stirn. Verzeih' ihm. Alma. Gewiß haben ihn die lieben Verwandten und die Dienstleute mit ihren Ammenmärchen von den. bösen Stiefmüttern so verw." Ich habe nichts zu verzeihen," sagte sie. Laß mich mit ihm allein. Ich will ihn suchen." Sie fand ihn in seinem Zimmer, auf seinem Bette sitzend, über dem das. Bild seiner todten Mutter hing. Erwin," redete sie ihn an, und ihre Stimme zitterte so stark, daß sie kaum zu sprechen vermochte, sieh diese Blumen an." Und sie hielt ihm den Stiefmlltterchenstrauß entgegen. Sie sind sanft in ihren Farben, und. wenn Du sie anrührst, ist es, als wenn Du Sammt berührtest. Versuch' es ein-

mal! Du wirst schon sehen." Widerstrebend erhob er sich, trat zu ihr hm und strich mit der kleinen Hand über die Blumen. Dann blickte er der neuen Mama, in's Gesicht. Ja, es ist wie Sammt," sagte er. Siehst Du," fuhr sie fort, und ihre Stimme klang schon ein wenig fester. Und diese Blumen wollen wir morgen, Du und ich, wir Beide ganz allein, Deiner lieben Mutter bringen. Und ich will die Blumen aus chr Grab legen, und Du wirst dabei stehen. Und dann werde ich Dich bei der Hand nehmen und Deiner lieben, lieben Mutter geloben, über Dich zu wachen, wie über ein eigen Kind. Deine Mutter brauchst Du mich nicht zu nennen, Erwin. Eine Mutter hat man nur einmal. Und Du sollst auch Deine liebe Mutter nicht vergessen. Nein, erzählen sollst Du mir von ihr, damit ich weiß, wie sie -war und was Du an ihr am meisten geliebt hast . . . Und ich will mich nach ihr bilden. Will ihr ähnlich werden. Und dann wirst Du mich vielleicht ein bischen lieb gewinnen. Die Stiefmütterchen sind zarte, Blumen und weich wie Sammt, nicht wahr? Und auch nicht jede Stiefmutter ist böse ... So manche kommt einem Kinde voll Liebe entgegen. Aber wenn das Kind Nein sagt und nichts wissen will von dem armen Stiefmütterlein, dann.. dann weint das arme Stiefmütterlein und weiß sich nicht-zu helfen ..." ' Unverwandt starrte er sie an. Sie weinte wirklich, die neue Mama! Und sie,zoar-nicht gekommen,' um seine Mutter aus feinem Herzen zu drängen. Sie wollte der Mama Blumen bringen auf ihr Grab, wollte, daß er ihr von der todten Mutter erzähle... Noch einmal glitt seine kleine Hand über die Stiefmütterchen, die so zart waren und so weich. S.eine Mutter hatte die Rosen am meisten geliebt. Die wuren noch schöner und dufteten so süß! Aber die Stiefmütterchen waren doch auch ... doch auch . . . 'zWie es gekommen war, wußte er später nicht. Aber mit einem Male hing er am, Halse der neuen Mama und sie weinten zusammen. Don der alten Hchmgcr. ?Die noch mit siebzig Jahren unermüdliche Amalie Haizinger (gest. 1884) gehörte zu den .Pflichtgetreuesten Mitgliedern des Wiener Vurgtheatcrs. Sie war nie aus Laune indisponirt," sie verursachte nie eine Störung. Ja, die Diener des Vurgtheaters erzählten, daß, wenn sie sich wirklich einmal unwohl fühlte, sie sich noch durch ihre Bitten bewegen ließ, aufzutreten. Wenn diese zum Beispiel sagten: Schauns, gnädige Frau, in dem Wetter müssen wir jetzt herumlaufen und Ersatz suchen," so 'pflegte sie zu erwidern: Na, 's isch zwar a Opfer, aber ich will Euch nit schtrapaziere!" Die wackere Schwäbin erlebte es, daß ihr Sohn, der Offizier war, zum Regimentskommandanten vorrückte. Für ihn hatte sie nie ein Opfer gescheut, für ihn hat sie gespart und gesorgt. Eine charakteristische Anekdote zum Beleg. Der junge, Haizinger war früher Adjutant bei dem Marschall Rädetzky. Von Zeit zu Zeit schrieb er semer Mutter einen Brief, daß er Geld brauche, weil er sich ein neues Pferd anschaffen müsse, und jedesmal wurde ihm der geforderte Betrag bereitwilligst übermittelt. Als nun Radetzky nach Wien kam, ging Frau Haizinger zum Marschall und stellte ihn scherzend darüber zur Rede, daß er ihren Sohn so sehr abhetze, und derselbe so viele Pferde verbrauche. , Radetzky schüttelte den Kopf und erwiderte: Was fällt Ihnen ein, liebe Haizinger. Ihr Sohn reitet noch immer den alten Krampen, den er denn Eintritt in's Regiment'mitbrachte!" Erstaunt rief sie da: Hat mich also das Schlingele angeführt und 's Geldle verputzt, statt sich a Rößle zu kaufe!" Englische Gespenstergeschichte. Zwei einander wildfremde Reisende fuhren im Schnellzuge von Schottland her nach Süden. Sie saßen einander aus zwei Eckplätzen gegenüber.' Nach dre: Stunden unverbrüchlichen Schweigens dachte der eine,- es sei doch wohl angezeigt, ein paar Worte mit seinem Reisegeführten zu wechseln. So hob er denn den Kopf binter seinem Zeitungsblatte und bemerkte: Klapprige Linie das, finden Sie nicht auch?" Ja, recht wacklig." erwiderte sein Gegenmann freundlich. Vor drei Jahren habe ich auch auf dieser Linie meinen Tod ge-funden."

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