Indiana Tribüne, Volume 28, Number 143, Indianapolis, Marion County, 8 February 1905 — Page 4
Judtana Tribüne
, 0 Februar 1905
Jndiana Tribüne. Hraugeaeden von der Outrntct a Indianapolis, Ind.
öarry O. Thudln .... yrSfideut. GeschaftSlocal: No 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. teen ii the Post Office ol Indianapolis as second dass matter. Gefährliche Vorlage. In anscheinend ganz harmloser Weise ist eine Vorlage im Senate zur Rein schrift gelangt, welche große Gefahren für unser Gemeinwesen in sich birgt AlZ die Vorlage von Senator Hancock, wie er sagte, nur im Interesse von New Albany eingereicht wurde, schenkte man derselben wenig Beachtung. Nun hat ftch aber der Inhalt und die Tragweite der Vorlage, seit sie durch die Hände deZ SenatZ.ComiteS, dessen Vorsitzer Herr Strickler ist, dermaßen erweitert. daß unbedingt die Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit darauf gelenkt werden muß. Die Vorlage in ihrer jetzigen Form gewährt den Straßenbahn, GaS-, Heiz, und BeleuchtungS'Gefellschasten daS Recht der Verschmelzung und Ueber tragung der .Freibriefe in Jndiana poliZ und anderen Städten im Staate. Das Gesetz, wenn pafsirt, dürfte die Bevölkerung zu willenlosen Opfern eine? Riesenmergers machen. ES war ein ähnliches Gesetz, welches die Corruption in Missouri möglich machte und welches nun zum Ergebniß hat, daß ein Syndikat, an deren Spitze Brown BroS. in New York stehen, sämmtliche Straßenbahnen von St. LouiS sowie die Laclede GaS and Electric Co." an sich gerissen hat, nachdem die Gesetzgeber korrumpirt worden waren. Ein don der Stadt gewährter Freibrief sollte nur mit Genehmigung der Stadtbehörden übertragbar sein und die StaatSlegiZlatur sollte, anstatt der artigen Mergern und Vertrustungen die Wege zu ebnen, mit aller Energie derartige Plänchen zu verhindern suchen. Ein weibliches Dienstjähr. Ueber die Einsührung eines weidlichen Dienstjahres machte Dr. Jda Hilfiker in der N. Züricher Zeitung" kürzlich sehr interessanZe Vorschlüge. Die Verfasserin berücksichtigt in erster Linie die Verhältnisse der Schweiz, aber ihre Anregungen treffen auch auf deutsche Zustände so vielfach zu, daß eS uns nicht angebracht erscheint, darüber mit leichtem Spott hinwegzugehen. Man darf natürlich bei dem weiblichen Dienftjahr nicht ohne weiteres an eine Analogie zur allgemeinen Dienstpflicht der männlichen Jugend denken. Denn da das stehende Heer den Zweck der Vertheidigung des Vaterlandes hat, so kann bei der Aushebung allein die körperliche Tüchtigkeit maßgebend sein, während auf den Beruf deS Rekruten keine Rücksicht genommen werden darf. Beim weiblichen Dienstjahr wäre eS anders, da eS mit Krieg nichts zu thun hat. Deshalb will die Verfasserin auch den Mädchen der unteren Stände, die schon erwerbZthütig sind, anheim stellen, ob sie ; mitthun wollen oder nicht, während sie auf der anderen Seite meint, daß die ärztliche Unter suchung der weiblichen Rekruten nicht allzu rigoros zu sein brauchte. " Die Verfasserin denkt in erster Reibe an die. große Zahl der jungen Mädchen, die im elterlichen Hause ohne ge. nügende Beschäftigung und namentlich ohne ernste Arbeit sind; denn dadurch würden sie veranlaßt, ihre Zeit mit tausenderlei Nichtigkeiten auszufüllen, und so ein Dasein zu führen, das in dem Ausdruck beschästigter Müßig gang" eine herbe, aber nicht unberech tigte Kritik sinde. ES sei hierbei nicht nur die unbenutzte Zeit und Krast zu beklagen. Der Mangel an ernstem Streben müsse nothwendig seine Rück Wirkung üben auf den Charakter, und die Wirkung könne nur eine unheilvolle fein. Müßiggang gilt stets als deö Lasters erster Ansang, und wenn große Verfehlungen bei diesen unbeschäftigten Mädchen nicht zu beklagen sind, da die Eingeschlossenheit im häuslichen Kreise, die stete Ueberwachung der Eltern und Geschwister große Versuchungen fern hält, so wird doch aus Mangel an An regung viel Gutes in seiner Cntwicke lung gehemmt. Wer könne sich der Wahrheit dieser Ausführungen völlig verschließen? Auch was die Verfasserin als Gegen
Mittel verschlügt, ist durchanS nicht
ohne weiteres von der Hand zu weisen. Eine Anzahl der jungen Mädchen, meint ste, könnte zum Krankendienst herangezogen werden. Sie schreibt dazu weiter: :E5 wäre ein großes Glück, wenn die Krankenschwestern dadurch ent lastet würden, wenn nicht mehr soviel rein mechanische Arbeit, die viele Putzerei und dergleichen von ihnen müßte verlangt werden, Arbeit, die von Ungeübten ebeiso gut besorgt werden kann. Die gelernten Kran kenpflegerinnen könnten nach und nach' mehr in leitender Stellung als Oberschwestern verwendet werden, und eS sollte möglich sein, sie nicht nur ma teriell besser zu stellen, sondern auch ihre Stellung durch diese Entlastung von allzuvieler Arbeit zu heben. Ebenso lieben sich in ÄlterZ.Asylen, Pflegean stalten u.s.w. viele rüstige Hände ver Wertyen. Die Kmderkrlvven könnten vom Staat übernommen und in erweitertem Maßstabe betrieben werden, und auch hier wäre eS möglich, unter gebildeter und geübter Oberleitung zahlreiche Ge hilfinnen zu bethätigen, da zumeist große Erfahrung nicht verlangt werden muß. Gewissenhaftigkeit und Ord nungssinn müßten selbstverständlich erwartet und anerzogen werden. Ganz ähnlich, wie in den Spitälern die neuen Schwestern durch die Oberfüwefter angeleitet werden, würden auch in den Krippen die Schülerinnen unter Aussicht der Oberin die Kinder den Tag über pflegen, besorgen, be schäftigen und auch das HauS in Ord nung halten. Der Werth einer Bethätigung in Volksküchen braucht wohl nicht mehr erörtert zu werden. Im Armenwesen wäre vielleicht ein Theil der Schreibereien durch Rekruten zu besorgen. Endlich ließe sich durch daö Dienstjahr noch eine andere Institution ermöglichen, nach der ohne alle Frage Bedarf vorhanden ist: ich meine AuS bildung von HauSgehilsinnen und ver stehe darunter Mädchen, die fähig wären, einen armen Haushalt, der durch Abwesenheit, Krankheit oder Tod der Mutter oder eines anderen Fami liengliedeS aus dem Geleise gekommen ist, wieder in Ordnung zu dringen, sei eS durch ein-, oder mehrstündige Hilfe." Ueberall handelt eS sich hierbei um solche.Arbeit, die allzeit als weiblich ge gölten hat. Die Frage ist nur, wie die Sache organisirt werden soll. And hierbei scheint uns die Verfasserin doch etwas kühn über die bestehenden Schwierigkeiten hinwegzugehen. Sie meint. daß der Staat die Töchter zu einem injührigen Dienst zwingen müßte. Das wäre unseres ErachtenS völlig verfehlt; eS könnte sich zunächst, solange die Wirkung deS Vorschlages nicht erprobt ist, nur um freiwillige Dienstleistung handeln. Die Verfasserin wünscht vom Staat für die weiblichen Rekruten als einzigen Lohn freie Wohnung und Unterhalt; sie meint, daß diese Fördederung in der Natur der Sache lüge; das mag zutreffen, sie vergißt aber, was das kosten würde. Auch in dieser Beziehung glauben wir, daß man zunächst mit freiwilligen Beitrügen beginnen müßte. Aus den weiteren Darlegungen heben wir noch folgende Sätze hervor: Die jungen Rekruten würden.na türlich unter möglichsterBerückstchtigung ihrer Wünsche, in vie Arbeitsgebiete vertheilt; immerhin in erster Linie nach vorhandenem Bedarf. ES müßte über all nicht etwa der Lernzweck, sondern die nutzbringende Arbeit in den Vordergründ gestellt werden, also im Gegen satz zum Militärdienst der Männer, der nur eine Vorbereitung für künftige Thätigkeit bedeutet. Wir wollen nicht eine neue Schule schaffen, darum sinde ich den mir gemachten Einwand, die Fabrikarbeiterin hätte eine solche Vorbereitling auf den Haushaltung nicht minder nöthig, und e5 sei ungerecht,- sie auszuschließen, nicht sür stichhaltig. ES handelt sich für meine Rekruten nicht darum, neue Kenntnisse und Fer tigkeiten zu erwerben, sondern etwas Nützliches zu thun, etwas zu leisten. Sie bringen ein Opfer dadurch, daß sie dem Staat ein Jahr arbeiten; da ihnen aber die Arbeit zumeist gefehlt hat, bildet dieses Dienstjahr für sie ein mächtiges Erziehungsmittel. Wenn es ginge, die Unbemittelten durch einen Sold schadlos zu halten, so würde ich allerdings gem den Dienst , auf Alle ausdehnen ; da ich dafür aber vorläufig keine Aussicht sehe, habe ich für diese Kreise die Freiwilligkeit be fürwortet." - ES sind Anregungen, die hier ge geben werden, nicht mehr. Wir woll
ten trotzdem darauf hinweisen, weil in
dem beschäftigten Müßiggange eines großen Theiles unserer weiblichen Ju gend wirklich eine soziale Gefahr steckt. Hier über eine Abhilfe nachzudenken. erscheint unS wohl der Mühe werth Nur soll man nicht zu viel vom Staat verlangen, sondern die bürgerliche Gesellschaft soll selbst die Hände rühren, um eklatante Mißstünde zu beseitigen. Wenn sich ein gangbarer Weg gefun den hat, dann ist es immer noch Zeit, das weibliche Dienstjahr in größerem Umfange zu organistren. (Berl. Tagebl.) Grundeigenthums Uebertragungen. Jacob O. Harlan an. Lorena D. Grove, ein Theil des südöstlichen Vier telS der Section 21, Townlhip 16, Range 4, 20 Acker in CenterTownship S3000. College HeightS Realty Company an Mary Pearce, Lots 1 und 2, Block 6 in Schosield Addition, 41.11 bei 140 Fuß, zede vacant, Nordweft Ecke der 28. Straße und Columbia Avenue. $900. Bridget Maley an Thomas Malta. Lot 26 der zweiten Section von West Park Addition, 87 bei 137 Fuß, . ver bessert, Ostseite von Addifon Straße, westlich von Ohio Straße. 82000. Edwin E. Vincent an Thomas Baker. Lot 19, Sharpe's Woodside Add., 40 bei 151 Fuß. verb., östliche Seite der Keystone Ave., südlich von Graydon Str. $750. Jesse C. Hitz an Anne B. Cook, Lot 13. Lewis & Co.'S Arsenal HeightS Add., 40 b:i 131.2 Fuß. Verb., West Iiche Seite der Keyftone Ave., südlich von Tilden Str. $1,225. Mary A. Abbett an Frank C Stewart, Lot 17, Talbott'S revidirte Add., 40 bei 120 Fuß, - Verb., westliche Seite der Pennsylvania Str.. südlich von 18. Str. $5000. Charles Hadley an Ollie M. Miller, Lot 4, Schooley'S Sub., Theil von Oak Hill, 35 bei 150 Fuß, Verb., öst liche Seite der Winter Ave., südlich von Fernway. $2000. William Goatman an Anna Kete! sen, Lot 20, Danford & KnoxS Sub. Theil von Außenlot 173, südlich von Pratt Str. $7000. 'Ferdinand Winter an William R. Hancock, Lot 22, Reagan Park, nördlich von 24. Str. $1450. - Fay E. Webster an Martha H. Daily, LotS 1 und 2, Reynolds Sub. von MilliganS Park .Lane Add., öst. liche Ecke von 10. und Arsenal Ave. $4500. LouiS E. Burkhart an Frank A Weber u. A., Lot 66, Picken & Los. tin'S Oft Washington Str. - Addüdöstliche Ecke von Michigan Str. und Beville Ave., $3,000. , - Thomas I. Croan an Henry C. Riley. Theil nordweftl.- Viertel. Sec. 3, Tp. 15, Range 2, 40 Acres, Wayne Tp., $4,600. Joseph W. Lunt an Emma Karrer, nördl. Hälfte Lot 40, Ruckle & Hamlin's Sub., Theil Johnson's Erben Add., westliche Seite Park Ave., nördlich von 19. Str.. $2.500 . Jasper F. Foltz an Laura E. Scott. Lot 95, 2. Sec. Rosemont, westliiche Seite Addison Str., südlich von Big Four Railroad, $1,300. Wie soll es in einem Taubenschlag aussehen? Nein sei der Fußboden und frei von Taubenschmutz. DaS zierliche Thierchen ist ein Feind von jeder Unreinlichkeii und badet sich viel lieber ' in reinem trockenen Sande, als daß es die Füßc in den oft nassen Mist des Taubenbodens steckt. Also hinaus mit dem Taubenmist, nütze ihn auf dem KompostHaufen, und bereite deinen Tauben ihr Heim mit einem schönen trockenen Sandbett. Da finden sie Gelegenheit zum Baden, können etwa vorhandenes Ungeziefer bekämpfen und sich gegen Verunreinigung durch dasselbe schützen. Ferner ist den Nestern besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Dieselben befinden sich gewöhnlich in Hölzernen Gestellen und sollen mit weichem Heu belegt sein. Man entferne allen Schmutz und achte darauf, daß keine alten, faulen Eier oder Eierreste in denselben verbleiben. Falls Ungeziefer vorhanden ist, reinige man, so gut eZ, ohne das Gelege zu gefährden, möglich ist, und setze neues Heu in die Nester. Spezial'Tour südlich nach den berühmten Resorts und Mardi Gras via Pennsylvania Linien. Montag, 27. Februar 1905. BesichtiaunasReise. Berühmte FloridaResortS. Groß? Echlachtfeld.Ansicht entlang der Linie. Zwei Tage in New Orleans während des weltbe rühmten Mardi GraS CarnevalS. Unkosten für 11 Tage, einschließlich Pullmans, $55. Schreiben Sie an W. W. Richardson, Asst. stent General Passagier Agent, Jndianat poliS, für Einzelnheiten.
Ein Bürge Rothschilds. Der Baron Nothschild in Paris ging kines Tages an dem Laden eines Trödlers vorüber. Das bunte Gewirr der verschiedenartigsten Cegensiände erregie seine Aufmcrtsamleit, als er in dem bunten Durcheinander einen alterihü.-n-lichen Barometer entdeckte, der aus der Zeit Ludwigs XVI. stammte. Der Baron, ein eifriger Liebhaber und Kenner von dergleichen Kuriositäten, beschloß sofort, den Barometer zu kaufen. Der Preis hierfür betrug 12 Francs ($2.31), und ganz erfreut über eine so wohlfeile Erwerbung, griff Nothschild in die Tasche, um zu bezahlen aber wie fatal, in der Eile und Zerstreuung hatte er zu Hause seine Börse liegen lassen. Nun, das schadet nichts, ich nehme unter allen Umständen diesen Barometer," sagte er zu der Trödlerin, ich bin der Baron Rothschild, schicken Sie ihn mir zu, man wird hnen das Geld in meiner Wohnung einhändigen." Baron Rothschild? Kenne ich nicht," entgegnete die Trödlerin, und außerdem schicke ich niemals den Leuten Sachen zu. Was bei mir gekauft wird, muß sofort bezahlt und mitgenommen werden." Jetzt stand der Börsenfürst völlig verblüfft da. Aber er war gerade guter Laune, und so belustigte ihn dies kleine Abenteuer. Eben stand er im Begrifft, der Frau einige Aufklärungen über seinen Stand zu geben, als er auf der anderen Seite der Straße einen Dienstmann vorübergehen sah; er winkte diesen herbei und fragte lächelnd: Wissen Sie vielleicht etwas von dem Baron Rothschild?" Na, das ist mir eine sehr komische Frage, das ist ja unser GoldkLnig. Warum fragen Sie mich aber danach?" Weil die Frau hier ihm soeben einen Kredit von 12 Francs versagt hat," sagte Rothschild, auf die Trödlerin zeigend. Ist das wirklich wahr, Frau
Lermoine?" rief der Dienstmann. Ja. freilich, man kann doch eben nicht alle Welt kennen," erwiderte die Trödlerin ganz trocken. Sie aber. kenne ich, und wenn Sie m:r dafür garantuen wol len . . ." Bei diesen Worten unterbrach der Baron die Frau durch em herzliches, langanhaltendes Gelächter, und dann sagte er, sich an den Packträger wendend: Nun gut, wenn Sie die Bürgschaft für mich übernehmen wollen, so gehen Sie einmal vor allen Dingen, mir emen Wagen zu holen, und dann tragen Sie diesen Barometer in meine Wohnung." Der Dienstmann ließ sich das nicht zweimal sagen. Er beschaffte rasch den Wagen und eme dann mit dem Barometer in das Hotel des Geldfursten, wo er-für das übernommene Risiko," wie Rothschild sagte, reichlich belohnt wurde. König Alsons und der wlrlh. Der jugendliche König Alfons XIII. von Spanien ist ein passionirter Automobilfahrer. Er liebt es, auf den Ausflügen, die er häufig in die Umgegend seiner Hauptstadt unternimmt, hin und wieder den Harun al Raschid" zu spielen. Jüngst kehrte der König bei einem Gastwirthe auf dem Lande ein, der sich weit und breit der' summarischen Art wegen, in; der er mit seinen. Kunden umzugehen liebt des Beinamens des groben Wirthes" erfreut. Der König und sein Adjutant, Beide in Civil, hatten sich kaum in der Gaststube niedergelassen, als Tio Roque, so heißt der Treffliche, auch an ihrem Tische Platz nahm und in der ihm eigenen zwanglosen Weise ein Gespräch begann. Das lenkte sich, wie in Spanien gewöhnlich, schnell auf das Gebiet der hohen Politik, und bald hielt Tio Roque dem König ein regelrechtes Privatissimum über das Thema, was alles in Spanien anders werden müsse." Bor allem, so meinte er, sei der Monarch an den Herrschenken schlimmen Zuständen schuld. Der wisse nicht, sich von seiner Umgebung, lauter Schmeichler und Speichellecker, freizumachen. Zu ihm, Tio Roque, solle er einmal kommen, da werde er die Wahrheit erfahren und hören, was dem Volke noth thue. Durch das Komische der Szene belustigt, aber doch ernst lauschte Alfons diesem Speech," und als das Frühstück beendet war, gab er dem Braven mit den Worten: Ich werde es mir merken!" freundlichst die Hand. Dieser Abschiedsgruß machte den braven Kneipier stutzig, aber das königliche Automobil war längst hinter der ersten Außenbiegung verschwunden, als ihm ein Seifensieder" darüber aufging, wer. seine Gäste gewesen und wen er mit seiner staatsmännischen Weisheit erleuchtet hatte. 5in lnglaubkger'. Frau: An der Hausthüre sieht doch angeschlagen: Vetteln und Hausiren ist verboten.' " B eitler: O mei, gnä' Frau, heutzutag' darf ma' net alles glauben!" Der VantssseUzeld. Pantoffelheld (zum UhrenHändler): Meine Frau wird wahrscheinlich morgen herkommen und eine Pendeluhr kaufen ... geben Sie ihr nur eine, die tüchtig nachgeht!" Gedankensplitter. Manche Menschen haben nur den Geist, den sie trinken. Man kann hart werden dadurch, daß man nicht für weich gelten will. Wer seine Träume verwirklichen will, darf nicht träumen. Manche bleibt so lange am Klavier fätn. bik sie sitzen bleibt. .
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wir reute Waaren von einer Saison zur anderen zu fuhren. Die Preisermäßigung betragt durchschnittlich ZZProzent und ist in einigen Fällen noch größer. Verschiedene Partien von SpitzenGardinen ersten Rangeö sind in diesen Verkauf eingeschlossen. Die Reduktion der Preise ist allgemein über ein Drittel. Grilleö und Whtäi tf&tiltt au Parquett Böden. WWH WW Dekoration. 17 und 19 West Washington Straße.
i 1 1 1 nMfrfrfrfr0NXwi'i Grobes Elend berrscbt an der Riviera. Wie gemeldet wird, sind die Nlzzaer Asyle durch em ganKes Heer ausländischer Arbeitsloser überfüllt, und der grobe Wohlthätigkeitsverein Bouche de Pain" muß täglich durchschnittlich 700 Rationen vertheilen. Die Italiener und SchweZzer bilden die Mehrzahl, dann kommen die Deutschen und die Oesterreieher. D Polizei stellte aus den PaPieren fest, daß ftch unter den Obdachlosen 3 Professoren. 4 Lehrer. 6 Studenten, 3 Apotheker, 3 Geistliche. 1 Sängerin, 2 Gouvernanten, 5 Klosterschweftcrn, 4 Krankenwärterinnen befanden und außerdem mehrere Frauen, die dicht vor der Niederkunft standen. Selbst ein russischer Fürst, der sich als solcher auswies und der m der SpielHölle von Monte Carlo buchstäblich bis auf's Hemd ausgeplündert worden war, nahm das Asvl in Ansvruck. Ueberhaupt bildet Monaco weitaus in den meisten Fallen den Schlüssel zu solchen Existerkzkatastrophen.
142 Süd Illinois Str Sonntags offen. Telexhon: (Neu) 4143' (Kit) Main 3413 9. Januar 1905 in Dienü t : mit.f...n . Biere der 1 11 1 111111 Ein ägyptischer Grabsiein ist in England gefunden worden. Äor einiger Zeit war in einem Garten in Birkdale in der englischen Grafschaft Southport eine unregelmäßig geformte größere Steinplatte tief aus der Erd hervorgeholt worden, di: mit seltsamen Schriftzügen bedeckt zu sein schien. Man entschloß sich schließlich, den Stein den Aeghptologen des Britischen Museums in London vorzulegen. die nunmehr festgestellt haben, daß es sich um die Deckplatte eines älten ägyptischen Grabes handelte und die Inschrift ein Alter von etwa 2700 Jahren besitzt. Sie besteht aus fünf Schriftlinien in den gewöhnlichen Hieroglyphen; von einer Lautschrift befindet sich noch keine Spur auf der Platte. Nach der Aufschrift zu schließen, gehörte der Stein zum Grabe ei neö Schriftgelehrten aus Theben, Namens Horsiesi. Das Merkwürdigste an . diesem Funde ist. wie dieser Grabstein an seinen englischen Fundort gelangt sein mag.
gCo..
