Indiana Tribüne, Volume 28, Number 142, Indianapolis, Marion County, 7 February 1905 — Page 6
Jndiana Tribüne, 7. Februar 19 05
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j ZlnreinigKeit nifteht durch eine schlechte Beschaffenheit des Magen. Gebraucht Dr. August Koenlg's Hamburger Tropfen Itn großen dkutschen Flutrcinizkr. Zlt reinigen den Magen und beleben die Leber, durch reines Blut entsteht. Warllm nicht Ihr Heim.. anziehend machen, durch dm Gebrauch eineZ Garland Ofen... ....und.... Range Dtrselben übertreffen alle andern in Schön, heit. Danhaftigkeit, Heizkraft und Spar. sm!eit im Kohlen Verbrauche. Dieselben werden mit Vergnüge sozeigt, w WILLIG'S Möbcl-Handlnng... 141 West Washington Straß. 10 Prozent jährlich. Zinsen zahlbar dierteljäbrlich. Dividenden zahlende Aktien in etablirten Manufaktur Geschäften in Indianapolis. Ebenso Bonds, Grundeigenthumschypothe. ken und alle Sorten Geldanlagen ersten Ran. geö. Bessere Sicherheit als eine Bank. Um, wechseibar in Daar auf IvtSgige Kündigung. BURTON & STAHL ....Deutsche Advokatur.... 007 State 2c (Sebäutc. C. Melslms. Acchtsanwalt... (Früh Gtaatsanwatt.) -32s Jndiana Trust Gebäude Telephon (neu) 150. Etadlirt 1863, nun: jederzeit Sngag? tztv&l entgegen. Irgendwelche Orcheftn Nufik und irgend eine Lnzahl von SChtftfet fcird geliefert. Reue TuSftattung und neu. Uniformen. 5k. A. Miller, Direktor Henry Sprengpfeil, GeschäftSführel SOI KentuSy vvenue. kelephon ..... Neu 99. Ml ERIE & VESTERII R. R. .. ..Fahrzeit der Züge... bfahrt u'uns Toledo, hicazg nud Richiga prt...t 7.15 tl0.8 koledo. Detroit nnd hicag Lim ..i2.to S.u Vich:gan Uh, Vtuncik u.Lafayettepl.f 7.20 fl0.5 tSzlich f ausgenommen onataal.
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Euroväische Nachrichten.
Provinz Westpreußen. D a n z i g. Seinen eigenen Lebensretter hat fast unmittelbar nach dem Rettungswerk der Arbeiter Simon schwer verletzt. Simon wurde von der Strafkamm zu einem Jahr Gefängniß verurtheilt. Der Angeklagte ging angeheitert aus Stutthof nach seiner an der Weichsel gelgenen Behausung. Als er sich mit einem Boote Über die Lake setzen ließ, fiel er ins Wasser und wäre wahrscheinlich ertrunken, wenn er nicht von dem gleichfalls im Boote sitzenden Arbeiter Schönhoff herausgeholt worden wäre. Ans Land gelangt, schritten beide ohne jeden Zank auf dem Weichseldamm dem Dorfe zu. Plötzlich zog Simon sein Messer und versetzte damit dem nichtsahnenden Genossen einen Stich in die Brust und einen in den rechten Arm.. Bingsdorf. (Graudenz). In seltener Rüstigkeit feierte das Ludwig Kerbersche Ehepaar feine goldeneHochzeit. Der 78jährige Ehemann geht jetzt noch als Schneider in die umliegenden Dörfer, wo manche Familie schon seit der Großväter-Zeit zu seiner Kundschaft zählt. D i r s ch a u. Ihre diamantene Hochzeit feierte das Ehepaar. Der Mann ist 86, die Frau 81 Jahre alt. Fron au. Hier wurde die fast vollständig verkohlte Leiche der schon betagten Ehefrau des Arbeiters Jakob Jarszenski noch brennend und vor einer mit Wasser gefüllten Wanne knieend in ihrer Wohnstube gefunden. Nach den Angaben des Ehemannes, der während des Unglücksfalles seiner Beschäftigung auf dem Gutshofe nachging, hat die Frau bei der Feier eines kleinen Familienfestes berauschende Getränke zu sich genommen, derenWirkung es nach feiner Meinung zuzuschreiben ist, daß dieBerunglückte beim Feueranzünden ihre Kleider in Brand gefetzt hat. Graudenz. Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich in Wiewiorken. Die Kinder des Mühlenbesitzers Schlicht befanden sich in der Nähe der Windmühle. Das jüngste, ein Knabe von 4 Jahren, kam einem Flügel zu nahe und wurde derartig getroffen.daß der Schädel sogleich gespalten war. Als der Vater nach Hause kam, war das Kind bereits todt. 'ArsVinz "gommerrt. Stettin. Auf der hiesigen Cisenbahn gerieth der Große Lastadie 99 wohnhafte städtischeVorarbeiterSchulz unter einen Wagen eines fahrenden Zuges. Ihm wurden beide Beine abgefahren, auch erlitt er anscheinend einen Schädelbruch. Der schwer Verletzte starb nach seiner Einlieferung im Krankenhause. Der Arbeiter Albert Krüger aus Pommernsdorf stach dem Maurer Albert Hoffmann aus Alt-Damm ohne nennenswerthe Urfache mit seinem Messer in den Hals. Hoffmann brach blutüberströmt zusammen. Greifs wald. Ein schrecklicher Unglücksfall ereianete sich auf der Strecke von hier nach Stralsund. Ein Herr, der dort mit mehreren Damen am Bahnkörper entlang spazieren ging, versuchte trotz wiederholter Warnungen den Bahnkörper mit den Damen zu überschreiten, als sich ein Zug nahte. Während es den Damen gelang, noch rechtzeitig über das Geleise zu gelangen, wurde der Herr von dem Zuge gefaßt. Beide Beine wurden ihm abgefahren und das Rückgrat gebrochen. Der Toto trat auf der Stelle ein. Der Todte ist ein Gutsbesitzer Rehbock aus Waldfrieden. K o l ö e r g. Ein Schülerbrink der Vodenhagener Milchwagen wurde von dem Güterzuge überfahren. Der Wagen wurde zertrümmert, die Pferde getödtet und der Führer des Gefährts derart verletzt in das hiesige KrankenHaus gebracht, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Swinemünde. Ein furchtbares Vootsunglück hat sich hier ereignet. In der Kaiserfahrt hängte sich ein Fischerboot mit vier Mann an den Schleppzug - des Dampfers Willi Orth" ohne Vorwissen des Kapitäns. Der Dampfer war in voller Fahrt; das Fischerboot kam unter den von dem Dampfer geschleppten Kahn und kenterte. Es ertranken dabei die Schiffer Carl Lobah, Willi Tiews und Otto Brose, während der vierte, Karl Heinitz, gerettet werden konnte. Die Leichen der Ertrunkenen, die sämmtlich hier wohnen, sind noch nicht aufgefunden worden. ovinz Schseswig-Kokstein. A l t o n a. Der Wagenmeister Christian Borchert beging das Lojährige Jubiläum bei der hiesigen Eisenbahndirektion. Arbeiter Ernst Buck in der Großen Bergstraße wurde von einem Vlockwagen überfahren und auf der Stelle getödtet. Apenrod e. In Hellewatt starb im hohen Alter von über 91 Jahren der in weiten Kreisen bekannte frühere Gastwirth und Hofbesitzer Peter Jörgensen. Der Verstorbene ist in Kleveres mehr als 50 Jahre Gastwirth gewesen und hatte sich einen Ruf als Hengstzüchter erworben. Elmshorn. Der sechsjährige Sohn des LandmanneS Müller in Alvesloe spielte in einem unbewachten Augenblick mit einem geladenen Revolver. Dieser war in Papier gewickelt
und beim Ordnen der Kommode auf den Tisch gelegt. Die Mutter horte
plötzlich einen Schuß. Als sie herbeieilte, fand sie den Liebling blutüberströmt in derStube liegen. Ein Schuß in den Unterleib hat den Tod des Kleinen herbeigeführt. G a r d i n g. Der umfangreiche Besitz des Hofbesitzers Georg Andersen in Vollerwiek wurde eingeäschert. Hadersleben. Das Fest der goldenen Hochzeit feierten unter reger Antbeilnahme der Bevölkerung Bäckermeister Hansen und Frau. Kellinghusen. Die Eheleute Arbeiter Rathje und Frau feierten das seltene Fest der diamantenen Hochzeit, aus welchem Anlaß dem Jubelpaar durch Pastor Reuter aus Meldorf die Ehejubiläumsmedaille überreicht wurde. O l d e s l o e. Durch eine gewaltige Feuersbrunst ist das große Geschäftshaus der Wittwe M. Helms bis auf den Grund niedergebrannt. Die im Hause wohnenden Familie konnten sich nur mit Aufbietung großer Eile aus den Flammen retten. Thesdorf. Hier feierten das Fest der goldenen Hochzeit die Eheleute S. Michaelsen und Frau. Beide sind gesund, rüstig und geistig frisch. Der Jubelgreis ist ein Kampfgenosse von 184850. West - Langenhorn. Lehrer Plett feierte sein 40jähriges Orts- und Amtsjubiläum. Dem Jubilar wurden zahlreiche Aufmerksamkeiten zu theil. Dasselbe Jubiläum feierte Organist und Lehrer Hansen in Baacklum. Provinz Schlesien. Ares lau. In der Wohnung des Vorkosthändlers Katzer, Oelsnerstraße 13,. ereignete sich ein schweres Unglück. Auf unermittelte Weise gerieth ein Bett in Brand. In der Stube befand sich allein das 2y2 Jahre alte Mädchen Margarete Katzer, welches infolge der Rauchentwickelung erstickte. Kürzlich fuhr der 30 Jahre alte Kutscher Bräuer. Mittelgasse 5 wohnhaft, mit einem mit eisernen Trägern beladenen Rollwagen die Berliner Chaussee entlang. Infolge Scheuens der Pferde stürzte er vom Wagen und wurde über die Brust gefahren, wobei er so schwere innere Verletzungen erlitt, daß der Tod bald eintrat. Seit 1879, also volle 25 Jahre, befindet sich die am 13. November 1845 zu Festenberg geborene Susanna Pawlowski in ununterbrochenem Dienste bei 5?rau Fabrikbesitzer Lewald, Schuhbrücke 34. B u n z l a u. Beim Baumfällen verunglückte im nahen Thomaswaldau der Arbeiter Sponke. Der Wipfel eineö fallenden Baums erreichte den Arbeiter, der mit seinem lahmen Beine nicht schnell genug ausweichen konnte, warf ihn zu Boden und verletzte ihn so, daß er starb. G r o t t k a u. Bäckerlehrling Rich. Fiedler brach beim Schlittschuhlaufen auf dem Mühlgraben ein und ertrank. Die Leiche wurde alsbald aufgefunden. L a n d e ck. In dem hiesigen Krankenhause verstarb der im schulpflichtigen Alter stehende Sohn des Tischlers Langer von hier, an den Folgen der Verletzungen, welche er sich anfangs Oktober bei einem Sturze zugezogen hatte. Der Knabe stach sich dabei die Klinge eines Federmessers so tief in das Kniegelenk, daß dieH'alfte abbrach und nur durch ärztliche Bemühung entfernt werden konnte. Leobschütz. Sein 50jähriges Vürgerjubiläum feierte Schneidermeister Hutfch. Anläßlich dieses Festes wurde ihm. seitens der Stadt durch Stadtältesten Hollunder und Stadtverordneten Niedel Glückwünsche und ein Geldbetrag von 30 Mark übermittelt. N i m p t s ch. Hier verstarb der im hohen Alter' von 87 Jahren stehende Schuhmachermeister Drieschner. Wenige Stunden später folgte ihm seine gleichfalls hochbetagte Gattin nach. Unter großer Theilnahme fand die gemeinschaftliche .Beerdigung des EhePaares statt. Reimswaldau. Holzhändler Köhler von hier wollte mit Holz nach Lehmwasser fahren. Die Bitten seiner Kutscher, sie doch fahren zu lassen, lehnte er ab mit dem Bedeuten, daß e5 zu alatt sei und leicht etwas Passiren könne. Er fuhr nun selbst mit seinem Sohne. In Lehmwasser kam der Wagen infolge der Glätte ins Gleiten und schlug um, wobei die ganze Ladung auf Köhler fiel. Dieser konnte nur noch als Leiche unter dem j Wagen hervorgezogen werden. Ein Nebermvderner. Warum machst Du denn ein so mürrisches Gesicht?" Habe eben einen Liebesbrief geschrieben!"
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4 64 4 55 55 55 55 55 55 55 n wenig Dingen hat sich der sichere und bestimmte Blick Peters des Großen für die Zwecke seiner Unternehmungen so glänzend bewährt, wie in der Anlage von St. Petersburg, der neuerdings zu so trauriger Berühmtheit gelangten Hauptstadt-des russischen Reiches. Zar Posten vor dem Winterpalast. Peter brauchte einen Schlüssel zur Ostsee, und er wollte bei seiner Erkenntniß, daß die Zukunft Rußlands damals auf dem Wasser lag, diesen Schlüssel sozusagen selbst in den Händen halten. So beschloß er denn, noch ehe er wußte, was ihm der Frieden mit Schweden eintragen würde, nicht nur eine der Inseln im Newadelta stark zu befestigen, fondern auch seine Residenz von Moskau dorthin zu verlegen. Im Mai 1703 wurde der Grundstein zu dieser Festung gelegt, auf derselben Stelle, wo sie sich auch heute noch befindet: jetzt im Centrum der Stadt an der Großen Newa, gegenüber dem Schloßkai. 5eute hat sie, obschon mit Kanonen bewehrt, keine militärische Bedeutung mehr. Sie umschließt die Peter-Paulskathedrale mit der spitzen Peter PaulS.Kathedrale. vergoldeten Nadel auf dem Thurm, die Gräberkirche des russischen Kaiserhauses, die Münze und die berüchtigten Kasematten' Unweit dieser Festung steht das kleine Häuschen mit nur zwei Zimmern, das Saardamer Zimmermeister dem Zaren errichteten, in dem er die ersten Jahre lebte, und von wo aus er den Bau der Residenz erwachte. Heute ist es eine Art Nationalheiligthum. Man hat zu seinem Schutz ein zweites Gebäude darüber errichtet, und das Zimmer des Zaren ist in eine kleine Kapelle verwandelt, die das Erlöserbild birgt, das Peter I. stets bei sich trug. Arbeiten seiner Hand, schlichte Möbel und vor allem ein von ihm selbst fL Narwa-Triumphbogen. gezimmertes, kleines Schiff, das V'cU terchen der russischen Flotte," werden dort aufbewährt. Ganz in der Nähe dieses Häuschens befindet sich auch die älteste Kirche St. Petersburgs, die hölzerne Troizkij (Dreifaltigkeits)-Kirche, zu der der Zar gleichzeitig mit der Festung den Grund legte. Die erst erwähnte Peter-Pauls-
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55 U ....Der (jniiflfe 8rijttrf0ficsi des Erlinuers bei stufn je feiner neuen Residenz 55 55 55 XX n tt u n tt n n kathcdrale auf der Festungsinscl begann er 3714 zu bauen; fast 20 Jahre später, unter der Kaiserin Anna, wurde sie vollendet. Das berühmte Glockenspiel dieser Kirche aber hatte noch Peter selbst in Amsterdam bestellt. Hier, auf dem Nordufer der Großen Newa, der Petersburger Seite sollte dem ursvrünglichen Plane zufolge die Stadt eigentlich erstehen. Indessen liegt sie in ihren Haupttheilen auf den Inseln und dem Festland an der südlichen Seite des Stromes und auf der großen Bastlius - J-asel (Wassilji - Ostrow). Aber auch nordwärts at sie sich weit ausgedehnt üöer die Petersburger Seite. Nimmt sie doch heute einen Flächenraum von etwa 250 Acker ein. der sich übe? zwölf durch das Delta und einige Kanäle gebildete Inseln erstreckt. Bereits Teter der Große selbst begann die südlichenJnseln und das Festland dort zu bebauen. Die Durchfüh-. rung feiner Pläne begegnete Anfangs' enormen Schwierigkeiten.' Zwangsmaßregeln waren erforderlich, um den Bau der Stadt zu fördern. Ende 1709 wurden 40,000 Arbeiter, Zimmerleute und Steinmetzen aus allen Theilen des Reiches dorthin beordert und im nächsten Jahre diese ?.ahl noch vermehrt. Sehr interessant ist auch die Bestimmung, daß die Gutshöfe, die SteinTroitzkij.Kirche. nutzen lieferten, von allen Abgaben und Steuern befreit wurden. Später wurde sogar bei Strafe der Berbannung und der Konfiskation verboten, überhaupt irgendwo im Reiche Steinbauten aufzuführen! Sogar Kirchen verfielen bis zum Jahre 1721 dieser drakonischen Maßregel. Eine Zeitlang war auch jeder im Staatsdienst stehende Edelmann gezwungen, sich auf der Petersburger Seite je nach seinen Bermögensverhältnissen ein Haus zu bauen. Bereits beim Tode Peters zählte seine Schöpfung 75,000 Bewohner; heute wird die Bevölkerung auf 1,600,000 geschätzt. . Neben den Spuren Peters I. begegnet man im Bilde der Stadt am meisten denjenigen Katharinas II. Ihr ist unter anderem der Ausbau des Winterpalasts, die Grundlegung der Jsaäkskathedrale zu verdanken. Diese Kaii . . 4? r 1 . , . " ; i "ri"i.W v.""Ai;."V . v Neiterstatue Peter des Großen. serin war es auch, die dem Gründer der Siadt das schönste Denkmal,. das St. Petersburg besitzt, errichtet hat. .Es ist weltbekannt mit seinem gewaltigen Granitblock, den Peter der Große als lorbeeroeschmückter Imperator aus stolzem Rosse hinansprengt, wobei er die schöpferische Hand gebietend ausstreckt, als zauberte er die Stadt aus dem. Nichts hervor; die Schlange des Widerstandes zermalmen die Hufe des Rosses. Stolz lautet die Inschrift: ,,Petro Prirao Catharina Secunda." (Peter dcm Ersten Katharina die Zweite.) sdu Kunst" des Fa Y. r e n s allen Lenkern von Lastwagen und Geschzftöfuhrwerken beizuöringen, das ist der Zweck einer in ihrer Art sicherlich einzig dastehenden Schule, die kürzlich das Joint Eouncil of Teamsters" in Philadelphia in's Leben gerufen bat.
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Von der französischen Flotte. In einer Zeit, wo viel von F.'otten und Fwttenvermehrung die Rede ist. gewinnt eine Unterredung Interesse, die Herr Charles Bos, Itt Berichterstatter des französischen Marinebudgets mit dem Pariser Vertreter der Londoner Pall Mall Gazette über die neue engli,che Flctteneintheilung gehabt hat. Ich nehme besonderes Interesse an dieser Neeintheilung," bemerkte der Abgeordnete, w.u t die Bekräftigung dr in meinem Lerich: niedergelegten Ansichten enthält. Ich habe darin auf die wachsende Stärke der deutschen Seemacht hingewiesen und augenscheinlich haben die Engländer bei Schwächung der Mittelmeer flotte undZusammenziehung einer stärkern Streitmacht im Kanal die Mblichkeit vonFeindseligleitlN mitTeutschland in Erwägung gezogen. Ich brauche Ihnen als Eng'änder nicht zu sagen, daß Sie in Deutschland als die gefährlichsten politischen und ge'chästlichen Mitbewerber angesehen werten. Auch liegt es klar zutage, daß das gegenwärtig bestehende Einvernehmen England instand gesetzt hat, sein Geschwader im Mittelmeer einigermaßen zu schwächen. Nichtsdestoweniger muß aber hervorgehoben werden, wie Herr de Lanessan es auch gethan hat, daß die Verminderung an Stärke mehr scheinbar als wirklich ist. Denn Sie haben nunmehr eine Flotte in (ibraltar und eine zweite Flctte in Malta, und ein Kreuzergeschwader hält zwischen beiden die Verbindung aufrecht,' so daß alles für vereintes Zusammenwirken bereit ist." Im Weitern ließ sich Herr Bos mehr im einzelnen über sein Programm und die gegenwärtige Lage der französischen Flotte vernehmen. Sechs Schlachtschiffe von der La Patric-Klasse..die stärker ist als irgend eine Klasse in der Flotte sagte er und fünf Kreuzer von der Leon Gambetta-Klasse müß!en vom Lanessanschen Flottenprogramm von 1900 noch gebaut werren'. Wenn sie vollendet seien, werde Frankreich 25 bis 26 Schlachtschiffe ersten Ranges zählen. von denen achtzehn ganz neu seien. Wenn mein Gedanke zur Ausführung gelangt", fuhr derKommissionsberlchterstatte? fort, so werden die Schlachtschisse allesammt im Milteln-.e.r siationirt. Sie werden eine Anzahl sehr schneller Kreuzer oder Kundschafter, Torpedo- und Unterseeboote bei sich haben. Meine Behauptung ist. daß alsdann Frankreich die Herrscherin ' des Mittelmeers sein würde. Es kann ja keinen Anspruch darauf machen, die. Beherrscherin aller Meere zu sein, wie England es thatsächlich ist, allein sein Kolonialbesitz in Algier und Tunis nöthigt es, im Mittelmeer die rorherrschenke Rolle zu spielen. Ich sae,, wir können stets mit unserer Streitmacht von Torpedoboot'n die Turch fahrt-der Meerenge von Gibraltar hinlern." Der Berichterstatter der Pall MallGazette warf ein, das könnte dcch seine Gefahren von Norden her habm, insbesondere für die Küste der Bretagne. Herr Bos legte diesem Einwurf indessen wenig Gewicht bei. Ich denke mir", erklärte er, wir könnten die Meerenge bei Dover bei der geringen Tiefe des Kanals an diesem Punkte vertheidigen, und Sie dürfen außerdem nicht vergessen, daß aus dem Mittelmeer nach dem Kanal unsere Schlachtschiffe nur eine Fahrt von vier bis fünf Tagen gebrauchen. Sie werden sich außerdem selbstverständlich auf das erste Zeichen des Abbruchs der diplomatischen Beziehungen dort sammeln. Eine Landung, besonders in einem Lande wie Frankreich zu bemerksielligen, das oewaltige Massen von Reserven im Rückhalte und außerdem starke ständige Besatzungen hat. wird stets ein höchst schwieriges Unternehmen bleiben. Selbst wenn der Feind aber landen sollte, würden wir ihn bald wieder ins Meer zurückwerfen. Angenommen, unser Feind wäre Eng-land-und der Abgeordnete lächelte dabei, als ob diese Möglichkeit sozusaaen undenkbar wäre so kämen unsere großen Kreuzer Zn's Spiel. Sie konnten vielleicht eine Blockade über Brest oder den einen oder' anderen sonstigen Hafen verhängen und unterhaltcn, aber es wäre das nur für ein paar Tage, nicht länger. Sie könnten nicht still liegen wegen der Gefahr, die von Torpedobooten bei Nacht droht, und sie könnten ebensowenig verhindern, daß Kreuzer ?ur Schädigung der Handels'straße ausliefen." An Untersee booten werde Frankreich in zwei oder drei Iabren 150 Stück besihen. Der Korrespondent fraate. ob der Abaeord nete glaube, diese Fahrzeuge würden in Oswnen nützlich g?w?son sein, und 5?rr Vos meinte: Vielleiüt nicht. rfer man nätt Wtrnttf) rncW "n??r5 Eherbourger Offiziere und Mannsaiten mit Vorniauna aebabt. Da; Unterseeboot erfordert Fachleute."
Der Fischreichthum an der Ostküste von Schleswig-Hoistein, worüber wir schon einmal berichteten, ist in diesem Jahre so gewaltig, wie'seii 20 Jahren nicht mehr. Die reichen He, rin?s- und Sprrt'enzüge ziehen daher die Fischer aus allen Gegenden desVa. ter!andes an. So sind allein in den Küstengewässcrn ronFlensburg. Apen rade undKiel woh' an 200 pommersch: Fiscber aus Stralsund. Barth. Swinemünde und anderen pommerscnKüstemtöMen anzu'ren. ttt dort nach Heringen und Sprotten fischen und mit reicher Leute in die Heimath ziehen.
