Indiana Tribüne, Volume 28, Number 141, Indianapolis, Marion County, 6 February 1905 — Page 6

Jlidiana Tribüne, 6. Februar 1905

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Warum nifyt Ihr Heim.. anziehend machen, durch den Se-

brauch eines ro- i P51 z Garland Ofen... ....und.... Nange... Dieselben übertreffen aZe andern in SchSn, hsit. Dauerhaftigkeit, Heizkraft und Spar scunkeit im Kohlen Verbrauche. Dieselben werden mit Vergnügen gezeigt, in i LUG'S ...Möbel-Handlung... 141 West Washington Straße. ifr4t3W Burton & Stahl, i ...Ncchtsanwiilte... W. H. Burton, früher Konsul in Teutschland. John Stahl, früher! Schilfs --taatZanwalt. Deutsche j Advokaten und Notare i Praktiziren in allen Gerichten der Ver. Staaten. 607 State Life Gebäude, i Neue Telephone 5S91. 4 gfrM 1 ZZcchtsluloilt,., (Früher StaatSantvalt.) 323-325 JudianaTrnstgkbäudr Telephon (neu) 150. ...Herrenschneider... S!o. 1020 TSV Meridian Str. ' ZNedrigfie Preise. uteZ Paffen garaotirt. &sbixi 1883, ntaust jederzeit Engagsetnij entgegen. . Irgendwelche Orcheftn Ruft? und irgend eine Anzahl von Kuiita vird geliefert. Neue Ausstattung und neu Nnifennm. Ä. R. Will er, Director h e u r ? S p r e n g p f e i l, SeschäftZführn. - 801 KentuZ? venue. Telephon ...... Neu 4593. Bestellen Sie Ihren Anzug oderUcberziehcr Oft M. G. SCHNEIDER da erhalten Sie perfektes Passen und die feinste Arbeit zu den rneb rigsten Preisen. Zlnzüge oder Ucb erzieh er ans Bestellung 015, $18, $20, $23, auSt.. Hosen $3, $'i, $5, $6 auS 38 Monument Platz. Achtung....Die besten.... Jndiana Bitnminons Kohlen 53.00 per Tonne Peacock Kohlen, 84 per Tonne Beste Kohlen für Kochöfm. Alle anderen Sorten für Furnace oder Helzosen. Wir gehöre nicht 5 dem Trust. Home Fuel Co. rzener Phone L2S1. AlteS Pone, Nain 1150.

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Europäische Nachrichten. . Freie Städte. Hamburg. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich bei den Bauten des neuen Hauptbahnhofs. Der Koppel 10 wohnende Schlosser Georg Fahn war auf dem hohen eisernen (3t rüst beschäftigt, plötzlich erlitt er einen Schwindelanfall, stürzte von einer beträchtlichen Zöhe hinunter und blieb bewußtlos liegen. Er hatte sich schwere innere Verletzungen zugezogen. Ein nicht unbedeutendes Feuer. kam in der Darmhandlung und Zungen - ImPort - Geschäft von B. Deutsch, Viktoriastraße llsl5 auf nicht ermittelte Weise zum Ausbruch. Der beträchtliche Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Der Straßenbahnkontrolleur Vraatz. Dorotheenstraße 31, fiel auf dem Heimwege bei der Glätte in die Kellervertiefung eines Hauses der Mozartstraße und brach das Genick. Der Tod ist sofort eingetreten. Der Verunglückte ist Familienvater. Schwer verletzt wurde der Hilfsbremser Johann Metzger aus der Vierländerstraße, der in Schwarzenbeck auf dem Bahnkörper zu Fall kam und von einem Zuge der Lübeck -Vüchener Bahn überfahren wurde. Bremen. Dn Arbeiter Karl Emken sah seine Frau mit dem Karl Emken sah seine Frau mit dem Arbeiter Martin Mollo, mit dem sie schon seit längerer Zeit ein intimes Verhältniß unterhalten soll, im Dunkeln stehen. Emken stürzte sich mit einem langen und breiten, feststehenden Dolchmesser auf Mrllo und stieß ihm dieses bis an das Heft in, den Kopf. Aerztliche Hilfe war sofort zur Stelle und der Verletzte wurde auch sofort zum städtischen Krankenhause geschafft, doch verstarb er gleich nach seiner Einlieferung, ohne wieder zur Besinnung gekommen zu sein. Der Thäter wurde festgenommen. Er giebt an, von Mollo überfallen und gewürgt worden zu sein, worauf er erst in der Nothwehr zum Messer gegriffen habe. Lübeck. Dem Kreuzer Lübeck" ist vom hiesigen Senat ein sehr geoiegenes Silbergeschenk gemacht worden. Es besteht aus einem Schrank, den ein lübscher Adler schmückt, und einer kompletten Einrichtung silberner Tafelbestecke für 18 Personen. Sammtliche Geräthe sind in edlem Stil gehalten, gediegen ausgeführt und tragen in Gravirung gleichfalls den Zübschen Adler. Heslerreichlngarn. Wien. In der Station Tulln stürzte der 34jährige Adjunkt der Staatsbahnen, Julius Frimmel, Tivoligasse 39 wohnhaft, von einer Rampe und erlitt einen Splitterbruch des Unterarmes. Herrenhausmitglied Anton Dreher hat dem Wiener Prießnitz - Denkmal - Comite 600 Kronen gespendet. Das Vergnügungscomite in Gräfenberg hat dem Denkmalfonds aus den diesjährigen Erträgnissen 100 Kronen übermittelt.' Kürzlich ist hier der Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Ludwig Lichtenstern, 84 Jahre alt, gestorben. Der 19jährige Verkäufer Alberto Ceraglia, zu JRom geboren, hat im Laufe der letzten zwei Jahre seinem Dienstgeber, dem Südfrüchtenyandler Leopold di Löry, tausend Slxo nen unterschlagen. Ceraglia wurde verhaftet. G ö d i n g. Der der kaiserlichen Gutsherrschaft Tsechitsch bei Göding zugetheilte Praktikant Karl Graf Kuenburg hat sich, als ihm seine Bedienerin das Essen brachte, mit seinem Offiziersdienstrevolver erschossen. Innsbruck. Die deutschen Sty denten der Universität Innsbruck haben der juridischen Fakultät zum Andenken an den auf tragische Weise in den schweizerischen Bergen verunglückten Rektor Professor Dr. Demeliuö dessen Bild gewidmet. K o j e t c i n. Der 22jährige Infanterist des 25. Infanterie - Regiments, I. Trczrala, hat sich erschossen. Der Grund der That ist unbekannt. P r e ß u r g. Die Repräsentanz der Freistadt Preßburg hat zum ble:benden Andenken an den in ihrer Stadt geborenen Dichter und Gelchrten Dr. Otto Gottfried Freiherrn von Lütgendorff-Leinburg eine Gasse nach ihm benannt. Neustadt. In dem Hause des Johann Samla in Hliny entstand ein Brand, welchem dieses Objekt und die. benachbarten Wohngebäude zum Opfer fielen. O l m ü tz. Bei der Demolirung eines Ganges in der ehemaligen Kaiserredoute erfolgte ein Einsturz, und der Taglöhner Burzwan erlitt schwere Verletzungen. Man brachte ihn nach entsprechender Hilfeleistung in die Landeskrankenanstalt. Salzburg. Richtrathsabgeordneter Pfarrer Unterladstätte erlitt durch einen. Sturz auf der Straße einen Bruch der Speiche des linken Armes; er wurde von Passanten in seine Wohnung gebracht. S w o i k o w i tz. Die 66jährige Grundbesitzersgattin Franziska Novokny erhängte sich in einem Anfalle von Geistesverwirrung auf dem Boden ihres Wohnhauses. U n t e r - G e r s p i tz. Der 47ja rige Plasiergehülfe. Wenzel Zawodnik hat? sein Weib und seine beiden Söhne. im Schlafe mit einem Hammer und einem Messer überfallen und sie schwer verletzt. Die Verletzten wurden in die hiesigeLandeskrankenanstalt überführt, wo der 19jährige Jakob Zawodnik

verschieden ist. Der Mörder ertränkte sich im Schwarzaflusse. Schweiz. Bern. An der Jsenfluh im Lauterbrunnenthal stürzte der 30jährige Fritz von Allmen aus Lauterbrunnen ab. Die schrecklich zuaerichtete Leicke wurde erst später gefunden. In den Tiroler Alpen ist ein Vasler Student schwer verunglückt. Drei Münchener Studenten unternahmen - von Ehrwald aus eine Tour in die Mie minger Berge, übernachteten in der Koburger Hütte und machten eine Hochtour; sie waren schon im Abstiege vom Tajakopfe begriffen, als unversehens an einer schwierigen Abseilstelle ein Felsblock losbrach und einem der drei Kletterer, dem von hier gebürtigen Studiosus H. Weißer, mit solcher Wucht an die Oberschenkel schlug, daß beide Knochen augenblicklich durchbrachen. Glücklicherweise war das Seil, an dem alle drei festgebunden waren, fo gut versichert, daß es dem gewaltigen Ruck standhielt, sonst wäre ein furchtbares Unglück wohl unvermeidlich gewesen. Der Verletzte wurde von einer Rettungsunternehmung glücklich zu Thal gebracht und nach dem ersten Nothverbande in die Klinik nach München übergeführt. . G e l t e r k i n d e n. Nunmehr sind es 50 Jahre, daß Pfarrer E. Denger hier sein Amt angetreten hat. G l a r n s. An den Fahnenstöcn ist der Züricher Klubist Eroß abgestürzt; er h tödtlich verletzt. Jegen'storf (Bern). In Folge von Fahrlässigkeit eines Rauchers brannte das Gasthaus zum Kreuz" theilweise nieder. Die unteren Räumlichkeiten des Wohnhauses können noch benützt werden. Kreuzlingen. Erhängt hat sich im hiesigen Gefängniß der kurz vorher eingelieferte Dienstknecht Aug. Starkenmann von Altnau,' der mehrmals oorbestraft war. L u z e t n. Der zum Tode verurtheilte Raubmörder Hofstetter wurde mit 92 gegen 38 Stimmen begnadigt. Anwesend waren 131 Mitglieder; es wurde ein leerer Zettel eingelegt. Gesprochen wurde über das Gesuch nicht, es lagen auch keine besonderen Bittgesuche vor. Der Entscheid war. allgemein erwartet worden. Am Ende der Sitzung stellte eine große Anzahl von Mitgliedern aller drei Parteien eine Motion betr. Aufhebung der Todesstrafe. fSLuxetnbutsa. Luxemburg. Die Villa der Erben Cornette aus Mersch wurde in der in Mersch abgehaltenen Versteigerung dem Herrn H. Schlungs, Gutsbesitzer zu Luxemburg, für den Hauptpreis von 25,000 Francs zugeschlagen. Aus Brüssel kommt unerwartet die Nachricht von dem dort erfolgten plötzlichen Tode des Ingenieurs Jules Schaefer von hier. B i w e r. Es fiel zu Budlerbach der frühere Müller Johann Hurt von Biwer mit Pferd und Karre die Böschung hinunter in, den Bach. Das Pferd ertrank. Grevenmacher. Die Leiche des verschwundenen Zeimet aus Nittel wurde bei Quint aus der Mosel gezogen. Der Körper wies mehrere Messerstiche am Rücken und an der Brust auf. Frovinz Wrandenvurg. B e r l i n. In voller Rüstigkeit feierte Paul Köhler, seit vielen Jahren im Deutschen Verlag" wirkend, das Jubiläum feiner 25jährigen Berufsthätigkeit. Die Chefs, Collegen und Untergebenen des allseits ungemein beliebten Jubilars bereiteten diesem große Ehrungen. Der Altmeister des Strafrechts an der Berliner Universität, Geheimrath Berner, beging den 86. Geburtstag. Berner, der älteste Lehrer der hiesigen Hochschule," ist als Dozent bereits 60 Jahre an der Friedrich Wilhelms-Universitat thätig. An der Schwelle des GrabesSelbstmord verübt hat der 78 Jahre alte Rentier Dietrich, eine im Nordosten Berlins bekannte und populäre Persönlichkeit. Er war ein Freund des Pferde-Rennsportes und wettete leidenfchaftlich auf den Rennbahnen. Hierbei verlor er so bedeutende Beträge, daß er gezwungen war, sein Vermögen anzugreifen. In den letzten Jahren war das Kapital ziemlich erschöpft worden und Dietrich stand vor der Nothwendigkeit, Unterstützung von seinen Verwandten annehmen zu müssen. Um dieser Schande zu entgehen, nohm er sich' das Leben und erhängte sich am Bettpfosten. Der- 26jährige Fahrstuhlführer Wilhelm Rerenbluth aus der Calvinstraße-verunglückte auf dem Neubau Soldinerstraße 70, als er gerade damit beschäftigt war, eineVerbindungZbrücke zum Aufzug von Materialien nach dem vierten Stock zu leant. Er brach das Genick imV war sofort todt. Potsdam. Goldene Hochzeit feierte das-Adolf Ottosche Ehepaar im Kaiser - Wilhelmstift. Die feierliche' Einsegnung -des 'Jubelpaares er-folgte-durch den Hofprediger Keßler. Der ' Geistliche überreichte mit der Ehejubiläums --Medaille ein Glückwunschschreiben aus dem Kabinett des Kaisers. Charlotten bürg. Lebensgefahrlich verunglückt ist infolgeDurch-

'gehens seines Gespannes er Haupt- ' mann Graf von Wengersky vom Kö- ! nigm-Elrsabeth-Regiment. j Neu - Rupprn. Seit: einiger Zeit 'befindet 'sich im hiesigen Gerichtsgefängnißt der Arbeiter Herrn aus

Frankendorf. der überfllbrt und ae-

ständig ist, die' 14 Jahre alte Jda Turkler' aus dem nahen' Frankendorf ermordet zu haben. Man fand die Leiche des Kindes im Walde, in der Nähe eines, ausgetrockneten Pfuhls. Äle Ermordete, die allem Anschein nach erdrosselt worden war, zeigte am Hälfe eine- tief?' Schnittwunde. Als Thäter wurde der Arbeiter Herm verhaftet. Jetzt ist Herm vom Gericht außer Verfolgung gesetzt und der Polizeibeh'örde überwiesen worden, nachdem durch ärztliches Gutachten festgestellt, ist, daß Herm zurzeit der Vegehung der That sich m einem Zustande krankhafter Störung seiner Geistesthätigkeit befunden hat. Die Polizei hat den gemeingefährlichen . Geisteskranken in der Landesirrenanstalt untergebracht. N e u e n d o r s bei Potsdam. Das 19jährige Dienstmädchen Schöbel, die Tochter eines in Sorau wohnenden Agenten, hat sich hier mit Lysol vergiftet. Als man sie in ihrem Zimmer auffand, war sie bereits todt. - Ueber Motive zu dem Selbstmord verlaulet nichts Bestimmtes, doch soll Liebesgram die Veranlassung dazu gewesen sein. S p a n d a u. Ein entsetzlicher Betriebsunfall ereignete sich i der Geschützgießerei. Dem Dreher Randow fiel ein Stahlblock im Gewicht von 40 Centnern auf den rechten Fuß. Der Verunglückte stürzte zu Boden und mußte in dieser fürchterlichen Lage, in der er unsägliche Schmerzen ausstand, solang: verweilen, bis ein Krähn herligzschasft und die schwere Last emporgehoben war. Der Unglückliche raufte sich in seiner Qual die Haare aus und schrie fürchterlich. Mit gänzlich zerschmettertem Fuß wurde er alsdann in's städtische Krankenhaus gebracht. Provinz Hstpreußen. Königsberg. Unsere Nachbarsiadt Fischhausen begeht im nächsten Jahre das Jubiläum ihres 600jährigen Bestehens. Aus diesem Anlaß soll eine umfassende Chronik von FischHausen herausgegeben werden. Durch Erhängen hat sich der Handlungsgehilfe Karl Fell, der in Pilzenbürg zu Hause ist, den Tod gegeben. Die Leiche wurde im Glacis zwischen Stcindammer und Tragheimer Thor an einem Baume hängend gefunden. A b b a r t e n (Vartenstein). Auf entsetzliche Weise zu Tode gekommen ist der achtjährige Sohn des Gärtners Pohl.DerKnabe begleitete denGärtnerburschen in das Gewächshaus, wo der Ofen geheizt werden follte. Der-Gärt-nerbursche wurde plötzlich abgerufen und der Knabe blieb allein im Gewächshaus?. Er muß sich wohl vor den offenen Ofen gesetzt haben und eingeschlafen sein, denn hier fand man später den Knaben halb verbrannt vor. Domnau. Auf dem Rittergute Groß-Kitten waren halberwachsene Knaben mit Holzzerkleinern beschäftigt. Während dieser Arbeit schlug der eine im Uebermuth mit der Holzart nach einer über ihm auf einem Baume hängen gebliebenen Pflaume, traf aber nicht diese, sondern "den Kops des vor ihm gebückt stehenden Knaben Prang. Obgleich die Wunde zu verheilen schien, ist der Bedauernswerthe doch der Verletzung erlegen. G r u b e r t i n i (Eydtkuhnen). Im hiesigen Torfbruche ertranken zwei 9jährige Knaben Namens Valbach und Gehring beim Schlittschuhlaufen. Knobbenort. Tobsüchtig wurde die Frau des in geregelten VerHältnissen lebenden Arbeiters Kaspar. Die sonst gesunde, junge Frau stürzte sich, mit einem Beile bewaffnet, auf ihr jüngFes Kind und wollte dasselbe ermorden. Vier starke Männer konnten die bedauernswerthe Frau in dem Wuthanfalle kaum bändigen, sie wurde gebunden dem Kreislazarett zugeführt. Preußisch - Holland. Der Knechtmann Friedrich Kluckert aus, Carwinden hat sich in trunkenem Zustände erhängt. Zuvor hatte er an dem Erntefest der Gutsleuie theilgenommen und war dann kurze Zeit singend und pfeifend auf der Straße- gesehen worden. Seine Frau fand ihn bereits erstarrt vor. Tilsit. Hier fand man den in der Aktienbrauerei beschäftigten Arbeiter Endruschat auf der Darre der Brauerei vor, wo er auf noch unaufgeklärte Weise in das Walzwerk gerathen war. Der Unglückliche,, der schon sehr schwer verletzt war. wurde aus seiner qualvollen Lage befreit, verstarb aber bald danach. Wie einZZegenbock für den Tod eines Mannes verantwortlich wurde, wird aus Jork, Pa.', gemeldete Dort ist der 27 Jahre alte. Krüppel Wm. Cookes an Verletzungen gestorben, welche er dadurch erlitt, daß er aus seinem Wagen, vor welchen ein Ziegenbock gespannt war,, geworfen wurde. Cookes konnte nicht gehen und benutzte einen Ziegenbock, der- ihn in einem kleinen Wagen durch die Straßen der Stadt zog. Eines Samstag Abends ließ er sich nach einem Stimmplatze 'für die republikänische-Primär-wähl-fahren.-Auf der-Heimfährt wurde der - Ziegenbock :: bockbeinig, fuhr gegen Bäumrund Pfosten, und CookeS wurdeMlt! solcher' Wucht auö' seinem Fuhrwerk ' ges chleudert, ' daß- er-7 einen Schädelbruch erlitt, an welchem er starb..

Melk Habcrsack's Zchreibebrief.

X. 87. Seöhrter Mister Edithor! Den Dag nach unsere gemüthliche Zusammenkunft in. .den Saluhn, wo mich der Mister Kuhkummer puttinier gekillt gehabt Hot, do hen ich arig ratten gefühlt. Wisse Se, mein Stomeck is'mein wieker Spatt un wann en Mensch so en Pusch. dahin kriegt, dann is das, mehr wie er stende kann. Ich sin zu den Dackter gange un hen mich emol inwestigehte losse, er Hot awwer gesagt, er könnt nicks finne, mehbie ich hatt bet Mlstehk e Tmnkann verschluckt.' Do hen ich ihn dann verzählt, was gehäppend war un do sagt er, das deht bei meine toffe Kanstituschen auch nit viel ausmache, for mich zu demmctsche, müßt mich schon e Jnschein streike. In die Jnsormehschen is off Kohrs auch nit viel Komfort for mich drin gewese, un ich sin also Widder heim gange. Der Mister Mehr is nach Dinner zu mich komme un Hot gesagt, er müßt mich emol for t Minnit oder zwei sehn. Well, go ehett," hen ich gesagt, was kann ich for dich duhn?" Do Hot er, dann gestart: Du bist mich en schöner," Hot er gesagt, ich hen dich zu den Tripp nach New Aork inweitet un hen dich gesagt, daß ich impohrtentes Bißneß dort zu duhn hätt." Das is all, was du Host," hen ich gesagt. Well," Hot der Mister Mehr gesagt, un mir sin die ganze Zeit in Neujork gewese, mitaus daß du mich nur einmal , an das Bißneß riemeindet Host; in konsekwenz sin mer auch Widder schön heim komme, un den Weg war mein Tripp nach die Jhst for nattings." Bei Galle," hen ich gesagt, do hen ich awwer auch' noch keine Minnit, dran gedenkt; mehbie du kannst en Schreiwebrief an die Pahrtie schreiwe" No," Hot er gesagt, das kann ich. nit, das einzige Ding, was ich duhn kann, iL, daß ich noch emol nach Neujork gehn". Awwer ich gehn nit mehr mit," hen ich gesagt, bikahs ich fühle gar nit gut." Du sollst auch nit," Hot der Mister Mehr gesagt, du sollst in meine Aebsenz von die Taun als Mehr äckte, un ich eckspeckte, daß du das Ding ahlrecht rönne duhst". Ei tell juh, sell Hot mich awwer gefreut. Bei Tschinko, do hen ich doch emol e Tschehns gehabt, die Zittisens zu pruhfe, was sie for en Mann an mich hen, un en annere Weg hätte se es doch nie nit ausgefunne. Ahlrecht, Mister Mehr." en ich gesagt, ich wi2 die Sach schon fickse un von' Wege mich brauchst du auch gar nit in e große Hurrie zu sein, Widder zu komme, bikahs ich hen plentie Zeit." Ahlrecht," Hot er gesagt, awwer mach mich nur kein Monkieschein, bikahs was du in meine Aebsenz duhn duhst, das is ecksäcktlie so gut, als wann ich's selbst gedahn hätt." Well, der Mister Mehr is noch am nämliche Obend abgereist,' un am nächsten Morgen hen ich in seine Office gehockt, hen die Mehl uffgemacht un sin rcttig for Vißneß gewese. Ich hen bei Baldrians kein Wort von meine Promohschen gesagt, bikahs ich hen se bei Surpreis nemme wolle. - Wie der Christ in dil Mehrs - Office komme is UN Hot mich ' die Mehl handele sehn,' do Hot er gejagt, ich deht wohl, gleiche in Trobbel zu komme. Wann der Mister Mehr mich ketsche deht, dann deht ich en Rohst kriege, das wär en Lall; Do hätte Se mich awwer emol sehn solle! Schiewiß,, was hen ich den Christ ' en Blick Hingeschmisse ! . Mister Volies -Thiereckter," hen 'ich gesagt, vergeß for keine Minnit. daß du in mich dein Supirior Affisser'vor dich siehst; ich . rönne jetzt diese hier Taun, un dont'juh fergett ik Wann du dein 'Schapp gleiche duhst, dann geb ich' dich en gute Ettweis, von jetztan gar.nicks mehr zu denke un nur das zu duhn, was'.Zch dich sage; von das Denke nemm ich selbst kehr. So, jetzt loß emol dei ganze Boliesfors hier antrete." Do Hot der Christ Kehrt gemacht un in e kleine Weil sin all die dreizehn Mann in mei Offis gewese. Do ben ich gesagt: Ich sin eschehmt von such. Wann Ihr die,Kappersch in Neujork angucke duht, dann müßt Ihr sage; das sin Schentelmänner, un wann Ihr dann in en Spiegel guck duht, dann könnt Ihr' nit' helfe zu sage, das sin Trämps,z Ich sin schuhr, Ihr habt in vier Woche noch nit einmal Eure Schuhs sgescheint un Eure Juniform ausgeklöppt. Jetzt will ich Euch emol ebbes- sage, wann Ihr morge früh-HUr antrete, duht, dann - eckspeckt ich, daß Ihr so klien.wie e Pinn seid; un?biseidS das will; ich, daß Ihr ge.schehft seid, und daß Ihr - weiße Mittens trage duht,'. das guckt, verdollt fein, un jetzt gitt aut. . Do sin se autseit gefeilt, un der Christ is mit se fort. Ei .tell juh, ich will dle Mersch schon nespeckt beibringe. Der Mister Mehr iS ja viel, zu. iesig, awwer . wann, er- Widder? kommt, dann -mach. ich e Wett, daß er

die Gäng gar nit mehr kenne duht. Ich hen jetzt widder die Mehl dorchgelcse. Do war e ganze Latt Briefe von Kickersch; der eine , Hot komplehnt, daß inr Front von sein Haus nie nit e Läntern brenne deht, un for den Riesen könnt er sei Kiehohl nit finne, wann er heim deht komme. Der annere Hot gekickt bikahs der Lämpleiter deht immer die Läntern in Front von sein Haus am längste brenne losse. Mei Dochter resieft ihre Kompenie in den Parlor, un d? duhn ihr die Auge weh, wann se immer in das Licht von die Läntern gucke muß." En Dritter Hot geschriwwe, er wär en Behkermehster bei Treht un die annere Nacht, nachdem er seine Händs ihr Jnstrocktschens gewwe gehabt Hot un for ebaut e halwe Stund geschlofe Hot, do hätt Jemand an's Fenster gekloppt. Er wär zu Doht verschrocke gewese un wär in sein Neitgaun an's Fenster gange. Unne hätt en Feller gestanne, wo in einem fort Mister Fluhrie, Mister Fluhrie! gehallert hätt. Ich hen dann das Fenster uffgemacht, un do Hot er gefragt:' Mister Fluhrie, backe Se morge Widder so schöne Rohls?" Un wie ich gesagt hen jehs, do Hot er gesagt, dann backe Se eine for mich mit. So ebbes brauch ich mich doch nit gefalle zu gelosse." Well, Mister Edithor, ich hen gesehn, daß es doch nit so iesig is, Mehr zu sein. Awwer ich wer'n mich die Sache schon täckele. Mit allerhand RiegardZ Juhrs Trulie, Meik Habersack. Eskweier un Scheriff von Apple JS Holie Terrer Kauntie.

ktn TorfOriginal. Heutzutage berührt es förmlich erfrischend, wenn man von urwüchsigen Originalen hört, die nicht eben mehr häufig zu finden sind. In dem. Vogtländischen Dorfe Neundorf lebt wie aus Plauen i. V. geschrieben wird ein Gutsbesitzer Wild, ein überaus gutmüthiger und harmloser Mann, der sich mit Vorliebe in der Rolle des Dorf-Originals und -Spaßmachers gefällt und sich nicht selten allerlei nette Scherzchen leistet. So hat er unter anderm an seinem Hause eine Inschrift des zweifellos richtigenJnhalts angebracht, daß Derjenige, welcher an dem Hause vorbeireite oder -fahre, sterben müsse." Soviel zur Charakterisirung des Mannes, der in seinem Wohnorte allgemein bekannt und so wohlgelitten ist, daß er längere Zeit mit im Gemeinderathe faß. Wild war lange schon ungehalten darüber, daß ein schulpflichtiges Mädchen, das in seiner Familie lebt, morgens schon um 6 Uhr zur Sule muß und aus Pflichtgefühl öfters lieber den Frühkaffee versäumt, statt zu spät in die Schule zu kommen und dadurch dem Lehrer Veranlassung zur Unzufriedenheit zu geben. Eines Sonnabend Morgens war wieder einmal der Fall eingetreten, daß die Kleine den Frühtrunk im Stiche ließ und zur Schule eilte. Herr Wild hielt die Gelegenheit für geboten, einmal in eigener Person in der Schule nachzusehen, ob denn auch der Lehrer selbst so pünktlich sei, ' wie er es von seinen Zöglingen verlangt. Kurz entschlossen ging er zum Schulgebäude, , nahm wahr, daß der Lehrer kurz vor 6 Uhr noch fehlte, und trat unter die Kinder. Wie der als Kinderfreund bekannte Mann die Kleinen vor sich sah, kam ihm der.Gedanke, doch einmal' selbst' Schule zu halten. Die Erschaffung der Welt dünkte ihm ein geeignetes Thema'und die Kinder wußten auch ganz nett Bescheid. Sie strengten ihr Hirn ordentlich an. zumal der freundliche Pseudo - Erzieher jede gute Antwort mit einem Groschen belohnte. Bald aber regte sich in dem ungebetenen Volksbildner der Schalk; er fragte die aufhorchenden. Schulkinder: Was ist der Mensch?" Antworten wie eine Kreatur", ein Lebewesen" usw. ließ' er nicht gelten, und endlich gab er selbst die Lösung der Scherzfrage: Der Mensch ißt sechs Klöß' und 12 Pfund Fleisch mit Sauce in einer Viertelstunde." 'Lautes Hallo darob, das sich im Laufe des fidelen Examens immer mehr steigerte, bis der rechte Lehrer eintrat, der dann natürlich der Fröhlichkeit ein Ende machte. Da'der Herr- Lehrer den Mann gut kannte und ihm dessen spaßige Art nicht -fremd war, wäre vermuthlich die ganze Sachr im Sande verlaufen, -hätte sie nicht die Presse aufgegriffen. Die zuständigen Behörden sahen sich nunmehr: genöthigt, einzuschreiten und Erhebungen anzustellen. Der Spaßvogel kam vor. dem Schöffengericht in Plaunen, dem'die Angelegenheit überwiesen war, noch glimpflich davon; er wurde nur zu 'einer Geldstrafe' von 10 Mark und Tragung der Kosten verurtheilt. mm M, - , , Entschuldigung. Nein, ich gebe Ihnen nichts mehr!' Sie sa.gen ja immer, daß Sie in momentaner . GeldverlegenW sind!" Ja aber so momentan wie heute, war. ich.' noch nie!" Vertheidiger blüthe. . . .Meine Herren, Sie wissen alle aus eigener Erfahrung, daß, "wennman des Morgens in aller Frühe ei nen halben Liter Schnaps getrunken hat, man zur Begehung eines Räub. 'Mordes leichter disponnt ist als'im nüchternen Zustande!- '